DE2349310C3 - Kläranlage - Google Patents
KläranlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kläranlage, bestehend
aus einem Vorklärraum, einem Faulraum, sowie einem von einem Nachklärraum durch ein den
Querschnitt des Nachklärraumes nach unten verengendes Leitblech teilweise getrennten Belüftungsbecken, in
welchem nahe der auf Abstand zum Behälterboden angeordneten Unterkante des Leitbleches ein schräg
nach oben verlaufender Ansaugschacht für einen Belüfter ausmündet.
Eine solche Kläranlage ist aus der US-PS 30 28 011 bekannt. Der Ansaugschacht dieser bekannten Anlage
hat jedoch einen gleichbleibenden Querschnitt und endet mit seiner Oberkante etwa in der Mitte des Behälters.
Die Belüftung erfolgt hierbei mittels eines Drucklufthebers, wodurch die Aufstiegsgeschwindigkeit der
im Ansaugschacht aufsteigenden Luftblasen in unnötigem Maße groß ist, was für die angestrebte Grenzflächenerneuerung
für den Sauerstoffeintrag von Nachteil ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung dieser Nachteile für eine optimale Umwälzung und für
einen angepaßten Sauerstoffeintrag zu sorgen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ansaugschacht einen sich bis zum Belüfter
nach oben erweiternden Querschnitt aufweist und oberhalb des Belüfters in einen senkrecht angeordneten
Belüftungsschacht von im Vergleich hierzu großem Querschnitt übergeht, und daß der Belüftungsschacht
durch eine wenig unterhalb der Wasseroberfläche vorgesehene Abströmkante mit dem Belüftungsbecken in
Verbindung steht.
Durch die Querschnittserweiterung des Ansaugschachtes werden einmal die sich durch Schwerkraft
absetzenden Schlammteile, welche durch Bauweise der Kläranlage auf möglichst kleine Fläche zurückgeführt
werden, in Suspension gehalten, und zwar mit möglichst großer Geschwindigkeit. Zum anderen verringert
sich durch diese Ausbildung die Aufstiegsgeschwindigkeit des Wassers in einem solchen Maße, daß die Wassermenge
im Belüftungsschacht langsam aufsteigt, wodurch ein hoher Sauerstoffeintrag infolge zunehmender
Grenzflächenerneuenmg erbracht werden kann, was wiederum nur möglich ist, wenn die Geschwindigkeit
des Wassers gegenüber der Luftjieschwindigkeit niedrig
ist Dieses Zusammenwirken erhält man durch den getrennten Belüftungsschacht mil einem Bruchteil der
Wassermenge, die im Vergleich hierzu bei der bekannten Anlage erforderlich ist Man erzielt hierdurch
gleichzeitig eine gute, ständige Sauerstoff-Diffusion und die Wirkung, daß die sich absetzenden Schlammteile
in Suspension gehalten werden.
Im Vergleich zur bekannten Anlage läßt sich hierdurch mit einer wesentlich geringeren in Betrieb zu setzenden
Wassermenge der Effekt des Belebtschlammverfahrens erreichen.
An Hand eines Ausführungsbeispiels ist die Erfindung in der Zeichnung dargestellt und im nachfolgenden
erläutert; in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen schematischen Schnitt durch die Kläranlage gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Anlage.
Über den Zulauf 1 des als Stahlbehälter ausgebildeten Klärbehäliers gelangt das Rohwasser in den Vorklärraum
2. Der sich absetzende Schlamm rutscht über eine Emscherrinne 3 in den Faulraum 4. Über einen
Schlitz 11 tritt das Wasser in das Belüftungsbecken 5 und über einen weiteren Schlitz 12 in den Nachklärraum
6, wo er über die Ablaufkante 10 abläuft.
Das Abwasser wird im Belüftungsbecken 5 über ein Aggregat, das aus dem Ansaugscr acht 7 und einem Belüftungsschacht
8 besteht, belüftet
Um mit möglichst geringen Umwälzmengen auszukommen, und um andererseits den erforderlichen
Sauerstoffeintrag sicherzustellen, sind die Räume des Belüftungsbeckens 5 und des Nacnklärraumes 6 so ausgebildet,
daß sich der Schlamm an einer möglichst kleinen Fläche absetzt. Hierzu ist der Querschnitt am
Übergang, an dem der Schlamm anfällt, klein gehalten. An dieser Stelle wird der Schlamm über den Ansaugschacht
7 abgesaugt. Der Belüftungsschacht 7 erweitert sich an der Stelle, wo über ein Gebläse 19 belüftet wird
(Belüfter 13), in einem solchen Maße, daß die Aufsteiggeschwindigkeit des Wassers so weit verringert wird,
daß die Wassermenge im Belüftungsschacht 8 langsam aufsteigt, so daß die in dem Wassergemisch aufsteigenden
Luftblasen eine möglichst lange Verweilzeit und damit durch häufigere Grenzflächenerneuerung eine
optimale Sauerstoff-Abgabefähigkeit haben.
Durch die Änderung der Aufste;ggeschwindigkeit
entsteht eine Verwirbelung der eingelassenen Luft mit dem zuströmenden Wasser, so daß der Wirkungsgrad
des Drucklufthebers begünstigt wird. Die Abströmkante 9 des Belüftungsschachtes 8 liegt hierbei unter dem
Wasserspiegel. Dies hat zur Folge, daß die Förderhöhe des Drucklufthebers in Interesse eines guten Wirkungsgrades
auf das notwendige Mindestmaß begrenzt wird. Der sich ergebende Abströmquerschnitt 14 ist so groß
gewählt, daß sich eine geringe Förderhöhe des Drucklufthebers ergibt, die Aufsteiggeschwindigkeit aber
noch groß genug ist. daß Luftblasen in das Belüftungsbecken gezogen werden und durch Verwirbelung und
nochmaliges Aufsteigen der Sauerstoffeintrag verbessert wird.
An der Luftzuführungslcitung 15 des Belüfters 13 wird eine geringe Luftmenge abgezweigt, die unter der
Emscherrinnenflächc 16 geleitet wird. Im Raum 17 baut sich ein Luftpolster auf, das an der Kante 18 periodisch
durch einen Luftschwall in den Vorklärraum 2 eintritt, um an der Oberfläche dieses Beckens entstehenden
Schwimmschlamm zu zerstören und zum Absinken zu bringen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch: ^"/Kläranlage, bestehend aus einem Vorklärraum, einem Faulraum, sowie einem von einem Nachklärraum durch ein den Querschnitt des Nachklärraumes nach unten verengendes Leitblech teilweise getrennten Belüftungsbecken, in welchem nahe der auf Abstand zum Behälterboden angeordneten Unterkante des Leitbleches ein schräg nach oben verlaufender Ansaugschacht für einen Belüfter ausmündet, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugschacht (7) einen sich bis zum Belüfter (13) nach oben erweiternden Querschnitt aufweist und oberhalb des Belüfters (13) in einen senkrecht angeordneten Belüftungsschacht (8) von im Vergleich hierzu großem Querschnitt übergeht, und daß der Be'üftungsschacht (8) durch eine wenig unterhalb der Wasseroberfläche vorgesehene Abströmkante (9) mit dem Belüftungsbecken (5) in Verbindung steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732349310 DE2349310C3 (de) | 1973-10-01 | Kläranlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732349310 DE2349310C3 (de) | 1973-10-01 | Kläranlage |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2349310A1 DE2349310A1 (de) | 1975-04-24 |
| DE2349310B2 DE2349310B2 (de) | 1975-11-20 |
| DE2349310C3 true DE2349310C3 (de) | 1976-07-01 |
Family
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