DE2358389A1 - Verfahren und vorrichtung zum verpacken eines verpackungsguts - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum verpacken eines verpackungsgutsInfo
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Description
2.2« Ü όν.. 1373
ing RALF MINETTI
2HAMBURQ1 2358389
Meine Akte: 5779/73
Societe d'Applications Thermiques S.A.
108 Avenue de Marlioz
7 3100 - Aix-les-Bains (Frankreich)
Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken eines Verpackungsguts
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken eines Verpackungsguts vermittels einer einzigen,.
flachig ausgebildeten Folie, die durch einen einzigen, verstellbaren, langgestreckten Träger mit waagerechter Achse wie
z.B. eine Walze oder ein Prisma um das Verpackungsgut herum anlegbar ist.
Bekannte Verpackungsvorrichtungen weisen im wesentlichen zwei
Walzen mit waagerechter Achse auf, zwischen denen-das Verpackungsgut
- durchgeführt wird. Für Verpackungsgut unterschiedlichen Gewichts und verschiedener Formgebung müssen.
Folien unterschiedlicher Beschaffenheit oder Stärke vorgesehen werden. Daher müssen in manchen Fällen zwei Walzenpaare vorgesehen
werden, welche eine kostspielige. Lagerhaltung darstellen und zudem viel Platz beanspruchen. Außerdem muß vor
dem ersten Verpackungsgut von Hand ein Folienvorhang ausgebildet
werden, indem die auf einer oberen Rolle befindliche Folie mit der auf der entsprechenden unteren Rolle befindliehen
Folie verbunden wird. In den meisten Fällen verbraucht sich der Folienvorrat auf einer der beiden Rollen
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— ο _
schneller als der auf der anderen Rolle, so daß es. sehr leicht zu einem Reißen des Folienvorhangs kommt. Zum Einlegen
voller Folienrollen muß die ganze Verpackungsvorrichtung stillgelegt werden. Der Austausch von Rollen muß sowohl
bei Austausch einer leeren Rolle gegen eine volle Rolle als
auch zur Änderung der benötigten Verpackungsfolienbreite und/
oder -stärke erfolgen.
Bei Verwendung von zwei Folien wird außerdem (aufgrund der beiden Befestigungsnähte) eine geringere Festigkeit der Verpackung
erreicht. Bekannte Verpackungsvorrichtungen mit nur einer Folienrolle weisen entweder eine zweite, zur Aufnahme
von Verschnitt bestimmte Rolle oder eine zum Abführen von Verschnitt dienende Vorrichtung auf. Daher sind diese Vorrichtungen
praktisch mit den gleichen Nachteilen wie vorstehend beschrieben behaftet, indem für jedes Verpackungsgut
ein Folienvorhang von Hand ausgebildet werden muß.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung
der vorgenannten Nachteile ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken eines Verpackungsguts in einen einzigen
Folienabschnitt, wobei die Verpackungsfolie auf eine oberhalb des Verpackungsguts angeordnete Vorratsrolle mit
waagerechter Achsenlage aufgewickelt ist, zu schaffen.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren zum Verpacken eines Verpackungsguts in einen einzigen Folienabschnitt, wobei
die Folie auf eine oberhalb des Verpackungsguts angeordnete Vorratsrolle mit waagerechter Achsenlage aufgewickelt ist,
ist dadurch gekennzeichnet, daß von der Vorratsrolle eine zum Bedecken des Verpackungsguts ausreichende Länge, d.h. von
einer wenigstens dem Umfang des Verpackungsguts entsprechen- ·
den Folienlänge abgewickelt und vor dem Verpackungsgut in Form eines senkrechten FolienVorhangs aufgespannt, das Ver—
packungsgut in waagerechter Richtung gegen den Vorhang bewegt
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und der Vorhang durch dasselbe in der Weise verformt wird, daß die abgewickelte Verpackungsfolie zunächst gegen die
senkrechte Vorderseite, dann gegen die waagerechten oberen Und unteren Oberflächen des Verpackungsguts angelegt und .
schließlich zur Ausbildung einer das Verpackungsgut allseitig einhüllenden Fölienschleife gegen die senkrechte
Rückseite des Verpackungsguts angelegt wird und die beiden Schleifenenden miteinander verbunden werden.
Die zur Ausführung des Verfahrens vorgeschlagene Vorrichtung für ein in waagerechter Richtung zuführbares Verpackungsgut,
insbesondere zur Verwendung in Verbindung mit einem Förderband, ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine einzige,
eine zum Ergreifen der von der Vorratsrolle abgegebenen Folie dienende Greifvorrichtung aufweisende, entsprechend einem
vorgegebenen kinematischen Bewegungsablauf verstellbare Walze, deren Achse in jeder Lage waagerecht gehalten ist, und die
dazu dient, vermittels der an einem Ende gehaltenen Verpackungsfolie
zunächst einen senkrechten Folienvorhang auszubilden, der durch das Verpackungsgut in eine dieses allseitig einhüllende
und hinter diesem geschlossene Schleife verformbar ist.
Das Verfahren und. die Vorrichtung nach der Erfindung werden im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbexspiele näher erläutert.
Fig. 1 ist ein senkrechter Mittelschnitt durch
eine Ausführungsform der erfxndungsgemäßen
Vorrichtung..
Fig. 2-8 sind schematische senkrechte Mittelschnitte zur Veranschaulichung aufeinanderfolgender
Schritte des erfindungsgemäßen VerpackungsVerfahrens und der Arbeitsweise
der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung.
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Fig. 9 ist eine scheinatische schaubildlici.^ Ansicht
des kinematischen Antriebs der einzigen Walze.
Fig. 10-15 sind schematische senkrechte Mittelschnitte
zur Veranschaulichung einer abgeänderten Ausführungsform des Verfahrens
und der entsprechenden Ausführungsform der
Vorrichtung, in verschiedenen Schritten des Verfahrensablaufs.
Fig. 16 und 17 sind schematische senkrechte Mittelschnitte durch eine weitere Ausführungsform des Verfahrens und der Vorrichtung,
wobei die einzige Walze lediglich in Umlauf, jedoch nicht in ihrer Lage linear versetzbar
ist.
Fig. 18 und 19 sind schematische senkrechte Mittelschnitte durch eine weitere Ausführungsform des Verfahrens und der entsprechenden
Vorrichtung, bei welchen die einzige Walze in ihrer Lage in senkrechter Richtung versetzbar,
jedoch gegen Drehung gesichert ist.
Fig. 20-22 sind schematische Ansichten in einer senkrechten Ebene einer weiteren Ausführungsform
des Verfahrens und der entsprechenden Vorrichtung, bei welchen die einzige Walze
in ihrer Lage in waagerechter Richtung verstellt, jedoch an einer Drehung gehindert
wird.
Fig. 23 - 2 5 sind schematische Ansichten in einer senkrechten Ebene einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens und der entsprechenden
Vorrichtung, bei welchen die einzige Walze durch zwei Andruckwalzen ersetzt ist.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verpacken eines Verpackungsguts in einen einzigen Folienabschnitt, wobei die Folie auf
eine oberhalb des Verpaekungsguts angeordnete Vorratsrolle
mit waagerechter Achsenlage aufgewickelt ist, umfaßt die folgenden, aufeinanderfolgenden Verfahrenssehritte: Zunächst
wird von der Vorratsrolle eine zum Bedecken des Verpaekungsguts ausreichend lange Folienlähge, d.h. eine wenigstens "dem
Umfang des Verpaekungsguts entsprechende Folienlänge abgewickelt. Dann wird mit der abgewickelten Folie ein senkrechter
Folienvorhang ausgebildet und vor dem Verpackungsgut aufgespannt. Daraufhin wird das Verpackungsgut in waagerechter
Richtung gegen den Folienvorhang bewegt, so daß es diesen verformt und folglich die Folie zunächst gegen die senkrechte
Vorderseite des Verpaekungsguts und dann gegen die waagerechten
oberen und unteren Oberflächen desselben angelegt wird. Schließlich wird die Folie gegen die senkrechte Rückseite
des Verpaekungsguts zur Anlage gebracht, indem eine das Verpackungsgut
allseitig einhüllende , in sich geschlossene Folienschleife ausgebildet wird. Schließlich werden die beiden
Folxenschlexfenenden in der Nähe der senkrechten Rückseite des Verpaekungsguts miteinander verbunden.
Die Abmessungen und die Beschaffenheit der Folienschleife
können in Abhängigkeit von dem jeweils zu verpackenden Verpackungsgut stark unterschiedlich sein. ■
Entsprechend einem Hauptmerkmal der Erfindung wird zum Abwickeln der Verpackungsfolie von der· Vorratsrolle und Ausbilden
eines senkrechten Folienvorhangs eine Speicherüberleitwalze verwendet. Eine von der Vorratsrolle abgetrennte, bestimmte
Folienlänge wird dazu auf die- in der Nähe der Vorratsrolle angeordnete Speicherwalze aufgewickelt. Wie weiter
unten im einzelnen erläutert, ist diese Speicherwalze in
ihrer Lage verstellbar und ist mit ihrer Achse waagerecht ausgerichtet. Die Speicherwalze, auf welche die abgetrennte
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Folienlänge aufgerollt ist, wird dann in senkrechter Richtung nach unten bis in die Nähe einer Folienvorrats- oder
-ablagevorrichtung verstellt. Die auf die Speicherwalze aufgewickelte Folienlänge wird der Ablage zugeführt, wobei
das Ende des Folienabschnitts fest mit der Walze verbunden bleibt. Schließlich wird die Speicherwalze wieder in senkrechter
Richtung nach oben verstellt, wobei so der senkrechte Vorhang ausgebildet wiz'd, welcher zwischen der Speicherwalze
und der Ablage unter Spannung gehalten wird. ·
In Fig. 1 ist ein obenliegender Rollenspeicher 100 dargestellt, der mehrere Vorratsrollen 102 enthält, deren Achsen
in waagerechter Richtung ausgerichtet sind.' Die Vorratsrollen werden durch einen Antrieb 103 gehalten und gesteuert. Die
auf einer Vorratsrolle 102 gespeicherte Verpackungsfolie
ist durch die Bodenwand des Rollenspeichers 100 hindurch in eine Anwählvorrichtung 105 eingeführt, vermittels welcher die
Abwiekellänge, die Abtrennung und das Abziehen der jeweils benötigten
Folienlänge vorgegeben wird. Die Anwählvorrichtung 105 ist in Verbindung mit einer hier nicht dargestellten Vorrichtung
automatisiert, vermittels welcher die Abmessungen und die Beschaffenheit des Verpackungsguts 106 ermittelt werden.
Ein Folienanfang 107 der ausgewählten Folie wird aus der Anwählvorrichtung 105 nach unten herausgezogen. Eine Speicherwalze
108 ist mit einer Greifvorrichtung 111 versehen, vermittels welcher die Walze den Folienanfang 107 erfassen kann.
Außerdem weist die Vorrichtung eine untere Ablage 109 auf, welche sich unterhalb einer Röllchenbahn 110 befindet, entlang
der das Verpackungsgut 106 fortbewegt wird.
Figur 9 zeigt den Antrieb der Speicherwalze 108, welche an
beiden Enden jeweils ein Ritzel 112 und in Eingriff gegen hier nicht dargestellte Führungen anliegende Gleitbacken
trägt. Die Speicherwalze 108 steht in Zahnradeingriff mit Ketten- oder Zahnriemenpaaren 114, 115 bzw. 116, 177 und wird
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durch diese in waagerechter Richtung gehalten. Beide Ketten-
oder Zahnriemenpaare werden jeweils durch einen Motor 118
bzw. 119 an Umlenkritzeln angetrieben. Die oberen Umlenkritzel 120 und die unteren Umfcikritzel 121 sind jeweils " .
mechanisch und kinematisch fest miteinander gekoppelt. Wenn diese Ritzel in Umdrehung versetzt werden, bleibt daher die
Speicherwalze 108 mit ihrer Achse in waagerechter Lage. Die Ketten- oder Zahnriemenpaare 1-14-, 115 einerseits und 116, 117
andererseits werden unabhängig voneinander angetrieben. Folglich gestatten die beiden Antriebsmöglichkeiten, die Speicherwalze
108 abgesehen von der Stillstandsstellung auf acht unterschiedliche Weise anzutreiben, d.h. zu verstellen bzw. in
Drehung zu versetzen, nämlich Anheben oder Absenken (mit oder ohne Drehung), Drehung ohne Lagenveränderung, Drehsinn linksläufig
oder rechtsläufig.
Die Arbeitsweise ist wie folgt: Der automatisierten Anwähl-Vorrichtung
105 werden Signale zugeführt, welche die Eigenschaften des sich fortbewegenden Verpackungsguts 106 anzeigen.
In Abhängigkeit von diesen Signalen wählt die Anwäh Ivor richtung 105 eine Vorratsrolle 102 aus , auf welcher
sich eine Folie befindet, deren Beschaffenheit, Breite und
Stärke an das Verpackungsgut 106 angepaßt sind. Dann zieht die AnwähIvorrichtung 105 einen Folienanfang 107, d.h. das
Ende der ausgewählten Verpackungsfolie 104 heraus. Gleichzeitig werden die kinematischen Ketten- oder Zahnriemenpaäre
der Speicherwalze 108 in der Weise angetrieben', daß diese
ein*.
Walze nach oben in /gerade unterhalb der Anwählvorrichtung 105 befindliche Lage angehoben wird. Die Gleitbacken 113 halten
dabei die Ketten wie z.B. 115 in Eingriff mit dem Ritzel '
112 an dem Ende der Speicherwalze 108. Sobald sich die Speicherwalze in der oberen Lage befindet, ergreift die Greifvorrichtung
111 den Folienanfang 107 und schließt sich (Fig. 2). Vermittels der in Fig. 9 dargestellten Vorrichtungen
wird die Speicherwalze (in Pfeilrichtung 12 3) in Umdrehung
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versetzt und wickelt dabei eine Folienlänge 104 auf, welche durch die Analyse des Verpackungsguts 106 (Fig. 3) vorbestimmt
worden ist. Sobald eine ausreichend große Folienlänge aufgewickelt worden ist, wird die Folie in Höhe der Anwählvorrichtung
105 derart abgetrennt, daß ein vorstehender Folienanfang 107 für das nächstfolgende Verpackungsgut stehen bleibt.
Die Bewegungsrichtung' der Ketten oder Zahnriemen wird umgesteuert,
so daß die Speicherwalze 108 entlang der senkrechten Achse 12 2 wieder in ihre untere Lage gelangt (Fig. 4).
Die Speicherwalze 108 in der unteren Lage, d.h. unmittelbar oberhalb des Fortbewegungsweges des Verpackungsguts 106 und
vor diesem wird in Pfeilrichtung 124 in Drehung versetzt. Das
Folienende 125 befindet sich dabei gegenüber einer oberen
öffnung 126 an der unteren Ablage 109. Ein vorbestimmtez1 Abschnitt
der auf die Speicherwalze 108 aufgewickelten Folienlänge 104 wird dann in diese untere Ablage 109 abgewickelt
(Fig. 5). Zu Ende dieses Vorgangs wird die Speicherwalze
wieder in ihre obere Lage verstellt, wobei sich die Walze um ihre Achse dreht, so daß eine bestimmte Folienlänge wiederum
auf die Walze 108 aufgewickelt wird. Die verschiedenen Bewegungen der Speicherwalze 108 sind unabhängig voneinander. Sie
werden jedoch in der Weise aufeinander abgestimmt, daß vor der Vorderseite des Verpackungsguts 106 vermittels der Verpackungsfolie
104 ein senkrechter Folienvorhang 12 7 aufgespannt wird (Fig. 6).
Das Verapcken des Verpa ckungsguts 106 ist in den Fig. 7 und 8
dargestellt. Das Verpackungsgut 106 wird in Pfeilrichtung fortbewegt und nimmt dabei den gespannten Folienvorhang 127 mit.
Bei dieser Fortbewegung wird die gespeicherte Folienlänge 129 aus der unteren Ablage 109 herausgezogen, so daß die
Folie zwischen der Röllchenbahn 110 und dem Verpackungsgut ausgezogen wird. Gleichzeitig wickelt sich der obere Folienabschnitt
130 von der Speicherwalze 108 ab. Sobald das Ver-
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packungsgut weit genug vorbeigelaufen ists wird die Speicherwalze
108 (in Pfeilrichtung 131 von Fig. 8) selbsttätig abgesenkt und legt dabei die Verpackungsfolie zunächst gegen
die Oberfläche und dann gegen die Hinterseite des Verpackungsguts 106 an, sobald die Speicherwalze 108 ihre untere Stellung
hinter dem Verpackungsgut 106 erreicht. Die Greifvorrichtung 111 öffnet sich und gibt das Folieneride frei, so
daß sich die beiden Folienenden gegenüberliegen. Diese beiden Folienenden können ggf. vermittels eines bekannten Verfahrens
zwecks Ausbildung einer luftdicht abgeschlossenen Verpackung miteinander verbunden werden.
Ein neues Verpackungsgut 106 wird in der Zwischenzeit entlang
der Röllchenbahn 110 zugeführt. Der Verpackungsvorgang wiederholt sich nun, ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten
Ausgangsstellung.
Bei einer zweiten Ausführungsform des Verfahrens unter Verwendung
der waagerechten Speicherwalze erfolgt das Abwickeln von Folie von der Vorratsrolle und die Ausbildung des senkrechten
Folienvorhangs in folgender Weise: Die gewünschte Folxenlänge wird ohne Abtrennung zunächst auf die Speicherwalze
aufgewickelt j welche sich dabei in der Mhe der Vorratsrolle
befindet. Die Vorratsrolle wird dann gegen Drehung festgestellt und die Speicherwalze in senkrechter Richtung nach
unten verstellt, wobei vor dem Verpackungsgut der Folienvorhang
ausgebildet wird, der i'n diesem Fälle zwischen der Vorratsrolle
und der Speicherwalze aufgespannt ist.
In den Figuren 10 - 15 ist die dieser Ausführungsform entsprechende
Vorrichtung dargestellt. Die Speicherwalze 132 ersetzt dabei die untere Ablage 109·. Der senkrechte Hubweg
der Speicherwalze 132 ist so bemessen, daß diese unter die Röllchenbahn 110 abgesenkt werden kann. Die Speicherwalze .
132 wird in gleicher Weise wie vorstehe'nd beschrieben ange-
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- ίο -
trieben. Die Vorrichtung umfaßt außerdem eine obere und eine untere Backe 133 bzw. 134, welche jeweils aus einer
senkrechten Stange bestehen. Die Stangenachsen verlaufen parallel zu den Achsen der Vorratsrollen und der Speicherwalze
(Fig. 10).
Die Arbeitsweise beruht bei dieser Ausführungsform auf der
Bewegungsverstellung der Speicherwalze 132, welche die Folie (durch Drehung in Pfeilrichtung 135a und 135b und senkrechte
Verstellung entsprechend den Pfeilen 136 und 13.7) überleitet. Auf diese Weise wird vor dem Verpackungsgut 106 ein Folienvorhang
127 in senkrechter Richtung aufgespannt. Bei Fortbewegung des Verpackungsguts 106 auf der Röllchenbahn 110
gegen den Folienvorhang wird einerseits Folie von der in ihrer unteren Lage befindlichen Speicherwalze 132 und andererseits
von der in der oberen Lage befindlichen Vorratsrolle abgewickelt (Fig. 11). Die obere Backe 133 ist in senkrechter
Richtung (in Pfeilrichtung 138) verstellbar, und drückt die Verpackungsfolie gegen die Oberseite und die Rückseite
des Verpackungsguts 106 an, während die Greifvorrichtung 111 an der Speicherwalze 132 das Folienende freigibt. In diesem
Augenblick befindet sich die Greifvorrichtung 111 gegenüber der Backe 133. Die in ihrer unteren Lage befindliehe Backe
133 (Fig. 15) trennt die Folie ab und führt diese in die Greifvorrichtung 111 der Speicherwalze 132 ein.
In den Figuren 16 und 17 ist eine dritte Ausführungsform der
Verpackungsvorrichtung mit waagerechter Vorratsrolle dargestellt, bei welcher die senkrechte Verstellung einer Folienüberleitwalze
in Fortfall kommt» Das Zuführen der Folie zur Folxenüberleitwalze 132a und das Ergreifen der Folie durch
die Greifvorrichtung 111 werden hier durch die in senkrechter Richtung verstellbare Backe 133 ausgeführt. Die Folienüberleitwalze
132a befindet sich stets unterhalb der Röllchenbahn 110 und wird lediglich in dem einen oder dem anderen
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Drehsinn in Drehung versetzt. ;Bie Greifvorrichtung 111 gestattet
nach dem Vorbeigang des Verpackungsguts 106 die Ausbildung eines in senkrechter Richtung aufgespannten Folienvorhangs
127 vor dem nächstfolgenden Verpacküngsgut.
Entsprechend einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die Folie ständig wie bei den in den Fig. 10 - 15 dargestellten Ausführungsbeispielen mit der
Vorratsrolle verbunden und an-einer Zwischenwalze IUO befestigt,
welche die Folie in senkrechter Richtung gespannt hält.- Folglich dreht sich die Zwischenwalze 140 bei Verformung
des Vorhangs durch das Verpackungsgut praktisch überhaupt nicht und stattdessen wird-die Walzenachse geradlinig
zur Vorratsrolle hin versetzt.
Die geradlinige Versetzung der Zwischenwalze kann entweder (entsprechend den Fig. 18 und 19) in senkrechter Richtung
oder (entsprechend den Fig. 20 - 22) in waagerechter Richtung
erfolgen.
Die diesen unterschiedlichen Ausführungsformen entsprechenden ' Vorrichtungen sind in den Fig. 18 - 22 dargestellt. Die
Zwischenwalze 140 ist gegen Drehung gesichert und weist eine zum Ergreifen des Folienanfangs dienende Greifvorrichtung
Bei der in den Fig. 18 und 19 dargestellten Ausf(Ihrungsform
ist eine in senkrechter Richtung bewegliche obere Backe 133 und eine feststehende Gegenbacke 135 vorgesehen. Die Zwischenwalze
140 wird lediglich in senkrechter Richtung entlang eines unterhalb der Röllchenbahn 110 verlaufenden Weges verstellt. Der Folienvorhang 127 wird dadurch ausgebildet,
daß die Zwischenwalze 140 angehoben, ihre Greifvorrichtung
111 geöffnet und dann die obere Backe 133 abgesenkt und das Folienende in die Greifvorrichtung 111 eingeführt wird.
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Bei der in den Fig. 20 - 22 dargestellten Ausführungsform
wird die Zwischenwalze 140 nicht in senkrechter Richtung,
sondern in einer waagerechten Ebene unterhalb der Röllchenoder Transportbahn 110 verstellt.
Die (entsprechend Fig. 18 und 19) senkrechte oder (entsprechend Fig. 20 - 22) waagerechte Verstellung der Zwischenwalze 140
ist in beiden Fällen zur Abgabe der benötigten Folienlänge erforderlich. In diesem Falle wird die Zwischenwalze 140
nicht wie bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen als Speicherwalze, sondern dazu verwendet, die Folie vor dem
Verpackungsgut in senkrechter Richtung aufzuspannen.
Bei einer sechsten und letzten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, welche in den Fig. 23 - 2 5 dargestellt ist, ist die Folienüberleitwalze durch Antriebsvorrichtungen
wie z.B. zwei Andruckwalzen 141 und 142 mit waagerechter Achse ersetzt. Die von der Vorratsrolle 102 abgewickelte Folie
wird zwischen die beiden Andruckwalzen 141 und 142 eingeführt. In bekannter Weise ausgebildete Vorrichtungen versetzen beide
Andruckwalzen 141 und 142 in Umdrehung (wobei die Drehrichtung beider Andruckwalzen einander entgegengesetzt ist) und
verstellen die Andruckwalzen geradlinig in einer senkrechten Ebene. Diese Bewegungen sind unabhängig voneinander.
Die Vorrichtung weist außerdem eine in einer senkrechten Ebene bewegliche obere Backe 143 und eine untere Backe 144,
sowie unterhalb der Röllchenbahn 110 eine untere Ablage auf. Bei dieser Ausführungsform ergeben sich folgende Arbeitsgange:
Die beiden Andruckwalzen 141, 142 werden nach oben verstellt und ergreifen den Folienanfang 107 der Verpackungsfolie 104
durch Drehung, werden dann ohne Drehung, wiederum abgesenkt, wobei sie die Folie abziehen, und werden in ihrer unteren
Lage wiederum in Drehung versetzt, wodurch Folie in die untere Ablage abgegeben wird (Fig. 24), wobei der Folienvorhang
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vor dem Verpackungsgut 106 ausgebildet wird. Das Verpackungsgut 106 läuft dann gegen den Folienvorhang 127 und wird
durch senkrechte Verstellung der oberen Backe 143 eingewickelt.
Es sei hier darauf hingewiesen, daß bei den hier dargestellten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verpackungsvorrichtung
die an sich bekannten Teile einer solchen Vorrichtung, insbesondere das Steuer- und Speichersystem,nicht dargestellt
sind.
Die erfindungsgemäße Verpackungsvorrichtung läßt sich selbsttätig oder von Hand steuern. In beiden Fällen erbringt sie
den Vorteil, daß der Verpackungstakt gesteigert ist, kein Ausschuß anfällt und auf ein und demselben Förderband und
vermittels ein und derselben Vorrichtung Verpackungsgut sehr unterschiedlicher Beschaffenheit und sehr.unterschiedlicher
Größe verpackbar ist« In gleicher Weise können Folien sehr unterschiedlicher Beschaffenheit verwendet (und auch schnell
ausgetauscht) werden.
Selbstverständlich läßt sich die Zwischenwalze oder die Folien-Überleitwalze
auch durch eine äquivalente Vorrichtung wie z.B. ein Prisma oder dgl. ersetzen. In den Fällen, in denen
die Walze nahezu oder ganz festgestellt ist, können auch
lediglich die Greifvorrichtungen 111 vorgesehen sein. Die
Greifvorrichtungen können beispielsweise aus zwei in Längsrichtung der Folienüberleitwalze verlaufenden Greifbacken
oder aus in anderer Weise ausgebildeten Greifern usw. bestehen.
Patentansprüche
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Claims (7)
- Patentanspr ü c h eerfahren zum Verpacken eines Verpackungsguts in einen ein zi gen Folienabschnitt, wobei die Folie auf eine oberhalb des Verpackungsguts angeordnete Vorratsrolle mit waagerechter Achsenlage aufgewickelt ist, dadurch gekennzeichnet , daß von der Vorratsrolle (102) eine zum Bedecken des Verpackungsguts (106) ausreichende Länge, d.h. von einer wenigstens dem Umfang des Verpackungsguts entsprechenden Folienlänge abgewickelt und vor dem Verpackungsgut in Form eines senkrechten Folienvorhangs (127) aufgespannt, das Verpackungsgut in waagerechter Richtung gegen den Vorhang bewegt und der Vorhang durch dasselbe in der Weise verformt wird, daß die abgewickelte Verpackungsfolie zunächst gegen die senkrechte Vorderseite, dann gegen die waagerechten oberen und unteren Oberflächen des Verpackungsguts angelegt und schließlich zur Ausbildung einer das Verpackungsgut allseitig einhüllenden Folienschleife gegen die senkrechte Rückseite des Verpackungsguts angelegt wird, und die beiden Schleifenenden miteinander verbunden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abwickeln von Folie (101O von der Vorratsrolle (102) und Ausbilden eines senkrechten Folienvorhangs (127) die gewünschte Folienlänge an der Vorratsrolle (102) abgeschnitten und auf eine in der Nähe der Vorratsrolle befindliche, beweglich'gelagerte Speicherwalze (108) mit waagerechter Achsenlage aufgewickelt, dann die Speicherwalze mit der auf diese aufgewickelten, zuvor abgeschnittenen Folienlänge in senkrechter Richtung nach unten verlagert, die Folie von der Speicherwalze abgewickelt wird, so daß sie nur noch an ihrem einen Ende an dieser eingespannt ist, dann die Speicherwalze in senkrechter Richtung nach unten409827/0233verlagert, auf diese Weise der senkrechte Folienvorhang ausgebildet und dieser in senkrechter Richtung aufgespannt gehalten wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet', daß zum Abwickeln von Folie (104) von der Vorratsrolle (102) und Ausbilden eines senkrechten Folienvörhangs (127) die gewünschte Folienlänge ohne' Abtrennung auf eine in der Nähe der Vorratsrolle befindliche., beweglich gelagerte Speicherwalze (108) mit waagerechter Achsenlage aufgewickelt, die Vorratsrolle gegen Drehung festgestellt, die Speicherwalze in senkrechter Richtung nach unten verlagert und vor dem Verpackungsgut zwischen Vorratsrolle (102) und Speicherwalze (108) der senkrechte Folienvorhang (127) aufgespannt wird.
- 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 3, für ein in waagerechter Richtung zuführbares Verpackungsgut, insbesondere zur Verwendung in Verbindung mit einem Förderband, gekennzeichnet durch eine einzige, eine zum Ergreifen der von der Vorratsrolle (102) abgegebenen Folie (104) dienende Greifvorrichtung (111) aufweisende, entsprechend einem vorgegebenen kinematischen Bewegungsablauf verstellbare Walze (108, 132, 140), deren Achse in jeder Lage waagerecht gehalten ist, und die dazu dient, vermittels der an einem Ende gehaltenen Verpackungsfolie (104) zunächst einen senkrechten Folienvorhang (127) auszubilden, der durch das Verpackungsgut (106) in eine dieses allseitig einhüllende und hinter diesem geschlossene Schleife verformbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Vorratsrollen (102) in einem obenliegenden Rollenspeicher (100) angeordnet sind, der an seiner Unterseite mit einer zur Vorgabe der Abwickellänge und Abtrennung409827/0233 .derselben dienenden Anwählvorrichtung (105) in Verbindung steht, wobei die vorbestiirante Folienlänge auf die als Speicher dienende einzige Walze (108) aufwickelbar ist, und ein zum Drehantrieb und zur senkrechten Verlagerung der Walze zwischen dem obenliegenden Rollenspeicher (100) und einer zur Aufnahme der Folie dienenden unteren Ablage (109) dienender Antrieb (112- 121) vorgesehen und in der Weise ausgebildet ist, daß einerseits vermittels der Speicherwalze die ausgewählte Folienlänge abziehbar und eine vorgegebene Folienlänge in der unteren Ablage speicherbar und andererseits durch Fortbewegung des Verpackungsgu-fe(lOB) in waagerechter Richtung eine Verpackungsfolienschleife ausbildbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet," daß eine zürn Drehantrieb und/oder zur geradlinigen Verstellung der Speicherwalze (108) dienende Vorrichtung vorgesehen ist und aus einer zur Führung der Speicherwalzenwelle dienenden Führungsbahn, zwei entlang der Führungsbahn beweglichen und mit beiden Seiten eines Ritzels (112) in Eingriff stehenden Zahnriemen, Ketten oder1 dgl. (3 14 117) und zwei zum voneinander unabhängigen Antrieb der Zahnriemen, Ketten oder dgl. und Übertragen der Bewegung derselben auf die mit ihrer Achse stets in waagerechter Lage gehaltene Speicherwalze dienendenAntriebsmotoren (118, 119) besteht.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwählvorrichtung (Io5) vermittels einer die Ver— packungsgutabmessungen selbsttätig abtastenden Vorrichtung steuerbar ist.409827/0233
Applications Claiming Priority (1)
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