DE2349107A1 - Gummigefedertes schienenrad - Google Patents
Gummigefedertes schienenradInfo
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Description
COHATJSZ & FLORACK 23491
PATENTANWALTSBÜRO 4 DÜSSELDORF SCHÜMANNSTR. 97
PATENTANWÄLTE: Dipl.-tng. W. COHAUSZ · Dipl.-Ing. W. FLORACK · Dipl.-lng. R. KNAUF · Dr.-lng., Dipl.-Wirtsch.-Ing. A. GERBER
28. September 1973
Anmelder: Fried. Krupp Hüttenwerke Aktiengesellschaft 463 Bochum
Gummigefedertes Schienenrad
Die Erfindung betrifft ein gummigefedertes Schienenrad mit einer in einander zugekehrten Ringnuten der Radfelge und des
Radreifens eingebetteten hochvorgespannten Gummieinlage, bei dem zur Begrenzung der axialen Beweglichkeit zwischen Radreifen
und Radfelge sich eine Schulter der Ringnut der Radfelge mit einer Schulter der Ringnut des Radreifens überlappt.
Bei einem bekannten Schienenrad dieser Art sind die sich überlappenden
Schultern an einer Seite des Radreifens angeordnet. Sie sind im Querschnitt konisch ausgebildet und ihre einander
zugekehrten Flächen verlaufen unter Belassung eines Spaltes parallel zueinander. Diese Schultern haben die Aufgabe, die
durch die Gummieinlage mögliche axiale Verschiebung zwischen Radreifen und Radfelge in einer Richtung zu begsnzen. Dies
geschieht in der Weise, daß nach einem bestimmten Verschiebeweg zwischen Radreifen und Radfelge in der axialen Richtung
die Schultern zum Anschlag kommen. Nachteilig ist hierbei, daß die Begrenzung der axialen Verschiebbarkeit nicht durch
e±e mit der axialem Verschiebung progressiv wirksam werdende Kraft- sondern schlagartig begrenzt wird.
K/Tn.- 73/420 - 2 -
509816/0 05Q
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gummigefedertes Schienenrad
zu schaffen, das eine verbesserte axiale Führung hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Schienenrad der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß von den sich überlappenden
Schultern die eine auf der einen Seite und die andere Seite der Gummieinlage angeordnet sind. Bei dieser Anordnung
der Schultern wird die axiale Verschiebbarkeit der Radfelge gegenüber dem Radreifen durch eine mit dem Verschiebeweg progressiv
zunehmende Kraft begrenzt, weil die zwischen den sich überlappenden Schultern angeordnete Gummieinlage bei der
axialen Verschiebbarkeit komprimiert wird.
Da bei den meisten Schienenrädern die Richtung des Hauptanteils der axial wirksam werdenden Kräfte von der Laufkranzseite
zur Spurkranzseite verläuft, sind nach einer Ausgestaltung der Erfindung die Schultern als ununterbrochene Ringe
ausgebildet und die eine vom Radreifen getragene Schulter laufkranzseitig und die andere von der Radfelge getragene
Schulter spurkranzseitig angeordnet. Auch wenn bei dieser Ausgestaltung der Erfindung die Begrenzung der axialen Verschiebbarkeit
in Richtung des Spurkranzes wirkungsvoller ist als in der umgekehrten Richtung, wird doch im Vergleich zu
dem bekannten Schienenrad wegen des größeren Umschließungsbereichs
der Gummieinlage eine Verbesserung in der axialen Führung auch hinsichtlich der in Richtung des Laufkranzes
wirksam werdenden Kräfte erreicht.
Um die sich aus der Neigung der Lauffläche des Schienenrades ergebenden Seitenkräfte zu berücksichtigen, können der Nutengrund
des Radreifens und der Nutengrund der Radfelge eine gleichsinnige und zumindest gleich große Neigung wie die
Lauffläche haben. Darüber hinaus trägt diese Ausgestaltung der Erfindung dazu bei, auch die sich aus dem Fahrbetrieb
ergebenden Seitenkräfte progressiv aufzunehmen, wodurch
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die Wirkung der überhöhten Schultern unterstützt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer zwei Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen
zeigen
Fig. 1 den äußeren Bereich einer Radfelge und den Radreifen
eines Schienenrades im Axialschnitt und
Fig. 2 den äußeren Bereich einer Radfelge und den Radreifen
eines anderen Schienenrades im Axialschnitt.
Bei beiden in den Figuren dargestellten Schienenrädern weist die Radfelge 1, 2 eine äußere Ringnut 3S 4 auf, während der
Radreifen 5, 6 eine innere Ringnut 7, 8 aufweist. In den einander zugekehrten Ringnuten 33 '73 4, 8 ist eine aus einzelnen
Gummiklötzen bestehende Gummieinlage 9» 10 eingebettet. Die
Gummieinlage 9> 10, die aus hartem Weichgummi besteht und
unter Vorspannung steht, hält den Radreifen 5, 6 auf der Radfelge I3 2.
Die Gummieinlage 9, 10 nimmt radiale Stoßkräfte elastisch auf. Damit dies möglich ist, sind die auf jeder Seite der Einlage
9, 10 vorgesehenenj gegenüberliegenden Schultern 11, 12, 13,
14, 15, 16, 17, 18 der Ringnuten 3, 4, 7, 8 mit radialem Spiel
zueinander angeordnet.
Die Gummieinlage 9, 10 nimmt aber nicht nur radiale sondern auch axiale Kräfte auf. Um die Aufnahme dieser Kräfte zu verbessern,
überlappt die laufkantenseitige, vom Radreifen 5» 6
getragene Schulter 12, 16 die spurkranzseitige, von der Radfelge 2 getragene Schulter 13, 17. Da dadurch die Schultern
12, 13, 16, 17 die Scherebene 23, 24 der Gummieinlage
9, 10 überragen, wird die Gummieinlage 9, 10 beim Wirksamwerden einer in Richtung des Pfeiles 25, 26 auftretenden
axialen Belastung am Radreifen 5,6 komprimiert. Die Kraft
- 4 -5 0 S 8 1 6 / 0 0 5 0
wird also progressiv aufgenommen.
Im Ausführungsbeispiel sind sämtliche Schultern 12 bis 18 als geschlossene Ringe ausgeführt. Grundsätzlich ist es aber
möglich, daß die sich überlappenden Schultern 12, 13>
16, 17 sich aus mehreren, mit Abständen voneinander angeordneten
Ringsegmenten zusammensetzen. In einem solchen Fall sind dann die Ringsegmente an sämtlichen Schultern derart angeordnet,
daß sie zahnradartig ineinandergreifen und jeweils einem von der Radfelge getragenen Ringsegment auf der einen Seite der
Gummieinlage 9, 10 ein von dem Radreifen 5 getragenes Ringsegment auf der anderen Seite der Gummieinlage 93 10 gegenüberliegt,
wobei diese beiden Segmente sich gegenseitig überlappen. Ein derart ausgebildetes Schienenrad hat in beiden
axialen Richtungen eine hohe Führungsstabilität, da die Gummieinlage unabhängig von der Richtung der axialen Kraft komprimiert
wird. Da im normalen Betrieb die Schienenräder aber hauptsächlich in Richtung der Pfeile 25, 26 belastet werden,
wird man vorzugsweise die in den Figuren dargestellte Form geschlossener Ringschultern wählen. Auch bei dieser Form erhält
man eine gegenüber dem bekannten Schienenrad verbesserte Seitenführung in zu den Pfeilen 25>
26 entgegengesetzter Richtung, weil die Gummieinlage 95 10 in einer günstigeren Einbettung
liegt.
Das erfindungsgemäße Schienenrad ermöglicht verschiedene Formen
der Ringnuten 3, 4, 7, 8. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist für den Nutengrund der Ringnut 7 eine erhabene Wölbung und
für den Nutengrund der Ringnut 3 eine gewölbte Vertiefung vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist der Nutengrund
der Ringnut 8 und der Nutengrund der Ringnut 4 entsprechend der Neigung der Lauffläche 27 geneigt. Durch diese Neigung
der Ringnuten 4, 8 werden die sich aus der Neigung der Lauffläche 27 ergebenden Seitenkräfte von der Gummieinlage 10
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aufgenommen. Um eine glexchmäßige Belastung der Gummieinlage
zu gewährleisten, ist die GuimLeinlage 9, 10 der Form der Ringnuten
3j ^s 7j 8 angepaßt.
Ansprüche:
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Claims (2)
- Ansprüche:lGummigefedert.es Schienenrad mit einer in einander zugekehrten Ringnuten der Radfelge und des Radreifens eingebetteten, hoch vorgespannten Gummieinlage, bei dem zur Begrenzung der axialen Beweglichkeit zwischen Radreifen und Radfelge sich eine Schulter der Ringnut der Radfelge mit einer Schulter der Ringnut des Radreifens überlappt, dadurch, gekennzeichnet, daß von den sich überlappenden Schultern )12,13,16,17) die eine auf der einen Seite und die andere auf der anderen Seite der Gummieinlage (9,10) angeordnet sind.
- 2. Schienenrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schultern (12,13,16,17) als ununterbrochene Ringe ausgebildet sind und die eine vom Radreifen (5*6) getragene Schulter (12,16) laufkranzseitig und die andere von der Radfelge (1,2) getragene Schulter (13,17) spurkranzseitig angeordnet sind.3· Schienenrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nutengrund des Radreifens (6) und der Nutengrund der Radfelge (2) eine gleichsinnige und zumindest gleich große Neigung wie die Lauffläche (27) des Radreifens (6) haben.5 0 9 8 16/ 0050
Priority Applications (9)
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| NL7410165.A NL164229C (nl) | 1973-09-29 | 1974-07-29 | Met rubber geveerd wiel voor railvoertuigen. |
| IT52696/74A IT1019076B (it) | 1973-09-29 | 1974-08-22 | Ruota per veicoli su rotaie molleg giata gomma |
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Publications (3)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: KRUPP STAHL AG, 4630 BOCHUM, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHMIEDEWERKE KRUPP-KLOECKNER GMBH, 4630 BOCHUM, D |