DE2362795C3 - Elektrischer Ringmotor zum Antrieb eines für einen Behälter vorgesehenen Rührwerks - Google Patents
Elektrischer Ringmotor zum Antrieb eines für einen Behälter vorgesehenen RührwerksInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Ringmotor gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Beispiele für derartige Rührwerke ergeben sich aus den DE-PS 9 54 926, 10 58 140 und 1115 356 sowie aus
der DE-OS 15 63 051. Dort sind Antriebe für Rührwerke
beschrieben, die insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung finden, z. B. in Molkereien. Diese
Anordnungen haben sich vielfältig bewährt Sie genügen
is jedoch noch nicht ohne weiteres auch extremen Reinheitsforderungen, wie sie beispielsweise in der
pharmazeutischen Industrie bestehen, wo weitestgehende Keim- und Partikelfreiheit für sämtliche Prozeßschritte
unerläßlich ist Weil eine Kontamination aus der Umgebung nicht stattfinden darf, können keine
Motoren benutzt werden, deren Betrieb nicht ohne Lüftung möglich ist Aber auch die in den genannten
Druckschriften angegebenen, gekapselten Motoren, die ihre Wärme durch Abstrahlung von einer entsprechend
groß bemessenen Oberfläche abgeben, 'gewährleisten keine wenigstens annähernd ausreichende Partikelfreiheit;
durch die allgemein benötigte, umlaufende Kupplung erfolgt nämlich eine Staubaufwirbelung oder
sogar ein Austreten des unvermeidlichen Kupplungsabriebs in die Umgebungs-Atmosphäre.
Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik mit einfachen,
wirtschaftlichen Mitteln einen gekapselten elektromotorischen Antrieb für ein Rührwerk mit bequemer
Bedienung, Wartung und instandhaltung zu schaffen, der sich selbst für extreme Hygieneanforderungen z. B.
in der pharmazeutischen Industrie eignet, so daß im Betrieb die Raumluft weitestgehend frei von Verwirbelung,
Staub, ölpartikeln u. s. w. bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Der Rührwerksantrieb nach der Erfindung ist so vollständig abgekapselt, daß alle benötigten Steuerungs-
und Verbindungselemente im Inneren des Gehäuses dicht untergebracht und nicht nur gegen
Einwirkungen aller Art sicher abgeschirmt sind, sondern auch selbst keine Rückwirkungen auf die Umgebung
haben können. Die konstruktive Gestaltung ist dabei überaus einfach und zweckmäßig; die eingebauten
Schalteinrichtungen können Sicherungen bzw. Überstromauslöser, Schütze bzw. Ausschalter und Polumschalter,
Anschlußelemente u. s. w. umfassen, während am Gehäuse außen Drucktaster betätigbar sind, welche
als einzige Elemente das Gehäuse durchsetzen, das z. B. aus einer Chromnickelstahlhaube besteht.
Zwar ist bereits in der DE-PS 10 35 478 ein kombiniertes Pumpen- und Antriebsmotoraggregat
beschrieben, dessen Elektromotor einen geschlossenen Ringraum mit einer Endplatte aufweist, die eine von der
Welle durchsetzte Stopfbuchse halten. Diese ist aber keine Gleitringdichtung und erst recht keine mehrstufige,
geschachtelte Gleitrichtung nach Art der Erfindung, so daß es mit einer Vorrichtung dieses Typs unmöglich
wäre, einen Rührwerksantrieb in möglichst hygienischer Ausführung nach Art der Erfindung zu verwirklichen,
dessen Einzelteile gegenüber der Umgebung auf das sorgfältigste abgedichtet und dennoch zu Wartungs-
und Instandhaltungszwecken leicht zugänglich oder ,tuch bequem zu demontieren sind.
Ferner ist aus der DE-PS 6 09 631 eine Wellendichtung für einen Elektromotor bekannt, der eine
Kreiselpumpe unmittelbar antreibt Die hier vorgesehe- s ne vollständige Gleitringdichtung weist Ventile und
verschiedene Hohlräume auf, die für hygienische Verhältnisse gerade ungeeignet sind; denn die Einführung und Ablagerung von Verunreinigungen in eben
diese Hohlräume läßt sich mit der bekannten, stark verwinkelten Wellendichtung nicht unterbinden. Demgegenüber ermöglicht es die Erfindung mit sehr
wenigen Spalten und Kanten innerhalb der Gleitringdichtung, daß der Durchtritt von Fremdpartikeln,
insbesondere Staub und öl, in das Rührgut unter Einhaltung sehr strenger Hygienevorschriften verhindert wird. Der erfindungsgemäße Antrieb bildet einen
glatten Drehkörper mit geschliffener bzw. polierter Oberfläche, die allseits dicht und außerordenuich leicht
zu reinigen ist Sie bietet mithin keinerlei Ansatzflächen für irgendwelche Partikel, so daß auch höchsten
Reinheitsforderungen Rechnung getragen ist
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung, die Gegenstände der Unteransprüche sind,
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Darin
zeigt
F i g. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines (aufgeschnittenen) Behälters mit Rührwerk und erfindungsgemäßem Ringmotor, jo
Fig.2 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Ringmotors,
Fig.3 eine Druntersicht auf den Ringmotor von Fig. 2,
F i g. 4 bis 8 je eine schematisierte Draufsicht auf die j5
Platte eines Ringmotors gemäß F i g. 2 und 3,
Fig.9 einen Axiaischnitt durch einen Ringmotor
gemäß der Erfindung,
Fig. 10 einen Ausschnitt aus einer Axialschnittansicht
mit Gleitringdichtung eines erfindungsgemäßen Ringmotors und
Fig. 11 eine vergrößerte Schnittansicht ähnlich Fig. 10 mit einer abgewandelten Ausführungsform
einer Gleitringdichtung für einen erfindungsgemäßen Ringmotor mit einem Cyclogetriebe. α s
Fig. 1 läßt erkennen, daß ein erfindungsgemäßes Rührwerk Λ mittels einer Befestigungseinrichtung Fan
einem Behälter B angebracht sein kann. Der Motor 1 des Rührwerks R trägt und lagert die Rührwelle 10, an
deren unterem Ende ein Flügelrad 11, z.B. ein Randpropeller, vorgesehen ist.
Man ersieht aus F i g. 2 und 3, daß der Motor 1 von einer allseits glatten Haube 2 überzogen ist, die als
Gehäuse z. B. aus Chromnickelstahl besteht, geschliffen bzw. poliert ist und behälterseitig durch eine Platte 3 r,r>
abgeschlossen ist, welche in regelmäßigen Umfangsabständen Gewindelöcher 23 haben kann. Der eigentliche
Motor sitzt oberhalb eines Flansches 24, der durch Abstandsstützen 8 von der Platte 3 getrennt ist, so daß
ein Ringraum 5 gebildet ist, in den eine Gleitringdich- mi
tung 6 ragt. Letztere kann gegebenenfalls mit einer Kupplung 7 kombiniert sein, die in Fig.2 punktiert
angedeutet ist. Der Ringraum 5 nimmt, wie unten näher dargelegt wird, sämtliche für den Rührwerksbetrieb
erforderlichen Schalteinrichtungen auf; nach außen <-,ί
treten nur die Betätigungselemente für Drucktaster 17 sowie Anschlüsse an eine innen befindliche Klemmleiste
20.
Verschiedene Ausgestaltungen von Abstandsstützen 8 zeigen die Fig.4 bis 8. Im Beispiel der Fig.4 bilden
die Stützen eine offene Ringwand 8a, während in F i g. 5 eine rundum geschlossene Ringwand Sb gezeichnet ist
Es können auch paarweise sich gegenüberliegende Stützwände 8c (Fig.6), im Dreieck angeordnete
Ringsegmente 8</(Fig. 7) oder radial stehende gerade
Wandstücke 8e (Fig.8) vorgesehen sehi, wobei in
wenigstens einer Abstandsstütze eine Kabeldurchführung 9 vorhanden sein kann. Alle solche Abstandsstützen 8 können mit der Platte 3 oder mit dem
Motorflansch 24 einen festen Block bilden, der bei Abnahme des jeweils anderen Teils freien Zugang zu
den im Ringraum 5 befindlichen Elementen ermöglicht Eine besonders einfache Ausführungsform der Abstandsstützen 8 findet in den Beispielen gemäß F i g. 9
bis 11 Verwendung; dort sind runde Säulen vorgesehen,
die mit der Platte 3 verschweißt sind, vorzugsweise auch mit dem Motorflansch 24 oder einem damit verschraubten Tragflansch (Fig.it).
Fig.9 zeigt den allgemeinen Aufbau des Motors 1,
der ein hochpoliger und niedrigtouriger Drehstrommotor sein kann, dessen Wicklung 26 an dem außen
geschliffenen Ständer 27 sitzt Diesem steht der Läufer
28 gegenüber, welcher an der Innenwand durch Lager
29 und 30 abgestützt ist und am Kopf der n-förmigen
Anordnung eine Stellverschraubung 33 besitzt Mit dieser kann eine im Inneren der Motorwelle 4
betindliche Innenwelle 11, die in einem oberen, zylindrischen Lager 31 geführt und in einem unteren,
konischen Lager 32 zentriert ist, nach Bedarf nachgestellt werden. Die Innenwelle 11 ist mit der Rührwelle
10, die ebenfalls hohl sein kann, entweder starr verbunden oder einstückig.
Im Ringraum 5 sind außen, nahe den Abstandsstützen 8 oder unmittelbar an ihnen, die Elemente für den
Motor- bzw. Rührwerksbetrieb angebracht. Hierzu gehören Sicherungen 18 bzw. Überstromauslöser,
Schütze 19 bzw. Aus- und Polumschalter sowie Anschlußelemente, die nach außen geführt sind (vergl.
F i g. 2). Außerhalb des Gehäuses 2 sind ferner Drucktaster 17 (F i g. 2) betätigbar; sie sind in F i g. 9
nicht gezeichnet Auch können am Gehäuse 2 außen Signallampen oder andere Anzeigeeinrichtungen vorhanden sein, welche den jeweiligen Betriebs- oder
Steuerzustand anzeigen.
Die Platte 3 ist zentrisch von der Gleitringdichtung 6 durchsetzt, deren beispielsweiser Aufbau aus Fig. 10
und 11 deutlicher hervorgeht. An der Verbindungsstelle
der Haube 2 mit der Platte 3 ist außerdem ein Dichtungsring 25 angeordnet.
Gemäß Fig. 10 besteht die Gleitringdichtung 6 aus
zwei Fangschalen 12, von denen eine an der Platte 3 und die andere an der Rührwelle 10 fest angebracht ist. In
beiden Fällen besteht ausreichendes Bewegungsspiel, um den freien, unbehinderten Lauf der Rührwelle 10
trotz guter Abdichtung zu gewährleisten, die von Dichtungsmaterial 16 in Ringnuten unterstützt wird.
Ferner weist die Gleitringdichtung 6 einen zweiteiligen Gleitring 13, einen Gegenring 14 und eine zwischen
diesen beiden Teilen wirkende Druckfeder 15 auf, welche die Dichtungsringe 16 unter Druck hält.
Aus Fig. 1! ist zu entnehmen, daß der Gegenring 14
Bestandteil einer Buchse sein kann, welche die Abtriebswelle 22 eines im Ständer-Innenraum des
Motors 1 und im Ringraum 5 untergebrachten Cyclogetriebes 21 lagert. Diese Abtriebswelle 22 ist mit
der Rührwelle 10 drehfest verbunden, z. B. über eine
geeignete Mitnahmeeinrichtung, die von der Gleitringdichtung 6 vollständig umschlossen ist; die beiden
Wellen können aber auch einstückig sein. — Das Cyclogetriebe 21 gestattet es, die Laufdaten des Motors
1 der jeweiligen Anwendung anzupassen, also insbesondere Drehzahl, Leistung und Drehmoment auf die
erforderlichen Betriebsbedingungen einzustellen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Elektrischer Ringmotor zum Antrieb eines für einen Behälter vorgesehenen Rührwerks, wobei der
Ständer-Innenraum eine die Rührwelle antreibendes Innengetriebe aufnehmen oder die hohle Motorwelle
die mit dem Läufer drehfest verbundene Rührwelle direkt lagern kann, welche an ihrem
freien Ende ein Rührelement, z. B. ein Flügelrad,
trägt und welche mittels einer Gleitringdichtung mit Fangschale eine Grundplatte durchsetzt, die insbesondere
aus nichtrostendem Stahl besteht und Bestandteil eines den Motor allseits dicht kapselnden
Gehäuses ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (3) eine mehrstufige, geschachtelte
Gleitringdichtung (6) halten und über Abstandsstützec
(8) mit dem abtriebsseitigen Motorflansoh (24) verbunden ist, so daß die Platte (3)
zusammen mit dem Motorflansch (24) einen geschlossenen Ringraum (5) bildet, in welchem
sämtliche für den Riihrwerksbetrieb erforderlichen Elemente (Drucktaster 17, Sicherungen 18, Schütze
19, Klemmleiste 20) untergebracht sind.
2. Rührwerk nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitringdichtung (6) aus einem
gegebenenfalls zwei- oder mehrteiligen Gleitring (13), einem Gegenring (14), einer dazwischen
wirksamen Druckfeder (15) und Dichtungsmaterial (16) besteht
3. Rührwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitringdichtung (6) in der
Bauhöhe niedriger als die Abstandsstützen (8) ist, an welchen die für den Rührwerksbetrieb erforderlichen
Elemente befestigbar sind und welche zwischen Motorflansch (24) und Platte (3) in gleichmäßigen
Umfangsabständen angeordnet sind, und daß die breitesten Teile (12) der Gleitringdichtung (6)
höchstens ein Drittel des Motordurchmessers ausmachen.
4. Rührwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitringdichtung
(6) mit einer Kupplung (7) kombiniert und ins Innere des Ringraums (5) oberhalb der Platte (3) gelegt ist.
5. Rührwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Rührwerksbetrieb erforderlichen Elemente an wenigstens drei
Abstandsstützen (8c#befestigt sind.
6. Rührwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsstützen
eine offene oder geschlossene Ringwand (8a bzw. 8ty bilden.
7. Rührwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsstützen
wenigstens zwei offene oder geschlossene, in bezug auf die Rührwelle (10) symmetrisch angeordnete
Stützwände (8cbis 8ejbilden.
8. Rührwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstandsstützen (8) einen festen Block bilden, der mit dem Motorflansch (24) und/oder mit der als
Dichtflansch ausgebildeten Platte (3) starr verbunden oder einstückig ist.
9. Rührwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Abstandsstütze (8) einen Kabeldurdigang (9) aufweist oder bildet.
10. Rührwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die für den
Rührwerksbetrieb erforderlichen Drucktaster (17) am Gehäuse (2) von außen betätigbar sind.
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| DE2362795A DE2362795C3 (de) | 1973-12-18 | 1973-12-18 | Elektrischer Ringmotor zum Antrieb eines für einen Behälter vorgesehenen Rührwerks |
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|---|---|
| DE2362795A1 DE2362795A1 (de) | 1975-06-26 |
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| Date | Code | Title | Description |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: STELZER RUEHRTECHNIK GMBH, 3530 WARBURG, DE |
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