DE2358517A1 - Mehrzellen-batterie mit entgasungseinrichtung - Google Patents
Mehrzellen-batterie mit entgasungseinrichtungInfo
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Description
19058 L/br/T
23. November 1973
Peter J. Moll, 8623 Staffelstein
Mehrzellen-Batterie mit Entgasungseinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mehrzellen-Batterie
mit einem den oberen Zellenabschluß vermittelnden, eine mit einem lösbaren Blindstopfen verschlossene Einfüllöffnung
je Zelle aufweisenden Deckel, aus welcher die Gase ableitbar sind. '
Derartige Batterien mit einer an jeder Einfüllöffnung angeschlossenen
Entgasungsleitung sind mehrfach bekannt
(GB-PS 470 233, US-PS 2 182 492, DL-PS 4886, DT-Gbm T 710
und DT-AS 1 295 038) . Die Herstellung dieser Batterien erfordert
Spezialformen für die Deckel, welche bekanntlich teuer sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Entgasungseinrichtung
derart zu konstruieren, daß jede Monoblock-Batterie nach DIN 72311 ohne neue, teuere Spritzwerkzeuge
und/oder ohne Vergrößerung der Bauhöhe mit einer solchen
,-''"' - 2 50
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Entgasungseinrichtung versehen werden kann.
Die Lösung der gestellten Aufgabe durch die Erfindung
besteht bei einer Mehrzellen-Batterie der eingangs geschilderten Art darin, daß der oberhalb des Elektrolytspiegels
vorhandene Raum als Entgasungskammer ausgebildet ist.
Die Erfindung läßt sich in einer vorteilhaften Ausführungsform derart verwirklichen, daß jede Zellentrennwand
des Deckels mit einer Membran oder einem Ventil und wenigstens eine Außenwand des Deckels mit einer
Durchführung nach außen versehen ist. Die Membran bzw. das Ventil schließt bei ordnungsgemäßem Betrieb die
Zellen gegeneinander ab und verhindert den übertritt von Säure aus einer Zelle in eine andere, insbesondere
wenn die Batterie geneigt oder gar auf den Kopf gekippt ist. Die Membran oder das Ventil öffnet jedoch und läßt
Gase durch, sobald aus irgendeinem Grund ein übernormaler Ladestrom auftritt, der die Säure erhitzt und zur
Säuredampfbildung (Knallgas aus Sauer- und Wasserstoff)
führt. In dieser Ausführungsform hat eine Batterie nach
der Erfindung den besonderen Vorteil, daß sie kippsicher ist, so daß sie beispielsweise als Flugzeugoder
Rasenmäher-Batterie Verwendung finden kann. Rasenmäher-Batterien müssen nach den TtiV-Vorschriften mindestens
90° gewendet werden können, damit die Messerbalken gereinigt werden können. Die bekannten Batterien
dieser Art bauen 30 mm höher. Die bekannten Flugzeug-Batterien besitzen in der Entgaserverschraubung Rückschlagventile,
was wiederum eine um mehrere Zentimeter größere Bauhöhe ergibt. Eine Batterie in dieser Ausführungsform
der Erfindung kann auch für Militärfahrzeuge
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Verwendung finden, für welche bisher Batterien mit
Ventile enthaltenden Spezialverschraubungen Verwendung fanden. Diese Spezialverschraubungen sollten
verhindern, daß bei einer Wasserdurchfahrt Wasser in die Batterie eindringt. Ein weiterer Vorteil einer
Batterie nach der Erfindung besteht darin, daß sie mit Säure gefüllt ohne weiteres per Bahnexpress verschickt
werden kann. Batterien nach dem Stand der Technik müssen bei Bahnexpress-Versand mit so viel
Aufsaugmaterial verpackt werden,-" daß die gesamte Säure aufnehmbar ist.
Eine Batterie nach der Erfindung gewährleistet somit
alle Vorteile der bekannten Kamina-Batterien, erspart
aber die hohen Kosten für Sonder-Spritzformen. Dabei
ist zu berücksichtigen, daß für alle möglichen Typen von Batterien heute Entgasüngseinrichtungen gefordert
werden. Ein weiterer Vorteil besteht da,rin^ daß eine
SeIbstentladung der Batterie dadurch, daß in einer Entgasungsleitung
durch einen Säurefilm Elektrolytkontakt von Zelle zu Zelle entstehen könnte, ausgeschlossen
ist*..' ..' ■ . '- - ,.■ '."■-.'. - - ■ ,. "■" ■.
In einer anderen vorteilhaften Ausführüngsform der Erfindung
is-fc jede Zellentrennwand und wenigstens eine
Außenwand des Deckels mit einer Bohrung versehen und durch diese ein Röhrchen geführt, das je Zelle eine
Entgasungsöffnung aufweist. Eine Batterie in dieser
Ausführüngsform nach der Erfindung weist im wesentlichen die gleichen Vorteile auf, wie sie im vorstehenden erläutert worden sind.
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"4" 235851?
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnung in verschiedenen Ausführungsformen
beispielhaft erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Batterie nach der Erfindung mit einem Längsschnitt durch eine Sechsfachhaube;
Fig. 2 eine Batterie nach Fig. 1 in
Stirnansicht, mit teilweise geschnittener Deckelhaube;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Membran und
Fig. 4 die Durchführung durch eine
Außenwand der Batterie, teilweise im Schnitt;
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung in der gleichen
Darstellung wie in Fig. 1;
Fig. 6 die gleiche Ausführungsform in
der Darstellung gemäß Fig. 2;
Fig. 7 eine Teildarstellung eines Röhrchens dieser Ausführungsform und
Fig. 8 eine abgewandelte Ausführungsform eines Röhrchens, wie es in
einer Batterie nach Fig. 5 und 6 Verwendung finden kann.
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Die Batterie sowohl nach Fig. 1 und 2 als auch nach
Fig. 5 und 6 besteht aus einem Batteriekasten 1 sowie
einer Sechsfachhaube 2. Die Haube 2 besitzt fünf Zellentrennwände 3 bis 7. Der Zellenabschluß erfolgt je
Einfüllöffnung durch einen Blindstopfen 8 bis 13. Durch
die Stopfen kann infolgedessen weder Gas noch Säure nach außen treten. Jede Zellentrennwand ist mit einem
feinen Loch versehen, in welchem je eine Membran 14
bis 18 angeordnet ist. Besteht der Zellendeckel aus Hartgummi, wird das Loch gebohrt. Besteht der Zellendeckel
aus Polypropylen mit einer Wandstärke von circa 2,5 mm, werden die Löcher mit einem Spezialwerkzeug
auf einen Rück gestanzt. Die Außenwand 19 des Deckels
2 besitzt ein Loch von 5 mm, in das ein Schlauchanschlußstück
20 eingesetzt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die geschilderte Durchführung nach außen auf
der Innenseite des Deckels mit einer zusätzlichen Membran
21 versehen.
Wie sich aus Fig.- 3 ergibt, ist jede Membran mit einer
ganz feinen Einkerbung 22 versehen, die sich bei Druck öffnet und bei Nachlassen des Druckes wieder schließt.
Die Membran ist so ausgestaltet, daß sie bei einem Überdruck
in der Zelle zwischen circa 0,1 und 0,2 atü öffnet. Es ist also wesentlich, daß die feine Haut der Membran
wenigstens in einem Punkt eine Durchbrechung aufweist,
die sich aber nur bei Überdruck öffnet und bei Nachlassen des Druckes immer wieder schließt.
Es ist grundsätzlich auch eine Ausführungsform möglich,
bei welcher die Zellentrennwände nur die erwähnten Löcher 3μίνβΐΞβη. Jedoch müßte dann der Durchmesser der
Löcher dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßt werden,
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weil bei Löchern von 1 mm einerseits Bohrschwierigkeiten
entstehen und andererseits kaum Säure in die nächste Zelle übertreten könnte. Wenn die Löcher aber bereits einen
Durchmesser von 3 mm aufweisen, kann Säure von einer Zelle zur anderen hinüberwechseln, wenn die Batterie auf den
Kopf gestellt ist.
Die in den Fig. 5 bis 7 dargestellte Ausführungsform der
Erfindung unterscheidet sich von derjenigen nach den Fig. 1 bis 4 dadurch, daß ein Röhrchen 23 durch die Bohrungen
der Zellentrennwände und der beiden Außenwände der Batterie geführt ist. Es handelt sich um. ein starres Kunststoffrohr.
An einem Ende ist das Röhrchen 23 mittels eines Stopfens 24 verschlossen. An dem anderen Ende des
Röhrchens ist ein Plexischlauch oder ein Filter ansetzbar.
Das Röhrchen 23 besitzt je Zelle eine kleine öffnung 25 bis 30.
Die Lage des durchgesteckten Röhrchens 23 ist aus Fig. 6
genau zu erkennen. Das gleiche gilt für die Lage der Membranen oder Ventile in Fig. 2 der anderen Ausführungsform der Erfindung. Gase und Säuredämpfe können bei dieser
Ausführungsform somit durch die öffnungen 25 bis 30
in das Röhrchen 23 eintreten und gemeinsam abgeleitet werden.
In Fig. 8 ist ein abgewandeltes Röhrchen 31 dargestellt, welches, wie sich ohne weiteres aus der Schnittdarstellung
ergibt/ mit sechs unabhängigen Kanälen, z.B. 32, versehen ist, die das ganze Röhrchen durchziehen. Mit
Hilfe des Röhrchens 31 kann jede Zelle separat entlüftet werden, weil jeder Kanal nur eine kleine Öffnung
aufweist, die jeweils in eine bestimmte Zelle mündet.
- 7 509823/0386
Claims (1)
- P A T- E N T AN SP RU C HEMehrzellen-Batterie mit einem den oberen Zellenab-.Schluß vermittelnden, eine mit einem lösbaren Blindstopf en verschlossene Einfüllöffnung je Zelle aufweisenden Deckel, aus welcher die Gase ableitbar sind, da d u r c h g e k e η η ζ ei c h η e t , daß der oberhalb des Elektrolytspiegels vorhandene Raum als Entgasungskammer ausgebildet ist.2. Batterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zellentrennwand (3 bis 7) des Deckels (2) mit einer Membran (14 bis 18) oder einem Ventil und wenigstens eine Außenwand (19) des Deckels mit einer Durchführung (20) nach außen versehen ist.3. Batterie nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchführung (20) nach außen eine Membran (21) oder ein·Ventil vorgeschaltet ist. rBatterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zellentrennwand (3 bis 7) und wenigstens eine Außenwand (19) des Deckels (2) mit einer Bohrung versehen und durch diese ein Röhrchen (23) geführt ist, das je Zelle eine Entgasungsöffnung (25 bis 30) aufweist. .",/"■■— 8 BG9 8 23/03865. Batterie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (31) in Längsrichtung mehrfach unterteilt ist und die Entgasungsöffnung je einer Zelle in je eine der unterteilten Entgasungsleitungen (z.B. 32) des Röhrchens einmündet.509823/U386Lee rs e it e
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Cited By (1)
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| DE102011054775B4 (de) * | 2011-10-18 | 2018-01-11 | Abertax Research & Development Ltd. | Ventilgesteuerte Batterie mit Druckausgleichsystem |
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| DE102017110218B4 (de) * | 2017-05-11 | 2024-12-24 | Clarios Germany Gmbh & Co. Kgaa | Energiespeichersystem für ein fahrzeug |
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1974
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| DE102011054775B4 (de) * | 2011-10-18 | 2018-01-11 | Abertax Research & Development Ltd. | Ventilgesteuerte Batterie mit Druckausgleichsystem |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |