[go: up one dir, main page]

DE2362070C3 - Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale

Info

Publication number
DE2362070C3
DE2362070C3 DE2362070A DE2362070A DE2362070C3 DE 2362070 C3 DE2362070 C3 DE 2362070C3 DE 2362070 A DE2362070 A DE 2362070A DE 2362070 A DE2362070 A DE 2362070A DE 2362070 C3 DE2362070 C3 DE 2362070C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threshold
discriminator
signal
transistor
ekg
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2362070A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2362070A1 (de
DE2362070B2 (de
Inventor
Michael Ing.(Grad.) 8520 Erlangen Maas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE2362070A priority Critical patent/DE2362070C3/de
Publication of DE2362070A1 publication Critical patent/DE2362070A1/de
Publication of DE2362070B2 publication Critical patent/DE2362070B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2362070C3 publication Critical patent/DE2362070C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/24Detecting, measuring or recording bioelectric or biomagnetic signals of the body or parts thereof
    • A61B5/30Input circuits therefor
    • A61B5/307Input circuits therefor specially adapted for particular uses
    • A61B5/308Input circuits therefor specially adapted for particular uses for electrocardiography [ECG]
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/24Detecting, measuring or recording bioelectric or biomagnetic signals of the body or parts thereof
    • A61B5/30Input circuits therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Electrotherapy Devices (AREA)
  • Measurement And Recording Of Electrical Phenomena And Electrical Characteristics Of The Living Body (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale, z, B. EKG, unter Verwendung eines Schwejlendiskriminators für die Meßsignale, dessen Schwelle in Abhängigkeit von der Meßsignalamplitude über einen Schwellenregler einstellbar ist, und einer Vorrichtung zur Regelung des Signalverstärkungsgrades im Sinne der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden.
Physiologische elektrische Meßsignale unterliegen recht häufig nicht unerheblichen Schwankungen in der Amplitude, Diese Amplitudenschwankungen können sich dann für die Signalweiterverarbeitung ungünstig auswirken. Eine Abhilfe wird dadurch geschaffen, daß ein Verstärkungsgradregler vorgesehen ist, der die Signalverstärkung im Sinne der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden regelt
Eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art, die dies erlaubt, ist beispielsweise durch die US-PS 35 90 811 vorbekannt Hier erfolgt jedoch der Amplitudenausgleich im wesentlichen durch kontinuierliches Verschieben der Schwelle des Schwellendiskriminators in Abhängigkeit von der sich ändernden Signalamplitude. Insbesondere bei rasch und in relativ starkem Maße schwankenden Spitzenamplituden führt dies zu entsprechend häufig und weiträumig verlaufenden Schwellensprüngen, was sich für die angestrebte optimale Meßsicherheit nicht immer günstig auswirkt Günstiger ist eine Amplitudenausgleichsregelung bei fest vorgegebener Schwelle durch Einstellung unterschiedlicher Bedämpfungswerte für das Signal.
Eine Ausgleichsregelur.g in diesem Sinne zeigt sicher gute Ergebnisse, solange die Ampiitudenschwankungen der elektrischen Signale in einem gewissen Normalbereich liegen. Bei praktischer Anwendung kann es jedoch vorkommen, daß der Patient, von dem die physiologischen Signale abgenommen werden, gleichzeitig mit Reizimpulsen gereizt wird. Dies ist bei dsr Abnahme des EKG's insbesondere bei Herzschrittmacher-Patienten der Fall, wo dem Patienten zur Reizung seines Herzens ständig Reizimpulse des Schrittmachers zugeführt werden. Aufgrund von Reizaktionen mittels Reizimpulsen kommt es jedoch in den meisten Fällen zu überstarken physiologischen Reaktionen des gereizten Gewebes, z. B. wird bei einem Herzschrittmacherimpuls der Herzmuskel u.U. besonders stark kontrahieren. Dies führt dazu, daß den Abnehmerelektroden für das physiologische elektrische Meßsignal, z. B. EKG, ein besonders hoher und lang andauernder Fremderregungsimpuls zugeführt wird. Dieser Fremderregungsimpuls führt zu einer derartig -jiarken und lang andauernden Bedämpfung des Meßsignals durch die Bedämpfungseinrichtung, daß Eigenaktionen, die auf eine Reizung folgen, von der Schaltungsanordnung nicht als Eigenaktionen erkannt werden können. Auf einen Herzschrittmacherimpuls können eigenerregte Herzaktionen folgen, die wiederum eine Abschaltung der Reizung durch Herzschrittmacherimpulse fordern. Werden aus den oben genannten Gründen solche Eigenreaktionen des Herzens jedoch nicht erkannt, so besteht Gefahr, daß weitere Male erneut Reizimpulse abgegeben werden, obgleich deren Abgabe eigentlich verhindert werden soll. Die unerwünschte Abgabe zusätzlicher Reizimpulse zur Herzeigenaktion kann jedoch zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art dahingehend auszubilden, daß eine Amplitudenregelung mittels Bedämpfungseinrichtung ermöglicht wird und dennoch gleichzeitig physiologische Reaktionen aufgrund eines Reizimpulses (z. B. Schrittmacherimpuls) weitgehend unwirksam gemacht werden,
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schwellendiskriminator zur Versorgung einer Steuerschaltung für ein Signalbedämpfungsglied ausgenutzt wird in dem Sinne, daß bei Amplitudenschwankungen wenigstens zu höheren Werten die Bedämpfung zu höheren Werten verschoben wird, und daß am Meßsignalweg vor dem Bedämpfungsglied bekannter-
maßen ein Meßglied angeschaltet ist, das das Vorliegen von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere Sehnttmacherimpulsen im EKG, erfaßt und das daraufhin ober den Schwellenregler die Schwelle des Schwellendiskriminators für eine fest vorgebbare Zeitspanne (ζ,Β, 250 ms) auf einen gegenüber dem Normalwert (z.B. +4V) höheren Wert (z.B. +8V) anhebt.
Aufgrund der Schwellenanhebung wird das physiologische elektrische Meßsignal für die vorgegebene Zeitdauer insgesamt weniger stark, als für den Normalfall eigentlich vorgesehen, gedämpft Im Normalbereich liegende Signalamplituden, die einer eventuellen Reizaktion folgen, verbleiben weiterhin im Erfassungsbereich der Schaltungsanordnung. Sie können damit eindeutig als evtL interessierende SignaJamplituden für die Signalweiterverarbeitung erkannt werden. Schaltungsanordnungen, die Meßglieder beinhalten, die das Vorliegen von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere Schrittmacherimpulsen im EKG, erfassen, sind an sich bereits aus der DE-OS 20 35 422 vorbekannt Bei diesen Schallungsanordnungen dient jedoch die Erfassung allein zur anschießenden Unterdrückung eines derartigen Reizimpclses im physiologischen elektrischen Signal durch Austastung. Wesentlich bei der Erfindung ist jedoch, daß über das Erkennen und beispielsweise auch eine Austastung hinaus die Schwelle des Schwellendiskriminators über den Schwellenregler in Abhängigkeit vom Erkennen eines Reizimpulses im erfindungsgemäßen Sinne angehoben wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines (exemplarisch auf die EKG-Verarbeitung abgestellten) Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung in Verbindung mit den Unteransprüchen.
In der Vorrichtung nach der Figur werden die EKG-Signale an den Eingang Egelegt Von dort werden sie über die Eingangskapazität 1 sowie über ein erstes Vorverarbeitungsglied 2, das in üblicher Weise einen Vorverstär*er aufweist, separat einem zweiten und dritten Vorverarbeitungsglied 3 bzw. 4 zugeleitet. Das zweite Vorverarbeitungsglied 3 umfaßt dabei einen üblichen aktiven Bandpaß mit den Eckfrequenzen von z. B. 4 Hz und 23 Hz. Dieser Bandpaß ist demnach sowohl für QRS-Komplexe als auch für P- und T-Wellen des EKG sowie für Flimmerwellen durchlässig. Das dritte Vorverarbeitungsglied 4 hingegen enthält z. B. ein Differenzierglied mit nachgeschaltetem Zweiweggleichrichter, Amplitudendiskriminator sowie monostabiler Kippstufe. Failed ζ. B. zusammen mit den EKG-Signalen Pacemakerimpulse an, so erkennt das Vorverarbeitungsglied 4 diese aufgrund deren größeren Anstiegssteilheit bei mit den höchsten zu erwartenden Amplitudenwerten des EKG-Signals (den R-Zacken) ■-,-, vergleichbaren Amplitudenwerten, worauf über die monostabile Kippstufe am Ausgang 5 ein Ausgangsimpuls erzeugt wird. Dieser Ausgangsimpuis dient als Durchsteuerimpuls für einen am Eingang des Vorverarbeitungsgliedes 2 angeschalteten Feldeffekttransistor 7, der daraufhin zum Kurzschließen und damit zur Elimination des Pacemakerimpulses aus dem EKG in den leitenden Zustand gesteuert wird. Gleichzeitig mit dem Durchsteuerimpuls für den Transistor 7 wird am Ausgang 6 des Gliedes 4 noch ein Impuls zur Betätigung 5-, einer später noch näher zu beschreibenden Schwellenregelstufe 8 erzeugt.
Die am Ausgang ats Vorverarbeitungsgliedes 3 anfallenden frequenzbeschnittenen EKG-Signate werden nun ober ein Hochpaßfilter 9, das eine Längskapazität 10 sowie einen nachgeschalteten, aus einem ohmschen Längswiderstand 11 sowie ohmschen Querwiderstand 12 mit parallel liegendem Feldeffekttransistor 13 bestehenden Spannungsteiler für die EKG-Signale aufweist, auf den nicht invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 14 gegeben. Der invertierende Eingang dieses Verstärkers 14 ist dabei über den Widerstand 15 einerseits mit Masse verbunden und andererseits über den Widerstand 16 mit dem Verstärkerausgang gekoppelt Die Widerstände sowie die Kapazität des Hochpaßfilters 9 sind insgesamt so dimensioniert, daß bei durchgeschaltetem Transistor 13 die untere Grenzfrequenz des Filters 9 bei maximalem Teilerverhältnis des Spannungsteilers (maximale Durchlaßbedämpfung des Filters) einen Maximalwert von ca. 8 Hz und bei gesperrtem Transistor 13 bei minimalem Teilerverhältnis des Spannungsteilers (minimale Durchlaßbedämpfung des Filters) einen Minimalwert von ca. 4 Hz aufweist.
Die am Ausgang des Operationsverstärkers 14 anfallenden Signale werden einerseits einem aus den Dioden 17 und 18, einem Vorschaltwiderstand 19 sowie einem Verstärker 20 mit den Beschaltungswiderständen 21,22,23 gebildeten Doppelweggleichrichter zugeleitet sowie andererseits über einen Spannungsteiler 24, 25 auf einen Kondensator 26 gegeben. Der Verstärker 20 des Doppelweggleichrichters arbeitet bei positiven EKG-Signalen als nicht invertierender, bei negativen Signalen hingegen als invertierender Verstärker. Er bewirkt zudem über die an der Spannung + Uo anliegenden Widerstände 22,23 eine Verschiebung der Nullinie der Verstärkerausgangssignale um einen konstanten Betrag in negativer Richtung. Der Betrag der Nullverschiebung ist dabei so gewählt, daß im Normalfall die R-Zacken der EKG-Signale am Ausgang des Doppelweggleichrichters bei leitendem Transistor 13 des Hochpaßfilters 9 noch über der ptsitiven Schwelle (z. B. +1 Volt) eines ersten Schwellendiskriminators 27 sowie bei gesperrtem Transistor 13 auch noch übsr einer demgegenüber höheren Schwelle (z. B. +4 Volt) eines zweiten Schwellendiskriminators 28 liegen.
Der erste Schwellendiskriminator 27 besteht im wesentlichen aus einer monostabilen Kippstufe, die jeweils beim Überschreiten ihrer Eingangsschwelle durch die EKG-Signale einen Ausgangsimpuls erzeugt. Der zweite Schwellendiskriminator 28 besteht au» einer Diode 29, einem Spannungsteiler 30, 31 sowie der Basis-Emitter-Strecke eines Transistors 32 einschließlich des an diesem Transistor emitterseitig angeschalteten, an der Spannung + Uo liegenden Spannungsteiler 33, 34 für die Emittervorspannung. Der Transistor 32 bilde? außerdem zusammen mit einem weiteren Transistor 35 mit den Beschaltungswiderständen 36,37, 38 einen Regelspznnungsverstärker. Dieser Regelspannungsverstärker erzeugt im Zusammenwirken mit dem bereits beschriebenen Kondensator 26 eine Steuerspannung (die zur besseren Signallinearisierung mit einem Teil der Ausgangispannung des Verstärkers 14 beaufschlagt ist) am Feldeffekttransistor 13 des Hothpaßfilters 9, die den Transistor 13 in Abhängigkeit von den Signalamplituden am Eingang des Schwel-endiskriiminalors 28 zu höheren oder zu niedrigeren Widerstandswerten steuert. Die Abhängigkeit der Steuerung vom Eingangssignal des Suhwellendiskriminators 28, das dem Ausgangssignal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 entspricht, ergibt sich dabei wie folgt:
Liegt das EKG-Signal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 unter der Schwelle des Schwellendiskriminators 28, so ist der Kondensator 26 über eine Ladevorrichtung — Ua 39 sowie 40 bis 43 (wobei das Element 39 einen Regelfeldeffekttransistor zur Arbeitspunktregelung des Feldeffekttransistors 13 im Hochpaßfilter 9 und die Elemente 41 bis 43 ohmsche Widerstände darstellen) auf einen negativen Spannungswert aufgeladen, der als Vorspannungssperrwert den Feldeffekttransistor 13 auf einem hohen Widerstandswert hält. Dieser Widerstandswert ist durch den Vorspannungssperrwert so gewählt, daß Flimmerwellen, die das Hochpaßfilter 9 passieren, am Ausgang des Doppelweggleichrichtors 17 bis 23 eine Amplitude aulweisen, die auf jeden Fall noch über der Schwelle des Schwellendiskriminators 27 liegt. Überschreitet hingegen das Ausgangssignal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 die Schwelle des Schwellendiskriminators 28
■ an tint
der Durchlaßbedämpfungswert des Hochpaßfilters ! auf seinen Minimalwert abgesenkt und gleichzeitig dii untere Grenzfrequenz auch auf für Flimmerwellei signifikante Frequenzwerte (Absenkung der Grenzfre quenz bis auf 4 Hz) erweitert wird. Die Flimmerwellei können daher praktisch ungedämpft das Hochpaßfilte 9 passieren. Entsprechend liegen damit auch dii ungedämpften Amplituden der Flimmerwellen an Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 nocl
ίο oberhalb der Schwelle des Schwellendiskriminators 27 Da die Flimmerwellen jetzt die Schwelle des Schwellen diskriminators 27 verhältnismäßig häufig überschreiten der Anfall der Wellen jedoch im Gegensatz zu normalei QRS-Komplexen im EKG weitgehend diskontinuierlicl ist, wird aufgrund des Kriteriums Anfallhäufigkeit be gleichzeitiger Anfalldiskontinuität nunmehr das Vorlie gen von Flimmerwellen eindeutig, z. B. durch da Registriergerät 45, erkannt und entsprechend daraufhii pin al/1 ic 11 cc K or n^«r cnnclinop AIo fm ti D in
einer R-Zacke im EKG auf), so wird die Spannung des Spannungsteilers 33, 34 einschließlich der Schleusenspannung des Transistors 32 sowie der Diode 29 überschritten. Der Transistor 32 wird leitend und steuert entsprechend den Transistor 35 des Regelspannungsverstärkers in den leitenden Zustand. Der Kondensator 26 wird daraufhin rasch über die Kollektor-Emitterstrecke des Transistors 35 zu positiveren Werten entladen, wodurch ebenso rasch der Feldeffekttransistor 13 im Hochpaßfilter 9 zu niedrigeren Widerstandswerten gesteuert wird. Durch die hierbei erfolgende Erhöhung der Durchlaßbedämpfung des Hochpaßfilters 9 werden nun die EKG-Signale am Ausgang des Doppelweggleichrichters sehr rasch soweit gedämpft, bis die R-Zacke den Schwellwert des Schwellendiskriminators 28 knapp unterläuft. Gleichzeitig mit der stärkeren Bedämpfung erfolgt eine Erhöhung der unteren Grenzfrequenz des Hochpaßfilters 9 von ca. 4 Hz auf ca. 8 Hz.
Der Regelspannungsverstärker 32, 35 bis 38 steuert damit in Wirkverbindung mit dem Schwellendiskriminator 28 sowie dem Kondensator 26 und über den Feldeffekttransistor 13 im Hochpaßfilter 9 die Frequenzbreite und die Durchlaßbedämpfung des Filters 9 so. daß bpi normalem EKG (auch bei stark schwankenden Amplituden) das gesamte EKG auf solche Werte gedämpft wird, daß die R-Zacken im wesentlichen auf Werte knapp unterhalb der Schwelle des Schwellendiskriminators 28 nivelliert werden. Durch die gleichzeitige Verschiebung der unteren Grenzfrequenz des Hochpaßfilters 9 in Richtung auf für die R-Zacke signifikante Frequenzwerte wird zudem noch der Amplitudenabstand zwischen R-Zacke und P- bzw. T-WeIIe vergrößert. Am Schwellendiskriminator 27 fallen demnach im wesentlichen nur eindeutig selektierte R-Zackenamplituden an und können damit aufgrund des regelmäßigen Überschreitens der Schwelle des Schwellendiskriminators 27 an einem Anzeige- bzw. Registriergerät 44 als echte R-Zacken registriert werden. Fallen hingegen am Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 Flimmerwellen an, so wird deren Amplitude im Normalfall dauernd unter der Schwelle des Schwellendiskriminators 28 liegen (die Amplituden von Flimmerwellen betragen im Schnitt ein Drittel der R-Zackenamplitude im normalen EKG). Der Kondensator 26 wird demnach aufgrund des gesperrten Transistors 35 auf dem Vorspannungsweri des Feldeffektiransisiors 13 (Sperrspannungswert) gehalten. Der hohe Widerstandswert des Feldeffekttransistors 13 bewirkt, daß einerseits Lautsprecher 46) ausgelöst.
Neben den beiden Schwellendiskriminatoren 27 um 28 ist am Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bi 23 auch noch ein dritter Schwellendiskriminator 47 mi dem Transistor 48, dem Basiswiderstand 49 und de Emitter-Zenerdiode 50 angeschaltet. Dieser Schwellen diskriminator 47 weist eine gegenüber den Schwellei der Diskriminatoren 27 und 28 sehr viel niedrigere, in nega-i'ven Bereich (z. B. bei —3 Volt) liegendi Signalschwelle auf. Dem Schwellendiskriminator 47 is ausgangsseitig über den Widerstand 51 ein Spannungs vervielfacher (Diodenpumpe) mit den Dioden 52 bis 55 den Kapazitäten 56 bis 59 sowi.; dem Lastwiderstand 6( nachgeschaltet. Der Ausgang dieses Spannungsverviel fachers wiederum ist über die Zenerdiode 61 sowie dii Halbleiterdiode 62 unmittelbar an der Quelle des bereit vorher erwähnten, als Arbeitspunktregeltransistor fü den Feldeffekttransistor 13 des Hochpaßfilters '.
dienenden Feldeffekttransistors 39 angekoppelt.
Der Schwellendiskriminator 47 dient zusammen mi
Ό dem Spannungsvervielfacher 52 bis 60 als Regelspan nungsverstärker zur Austastung von den EKG-Signalei dauernd überlagerten höherfrequenten Störspannungei (z. B. Netzbrumm). Die Störaustastung funktionier dabei wie folgt:
Tritt im EKG-Signal am Ausgang des Doppelweg gleichrichters 17 bis 23 eine derartige Störspannun; (z. B. Netzbrumm) auf, so wird die Amplitude diese Störspannung die Schwelle des Schwellendiskrimina tors 47 ungleich häufiger überschreiten, als z. B. di< R-Zacke des normalen EKG. Dementsprechend wire also innerhalb kurzer Zeit der Transistor 48 r ,»hrfacl vom leitenden in den sperrenden Zustand bzw umgekehrt gesteuert. Mit jedem neuen Schaltvorganj des Transistor 48 tritt am Widerstand 51 eir Spannungshub auf, der auf den Spannungsvervielfachei in diesem Sinne wirkt, daß nach einigen Umschalttakter am Lastwiderstand 60 des Spannungsvervielfachen eine relativ hohe Spannung auftritt. Sobald diese Spannung die Zenerspannung der Zenerdiode 61 sowis die Schleusenspannung der Diode 62 übersteigt, wirk; sie über den Regeltransistor 39 auf den Feldeffekttransistor 13 in dem Sinne, daß dieser Transistor 13 soweit au! positivere Vorspannungswerte und damit zu niedrige ren Widerstandswerten gesteuert wird, bis die Amplitu de der Störspannung unter die Schwelle des Schwellen diskriminaiors 47 gesteuert wird. Durch den Schwellen diskriminator 47 mit nachgeschaltetem Spannungsver vielfacher 52 bis 60 sowie den Arbeitsounkteinstelltran
sistor 39 für den Fcldcffekttransislor 13 im Ilochpaßfiltcr 9 wird somit das gesamte EKG-Signal von vornherein so klein gehalten (Anfangsbedämpfung), daß eine höhcrfrcqucntc Slörspannung der genannten Art (z. B. Netzbriimni) vom Schwcllcndiskriminaior 27 nicht als Ereignis gewertet wird, wenn sie kontinuierlich auftritt.
Die eingangs bereits erwähnte Schwellcnregclstufe 8 besteht aus einem Transistor 63, einer Diode 64. den Widerständen 65 bis 68 sowie einer Eingangskapazität 69. Tritt aufgrund eines vom Vorverarbeitungsglied 4 erkannten Pnccmnkcrimpulses im EKG-Signal ein (negativer) Spannungsimpuls am Ausgang 6 dieses Gliedes 4 auf. so wird der Kondensator 69 der Schwcllcnrcgelstufc über die Diode 64 auf einen negativen Wert umgeladen. Nach diesem Impuls entlädt sich der Kondensator 69 über die Basis-Emitterslreckc des Transistors 63. Der Transistor 63 wird hierdurch für eine gewisse Zeil, vorzugsweise für 250 Millisekunden.
in den leitenden Zusland gesteuert. Dies bewirkt, daß für dieselbe Zeitdauer, d. h. für ebenfalls 250 Millisekunden, über die nunmehr als Spannungsteiler arbeitenden Widerstände 68 und 30 die Ansprechschwelle des Schwellendiskriminators 28 zu höheren Werten, vorzugsweise auf den doppelten Normalwert (von +4 Volt auf z. B. +8 Volt) verschoben wird. Diese kurzzeitige Schwellcnanhebung jeweils nach Auftreten eines Pacemakerimpulses hat den Vorteil, daß unmittelbar nach den Pacemakerimpulsen auftretende Herzaktionsspannungen mit einer Amplitude, die eigentlich größer ist als die Amplitude bei einer F.igcncrregung, kurzzeitig erheblich entdämpft werden. Die Gefahr, daß eigenerregte llcrzaktionen, die einer von Pacemnkcrimpulscn bewirkten llerzaktion nachfolgen, wegen lanpanhaltender starker Bedämpfung bei niedriger Schwelle des Schwellendiskriminators 28 (bei +4 Volt) verloren gehen, ist damit nicht mehr gegeben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

  1. Patentansprüche;
    !,SchaltungsanordnungZHm Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale, ζ,Β, EKG, unter Verwendung eines Schwellendiskriminators Tür die Meßsignale, dessen Schwelle in Abhängigkeit von der Meßsignalamplitude Ober einen Schwellen regler einstellbar ist, und einer Vorrichtung zur Regelung des SignaJverstärkungsgrades im Sinne der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellendiskriminator (28) zur Versorgung einer Steuerechaltung (26, 35,36,37,38) für ein Signalbedämpfungsglied (11,12,13) ausgenutzt wird in dem Sinne, daß bei Amplitudenschwankungen wenigstens zu höhe- is ren Werten die Bedämpfung zu höheren Werten verschoben wird, und daß am Meßsignalweg vor dem Bedämpfungsglied bekanntermaßen ein Meßglied (4) angeschaltet ist, das das Vorliegen von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere Schrittmacherimpulsen im EKG, erfaßt und das daraufhin über den Schwellenregier (8) die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) für eine fest vorgebbare Zeitspanne (z. B. 250 ms) auf einen gegenüber dem Normalwert (z. B. +4 V) höheren Wert (z.B. +8 V) anhebt.
  2. 2.Schaltungsanordnungnac.h Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Bedämpfungsglied (11, 12, 13) und Schwellendiskriminator (28) ein Abgriff für eine eigentliche Auswerteschalturjg (27, 44,45,46) vorgesehen ist und die Auswerteschaltung ihrerseits bekanntermaßen einen weiteren Schwellendiskriminator (27) mit einer Anzeigevorrichtung für Schwellenwertüberschreitungen umfaßt.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eier Schwellenregler (8) einen Transistor (63) mit einem Umladekondensator (69) umfaßt, welcher Umladekondensator durch ein Ausgangssignal des Meßgliedes (4) über eine Halbleiterdiode (64) auf einen bestimmten Wert geladen wird und bei der anschließenden Entladung den Transistor (63) in den leitenden Zustand sleuert, wobei durch einen hierdurch aktivierten Spannungsteiler (30,68) die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) entsprechend erhöht wird. ή
  4. 4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenregler (8) ein Steuersignal erzeugt, das die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) für die vorgegebene Zeitspanne auf etwa den doppelten Normalwert anhebt.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitspanne im Bereich von etwa 250 ms liegt.
    55
DE2362070A 1973-12-13 1973-12-13 Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale Expired DE2362070C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2362070A DE2362070C3 (de) 1973-12-13 1973-12-13 Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2362070A DE2362070C3 (de) 1973-12-13 1973-12-13 Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2362070A1 DE2362070A1 (de) 1975-06-19
DE2362070B2 DE2362070B2 (de) 1979-04-12
DE2362070C3 true DE2362070C3 (de) 1979-11-29

Family

ID=5900678

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2362070A Expired DE2362070C3 (de) 1973-12-13 1973-12-13 Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2362070C3 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1980000006A1 (en) * 1978-06-02 1980-01-10 J Anderson Diagnostic apparatus

Also Published As

Publication number Publication date
DE2362070A1 (de) 1975-06-19
DE2362070B2 (de) 1979-04-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3037927C2 (de) Vorrichtung zur Überwachung der respirativen Aktivität eines Patienten mit Einrichtungen zur Unterdrückung von Störsignalen
DE69318689T2 (de) Implantierbarer Herzschittmacher
EP0012709B1 (de) Schaltungsanordnung für ein elektrokardiographisches Signal
DE3884739T2 (de) Nichtinvasiver Herzschrittmacher mit rampenförmiger Welle.
DE69427802T2 (de) Verfahren zur automatischen Steuerung der Herzsignalschwellenwerte bei einer implantierbaren Vorrichtung
DE60025486T2 (de) Anpassbare evozierte herzreaktionsmessvorrichtung für automatische erregungsbestätigung
EP0813891B1 (de) Signaldetektor
DE69927675T2 (de) Zweikammer-herzschrittmacher mit signalverarbeitungsschaltung für bipolare und unipolare elektroden
DE60301161T2 (de) Vorrichtung zur Überwachung des Herzens und ein System beinhaltend eine solche Vorrichtung
EP0165566B1 (de) Regelschaltung zur Anpassung der Stimulationsfrequenz eines Herzschrittmachers an die Belastung eines Patienten
DE19548658A1 (de) Extrakorporales Kontrollgerät für ein implantierbares medizinisches Gerät
DE2253967C3 (de) Verfahren zur Erfassung von Arrhythmien im Verlauf von Herzaktionsspannungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2805482C2 (de) Störungssicherer QRS-Detektor mit automatischer Schwellenwertbestimmung
DE2661005C2 (de)
DE2362063C3 (de) Schaltungsanordnung zum Erfassen von physiologischen elektrischen Meßsignalen
EP1108390A2 (de) Vorrichtung zur Erkennung der Kreislaufwirkungen von Extrasystolen
DE2362070C3 (de) Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale
DE2362039C3 (de) Schaltungsanordnung zur Abtrennung von Störsignalen aus einem physiologischen elektrischen Meßsignal
DE4416779B4 (de) Vorrichtung zur Vermeidung des zeitlichen Zusammenfallens von stimulierten und spontanen Herzreaktionen
DE2628629A1 (de) Bedarfsherzschrittmacher mit stoererkennungsschaltung
DE69324891T2 (de) Detektor zur Detektion von Ereignissen in lebendem Gewebe
DE2360206A1 (de) Dopplersignalempfaenger
DE2246100A1 (de) Geraet zum erfassen bzw. verarbeiten von messignalen
DE2545802C2 (de) Herzsignaldiskriminator
DE3041139C2 (de) Blutdruckmesser

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8320 Willingness to grant licences declared (paragraph 23)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee