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DE2351460C3 - Widerlagerplatte für das Abziehen von Wälzlagern - Google Patents

Widerlagerplatte für das Abziehen von Wälzlagern

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Publication number
DE2351460C3
DE2351460C3 DE19732351460 DE2351460A DE2351460C3 DE 2351460 C3 DE2351460 C3 DE 2351460C3 DE 19732351460 DE19732351460 DE 19732351460 DE 2351460 A DE2351460 A DE 2351460A DE 2351460 C3 DE2351460 C3 DE 2351460C3
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DE
Germany
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bearing
ring
withdrawn
abutment plate
outer bearing
Prior art date
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Expired
Application number
DE19732351460
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English (en)
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DE2351460B2 (de
DE2351460A1 (de
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GUENTRA-WERKZEUG HEINRICH KOLB 6400 FULDA
Original Assignee
GUENTRA-WERKZEUG HEINRICH KOLB 6400 FULDA
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Publication date
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Publication of DE2351460A1 publication Critical patent/DE2351460A1/de
Publication of DE2351460B2 publication Critical patent/DE2351460B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2351460C3 publication Critical patent/DE2351460C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B27/00Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for
    • B25B27/02Hand tools, specially adapted for fitting together or separating parts or objects whether or not involving some deformation, not otherwise provided for for connecting objects by press fit or detaching same

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rolling Contact Bearings (AREA)
  • Mounting Of Bearings Or Others (AREA)

Description

beiden Halbplatten gegeneinander zur Erzielung einer satten Einspannung des äußeren Lagerrings. Ungeachtet dessen besteht jedoch hierbei die Gefahr von unter der Wirkung der von der Abdrückpresse aufgebrachten Druckkräfte und des durch die Steckachswelle selbst gebildeten langen Hebelarms sich einstellenden Niveauunterschieden der an der Widerlage'-platte anliegenden Stirnseitenbereiche des äußeren Lagerrings. Hierzu kommt es insbesondere deshalb, weil sich einerseits durch die stets gegebene Gewindetoleranz der Spannschrauben in ihrem Aufnahmegewinde und andererseits durch die stets vorhandenen Toleranzen der Abmessungen der äußeren Lagerringe praktisch stets Verschiebungen des Niveaus der Anlageflächen der Ringfiansche der Aufnahmeöffnung für das abzuziehende Lager bei beiden Halbplatten einstellen. Die Folge davon ist, daß beim Aufbringen des Abziehdrucks trotz der satten Einspannung des äußeren Lagerrings sich dieser verkanten kann, indem der oberhalb des tiefer liegenden Ringflansches der einen Halbplatte gelegene Stirnseitenbereich gegebenenfalls unter entsprechender Verformung und dabei Verkantung von Steckachslagern und gegebenenfalls auch nur geringer, dabei jedoch für die gefürchteten Ermüdungserscheinungen ausreichender Verschwenkung der Mittelachse der Steckachswelle so lang sich absenkt, bis auch dieser Bereich auf dem ihm zugeordneten Rinrflansch zum Ruhen kommt. Hieraus ist erkennbar, daß die weiter oben geschilderte Problematik hinsichtlich der Güte und Sauberkeit des Abziehvorgangs mit der bei der gattungsgemäßen Anordnung verwirklichten vollständigen Einspannung des äußeren Lagerrings keine wesentliche Abschwächung erfahren hat. Ein weiterer Nachteil der vorstehend diskutierten bekannten Anordnung ist darin zu sehen, daß für jede Lagergröße eine eigene Widerlagerplatte vorhanden sein muß, welche hinsichtlich der Konturierung der Aufnahmeöffnung für das abzuziehende Lager genau auf dessen äußeren Lagerring abgestimmt sein muß. Der hiermit verbundene Aufwand hinsichtlich Material, Kapital und Montagezeit ist evident.
Die vorstehend aufgezeigten Nachteile lassen sich auch mit den im druckschriftlichen Stand der Technik vorhandenen Vorschlägen nicht beseitigen. Die DL-PS 47 964 zeigt zwar ebenfalls eine Abziehvorrichtung mit zweiteiliger Abziehscheibe. Abweichend von der eingangs erwähnten Anordnung gattungsgemäßer Art handelt es sich hierbei jedoch um eine Abziehvorrichtung für Wälzlager mit losem Innenring aus entsprechenden Grundbohrungen. Diese bekannte Anordnung besteht demgemäß aus einer mit einem Stützblock zusammenwirkenden Gewindespindel, die an ihrem durch den Innenring des abzuziehenden Lagers hindurchführbaren Ende mit einer starren und einer zur Bewerkstelligung einer Kraftübertragung auf die benachbarte Lagerstirnseite aufklappbaren Abziehscheibe versehen ist, welche aus zwei scharnierartig aneinander festgelegten, mittels eines auf der Gewindespindel angeordneten Betätigungsnockens ausfahrbaren Segmenten besteht. Hierbei ist zu befürchten, daß die auf Grund der einseitigen Öffnung der aufklappbaren Abziehscheibe hervorgerufene, außermittige Kraftübertragung auf das abzuziehende Lager zu Verkantungen und damit zu einer gefürchteten Zerschrammung des Lagersitzes usw. führt. Die beiden Flügelhälften sind zwar im Scharnierbereich und im gegenüberliegenden Öffnungsbereich mit jeweils einander übergreifenden Lappen versehen. Im Öffnungsbereich kann es dabei aber ersichtlich lediglich in der eingefahrenen Ruhestellung, nicht jedoch in der Arbeitsstellung zu einem entsprechenden Lappeneingriff kommen. Ferner sind die als Druckflächen wirkenden Stirnseiten der bekannten Zweiflügelscheibe mit Ausnahme des genannten Lappenbereichs eben ausgebildet Es ist daher davon auszugehen, daß der zumindest der Gesamtdicke der beiden Abziehscheiben entsprechende Platzbedarf im Bereich hinter dem abzuziehenden Lager nicht unbeträchtlich ist und in einer Vielzahl von Fällen nicht vorhanden sein wird.
Die FR-PS 6 07 564 zeigt eine weitere Abziehvorrich tung, hier für Lager mit losem Außenring, bei welcher der äußere Lagerring des von einer Welle oder Achse abzuziehenden Lagers mit einem zweiteiligen Ring in Eingriff bringbar ist, der hierzu mit einem angeformten, in eine entsprechende Nut des Lagerrings eingreifenden Bund versehen ist. Die beiden Ringhälften sind mittels eines U-förmigen Steckschlüssels im Gehäuse einer Spindelpresse festlegbar, das hierzu entsprechende Bohrungen aufweist, deren Achse etwa den äußeren Ringmantel tangiert, der mit die Bohrungen jeweils ergänzenden Ausnehmungen versehen ist. Diese Ausnehmungen verlaufen etwa parallel zur Stoßfuge der beiden Ringhälften, so daß es hier zu keinem Formschluß kommt. Offenbar zur Erleichterung der Montage soll bei dieser bekannten Anordnung im Bereich der Trennfuge sowie im Bereich zwischen Ringaußenmantel und benachbarter Gehäusewand hinreichend Spiel vorhanden sein. Es besteht daher auch hier die akute Gefahr von Relativbewegungen zwischen den beiden Ringhälften in einer dem genannten Montagespiel entsprechenden Größenordnung. Unter Krafteinwirkung kann es daher sehr leicht zu einem gegenseitigen Kippen bzw. einem Verrutschen und damit zu entsprechenden Verschiebungen im Trennfugenbereich kommen, was durch die durch die Schenkel des Steckschlüssels gebildeten Gelenke noch verstärkt wird. Infolgedessen kann es auch bei der aus der genannten FR-PS 6 07 564 entnehmbaren Anordnung zu unterschiedlichen Setzvorgängen im Bereich der beiden Ringhälften und damit sehr schnell zu Ermüdungserscheinungen im Bereich des formschlüssig mit dem abzuziehenden Lager zusammenwirkenden Bundes kommen. Außerdem benötigt auch diese Anordnung für jeden Lagerdurchmesser oder zumindest für zwei Lagerdurchmesser je einen speziellen Ring, wobei es abgesehen von dem hiermit verbundenen Aufwand insbesondere in letzterem Fall auch noch zu einem nicht unbeträchtlichen Platzbedarf kommt.
Die vorstehend diskutierten Anordnungen beruhen auf einer Kraftübertragung auf das abzuziehende Lager mittels massiver Scheiben bzw. Ringe. Einen ganz anderen Weg geht eine weitere, aus der FR-PS 6 43 052 entnehmbare Anordnung. Hierbei werden um das abzuziehende Lager zwei elastische Spanngurte herumgeschlungen, die mit ihren freien Enden an einem Flansch der Ziehvorrichtung einhängbar sind. Auf Grund unterschiedlicher Gurtdehnungen bzw. eines Verrutschens der Gurte entlang des Umfangs des abzuziehenden Lagers kann es hierbei ersichtlich ebenfalls zu starken Verkantungen kommen.
Eine weitere bekannte Anordnung zum Abziehen von Lüeern mit losem Außenring ist aus der FR-PS 9 59 538 bekannt, bei welcher das abzuziehende Lager in einem Drei- bzw. Sechsbackenfuttei eingespannt wird. Zur Umselzung einer etwa mittels einer Gewindespindel zu bewerkstelligenden Axialbewegung in eine radiale
Spannbewegung sind dabei im Bereich der Backen und des Futters schräge Führungsflächen vorgesehen, Die am Lagerring angreifenden Backen sind jeweils mit einem angeformten Bund versehen, welcher die Lagerkante hintergreift oder in eine entsprechende Nut des äußeren Lagerrings eingreift. Auch bei dieser bekannten Anordnung kann es demnach auf Grund einer fehlenden gegenseitigen Führung der einzelnen Backen zu unterschiedlichen Setzvorgängen kommen, was wiederum zu kurzzeitigen Spitzenbelastungen und J0 damit einhergehend zu schnellen Materialermüdungen führen kann, ganz abgesehen von der hierdurch verursachten Verkantungs- und Verschrammungsgefahr.
Eine aus der FR-PS 10 60 277 entnehmbare, weitere ,5 bekannte Anordnung weisi zwei schraubsiockariig miteinander gekoppelte Backen auf, die durch Betätigung einer Spannspindel mit entsprechend abgeschrägten Keilflächen in den Spalt zwischen der hinteren Stirnseite des abzuziehenden Lagers und einem entsprechenden Bund der das Lager tragenden Welle bzw. Achse eintreibbar sind. Als Widerlager wirkt hierbei ersichtlich der genannte Wellen- bzw. Achsenbund. Ungeachtet dessen kann es jedoch auch bei dieser bekannten Anordnung zu unterschiedlichen Setzvorgangen im Bereich der beiden Schraubstockbacken und den hiermit verbundenen weiteren nachteiligen Folgen hinsichtlich des Verschleißes und der Teilebeschädigung kommen.
Die US-PS 25 66 507 läßt eine weitere bekannte Ziehvorrichtung erkennen, hier allerdings zum Lüften von Zylinderbüchsen, die mit an einem in die Zylinderbüchse einführbaren Stiel schwenkbar aufgehängten Klotz gelagerten, radial ausfahrbaren Backen versehen ist, die in ihrer ausgefahrenen Stellung mittels JS einer aufschraubbaren Klemmplatte festlegbar sind. Die genannten Ausfahrbacken sind an ihren radial äußeren Enden mit einem Bund versehen, an welchem die untere Stirnseite der zu lüftenden Zylinderbüchse zur Anlage kommen soll. Die Einstellung beider Ausfahrbacken auf gleiche Ausfahrlänge und damit zumindest eine grobe Zentrierung ist hier jedoch äußerst schwierig, so daß auch hier die Gefahr einer einseitigen Überlastung und hiermit verbundener Folgenachteile vorhanden ist. Beim Lüften von Zylinderbüchsen spielt dies jedoch eine weit weniger ausschlaggebende Rolle als beim Ziehen von Lagern.
Hiervon ausgehend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung unter Vermeidung der Nachteile der bekannten Anordnungen eine Widerlagerplatte für eine Lagerziehvorrichtung der eingangs erwähnten Art in Vorschlag zu bringen, bei welcher nicht nur unabhängig von der Sorgfalt der Ausrichtung des Steckachslagers gegenüber der Widerlagerplatte die gefürchteten Ermüdungserscheinungen von deren Ringflanschen zuverlässig praktisch völlig ausgeschaltet sind und sich weiterhin diese Widerlagerplatte für das Abziehen bzw. Abdrucken einer Vielzahl von Lagergrößen eignet, wodurch sich erhebliche Arbeitsvereinfachungen und Kostensenkungen nicht nur hinsichtlich der Anschaffungskosten für Werkzeuge, sondern auch hinsichtlich der Betriebskosten, erzielen lassen sollen.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einer Anordnung gattungsgemäßer Art in überraschend einfacher Weise durch eine die am äußeren Lagerring zur Anlage bringbaren Oberflächen beider Ringflansche in fluchtender Zuordnung zueinander haltende Führung beider Halbplatten relativ zueinander. Durch diese Maßnahmen ist in vorteilhafter Weise bei einer zweiteiligen Widerlagerplatte gattungsgemäßer Art zur Vermeidung der hierbei zu beobachtenden Nachteile sowohl hinsichtlich des Verschleißes als auch hinsichtlich einer beschränkten Verwendbarkeit eine fluchtende gegenseitige Ausrichtung beider Halbplatten während des Ziehvorgangs gewährleistet. Niveauunterschiede der an der Widerlagerplatte anliegenden Stirnseitenbereiche des äußeren Lagerrings, die zu Verformungen und Verkantungen bei gleichzeitiger Verschwenkung der Mittelachse der das abzuziehende Lager tragenden Welle bzw. Achse führen könnten, sind dabei zuverlässig ausgeschaltet. Vielmehr hat hierbei das abzuziehende Lager die notwendigen Freiheitsgrade, sich selbst zu zentrieren, wodurch in vorteilhafter Weise eine lange Standzeit sichergestellt ist. infolge der grundsätzlichen Erkenntnis, daß für die Güte und Sauberkeit des Abziehvorgangs nicht etwa die Einspannung des äußeren Lagerrings von ausschlaggebender Bedeutung ist, sondern ein ausreichender Verkantungsfreiheitsgrad, kann die erfindungsgemäße Anordnung auf einfache Weise für Verwendung für ein breites Sortiment von Lagergrößen ausgerüstet werden. Eine diesbezügliche Fortbildung der Erfindung kann in einfacher Weise darin bestehen, daß die Aufnahmeöffnung für den äußeren Lagerring in jeder Halbplatte die Kontur eines Kreisringabschnitts mit dem Außenradius des äußeren Lagerrings des größten abzuziehenden Lagers als Radius und dem Außenradius des äußeren Lagerrings des kleinsten abzuziehenden Lagers als Abschnitlshöhe aufweist.
Gemäß einem die Erfindung zweckmäßig fortbildenden weiteren Gedanken kann vorgesehen sein, daß der äußere Lagerring des abzuziehenden Lagers zwischen den Halbplatten ihm einen Freiheitsgrad für ringflanschoberflächennormale Selbstzentrierung durch Verschwenkung um eine zur Trennfuge zwischen beiden Haibplatten senkrechte Linie belassend einspannbar ist. Hierdurch ist in Kombination mit den übergeordneten Maßnahmen sichergestellt, daß die richtige Ausrichtung von Lager und es tragender Welle oder Achse sich selbst einstellt, ohne daß irgendwelche Einjustierungstätigkeiten zusätzlicher Art vorgenommen werden müßten, und zwar dies einfach dadurch, daß die Spannschrauben für das Verspannen der beiden Halbplatten angezogen werden.
Wo es auf Automation und/oder Schnelligkeit des Abziehvorgangs ankommt kann in weiterer zweckmäßiger Fortbildung der Erfindung ein Schnellspannantrieb für die Betätigung der Spannschrauben vorgesehen sein.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung in Verbindung mit den weiteren Unteransprüchen.
Hierbei zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Widerlagerplatte nach der Erfindung in etwa der Aufnahme eines äußeren Lagerringes eines Wälzlagers der kleinsten mit dieser Widerlagerplatte abzuziehenden Lagergröße entsprechendem Spannzustand, wobei zur Darstellung eines Variantenbeispiels die obere Hälfte im Horizontalschnitt längs Linie II gemäß F i g. 2 dargestellt ist und
F i g. 2 einen Vertikalschnitt längs Linie H-H gemäß Fig. 1, wobei gleichzeitig eine zusammen mit der in F i g. 1 gezeigten Variante oder im Austausch gegen diese einsetzbare weitere Ausführungsvariante gezeigt ist.
Die als Ganzes nicht näher bezeichnete Widerlagerplatte weist im wesentlichen zwei Halbplatten 1, 2 auf In diesen Halbplatten 1 bzw. 2 sind jeweils Ausnehmungen in !Orm eines Kreisringabschnittes vorgesehen, welche zusammen die Aufnahmeöffnung 7 für den nicht s dargestellten äußeren Lagerring des abzuziehenden Lagers bilden. Die Wandkonturierung der diese Aufnahmeöffnung 7 begrenzenden Wandungen 7', 7" ist so dimensioniert, daß sie einem Kreisbogen mit dem Radius r,mx entspricht, welch letzterer der Außenradius i() des äußeren Lagerringes des größten abzuziehenden Lagers ist. Dieser Kreisbogen weis· jedoch lediglich eine solche Länge auf, daß durch ihn ein Kreisbogenabschnitt begrenzt wird, dessen Höhe h dem Radius rmm cnispritfii, weicher der Außenradius des äußeren Lagerringes des kleinsten abzuziehenden Lagers ist, wie das insbesondere in F"ig. 1 durch die strichpunktierte Kreislinie angedeutet ist.
Die Wandkontur 7', 7" weist jeweils eine einen Randflansch 3 bzw. 4 bildende Stufe auf, durch welche Anlageflächen 3' bzw. 4' gebildet werden, mit denen die Ringfiansche 3 bzw. 4 jeweils am äußeren Lagerring des abzuziehenden Wälzlagers in Anlage bringbar sind. Die diese Ringflanschflächen 3' bzw. 4' bestimmende Ringflanschbreite b ist über der gesamten Bogenlänge der Wandungskontur 7', 7" konstant. Die nicht näher bezeichnete Ringflanschhöhe ist maximal gewählt, d. h. bis auf eine Linführtolcranz der Breite des Bauspaltes zwischen nabenseitiger Wälzlageroberfläche und dem nabenseitig benachbarten Bauteil, wie beispielsweise dem Halteblech oder dem Wasserabweisring, entsprechend.
Beide Haibpiatten 1, 2 sind gegeneinander verspannbar und es weit zu diesem Zwecke die eine Halbplatte 1 eine horizontale Durchgangsbohrung 5a und die andere Halbplatte 2 eine mit dieser achsgleiche Bohrung 5 auf, die zumindest bereichsweise Innengewinde besitzt. Diese Bohrung in der Halbplatte 2 kann gleichfalls als Durchgangsbohrung oder aber auch als Sackloch ausgebildet sein. Wichtig ist, daß bei beiden Bohrungen der trennfugennahe Bereich als Führung mit vorbestimmter bzw. vorgegebener Passung ausgebildet ist. Ferner ist erfindungsgemäß wichtig, daß die gemeinsame Bohrungsachse 5' in beiden Halbplatten 1, 2 so angeordnet ist, daß bei fluchtender Zuordnung beider Halbplattenbohrungen zueinander gleichzeitig gewährleistet ist. daß die an dem von ihnen hintergriffenen äußeren Lagerring des abzuziehenden Lagers in Anlage zu bringenden Ringflanschflächen 3' und 4' miteinander gleichfalls fluchten, d. h. auf gleichen Horizontalniveau liegen.
Die Bohrung in der Halbplatte 1 durchgreifend ist eine Spannschraube 6 vorgesehen, welche mit ihrem dem Schraubenkopf 6a gegenüberliegenden, Gewinde aufweisenden freien Ende 6c in den Gewindebereich der Bohrung 6c der zweiten Halbplatte 2 eingreift. Dabei weist die Spannschraube 6 einen Bund 6b auf, der in einem Bereich der Schraubenlänge angeordnet ist, welcher in jeder Ausfahrstellung beider Halbplatten 1,2 zueinander, d. h. bei jeder möglichen Lagergröße, die Trennfuge 10 zwischen beiden Halbplatten 1, 2 im Bereich der Bohrung 5 überbrückt. Mit diesem Bund 66 ist die Spannschraube 6 im Führungsbereich 5a mit solcher Passung geführt, daß bereits hierdurch eine so ausreichende Führung beider Halbplatten 1,2 bei deren Verschiebebewegung zueinander so gewährleistet ist, daß stets die Ringflanschoberflächen 3' und 4' in einer Ebene liegen. Bereits hierdurch ist eine gegenüber Abnut/ungserseheiniingen selbst bei längerer Betriebsdauer unempfindliche Führung geschaffen, welche selbst bei hohen Druckbelastungen praktisch keinem Verschleiß unterliegt.
In Fig. 2 ist eine andere A-t der Führung der Halbplatten 1, 2 zueinander gezeigt, welche mittels Nut- und Feder-Verbindung arbeilet. In den nicht näher bezeichneten Bereichen zwischen der Randkontur der Widerlagerplatte und der Kontur der Aufnahmeöffnung 7 für das abzuziehende Lager ist in der einen Halbplatte 1 parallel zur Trennfuge 10 zwischen beiden Halbplatten 1, 2 eine Nut 8 und in der anderen Halbplatte 2 eine Feder 9 gleichfalls parallel der Trennfuge 10 vorgesehen, wobei Nut 8 und Feder 9 einander so zugeordnet sind, daß bei Eingreifen beider ineinander gleichfalls sich die Ringflanschoberflächen 3' und 4' ständig in einer Ebene befinden.
Wenn die Breite der Feder 9 genügend groß ausgeführt ist, kann auf eine Führung im Bereich der Spannschrauben 6 und der ihnen zugeordneten Bohrungen 5 verzichtet werden, es können aber zweckmäßigerwfcise auch beide Führungselemente 5a. 6b und 8, 9 gleichzeitig an derselben Widerlagerplatte zur Anwendung kommen. Wenn auf eine Führung im Bereich der Spannschrauben verzichtet wird, können billige Sechskantkopf-Schraubbolzen Verwendung finden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Widerlagerplatte ist folgende:
Wenn es gilt, ein Wälzlager von beispielsweise einer Steckachswelle abzuziehen, dessen äußerer Lagerring bereits vom Achsrohr gelöst ist, so daß die Steckachswelle mil auf ihr sitzender Radnabe, dem Halteblcch und/oder dem Wasserabstreifring sowie differenlialseitig dem Wälzlager frei zur Verfügung steht, werden die beiden Halbplatten 1, 2 der erfindungsgemäßen Widerlagerplatte von zwei gegenüberliegenden Seiten in den Bauspalt zwischen Lager und Halteblech bzw. Wasserabstreifring oder einem anderen nabenseitig vom Lager gelegenen Bauteil eingeführt, und zwar derart, daß die Ringflansche 3 bzw. 4 kreisbogenartig jeweils den äußeren Lagerring des abzuziehenden Lagers hintergreifen und mit ihrer Druckfläche 3' bzw. 4' an der nabenseitigen Stirnfläche dieses äußeren Lagen inges zur Anlage kommen. Wenn das abzuziehende Lager dabei klein ist, d. h. mit dem Außendurchmesser seines äußeren Lagerringes im Bereich von rml liegt, wird sich die aus Fig. 1 in strich-punktierter Andeutung ergebende Betriebsstellung einstellen. In dieser wird das kleine Lager im wesentlichen durch die äußeren, von der Trennfuge 10 am weitesten entfernten Bereiche der Druckflächen 3' bzw. 4' abgestützt und eingespannt gehalten lediglich durch die diesen Druckflächen 3' bzw. 4' zugeordneten vertikalen Wandungsbereiche T. Auf diese Weise hat das Lager die Möglichkeit, sich selbst zu zentrieren, und zwar dies deswegen, weil diese mit der Mantelfläche seines Lagerringes in Anlage befindlichen Wandungsbereiche T der Aufnahmeöffnung 7 die Wirkung einer quer zur Trennfuge 10 gelegenen Linie 11 erbringen, um welche das Lager geringfügig kippen kann. Wenn also die beiden Halbplatten 1 und 2 durch Betätigung der Spannschrauben 6, von denen in F i g. 1 eine weitere durch die unten liegende Achse 5' lediglich angedeutet ist, aufeinander zu bewegt werden und zwischen sich bei geeigneter Stellung das abzuziehende Lager einzuspannen beginnen, so wird allein durch die Aufbringung der Spannkraft auf das Lager dieses dann, wenn es sich nicht
in zur Ebene der Flächen 3', 4' normaler Ausrichtung befinden sollte, zwangsläufig durch Verschwenkung um die Linie 11 in entsprechende Ausrichtlage gebracht, wobei sich meist bereits dann eine satte Anlage der nabenseitigen Stirnfläche des äußeren Lagerringes an den Durckaufnahmeflächen 3', 4' ergibt, dies jedoch spätestens dann der Fall ist, wenn der erste Druck auf das differentialseitige Ende der abzudrückenden bzw. abzuziehenden Steckachswelle mittels der Abziehpresse aufgebracht wird. Fehlverschwenkungen können deswegen nicht auftreten, weil durch die erfindungsgemäße Führung beider Halbplatten 1, 2 relativ zueinander mittels der Schraubenführung 5a, 66 und/oder der Nut-Feder-Führung 8, 9 stets sichergestellt ist, daß die Druckaufnahmeflächen 3', 4' miteinander fiuchten. Das Ende jeder Ausrichtbewegung ist also immer die satte Anlage des äußeren Lagerringes des abzuziehenden Lagers an diesen Druckaufnahmeflächen 3', 4' des Ringflansches 3,4.
Überraschend war es, festzustellen, daü trotz der dem abzuziehenden Lager gegebenen Möglichkeit, sich zu Beginn des Abziehvorganges durch eine Verschwenkbewegung selbst auszurichten, es ebenso wenig zu den gefürchteten Ermüdungserscheinungen im Material der Ringflansche 3, 4 kam, wie auf Grund der Tatsache, daß bei dem kleinen Lager dessen äußerer Lagerring nur teilweise seitlich abgestützt ist und diese Abstützbereiche der Druckaufnahmeflächen 3', 4' der Ringflansche 3, 4 daher eine erheblich größere Druckbelastung und damit Materialbeanspruchung auszuhalten habe1 . Die Erklärung für dieses gegenüber Widerlagerplatten nach dem Stande der Technik vorteilhafte Verhalten wird darin gesehen, daß bei Widerlagerplatten nach dem Stande der Technik trotz der satten umfangseitigen Einspannung des äußeren Lagerringes des abzuziehenden Lagers eine Niveaustufe der Druckaufnahmeflächen im Bereich der Trennfuge 10 vorhanden war, so daß bei Aufbringung des Abpreßdruckes kurzzeitig die Kantenbereiche der Druckaufnahmeflächen nahe der Trennfuge kurzfristigen Spitzenbelastungen ausgesetzt waren, bis sich der äußere Lagerring so weit verformt hatte, daß er nunmehr mehr und mehr von den gesamten Flächenbereichen beider Abstützflächen Gegendruck für die Abziehkraft bekam. Gerade diese hohen, kurzfristig auftretenden und dazu noch in eng begrenzten Flächenbereichen, nämlich nahe derTrennfuge, auftretenden Spitzenbelastungen des Materials müssen als die Ursache für die geschilderten nachteiligen Eigenschaften der Widerlagerplatten nach dem Stande der Technik angesehen werden. Bei der Erfindung ist dafür gesorgt, daß diese Spitzenbelastungen im Bereich der Trennfuge nicht mehr auftreten können, dort vielmehr sogleich nach Aufnahme des abzuziehenden Lagers in der Aufnahmeöffnung 7 und zu jedem weiteren Zeitpunkt des Abziehvorganges eine in einer Ebene liegende Absatzfläche für den äußeren
ι. Lagerring des abzuziehenden Lagers beidseitig der Trennfuge 10 zur Verfügung steht, wobei es überraschend ist, daß es keineswegs erforderlich ist, daß der äußere Lagerring des abzuziehenden Lagers auf seinem gesamten Stirnseitenumfang untergriffen wird.
Soll ein größeres Lager abgezogen werden, so verläuft der Einspannvorgang in der gleichen beschriebenen Weise, wobei dann allerdings der Bereich, mit welchem sein äußerer Lagerring flächenmäßig hinter- bzw. untergriffen wird, größer wird. Auch hier bleibt jedoch die beschiebene Selbstzentrierung durch Verschwenken um die Linie 11 bestehen. Das größte abzuziehende Lager wird durch den Radius rmaK der Begrenzungskontur T der Aufnahmeöffnung 7 für die abzuziehenden Lager bestimmt, und in diesem Falle ist
jo die maximale Abstützfläche für die Aufnahme des Abpreßdruckes die in Fig. 1 in Draufsicht gezeigte Fläche der Druckabsiützoberflächen 3', 4' der Ringflansche 3, 4. Die Flanschbreite ist, um über der gesamten Bogenlänge des Ringflansches möglichst gleiche Kraftabstütz- und damit Druck- und damit Materiaibeanspruchungsverhältnisse zu erhalten, auf dem konstanten Wert b gehalten. Die bevorzugte Ringflanschhöhe liegt bei etwa 4 mm für normalen Baustahl als Material der Widerlagerplatte. Bei Verwendung anderen Materials kann die Dimensionierung entsprechend anders gewählt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Widerlagerplatte für das Abziehen von Wälzlagern von Wellen oder Achsen, vorzugsweise von Steckachswellen von Kraftfahrzeugen, mit zwei jeweils eine Hälfte einer Aufnahmeöffnung für den äußeren Lagerring begrenzenden und gegeneinander mittels Spannschrauben verspannbaren, jeweils einen in die Aufnahmeöffnung hineinragenden und das abzuziehende Lager hintergreifend an dessen äußeren Lagerring zur Anlage bringbaren kragenartigen Ringflansch aufweisenden Halbplatten, gekennzeichnet durch eine die am äußeren Lagerring zur Anlage bringbaren Oberflächen (3' bzw. 4') beider Ringflansche (3 bzw. 4) in fluchtender Zuordnung zueinander haltende Führung (Sa, 6b bzw. 8, 9) beider Halbplatten (1, 2) relativ zueinander.
2. Widerlagerplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung durch einen Führungsbund (6b) an den Spannschrauben (6) gebildet ist, der an diesen jeweils in deren die Trennfuge (10) zwischen beiden Halbplatten (1, 2) überbrückenden Bereich vorgesehen und in einem mit Passung versehenen Bereich (Sa) ihrer Aufnahmebohrungen (5) in beiden Halbplatten (1,2) geführt ist.
3. Widerlagerplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung durch längs der Trennfuge (10) zwischen beiden Halbplatten (1,2) vorgesehene Nut- und Federverbindung (8, 9) mit einer Nut (8) an der einen Halbplatte (1) und einer Feder (9) an der anderen (2) gebildet ist.
4. Widerlagerplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Lagerring des abzuziehenden Lagers zwischen den Halbplatten (1,2) ihm einen Freiheitsgrad für ringflanschoberflächennormale Selbstzentrierung durch Verschwenkung um eine zur Trennfuge (10) zwischen beiden Halbplatten (1, 2) senkrechte Linie (11) belassend einspannbar ist.
5. Widerlagerplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung (7) für den äußeren Lagerring in jeder Halbplatte (1 bzw. 2) die Kontur eines Kreisringabschnittes mit dem Außenradius (r max) des äußeren Lagerringes des größten abzuziehenden Lagers als Radius und dem Außenradius (rmm) des äußeren Lagerringes des kleinster, abzuziehenden Lagers als Abschnittshöhe fty aufweist.
6. Widerlagerplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringflansch (3 bzw. 4) konstante Flanschbreite (b) besitzt.
7. Widerlagerplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schnellspannantrieb für die Betätigung der Spannschrauben (6) vorgesehen ist.
8. Widerlagerplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringflanschhöhe bis auf eine Einfuhrtoleranz der Ureite des Bauspaltes /wischen nabenseitiger Walzlageroberfläche und dem nabenseilig benachbarten Bauteil, beispielsweise dem Halteblock oder dem Wasserabweisring entspricht.
Die Erfindung betrifft eine Widerlagerplatte für das Abziehen von Wälzlagern von Wellen oder Achsen, vorzugsweise von Steckachswellen von Kraftfahrzeugen, mit zwei jeweils eine Hälfte einer Aafnahmeöff-S nung für den äußeren Lagerring begrenzenden und gegeneinander mittels Spannschrauben verspannbaren, jeweils einen in die Aufnahmeöffnung hineinragenden und das abzuziehende Lager hintergreifend an dessen äußerem Lagerring zur Anlage bringbaren kragenarti gen Ringflansch aufweisenden Halbplatten.
Anordnungen dieser Art erweisen sich ersichtlich insbesondere dann als zweckmäßig, wenn zwischen dem abzuziehenden Lager und benachbarten Bauteilen relativ wenig Platz zur Verfugung steht und es dennoch gilt, den Abziehvorgang ohne Zerstörung derartiger an sich nicht defekter Bauteile und ohne Beschädigung der das abzuziehende Lager tragenden Welle oder Achse selbst durchführen zu können. Diese Problematik stellt sich häufig in Kraitfahrzeugwerkstätten. Verschiedene Kraftfahrzeuge, insbesondere die Fahrzeuge des Fabrikats Opel, arbeiten nämlich mit sogenannten Steckachsen, welche durch ein Achsrohr hindurchgehen und in das Differential eingreifen. Diese Steckachsen bilden die Verbindungsglieder des kinematischen Antriebsketten zuges zwischen Differential und Radnabe und sind in sogenannten Seitenwellenlagern drehbar gelagert, welche um einen Bauspalt von einem HaltebJcch und/oder einem Schmutzwasserabweisring entfernt im Achsrohr, und zwar an dessen nabenseitigem Ende, angeordnet sind. Erfahrungsgemäß wird es jedoch nicht selten notwendig, derartige defekte Seitenwellenlager auszuwechseln.
Bei Verwendung gewöhnlicher, einteiliger Widerlagerplatten mit einer sich nach der Seite hin öffnenden Aufnahmeöffnung für das abzuziehende Lager läßt sich zwar der Platzbedarf im Bereich hinter dem abzuziehenden Lager dadurch in Grenzen halten, daß im Bereich der Aufnahmeöffnung ein relativ schmaler, den äußeren Lagerring hintergreifender Bund vorgesehen wird. Auf Grund der seitlichen Einführöffnung, in deren Bereich das abzuziehende Lager offenbar unabgestützt bleibt, läßt es sich hierbei jedoch nicht verhindern, daß es beim Aufsetzen der das Lager noch tragenden Steckachswelle häufig zu wenn auch nur geringfügigen Verkantungen aus der Normalen auf der Widerlagerfläche kommt. Die Folge davon kann sein, daß bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit die den äußeren Lagerring des abzuziehenden Lagers hintergreifenden Ringflansche der Widerlagerplatte Ermüdungserscheinungen zeigen und damit einem schnellen Verschleiß unterliegen. Andererseits sind aber auch Beschädigungen der Steckachswelle selbst, etwa in Form von Zerschrammungen des Lagersitzes, zu befürchten.
In der Meinung, daß diesen Nachteilen dadurch
abzuhelfen sei, daß man den äußeren Lagerring des abzuziehenden Lagers auf seiner äußeren Mantelfläche vollständig fest eingespannt hält, hat man daher bereits zweiteilige Widerlagerplatten der eingangs erwähnten Art eingesetzt, welche zwei Halbplatten aufweisen, die mittels Spannschrauben so gegeneinander verspannt werden, daß die in ihnen vorgesehenen halbkreisförmigen Aufnahmeöffnungen für das abzuziehende Lager satl an der äußeren Mantelfläche des äußeren Lagerrings des abzuziehenden Lagers zur Anlage gebischt werden. Dabei hintergreift in an sich bekannter Weise ein Ringflansch die nabenseitige Stirnflache des äußeren Lagerrings. Diese Maßnahmen ergeben zwar die gewünschte feste Verspannung der
DE19732351460 1973-10-13 1973-10-13 Widerlagerplatte für das Abziehen von Wälzlagern Expired DE2351460C3 (de)

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