DE2364117C2 - Rohrkörper mit zylindrischem oder vieleckigem Querschnitt für dichte Verpackungen - Google Patents
Rohrkörper mit zylindrischem oder vieleckigem Querschnitt für dichte VerpackungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rohrkorper mit zylindri- -»5
schem oder vieleckigem Querschnitt für dichte Verpakkungen, bestehend aus einer Vielzahl von übereinander
angeordneten, wendelförmig gewickelten Streifen, wobei der mit dem Verpackungsinhalt in Berührung
stehende Streifen aus einem für den Verpackungsinhalt undurchlässigen Material besteht und an einem seiner
Längsränder eine in die Streifenebene umgeschlagene Faltklappe aufweist, die den anderen nicht umgeschlagenen
Längsrand der benachbarten Windung übergreift und mit diesem verbunden ist.
Bei einem bekannten Rohrkorper dieser Art (US-PS 79 675) besteht der mit dem Verpackungsinhalt in
Berührung stehende Streifen aus einer vorzugsweise aus Kraftpapier gebildeten Trägerlage, auf welche eine
vorzugsweise aus Aluminium bestehende flüssigkeitsundurchlässige Folie aufkaschiert ist. Dieser Streifen ist
mit seiner flüssigkeitsundurchlässigen Folie dem Verpackungsinhalt zugewandt, während seine Faltklappe
vom Verpackungsinhalt weg umgeschlagen ist. Die jeweils aus der flüssigkeitsundurchlässigen Folie (Aluminium)
bestehenden, übereinanderliegenden Flächen von Faltklappe und umgeschlagenem Rand sind durch eine
Verklebung miteinander verbunden.
Zur Ausbildung dieser Verklebung muß während des Wickelvorganges mittels einer gesonderten Einrichtung
der Klebstoff aufgetragen werden. Bereits kurzzeitige Unterbrechungen oder Störungen der Klebstoffzuführung
bewirken Leckstellen, über die der Verpackungsinhalt
zwischen die nachfolgend aufgewickelten, in der Regel nicht aus undurchlässigem Material bestehende
Lagen gelangen und diese zerstören kann und schließlich nach außen entweichen kann. Resteht der
Verpackungsinhalt aus einer gasbeladenen Flüssigkeit, machen bereits minimale Leckstellen den Rohrkörper
als Verpackung ungeeignet. Bei dem bekannten Rohrkorper können auch die bei der Aufbringung der
Verklebung auftretende Schwierigkeiten nicht dadurch umgangen werden, daß die Aluminiumfolie mit einer
Beschichtung aus thermoplastischen Kunststoff versehen und die Verklebung dann beim Wickelvorgang
durch Wärmeeinwirkung vorgenommen wird, weil eine derartige Beschichtung auch großflächig mit dem beim
Wickeln verwendeten Dorn in Berührung gelangen würde und damit ein Vorschieben des Wickels auf den
Dorn verhindern würde.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen auch für gasbeladene Flüssigkeiten dichten Rohrkörper zu
schaffen, der einfach und zuverlässig herstellbar ist.
Ausgehend von einem Rohrkörper der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
der mit dem Verpackungsinhalt in Berührung stehende Streifen an seiner vom Verpackungsinhalt abgewandelten
Seite eine Beschichtung aus thermoplastischem Kunststoff träg% daß die Faltklappe zum Verpackungsinhalt hin umgeschlagen ist und daß die Faltklappe und
der nicht umgeschlagene Rand des Streifens mit ihren beschichteten Seiten aneinander anliegen und über die
Beschichtung durch eine Thermoschweißung (Heißversiegelung) miteinander verbunden sind.
Durch diese Ausgestaltung erübrigt sich die gesonderte Zuführung von Klebstoff für die Ausbildung des
nicht umgeschlagenen Randes mit der Faltklappe bei dem aus undurchlässigem Matenal bestehenden Streifen,
so daß die zur Fertigung des Rohrkörpers benötigte Vorrichtung einfacher ausgebildet wenden kann und
eine größere Sicherheit gegenüber Leckstellen erzielt wird, insbesondere, weil vermieden ist. daß von der
Produktion der Aluminiumfolie herrührende Verschmutzungen durch Fett die Verklebung beeinträchtigen.
Weil die dem Verpackungsinhalt zugewandte Fläche nicht für die Verklebungen benötigt wird, ist es in
Weiterbildung der Erfindung möglich, daß diese dem Verpackungsinhalt zugewandte Fläche des Streifens
einen Gleitlacküberzug aufweist, welcher die relative Längsbewegung des Wickels zum Dorn begünstigt.
Vorteilhaft ist auch, daß der wendelförmig gewickelte, mit dem Verpackungsinhalt in Berührung stehende
Streifen an seiner von diesem Verpackungsinhalt abgewandten Seite die Beschichtung aus thermoplastischen
Kunststoff trägt, weil diese eine problemlose Verbindung mit einem weiteren aufgewickelten Streifen
begünstigt. Demgemäß besteh ι eine Weiterbildung der Erfindung dann, daß ein für den Verpackungsinhalt
undurchlässiger Streifen mit sich überlappenden Längsrändern unmittelbar über den mit dem Verpackungsinhalt
in Berührung stehenden Streifen gewickelt ist und an der dem Streifen zugewandten Seite eine Beschichtung
aus thermoplastischem Kunststoff aufweist, die an der Beschichtung des Streifens anliegt und daß die
Streifen über die Beschichtungen durch Thermoschweißung (Heißversiegelung) verbunden sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine geschnittene perspektivische Ansicht eines Teiles des Körpers;
F i g. 2 und 3 Schnitte durch Teile von Streifen die zur Bildung von Schutz- oder Sperrschichten dienen und
Fig.4 eine perspektivische Ansicht einer Herstellungsphase
des Rohrkörpers.
Gemäß Fig.; weist der Rohrkörper cui? NSehrzahl
von durch spiralförmiges Aufwickeln eines Streifens aus Karton oder ähnlichem Material gebildeten Schichten 2,
3 und 4 auf. Dem Inneren 11, d. h. dem Verpackungsinhalt
zugekehrt, befinden sich zwei durch spiralförmiges Wickeln von Streifen 5 bzw. 6 gebildete Schichten.
Der Streifen 5 (F i g. 2) besteht aus einer Aluminiumfolie 7, die auf einer Seite eine Beschichtung 8b aus
thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise Polyäthylen aufweist Der ähnlich aufgebaute Streifen 6 (F i g. 3)
weist ebenfalls auf einer Seite eine Beschichtung 8a aus thermoplastischem Kunststoff auf, ist aber außerdem
noch auf seiner anderen Seite mit einem Glesüacküberzug
9 versehen, der eine Temperatur von la. 140"C
standhält
Beim Herstellungsvorgang wird, wie aus Fig.4
ersichtlich, der Streifen 6 auf einen Dorn 10 spiralförmig aufgewickelt, wobei ein in Richtung des Pfeiles F
vorrückendes Rohr gebildet wird. Beim Wickelvorgang ist der Gleitlacküberzug 9 dem Dorn 10 zugewandt und
die mit der Beschichtung 8a versehene Seite vom Dorn abgewandt Vor dem Aufwickeln wurde der Streifen 6
an einem seiner Längsränder unter Bildung einer Faltklappe 6a nach innen, d.h. zum Dorn 10 hin
umgeschlagen. Der Vorschub und damit die Steigung bei der Aufwicklung des Streifens 6 wird unter
Berücksichtigung der Streifenbreite so gewählt, daß sich die Faltklappe &a an den nicht umgeschlagenen
I" Längsrand 66 der vorhergehend gebildeten Windung
anlegt. Durch Heizung des Dornes 10 oder mittels einer nicht gezeigten Heizwalze erfolgt mittels Thermoschweißung
(Heißversiegelung) eine Verklebung der Faltklappe mit dem nicht umgeschlagenen Längsrand
•5 6b der benachbarten Windung.
Auf die vom Streifen 6 gebildete Schicht wird der Streifen 5 so aufgewickelt daß seine die Beschichtung
86 aus thermoplastischem Kunststoff (Polyäthylen) aufweisende Seite dem Dorn 10 zugewandt ist, da hier in
Berührung mit der Beschichtung 8a des Streifens 6
gelangt und an diese nach Erhitzung mit der ganzen Oberfläche haftet Vorzugsweise werö?n. wie in F i g. 4
gezeigt, die beiden Streifen 5 und 6 nahezu vollständig übereinanderliegend auf den Dorn 10 gewickelt
Die Streifen 4,3 und 2 werden in üblicher Weise auf
die vom Streifen 5 gebildete Schicht aufgewickelt
Der Körper kann anstelle eines kreisförmigen auch einen Vieleck-Querschnitt aufweisen.
Hieizu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Rohrkörper mit zylindrischem oder vieleckigem Querschnitt für dichte Verpackungen, bestehend aus
einer Vielzahl von übereinander angeordneten, wendelförmig gewickelten Streifen, wobei der mit
dem Verpackungsinhalt in Berührung stehende Streifen aus einem für den Verpackungsinhalt
undurchlässigen Material besteht und an einem seiner Längsränder eine in die Streifenebene
umgeschlagene Faltklappe aufweist, die den anderen, nicht umgeschlagenen Längsrand der benachbarten
Windung übergreift und mit diesem verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
mit dem Verpackungsinhalt in Berührung stehende Streifen (6) an seiner von Verpackungsinhalt
abgewandten Seite eine Beschichtung (Sa) aus thermoplastischem Kunststoff trägt, daß die Faltklappe
(6a) zum Verpackungsinhalt hin umgeschlagen ist, und daß die Faltklappe (Sa) und der nicht
umgeschlagene Rand (6b) des Streifens (6) mit ihren beschichteten Seiten aneinander anliegen und über
die Beschichtung (Sa) durch eineThermoschweißung (Heißversiegelung) miteinander verbunden sind.
2. Rohrkorper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Verpackungsinhalt zugewandte Fläche des Streifens (6) einen Gleitlacküberzug (9)
aufweist
3. Rohrkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein für den Verpackungsinhalt undurchlässiger Streifen (5) mit sich überlappenden
Längsränd: m unmittelbar über den mit dem Verpackungsinhalt in Berü^mng stehenden Streifen
(6) gewickelt ist und an der dem Streifen (6) zugewandten Seite eine Br schichtung (8b) aus
thermoplastischem Kunststoff aufweist, die an der Beschichtung (Sa) des Streifens (6) anliegt, und daß
die Streifen (5, 6) über die Beschichtungen (8b. 8a) durch Thermoschweißung (Heißversiegelung) verbunden
sind.
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