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DE235094C - - Google Patents

Info

Publication number
DE235094C
DE235094C DENDAT235094D DE235094DA DE235094C DE 235094 C DE235094 C DE 235094C DE NDAT235094 D DENDAT235094 D DE NDAT235094D DE 235094D A DE235094D A DE 235094DA DE 235094 C DE235094 C DE 235094C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anthraquinone
mercaptan
green
orange
red
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT235094D
Other languages
English (en)
Publication of DE235094C publication Critical patent/DE235094C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/2409Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position not provided for in one of the sub groups C09B5/26 - C09B5/62

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde gefunden, daß man durch Kondensation der Anthrachinonmercaptane mit Oxyanthrachinonen mit Hilfe von Schwefelsäure zu neuen Körpern gelangt, welche sehr wertvolle Küpenfarbstoffe und leicht zugängliche Ausgangsmaterialien zur Darstellung anderer Farbstoffe sind.
Die Reaktion vollzieht sich wahrscheinlich unter Bildung von Dianthrachinonylsulfiden (Thioäthern), wobei jedoch die Hydroxylgruppe erhalten bleibt oder ihrerseits eine neue ätherartige Bindung eingeht, so daß wahrscheinlich z. B. Körper von der Konstitution:
entstehen.
a5 Man kann die Anthrachinonmercaptane, da sie durch konzentrierte Schwefelsäure zunächst zu den Disulfiden oxydiert werden, durch diese ersetzen, ferner selbstverständlich auch durch solche Mercaptanderivate, welche durch die Säure gespalten werden, wie z. B. die Rhodanide, Xanthogenate, Acylverbindungen oder Äther. Dasselbe gilt von den Oxyanthrachinonen, an deren Stelle ebenfalls
Äther oder Acylderivate benutzt werden können.
Zur Erläuterung des Verfahrens dienen folgende Beispiele.
Beispiel i.
3 Teile Anthrachinon-i-mercaptan (oder des bei der Behandlung von Anthrachinon-a-sulfosäure mit Polysulfiden entstehenden Gemisches des Mercaptans und Disulfids) werden mit 4 Teilen i-Oxyanthrachinon in 60 Teilen 98-prozentiger Schwefelsäure auf 160 bis 1700 erhitzt, bis die anfangs gelbe Schmelze eine dunkelgrüne Farbe angenommen hat und bei weiterem Erhitzen keine Zunahme der Farbintensität zeigt. Man verdünnt nun mit 600 Teilen Wasser, saugt den ausgeschiedenen Farbstoff ab und kocht ihn zur Entfernung des überschüssigen Oxyanthrachinons mit verdünnter Natronlauge aus. Durch Behandlung mit verdünnter Natriumhypochloritlösung oder durch Umkristallisieren aus hochsiedenden Lösungsmitteln erhält man ihn rein. Er ist selbst in siedendem Chinolin schwer löslich und kristallisiert daraus in braunroten Nadeln, welche sich in konzentrierter Schwefelsäure mit smaragdgrüner Farbe lösen. Mit alkalischem Hydrosulfit erhält man eine orange gefärbte Küpe, aus welcher ungeheizte Baumwolle braun angefärbt wird. Nach dem Spülen und Seifen erhält man lebhaft gelbrote Färbungen von großer Echtheit.
Denselben Farbstoff erhält man, wenn man
das Anthrachinonmercaptan durch das i-Rhodananthrachinon oder das Oxyanthrachinon durch dessen Methyläther ersetzt.
' / Beispiel 2.
3 Teile Anthrachinon-i .· 5-dimercaptan und '8 Teile i-Oxyanthrachinon werden mit 10 Teilen konzentrierter Schwefelsäure (66° Be.) auf 1700 erhitzt, bis die Schmelze nicht mehr grüner wird. Der Farbstoff wird, wie in Beispiel 1 angegeben, isoliert und gereinigt. Er bildet ein braunrotes Pulver, dessen Lösung in konzentrierter Schwefelsäure grün ist. Beim Ver-
dünnen mit Wasser erhält man rote Flocken. Die Ausfärbungen auf Baumwolle sind bordeauxrot. .
Einen ganz ähnlichen Farbstoff erhält man auch aus Anthrarufin und Anthrachinon-imercaptan.
Ersetzt man in dem Beispiel das a-Oxyanthrachinon durch die gleiche Menge ß-Verbindung, so entsteht ein etwas gelber färbendes Produkt.
Analoge Farbstoffe werden aus anderen Oxyanthrachinonen und Anthrachinonmercaptan und deren Derivaten erhalten.
Lfde.
Nr.
Fa rbstoff aus Lösung
in siedendem
Naphtalin
Lösung
in konzentrierter
Schwefelsäure
Färbung
auf ungeheizter
Baumwolle
I. Anthrachinon-1-mercaptan + 1-Oxy
anthrachinon
orange smaragdgrün gelbrot
2. Anthrachinon-1 · 5-dimercaptan + 1-
Oxyanthrachinon (2 Mol.)
braunorange flaschengrün bordeauxrot
Anthrachinon-1-mercaptan (2 Mol.)
' + Anthrarunn
braunorange flaschengrün bordeauxrot
Anthrachinon-1 ■ 5-dimercaptan + 2-
Oxyanthrachinon (2 Mol.)
orange flaschengrün braunrot
Anthrachinon-1-mercaptan + 2-Oxy-
anthrachinon
orangegelb gelbgrün orange
6. Anthrachinon-1-mercaptan (2 Mol.)
+ Anthraflavinsäure
orange grasgrün rotbraun
7- 5-Aminoanthrachinon-1 -mercaptan
■+ 5-Amino-i-oxyanthrachinon
bräunlich
(sehr schwer löslich)
olivebraun violettbraun
8. Anthrachinon-2-mercaptan + 2-Oxy-
anthrachinon
orange smaragdgrün rot
Anthrachinon-2-mercaptan (2 Mol.)
+ Anthraflavinsäure
orangerot stumpfgrün bordeauxrot
10. Anthrachinon-1-mercaptan + Xan-
thopurpurin
kirschrot grünblau bordeauxrot.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung küpenfärbender Anthracenderivate, darin bestehend, daß man Anthrachinonmercaptane bzw. -disulfide oder deren Derivate mit Oxy-
    anthrachinonen oder deren Derivaten, oder unter dem Einflüsse des Kondensationsmittels in die genannten Verbindungen übergehende Substanzen mit Hilfe von Schwefelsäure miteinander kondensiert.
DENDAT235094D Active DE235094C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE235094C true DE235094C (de)

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