DE234801C - - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- M 234801 KLASSE 21 a. GRUPPE
und mit Stenographenstationen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. April 1909 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Diktierfernsprecheinnchtung, welche aus zwei
Geberstationen und einer beliebigen Anzahl von Empfängerstationen, sogenannten Stenographenstationen,
besteht, von denen ein Teil wahlweise mit den beiden Geberstationen verbunden werden kann, während ein anderer
Teil der Stenographenstationen nur mit je einer der beiden Geberstationen' in Verbindung
ίο gebracht werden kann. Die Leitung zwischen
sämtlichen Stationen ist nach dem Dreileitersystem ausgebildet.
Diktierfernsprecheinrichtungen dieser Art sind an sich bekannt; auch die Anwendung
des Dreileitersystems bei diesen Einrichtungen ist nicht mehr neu. Den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bildet die Verbesserung dieser Einrichtungen und die Beseitigung
von Störungsursachen, welche sich bei den bekannten Vorrichtungen im Betriebe herausgestellt
haben.
So stellten sich vor allem bei der Verbindung der beiden Geberstationen untereinander
dann Störungen ein, wenn der Anruf von beiden Stationen aus zufällig gleichzeitig erfolgte.
Diese Störungen werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß durch Umlegen
von Schaltern für den Anruf der Geberstationen untereinander aus den drei Verbindungsleitungen
zwei Stromkreise hergestellt werden, wobei die zu jeder Geberstation gehörigen Rufbatterien in den diesen beiden
Stromkreisen nicht gemeinsamen Leitern (Außenleitern) liegen. Bei Herstellung der
Sprechstromkreise dagegen werden dieselben Leitungen derart umgeschaltet, daß eine der
Sprechbatterien der Geberstationen, wie dieses für den Betrieb der Mikrophone der Stationen
erwünscht ist, ausgeschaltet und die andere Sprechbatterie in bekannter Weise in den
Mittelleiter der Sprechstromkreise gelegt wird. Auch der Anruf und das Sprechen zwischen
den Geberstationen und den Stenographenstationen war bei den bisher bekannten Diktierfernsprecheinrichtungen
dadurch Störungen ausgesetzt, daß eine zwischen der einen Geberstation und einer Wahlstation bereits bestehende
Verbindung bei Anruf derselben Wahlstation seitens der anderen Geberstation beeinflußt und gestört werden konnte. Um
diese Übelstände zu vermeiden, besitzt jede Stenographenwahlstation einen Schalter, welcher
vier Kontakte enthält. In diesem Schalter ist je ein Leiter des Dreileitersystems
jeder Geberstation bei Nichtbenutzung der Wahlstationen unterbrochen, während nach erfolgtem
Anruf dieser Wahlstationen und Umlegen des Schalters immer das nach der einen Geberstation führende Dreileitersystem vollständig
geschlossen und gleichzeitig ein zweiter Leiter in dem nach der anderen Geberstation
führenden Dreileitersystem unterbrochen wird. Mit dieser Schaltung ist zugleich ein Besetztzeichen
derart verbunden, daß eine in jeder Geberstation befindliche Glocke in dem jeweilig
unterbrochenen Dreileitersystem in Ruhe bleibt, wenn die an letzteres angeschlossene
Geberstation die schon mit der anderen Geber-
station verbundene Stenographenwahlstation anruft. Andererseits gibt diese Glocke der
Geberstation das der angerufenen Wahlstation übermittelte Zeichen wieder, wenn diese Wahl-Station
frei ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellen die Fig. ι und ia das Schaltungsschema einer
Fernsprechdiktiereinrichtung nach vorliegender Erfindung dar, und zwar sind beide Figuren
ίο miteinander in Verbindung stehend zu denken.
Auf der Zeichnung sind mit A' und A2 zwei Geberstellen bezeichnet. Die Wahlstenographenstationen
B' und B2 sind derartig eingerichtet, daß sie wahlweise mit einer der beiden
Geberstationen verbunden werden können. Die übrigen Stenographenstationen C, C2,CZ, C4
können nur mit einer einzigen Geberstation verbunden werden. Natürlich können Stenographenstationen
jeder Art in beliebiger Zahl in einer Diktiereinrichtung vorhanden sein. Die in den Zeichnungen dargestellten Stationen
sollen nur das Wesen der vorliegenden Erfindung erläutern.
Jede Geberstation hat Stöpsel, Hebel o. dgl.
Einrichtungen, durch welche die Verbindung mit einer der ihr allein zugeordneten Stenographenstationen
oder mit den für beide Geberstationen gemeinsamen Stenographenwahlstationen oder schließlich mit der anderen
Geberstation selbst hergestellt werden kann. Der in der Fernsprechdiktieranlage zur Verwendung
kommende Telephonapparat kann irgendwelcher Art sein. Auf den in der Zeichnung dargestellten Stenographenstationen ist
mit 10 die Geber-, mit 11 die Empfängervorrichtung, mit 12 der Schalthaken in üblicher
Ausführung und mit 13 die Anrufglocke bezeichnet.
Auf der Geberstation A' stellt 14' die Sendervorrichtung,
15' und 16' zwei Telephonempfänger dar, von denen 15' einen Hörer in
üblicher Ausführung zeigt, während mit 16' eine sehr empfindliche sogenannte laut sprechende
Vorrichtung bezeichnet ist. 17' stellt die Glocke für den Anruf der Geberstation A'
dar, die mit einer Tableauklappe in üblicher Weise verbunden ist. Die Geberstation A2
besitzt dieselben Einrichtungen wie A'. Die Stöpsel oder Hebel auf der Geberstation A'
tragen die Zeichen D' E' F' H'; sie sind sämtlich mit den entsprechenden Anzeigeklappen
d' e' f g' h' verbunden. Mit 23 bzw. 24 und dem entsprechenden Bezugszeichen sind
die Sprech- bzw. Rufbatterien der Geberstationen bezeichnet; 25' und 25s stellen die Schalter
auf den entsprechenden Geberstationen dar, durch die der lautsprechende Empfangsapparat in den Sprechstromkreis eingeschaltet
wird.
. Die Zeichnung zeigt das Schaltungsschema der Einrichtung, wenn dieselbe nicht benutzt
wird. Wünscht nun z. B. die Geberstation A' ein Diktat der Empfangsstation C zu übermitteln,
so wird der Hebel G' auf der Geberstation derart umgelegt, daß die längliche
Zunge 30 etwas angehoben wird. Hierdurch wird ein Weckstromkreis hergestellt, der von
Batterie 24' über die Leitungen V I2, Zungen 31 und 30, Leitung P, Glocke 13 der Stenographenstation
C, Schalthaken 12, Leitung I*,
Zungen 32 und 33, Leitungen V>, Is, P zurück
zur Batterie 24' läuft. Auf diese Weise wird die Stenographenstation C davon in Kenntnis
gesetzt, daß eine Verbindung mit ihr verlangt wird, worauf der Hörer dieser Station vom
Schalthaken 12 abgenommen wird.
Gleichzeitig wird an der Geberstation A' der Hebel G' nun derart umgelegt, daß der
Kontakt zwischen den Zungen 30 und 31 unterbrochen und die Zungen 32, 35, 36 und
37 heruntergedrückt werden. Hierdurch werden zwei getrennte Sprechstromkreise zwischen
der Geberstation A' und der Stenographenstation C hergestellt, und zwar läuft in dem
einen dieser Sprechstromkreise der Strom vom Sender 14' der Geberstation A' über die Leitung
m', die Zungen 39 und 37, die Leitungen ot2, ot3, Ot4, Sprechbatterie- 23', Leitungen
Ot5, Ot6, Zungen 40 und 32, Leitung /4 zum
Schalthaken 12 der Stenographenstation C und über die Kontaktzungen 42 und 43, den
Hörer 11, die Leitung ot7, Zungen 36 und 44,
die Leitungen ot8, ot9 zum Sender 14' der
Station A' zurück. In diesem Stromkreise liegen also der Sender der Station A', der
Empfänger der Stenographenstation, die Sprechbatterie
und die beide Stationen verbindenden Leitungen Z4, ot7.
Der zweite Sprechstromkreis wird von der Stenographenstation C zur Geberstation A'
auf die folgende Weise hergestellt: Von dem Sender 10 der Stenographenstation läuft der
Strom über Leitung P, die Zungen 45 und 35, Leitungen n', n2 zum Hörer 15' der Station A'
oder bei anderer Lage des Schalters 25' zur laut sprechenden Vorrichtung 16' und von
hier. aus über die Sprechbatterie 23', die Leitungen m5, ot6, die Federn 40 und 32, die
Leitung fi zurück zum Schalthaken 12 und durch die Feder 42 zum Sender 10 der Stenographenstation.
In diesem Stromkreis liegeri also der Sender 10 der Stenographenstation C,
der Empfänger 15' bzw. 16' der Geberstation A' und die Sprechbatterie 23'. Die beiden
Stationen werden durch die Leitungen P, P miteinander verbunden.
Wünscht die Stenographenstation C die Station .4' anzurufen, so kann dies geschehen,
wenn die Schaltungen auf der Geberstation A' sich in der in Fig. 1 dargestellten Lage befinden.
Hierdurch wird beim Abnehmen des Hörers der Stenographenstation vom Haken 12
Kontaktzungeri 54 und 55 des Schalters K', j
weiter durch die Leitung fti, m7 zurück zu
den Zungen 36 und 44 des Schalters E', die Leitungen ma, m° zum Sender 14' der Station
A' zurück.
Der zweite Stromkreis von der Wählst ation
B' zur Geberstation A' hat den folgenden Verlauf: Von dem Sender 10 der Wahlstation
läuft der Strom über den Zweig ft' der Leitung ^3 zu den Kontaktzungen 52 und 53
des Schalters K', ferner über ft2· und die zur
Geberstation führende Leitung I3 zu den Zungen 45 und 35 des auf dieser Station befindlichen
Schalters E', die Leitungen n', n2 zum Hörer 15' bzw. 161, über Sprechbatterie 23',
die Leitungen m&, m6, die Federn 40 und 32
des Schalters E', die Leitung /4 zurück zum
Schalthaken 12 und durch die Federn 42 zum Sender 10 der Wahlstation. Wünscht die
Wahlstation B' die Geberstation A' anzurufen, so wird der Hebel K' nach links verschoben,
worauf der Anruf nach Abnahme des Hörers in der vorher beschriebenen Weise folgendermaßen
stattfindet: Von der Batterie 24' verläuft der Strom über die Leitungen V, 0' zur
Anzeigeklappe β' und über die Leitung o2, die
Zungen 47 und 36 des Schalters E', die Leitung m1, den Zweig f*, die einander berührenden
Zungen 55 und 54 des Schalters K', den Zweig ft3 der Leitung m1, zum Hörer 11 der
Wahlstation B' und hier über die Zungen 43 und 42, Schalthaken 12, über die Leitung Z1
zurück zu den Federn 32 und 33 des Schalters E' der Geberstation A' und durch die
Leitungen /5, ^6, P zur Batterie 24' zurück.
Auf diese Weise fällt die Anzeigeklappe e' auf der Station A' und zeigt an, daß eine Verbindung
seitens der Wahlstation verlangt wird.
Wie aus der Schaltung hervorgeht, kann die Geberstation A 2 vermittels ihres Hebels E2
in gleicher Weise die Wahlstation B' anrufen. Ebenso ist ein Anrufen der Wahlstation B2
seitens der Geberstation A' in der vorher beschriebenen Weise mittels des Hebels F' möglich.
Die Verbindung zwischen der Geberstation A2 und der Wahlstation B2 geschieht
analog mittels des Schalters -F2 dieser Geberstation. Man erkennt, daß bei der Mittellage
des auf der Wahlstation befindlichen Schalters K' bzw. K2, welcher vier Kontakte enthält,
je ein von jeder Geberstation kommender Leiter (m7) des die Stationen verbindenden
Dreileitersystems unterbrochen ist. Beim Umlegen des Schalters K' wird dieser dritte
Leiter für die anrufende Station gleichfalls geschlossen, während ein zweiter, nach der nicht
anrufenden Station führender Leiter (Is) unterbrochen
wird. Die nicht anrufende Station hängt auf diese Weise mit der besetzten Wahlstation nur noch mittels eines Leiters ll
zusammen und kann somit an diese Wahlstation keine Zeichen übermitteln, solange dieselbe
besetzt ist.
Von den Geberstationen A werden den Wahl-Stationen B Signale nach Übereinkunft gegeben,
so daß der Stenograph der Wahlstation weiß, von welcher Geberstation aus er angerufen
wird. Der Stenograph legt alsdann den Schalthebel K nach links oder rechts, je
nachdem das verabredete Zeichen der Station A' oder A'1 ertönt. Wird eine besetzte
Wahlstation seitens der freien Geberstation angerufen, so wird der anrufenden Geberstation
ein Besetztzeichen übermittelt. Zu diesem Zwecke sind die von der oberen Feder der
Schalthebel E', F', E2, F2 ausgehenden Leitungen 57 nicht wie die entsprechenden Leitungen
der Schalterhebel G, H', G2, H2 für
die Verbindung mit den festen Stenographen-Stationen C, C2, C3 und C4 unmittelbar an
den Draht V angeschlossen, sondern unter Zwischenschaltung der Glocken X' und X2.
Diese Glocken ertönen also, sobald die angerufene Wahlstation frei ist, in der Geberstation
selbst in demselben Signal, das von· der Geberstation der Wahlstation übermittelt wird.
Der Stromkreis enthält z. B. für den Anruf der Station B' von A 2 aus folgende Leitungen:
Zum Anruf werden die Zungen 30, 31 des go
Schalters Z?2 miteinander verbunden. Der Strom läuft analog, wie für den Anruf von B'
durch Station A' beschrieben, über die Glocke X2,
die Batterie 242, die Kontaktzungen 30. 31
zur Leitung V^, weiter zur gleichen benannten
Leitung der Fig. 1 über Glocke 13, Haken 12,
Leitungen I3, ft' in Richtung 51 zur Zunge 58
und dann in die zur Station A2 zurückführende Leitung I3, welche an dem Schalter E2
angeschlossen ist. Ist der Hörer bei B' an- ioo gehängt, so ertönen beide Glocken X2 und 13,
andernfalls keine von beiden, nämlich dann, wenn B' besetzt ist.
Schließlich können noch die einzelnen Geberstationen A sich gegenseitig anrufen und sich
miteinander in Verbindung setzen. Zu diesem Zwecke dienen die Schalthebel D' und D2 der
Geberstationen und die Leitungen q', q2, q3. Wünscht sich z. B. die Geberstation A' mit
der Station A2 in Verbindung zu setzen, so wird durch den Schalthebel D' ein Kontakt
zwischen den Zungen 60' und 61' sowie 62 und 63 hergestellt und ein Stromweg eröffnet,
der folgendermaßen verläuft: Von der Rufbatterie 24' über Leitung V, Zungen 61' und 60',
Leitungen r' und q' zur Station Az und hier
über die Zungen 65 und 66, die Signalklappe d2, die Leitungen r2 und q2 zurück zur Station A'
und hier über die Zungen 62 und 63 und die Leitungen I6 und V zur Rufbatterie 24' zurück.
Umgekehrt findet ein Anrufen der Station A'
der folgende Stromkreis hergestellt: Von Batterie 24' über Leitungen L' 0' zur Anzeigeklappe
g' und über Leitung o2, die Zungen 47 und 36, die Leitung m7 zum Hörer 11 der
Stenographenstation C' und hier über die Zungen 43, 42 und Schalthaken 12 über die Leitung
l'1 zurück zu den Federn 32 und 33 der
Geberstation A' und durch die Leitungen I5, l&, Γ zur Batterie 24' zurück. Auf diese Weise
fällt die Anzeigeklappe auf der Station A' und zeigt an, daß eine Verbindung mit dieser
Station verlangt wird. Zugleich wird durch das Fallen der Anzeigeklappe g' ein Stromkreis
über die Glocke 17', einen Ausschalter, einen Widerstand, die Batterie 24' und die
Leitung P geschlossen, der durch das Ertönen der Glocke 17' auf den Anruf aufmerksam
macht.
Die Verbindung zwischen den Geberstationen A' und A2 mit den Stenographenstationen
C2 bzw. C3 und C4 wird vermittels
der Hebel JJ' bzw. G2 und H2 in derselben Weise hergestellt, wie soeben bei der Verbindung
der Stationen A' und C beschrieben.
Die Stenographenstationen B' und B2 sind Wahlstationen und können mit jeder der Geberstationen
A' und A2 verbunden werden. Jede dieser Stationen trägt einen Schalter Jv'
bzw. Ji2, der in der Ruhestellung des Apparates die in der Zeichnung dargestellte Lage
einnimmt. In dieser Stellung kann die Station Signale von beiden Geberstationen annehmen.
Wünscht z. B. die Geberstation A' sich mit der Stenographenstation B' in Verbindung
zu setzen, so wird auf der Geberstation der Hebel E' in derselben Weise bewegt,
wie vorher beim Hebel G' beschrieben. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß die Leitungen
P und m1 der Wahlstation B' an den
Stellen 50 und 51 im Gegensatz zu den Leitungen der Stenographenstation C unterbrochen
sind. Die beiden Enden p' p'2 des Drahtes lä der Station A' sind zu den Schaltfedern
52 und 53 geführt, die in der Ruhestellung des Schalters Jv' in Kontakt miteinander
stehen.
Ebenso ist der von der Station A2 zu dem Schalter K' führende Draht Is mit den Schaltfedern
58 und 59 verbunden, die in der Ruhestellung des Schalters K' ebenfalls einen Kontakt
bilden. In gleicher Weise sind die Enden ■p3, pl der von der Station A' kommenden
unterbrochenen Leitung m7 zu den Federn 54 und 55 geführt, die bei der Ruhestellung des
Hebels K' nicht in Kontakt miteinander stehen.
Der von der Station A2 kommende Draht m1
läuft in analoger Weise zur Schaltzunge 60, welche in der Ruhestellung des Schalters K'
die gegenüberliegende Schaltzunge 61 nicht berührt.
Die Schaltzungen 52 und 59 einerseits sowie 61 und 54 andererseits sind miteinander
leitend verbunden.
In der Ruhestellung des Schalters K' steht also die Wahlstation B' sowohl durch die
nicht zu dem Schalter K' geführten Leitungen /4 als auch durch den nach dem Schalter
K' hinführenden Zweig p' der sich teilenden Leitung la über die Kontaktzungen 52,
53 bzw. 58, 59 und den nach den beiden Geberstationen A' und A2 führenden Teil der
Leitung /3 mit beiden Geberstationen in Verbindung.
Die dritten Leitungen m1 des Dreileitersystems
sind dagegen zwischen den Schaltzungen 54, 55 bzw. 60, 61 des Schalters Jv'
geöffnet.
Sobald der Weckstromkreis von der Geberstation A' zur Wahlstation B' durch Umstellen
der Zungen 30 und 31 der Schaltvorrichtung E' vermittels der Leitungen Is, l'1
hergestellt wird, so ertönt an der Stenographenstation B' das Weckzeichen.
Der Stromverlauf ist hierbei entsprechend dem vorher beschriebenen Anruf der Station C
seitens der Station A' der folgende: Von der Batterie 24' über die Leitungen V, Signalglocke
X', Leitung 57, Zungen 31 und 30 der Schaltvorrichtung E', Leitung P, Zweig p2,
Schaltzungen 53 und 52 des Schalters Jv', go Zweig p' der in der Wahlstation B' verlaufenden
Leitung I3, Glocke 13, Schalthaken 12,
Leitung Z4, Zungen 32 und 33 der Schaltvorrichtung
E', Leitungen I5,16, I1 zurück zur Batterie
24.
Nach Empfang des Zeichens wird an der Wahlstation B' der Hörer vom Haken abgenommen
und der Hebel K' nach links (Fig. 1) bewegt. Hierdurch wird die Leitung ηιΊ der
Station A' vermittels der Federn 54 und 55 geschlossen und zugleich die zur Station A2
führende Leitung lz durch Entfernen der Federn 58 und 59 voneinander geöffnet.
Die Verbindung der Sprechstromkreise zwischen den beiden Stationen findet genau in
derselben Weise statt, wie vorher bei der Verbindung zwischen den Stationen A' und C
beschrieben worden ist, und zwar werden zu diesem Zwecke an der Geberstation A' nach
Entfernen der Zungen 30 und 31 des Schalters E' die Zungen 32, 35, 36 und 37 dieses
Schalters heruntergedrückt. Die beiden Sprechstromkreise, die hierdurch gebildet werden,
sind die folgenden: Vom Sender 14' der Geberstation A' verläuft der Strom des ersten
Stromkreises über die Leitung m', die Zungen 39 und 37 des Schalters E', die Leitungen m2,
ms, m*, Sprechbatterie 23', Leitungen m5, me,
Zungen 40 und 32 des Schalters E1, Leitung i4 zum Schalthaken 12 der Wahlstation
B' und über die Kontaktzungen 42, 43, den Hörer 11, die Leitung m7, Zweig p3,
seitens der Station A2 nach Umlegen der Zungen
60' und 61' sowie 62 und 63 des Hebels Z)2 auf die folgende Weise statt: Von
der Ruf batterie 24 s der Station A2 verläuft
der Strom über die Leitung V dieser Station, die Zungen 61' und 60' des Schalters D2,
Leitungen r' und qs zur Station A' und hier
über die Zungen 70, Signalklappe d', Leitung q2 zurück zur Station A2 und hier über
die Zungen 62 und 63 des Schalters Z)2 und die Leitungen I6, V zur Rufbatterie 24s zurück.
Man erkennt also, daß bei dieser Anrufschaltung der gemeinsame Leiter q2 (Mittelleiter)
batterielos ist, während die beiden Rufbatterien in den Außenleitern q' bzw. qz
liegen. Hierdurch werden die bei anderen Schaltarten, bei welchen eine einzige Rufbatterie
im Mittelleiter ■ angeordnet ist, sich zeigenden Störungen vermieden, welche auftreten,
wenn sich beide Geberstationen zufällig zu gleicher Zeit anrufen.
Nach dem Anrufen werden beide Geberstationen dadurch in Verbindung miteinander
gesetzt, daß durch die Schalthebel D' und D2
die Zungen 68, 69, 70, 71 sowie 65, 72, 73, 74 heruntergedrückt werden. Hierdurch kommt
folgender Sprechstromkreis von Station A' nach Station A2 zustande: Vom Sender 14'
fließt der Strom durch die Leitung m!, die Zungen 75 und 71, die Leitung q2 zur Station^2
und hier durch die Zungen 76 und 72, die Leitung s', die Empfängervorrichtung 152
oder 162, die Batterie 232, die Leitung s2, die
Zungen 78 und 65, die Leitung q' zurück zur Geberstation A' und hier durch die Zungen 68
und 79 und die Leitung m9 zum Sender 14' zurück. In diesem Stromkreis liegen also der
Sender der Station A', der Empfänger der Station A2 und eine Sprechbatterie 232, während
die Leitungen q\ und q2 die Verbindung zwischen den beiden Stationen herstellen.
In ganz ähnlicher Weise ist ein Stromkreis geschlossen, in welchem der Sender der Station
A2 und der Empfänger der Station A' liegt. Der Strom fließt von der Batterie 23 s
über, die Leitung t3 zur Kontaktzunge 74 des Schalters Z)2, weiter über die Kontaktzunge 80,
die Leitung t*, das Mikrophon 142, die Leitung
P-, die Kontaktzungen 81, 73 des Schalters
D2, die Leitung q3, die Kontaktzungen 70/84 des Schalters D1, die Leitungen m3
und w4, den Hörer 15', den Schalter 25', die
Leitung n2, die Kontaktzungen 69 und 85 des Schalters D', an welch letztere die Leitung q'
angeschlossen ist. Diese Leitung führt wieder zurück zur Station A 2, und zwar über die
Kontaktzungen 65, 78 des Schalters D2 und die Leitung s2 zurück zur Batterie 23s. Hiermit
ist der Stromkreis geschlossen und enthält die Batterie 23s und den Sender 142 der
Station Az sowie den Empfänger 15' von A'.
Es haben also beide Sprechstromkreise als gemeinsamen Mittelleiter die Leitung q', die
nunmehr die Batterie 23s sowie die Kontaktzungen
78, 65 des Schalters D2 enthält.
Der Sprechstromkreis ist auf diese Weise mittels der Sprechbatterie einer einzigen
Geberstation und über getrennte Leitungen hergestellt, wie dies zur Vermeidung von Störungen
wünschenswert erscheint.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:i. Diktierfernsprecheinrichtung mit zwei durch Dreileitersystem verbundenen Geber-Stationen und mit Stenographenstationen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Umlegen von Schaltern für den Anruf der Geberstationen untereinander aus den drei Verbindungsleitungen zwei Stromkreise hergestellt werden, wobei die zu jeder Geberstation gehörigen Rufbatterien in den diesen beiden Stromkreisen nicht gemeinsamen Leitern (Außenleitern) liegen, während bei Herstellung der Sprechstromkreise dieselben Leitungen derart umgeschaltet werden, daß eine der Sprechbätterien der Geberstationen ausgeschaltet und die andere in bekannter Weise in den Mittelleiter der Sprechstromkreise gelegt wird.
- 2. Diktierfernsprecheinrichtung nach Anspruch 1 für zwei Geberstationen und eine Stenographenstation, die sich wahlweise mit einer der beiden Geberstationen mittels eines Schalters verbinden kann, dadurch gekennzeichnet, daß in diesem ' Schalter, der vier Kontakte enthält, je ein Leiter des Dreileitersystems jeder Geberstation in der Ruhelage unterbrochen ist und beim Umlegen des Schalters immer das eine Dreileitersystem vollständig geschlossen und gleichzeitig ein zweiter Leiter im anderen Dreileitersystem unterbrochen wird, wobei eine in jeder Geberstation befindliche Glocke in dem jeweilig unterbrochenen Dreileitersystem in Ruhe bleibt, wenn die an letzteres angeschlossene Geberstation die schon mit der anderen Geberstation verbundene Stenographenstation anruft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB190909350T | 1909-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE234801C true DE234801C (de) |
Family
ID=32444008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT234801D Active DE234801C (de) | 1909-04-20 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE234801C (de) |
| FR (1) | FR402195A (de) |
| GB (1) | GB190909350A (de) |
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- DE DENDAT234801D patent/DE234801C/de active Active
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1909
- 1909-04-19 FR FR402195A patent/FR402195A/fr not_active Expired
- 1909-04-20 GB GB190909350D patent/GB190909350A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB190909350A (en) | 1909-09-30 |
| FR402195A (fr) | 1909-09-30 |
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