DE2347123A1 - Selektivschutzvorrichtung mit strombegrenzerschaltern - Google Patents
Selektivschutzvorrichtung mit strombegrenzerschalternInfo
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Description
Merlin Gerin, Grenoble
Die Erfindung bezieht sich auf eine Selektivschutzvorrichtung
mit Stroinbegrenzerschaltern, die in mehreren Stufen eines
Niederspannungs Leistungsstromkreises angeordnet sind, wobei jeder Schalter eine Auslösesteuerung und eine schnelle Öffnungsvorrichtung
der Kontakte bei Fehlerauftritt aufweist, wobei letztere Vorrichtung so beschaffen ist, dass sie schnell
die von dem Fehlerstrom durchflossenen Schalterkontakte öffnet und nach Verschwinden dieses Stromes das Wiederschliessen der
Kontakte ermöglicht.
Eine zwangsläufige Kontinuität der elektrischen Energieverteilung bedingt eine Selektivauslösung der Schalter auf verschiedenen
Stufen einer Verteilungsanlage, so dass der Fehlerstrom isoliert und die Stromversorgung in den unbeschädigten
Teilen der Anlage aufrechterhalten wird. Die klassischen chronometrischen Selektivanlagen weisen den Nachteil auf, dass sie
alle ihre Elemente mit den unbeschränkten Kurzschluss-Strömen während relativ langer 'M.t^n belasten. Das Prinzip der chronometrischen
Selektivität mit gestaffelten Öffnungszeiten der Auslöser ist unvereinbar mit der heutigen Entwicklung, die
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Kurzschluss-Ströme durch schnelle Öffnung der Kontakte zu begrenzen.
Man weiss, dass die Vervrendung von schnellen Begrenzerschaltern, die die normale Entwicklung der Kurzschluss-Ströme
verhindern, und die eine Abschaltung nach ä'usserst kurzen Zeiten gewährleisten, sich immer mehr durchsetzt.
Es ist eine Selektivschutzvorrichtung mit Begrenzerschaltern von vorgenannter Art bekannt, in der die Wirkung der Strombegrenzung
und die der Selektivität vereinigt wurden und somit unverzüglich die Öffnung und die schnelle Auslösung aller von dem
Fehlerstrom durchflossenen Schalter bewirken und weiterhin die Schnellwiedereinschaltung der Schalter des unbeschädigten Teiles
des Anlage steuern, wobei nur der sich oberhalb des Fehlers befindende Schalter in geöffneter Stellung bleibt. Die bekannte
Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass sie mit schnellen Fernsteuerungen ausgerüstete Schalter benötigt, die ziemlich teuer
und kompliziert sind, und dass sie die Stromversorgung während einer oder mehrerer aufeinanderfolgenden ziemlich langen Zeitperioden
unterbricht. Da jede Öffnung der Kontakte durch die Auslösung des Hauptmechanismus geschieht, und die Wiedereinschaltung
durch die Fernsteuerung erfolgt, so wird die Stromversorgung während einer ziemlich langen Zeitspanne unterbrochen. Derartige
Unterbrechungen, die das Auslösen von Schutzvorrichtungen oder Relais bewirken, können in modernen Anlagen nicht geduldet werden
und bilden einen unzulässigen Mangel dieser Vorrichtung.
Der "rfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese i-.achteile zu
vermeiden und eine Selektiveauslösevorrichtung für fchalter mit
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3troir.begrenzungswirkung zu schaffen.
Die Schutzvorrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die schnellen Offnungsmittel unabhängig von der
Auslösesteuerung sind und so beschaffen sind, dass sie eine schnelle Wiedereinschaltung der Kontakte ermöglichen, wenn der
Stromwert unter einen vorherbestimmten Wert, nahe Null, sinkt, und dass eine an sich bekannte Verbindungsvorrichtung die Auslösesteuerungen
der verschiedenen Stufen verbindet, so dass das Auslösen des sich direkt oberhalb des Fehlers befindenden Schalters
und nur dieses Schalters, dessen Kontakte offen gehalten werden, gewährleistet wird, während sich die anderen Schalter
schliessen, wenn der Strom unter den genannten Wert sinkt.
Die von dem Kurzschluss-Strom durchflossenen Kontakte der gesamten
Reihenschalter öffnen sich beim Auftritt eines Kurzschlusses schnell und bewirken1 somit eine beträchtliche Strombegrenzung.
Die gesamte Anlage kann also an diesen begrenzten Kurzschluss-Strom angepasst werden. Die schnelle Öffnung der
Kontakte führt nicht ein Auslösen des Schalters herbei, und nach Abschlatung des Stromes schliessen sich die Kontakte automatisch,
falls inzwischen kein Auslösebefehl an die Auslösesteuerung gesandt wurde. Die selektive Verteilung der Auslösebefehle
ermöglicht es, einen solchen Befehl nur dem direkt ober, halb des Fehlers gelegenen Schalter zu übermitteln und nur diesem
Säialter, dessen Kontakte geöffnet bleiben, während sich die
Kontakte der anderen Schalter schliessen, um die Fortdauer der Stromversorgung der unbeschädigten Teile der Anlage zu gewährleisten.
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Die Selektivauslösung der Schalter wird vorteilhaft durch die Vorrichtungen ausgeführt, die in den französischen Patentschriften
Nr. I.42I.236 und Nr. I.505.562 oder in der deutschen Offenlegungsschrift
P 21 62 414 des Anmelders beschrieben sind.
Gemäss einer Entwicklung der Erfindung sind die schnellen Offnungsmittel
der Kontakte elektromagnetischer Art, welche aktiv werden, wenn der Strom einen vorherbestimmten Wert überschreitet,
welcher bedeutend niedriger als der maximale Kurzschluss-Strom liegt. Sobald der Strom verschwindet, schliessen sich die Kontakte
und es ist leicht zu sehen, dass die Unterbrechungsdauer der Stromversorgung äusserst kurz ist und bedeutend niedriger
gegenüber der für ein Wiedereinschalten mit Hilfe einer Fernsteuerung notwendigen Dauer liegt.
Die elektromagnetische Steuerung begünstigt eine klare Öffnung
der Kontakte und deren Haltung in geöffneter Stellung bis zum Verschwinden des Stromes, um Schwingungen und ein Verschweissen
der Kontakte zu vermeiden, wenn der Stromwert nahe dem, eine schnelle Öffnung hervorrufenden Wert liegt.
Die klare Öffnung und die verspätete Wiedereinschaltung können
durch ein sprunghaft wirkendes System, insbesondere mit Dauermagnet, der die Kontakte in geschlossener Stellung anspricht,
verbessert werden.
Ein AusfUhrungsbeispiel ist in den Figuren dargestellt.
Fig. 1, ähnlich der Fig. 1 der vorgenannten Offenlegungsschrift
P 21 62 4l4, zeigt ein einphasiges Betriebssehema einer Vertei-
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1eranlage gemäss der Erfindung;
Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht eines die Anlage gemäss der Fig. 1 ausrüstenden Schalters.
Fig. 3 zeigt eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht, die eine AusfUhrungsvariante
darstellt.
Gemäss Fig. 1 speist eine Stromquelle 10 einen maschenförmigen
Leistungsstromkreis 11. Dieser Leistungsstromkreis ist in drei Abschnitte oder Stufen A, B, C eingeteilt, die jeweils verschiedene
Zweige aufweisen; Einen Zweig 12 im Abschnitt A, drei Zweige 14, 16 und 18 im Abschnitt B und acht Zweige 20, 22, 24, 26,
28, 250, 32 und 34 im Abschnitt C. In jeden Zweig 12 bis 34 des
Leistungsstromkreises ist ein Schalter eingesetzt, und zwar 36 im Abschnitt A, 38, 40, 42 im Abschnitt B und 44, 46, 48, 50,
52, 54, 56 und 58 im Abschnitt C. Der Schalter 36 des Abschnittes
A, der direkt unterhalb der Stromquelle 10 und oberhalb des Verteilernetzes 11 liegt, ist mit einem Phasenauslöser versehen.
Dieser Auslöser besitzt eine sofort ansprechende Steuerspule 60, die die Auslösung des Schalters 36 bewirken kann. In analoger
Weise besitzen die Schalter 38, 40, 42 des Abschnittes B je einen sofort ansprechenden Phasenauslöser oder Auslösesteuerung 62,
64, 66. Unterhalb eines jeden Schalters 36 bis 58 ist in den Leistungsstromkreis 11 ein Stromdetektor eingesetzt, und zwar
68' für den Stromdetektor des Abschnittes A, 70', 72', 7V fur
die Stromdetektoren des Abschnittes B, 76', 78', 80', 82','84'
und 86' fur die'Stromdetektoren des Abschnittes C.
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Gemäss Pig. 1 besitzen die Schalter 44 bis 58 des letzten Abschnittes
C keine Auslöser, die von dem Selektivschutzstromkreis gesteuert werden. Diese Schalter 44 bis 58 weisen dagegen
die gebräulichen Auslöser mit thermischem und elektromagnetischem Effekt auf, die in Fig. 1 mit 104, 106, IO8, 110, 112, 114,
und II8 bezeichnet sind. Die Auslöser 104 bis IIS bewirken in
bekannter Weise die sofortige Öffnung des entsprechenden Schalters,
wenn z.B. ein Fehler im unteren Teil bzw. im Bereich der Yersorgungslast auftritt.
Bei den Schaltern 38, 40, 42 des Abschnittes B ist der gebräuchliche
thermische Auslöser 120, 122, 124, der dazu dient, eine geringfügige dauernde Überlastung zu beseitigen, beibehalten.
Der Hauptschalter 36 des Abschnittes A besitzt die Ublicheto
thermischen und elektromagnetischen Auslöser 126, wobei der letztere gestaffelt ist und nur bei Ausfall der Auslösersteuerspule
60 anspricht.
Die Stromdetektoren 68' bis 86'-sind so ausgebildet, dass sie
eine Spannung abgeben, die dem Strom oder .seiner Ableitung proportional
ist.
Die Spule des Magnetauslösers 60 des Schalters 36 ist einerseits
mit dem Detektor 6F' und andererseits durch einen Leiter
I38 mit den Detektoren 70', 72', 74" des Abschnittes B verbunden.
Die Detektoren 70', 72', 74' sind durch den Leiter I39
elektrisch so in Reihe geschaltet, dass die von 68' abgegebene Spannung der Summe der von 70', 74', 74' ausgehenden Spannunger:
entgegengesetzt ist. D°r Auslöser 60 zeigt jeden Unterschied
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zwischen der vom Detektor 68' abgegebenen Spannung und der Summe
der von den Detektoren 7C' bis 74' abgegebenen Spannungen an.
in analoger Weise sind die Auslöser des Abschnittes B» z.B. der
Auslöser 64, einerseits mit den Detektoren 72' und andererseits
rrit den in Reihe geschalteten und zu 72' entgegengesetzten Detektoren
78', 80' des unteren Abschnittes C verbunden, so dass
sie jede Stromdifferenz im Zweig Ί6 und in den Zweigen 26 und
?8 anzeigen.
Das in der Fig. 1 dargestellte Selektivsystem braucht nicht im einzelnen beschrieben zu werden, denn es ist vollkommen mit dem
in der vorgenannten deutschen Offenlegungsschrift P 21 62 4l4
beschriebenen System identisch und wurde nur als Beispiel angegeben.
Es könnte durch jegliche andere geeignete Selektivvorrichtimg ersetzt werden, insbesondere durch die in den schon genannten
französischen Patentschriften und in der deutschen Offenlegungschrift des Anmelders beschriebenen Vorrichtungen.
Die Schalter 36, 38, 40, 42 der Abschnitte A und B sind von der
Art, die eine schnelle Öffnung der Kontakte bewirken, und werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 2 beschrieben, welche
schematisch einen der Pole eines solchen Schalters darstellt. Eine bewegliche Kontaktbrücke l40 arbeitet mit festen Kontakten
144, 146 zusammen, die sich am Ende der Zu- und Ableitungen 148, ISO des Schalters befinden. Ein fester magnetischer Kreis I52
umgibt die Leiter 1^8, I50 und arbeitet mit einem beweglichen
Anker I54 zusammen, der bei geschlossener Stellung der Kontakt-'
brücke 140 von dem magnetischen Kreis I52 durch einen Luftspalt 156 getrennt ist. Der Anker I54 ist starr mit den Steuerstangen
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142 verbunden, die eine dem beweglichen Kontakt 140 gegenüberliegende
Anschlagscheibe I58 tragen. Zwischen der Scheibe I58
und dem beweglichen Kontakt 140 sind Druckfedern I60 eingefügt, um den beweglichen Kontakt in geschlossener Stellung der Kontakte
zu beanspruchen.
Die Kontaktbrücke l40 ist mit der Scheibe I58 durch Zugstangen
162 verbunden. Diese Stangen 162 sind an einer Seite starr an der Kontaktbrücke 140 festgemacht und durchdringen frei die-Scheibe
I58, während die andere Seite als Anschlagkopf 164 ausgebildet ist. Bs ist leicht zu sehen, dass eine Anziehungsbewegung
des Ankers I54 durch den magnetischen Kreis I52 auf die
Scheibe I58 übertragen wird, die nach einem Leerlauf, der dem
In-Anschlag-Kommen der Köpfe 164 entspricht, die Kontaktbrücke
140 zur geöffneten Stellung in die in Fig. 2 angegebenen Pfeilrichtung
F-, hinbringt. Eine Bewegung der Scheibe I58 in umgekehrter
Richtung bringt die Kontaktbrücke zuerst in die geschlossene Stellung; eine fortlaufende Bewegung der Scheibe I58
wird durch ein Zusammendrücken der Federn 16O und durch die relative
Bewegung der Scheibe im Verhältnis zu den Zugstangen 162 ermöglicht.
Die Steuerstangen 142 arbeiten durch ihr dem Anker 154 entgegengesetztes
Ende mit einem Schieber 166 eines Auslöse-Steuermechanismus mit Knickstutze 168 zusammen. Die Verbindung zwischen den
Steuerstangen 142 und dem Schieber 166 ist nur aktiv in der in Fig. 2 durch den Pfeil Fg angegebenen Verschiebungsrichtung des
Schiebers I66, mittels eines Anschlags I70, wobei eine Druck-
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feder I72 diesen Anschlag auf den Schieber 166 gedrückt hält.
Der Schieber 166 wird ununterbrochen in die durch den Pfeil F2
in Fig. 2 angegebene Richtung gedrückt durch eine sich auf einen
festen Punkt I76 stützende Druckfeder 174. Die Knickstutze 168
ist mit ihren Enden I78, I80 auf dem Schieber 166 bzw. auf einem
halbfesten Punkt 182 schwenkbar angebracht, wobei ihr Gelenk in gestreckter Stellung bei überwundenem Totpunkt gegen einen Anschlag
184 Halt findet. Eine Auslösespule 60, im Falle des Schalters
des Abschnittes A, greift die Knickstutze I68 mittel eines Gliedes I86 an, so dass die Knickstutze 168 bei einer Erregung
der Spule 60 geknickt wird.
Der Begrenzerschalter gemäss Fig. 2 arbeitet in folgender Weise:
In geschlossener in Fig. 2 dargestellter Stellung des Schalters wird die Knickstutze 168 in gestreckter Totpunktlage gehalten,
und die Kontaktbrücke l40 wird von den Druckfedern I60 und I72
in die geschlossene Stellung gedrückt. Der Anker I54 ist von dem festen magnetischen Kreis I52 durch den Luftspalt I56 getrennt,
und bei normalen Betrieb ist die elektromagnetische Anziehungskraft des Ankers 154 nicht für die Verschiebung des Ankers I54
gegen die entgegenwirkende Druckfeder 172 ausreichend. Wenn der Strom, der die Leiter 148, I50 durchfliesst, einen vorherbestimmten
Wert überschreitet, der höher als der Nennstrom der Vorrichtung, Jedoch viel niedriger als der Kurzschluss-Strom ist, überwindet
die magnetische Anziehung des Ankers 154 die Kraft der
Druckfeder 172 und verschiebt den Anker in die durch den Pfeil F-, angegebene Richtung. Der Schieber 166 wird durch die Knickstütze
168 in seiner Lage gehalten, denn die relative Bewegung
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der Steuerstangen 142 wird durch die in eine Richtung wirkende Anschlagsverbindung I70 erlaubt. Der Anker I54 und die Steuerstangen
142 ziehen in ihrer Bewegung, nach einem Leerlauf, die Kontaktbrücke 14O mittels der Scheibe I58 und der Zugstangen
I62 mit sich fort zur Offnungsstellung hin. Die'Öffnung der Kontaktbrücke
erfolgt sehr schnell und unabhängig von der Auslösesteuerung mit Spule 60 und Knickstutze 168. Die Öffnung der Kontakte
ruft selbstverständlich die Erscheinung eines Lichtbogens hervor und nachfolgend eine Stromunterbrechung. Sofort nach der
Stromunterbrechung wird der Anker 154 befreit und die beweglichen
Bauteile mit Steuerstangen 142 und Kontaktbrücke 140 werden durch die Tätigkeit der entgegenwirkenden Druckfeder 172 wieder in die
geschlossene Stellung geführt. Das Offnen und Schliessen der Kontakte treten in jedem Pol selbstständig auf und sind vollkommen
unabhängig von jeglicher Auslöse- oder Einschaltsteuerung und geschehen daher sehr schnell.
Wenn der Pol bei Kontaktöffnung einen Auslösebefehl von der
Spule 60 erhält, so bewirkt letztere das Knicken der Knickstütze 168. Der Schieber 166 wird durch die Druckfeder 174 in
die durch Pfeil Pp angegebene Richtung verschoben, wobei die
-Steuerstangen 142 in die geöffnete Stellung der Kontaktbrücke 140 mitgeführt oder zurückgehalten werden. Die Kontaktbrücke 140
wird dann endgültig in geöffneter Stellung gehalten, selbst nach Verschwinden des Stromes und der Anziehungskraft des Ankers 154.
Das Wiedereinschalten des Schalters erfolgt z.B. von Hand, indem man die Knickstutze 168 durch Verschiebung des Punktes 182
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nach oben hin in die gestreckte Lage zurückbringt.
Es ist unnötig, den Arbeitsablauf der in Fig. 1 gezeigten Selektivvorichtung
näher zu beschreiben, der. mit dem in vorgenannter Offenlegungsschrift beschriebenen Arbeitsablauf identisch ist.
Es ist ausreichend, wenn man daran erinnert, dass ein Auslösebefehl nur dem sich direkt oberhalb des Defekts befindenden
Schalter Übermittelt werden kann. Im Falle eines in Punkt D erscheinenden Defekts erhält nur die Spule 64 des Schalters 40
einen Auslösebefehl, wohingegen die Spule 60 des Schalters J>6
nicht erregt wird. Ein Defekt im Punkt D bewirkt hingegen die schnelle Öffnung der von dem Fehlerstrom durchflossenen Kontakte
der Schalter 36 und, 40. Diese Öffnung wird durch die magnetische
Anziehung der Anker I54 hervorgerufen und findet sehr schnell
statt. Die gleichzeitige Tätigkeit der Schalter 36 und 4o bewirkt
eine starke Begrenzung des Kurzschluss-Stromes» Zur gleichen Zeit erhält die sich direkt oberhalb des Defekts befindende
Spule 64 des Schalters 40 einen Auslösebefehl, der die Knickung der Knickstutze I68 und die endgültige Öffnung der
Kontaktbrücke 14O bewirkt. Der Schalter 36, dessen Spule 60 nicht erregt wird, schaltet sich hingegen wieder schnell ein
und bringt die unbeschädigten Teile der Vorrichtung wieder unter Spannung, insbesondere indem die Schalter 42, 38 und die
sieh unterhalb dieser Schalter befindlichen Teile mit -Strom versorgt
werden. Es sollte beachtet werden, dass ein Verspäten des Auslösebefehls, nach der Wiedereinschaltung der Kontakte, keinesfalls
den Betrieb der Vorrichtung stört, die nach erneuter
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Öffnung der Kontakte endgültig auslösen würde.
Die Erfindung beschränkt sich weder auf die beschriebene Selektivschutzvorrichtung,
die von der in der deutschen Offenlegungsschrift P 21 62 4l4 beschriebenen Art sein könnte, noch auf die
in Fig. 2 gezeigte Schalterart.
Eine AusführungsVariante des Schalters gemäss der Erfindung
wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 3 beschrieben, wobei die gleichen Bezugszeichen für die der Fig. 2 ähnlichen
oder identischen Elemente verwendet worden sind. Die Funktionen schnelle Öffnung und Öffnung durch Auslösen sind klar voneinander
getrennt, indem man einen mit dem Anker 154 verbundenen
Schlagbolzen 141 vorsieht, der direkt auf die Kontaktbrücke in dem der Öffnung der Vorrichtung entsprechenden Sinne aufschlägt.
Wenn die Vorrichtung in Ruhestellung ist oder von einem Normalstrom durchflossen wird, wird der Anker 154 von einer
Druckfeder 145 gegen einen Anschlag 143 zurückgedrUckt. Gemäss
einer bevorzugten Ausführungsweise der Erfindung wird der Anschlag 143 von einem Dauermagnet gebildet, welcher die wesentliche
Funktion für das Zurückhalten des Ankers 154 übernimmt,
denn die Druckfeder 145 ist sehr schwach und greift nur ein,
um den Anker I54 wieder gegen den Magnet 143 in Anschlag zu
bringen.
Die Kontaktbrücke 14O ist mit der Stange 142, die mit dem
Schieber 166 in obenbeschriebener Weise Zusammenarbeit, verbunden.
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Der in Fig. 3 gezeigte Schalter arbeitet in folgender Wiese :
Wenn die Vorrichtung geöffnet ist, ausgelöst oder auf dem Wege zur Wiedereinschaltung, hält die Druckfeder I72 den Anschlag
170 gegen den Schieber I66 gedrückt, und die Kontaktbrücke l4o verschiebt sich mit dem Schieber I66. Nachdem sich die Kontakte
12 geschlossen haben, führt der Schieber 166 einen kleinen Überweg aus, der ein Spiel I7I zwischen dem Schieber 166 und
dem Anschlag I70 sichtbar macht. Die beweglichen Kontakte werden dann durch die Druckfeder I72 gegen die festen Kontakte gedrückt.
Ein Auslösen oder eine normale Offnungssteuerung erfolgt
durch die Verschiebung des Schiebers I66 in die umgekehrte Richtung auf die übliche Weise.
Bei einer schnellen Öffnung durch die Anziehung des Ankers 154
bei einem Defekt, schlägt der Schlagbolzen 141 nach einem Annäherungsweg 147 auf die Kontaktbrücke 14O und erzwingt das
Offnen der Kontakte. Die Bewegung setzt sich weiter fort bis der Anker 154 gegen den magnetischen Kreis I52 gedrückt wird,
wobei der Luftspalt I56 dann auf null vermindert wird. In dieser
Lage, wo der Luftspalt gleich null ist, braucht man nur sehr wenig Strom, um den Anker I54 gegen den magnetischen Kreis I52
gedrückt zu halten, und die automatische Wiedereinschaltung erfolgt praktisch nur beim Verschwinden des Stromes.
Der Dauermagnet 143 bewirkt eine sprunghafte Verschiebung des
Ankers I54 zusätzlich zu der sprunghaften elektromagnetischen
Tätigkeit und jegliches Schwingen der Kontakte verhindernd.
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7347123
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung vereinigt eine Auslöse-Selektivität
und ein schnelles Offnen der Kontakte und verwirklicht einen Strombegrenzungseffekt. Die Schalter sind nicht unbedingt
mit einer Fernsteuerung zum Wiedereinschalten ausgerüstet.
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Claims (1)
- - ιέ -Patentansprüche :1. Selektivschutzvorrichtung mit Begrenzer-Schaltern, die in mehreren Stufen eines Leistungsstromkreises angeordnet sind, wobei jeder Schalter eine Auslösesteuerung und schnelle Offnungsmittel bei Pehlerauftritt aufweist s wobei diese Vorrichtung so beschaffen ist, dass sie schnell die von dem Fehlerstrom in verschiedenen Stufen durchflossenen Kontakte der gesamten Schalter öffnet, dadurch gekennzeichnet, dass die schnellen Offnungsmittel unabhängig von der Auslösesteuerung skid und so beschaffen sind, dass sie eine schnelle Wiedereinschaltung der Kontakte ermöglichen, wenn der Stromwert unter einen vorherbestimmten Wert, nahe Null, sinkt, und dass eine an sich bekannte Verbindungsvorrichtung die Auslösesteuerungen der verschiedenen Stufen verbindet, so dass das Auslösen des sich direkt oberhalb des Fehlers befindenden Schalters und nur dieses Schalters, dessenKontakte offen gehalten werden, gewährleistet wird, wälirend sieh die anderen Schalter schliessen, wenn der Strom unter den genannten Wert sinkt.2* Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schnellen Offnungsmittel der Kontakte von elektromagnetischer Art sind und individuell für jeder Sehalterpol wirken.j5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Offnungsmittel ein Dauermagnetsystem enthalten, dass mit den elektromagnetischen Mitteln eine klare Öffnung der Kontakte gewährleistet.A09814/044373471234. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schalter ein Stromdetektorsystem besitzt, der fähig ist, im Falle eines Defekts unterhalb des Schalters, einen Auslösebefehl an die Auslösesteuerung zu senden, und dass die Verbindungsvorrichtung so ausgebildet ist, dass sie diesen Befehl neutralisieren kann, wenn sich der Defekt nicht direkt unterhalb des Schalters befindet.5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit jedem Schalter verbundene logische Vorrichtung besitzt, welche den Auslösebefehl des zugeordneten Detektors empfängt und gegebenenfalls einen Neutralisierungsbefehl von dem oder den Detektoren des oder der unterhalb gelegenen Schalter, so dass der Auslösebefehl neutralisiert wird.6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3* dadurch gekennzeichnet, dass die Detektoren Stromumwandler sind, die in einem Anzeigestromkreis des Leistungsstromkreises angeordnet sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektoren von jener Art sind, die eine Spannung liefern, welche dem Strom oder der · -o-Ableitung des Stromes, der in dem zugeordneten Zweig des Leistungsstromkreises fllesst, proportional ist, und dass die Verbindungsvorrichtung die Detektoren einer selben Stufe elektrisch in Reihe verbindet und diese Detektoren dem Detektor der oberen Stufe entgegenstellt,4098 1 A/0443
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