DE2350761B2 - Antriebsvorrichtung für die Längsbewegung eines Werkzeugmaschinenschlittens - Google Patents
Antriebsvorrichtung für die Längsbewegung eines WerkzeugmaschinenschlittensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für die Längsbewegung eines Werkzeugmaschinenschlittens
mit einer Kugelumlaufspindel, deren Kugeln unter Druck in einer Zahnleiste laufen, die von halbschalenförmigen
Profilstücken gebildet wird und als Führung für die Kugelumlaufspindel dient, wobei der aus der
Zahnleiste herausragende Teil der Spindel mit einem Gehäuse bedeckt ist, das halbringförmig und mit dem
beweglichen Schlitten der Werkzeugmaschine verbunden ist.
Bei einer bekannten Antriebsvorrichtung dieser Art (CH-PS 4 56 260) sind die Profilstücke an einer
gesonderten Halterung mittels Schrauben befestigt, die ihrerseits wieder an einem Gestell der Werkzeugmaschine
befestigt ist. Diese Befestigung ist relativ aufwendig und wenig steif, was bei hohen Belastungen
zu Ungenauigkeiten in der Positionierung des Schlittens führt. Außerdem können bei dieser Befestigung der
Profilstücke Herstellungstoleranzen der Profilstücke selbst und andere Ungenauigkeiten einer bestimmten
Werkzeugmaschine nicht berücksichtigt bzw. kompensiert werden, so daß die Genauigkeit der Positionierung
des Schlittens bei den heutigen Präzisionsanforderungen auch insoweit unzureichend ist.
Bei einer anderen bekannten Antriebsvorrichtung (DE-OS 20 43 918) sind die Profilstücke der Zahnleiste
am Schlitten mit Hilfe von Schrauben und Paßstiften befestigt und fixiert. Die Paßstifte greifen hierbei in
Blindbohrungen im Schlitten und können daher nicht verstellt werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Unzulänglichkeiten der bekannten Antriebsvorrichtungen zu vermeiden und eine kompakte und
steife Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die einzelnen Profilstücke unter
Berücksichtigung vorgegebener Ungenauigkeiten sehr genau zueinander montiert werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die die Zahnleiste bildenden Profilstücke mit
ίο etwas Abstand voneinander unmittelbar auf den plan
geschliffenen Oberflächen eines Gestells der Werkzeugmaschine befestigt sind und jeweils mindestens einen im
eingebauten Zustand zugänglichen, der Einstellung der Profilstücke dienenden Stift aufweisen, der nahe der
Stirnfläche des Profilstückes angeordnet ist Die direkte Befestigung der Profilstücke an dem Gestell der
Werkzeugmaschine gibt der Antriebsvorrichtung eine große Steifigkeit. Temperaturschwankungen haben auf
die Genauigkeit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung kaum einen Einfluß. Darüber hinaus können die
einzelnen Profilstücke durch die erfindungsgemäße Einstellstifte unter Berücksichtigung vorgegebener
Ungenauigkeiten sehr genau zueinander montiert werden, so daß der Gewindeschritt zwischen den
einzelnen Profilstücken mit großer Genauigkeit eingehalten und eine genaue und kontinuierliche Verlagerung
der Spindel und damit des Schlittens erzielt wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Antriebsvorrichtung,
insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung und Anordnung der Lagergehäuse bzw. Lager für die
Spindel sind in den Unteransprüchen angeführt
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 in einer Teildraufsicht eine zwischen das Gestell einer Werkzeugmaschine und ihren beweglichen
Schlitten eingesetzte Vorrichtung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht der beiden Profilstücke, die die Zahnleiste bilden, und
F i g. 3 einen Axialschnitt durch die Spindel.
Profilstücke in Form von Halbschalen 1 sind unmittelbar an dem festen Maschinengestell 2 angebracht.
Die Oberflächen 3 und 4 des Maschinengestells sind derart geschliffen, daß ihre Oberflächengestalt eine
sehr genaue Anbringung der Halbschalen 1 ermöglicht, die mittels Schrauben oder Gewindebolzen befestigt
sind, die in Bohrungen 5 eingesetzt sind, die quer zu den Profilstücken verlaufen.
F i g. 1 zeigt die Halbschalen 1 in der Stellung, in der
so sie die Zahnleiste bilden, sowie ein halbringförmiges Gehäuse 6, das mit dem beweglichen Teil der
Werkzeugmaschine eine Einheit bildet. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Zahnleiste vertikal
angebracht und die Kugelumlaufspindel 7 bewegt sich auf einer Reihe von Kugeln 8 mit dem halbringförmigen
Gehäuse 6 und einem beweglichen Schlitten 19, mit dem das Gehäuse verbunden ist. Die Vorrichtung ist derart
gestaltet, daß das Gehäuse eine konstante radiale Vorspannkraft R während der Bewegung des Schlittens
auf die Kugelspindel ausübt; dieser Zustand ist wesentlich, um eine Spielfreiheit und die maximale
axiale Starrheit der Kugelumlaufspindel aufrechtzuerhalten.
Wesentlich ist weiterhin, daß jedes Profilstück 1, das die Zahnleiste bildet, mit Einstellstiften 9 versehen ist, die nahe der Stirnfläche angeordnet sind, wie in F i g. 2 gezeigt. Der Abstand »d« zwischen der Achse 10 des Einstellstiftes und der Stirnfläche 11 jedes Profilstücks
Wesentlich ist weiterhin, daß jedes Profilstück 1, das die Zahnleiste bildet, mit Einstellstiften 9 versehen ist, die nahe der Stirnfläche angeordnet sind, wie in F i g. 2 gezeigt. Der Abstand »d« zwischen der Achse 10 des Einstellstiftes und der Stirnfläche 11 jedes Profilstücks
ist genau vorbestimmt, so daß man fehlerlos den Abstand »D« zwischen zwei Einstellstiften 9 ausrechnen
kann. Wenn man den Wert »A< kennt, ist es ohne Schwierigkeiten möglich, eine Tabelle aufzustellen, die
für jeden bestimmten Fall den Abstand angibt, der zwischen zwei Einstellstiften bestehen soll, die an zwei
benachbarten Profilstücken angebracht sind. Damit ist es möglich, sofort und ohne die Notwendigkeit von
Versuchen die genaue Stellung der Profilstücke zueinander festzulegen und eine genaue Einstellung der
Abstände »«< einzuhalten, die zwischen den Profilstükken
bestehen, und eine genaue Fortsetzung der Gewindeschritte zwischen den verschiedenen Profilstücken
zu gewährleisten.
Wie man besonders aus F i g. 3 erkennt, ist die axiale Starrheit der Lager der Spindel dadurch erreicht, daß
jedes Lagergehäuse 12 zwei axiale Befestigungspunkte aufweist, die deren Verformung oder Federung
vermeiden. Der erste Befestigungspunkt wird durch die Verbindung jedes Lagergehäuses mit der Stirnfläche 6|
des halbzylindrischen Gehäuses 6 gebiluet, wobei Verbindungsstifte 13 eingesetzt sind. Der zweite
Befestigungspunkt der Lagergehäuse 12 wird durch eine sich selbst festlegende Mutter 14 gebildet, die auf einem
Ende 15 der Spindel 7 unbeweglich angebracht ist. Diese Mutter übt eine Vorspannkraft auf zwei axiale
Lagerringe 16 aus; durch diesen Zusammenbau wird eine einheitliche und starre Baugruppe aus vier
mechanischen Elementen gebildet, nämlich dem halbzylindrischen Gehäuse 6, der Spindel 7 und den beiden
Lagergehäusen 12. Dadurch wird auch jede Verformung im Bereich der Lager in den mit 17 und 18 bezeichneten
Zonen ausgeschlossen.
Die Lager sind als Wälzlager ausgebildet und werden von zwei entgegengesetzten axialen Lagerringen 16
gebildet, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel Rollenlager sind, die gewählt wurden, weil sie mit einem
diametral entgegengesetzt angeordneten doppelten Rollensatz 20 den Vorzug aufweisen, daß sie viel höhere
axiale Kräfte übertragen als herkömmliche Wälzlager.
Es ist möglich, die Führung der Kugelumlaufspindel dadurch noch zu verbessern, daß man zwischen den
beiden Axialrollenlagern ein Lager 21, insbesondere ein Wälzlager einsetzt, das in unmittelbarer Berührung mit
einem Laufzapfen 22 oder Kugelumlaufspindel steht.
Dieses Rollenlager 21 kann aber auch weggelassen werden, wenn die Spindel durch die Kugeln ausreichend
geführt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Antriebsvorrichtung für die Längsbewegung eines Werkzeugmaschinenschlittens mit einer Kugelumlaufspindel,
deren Kugeln unter Druck in einer Zahnleiste laufen, die von halbschalenförmigen
Profilstücken gebildet wird und als Führung für die Kugelumlaufspindel dient, wobei der aus der
Zahnleiste herausragende Teil der Spindel mit einem Gehäuse bedeckt ist, das halbringförmig und mit
dem beweglichen Schlitten der Werkzeugmaschine verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Zahnleiste bildenden Profilstücke (1) mit etwas Abstand voneinander unmittelbar auf den
plan geschliffenen Oberflächen eines Gestells (2) der Werkzeugmaschine befestigt sind und jeweils
mindestens einen im eingebauten Zustand zugänglichen, der Einstellung der Profilstücke dienenden
Stift (9) aufweisen, der nahe der Stirnfläche (11) des
Profiistückes angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der beide Enden der Spindel in Lagergehäusen aufgenommen
sind, die mit dem halbringförmigen Gehäuse verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagergehäuse (12) an der Stirnfläche (6,) des halbringförmigen Gehäuses (6) befestigt und an der
Spindel (7) axial unbeweglich angebracht sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Lagergehäuse (12)
eingesetzten Lager von zwei axialen Rollenlagern (16) gebildet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wälzlager (21) zwischen den
beiden axialen Rollenlagern (16) angeordnet ist.
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Publications (3)
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Cited By (1)
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Families Citing this family (5)
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