DE2345091A1 - Verfahren zum auskleiden von rohren - Google Patents
Verfahren zum auskleiden von rohrenInfo
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Description
24 4o6 t/wa
STABILATOR AB, S-161 ^l BROMMA,
Schweden
Verfahren zum Auskleiden von Rohren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auskleiden von Rohren, insbesondere erdverlegte Rohre aus Beton oder dergleichen,
bei dem eine flexible Röhre oder ein Schlauch mit einem dem Innendurchmesser des auszukleidenden Rohres
entsprechenden Aussendurchmesser in das Rohr eingesetzt wird, nachdem die flexible Röhre radial vor Einsetzen so
— 2 — 40981 1 /1008
^ 5
r-.di·:Ί zusammengezogen wurde, dass die ^rosste Breite
der Röhre geringer als der Innendurchmesser des Rohres
wire und wenigstens ein nach innen gefalteter Abschnitt an der Röhre entsteht, der in der Bodenoberfläche der
Röhre eine Nut bildet und sich axial längs der Röhre erstreckt.
Aus der- schwedischen Patentanmeldung j54j>
557 ist ein derartiges Verfahren zum Auskleiden von Rohren bekannt.
Hierbei wird die flexible Röhre im zusammengezogenen Zustand durch eine Vielzahl von Stahlbändern gehalten,
die längs des Umfangs der Röhre angeordnet werden und
mit lösbaren Verriegelungseinrichtungen versehen sind. Durch gleichzeitiges Lösen sämtlicher Verriegelungseinrichtungen wird die Haltekraft der Bänder auf die
Röhre aufgehoben, so dass diese ihre ursprüngliche Form wieder einnimmt. Der Lösevorgang erfolgt mit Hilfe eines
Drahtes, der mit einer Zugkraft versehen wurde und mit sämtlichen Verriegelungseinrichtungen verbunden ist.
Die Verwendung von Stahlbändern zum Zusammenziehen der flexiblen Röhre ist jedoch mit einem wesentlichen Nachteil
verbunden. Ausser dass eine derartige Anordnung teuer ist, benötigt sie mehr Raum, da die Verriegelungseinrichtungen
einen gewissen radialen Platzbedarf erford ern. Dies führt dazu, dass nach erfolgtem Lösen sich
die flexible Röhre nicht gegen die Innenwand des Rohres in dem durch die Verriegelungseinrichtung eingenommenen
Raum 1-egt. Schwierigkeiten entstehen ferner beim Einlegen
der flexiblen Röhre in das Rohr aufgrund der Reibung zwischen den Stahlbändern und insbesondere den Ver-
— 3 —
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rief-elungseinrichtungen und der oft rauhen und unebenen
Innenwand des Rohres. Ferner hat es sich als Schwierig erwiesen, die Verriegelungseinrichtung ohne anfängliche
Anordnung eines Gegenhalters zu lösen, da diese Verriegelungseinrichtungen
im allgemeinen eins in beiden Richtungen vorliegende Zugkraft erfordern. Mit anderen Worten,
es müssen an beiden Bandabschnitten^die die Verriegeluncseinrichtungen
bilden, entgegengesetzte Zugkräfte angelegt werden.
Demgegenüber soll durch die Erfindung ein Verfahren geschaffen werden, mit dem die zuvor beschriebenen Nachteile
vermieden werden.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass
die Röhre im zusammengezogenen Zustand durch Drähte^Bänder
oder dergleichen gehalten wird,'die aus hauptsächlich nichtmetallischem Material bestehen und in Abstand längs
der Länge der Röhre gehalten und um deren Umfang gelegt werden. Nach Einführen der flexiblen Röhre in das Rohr
werden die Bänder oder Drähte zerschnitten oder so weggezogen, dass ihre Haltekraft auf die flexible Röhre aufgehoben
wird. Die Bänder können vorzugsweise mit Klebstoff versehen sein und aus einem Kunststoff bestehen. Sie
sind damit sehr einfach anzubringen und können bei Aufrechterhai tung der notwendigen Festigkeit sehr dünn ausgebildet
werden. Die Reibung zwischen der zusammengezogenen flexiblen Röhre und dem Rohr ist während des Einsetzens
der flexiblen Röhre beträchtlich verringert.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung werden die Drähte
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oder Bänder durch eine Schneideinrichtung durchschnitten, die unter Verwendung der Nut zu Führungszwecken von einem
Ende der flexiblen Rohre zu deren anderen Ende bewegt wird. Eine AusfUhrungsform der Erfindung wird anhand der Zeichnung
nachfolgend näher beschrieben, wobei die Zeichnung einen Querschnitt durch ein Betonrohr betrifft, in dem
ein flexibles Rohr im zusammengezogenen Zustand eingesetzt ist.
Wie dargestellt, ist das auszukleidende Rohr mit dem Bezugszeichen
1 versehen. Ein flexibles Rohr 2, vorzugsweise aus Kunststoff oder einem anderen passenden Material,
beispielsweise Nylon, Gummi oder dergleichen, ist im Rohr 1 eingesetzt. Das Kunststoffrohr 2 befindet sich dargestellt
im zusammengezogenen Zustand, d.h. es wird so gefaltet, dass sich eine Einbuchtung oder Nut 3 bildet, die in Axialrichtung
des Rohres 2 verläuft und einen U-förmigen Querschnitt hat. Die Nut J5 ist in der Bodenfläche des Rohres
ausgebildet. Auf diese Weise wird eine Durchmesserverringerung des flexiblen Rohres 2 in bezug auf dessen ursprünglichen
Durchmesser und den entsprechenden Innendurchmesser des Rohres 1 erzielt, so dass das Kunststoffrohr 2 einfach,
selbst in grosser Länge, in das Rohr 1 eingesetzt werden kann. Um die Kontraktion des Kunststoffrohres 2
zu erleichtern, kann dieses mit einer etwas dünneren Wandstärke in denjenigen Abschnitten 4 versehen werden,
die während der Kontraktion gefaltet werden und den U-förmigen Abschnitt 3 bilden.
Das Kunststoffrohr 2 wird im zusammengezogenen oder kontrahierten Zustand mittels einer Vielzahl von Drähten
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oder Bändern und dergleichen 5 aus einem passenden Material
gehalten, wobei diese Drähte oder Bänder gleichmassig in Abstand längs der Länge des flexiblen Rohres
2 angeordnet sind. Die Bänder oder Drähte 5 weisen die notwendige Festigkeit auf und können durch eine Schneideinrichtung
aufgetrennt oder weggezogen werden. Klebstoffbänder 5 aus einem Kunststoff werden vorzugsweise
verwendet, da sich diese leicht auf das flexible Bohr 2 ohne spezielle Abmasse anordnen lassen, wie solche Abmasse
zur Verbindung der Enden der Bänder miteinander notwendig sind. Die Anordnung der Bänder kann nach einem
einfachen Verfahren dadurch erfolgen, dass das Kunststoffrohr 2 durch eine Öffnung mit einem Durchmesser gedrückt
wird, der dem Durchmesser des Rohres 2 im zusammengezogenen Zustand entspricht. Hierdurch werden die Bänder 5
sukzessive um das Rohr, bei dessen Hindurchleitung durch die Öffnung, befestigt.
Die Bänder 5 sollen zur Lösung ihrer Haltekraft auf das Rohr 2 gebracht werden, nachdem das Rohr 2 in das Rohr
1 eingesetzt worden ist, so dass das Kunststoffrohr sich zu seiner ursprünglichen Form ausdehnen kann und gegen die
innere Wandung des Rohres 1 anliegt. Zu diesem Zweck werden die Bänder 5 im Bereich 6 durch eine Schneideinrichtung
7 aufgeschnitten, wobei der Bereich in der Mitte der Nut j5 liegt. Die Schneideinrichtung 7 wird in der Nut von einem
Ende des Rohres 2 zu dessen gegenüberliegendem Ende bewegt.
Die Schneideinrichtung 7* deren Aufbau in weiten Grenzen
variieren kann, umfasst in der dargestellten, stark vereinfachten Ausführung ein vertikales Schneidblatt 8, das
sich über den Bandabschnitt 6 hinauserstreckt. Das Blatt
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8 1st an einer Traganordnung 9 befestigt, die mit kleinen
vertikalen Rädern oder Scheiben 10 und horizontalen Rädern oder Scheiben 11 versehen ist, die sich gegen
die Boden- bzw. Seitenwände der Nut 5 abstützen. Dabei V7irkt die Nut J als Steuermittel während der Vorwärtsbewegung
der Schneideinrichtung 7· Zur weiteren Sicherstellung der Steuerung der Schneideinrichtung 7 können
niohtdargestellte Tragorgane vorgesehen werden, die sich
an der Unter- bzw. Oberseite des Bandabschnittes 6 abstützen. Gegebenenfalls können diese Tragorgane in Form von horizontalen
Tragoberflächen ausgebildet sein, die unmittelbar an der Schneideinrichtung 7 angeordnet sind. Eine
andere Möglichkeit liegt darin, ein Organ vorzusehen, das unmittelbar gegen das Rohr 1 oberhalb des Bandabschnittes
6 gehalten ist.
Anstelle eines konventionellen Schneidblattes 8 lässt sich auch ein elektrisch beheizter Heizdraht verwenden.
Das Vorschieben der Schneideinrichtung 7 wird beispielsweise
durch einen, mi.t der Schneideinrichtung verbundenen Draht oder dergleichen vorgenommen, wobei sich dieser
Draht längs der gesamten Länge der Nut 3 erstreckt. Sollen die Bänder 5 durchgeschnitten werden, wird die Schneideinrichtung
7 an einem Ende der Nut 3 angesetzt und danach mittels des Drahtes bis zum andere Ende gezogen, wodurch
sukzessive die Bänder 5 durchgeschnitten werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren wurde zuvor anhand einer
Ausführungsform beschriebeK-5 bei der eine Schneideinrichtung
7 die Bänder, Drähte oder dergleicri .: 5 durchtrennt.
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Die Bänder können innerhalb des Wesens der Erfindung ebenfalls durch die Nut 3 weggezogen werden oder man lässt
dps flexible Rohr 2 soweit sich ausdehnen, dass die Bänder 5 einer ausreichend hohen Zugkraft unterworfen werden,
um sie zum Zerreissen zu bringen.
Zu diesem Zweck lässt sich ein Körper mit einer solchen Form und Querschnittsgestalt verwenden, dass die Nut 3
zum Expandieren gezwungen wird, sobald der Körper durch die Nut 3 von einem Ende des Rohres 2 zum gegenüberliegenden
Ende vorgeschoben wird. Der Körper kann vorzugsweise die Form eines Konus aufweisen, der in das Rohr
mit seinem spitzen Ende zuerst eingesetzt wird. Der grösste Querschnitt des Konus sollte grosser als der
Querschnitt der Nut 3 sein. In entsprechender Weise kann der Konus durch das Rohr 2 selbst vorgeschoben werden,
so dass dieses sich ausdehnt. Dieser Körper kann ebenfalls konisch sein, wobei der grösste Querschnitt des Konus
grosser als die grösste Breite des Rohres ist, wenn sich dieses im zusammengezogenen Zustand befindet.
Erfindungsgemäss kann die Ausdehnung des Rohres auch von beiden offenen Enden durch luftdichtes Abschliessen derselben
erfolgen, in dem dann das Rohrinnere durch Anschluss an eine Druckluftquelle mit Druck beaufschlagt wird.
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Claims (2)
- 2345031PatentansprücheVerfahren zum Auskleiden von Rohren, beispielsweise ardverlegte Rohre aus Beton und dergleichen, bei dem eine flexible Röhre oder ein Schlauch mit einem dem Innendurchmesser des Rohres entsprechenden Aussendurchmesser in das Rohr eingesetzt wird, nachdem die flexible Röhre vor Einsetzen in das Rohr radial soweit kontrahiert wurde, dass die grösste Breite der Röhre geringer als der Innendurchmesser des Rohres wird und wenigstens ein radial nach innen gefalteter Abschnitt vorliegt, der in der Bodenoberfläche der Röhre eine Nut bildet und sich axial längs der Röhre erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre(2)im4usammengezogenen Zustand durch Drähte oder Bänder (5)u dergleichen gehalten wird, die längs der Länge der Röhre in Abstand angeordnet und um den Umfang der Röhre gelegt werden, wobei die Bänder oder Drähte im wesentlichen aus nichtmetallischem Material bestehen und nach Einsetzen der flexiblen Röhre in das Rohr (1)durchgetrennt oder weggezogen werden, um ihre Haltekraft auf die flexible Röhre aufzuheben.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Bänder nacheinander durch eine Schneideinrichtung (7) durchgeschnitten409811/1008werden, die unter Verwendung der Nut als Steuermittel von einem Ende der Röhre zu deren gegenüberliegendem Ende vorgeschoben wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Bänder (5) nacheinander dadurch abgezogen werden, dass die Nut (3) oder die Röhre durch einen Körper,im wesentlichen im Form eines Konus, zur Ausdehnung gezwungen werden, wobei der grösste Querschnitt des Körpers so gewählt wird, dass er grosser als der Querschnitt der Nut oder der Röhre ist und der Körper in der Nut oder der Röhre von einem Ende derselben zum gegenüberliegenden Ende geschoben wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Bänder (5)dadurch abgezogen werden, dass die beiden Enden der Röhre (2) luftdicht verschlossen werden und danach ins Innere der Röhre über eine Verbindungsleitung zu einer Druckluftquelle ein Druck eingebracht wird, durch den die Röhre zur Ausdehnung gezwungen wird.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Röhre(2)ta zusammengezogenen Zustand mittels Klebstoffbändern aus Kunststoff gehalten wird, die längs der Länge der Röhre gleichmässig in Abstand angeordnet werden.40981 1/ 1008Leerseite
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