DE2362665B2 - Verfahren zur behandlung von schlammfoermigen oeligen abfallmaterialien - Google Patents
Verfahren zur behandlung von schlammfoermigen oeligen abfallmaterialienInfo
- Publication number
- DE2362665B2 DE2362665B2 DE19732362665 DE2362665A DE2362665B2 DE 2362665 B2 DE2362665 B2 DE 2362665B2 DE 19732362665 DE19732362665 DE 19732362665 DE 2362665 A DE2362665 A DE 2362665A DE 2362665 B2 DE2362665 B2 DE 2362665B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sludge
- stage
- oily
- low
- fuel oil
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000002699 waste material Substances 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 18
- 239000010802 sludge Substances 0.000 claims description 26
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 18
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 claims description 17
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 claims description 17
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 claims description 16
- 239000000295 fuel oil Substances 0.000 claims description 16
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 15
- 239000012188 paraffin wax Substances 0.000 claims description 12
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 claims description 7
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 claims description 7
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 claims description 7
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 claims description 7
- 239000011343 solid material Substances 0.000 claims description 6
- 239000002904 solvent Substances 0.000 claims description 6
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims description 5
- 229930195734 saturated hydrocarbon Natural products 0.000 claims description 5
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 4
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 4
- 238000000197 pyrolysis Methods 0.000 claims 2
- 238000005119 centrifugation Methods 0.000 claims 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 7
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 6
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 6
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 description 3
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 3
- 239000012223 aqueous fraction Substances 0.000 description 2
- 239000013043 chemical agent Substances 0.000 description 2
- 238000012432 intermediate storage Methods 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 239000010721 machine oil Substances 0.000 description 2
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 2
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 239000003344 environmental pollutant Substances 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 1
- 239000010687 lubricating oil Substances 0.000 description 1
- 239000003208 petroleum Substances 0.000 description 1
- 231100000719 pollutant Toxicity 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 239000010731 rolling oil Substances 0.000 description 1
- 238000004062 sedimentation Methods 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 150000003464 sulfur compounds Chemical class 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10M—LUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
- C10M175/00—Working-up used lubricants to recover useful products ; Cleaning
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
45
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien durch
Absetzenlassen, Trennen und Zentrifugieren.
Bislang ist noch kein Verfahren zur billigen Behandlung von schlammartigen öligen Abfallmaterialien,
wie verbrauchtes Maschinenöl, verbrauchtes Fabriköl und verbrauchtes Schiffsöl, bekannt.
In der DT-OS 15 94 535 wird ein Verfahren zur Reinigung von gebrauchtem Walzwerköl beschrieben.
Bei diesem bekannten Verfahren wird das gebrauchte Walzwerköl in einem Absetztank gesammelt, aus dem
dann die dichte Fraktion abgetrennt wird. Diese Fraktion wird anschließend zentrifugiert. Dabei wird
eine leicht ölhaltige Fraktion und eine schwerere wasserhaltige Fraktion gewonnen. Die abgetrennte
ölhaltige Fraktion wird mit einer weniger dichten öl- und Wasserfraktion vermischt, die aus einem mittleren
Bereich des Absetztankes abgezogen worden ist. Die gemischte öl- und Wasserfraktion wird zentrifugiert
und in zwei Ströme getrennt, nämlich in einen gereinigten Walzölstrom und einen Wasserstrom.
Dieses bekannte Verfahren besitzt den Nachteil, daß mehrere Stufen durchgeführt werden müssen und daß
die Trennung nicht ausreichend ist. Außerdem lassen sich bei dem bekannten Verfahren schwefelhaltige
Verbindungen nicht abtrennen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für eine billige Behandlung von schlammartigen öligen
Abfallmaterialien oder von für die Öffentlichkeit ärgerlichen Abfällen, die das schlammartige ölige
Abfallmaterial enthalten. Im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren ein schwefelarmes Brennstofföl erhalten. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird weiterhin ein
Schlamm auf Asphaltgrundlage erhalten, der für technische Anwendungszwecke geeignet ist. Weiterhin
wird die Menge des technischen Abfallmaterials so weit wie möglich verringert
Der in der vorliegenden Anmeldung verwendete Ausdruck »schlammförmiges öliges Abfallmaterial« soll
technische ölige Abfallmaterialien bedeuten, die feste Stoffe, Wasser und chemische Mittel enthalten, z.B.
verbrauchtes Maschinenöl, verbrauchtes Schiffsöl und verbrauchtes Fabriköl.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien
durch Absetzenlassen, Trennen und Zentrifugieren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in einer
ersten Stufe die schlammförmige ölschicht und die Wasser und das feste Material enthaltende Schicht in
einem Absetzungstank unter Aufrechterhaltung der Temperatur des Tanks auf 50 bis 70° C absitzen läßt und
auftrennt, in einer zweiten Stufe den pH-Wert des schlammförmigen öligen Materials auf 2 bis 7 einstellt,
daß man in einer dritten Stufe das schwefelarme Brennstofföl aus dem schlammförmigen öligen Material
der zweiten Stufe mit einem gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis mit einem Siedepunkt von 30 bis
250°C in einem Extraktionsturm unter Aufrechterhaltung der Temperatur bei 5 bis 25° C lösungsmittelextrahiert
und in einer vierten Stufe das schlammförmige ölige Material der dritten Stufe zentrifugiert, um die
schwefelarme Brennstoffölfraktion, die den gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis enthält, und den
Schlamm auf Asphaltbasis abzutrennen, welcher als koksfreier Schlamm verworfen wird, der nach dem
Trockendestillieren des Schlammes auf Asphaltbasis bei einer Temperatur von 500 bis 600° C in einer
Schlamm-Trockendestillationsvorrichtung keinerlei ölige Materialien mehr enthält, und daß man schließlich in
einer fünften Stufe den gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis fraktioniert von der schwefelarmen
Brennstoffölfraktion destilliert, um ein schwefelarmes Brennstofföl herzustellen.
Die Erfindung wird anhand des Fließschemas näher erläutert.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das schlammförmige ölige Abfallmaterial in dem Absetzungstank
auf eine relativ niedrige Temperatur von 50 bis 90° C erhitzt, um die Viskosität des öligen Materials
im Boden des Absetzungstanks in der ersten Stufe zu erniedrigen. Das schlammförmige ölige Abfallmaterial
wird in den ersten Zwischentank der zweiten Stufe geleitet und dort behandelt, nachdem das feste Material
abgetrennt und entfernt worden ist.
In der zweiten Stufe wird der pH-Wert des schlammförmigen öligen Abfallmaterials, das von der
ersten Stufe herkommt, auf 2 bis 4 eingestellt, wodurch eine Emulsion aufgebrochen wird, die zwischen dem
öligen Material und verschiedenen Arten von Verunreinigungssubstanzen wie chemische Mittel gebildet
worden ist, um die Extraktionsstufe der dritten Stufe
leicht durchführbar zu machen. Die Gründe, warum der pH-Bereich auf 2 bis 4 eingestellt wird, sind die
folgenden:
Die Emulsion bricht bei einem pH-Wert von weniger als 2 nicht vollkommen auf, während andererseits bei
einem pH-Wert vom mehr als 4 die Wirksamkeit der Aufbrechung der Emulsion nicht verbessert wird,
andererseits aber die verwendeten Vorrichtungen beschädigt werden.
In der dritten Stufe wird das schwefelarme Brennstofföl aus dem schllammartigen öligen Abfallmaterial,
das von der zweiten Stufe herkommt, mit einem gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis mit
einem Siedepunkt von 30 bis 250° C in einem Extraktionsturm unter Aufrechterhaltung der Temperatur
bei 5 bis 25°C lösungsmittelextrahiert, um den Schlamm auf Asphaltbasis von dem schlammförmigen
öligen Abfallmaterial leicht abtrennbar zu machen.
Die Gründe, warum die Tempratur in der dritten Stufe im Bereich von 5 bis 25° C gehalten wird, sind wie
folgt:
Die Auftrennung wird bei einer Temperatur von
weniger als 5° C nicht vollständig bewirkt, während bei einer Temperatur von mehr als 25° C die Gefahr besteht,
daß sich der Schlamm auf Asphaltbasis in die Schicht des schwefelarmen Brennstofföls hineinmischt.
In der vierten Stufe wird der Schlamm auf Asphaltbasis von dem schlammförmigen öligen Abfallmaterial,
das mit dem gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis versetzt worden ist, mittels eines Zentrifugal-Separators
abgetrennt. Der Schlamm auf Asphaltbasis wird als koksartiger Schlamm verworfen, der
keinerlei öliges Material mehr enthält, nachdem der Schlamm auf Asphaltbasis bei einer Temperatur von 500
bis 600° C in einer Schlammdestillationsvorrichtung trockendestilliert worden ist.
In der fünften Stufe wird das schlammförmige ölige Abfallmaterial, das von der vierten Stufe herkommt,
fraktioniert destilliert, wodurch als obere Fraktion der gesättigte Kohlenwiasserstoff auf Paraffinbasis und als
Bodenfraktion das schwefelarme Brennöl erhalten wird.
Das schwefelarme: Brennöl kann als Brennöl mit guter Qualität und als Schmieröl verwendet werden.
Der koksartige Schlamm kann als Pflasterungsmaterial und als Füllstoff verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden:
Das schlammförmige ölige Abfallmaterial als Ausgangsmaterial wird in einem Lagerung-tank gelagert
und sodann durch die Pumpe 2 in den Absetzungstank 3 geleitet, der durch eine Erhitzungseinrichtung, die an
dem Tank 3 vorgesehen ist. auf eine Temperatur von 50 bis 70° C erhitzt wird, um die Fließfähigkeit des öligen
Abfallmaterials zu erhöhen, wodurch die Absetzungsgeschwindigkeit des Wassers und des festen Materials
erhöht wird.
Das schlammförmige ölige Abfallmaterial, das von dem Absetzungstank 3 herrührt, wird nach der
Trennung von Wasser und dem festen Material in den Zwischenlagerungstank 5 durch den Zentrifugal-Separator
4 geleitet, im welchem das zurückgebliebene Wasser und das zurückgebliebene feste Material
entfernt werden. Hierauf wird der pH-Wert des schlammartigen öligen Abfaiimateriais auf 2 bis
eingestellt und sodainn in dem Tank 5 auf Raumtemperatur abgekühlt.
Das ölige Material, das von dem Tank 5 herkommt,
wird in den Extraktionsturm 6 geleitet, in welchem zu dem öligen Material von dem Lösungsmitteltank 7 der
gesättigte Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis mit einem Siedepunkt von 30 bis 200° C, z.B. ein
Petroleumslösungsmittel zugesetzt wird, um das schwefelarme Brennöl von dem schlammförmigen öligen
Material mit einem Lösungsmitte! herauszuextrahieren und den Schlamm auf Asphaltbasis leicht auftrennbar zu
machen.
Die Flüssigkeit, die von dem Tank 6 herkommt, wird durch den Zentrifugal-Separator 8 zentrifugiert, um den
Schlamm auf Asphaltbasis von der Flüssigkeit abzutrennen. Die schwefelarme Brennstoff-Fraktion wird in den
zweiten Zwischenlagerungstank 10 geleitet, nachdem weiterhin der restliche Schlamm, der in der Fraktion
zurückgeblieben ist, durch das Filter 9 entfernt worden ist. Die schwefelarme Brennölfraktion wird in den
Destillationsturm 13 geleitet, nachdem die Fraktion durch einen Wärmeaustauscher 11 und einen Vorerhitzungsofen
12 auf eine Temperatur von etwa 2500C erhitzt worden ist, um den gesättigten Kohlenwasserstoff
auf Paraffinbasis herauszudestillieren. Dieser wird durch den Wärmeaustauscher 11 in den Produktlagerungstank
14 geleitet.
Der gesättigte Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis, der von der Oberseite des Destillationsturms 13
herkommt, wird in den Lösungsmittellagerungstank 7 durch den Kondensator 15 zurückgeführt. Der Schlamm
auf Asphaltbasis, der von dem Zentrifugal-Separator 8 und dem Filter 9 herkommt, wird in die Abstreifeinrichtung
16 geleitet, um die ölfraktion, die in dem Schlamm enthalten ist, mit überhitztem Wasserdampf von etwa
25O0C abzustreifen.
Nach dem Abstreifen wird der Schlamm auf Asphaltbasis zu der Schlammdestillationskolonne 17
vom Boden des Abstreifungsturms 16 geleitet.
Das inaktive Gas wird in die Schlammdestillationskolonne 17 von dem Lagerungstank 20 für das inaktive
Gas eingeblasen, nachdem das inaktive Gas durch den Gasvorerhitzungsofen 21 auf eine Temperatur von etwa
500 bis 6000C vorerhitzt worden ist. Der Schlamm auf Asphaltbasis, der von der Abstreifungseinrichtung 16
herkommt, wird in der Destillationskolonne 16 bzw. Retorte 17 trockendestilliert, indem in die Kolonne 17
das heiße inaktive Gas eingeblasen wird, das in dem Ofen 21 durch den Brenner 25 oder durch überhitzten
Wasserdampf erhitzt worden ist.
Die Kolonne bzw. die Retorte 17 wird auch von außen durch ein direktes Befeuern und eine Ummantelungsheizung
erhitzt.
Das inaktive Gas, das einen Crack-Öldampf enthält
und das von der Oberseite Retorte 17 herkommt, wird in den Kondensator 22 geleitet, um das Crack-Öl zu
kondensieren. Dieses wird am Boden des Kondensators 22 gesammelt und sodann zu dem Crack-ÖI-Lagerungstank
23 geleitet.
Das inaktive Gas, das das nichtkondensierte Crack-Gas enthält und das von dem Kondensator
herkommt, wird durch das Gebläse 24 und den Gasvorerhitzer 21 zusammen mit frisch zugeführtem
inaktiven Gas in die Kolonne bzw. Retorte zurückgeführt. Der koksartige Schlamm wird in den
Schlammlagerungstank 27 nach der Trockendestillation des Schlamms auf Asphaltbasis verworfen.
Eines der charakteristischen Merkmale der Erfindung liegt in der Kombination eines inneren Erhitzens durch
das heiße inaktive Gas oder durch überhitzten Wasserdampf und des äußeren Erhitzens durch eine
direkte Befeuerung oder eine Ummantelungserhitzung, während der Inhalt in der Retorte 17 durch den Rührer
26 langsam durchrührt wird. Auf diese Weise wird der koksartige Schlamm, der keinerlei ölkomponente
enthält, in einem pulverförmigen Zustand gehalten, und er kann leicht aus der Retorte 17 ausgetragen
werden.
Der koksartige Schlamm wird in den Aschelagerungstank 2? ausgetragen. In der Retorte 17 besteht keine
Gefahr einer lokalen Erhitzung und einer Anhaftung des Schlammes an den Innenwänden der Retorte 17, was
durch die direkte Befeuerung von der Außenseite der Retorte 17 bewirkt wird, wodurch die Wärmeleitfähigkeit
auf den Innenwänden der Retorte 17 vermindert wird und es schwierig ist, den koksartigen Schlamm aus
der Retorte 17 auszutragen.
Die weiteren charakteristischen Merkmale der Erfindung sind die folgenden:
1. Die bekannten Verfahren zur Behandlung von schlammartigen öligen Abfallmaterialien beruhen fast
immer auf der Durchführung von Brennverfahren.
Es mußten deshalb viele Schwierigkeiten und Kosten bei der Behandlung des Abgases in Kauf genommen
werden, wodurch eine sekundäre Verschmutzung bewirkt wurde, weil das technische Abfallmaterial
oftmals gefährliche Substanzen wie schwefelhaltiges Öl ίο oder schwefelhaltiges Abgas enthält.
2. Durch das Verfahren der Erfindung wird ein Abgas erzeugt, das keinerlei Schwefelverbindungen mehl
enthält, weil das Cracken bei einer Temperatui unterhalb der Zersetzungstemperatur der Schwefelver
bindungen, nämlich bei einer Temperatur von wenige als etwa 6000C vorgenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien durch Absetzenlassen,
Trennen und Zentrifugieren, dadurch gekennzeichnet,
daß man in einer ersten Stufe die schlamrnförmige Ölschicht und die Wasser und das
feste Material enthaltende Schicht in einem Absetzungstank unter Aufrechterhaltung der Temperatur
des Tanks auf 50 bis 70° C absitzen läßt und auftrennt, in einer zweiten Stufe den pH-Wert des
schlammförmigen öligen Materials auf 2 bis 7 einstellt, daß man in einer dritten Stufe das
schwefelarme Brennstofföl au? dem schlammförmigen
öligen Material der zweiten Stufe mit einem gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis mit
einem Siedepunkt von 30 bis 250° C in einem Extraktionsturm unter Aufrechterhaltung der Temperatur
bei 5 bis 25° C lösungsmittelextrahiert und in einer vierten Stufe das schlammförmige ölige
Material der dritten Stufe zentrifugiert, um die schwefelarme Brennstoffölfraktion, die den gesättigten
Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis enthält, und den Schlamm auf Asphaltbasis abzutrennen, welcher
als koksfreier Schlamm verworfen wird, der nach dem Trockendestillieren des Schlammes auf
Asphaltbasis bei einer Temperatur von 500 bis 600° C in einer Schlamm-Trockendestillationsvorrichtung
keinerlei ölige Materialien mehr enthält, und daß man schließlich in einer fünften Stufe den
gesättigten Kohlenwasserstoff auf Paraffinbasis fraktioniert von der schwefelarmen Brennstoffölfraktion
destilliert, um ein schwefelarmes Brennstofföl herzustellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trockendestillation in der
Weise vornimmt, daß man ein vorerhitztes inaktives Gas oder überhitzten Wasserdampf in die Kolonne
einbläst, welche von der Außenseite her direkt befeuert oder mantelerhitzt wird, während man den
Inhalt langsam durchbewegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732362665 DE2362665C3 (de) | 1973-12-17 | 1973-12-17 | Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732362665 DE2362665C3 (de) | 1973-12-17 | 1973-12-17 | Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2362665A1 DE2362665A1 (de) | 1975-06-19 |
| DE2362665B2 true DE2362665B2 (de) | 1977-10-27 |
| DE2362665C3 DE2362665C3 (de) | 1978-06-08 |
Family
ID=5901000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732362665 Expired DE2362665C3 (de) | 1973-12-17 | 1973-12-17 | Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2362665C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3829309A1 (de) * | 1988-08-30 | 1990-03-08 | Westfalia Separator Ag | Verfahren zur entwaesserung von oelschlamm |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3421966A1 (de) * | 1984-06-13 | 1985-12-19 | Erwin Herber | Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten von saeureharzen oder dgl. |
-
1973
- 1973-12-17 DE DE19732362665 patent/DE2362665C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3829309A1 (de) * | 1988-08-30 | 1990-03-08 | Westfalia Separator Ag | Verfahren zur entwaesserung von oelschlamm |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2362665A1 (de) | 1975-06-19 |
| DE2362665C3 (de) | 1978-06-08 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69324905T2 (de) | Verfahren zur Wiederaufbereitung von Altöl | |
| DE2628763C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Wiederaufbereiten von verbrauchten Schmierölen | |
| DE2609330C3 (de) | Verfahren zur Umwandlung von anfänglich wasserhaltigen festen Abfallstoffen in wirtschaftlich nutzbare bzw. umweltunschädliche Produkte und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE68908205T2 (de) | Wiederverwertung von ölhaltigen Raffinierrückständen. | |
| DE69524533T2 (de) | Verfahren und Anlage zur Reinigung von Altölen | |
| DE2408240A1 (de) | Verfahren und anlage zur aufarbeitung von altoelen | |
| DE68904957T2 (de) | Oel-rueckgewinnungsverfahren und vorrichtung fuer oel-raffinerieabfall. | |
| WO1989001508A1 (fr) | Procede de purification et de regeneration d'huiles usees | |
| DE2436309C3 (de) | Verfahren zum Reinigen von öl | |
| DE69615089T2 (de) | Verbessertes Verfahren und Vorrichtung zum Aufarbeiten von Öl | |
| DE2850540A1 (de) | Verfahren zur aufbereitung von altoel | |
| DE2813164A1 (de) | Verfahren zur abtrennung von unfiltrierbaren feststoffen von einem oel | |
| DE2940630A1 (de) | Verfahren zur wiederaufbereitung von gebrauchten schmieroelen | |
| DE3433336A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur wiederaufbereitung von altoel | |
| DE69927062T2 (de) | Verfahren zur abfallentsorgung durch ein verkokungsprozess | |
| US3864242A (en) | Treating muddy-like waste oily material | |
| DE1917357B2 (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von aktive Zusatzstoffe enthaltenden Altschmierölen vor der Regenerierung | |
| DE2415412C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von hochmolekularen Hydrocarbonaten oder Altolen | |
| DE2362665C3 (de) | Verfahren zur Behandlung von schlammförmigen öligen Abfallmaterialien | |
| CH646726A5 (de) | Verfahren zur behandlung von abfall-motorenoelen. | |
| DE2153976A1 (de) | Verfahren zum entoelen und entwaessern von raffinerie- und oelschlamm | |
| DE69616204T2 (de) | Verfahren zur Erzeugung von elektrischer Energie aus Altölen und anderen Petroleumresiduen | |
| DE3916732C2 (de) | ||
| DE4233584C2 (de) | Verfahren und Anlage zur Auftrennung von anorganischen Schlämmen, die schwerflüchtige Kohlenwasserstoffe enthalten | |
| DE3120602C2 (de) | "Verfahren zur Umwandlung von gemahlener, wasserhaltiger Braunkohle in eine pumpfähige, entwässerte Suspension aus feingemahlener Braunkohle und Öl" |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |