DE2362070C3 - Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer MeßsignaleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale,
z, B. EKG, unter Verwendung eines Schwejlendiskriminators
für die Meßsignale, dessen Schwelle in Abhängigkeit von der Meßsignalamplitude über einen
Schwellenregler einstellbar ist, und einer Vorrichtung zur Regelung des Signalverstärkungsgrades im Sinne
der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden.
Physiologische elektrische Meßsignale unterliegen recht häufig nicht unerheblichen Schwankungen in der
Amplitude, Diese Amplitudenschwankungen können sich dann für die Signalweiterverarbeitung ungünstig
auswirken. Eine Abhilfe wird dadurch geschaffen, daß ein Verstärkungsgradregler vorgesehen ist, der die
Signalverstärkung im Sinne der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden regelt
Eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art, die dies erlaubt, ist beispielsweise durch die US-PS
35 90 811 vorbekannt Hier erfolgt jedoch der Amplitudenausgleich
im wesentlichen durch kontinuierliches Verschieben der Schwelle des Schwellendiskriminators
in Abhängigkeit von der sich ändernden Signalamplitude. Insbesondere bei rasch und in relativ starkem Maße
schwankenden Spitzenamplituden führt dies zu entsprechend häufig und weiträumig verlaufenden Schwellensprüngen,
was sich für die angestrebte optimale Meßsicherheit nicht immer günstig auswirkt Günstiger
ist eine Amplitudenausgleichsregelung bei fest vorgegebener Schwelle durch Einstellung unterschiedlicher
Bedämpfungswerte für das Signal.
Eine Ausgleichsregelur.g in diesem Sinne zeigt sicher
gute Ergebnisse, solange die Ampiitudenschwankungen der elektrischen Signale in einem gewissen Normalbereich
liegen. Bei praktischer Anwendung kann es jedoch vorkommen, daß der Patient, von dem die physiologischen
Signale abgenommen werden, gleichzeitig mit Reizimpulsen gereizt wird. Dies ist bei dsr Abnahme des
EKG's insbesondere bei Herzschrittmacher-Patienten der Fall, wo dem Patienten zur Reizung seines Herzens
ständig Reizimpulse des Schrittmachers zugeführt werden. Aufgrund von Reizaktionen mittels Reizimpulsen
kommt es jedoch in den meisten Fällen zu überstarken physiologischen Reaktionen des gereizten
Gewebes, z. B. wird bei einem Herzschrittmacherimpuls der Herzmuskel u.U. besonders stark kontrahieren.
Dies führt dazu, daß den Abnehmerelektroden für das physiologische elektrische Meßsignal, z. B. EKG, ein
besonders hoher und lang andauernder Fremderregungsimpuls zugeführt wird. Dieser Fremderregungsimpuls
führt zu einer derartig -jiarken und lang andauernden Bedämpfung des Meßsignals durch die
Bedämpfungseinrichtung, daß Eigenaktionen, die auf eine Reizung folgen, von der Schaltungsanordnung
nicht als Eigenaktionen erkannt werden können. Auf einen Herzschrittmacherimpuls können eigenerregte
Herzaktionen folgen, die wiederum eine Abschaltung der Reizung durch Herzschrittmacherimpulse fordern.
Werden aus den oben genannten Gründen solche Eigenreaktionen des Herzens jedoch nicht erkannt, so
besteht Gefahr, daß weitere Male erneut Reizimpulse abgegeben werden, obgleich deren Abgabe eigentlich
verhindert werden soll. Die unerwünschte Abgabe zusätzlicher Reizimpulse zur Herzeigenaktion kann
jedoch zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art
dahingehend auszubilden, daß eine Amplitudenregelung mittels Bedämpfungseinrichtung ermöglicht wird und
dennoch gleichzeitig physiologische Reaktionen aufgrund eines Reizimpulses (z. B. Schrittmacherimpuls)
weitgehend unwirksam gemacht werden,
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schwellendiskriminator zur Versorgung einer
Steuerschaltung für ein Signalbedämpfungsglied ausgenutzt wird in dem Sinne, daß bei Amplitudenschwankungen
wenigstens zu höheren Werten die Bedämpfung zu höheren Werten verschoben wird, und daß am
Meßsignalweg vor dem Bedämpfungsglied bekannter-
maßen ein Meßglied angeschaltet ist, das das Vorliegen
von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere
Sehnttmacherimpulsen im EKG, erfaßt und das
daraufhin ober den Schwellenregler die Schwelle des Schwellendiskriminators für eine fest vorgebbare
Zeitspanne (ζ,Β, 250 ms) auf einen gegenüber dem
Normalwert (z.B. +4V) höheren Wert (z.B. +8V)
anhebt.
Aufgrund der Schwellenanhebung wird das physiologische
elektrische Meßsignal für die vorgegebene Zeitdauer insgesamt weniger stark, als für den
Normalfall eigentlich vorgesehen, gedämpft Im Normalbereich liegende Signalamplituden, die einer eventuellen
Reizaktion folgen, verbleiben weiterhin im Erfassungsbereich der Schaltungsanordnung. Sie können
damit eindeutig als evtL interessierende SignaJamplituden
für die Signalweiterverarbeitung erkannt werden. Schaltungsanordnungen, die Meßglieder beinhalten,
die das Vorliegen von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere Schrittmacherimpulsen im
EKG, erfassen, sind an sich bereits aus der DE-OS 20 35 422 vorbekannt Bei diesen Schallungsanordnungen
dient jedoch die Erfassung allein zur anschießenden Unterdrückung eines derartigen Reizimpclses im
physiologischen elektrischen Signal durch Austastung. Wesentlich bei der Erfindung ist jedoch, daß über das
Erkennen und beispielsweise auch eine Austastung hinaus die Schwelle des Schwellendiskriminators über
den Schwellenregler in Abhängigkeit vom Erkennen eines Reizimpulses im erfindungsgemäßen Sinne angehoben
wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
(exemplarisch auf die EKG-Verarbeitung abgestellten) Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung in Verbindung
mit den Unteransprüchen.
In der Vorrichtung nach der Figur werden die EKG-Signale an den Eingang Egelegt Von dort werden
sie über die Eingangskapazität 1 sowie über ein erstes Vorverarbeitungsglied 2, das in üblicher Weise einen
Vorverstär*er aufweist, separat einem zweiten und dritten Vorverarbeitungsglied 3 bzw. 4 zugeleitet. Das
zweite Vorverarbeitungsglied 3 umfaßt dabei einen üblichen aktiven Bandpaß mit den Eckfrequenzen von
z. B. 4 Hz und 23 Hz. Dieser Bandpaß ist demnach sowohl für QRS-Komplexe als auch für P- und T-Wellen
des EKG sowie für Flimmerwellen durchlässig. Das dritte Vorverarbeitungsglied 4 hingegen enthält z. B. ein
Differenzierglied mit nachgeschaltetem Zweiweggleichrichter, Amplitudendiskriminator sowie monostabiler
Kippstufe. Failed ζ. B. zusammen mit den EKG-Signalen Pacemakerimpulse an, so erkennt das
Vorverarbeitungsglied 4 diese aufgrund deren größeren Anstiegssteilheit bei mit den höchsten zu erwartenden
Amplitudenwerten des EKG-Signals (den R-Zacken) ■-,-, vergleichbaren Amplitudenwerten, worauf über die
monostabile Kippstufe am Ausgang 5 ein Ausgangsimpuls erzeugt wird. Dieser Ausgangsimpuis dient als
Durchsteuerimpuls für einen am Eingang des Vorverarbeitungsgliedes 2 angeschalteten Feldeffekttransistor 7,
der daraufhin zum Kurzschließen und damit zur Elimination des Pacemakerimpulses aus dem EKG in
den leitenden Zustand gesteuert wird. Gleichzeitig mit dem Durchsteuerimpuls für den Transistor 7 wird am
Ausgang 6 des Gliedes 4 noch ein Impuls zur Betätigung 5-,
einer später noch näher zu beschreibenden Schwellenregelstufe 8 erzeugt.
Die am Ausgang ats Vorverarbeitungsgliedes 3
anfallenden frequenzbeschnittenen EKG-Signate werden nun ober ein Hochpaßfilter 9, das eine Längskapazität
10 sowie einen nachgeschalteten, aus einem ohmschen Längswiderstand 11 sowie ohmschen Querwiderstand
12 mit parallel liegendem Feldeffekttransistor 13 bestehenden Spannungsteiler für die EKG-Signale
aufweist, auf den nicht invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 14 gegeben. Der invertierende
Eingang dieses Verstärkers 14 ist dabei über den Widerstand 15 einerseits mit Masse verbunden und
andererseits über den Widerstand 16 mit dem Verstärkerausgang gekoppelt Die Widerstände sowie
die Kapazität des Hochpaßfilters 9 sind insgesamt so dimensioniert, daß bei durchgeschaltetem Transistor 13
die untere Grenzfrequenz des Filters 9 bei maximalem Teilerverhältnis des Spannungsteilers (maximale Durchlaßbedämpfung
des Filters) einen Maximalwert von ca. 8 Hz und bei gesperrtem Transistor 13 bei minimalem
Teilerverhältnis des Spannungsteilers (minimale Durchlaßbedämpfung des Filters) einen Minimalwert von ca.
4 Hz aufweist.
Die am Ausgang des Operationsverstärkers 14
anfallenden Signale werden einerseits einem aus den Dioden 17 und 18, einem Vorschaltwiderstand 19 sowie
einem Verstärker 20 mit den Beschaltungswiderständen 21,22,23 gebildeten Doppelweggleichrichter zugeleitet
sowie andererseits über einen Spannungsteiler 24, 25 auf einen Kondensator 26 gegeben. Der Verstärker 20
des Doppelweggleichrichters arbeitet bei positiven EKG-Signalen als nicht invertierender, bei negativen
Signalen hingegen als invertierender Verstärker. Er bewirkt zudem über die an der Spannung + Uo
anliegenden Widerstände 22,23 eine Verschiebung der
Nullinie der Verstärkerausgangssignale um einen konstanten Betrag in negativer Richtung. Der Betrag
der Nullverschiebung ist dabei so gewählt, daß im Normalfall die R-Zacken der EKG-Signale am Ausgang
des Doppelweggleichrichters bei leitendem Transistor 13 des Hochpaßfilters 9 noch über der ptsitiven
Schwelle (z. B. +1 Volt) eines ersten Schwellendiskriminators 27 sowie bei gesperrtem Transistor 13 auch noch
übsr einer demgegenüber höheren Schwelle (z. B. +4 Volt) eines zweiten Schwellendiskriminators 28 liegen.
Der erste Schwellendiskriminator 27 besteht im wesentlichen aus einer monostabilen Kippstufe, die
jeweils beim Überschreiten ihrer Eingangsschwelle durch die EKG-Signale einen Ausgangsimpuls erzeugt.
Der zweite Schwellendiskriminator 28 besteht au» einer Diode 29, einem Spannungsteiler 30, 31 sowie der
Basis-Emitter-Strecke eines Transistors 32 einschließlich des an diesem Transistor emitterseitig angeschalteten,
an der Spannung + Uo liegenden Spannungsteiler 33, 34 für die Emittervorspannung. Der Transistor 32
bilde? außerdem zusammen mit einem weiteren Transistor 35 mit den Beschaltungswiderständen 36,37,
38 einen Regelspznnungsverstärker. Dieser Regelspannungsverstärker
erzeugt im Zusammenwirken mit dem bereits beschriebenen Kondensator 26 eine Steuerspannung
(die zur besseren Signallinearisierung mit einem Teil der Ausgangispannung des Verstärkers 14 beaufschlagt
ist) am Feldeffekttransistor 13 des Hothpaßfilters 9, die den Transistor 13 in Abhängigkeit von den
Signalamplituden am Eingang des Schwel-endiskriiminalors
28 zu höheren oder zu niedrigeren Widerstandswerten steuert. Die Abhängigkeit der Steuerung vom
Eingangssignal des Suhwellendiskriminators 28, das dem
Ausgangssignal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 entspricht, ergibt sich dabei wie folgt:
Liegt das EKG-Signal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 unter der Schwelle des Schwellendiskriminators
28, so ist der Kondensator 26 über eine Ladevorrichtung — Ua 39 sowie 40 bis 43 (wobei das
Element 39 einen Regelfeldeffekttransistor zur Arbeitspunktregelung des Feldeffekttransistors 13 im Hochpaßfilter
9 und die Elemente 41 bis 43 ohmsche Widerstände darstellen) auf einen negativen Spannungswert
aufgeladen, der als Vorspannungssperrwert den Feldeffekttransistor 13 auf einem hohen Widerstandswert
hält. Dieser Widerstandswert ist durch den Vorspannungssperrwert so gewählt, daß Flimmerwellen,
die das Hochpaßfilter 9 passieren, am Ausgang des Doppelweggleichrichtors 17 bis 23 eine Amplitude
aulweisen, die auf jeden Fall noch über der Schwelle des Schwellendiskriminators 27 liegt. Überschreitet hingegen
das Ausgangssignal des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 die Schwelle des Schwellendiskriminators 28
■ an tint
der Durchlaßbedämpfungswert des Hochpaßfilters ! auf seinen Minimalwert abgesenkt und gleichzeitig dii
untere Grenzfrequenz auch auf für Flimmerwellei signifikante Frequenzwerte (Absenkung der Grenzfre
quenz bis auf 4 Hz) erweitert wird. Die Flimmerwellei können daher praktisch ungedämpft das Hochpaßfilte
9 passieren. Entsprechend liegen damit auch dii ungedämpften Amplituden der Flimmerwellen an
Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 nocl
ίο oberhalb der Schwelle des Schwellendiskriminators 27
Da die Flimmerwellen jetzt die Schwelle des Schwellen diskriminators 27 verhältnismäßig häufig überschreiten
der Anfall der Wellen jedoch im Gegensatz zu normalei QRS-Komplexen im EKG weitgehend diskontinuierlicl
ist, wird aufgrund des Kriteriums Anfallhäufigkeit be gleichzeitiger Anfalldiskontinuität nunmehr das Vorlie
gen von Flimmerwellen eindeutig, z. B. durch da Registriergerät 45, erkannt und entsprechend daraufhii
pin al/1 ic 11 cc K or n^«r cnnclinop AIo fm ti D in
einer R-Zacke im EKG auf), so wird die Spannung des Spannungsteilers 33, 34 einschließlich der Schleusenspannung
des Transistors 32 sowie der Diode 29 überschritten. Der Transistor 32 wird leitend und steuert
entsprechend den Transistor 35 des Regelspannungsverstärkers in den leitenden Zustand. Der Kondensator
26 wird daraufhin rasch über die Kollektor-Emitterstrecke des Transistors 35 zu positiveren Werten
entladen, wodurch ebenso rasch der Feldeffekttransistor 13 im Hochpaßfilter 9 zu niedrigeren Widerstandswerten
gesteuert wird. Durch die hierbei erfolgende Erhöhung der Durchlaßbedämpfung des Hochpaßfilters
9 werden nun die EKG-Signale am Ausgang des Doppelweggleichrichters sehr rasch soweit gedämpft,
bis die R-Zacke den Schwellwert des Schwellendiskriminators 28 knapp unterläuft. Gleichzeitig mit der
stärkeren Bedämpfung erfolgt eine Erhöhung der unteren Grenzfrequenz des Hochpaßfilters 9 von ca.
4 Hz auf ca. 8 Hz.
Der Regelspannungsverstärker 32, 35 bis 38 steuert damit in Wirkverbindung mit dem Schwellendiskriminator
28 sowie dem Kondensator 26 und über den Feldeffekttransistor 13 im Hochpaßfilter 9 die Frequenzbreite
und die Durchlaßbedämpfung des Filters 9 so. daß bpi normalem EKG (auch bei stark schwankenden
Amplituden) das gesamte EKG auf solche Werte gedämpft wird, daß die R-Zacken im wesentlichen auf
Werte knapp unterhalb der Schwelle des Schwellendiskriminators 28 nivelliert werden. Durch die gleichzeitige
Verschiebung der unteren Grenzfrequenz des Hochpaßfilters 9 in Richtung auf für die R-Zacke signifikante
Frequenzwerte wird zudem noch der Amplitudenabstand zwischen R-Zacke und P- bzw. T-WeIIe
vergrößert. Am Schwellendiskriminator 27 fallen demnach im wesentlichen nur eindeutig selektierte
R-Zackenamplituden an und können damit aufgrund des regelmäßigen Überschreitens der Schwelle des Schwellendiskriminators
27 an einem Anzeige- bzw. Registriergerät 44 als echte R-Zacken registriert werden. Fallen
hingegen am Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bis 23 Flimmerwellen an, so wird deren Amplitude im
Normalfall dauernd unter der Schwelle des Schwellendiskriminators 28 liegen (die Amplituden von Flimmerwellen
betragen im Schnitt ein Drittel der R-Zackenamplitude im normalen EKG). Der Kondensator 26 wird
demnach aufgrund des gesperrten Transistors 35 auf dem Vorspannungsweri des Feldeffektiransisiors 13
(Sperrspannungswert) gehalten. Der hohe Widerstandswert des Feldeffekttransistors 13 bewirkt, daß einerseits
Lautsprecher 46) ausgelöst.
Neben den beiden Schwellendiskriminatoren 27 um 28 ist am Ausgang des Doppelweggleichrichters 17 bi
23 auch noch ein dritter Schwellendiskriminator 47 mi
dem Transistor 48, dem Basiswiderstand 49 und de Emitter-Zenerdiode 50 angeschaltet. Dieser Schwellen
diskriminator 47 weist eine gegenüber den Schwellei der Diskriminatoren 27 und 28 sehr viel niedrigere, in
nega-i'ven Bereich (z. B. bei —3 Volt) liegendi
Signalschwelle auf. Dem Schwellendiskriminator 47 is ausgangsseitig über den Widerstand 51 ein Spannungs
vervielfacher (Diodenpumpe) mit den Dioden 52 bis 55 den Kapazitäten 56 bis 59 sowi.; dem Lastwiderstand 6(
nachgeschaltet. Der Ausgang dieses Spannungsverviel fachers wiederum ist über die Zenerdiode 61 sowie dii
Halbleiterdiode 62 unmittelbar an der Quelle des bereit vorher erwähnten, als Arbeitspunktregeltransistor fü
den Feldeffekttransistor 13 des Hochpaßfilters '.
dienenden Feldeffekttransistors 39 angekoppelt.
Der Schwellendiskriminator 47 dient zusammen mi
Ό dem Spannungsvervielfacher 52 bis 60 als Regelspan
nungsverstärker zur Austastung von den EKG-Signalei dauernd überlagerten höherfrequenten Störspannungei
(z. B. Netzbrumm). Die Störaustastung funktionier dabei wie folgt:
Tritt im EKG-Signal am Ausgang des Doppelweg gleichrichters 17 bis 23 eine derartige Störspannun;
(z. B. Netzbrumm) auf, so wird die Amplitude diese Störspannung die Schwelle des Schwellendiskrimina
tors 47 ungleich häufiger überschreiten, als z. B. di< R-Zacke des normalen EKG. Dementsprechend wire
also innerhalb kurzer Zeit der Transistor 48 r ,»hrfacl
vom leitenden in den sperrenden Zustand bzw umgekehrt gesteuert. Mit jedem neuen Schaltvorganj
des Transistor 48 tritt am Widerstand 51 eir Spannungshub auf, der auf den Spannungsvervielfachei
in diesem Sinne wirkt, daß nach einigen Umschalttakter am Lastwiderstand 60 des Spannungsvervielfachen
eine relativ hohe Spannung auftritt. Sobald diese Spannung die Zenerspannung der Zenerdiode 61 sowis
die Schleusenspannung der Diode 62 übersteigt, wirk; sie über den Regeltransistor 39 auf den Feldeffekttransistor
13 in dem Sinne, daß dieser Transistor 13 soweit au!
positivere Vorspannungswerte und damit zu niedrige ren Widerstandswerten gesteuert wird, bis die Amplitu
de der Störspannung unter die Schwelle des Schwellen diskriminaiors 47 gesteuert wird. Durch den Schwellen
diskriminator 47 mit nachgeschaltetem Spannungsver vielfacher 52 bis 60 sowie den Arbeitsounkteinstelltran
sistor 39 für den Fcldcffekttransislor 13 im Ilochpaßfiltcr
9 wird somit das gesamte EKG-Signal von vornherein so klein gehalten (Anfangsbedämpfung), daß
eine höhcrfrcqucntc Slörspannung der genannten Art
(z. B. Netzbriimni) vom Schwcllcndiskriminaior 27 nicht als Ereignis gewertet wird, wenn sie kontinuierlich
auftritt.
Die eingangs bereits erwähnte Schwellcnregclstufe 8 besteht aus einem Transistor 63, einer Diode 64. den
Widerständen 65 bis 68 sowie einer Eingangskapazität 69. Tritt aufgrund eines vom Vorverarbeitungsglied 4
erkannten Pnccmnkcrimpulses im EKG-Signal ein (negativer) Spannungsimpuls am Ausgang 6 dieses
Gliedes 4 auf. so wird der Kondensator 69 der Schwcllcnrcgelstufc über die Diode 64 auf einen
negativen Wert umgeladen. Nach diesem Impuls entlädt sich der Kondensator 69 über die Basis-Emitterslreckc
des Transistors 63. Der Transistor 63 wird hierdurch für eine gewisse Zeil, vorzugsweise für 250 Millisekunden.
in den leitenden Zusland gesteuert. Dies bewirkt, daß für dieselbe Zeitdauer, d. h. für ebenfalls 250 Millisekunden,
über die nunmehr als Spannungsteiler arbeitenden Widerstände 68 und 30 die Ansprechschwelle des
Schwellendiskriminators 28 zu höheren Werten, vorzugsweise auf den doppelten Normalwert (von +4 Volt
auf z. B. +8 Volt) verschoben wird. Diese kurzzeitige Schwellcnanhebung jeweils nach Auftreten eines
Pacemakerimpulses hat den Vorteil, daß unmittelbar nach den Pacemakerimpulsen auftretende Herzaktionsspannungen
mit einer Amplitude, die eigentlich größer ist als die Amplitude bei einer F.igcncrregung, kurzzeitig
erheblich entdämpft werden. Die Gefahr, daß eigenerregte llcrzaktionen, die einer von Pacemnkcrimpulscn
bewirkten llerzaktion nachfolgen, wegen lanpanhaltender
starker Bedämpfung bei niedriger Schwelle des Schwellendiskriminators 28 (bei +4 Volt) verloren
gehen, ist damit nicht mehr gegeben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche;!,SchaltungsanordnungZHm Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale, ζ,Β, EKG, unter Verwendung eines Schwellendiskriminators Tür die Meßsignale, dessen Schwelle in Abhängigkeit von der Meßsignalamplitude Ober einen Schwellen regler einstellbar ist, und einer Vorrichtung zur Regelung des SignaJverstärkungsgrades im Sinne der Erzeugung konstanter Ausgangssignalamplituden, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellendiskriminator (28) zur Versorgung einer Steuerechaltung (26, 35,36,37,38) für ein Signalbedämpfungsglied (11,12,13) ausgenutzt wird in dem Sinne, daß bei Amplitudenschwankungen wenigstens zu höhe- is ren Werten die Bedämpfung zu höheren Werten verschoben wird, und daß am Meßsignalweg vor dem Bedämpfungsglied bekanntermaßen ein Meßglied (4) angeschaltet ist, das das Vorliegen von kurzen, aber sehr hohen Reizimpulsen, insbesondere Schrittmacherimpulsen im EKG, erfaßt und das daraufhin über den Schwellenregier (8) die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) für eine fest vorgebbare Zeitspanne (z. B. 250 ms) auf einen gegenüber dem Normalwert (z. B. +4 V) höheren Wert (z.B. +8 V) anhebt.
- 2.Schaltungsanordnungnac.h Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Bedämpfungsglied (11, 12, 13) und Schwellendiskriminator (28) ein Abgriff für eine eigentliche Auswerteschalturjg (27, 44,45,46) vorgesehen ist und die Auswerteschaltung ihrerseits bekanntermaßen einen weiteren Schwellendiskriminator (27) mit einer Anzeigevorrichtung für Schwellenwertüberschreitungen umfaßt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eier Schwellenregler (8) einen Transistor (63) mit einem Umladekondensator (69) umfaßt, welcher Umladekondensator durch ein Ausgangssignal des Meßgliedes (4) über eine Halbleiterdiode (64) auf einen bestimmten Wert geladen wird und bei der anschließenden Entladung den Transistor (63) in den leitenden Zustand sleuert, wobei durch einen hierdurch aktivierten Spannungsteiler (30,68) die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) entsprechend erhöht wird. ή
- 4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenregler (8) ein Steuersignal erzeugt, das die Schwelle des Schwellendiskriminators (28) für die vorgegebene Zeitspanne auf etwa den doppelten Normalwert anhebt.
- 5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitspanne im Bereich von etwa 250 ms liegt.55
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2362070A Expired DE2362070C3 (de) | 1973-12-13 | 1973-12-13 | Schaltungsanordnung zum Erfassen physiologischer elektrischer Meßsignale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2362070C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980000006A1 (en) * | 1978-06-02 | 1980-01-10 | J Anderson | Diagnostic apparatus |
-
1973
- 1973-12-13 DE DE2362070A patent/DE2362070C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2362070A1 (de) | 1975-06-19 |
| DE2362070B2 (de) | 1979-04-12 |
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