DE2353354C3 - Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels - Google Patents
Anordnung zur Kühlung eines elektrischen KabelsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels, das konzentrisch
zueinander angeordnete, von einem Kühlmittel auf Tieftemperatur gekühlte Innen- und Außenleiter auf
Hochspannungs- bzw. Nullpotential enthält und das in mindestens zwei Kabelstücke unterteilt ist und an seinen
Enden jeweils mit einem Kabelendverschluß versehen ist, in dem diese Innen- und Außenleiter jeweils mit
inneren bzw. äußeren Stromzuführungsleitern verbunden sind.
Um eine Übertragung großer elektrischer Leistungen mittels eines Kabels mit auf Tieftemperatur gekühlten
Leitern, insbesondere mittels Supraleitern, möglichst wirtschaftlich zu gestallen, sind hohe Übertragungsspannungen
vorzusehen. Sie sind insbesondere zur Wechselstromübertragung erforderlich, weil die
Übertragungsströme dadurch begrenzt sind, daß die magnetische Induktion an der Oberfläche dieser Leiter
eine bestimmte, die sogenannte »kritische« Flußdichte nicht übersteigen sollte, um die Wechselstromverluste
dieser Leiter verhältnismäßig gering zu halten. Um bei einer Leiteranordnung mit konzentrisch angeordneten
supraleitenden Innen- und Außenleitern eine weitere Steigerung der Übertragungsleistung zu erreichen,
müssen dann jedoch die Leiteroberflächen und damit auch der Leiterdurchmesser proportional mit dem
Strom vergrößert werden. Andererseits ist es jedoch zweckmäßig, den Leiterdurchmesser möglichst gering
zu halten, da die thermischen Verluste der tiefgekühlten Leiteranordnung mit der Oberfläche auf Grund von
Strahlung und thermischer Einströmung über die üblichen Halte- und Stützvorrichtungen zunehmen. Auch
die relativ hohen Kosten für das supraleitende Material der Leiter und das Bestreben, die Kabeltrasse so
schmal wie möglich zu halten, führen zu geringen Leiterdurchmessern.
Die Kühlverluste der Kabelendverschlüsse für derartige Kabel sind im wesentlichen durch den Betriebsstrom des Kabels bestimmt, der nämlich in den Endverschlussen
die Querschnitte der zu optimierenden Normaileiter auf Grund ihrer Jouleschen Verluste und thermischen
Einströmungen von etwa 300 K auf 4 K festlegt. Auch aus diesem Grund ist es zweckmäßig, für
eine bestimmte Überlragungsleistung die Überlragungsspannung so hoch wie möglich zu wählen, um den
Strom möglichst niedrig halten zu können.
Die maximale Betriebsspannung eines Kabels mit koaxialer Leiteranordnung, insbesondere eines Wechselstromkabels,
und seiner mit ihm verbundenen Kabelendverschlüsse wird nicht nur durch die erreichbare
S'annungsfestigkeit der Leiterisolation und deren dielektrischen Verluste bestimmt, sondern auch von den
Bedingungen der für sie erforderlichen Kühlkreislaufe. Bei einem Kühlkreislauf zur Kühlung der Supraleiter
dieses Kabels ist zu berücksichtigen, daß der Innenleiter sich auf Hochspannungspotential befindet. Da das
Kühlmittel die Supraleiter vorteilhaft in direktem Kontakt kühlt, nimmt es ebenfalls dieses Potential an. Bei
der Zuleitung des Kühlmittels für den Innenleiter ist somit die volle Spannung zu überwinden. Entsprechende
Bedingungen gelten auch für die Kabelendverschlüsse Ihre inneren, auf Hochspannungspotential befindlichen
Normalleiter, die sowohl mit den Supraleitern als auch mit einer Hochspannungszuleitung verbunden
sind, werden durch direkten Kontakt mit dem Kühlmittel gekühlt- Hierdurch ist ein guter Wärmeübergang
und eine günstige Wärmeabfuhr gewährleistet. Für diese Kabelendverschlüsse werden deshalb Kühlmittelzu-
bzw. -ableitungen benötigt, die für das volle Potentialgefälle ausgelegt sein müssen.
Der Temperaturbereich /ur Kühlung der Supraleiter eines solchen Wechselstromkabels ist verhältnismäßig
klein, da die Wechselstromverluste mit der Temperatur ansteigen und diese im allgemeinen begrenzt werden
müssen. Für Niob beispielsweise ist ein Kühlbereich zwischen 4,2 und 6 K vorzusehen, während sich der
Kühlbereich für Niob-Zinn, bei dem die Wechselstromverluste
höher liegen, von etwa 4.5 bis 10 K erstrecken kann. Demgegenüber beläuft sich der Temperaturbereich
für die Kühlung der Normalleiter der Kabelendverschlüsse von etwa 4.2 K bis etwa 300 K entsprechend
dem Temperaturgefälle dieser Normalleiter. Ein solcher Temperaturübergang kann beispielsweise
durch ein Bad tr.'t siedendem Helium vorgenommen werden, dessen verdampfendes Helium an den Normalleitern,
die beispielsweise als Drähte oder Lamellen gestaltet sein können, aufsteigt und diese kühlt. Eine solche
Ausführungsform ist beispielsweise aus »The Review of Scientific Instruments«. Vol.38, Nr. 12,
Dez. 1967, S. 177b bis 1779 bekannt.
Wegen der unterschiedlichen Temperaturbereiche und der verschiedenen Zustands- und Druckverhältnisse
wird im allgemeinen davon ausgeganger, getrennte Kühlkreisläufe sowohl für die Kabelstrecke als auch für
die Kabelendverschlüsse vorzusehen, um so eine günstige Anpassung an die zu einem Betrieb der Kabelstrecke
erforderlichen Kältemaschinen zu erreichen. Dabei wird im allgemeinen das Kühlmittel für das Kabel
von einem Ende des Kabels her eingespeis; Am ausgangsseitigen Kabelendverschluß der Kabelstrecke
erhält man damit aber andere Betriebstemperaturen und Betriebszustände als am eingangsseitigen Kabelendverschluß
der Kabelstrecke. Da ferner über die Kontaktierung der Supraleiter des Kabels mit den Normalleitern
der L-ndverschlüsse ein guter thermischer Kontakt besteht, sind besondere Maßnahmen dafür erforderlich,
daß diese Kontaktstellen in den Kabelendverschlüssen die gleiche Temperatur wie der Kühlkreislauf
für die Supraleiter des Kabels an diesen Stellen haben. Es können sonst Ungleichmäßigkeiten der Kühlung
der Supraleiter bzw. der Normalleiter der Kabelendverschlüsse auftreten. Die Kabelendverschlüsse
. :„, bürden dann über den Kühlkreislauf für die Supraleiter
lildes Kabels oder umgekehrt dieser Kühlkreislauf über die Kabelendverschlüsse gekühlt. Zu diesem Zweck
können beispielsweise Druckregeleinrichtungen zur Temperaturregelung der für die Hormalleiter der Kabelendverschlüsse
erforderlichen Kühlmittelbäder sowie Regeleinrichtungen zur Beeinflussung des Kühlmitteldurchsatzes
fur die innen- und Außenleiter der Kabelstrecke verwendet werden.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die vorbeschriebene Anordnung zur Kühlung des eingangs genannten
Kabels mit jeweils einem Kabelendverschluß c.n seinen Enden zu vereinfachen, insbesondere die genannten
Schwierigkeiten zu beseitigen und einen wirtschaftlichen Betrieb der Kabelstrecke zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für jeden Kabelendverschluß und das jeweils mit
ihm verbundene Kabelstück
i) ein gemeinsamer Kühlmittelstrom für die Innenleiter und inneren Stromzuführungsleiter vorgesehen
ist,
ii) auch die Außenleiter und äußeren Stromzuführungsleiter
in einem gemeinsamen Kühlmittelstrom angeordnet sind und
iii) eine Einspeisung des Kühlmittels jeweils an dem
Kabelstückende erfolgt, das nicht mit dem Kabelendverschluß verbunden ist.
Mit dieser Ausbildung der Erfindung lassen sich die zum Betrieb der Kabelstrecke erforderlichen Temperaturen
der Kühlmittelkreisläufe auf einfache Weise so einstellen, daß die entstehende Verlustwärme mit
einem verhältnismäßig günstigen Wirkungsgrad an eine Kältemaschine abgeführt werden kanu. In der Anordnung
nach der Erfindung lassen sich gleiche Kabelendverschlüsse am Kabelanfang und -ende verwenden.
Eine Regelung der Temperaturen der Kühlmittelbäder für die Stromzuführungsleiter der Endverschlüsse ist
nicht mehr erforderlich, da das Kühlmittel zur Kabelkühlung zumindest teilweise zur Stromzuführungsleiterkühlung
herangezogen werden kann. Damit entfallen auch Zusatzeinrichtungen wie Betankungseinrichtungen
für diese Kühlmittelbäder der Stromzuführungsleiter, und die Anzahl der Kühlkreisläufe wird somit
entsprechend vermindert.
Nach einer weiteren Ausbildung der Anordnung zur Kühlung eines Kabels nach der Erfindung können
Rückleitungen vorgesehen sein, in die etwa an der Verbindungsstelle des Kabelendverschlusses und des mit
ihm verbundenen Kabelstücks die Kühlmittelströme teilweise eingeleitet werden. Diese Rückleitungen können
vorteilhaft mit einem um die Innen- und Außenleiter angeordneten Strahlungsschild wärmeleitend verbunden
sein. Insbesondere bei großen Längen der Kabelstreeke läßt sich eine zusätzliche Kabelkühlung erreichen
und somit der Wirkungsgrad von Kältemaschinen verbessern.
Ferner kann der Druck in den Kühlmiltelstromen für
den Innen- bzw. Außenleiter des Kabels regelbar sein
Hierzu können Drosselventile vorgesehen sein, die vorzugsweise an der Verbindungsstelle des Kabelendverschlusses
und des mit ihm verbundenen Kabelstücks angeordnet sind. Über diese Druckregelung kann eine
Temperaturregelung in dem Kabel vorgenommen werden, und es läßt sich so in der gesamten Kabelstrecke
beispielsweise ein Druck > 2,3 bar aufrechterhalten, bei dem Helium einphasig in superkritischem Zustand
gehalten werden kann. Eine einwandfreie Kühlung der Leiter, insbesondere der Supraleiter, ist damit gewährleistet.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und deren in
den Unteransprüchen gekennzeichneten Weiterbildungen wird auf die Zeichnung Bezug genommen. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Längsschnitt durch eine Kabelstrecke, an deren Enden jeweils ein Kabelendverschluß
angeschlossen ist, mit einer Anordnung zur Kühlung gemäß der Erfindung, und
F i g. 2 als Kühlkreislaufschema eine für größere Kabelstrecken erweiterte Anordnung zur Kühlung gemäß
der Erfindung.
Das in Fig. 1 dargestellte koaxiale Kabel enthält
zwei konzentrische rohrförmige Lciterlagen. die beispielsweise als Hin- und Rückleiter einer Drehslromphase
dienen können und als Innenleiter 2 bzw. Außenleiter 3 bezeichnet sind. Sie bestehen beispielsweise aus
einer Vielzahl von einzelnen supraleitenden Drähten,
die mit einem normalleitenden Metall, beispielsweise Kupfer oder Aluminium, stabilisiert sind. Das supraleitende
Material, beispielsweise Niob, kann in Form
einer dünnen Schicht auf dem normaileitenden Stabilisierungsmetall
aufgebracht sein.
Die Anordnung dieser einzelnen, nebeneinander auf einem Kreisumfang liegenden Drähte in den beiden
Leiterlagcn des Innen- bzw. Außenleiters 2 bzw. 3 läßt
sich dabei in bekannter Weise so vornehmen, daß der gesamte Leiter unabhängig von Temperaturänderungen
seine konstante Länge beibehält (deutsche Auslegeschrift 18 14 036). Der Innenleiter 2. beispielsweise
der supraleitende Hinleiter der Drehstromphase, befindet sich auf Hochspannungspotential. Er ist von dem
Außenleiter 3. dem supraleitenden Rückleiter, auf Nullpotential konzentrisch umschlossen und durch eine Isolationsschicht
4 elektrisch von diesem getrennt.
Die supraleitende Kabelstrecke ist in zwei etwa gleich lange Kabelstücke 5 und 6 unterteilt, an deren
äußeren Enden jeweils ein Kabelendverschluß angeschlossen ist. Diese mit A und B bezeichneten Kabelendverschlüsse
haben gleichen Aufbau. In ihnen sind die supraleitenden Innenleiter 2 an innere Normalleiter
7 und die supraleitenden Außenleiter 3 an äußere Normalleiter 8 angeschlossen. Die inneren Normalleiter 7
werden ebenfalls konzentrisch von den äußeren Normalleitern 8 umschlossen und sind mittels einer Isolationsschicht
10 gegen diese elektrisch isoliert.
Zur Kühlung der Kabelstrecke und ihrer Kabelend verschlüsse A und ß dienen geschlossene Kühlkreisläufe,
die in der Figur durch Pfeile angedeutet sind. Die Supraleiter des Kabels werden zweckmäßig mit ein
phasigem Helium, beispielsweise superkritischem Helium,
gekühlt, das unter einem Druck steht, der größer als 2.3 bar ist. Von einer Kühlstation 12 aus wird das
Helium in einem Kühlmittelzuleitungsrohr 13 zur Mitte der Kabelstrecke gefördert, wo die beiden Kabelstückc
5 und 6 aneinanderstoßen, und dort in vier Kühlmittel
ströme a bis d aufgeteilt. Das Helium für die Kühlmittelströme des Außenleiters 3. die mit a und b bezeich
net sind, tritt an einer Einführungsstelle 14 etwa in der
Mitte der Kabelstrecke in ein den äußeren Supraleiter umschließendes Rohr 16 ein. wo es sich in zwei Kühl
miitelströmc aufteilt, indem es nach beiden Seiten zu
den Kabelendverschlüssen A und B hin abfließt. Der Kühlmittelstrom durch das Kabelstück 5 ist mit a. der
durch das Kabelstück 6 mit b bezeichnet. Das Helium für die mit c und d bezeichneten Kühlmittelstrome des
Innenleiters 2 gelangt von der Einführungsstelle 14 über einen spiraligcn Kanal 18 durch die im Durchmcs
scr verstärkte Kabclisolation 4 und die lcichi aufgcwei
tcte. rohrformigc Oberfläche des aus einzelnen Drah
ten hcsuhcndcn Inncnleilcrs 2 in dessen Inncnrauni
und teilt sich wie die beiden Kühlmittelströme ;/ und b in die beiden Kühlmittelströme c und d auf, indem es
ebenfalls nach beiden Seiten durch die Kabelstücke 5 und 6 zu den Kabelendverschlüssen A und B abfließt.
Die spiralige Ausführung des Kanals 18 dient zur Überwindung des Potenlialgefälles zwischen dem Innen-
und Außenleiter 2 bzw. 3.
An den beiden Kabelendverschlüssen A und B kommen nun die Kühlmiltelströme a und cbzw. bund dm'ü
ίο gleicher Temperatur und im gleichen Zustand an.
Durch je ein Drosselventil 20 treten sie in den betreffenden
Kabelendverschluß A bzw. ßein und kühlen die Kontaktstellen zwischen den Supraleitern des Kabels
und den Normalleitern der Endverschlüsse. Je nach den
t5 Kabelverlusten befindet sich das Helium dabei in flüssigem
oder gasförmigem Zustand. Es dient vorteilhaft zugleich zur Kühlung der stromzuführenden Normallei
ter 7 bzw. 8 und wärmt sich dabei bis auf etwa 300 K.
d. h. bis auf Raumtemperatur auf. Die Kühlmittelstrome c und c/der inneren Normallciter 7. die sich auf Hoch
spannungspoten'ial befinden, werden über hochspan
nungsfeste Ableitungen 22 für Heliumgas, die für Raumtemperatur ausgelegt sind, auf Erdpoteniial gc
führt und gelangen ebenso wie das Heliumgas der Kühlmittelstrome ;? und c. das durch Rohrleitungen 25
geleitet wird, über unisolierte Rohrleitungen 24 zurück zur Kühlstation 12.
Derartige einfache Kühlkreisläufe sind zweckmäßig nur für verhältnismäßig kurze Kabelstrecken verwend
bar. da das Verhältnis der Verluste des Kabels zu den Verlusten der Endverschlüsse durch das Verhältnis von
spezifischer Wärme zur Summe aus Verdampfungswär mc und spezifischer Wärme des Heliums gegeben ist
Dies führt zu einer Begrenzung der Kabellänge, die sich jedoch dadurch beseitigen läßt, daß man nur teil
weise das Helium in den Kühlmittelströmen a bis c;
durch die Drosselventile 20 in die Kabelendverschlüsse
eintreten läßt Diesen Durchsatz kann man bcispicK
weise durch regelbare Ventile 27 und 28. die /wecknia
Big auf Erdpotential in den Rückleitungen 24 und 25 angeordnet sind, steuern. Eine Regelung der Ventile 27
und 28 erfolgt zweckmäßig durch Überwachung der Temperatur der Normalleiter 7 und 8 in den Kabelcnd
verschlüssen 4 und B. Hierfür können ein oder mehre
re Temperaturfühler dienen, die sich längs des äußerer
Normalleiters 8 befinden. Entsprechende Temperatur fühler längs des inneren Normalleiters 7. der sich aiii
Hochspannungspotential befindet, sind im allgemeiner
dann nicht erforderlich, wenn die Temperaturverhält nisse für den inneren und äußeren Normalieitcr 7 bzw
8 etwa gleich sind. Dann lassen sich von diesen Tempe raturfühlern auf Nullpotential zugleich auch die Ventil«
27 einstellen.
Sind hingegen, wie es in der Figur dargestellt ist. di<
Verhältnisse am inneren und äußeren Normalleiter ', und 8 der Kabelendverschlüsse A und Bnicht gleich, se
läßt sich eine Durchsatzsteuerung beispielsweise se vornehmen, daß die Temperatur des Heliums am inne
ren und am äußeren Normalleiter 7 bzw. 8 mittels Tem peraturfühlcrn 33 und 34 gemessen wird, die beispiels
weise Germanium- oder Kohlewiderstände sein kön nen. Ihre Meßwerte werden einem in der Figur nur an
gedeuteten Regler 36 über in der Figur gestrichelt ein gezeichnete Übertragungswege zugeleitet. Mittels de
Reglers lassen sich Stellmotoren 38 und 39 betätiger die die Ventile 27 und 28 entsprechend verstellen kön
nen
Zur lcmprr.mirmcssuni: des Heliums am Innenli-iic
2 sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, da sich der
Temperaturfühler 33 auf Hochspannungspotential befindet. Der Meßwert dieses Fühlers wird von der Meßstelle
im Inneren des Innenleiters 2, die sich im feldfreien
Raum befindet, beispielsweise unter eine statische Abschirmhaube 41 des Kabelendverschlusses A bzw. B
geleitet und dort über einen in der Figur nur angedeuteten Meßwandler 43, beispielsweise über einen Analog-Digital-Wandler,
eine Laserdiode oder einen Lichtleiter als isolierendem Element, auf Nullpotential gcführt.
Dort kann er über ein lichtempfindliches Element und einen Analog-Digital-Wandler wieder umgeformt
und dem Regler 36 zugeführt werden.
Statt der zwischengeschalteten Glieder Laser-Lichtleiter-lichtempfindliches
Element kann /ur Spannung;.-überbrückung beispielsweise auch ein auf Hochspannung
befindlicher Hochfrequenzoszillator und ein auf Nullpotential befindlicher Empfänger benutzt werden.
Die von den Drosselventilen 20 zurückgehaltenen Heliumströme, die in der Figur mit c bezeichnet sind.
werden kurz vor den Drosselventilen 20 aus der Kabelstrecke herausgeleitct. Sie sind zusätzlich für die Kabelkühlung
bei größeren Kabellängen erforderlich und werden über eine Heliumrückleitung 30. die beispielsweise
mit einem Strahlungsschild 44 verbunden sein kann, zur Kühlstation 12 zurückgeführt. Zur Rückführung
des Anteils des Kühlmittelstroms c. der innerhalb des Inncnleiters 2 fließt und sich auf Hochspannungspotential
befindet, ist ein Hochspannungsübergangsclement notwendig. F.s kann eine eingebettete Kunststoffleitung,
ein Kunststofflabynnth oder auch eine hochspannungsfeste Kühlmittclableilung sein. In der Figur
ist eine eingebettete Kunststoffleilung 31 eingezeichnet,
über die der Teil des Kühlmiitelsiroms c in die
Rückleitung 30 mit eingeführt wird.
Die Zu- und Ableitungen für das Kühlmittel zum Innenleiter 2, die in der Figur als spiraligcr K.inal 18 bzw.
Kunststoffleitung 31 dargestellt sind, können aus einem Kunststoffschlauch mit rundem oder auch flachem
rechteckigen Querschnitt bestehen, der aus dem gleichen
Isoliermaterial hergestellt ist wie die Kabclisolation
4 bzw. 10. Ferner kann man auch einen Kunststoffkörper, der einen labyrinthartigen Kanal besitzt, in die
Kabelisolation 4 bzw. 10 mit einwickeln. Dieser Kunststoffkörper besteht zweckmäßig aus dem gleichen Material
wie die Kabclisolation 4 bzw. 10. die zusätzlich auch noch mit Potcntialschildcn versehen sein kann. An
den Kabelendverschlüssen .4 und B besteht außerdem die Möglichkeit, eine Umleitung des abzuzweigenden
Teils der Kühlmiuelströme rbzw. i/über die Kabelendverschlüsse
4 bzw. Buna zusätzliche hochspannungsfc
ste Ableitungen, die das Kühlmittel auf Frdpotcntial leiten,
vorzusehen und dann erst den abgezw eigtcn Teil in
die Heliumrüekleitiing 30 mit einzuspeisen.
Die in F i g. 1 beschriebene Anordnung zur Kühlung eines Kabels mit zwei Kabelendverschlüssen an seinen
Enden ist auch für große Kabellängen möglich. In F i g. 2 ist ein entsprechendes Schema mit zwei Kuhlstationen
46 und 47 und den erforderlichen Kühlkreisläufen angegeben. Fs kann sinngemäß für weitere nt)
Kühlstationen mit entsprechenden Kühlkreisläufen ohne Kabelendverschlüsse ergänzt werden. Die Anordnung
besteht aus zwei identischen Hälften, die je 2 Kabelstücke
50.5 bzw. 51,6 umfassen und das Kabel in zwei etwa gleich große Teile gliedern. Jeder Kabelhälf 6^
te ist eine Kühlstation 46 bzw. 47 zugeordnet, von denen
jeweils über eine Kühlmittelzulciiung 13 das Kühl
mittel, insbesondere Helium, dem Kabel zugeführt wird.
Die Kühlmitteleinspeisung erfolgt dabei etwa am Ende des ersten Viertels der Kabelsirecke an der Verbindungsstelle
53 der Kabelstücke 50 und 5 und etwa am Ende des dritten Viertels der Kabelstrecke an der Verbindungsstelle
54 der Kabelstücke 51 und 6. Dort wird das Kühlmittel direkt in zwei Kühlmittelströme 3 und b
zur Kühlung des Außenleiters und nach Durchlaufen eines spiraligen Kanals 18 zum Innenleitei in zwei weitere
Kühlmittelströme c und d für den Innenleiler aufgeteilt. Die Kühlmittelströme b und ei fließen zur Mitte
der Kabelstrecke, wo sich der Kühlmitlelslrom d nach
Durchlaufen eines Hochspannungsübergangselementes, beispielsweise einer in der Isolationsschicht zwischen
Innen- und Außenleiter eingebetteten Kunststoffleitung 3i. mit dem Kühlmittelstrom b auf Nullpolential vereinigt
und als Kühlmittelrückstrom /'zur Kühlstation 46 bzw. 47 zurückgeführt wird. Dabei kann der Kühlmittelrückstrom
f vorteilhaft zum Kühlen eines das Kabel umschließenden Strahlungsschildes herangezogen werden.
Die äußeren Kabelstücke 5 und 6 des Kabels, d. h. das erste und vierte Viertel der Kabclstrecke mit den
Kabelendverschlüssen A und Sund den Kühlmittelströmen
a und c. die teilweise als Kühlmittelstrom c zu der Kühlstation 46 bzw. 47 zurückgeführt werden, sollen
den in F 1 g. 1 dargestellten Teilen entsprechen. So ist am Kabclanfang bzw. -ende vor den Drosselventilen 20
ein weiteres Hochspannungsübergangselement 31 angedeutet, beispielsweise eine in die Isolationsschicht
eingebettete Kunststoffleitung, die zur Spannungsüberbrückung für den in den Kühlmittelstrom c abzweigenden
Teil des Kühlmittelstroms r dient.
Die beiden Kabelhälften mit ihren Fndverschlüssen A und B und den ihnen zugeordneten Kühlsystemen
sind symmetrisch zu ihrer Verbindungsstelle, die mit 55
bezeichnet ist. aufgebaut. Sie haben somit an der Verbindungsstelle 55 zwischen dem Kabclstück 50 und 51
wenigstens annähernd die gleichen Temperaturen. Fs sind deshalb auch bei dieser Anordnung die Bedingungen
fur die beiden Kabelendverschlüsse .4 und Sgleich.
Die etwa an der Verbindungsstelle der Kabelendverschlüsse
4 und ß mit der Kabclstrecke angeordneten Drosselventile 20 können beispielsweise stelig regelbar
oder für Auf-/Zuschaltung in Verbindung mit einem Zwei-Punktreglcr ausgelegt sein. Die schwierige Betätigung
der Erregerwicklung der auf Hochspannungspo tential befindlichen Ventile kann jeweils über einer
kleinen Generator unter der Abschirmhaube 41 erfol gen. indem er über einen Motor auf F.rdpotential mi
einer Isolierwelle angetrieben wird. Statt der Drossel
ventile 20 lassen sich aber auch, soweit die Strömungs Verhältnisse in dem Kabel und den Kabelendverschlüs
sen es zulassen, andere Drossclvorrichtungen, beispiels
weise Düsen oder Blenden, verwenden.
Für die Hochspannungsübergangselemente für HeIi umgas nahe Raumtemperatur, das in diesem Falle ein
besonders niedrige Durchschlagsfestigkeit besitzt, stc hen beispielsweise zwei bekannte Verfahren zur Verfi:
gung: Finmal kann die Durchschlagsfestigkeit des ga<
förmigen Heliums durch Beimischung eines elektnnegativen
Gases erhöht werden (deutsche Auslege schrift 21 64 706). zum anderen kann das gasförmig
Helium durch Kapillaren aus einem elektrisch isolieret den Material abgeführt werden (deutsche Patentschri
21 63 270).
In den Ausführungsbcispiclcn sind Kabel mit zw
Kabelendverschlüssen für Supraleiter gewählt, die m Helium gekühlt werden. Es können jedoch auch en
sprechende Anordnungen fur andere auf Tieftemper
tür gekühlte Leiter, beispielsweise aus Aluminium oder
Beryllium, vorgesehen sein, die mit anderen Kühlmitteln, beispielsweise mit Wasserstoff, gekühlt werden.
Ferner sind neben den im Ausführungsbeispiel beschriebenen Kabelendverschlüssen für Anordnungen
gemäß der Erfindung auch anders gestaltete Endver
ίο
schlüsse verwendbar. Diese können beispielsweise mit besonderen Vorrichtungen versehen sein, die eine Polentialübergangszone
für das Kühlmittel innerhalb des Endverschlusses schaffen und somit entsprechende
Hochspannungsübergangselemente in den Kühlmittelableitungen zumindest teilweise erübrigen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
1. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels, das konzentrisch zueinander angeordnete, von
einem Kühlmittel auf Tieftemperatur gekühlte Innen- und Außenleiter auf Hochspannungs- bzw.
Nullpotential enthält und das in mindestens zwei Kabelstücke unterteilt ist und an seinen Enden jeweils
mit einem Kabelendverschluß versehen ist, in dem diese Innen- und Außenleiter jeweils mit inneren
bzw. äußeren Stromzuführungsleitern verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
für jeden Kabelendverschluß (A und B) und das jeweils mit ihm verbundene Kabelstück (5 bzw. 6)
i) ein gemeinsamer Kühlmittelstrom (c bzw. d) für die Innenleiter (2) und inneren Stromzufühmngsleiter
(7) vorgesehen ist,
ii) auch die Außenleiter (3) und äußeren Stromzuführungsieiter (8) in einem gemeinsamen Kühlmittelstrom (a bzw. ^angeordnet sind und
iii) eine Einspeisung des Kühlmittels jeweils an dem Ende des Kabelstücks erfolgt, das nicht mit dem Kabelendverschluß (A bzw. B) verbunden ist.
ii) auch die Außenleiter (3) und äußeren Stromzuführungsieiter (8) in einem gemeinsamen Kühlmittelstrom (a bzw. ^angeordnet sind und
iii) eine Einspeisung des Kühlmittels jeweils an dem Ende des Kabelstücks erfolgt, das nicht mit dem Kabelendverschluß (A bzw. B) verbunden ist.
2. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kühlmiuelslröme (a bis d) jeweils mit einer Abzweigung versehen sind, deren Teilströme (e) zur
Kühlung eines Strahlungsschildes (44) vorgesehen sind.
3. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abzweigung an der Verbindungsstelle des Kabelendverschlusses (A bzw. B) und des mit ihm verbundenen
Kabelstücks (5 bzw. 6) angeordnet ist.
4. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck in den Kmilmittelströmen (c. d und a, b) für den Innen- bzw. Außenleiter
(2 bzw. 3) des Kabels regelbar ist
5. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
Drosselventile (20) etwa an der Verbindungsstelle des Kabelendverschlusses (A und S^ und des mit
ihm verbundenen Kabelstücks (5 bzw. 6) zur Regelung des Druckes vorgesehen sind.
6. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
Ventile (27 und 28) in den Abgasleitungen der inneren und äußeren Stromzuführungsleiter (7 und 8)
zur Regelung des Druckes vorgesehen sind.
7. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung der Drosselventile (20) und/oder der Ventile (27. 28) Temperaturfühler
(33 und 34) vorgesehen sind, die im Kühlmittelstrom (c, d b/w. a. b) für den Innen- und Außenleiter (2
bzw. 3) auf Hochspannungs- bzvs. Nullpotential angeordnet sind.
8. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperaturfühler (33,34) Kohle- oder Germaniumwiderstände sind.
9. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Übertragung der Meßwerte der hochspannungsseitigen Temperaturfühler (33)
Meßwandler (43) vorgesehen sind.
10. Anordnung /ur Kühlung eines elektrischen
Kabels nach Anspruch 9. dadurch gekennzeichnet, daß als Meßwandler (43) Analog-Digital-Wandler
und/oder Laserdioden und/oder Lichtleiter vorgesehen sind.
11. Anordnung zur Kühlung eines elektiischen Kabels nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Meßwerte des hochspannungsseitigen Temperaturfühlers
(33) ein Hochfrequenz-Oszillator auf der Hochspannungsseite und ein entsprechender Empfänger auf
der Nullpotentialseite vorgesehen sind.
12. Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die auf Tieftemperatur gekühlten Innen- und Außenleiter (2 bzw. 3) Supraleiter
sind und daß das Kühlmittel Helium ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732353354 DE2353354C3 (de) | 1973-10-24 | Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels | |
| GB4220474A GB1482967A (en) | 1973-10-24 | 1974-09-27 | Superconductive electric cable and cooling apparatus therefor |
| FR7433769A FR2249411B1 (de) | 1973-10-24 | 1974-10-08 | |
| US05/513,750 US3946141A (en) | 1973-10-24 | 1974-10-10 | Cooling apparatus for an electric cable |
| CA211,791A CA1016616A (en) | 1973-10-24 | 1974-10-21 | Superconductor cable cooling system |
| IT2869474A IT1025121B (it) | 1973-10-24 | 1974-10-23 | Dispositivo per raffreddare un cavo elettrico |
| JP12198274A JPS5073188A (de) | 1973-10-24 | 1974-10-24 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732353354 DE2353354C3 (de) | 1973-10-24 | Anordnung zur Kühlung eines elektrischen Kabels |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2353354A1 DE2353354A1 (de) | 1975-05-07 |
| DE2353354B2 DE2353354B2 (de) | 1976-06-10 |
| DE2353354C3 true DE2353354C3 (de) | 1977-01-20 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004014757B4 (de) * | 2003-04-02 | 2007-09-06 | Spinner Gmbh | Koaxialleitung mit Zwangskühlung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004014757B4 (de) * | 2003-04-02 | 2007-09-06 | Spinner Gmbh | Koaxialleitung mit Zwangskühlung |
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