DE2361405A1 - Trennvorrichtung fuer stranggepresste profile - Google Patents
Trennvorrichtung fuer stranggepresste profileInfo
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Description
Trennvbrrichtung für stranggepreßte Profile
Vorrichtung zum Trennen oder Ablängen von stranggepreßten
Profilen, insbesondere von Hohlprofilen, mit einem auf einem Schlitten angeordneten drehbaren Schneidkopf, der mindestens
ein kurvengesteuertes, radial verschiebbares Anfas-, Trennoder
Schneidwerkzeug aufweist.
Es ist bekannt, bei der Herstellung von strahggepreßten
Kunststoffprofilen das aus der Düse der Strangpresse austretende Strangpreßteil von einer Abzugsmaschine aufzunehmen
und einer Schneidmaschine zuzuführen, in der die Profile auf das jeweils geforderte Längenmaß zugeschnitten werden.
Die die Trenn- oder Schneidwerkzeuge tragende Vorrichtung
weist einen in Längsrichtung mit dem Strangprofil beweglichen
Schlitten und ein oder mehrere drehbar auf dem Schlitten angeordnete Schneidwerkzeuge sowie eine Vorrichtung zum radialen
Vorschub der Schneidwerkzeuge gegen das Strangprofil bzw. von diesem zurück auf.
-2-
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Beim Ablängen von Hohlprofilen, beispielsweise Rohren oder ■Schläuchen, werden die Trenn- oder Schneidwerkzeuge radial
an das Hohlprofil herangeführt, bzw. von diesem weggeführt. Da bei diesem Vorgang sowohl eine translatorische Bewegung
mit dem Profil als auch eine radiale Bewegung zu erfolgen hat, bringt die Steuerung dieser Bewegungen erhebliche Schwierigkeiten
mit sich, zumal wenn das Profil vor dem eigentlichen Zuschnitt mit einem Werkzeug anzufasen bzw. anzuschrägen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen und eine in Längsrichtung und in radialer Richtung
bewegliche, auf einfache Weise exakt steuerbare Vorrichtung zum Trennen und Ablängen von Strangpreßprofilen zu schaffen.
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung5 dadureh gelöst, daß
dem Werkzeug ein mit dem Schneidkopf umlaufendes Hebelgetriebe zugeordnet ist, das mit einer ebenfalls mit dem Schneidkopf
umlaufenden, jedoch relativ zu diesem drehbeweglichen Exzenterscheibe in Eingriff steht und daß der Exzenterscheibe
eine die Relativbewegung erzeugende Vorrichtung zugeordnet ist, und daß die Kurvenfonn der Exzenterscheibe derart gewählt ist,
daß bei jeder Relativbewegung zwischen Exzenterscheibe und Schneidkopf eine radiale Vorschubbewegung des Werkzeuges
erzeugbar ist.
Auf diese Weise wird ein in sich geschlossenes Steuersystem geschaffen, das mechanisch verhältnismäßig wenig beansprucht
ist und das infolgedessen einer geringeren Abnutzung unterliegt als die bisher bekannten Steuervorrichtungen.
Der Schneidkopf trägt vorzugsweise zwei Werkzeuge, denen jeweils ein von einer mit dem Schneidkopf umlaufenden Exzenterscheibe
antreibbares Hebelgetriebe zugeordnet ist, wobei die beiden Exzenterseheiben vorzugsweise nebeneinanderliegend und gemeinsam
verdrehbar angeordnet sind.
409824/0889
Um eine Änderung im Arbeitstakt der Werkzeuge'herbeizuführen,
sind die. beiden Exzenterscheiben relativ zueinander einstellbar. . : ■".-...
Die Relativbewegung zwischen der Exzenterscheibe bzw. den
Exzenterscheiberi und dem Schneidkopf kann über in verschiedener
Weise ausgebildete Einrichtungen erfolgen. Vorzugsweise . ist die Exzenterscheibe mit einer einen Kreisabschnitt des
Schneidkopfes umgebenden bewegbaren ringförmigen Hülse verbunden und ist eine Antriebsvorrichtung zum. Antrieb der
Hülse und des Sehneidkopfes mit gleicher Winkelgeschwindigkeit vorgesehen , wobei die die Relativbewegung zwischen Exzenter
und Schneidkopf bewirkende Vorrichtung eine eine relative Winkelbewegung zwischen Hülse und Schneidkopf bewirkende
Änderung der Antriebsgeschwindigkeit ermöglicht.
Diese Antriebsvorrichtung weist nach einem' weiteren Merkmal
der Erfindung eine auf der Hülse angeordnete erste Zahnscheibe
und eine auf dem Schneidkopf angeordnete sweite Zahnseheibe
auf, die jeweils mit je einem Zahnriemen zusammenwirken und über eine gemeinsame Antriebswelle im gleichen Übersetzungsverhältnis
antreibbar sind*
Die eine Relativbewegung ermöglichende Vorrichtung besteht nach einem weiteren Merkmal der Erfindung aus einer Spannrollenanordnung,
über die einer der Zahnriemen geführt ist, wobei eine Vorrichtung vorgesehen 1st, mit Hilfe derer zwei
Spannrollen der Anordnung derart bewegbar sind, daß dem über
die jeweilige Zahnscheibe geführten Zahnriemen eine Geschwindigkeitsänderung aufzwingbar ist. Diese beiden
Spannrollen sind auf einem druckmittelbetätigbaren beweglichen Schlitten angeordnet.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens sind bei
der Spannrollenanordnung zwei symmetrisch zueinander auf einander gegenüberliegenden Seiten einer durch die Achsen
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der gemeinsamen Antriebswelle und der Zahnseheiben bestimmten
Ebene angeordnet, wobei der Abstand zwischen den Spannrollen und cLen Zahnscheiben geringer ist als der zwischen Spannrollen
und Antriebswelle und weist die Spannrollenanordnung ein weiteres symmetrisch zueinander auf gegenüberliegendenSeiten der
genannten Ebene angeordnetes, in geringerem Abstand zu der Antriebswelle befindliches Spannrollenpaar auf sowie ein
drittes Spannrollenpaar, das auf dem senkrecht zu der genannten Ebene in dem Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Spannrollenpaar hin- und herbeweglichen Schlitten angeordnet ist, wobei
die Zahnscheibe vom Antriebsrad auf der gemeinsamen Antriebswelle über die dritte, fünfte und erste Spannrolle der
Anordnung und über die.jeweils zugeordnete Zahnscheibe sowie über die zweite, sechste und vierte Spannrolle zurück zum
Antriebsrad geführt ist.
Die erste Zahnscheibe ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
relativ zu der Hülse beweglich* und es ist eine erste lösbare Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, über die die
erste Zahnscheibe in einer mit der Hülse verdrehbaren Lage verriegelbar ist sowie eine zweite Verriegelungsvorrichtung,
über die die Hülse mit dem Schneidkopf zwecks gemeinsamer Bewegung verriegelbar ist, '
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen
eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Trennvorrichtung, bei der der
Übersicht halber Teile weggelassen wurden; Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Teil der Vorrichtung in
Richtung des Pfeiles III in Fig... 2;-
Fig. 4 ein Querschnitt durch einen anderen Teil der Trennvorrichtung
nach'Linie IV-IV aus Fig. 2 und
Fig. 5 eine Ansicht eines anderen Teils der Trennvorrichtung
in Richtung des Pfeiles V aus Fig. 4
4.09824/0889 -5.
Die Vorrichtung zum Trennen oder Ablängen von Strangpreßprofilen enthält, wie aus Pig. 1 hervorgeht, einen Rahmen 1,
der auf Laufrollen 2 beweglich ist und über einfahrbare
Fußstützen 3 in seiner Lage gesichert werden kann. Mit
dem Rahmen 1 sind zwei parallel zueinander verlaufende Schienen 4 verbunden sowie ein Hauptschlitten 5, an dem
Rollen 6 angeordnet sind, die in die Schienen 4 eingreifen, so daß der Schlitten auf den Schienen frei hin- und herbeweglich ist. Der Hauptschlitten 5 weist eine vordere und eine
hintere Klemmvorrichtung 7 bzw. 8 auf, deren jeweils bewegliche Teile über Luftdruckkolben 9 bzw. Io betätigbar sind.
Der Hauptschlitten 5 enthält ein das in hier nicht dargestellter
Weise aus einer Düse einer Strangpresse austretende Strangpreßprofil aufnehmendes Führungsrohr 11 (Fig. 4),
auf dem ein über Lager 1J> und 14 drehbar gelagerter Schneidkopf
12 angeordnet ist. - .
Das Führungsrohr 11 ist gleichachsig zu den in Figo 1 gezeigten
Klemmvorrichtungen angeordnet.
Während des. Betriebes ist die Vorrichtung so angeordnet, daß die Achse des Führungsrohres 11 die axiale Verlängerung
einer nicht dargestellten Abzugsvorrichtung und der ebenfalls nicht dargestellten Stranpreßform bildet. Das .stranggepreßte
Profil durchläuft die Klemmvorrichtung 7 und 8 (Fig. l) und die Bohrung des Führungsrohrs 11. Sobald die Klemmvorrichtungen
das Profil erfassen, kann sich also der Hauptschlitten 5
mit dem Profil zusammen entlang den Schienen 4 bewegen, wobei
der noch zu beschreibende Schneidkopf um das Profil
rotieren kann. Auf diese Weise lassen sich Profile unterschiedlichster
Durchmesser nach Maßgabe des größten Durch- .
messers der Klemmvorrichtungen bearbeiten. ■
Der auf dem Führungsrohr 11 drehbar gelagerte Schneidkopf 12 (Fig. 4) weist eine Abständshülse J.5 auf,die zwischen·den
Kugellagern 13 und 14 angeordnet ist sowie eine weitere
Hülse 16; deren eine Stirnseite als Flansch 17 ausgebildet
ist. Mit der Hülse l6 ist eine erste, dem Antrieb"'
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des Schneidkopfes dienende Zahnscheibe 19 über Gewindezapfen,
beispielsweise den Zapfen 18, verbunden.
Eine Lagerhülse Io umschließt einen Teil der Hülse l6 und
nimmt über"einen Keil 21 mit ihr fest verbundene Exzenter
22 und 23 auf. Innerhalb der Hülse 16 ist ein Druckkolben 24
verschieblich angeordnet, der über einen Keil 25' mit der Hülse zu gemeinsamer Rotation verbunden ist. Der Kolben
24 ist von einer Schraubenfeder 26 derart beaufschlagt,
daß er jeweils in eine von vier im gleichen Abstand νJeinander
liegende Ausnehmungen 27 in der Seitenfläche des Exzenters 22
eingreifen kann. Der Kolben 24 und die zugeordneten Ausnehmungen 27 sind so ausgebildet, daß eine Verdrehung der Exzenter
22,2^ entgegen dem Uhrzeigersinn (vgl. Fig. 2) in bezug auf
die Hülse 16 dann möglich ist, wenn der Kolben aus den ' · ■ ■
Ausnehmungen herausläuft, während eine Verdrehung im Uhrzeigersinn durch den Eingriff des Kolbens in einer der Ausnehmungen
verhindert ist.
Im Bereich des Exzenters 23 ist eine zweite Zahnscheibe 28
um die Lagerhülse 2o drehbar angeordnet. Ein Druckkolben 29
ist in der Zahnscheibe verschiebbar angeordnet und mit dieser über einen Keil Jo fest verbunden. Der Druckkolben ist
von einer Zylinderfeder 31 derart beaufschlagt, daß er in eine
von jeweils vier im gleichen Abstand voneinander vorgesehene Ausnehmungen, z.B. in die Ausnehmung 32, in einer Stirnfläche
des Exzenters 23 eingreifen kann. Der Kolben 29 und die
Ausnehmungen 32 sind so ausgebildet, daß eifteDrehung der
Zahnscheibe 28 in bezug auf die Exzenter 22,23 im Uhrzeigersinn,
nicht jedoch im Gegensinne möglich ist.
Die Zahnscheibe 19 wird über einen mit einem Zahnrad 34 verbundenen
Zahnriemen 33 (Fig. l) angetrieben, wobei das Zahnrad auf
einer in Lagern 36 und 37 gelagerten und über einen Elektromotor
38 angetriebenen Antriebswelle 35 sitzt . Die Zahn-
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—Τ—
scheibe 28 wird über einen mit einem Zahnrad 4o (Fig. l) auf
der Antriebswelle 35 verbundenen Zahnriemen 39 angetrieben. lter
Zahnriemen ist über ein Rollensystem geführt, das obere
Spannrollen 41 und 42 und untere feste Spannrollen 45 und 44
aufweist (Fig.. 2). Zwischen den Spannrollen 41 und 43 ist der
Zahnriemen über eine weitere Spannrolle 45 und zwischen den
Spannrollen 42 und 44 über eine Spannrolle 46 geführt. Die Spannrollen 45 und 46 sind drehbar auf nicht dargestellten,
an. einem Hilfsschlitten 47 vorgesehene.Stummel- .
wellen angeordnet. Der Hilfsschlitten 47 ist auf einer
Schiene 48 in Richtung der Doppelpfeile, in Fig. 2 . beweglich. Der .Hilfsschlitten 47 weM Rollen 49 und 5o
(Fig. 3) auf, die in die Schiene 48 eingreifen. Därüberhinaus
ist der Hilfsschlitten über eine Traverse 51 mit dem Zylinder 52 eines Luftdruckkolbens verbunden, dessen Kolbenstange 55
mit einer mit dem Rahmen des Hauptschlittens 5 fest verbundenen Traverse 5^ verbunden ist. (Fig. 3). Bei
Betätigung des Kolbens kann sich also der Hilfsschlitten 47
zwischen der in Figur 2 dargestellten Lage und einer entsprechenden, in Figur 2 gestrichelt angegebenen Endlage
bewegea. ·
Auf der in Figur 1 nicht gezeigten Vorderfläche des Flansches 17 sind zwei Werkzeuge angeordnet, ein Anf'as- und
ein Schneid- oder Trennwerkzeug. In den Zeichnungen ist nur die Steuerung für das Schneidwerkzeug dargestellt, da die
Steuerung des Anfaswerkzeuges identisch ist, gegenüber, der
Steueranordnung für das Schneidwerkzeug jedoch am Flansch 17
in einem Winkeiabstand zu diesem angeordnet ist. Das
Schneidwerkzeug 55 ist über eine Stellschraube 56 in einem
Werkzeugträger 57 befestigt, und ist durch eine Führung 58 in einer Führungsvorrichtung 59 geführt (Fig. 5). Der
Werkzeugträger 5.7 weist Zentrierzapfen 60 und 6l auf, die
jeweils in Bohrungen 62 bzs. 63 in der Führungsvorrichtung 59
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eingreifen können. Die Zentrierzapfen sind von je einer Zylinderfeder
64 bzw. 65 umschlossen, durch die der Werkzeugträger und die Führungsvorrichtung 59 gemäß Figur 5 im Abstand
voneinander gehalten werden. Die 'Werkzeugführung 59 ist mit dem Flansch 17 derart verbunden, daß sie mit der Hülse 16
verdrehbar ist. Ein Vorschubhebel 66 für das Werkzeug beaufschlagt einen Teil des Werkzeugträgers 57 und ist mit einer
durch den Flansch I7 hindurchgeführten Welle 67 verbunden,
die an dem Flansch drehbeweglich gelagert ist. Das andere Ende der Welle 67 weist einen Hebel 68 auf, der an seinem
freien Ende eine Stößelrolle 69 trägt, die mit dem Exzenter
in Eingriff steht.
Jedei? Exzenter 22 und 23 weis; vier im gleichen Abstand
voneinander angeordnete Erhöhungen oder Nocken auf. Bei jeder Drehbewegung des Exzenters in bezug auf die Hülse 16, bei der
ein Nocken unter die Stößelrolle 69 gelangt, schwenken die Hebel 68 und 66 derart, daß der Werkzeugträger und damit auch
das Werkzeug in bezug auf Fig. 5 radial nach innen bewegt werden. Der Winkelabstand zwischen den Exzentern 22 und 23 ist so gewählt,
daß Schneid- und Anfaswerkzeug während eines Arbeitstaktes nicht gleichzeitig radial bewegt werden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Wie bereits erwähnt, gelangt das Strangpreßprofil in die
Bohrung des Rohres 11 und es muß nun ein rotierendes Anfaswerkzeug
an den Umfang des Profiles herangeführt werden, wonach
nach erfolgter Anfasung ein Schneidwerkzeug das Strangpreßprofil nach Maßgabe des jeweils gewünschten Längenmaßes durchtrennt.
Hierzu treibt der Elektromotor 38 die Welle 35 an. Die
Zahnrfemen 33 und 39 übertragen den Antrieb auf die Zahnscheiben
19 und 28. Über-die Zahnscheibe 19 werden die Hülse l6, der
Flansch 17 und die darauf angeordneten Sehneidwerkzeuge in Richtung
des Pfeiles in Fig. 5 im Uhrzeigersinne bewegt. Durch
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Drehung der Zahnscheibe 28 entgegen dem Uhrzeigersinn wird der Kolben 29 gegen die Ausnehmung J52 bewegt, so daß die
Exzenter 22 und 23 sowie die Lagerhülse 2o von der Zahnscheibe
28 angetrieben werden. Da das Übersetzu ngsverhältnis zwischen
der Welle J55 und den Zahnsche.iben 19 und 28 gleich ist,
entsteht keine Relativbewegung zwischen den Zahnscheiben 19
und 28 bei normalem Betaieb, und die Exzenter 22 und 23 drehen
sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Hülse. 16. Der Nockenstößel 69 für das Schneidwerkzeug 55 liegt nunmehr
auf einem Teil des Kreisumfangs des Exzenters 23 auf, während
der Nockenstößel für das Anfaswerkzeug mit einem entsprechenden
Teil des Exzenters 22 zusammenwirkt. Zwischen den Exzentern
und den Nockenstößeln findet keine Relativbewegung statt, so
daß die Steuerhebel für die Werkzeuge beidedie in Fig. 5
dargestellte Lage einnehmen, in der. sich die Werkzeuge radial in ihrer äußersten Endlage befinden. Durch die Kraft
der Federn 64 und 65 sowie durch die beim Antrieb entstehende
Zentrifugalkraft werden die Werkzeuge in dieser Lage gehalten,
vgl« auch Fig. 5. Mit dem Hebel 66 ist eine sich senkrecht zur Welle 67 erstreckende Stange 7ο verbunden," die an ihrem
freien Ende ein in jeder gewünschten Stellung einstellbares
Ausgleichsgewicht 71 trägt. Über das Ausgleichsgewicht
71 können die auftretenden Zentrifugalkräfte ausgeglichen
werden. .
Für das Ablängen von Profilsträngen geringen Durchmessers
muß das Schneidwerkzeug in radialer Richtung weiter nach innen
verschoben und in dieser neuen Lage durch die Stellschraube
gesichert werden. In diesem Fall müssen also geringere
Zentrifugalkräfte ausgeglichen werden, und das Ausgleichsgewicht
ist entsprechend näher an der Welle 67 festzustellen.
Während des NQrmalbetriebes befindet sich der Hilfsschlitten 4.7,
der die Spannrollen 45 und 46 trägt, in der in Fig. 2 mit
ausgezogenen Linien dargestellten Lage. . ,
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-Ιο-
Zum radialen Vorschub der Werkzeuge bis zum Angriff am Strangpreßprofil wird der Hilfsschlitten 47 über den
Luftdruckkolben 52 und die Kolbenstange 55 in die in Figur
gestrichelt gezeigte Lage bewegt. Infolge dieser Bewegung wird der Zahnriemen 59 in seinem oberen Bereich etwas
beschleunigt, so daß die Zahnscheibe 28 schneller als die Zahnscheibe 19 angetrieben wird. Durch diese Beschleunigung
der Zahnscheibe 28 werden die Exzenter 22 und 25 und die
Lagerhülse 2o entgegen dem Uhrzeigersinn relativ zu der Hülse l6 angetrieben. Die Kolbenstange 24 gelangt während dieses
Antriebs der Exzenter 22 und 25 aus der Ausnehmung 27 heraus.
Die Nocken der Exzenter werden während dieser Bewegung über die Nockenstößel hinausbewegt, so daß die zugeordneten Hebel 67,68
zum radialen Vorschub der Werkzeuge bis zum Angriff an dem Strangpreßprofil verschwenkt werden. Die Nocken der Exzenter
22 und 25 weisen einen gewissen Winkelabstand auf, so daß
während der Relativbewegung der Exzenter eine Nocke auf dem Exzenter 22 das Anfaswerkzeug betätigt ehe eine Nocke
auf dem Exzenters 25 das Schneidwerkzeug betätigt. Durch die
Konfiguration der Exzenter wird der Arbeitstakt der jeweiligen Werkzeuge bestimmt und die richtige Arbeitsfolge
der Werkzeuge gewährleistet.
Der Weg des Hilfsschlittens 47 ist so bemessen, daß zwischen
den Exzentern 22, 25 und der Hülse l6 im wesentlichen eine
Relativbewegung von 90° stattfindet; am Ende dieser Drehbewegung gelangt der Kolben 24 in die nächste Ausnehmung 27,
so daß die Exzenter festgesetzt werden und sich mit der Hülse l6 zusammen drehen. Der Rücklauf des Hilfsschlittens
47 in die in ausgezogenen Linien dargestellte Lage erfolgt ebenfalls über den Luftdruckkolben 52. Da die Exzenter während
des Rücklaufs über den Kolben 24 gehalten sind, rastet der Kolben 29 aus der Ausnehmung 52 aus, so daß zwischen der ■
Zahnscheibe 28 und den Exzentern 22 und 25 eine Relativbewegung
möglich ist. Die Drehung der Zahnscheibe 28 gegenüber dem Zahnrad und der Hülse 2o ist verlangsamt. Hierdurch gelangen
die Teile in ihre Ausgangslage für einen neues Arbeitsspiel
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zurück. Während des nächsten Arbeitsspiels werden die
beschriebenen Antriebsverbindungen von den nächstfolgenden Nocken auf den Exzentern betätigt»
Während jedes Arbeitsganges beträgt der Söhaltwirikel
zwischen den Exzentern und der Hülse im wesentlichen 90°* so
daß für die Einhaltung der richtigen Arbeitsfolge vier Nocken auf den Exzentern erforderlich sind. Die Wahl anderer
Schaltwinkel für den Schneidvorgang würde eine entsprechende Änderung der Zahl der Erhöhungen auf den Exzentern bedingen.
Beispielsweise könnten drei Erhöhungen bei einer Winkelbewegung
vonl20° zwischen den Exzentern und der Hülse für einen Schneidvorgang vorgesehen werden oder auch zwei bei
einer entsprechenden Winkelbewegung von 18Ö . Darüberhinaus kann vorgesehen werden, daß die Exzenter 22 und 25 in bezug auf
die im stationären Zustand befindliche Vorrichtung einstellbar sind·, so daß die Zeitfolge im Vorschub von Anfas- und
Schneidwerkzeug einstellbar ist. Die Anordnung' der Spannrollen kann selbstverständlich ebenfalls von der
beschr iebenen Anordnung abweichen, und anstelle -des Zahnriementriebes
kann ein Differentialgetriebe gewählt werden.
Beispielsweise können die Exzenter und die Hülse von einem
oder mehreren Motoren mit unterschiedlicher Drehzahl angetrieben sein, wobei das Antriebssystem in diesem Pail
eine Überholkupplung für die Relativbewegung zum gewünschten Zeitpunkt enthalten müßte.
Exzenter und Hülse könnten auch über getrennte Motoren angetrieben werden, oder von einem gemeinsamen Motor, wobei
ein das Äntriebsverhältnis zwischen Motor und Exzentern
bzw. Motor und Hülse änderndes Getriebe vorzusehen wäre.
Um einen erschütterungsfreien Lauf zu gewährleisten, kann
der den Hilfsschlitten 47 betätigende Luftdruckkolben
parallel zu einer hydraulischen Dämpfungseinriehtung-
.-12« 098 2 kl 0 88 9
geschaltet werden, durch die die Bewegungsgeschwindigkeit des Schlittens einen vorgegebenen Höchstwert nicht
überschreitet. Die Verbindung zwischen den Nockenstößeln und den Werkzeugen und die Mittel zur Führung der Werkzeuge
können ebenfalls von der beschriebenen Art abweichen.
Patentansprüche:
-15-
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Claims (13)
1.) · Vorrichtung zum Trennen oder Ablängen von stranggepreßten
Profilen, insbesondere von Hohlpröfilen, mit einem auf
einem Schlitten angeordneten drehbaren Schneidkopf, der
mindestens ein 'kurvengesteuertes, radial, verschiebbares
Änfas-, Trenn- oder Schneidwerkzeug aufweist, dadurch
g e k e η η ζ e i c h η e t , daß dem Werkzeug (55) ein
mit dem Schneidkopf (12) umlaufendes Hebelgetriebe (66,67,
68) zugeordnet ist, das mit einer ebenfalls mit dem ;
Schneidkopf umlaufenden, jedoch relativ zu diesem dreh^
beweglichen Exzenterscheibe (23) in Eingriff steht, daß
der Exzenterscheibe (23) eine die Relativbewegung erzeugende Vorrichtung (47) zugeordnet ist, und daß die Kurvenform
der Exzenterscheibe derart gewählt ist*daß bei jeder
Relativbewegung zwischen Exzenterseheibe und Schneidkopf · eine radiale Vorschubbewegung des Werkzeuges erzeugbar ist*
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet 'g daß der Schneidkopf (12) zwei Werkzeuge (ζ.B„ 55)
aufweist, denen jeweils ein von.einer mit dem Schneidkopf
umlaufenden Exzenterscheibe (22 ,,23) antreibbares Hebelgetriebe zugeordnet ist. '
3„ Vorrichtung nach Anspruch 2S dadurch g e k en η ζ· e i eh net,
daß beide Exzenterscheiben (22,23) nebeneinanderliegend
und .
gemeinsam verdrehbar angeordnet sind*
4. Vorrichtnng nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch 'gekenn ze i chnet , daß die beiden Exzenterscheiben
(22,23) relativ zueinander zwecks Veränderung der Vorschubzeit der Werkzeuge einstellbar sind.
5· Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Exzenterscheiben mit einer einen Kreisabschnitt des Schneidkopfes (12) umgebenen
bewegbaren ringförmigen Hülse (l6) verbunden sind, und daß eine Antriebsvorrichtung zum Antrieb der Hülse und
des Schneidkopfes- mit gleicher Winkelgeschwindigkeit vorgesehen ist, und daß die die Relativbewegung zwischen
Exzenterscheiben und Schneidkopf bewirkende Vorrichtung eine .eine relative Winkelbewegung zwischen Hülse und
Schneidkopf bewirkende Änderung der Antriebsgeschwindigkeit ermöglicht,
6. Vorrichtung nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsvorrichtung eine auf der Hülse (l6)
angeordnete erste Zahnscheibe (19)'und eine auf dem Schneidkopf
(12) angeordnete,zweite Zahnscheibe (28) aufweist, die jeweils mit je einem Zahnriemen (33 bzw* 39) zusammenwirken
und über eine gemeinsame Antriebswelle.(35) im
gleichen Übersetzungsverhältnis antreibbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch, 6, dadurch gekennzeichn
e t ., daß die eine Relativbewegung ermöglichende Vorrichtung aus einer Spannrollenanordnung (47) besteht, über die
einer der Zahnriemen geführt ist,, und daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, mit Hilfe derer zwei Spann«
rollen der Anordnung derart bewegbar sind, daß dem über die
-15·
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O Q P Ί U Π ^
jeweilige Zahnscheibe geführten Zahnriemen eine
Geschwindigkeitsänderung aufzwingbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g ekennzeichn e t , daß der erste Zahnriemen (33) über die ' . .
Spannrollenanordnung geführt ist. . ■ '
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die beiden Spannrollen (46,46) des Systems auf einem hin- und herbeweglichen Schlitten (47)
angeordnet.sind. ' ' ."
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge k e η η ζ ei c h ne
t, daß bei der Spannrollenanordnung zwei symmetrisch
zueinander auf ein ander gegenüberliegenden Seiten einer durch die Achsen der gemeinsamen Antriebswelle (35) und der Zahn·
scheiben bestimmten Ebene angeordnet sind, wobei der Abstand zwischen-den Spannrollen und den Zahnscheiben geringer
ist als der zwischen Spannrollen und Antriebswelle (35)
und daß die Spannrollenanordnung ein weiteres symmetrisch zueinander auf gegenüberliegenden Seiten der genannten
Ebene angeordnetes in geringerem Abstand zu der Antriebswelle befindliches Spannrollenpaar aufweist, und daß ein
drittes Spannrollenpaar vorgesehen ist, das auf dem senkrecht zu der genannten Ebene in dem Raum zwischen dem
ersten und zweiten Spannrollenpaar hin- und herbeweglichen Schlitten (47) angeordnet ist, und daß der Zahnriemen (33)
über die- dritte, fünfte und erste Spannrolle der Anordnung
und über die jeweils zugeordnete Zahnscheibe sowie über die zweite,
sechste und vierte Spannrolle zurück zum Antriebsrad geführt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis lo, dadurch
ge kenn zei chne t, daß die erste Zahnscheibe relativ zu der Hülse beweglich ist, und daß eine erste
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lösbare Verriegelungsvorrichtung (Kolben 24) vorgesehen ist, über die die erste Zahnscheibe in einer mit der Hülse (16)
verdrehbaren Lage verriegelbar ist, und daß eine zweite Verriegelungsvorrichtung (29) vorgesehen ist, über die
die Hülse (16) mit dem Schneidkopf (12) zwecks gemeinsamer Bewegung verriegelbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Verriegelungsvorrichtung
ein erster federbelasteter mit der ersten Zahnscheibe beweglicher Kolben (24) ist, der in eine einer Vielzahl
auf einer Fläche des bzw. der Exzenterscheiben angeordneter Ausnehmungen (27) einrastbar ist, und daß die zweite
Verriegelungsvorrichtung aus einem zweiten federbelasteten Kolben (29) besteht, der synchroni mit dem Schneidkopf (12)
bewegbar ist und in eine einer Vielzahl von an einer anderen Fläche des bzw. der Exzenterscheiben vorgesehenen
Ausnehmungen (32) einrastbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolben (24,29) und die zugeordneten Ausnehmungen
(27,32) derart ausgebildet sind, daß die Kolben aus den Ausnehmungen hinausbewegbar sind, derart, daß eine
Relativbewegung zwischen den zuvor in einer Richtung gesperrten Bauteile möglich ist, daß aber eine
Relativbewegung in der entgegengesetzten Richtung verhindert ist.
409824/0889
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB5711272A GB1392637A (en) | 1972-12-11 | 1972-12-11 | Plastics extrusion cutting-off machines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2361405A1 true DE2361405A1 (de) | 1974-06-12 |
Family
ID=10478393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732361405 Pending DE2361405A1 (de) | 1972-12-11 | 1973-12-10 | Trennvorrichtung fuer stranggepresste profile |
Country Status (3)
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|---|---|
| DE (1) | DE2361405A1 (de) |
| FR (1) | FR2209651B3 (de) |
| GB (1) | GB1392637A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3219358A1 (de) * | 1982-05-22 | 1983-11-24 | Battenfeld Extrusionstechnik GmbH, 4970 Bad Oeynhausen | Einrichtung zum zerteilen von kontinuierlich vorgeschobenen rohren |
| DE19930199B4 (de) * | 1998-07-02 | 2005-03-24 | Rehau Ag + Co. | Trennverfahren und Vorrichtung |
| EP2008749A1 (de) * | 2007-06-27 | 2008-12-31 | Sica S.P.A. | Vorrichtung und Methode zum Ablängen von kontinuierlich extrudierten Rohren in vorbestimmte Längen. |
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| US4084463A (en) * | 1977-01-14 | 1978-04-18 | Sekisui Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Apparatus for cutting and chamfering irregular shaped pipes |
| US4213357A (en) * | 1978-09-18 | 1980-07-22 | H. C. Price Co. | Cutting device for pipe jackets |
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-
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- 1973-12-10 DE DE19732361405 patent/DE2361405A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB1392637A (en) | 1975-04-30 |
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