DE2364602A1 - Verfahren zum herstellen von kaltverformtem tiefziehblech und -band - Google Patents
Verfahren zum herstellen von kaltverformtem tiefziehblech und -bandInfo
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Description
2384602
21. Dezember 1973 29 111 K
»Verfahren zum Herstellen von kaltverformtea Tiefziehblech
und «band11
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von kaltverformtea Tiefziehblech mit guter Kaltverformbarkeit,
insbesondere Tiefziehbarkeit, aus beruhigtem Stahl9 bei dem Blöcke warmgewalzt, das Band warmgehaspelt
und geglüht wird·
Die gute Tiefziehbarkeit aluminiumberuhigter Stähle ist bekannt. Diese Stähle werden dort eingesetzt, wo wie bei
der Karosserieherstellung eine gute Kaltverformbarkeit erforderlich ist; sie werden üblicherweise zunächst waxia-
und dann kaltgewalzt sowie haubengeglüht· Obgleich die aluminiuEberuhigten
Tief ziehe tähle wegen des stabilen Abbindens
des Stickstoffs als Aluminiumnitrid alterungsbeständig sind, besitzen sie eine unzureichende Tiefziehbarkeit, die
in eines verhältnismäßig niedrigen r-Vert von 1,4 bis 1,7
zum Ausdruck kommt· Demzufolge kann es bei starker Verformung wie beim Herstellen von Kotflügeln zu einer Rißbildung
kommen· Ein weiterer Nachteil beim Herstellen aluminlumbe-»
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ruhigter Stähle mit einem r-Vert von 1,4 bis 1,7 besteht darin, daB das Haubenglühen angesichts der erforderlichen
langen Glühzeit außerordentlich unwirtschaftlich ist. Das Haubenglühen gilt Jedoch als unerläßliche
Voraussetzung für eine akzeptablen r-Wert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabezugrunde, die vorerwähnten Nachtelle zu beheben und unter anderem Insbesondere ein kontinuierlich geglühtes Tiefziehblech
oder -band mit besserer Tlefzlehbarkeit bzw· höheres
r-Uert zu schaffen; Die Lösung dieser Aufgabe 1st daifeuf
gerichtet, das Band kontinuierlich zu glühen; das bedingt jedoch ein rasches Abkühlen, so daß der Kohlenstoff
mindestens teilweise auch bei einem nachfolgenden überaltern in fester Lösung verbleibt, was an sich die
Gefahr einer schädlichen Kohlenstoffalterung mit sich
bringt. Durch Versuche konnte jedoch nachgewiesen werden, daB sich diese Kohlenstoffalterung bei zweckentsprechender Wahl der Stahlzusammensetzung und bestimmten
überalterungsbeddLngungen vermeiden läßt. Auf diese Weise läßt sich ohne eine schädliche Kchlenstoffalterung ein
kontinuierliches geglühtes Tiefziehblech mit hohem r-¥ert
von 1,4 bis 2,1 herstellen«
Die Erfindung wird nachfolgenc^anhand von Ausführungsbeispielen
und der in der Zeichnung dargestellten Diagramme des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Diagram, aus dem sich die im Hinblick auf
einen hohen r-Vert erforderlichen Gehalte des Stahls an Kangan, Schwefel und Kohlenstoff ergeben,
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■"
ruhlgtea Stahl
erreichen,
, hachstens O,50Si K^t^STT
Schvefel enthält. KohlenstoS^re ^ °'°2<W
die Härte und beeinträchtiget^7' °* "*■-hebUch.
Ähnlieu wArkea „i'^SST*
«Shrend SchvefelgeIiiate über O
sich bringen, der Jedoch c^h ^ r gegense^irkt werden kann. ^C in Ϊ "^****** «t-Uchen oehaate an »PP. ^^2?^^ andererseits die Kaltverforebark8lt des
sich bringen, der Jedoch c^h ^ r gegense^irkt werden kann. ^C in Ϊ "^****** «t-Uchen oehaate an »PP. ^^2?^^ andererseits die Kaltverforebark8lt des
an Kohlenstoff Kangan und Schweb ^ ^***1****
nen, erfindungsgenäfl kontinui?^^^
und kaltgewalzten Stahl zu Bl
ziehbarkeit führen. Der die Tfzie
entspricht de» VerMltnis
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236460
dehnung zu relativer Dickendehnung beim Zugversuch an
Blechen. Er stellt einen Maßstab für die mechanischen
Eigenschaften, insbesondere die Tiefziehbarkeit von Blech dar. Anstelle des gerichteten r-Vertes bedient
man sich häufig auch des mittleren r-Vertes, der sich mit besserer Tiefziehbarkeit erhöht. Übliche beruhigte
Stähle besitzen einen r-Wert von etwa 1,3 und haubengeglühte, aluminiunberuhigte Stähle einen r-Wert von
etwa 1,6.
Der Kohlenstoffgehalt umfaßt nach dem Diagramm der Fig. 1 vier Bereiche, und zwar 0,03 bis 0,08#, 0,02
bis 0,03%f 0,01 bis 0,02# unter 0,01?6 entsprechend
den dick strichpunktiert und gestrichelt umrandeten Feldern innerhalb der spezifischen Kohlenstoffbereiche
des Diagramms der Fig. 1 gehört jeder Punkt von 0,01#,
0,0256 und 0,0396 zwei Bereichen an; trotzdem ändert sich
die Tiefziehbarkeit an diesen Punkten in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt.
Um nun den Schwefelgehalt, ausgehend von vorgegebenen Gehalten an Mangan und Kohlenstoff, zu bestimmen, br&uchw
nur ein Punkt innerhalb der Linien und der Kurven entsprechend den Gleichungen
(Mn)= ^l - 0,0/f
oder
oder
(Mn)= ^J - 0,04
ausgewählt zu werden. Der auf der Abszisse aufgetragene
ausgewählt zu werden. Der auf der Abszisse aufgetragene
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Kohlenstoffgehalt dient dabei l^dlglici: der Festlegung
der Kurven, d.h. solange die Gehalts a.i Kohlenstofff
Mangan und Schwefel innerhalb der sich ^us dem Diagramm
der Fig. 1 ergebenden Felder liegen, besitzt der Stahl einen r-Wert von mindestens 1,6. Werden .iraoch die Gehalte
an Kohlenstoff, Mangan und Schwefel optisal aufeinander
eingestellt, dann lassen sich a*ch r-Vei ze von
2,0 und mehr erreichen.
Aus dem Diagramm der Fig. 1 ergibt sich, daß das Feld optimaler Mangan- und Schwefelgehalte bei niedrigen Kohlenstoffgehalt
en unter 0,0156 sehr groß ist, während das
Feld mit zunehmenden Kohlenstoffgehalten von beispielsweise 0,02% und 0,03^ imaer enger werden. Bei Kohlenstoff
gehalten von 0,03 bis 0,08# ist das Feld dagegen wiederum größer. Dieser Widerspruch erhklärt sich aus
der neuen Tatsache, daß die Tiefziehbarkeit von kontinuierlich
gsgliihtea Stahlblech von dea er^-sähnten Kohlenstoffaltem abhängt, wobei mit steigendes Kohlenstoffgehalt
der Karbidanteil im Gefüge zunimt und sich beim Überaltern
mehr Ausscheidungspunkte ergeben, so daß das Alterungsverhalten merklich besser wird.
Des weiteren konnte festgestellt werden, daß die Rolle des Aluminiums in herkömmlichen aluminiuBberuhigten Stählen eine andere ist als bislang angenommen. Beim herkömmlichen
Haubenglühen aliminiumberuhigter Stähle ist die
Aufheizgeschwindigfreit außerordentlich gering, so daß der
Unterschied zwischen dem Ausscheiden und dem Rekristallisationsverhalten des Aluminiumnitrids zur Erhöhung des r-Vertes
ausgenutzt werdan kann. Beim kontinuierlichen Glühen ist dagegen die Ausnutzung des Verhaltensunterschiedes des
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Aluminiumnitrids zur Verbesserung des r-Wertes nur bedingt möglich, da die die Aufheizgeschwindigkeit außerordentlich
groß ist« Um dem Rechnung zu tragen, basiert das erfindungsgemäße Verfahren auf der Ausnutzung einer
anderen Verbindung als des Aluminiuanitrids. Demzufolge beruht die gute Tiefziehbarkeit des nach aem erfindungsgeoäßen
Verfahren hergestellten Stahls auf einem anderen Mechanismus als beim herkömmlichen aluminiumberuhigtem Tiefziehstahl·
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Zustand der ManganFulfid-Fhase vor dem Kaltwalzen über das Verhältnis
der Gehalte an Mangan und Schwefel sorgfältig eingestellt»
Dieses Verhältnis beträgt erfindungsgesäß 7 bis 30 und
stellt sicher, daß der Stahl nach der Bildung dar Mangansulfid-Phase
eine wesentliche Menge an Mangan und Schwefel enthält. Um außerdem die Mangansulfid-Konzentration
festzulegen, enthält der Stahl höchstens 0t50#f vorzugsweise
höchstens 0,25$ oder besser noch höchstens O917^
Mangan sowie höchstens 0,020$, vorzugsweise höchstens
O9OIO^i Schwefel. Eine optimale Tiefziehbarhsit ergibt
sich, wenn die Bedingung
(* Mn) - 197 (* S) ^ 0,25
oder besser noch
(SiMn) - 197 (* S) ^0,17
eingehalten wird«
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Um die Mangansulfid-Phase hinsichtlich der Teilchengrösse
und der Verteilung optimal einzustellen, wird der Wärmeinhalt des warmgehaspelten Bandss ausgenutzt. Aus diesem Grunde wird das Warmband bei Temperaturen über 650 C
vorzugsweise über 69O0C oder auch über 735°C gehaspelt.
Dies stellt eine entscheidende Voraussetzung für das Herstellen eines kaltgewalzten Tiefziehblechs oder -bandes
aus beruhigtem Stahl mit einem r-Wert dar, csr über dem
von haubongeglühtem Tief ziehstahl liegt.
Der Stahl kann, als Oxyd- oder Nitridbildner neben Aluminium
auch Bor und Titan enthalten. Die vorerwähnten Elemente binden den Sauerstoff stabil ab und gewährleisten
einen ausreichenden Gehalt an Mangan, das ,andernfalls
als Manganoxyd vorliegen würde. Darüber hinaus binden die erwähnten Elemente auch den Stickstoff und tragen auf die
se Weise zur Alterungsbeständigkeit des Stahls bei.
Die Gehalte an Aluminium, Bor und Titan können unabhängig voneinander eingestellt werden; vorzugsweise genügen sie
j ede ja der Bedingung:
- (* Al) - 3$ (# 0) * 2 (9t N)
Enthält der Stahl außer Aluminium noch andere Oxydbildner, Hff^p tritt an die Stelle des A1 |in><* r»ii"nggv*»"it.es. das Aluminiumäquivalent
des betreffenden Oxydbildners M. Ausgehend von dem Aluminiumoxyd Al2O, ergibt sich das Aluminiumäquivalent
zu
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- 2 y (At-Gew. Al) f^ „x
wobei χ und y die Indices der Verbindung M O sind·
Enthält der Stahl mehrere Oxydbildner, dann entspricht
das Aluminiumäquivalent der Summe der "betreffenden AIu-
ipi η 1 urna quivalente nach den beiden vorerwähnten Formeln·
Der Stahl wird vorzugsweise im Vakuum auf Kohlenstoffgehalte von höchstens 0,0256 entkohlt, un besonders hohe
r-Verte zu erreichen· Die Legierungselesente können dem
Stahl bis zum Block- oder Stranggießen zugesetzt werden,
Das warmgewalzte Band wurde zur Entwicklung seiner Verformbarkeit
vorzugsweise 40 .see· bis 5 Kinutpn bei 8CO
bis 8800C kontinuierlich geglüht und anschließend bis 10 Kinutenf vorzugsweise zwei bis acht Minuten bei 350
bis 60O0C. vorzugsweise bei 400 bis 5000C überaltert.
Diese Wärmebehandlung ergibt ausgezeichnete r-Werto, wenngleich
die erfindungsgemäße dtahl zusammensetzung auch bein
Haubenglühen zu einer ausgezeichneten Tiefziehbarkeit führi
Das überaltern beim kontinuierlichen Glühen rührt zum Ausscheiden von Karbiden und verringert somit den Gehalte
an gelöstem Kohlenstoff. Angesichts des verhältnismäßig niedrigen Mangangehaltes sollten die vorerwähnten Daten
der WänneDehaiidlung eingehalten werden. Eine höhere Glühtecper^tur
unterhalb A, führt dabei zu einer Erhöhung des r-teertes.
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ergibt sich aus dem Diagramm der Fig. 2, deren Auswirkung auf den rτ Wert. Die eingetragenen Werte beziehen
sich auf Stähle innerhalb der er/indungsgemäßen Bereiche
des Diagramms der Flg. 1· Im einezlen zeigt der Streubandverlauf,
daß der r-Wert bei Haspeltemporaturen Im unteren Bereich unzureichend ist· Verstärkt macht sich dies
bemerkbar, je holier der Kohlenstoffgehalt ist. Dabei ergibt
sich aus dem Str^ubandvcTlauf im Diagramm, daß
sich der Wendepunkt des Streubandes und der Bereich maximaler Schwankung mit zunehmendem Kohlenstoffgehalt zu
niedrigen Temperatur- a hin verschicht. Des weiteren ergaben
die dem Diagramm der Fig. 2 zugrunde liegenden Versuche, daß die Haspeltemperatur bei Kofclenstoffgehalten
bis maximal 0,01& ohne Wirkung auf den r-Wert ist. In
diesem Zusammenhang kann die Temperatur des Übergangs zur
maximalen Streubandsteigung bzw. zum maximalen Streubereich als kritische Haspel temperatur bezeichnet werden. Die
Abhängigkeit des r-Wertes von der kritischen Haspeltemperatur
ergibt sich aus dem Diagramm der Fig. $9 In aem ^3
Feld I dem übergang der maximalen Steigung, das Feld III
der Steigung O und das Feld II dem dazwischen liegenden Übergang kennzeichnen.
Bei einem Stahl mit der angegebenen Zusammensetzung kommt den Feldern 1 bis III eine kennzeichnende Bedeutung zu.
Die Endtemperatur beim Warmwalzen ipuß oberhalb A liegen.
Außerdem beträgt bei Stahlen mit einem Kohlenstoffgehalt unter ^9OZU die Querschnittsabnahme beim Kaltwalzen vorzugsweise
mindestens 75%·
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der aus der nachfolgenden Tabelle I ersichtlichen Zusammensetzung·
Dabei fallen die Stähle A unter die Erfindung und liegen innerhalb des Streubandes mit den
ausgezogenen Linien, während es sich bei den Stählen B
um kontinuierlich geglüht und gedeckelte, Innerhalb
des Streubandes zwischen den gestrichelten Linien liegenden Stähle sowie gemäß C um kontinuierlich geglühte,
in herkömmlicher Weise aluminiumberuhigte Vergleichsstähle handelt«
C Mn S 0 Al N (%) (») (*) W (*)
A O.O4 0· 14 0.009 0.005 0.015 0.0017
bis bis bis bis bis bis 0.06 0.20 0.015 0.008 0.030 0.0029
B 0.03 0.15 0.010 0.030 - 0.0010 bis bis bis bis bis
0.05 0.16 0.015 0.035 - 0.«
C 0.04 0.26 0.015 - 0.020 0.0031
bis bis bis - bis bis 0.05 0·31 0.017 - 0.067 0.0037
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Das Diagramm der Fig. 4 macht die Abhängigkeit des r-Wertes
vcn der Hasp el Temperatur deutlich· Dabei zeigt
sich, daß eine hohe Haspeltemperatur bei in herkömmlicherWeise
aluminiunberuhigtem Stahl keiner r-Werte über 1,4 bis 1,5 ergibt. Nach dem erfindungsgeaäßen
Verfahren behandelte Stähle ergeben dagegen r-Werte übsr 2,O9 was auf ein weitestgehenste? Ausscheiden
vou Hangansulfid und Manganoxyd beim Warmhaspeln mit
hoher Temperatur zurückzuführen ist. Der Kurvenverlauf zeigt deutlich, die Wirkung höherer Haspeltemperaturen,
insbesondere über 7350C auf den r-Wert.
Stahlschmelze mit 0,04# Kohlenstoff, 0,14# Mangan
und 0,01056 Schwefel wurde im Konverter gefrischt und unter Zugabe von Aluminium im fallenden Guß beruhigt zu
Blöcken vergossen. Der Aluminiumgehalt des Stahls betrug O,O23#. Die Stahlblöcke wurden vorgewalzt und alsdann
mit einer Endtemperatur von 8900C warmgewalzt sowie
bei 7500C gehaspelt. Das Band wurde alsdann mit einer Guerschnittsabnahne von 7Z% bis puf seine Enddikke
von 0,8 mm kaltgewalzt. Danach wurde das Band eine Minute bei 8500C rekristallisierend geglüht sowie 1,5 Minuten
bei 4500C überaltert. Das Band wurde schließlich mit einer Querschnittsabnahne von 1,0% nachgewalzt und
hinsici tlich seiner mechanischen Eigenschaften untersucht. Dabei ergab sich ein r-Vert von 2,09, eine Bruchdehnung
von 45,2% und eine Streckgrenze von 16,9 cb.
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Eine Stahlschmelze wurde im Konverter gefrischt, anschließend nach dem Vakuuoheber-Verfahren entgast und
zu Blöcken vergossen. Die Blockanalyse ergab 0,00596
Kohlenstoff, 0,23% Mangan, 0,010* Schwefel und 0,04256
Aluminium· Die Blöcke wurden vorgewalzt und anschliessend mit einer Endtemperatur von 8950C warmgewalzt
sowie bei 55O0C gehaspelt und mit einer Querschnittsabnahne
von B2% bis auf eine Enddicke von 0,8 mm kalt
ausgewalzt· Das Band wurde alsdann eine Minute bei 8000C
kontinuierlich rekristallisieren*! geglüht und fünf Minuten
bei 3800C überaltert sowie schließlich mit einer Querschnittsabnahme von 1,096 nachgewalzt· Bei der Untersuchung
von Proben ergab sich ein r-Wert von £15, eine
Bruckdehnung von 48,296 und eine Streckgrenze von 14,1 cb.
Das Blechbesaß zudem eine ausgezeichnete Tiefziehbarkeit·
Ein aluminiumberuhigter und im Konverter gefrischter Stahl mit 0,04# Kohlenstoff, 0,13# Mangan, 0,00956 Schwefel- O8 03296
Aluminium, 0,00696 Sauerstoff, 0,003696 Stickstoff und einem Verhältnis vcn Mangan zu Schwefel voni4:1, der der Gleichung
06 Al) - 54/48 (% 0) = 6,4 (96N)
genügte, wurde zu Brammen vergossen· Die Brammen wurden mit
einer Endtemperatur von 9300C bis auf eine Dicke von 2,4 mm
heruntergewalzt und bei den sich aus dtr nachfolgenden Tabelle
II ergebenden Temperaturen gehaspelt· Danach wurdan die
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Bänder bis auf eine Enddicke von O, oma kaltgewalzt,
zwei Minuten bei 85O0C rekristallisierend geglüht und drei Kinuten bei 37O0C überaltert. Nach einem einötündigen
Aushärtenbei 10O0C wurden Proben der einzelnen
Bänder untersucht, wobei sich die Daten der Tabelle II ergaben. Bei den üblichen Vergleichsstählen 1 ois 4
zeigt sich zwar aie Abhängigkeit des r-Vertes von der
Haspeltempratur, aber erst die nach dea erfindungsgemäßen
Verfahren behandelten Stähle 5 bis 9 zeigen eine
durchgreifende Erhöhung des r-Vertes mit steigender Haspelteoperatur.
Des weiteren zeichnen sie sich durch den Wegfall einer ausgeprägten Streckgrenze au*. Schließlich
zeigt sich an den Stählen 8 und 9 die nach dem erfinduagsgemäßen
Verfahren erreichten hervorragenden Verformbarkeiten bzw. Tiefziehbarkeiten.
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Α09828/0809
Claims (1)
- NIPPON STEEL CORPORATIONNo.6-3, 2-chome, Cte-machi, Chiyoda-ku, Tokio, JapanPatentansprüche ;1. Verfahren zum Herstellen von kaltverformtem Tiefziehblech aus beruhigtem Stahl,bei dem Blöcke warmgewalzt, das Band warmgehaspelt, kaltgewalzt und geglüht wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stfhl mit höchstens 0,08# Kohlenstoff, höchstens Of5O# Hangan, höchstens 0,020$ Schwefel mit einem Verhältnis von Mangan zu Schwefel von 7 bis 30 und einem Aluminiumgehalt oder Aluminiumäquivalent anderer Oxyd- und/oder Nitridbildner vonAl) - 54/48 X% 0) = 2(# N),Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen mit in die umrandeten Felder des Diagramms der Fig# 1 fallenden Gehalten an Kohlenstoff, Mangan und Schwefel in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt entsprechend den Feldern I und II des Diagramms der Fig. 3 warmgehaspelt wird.2· Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet d ν r c h eine Haspeltemperatur von mindestens 650 C.409828/0809TuTcV ^kennzeichneeine Haspeitemperatur von mindestens 7J55CC4. Verfahre, nach Ansp,Jct , 0(ler 2> dadurch g#.überalterter*? * " * ' ** *" ^ bei 35° biS 65C°Cuch ,, dadurch g e k e n n aaÖ der Stahl bel *°° bis 55O°C über-5. Verfahren nachaltert^Ld S t ' aaÖ der Stahl bel *°° biS 55O°C übel"6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,IZZVt* Seke*»zeichnet, ** ^r Stahl der BedingungMn) - 1,7 (J6 s) s
genügt.7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, daß der Stahl der Bedingung• Mn) - 1,7 (j6 s) = 0,17 genügt.8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprücheibis 7, dadurch gekennzeichnet, <?i3er 40 Sekunden bis 5 Minuten bei 800 bis 8800C durchlauf geglüht wird. &~09 828/G309
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| US5232524A (en) * | 1991-07-04 | 1993-08-03 | Sollac | Process for the production of thin sheet metals intended for deep-drawing |
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8230 | Patent withdrawn |