DE2343613A1 - Verfahren und einrichtung zum abdichten von kabeln - Google Patents
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Description
M 3312
Dr.-
Minnesota Mining and Manufacturing Company, Saint Paul
Minnesota 55101 (V.St.ν.Α.)
Verfahren und Einrichtung zum Abdichten von Kabeln
Die Erfindung bezieht sich auf das Abdichten abgeschirmter Kabel, beispielsweise von Fernsprech- und Stromleitungskabeln,
und insbesondere auf ein Verfahren und eine Einrichtung, die für den genannten Zweck verwendet werden kann.
Die aus Blei oder einem Kunststoff bestehenden Schutzhüllen um vieladrige Fernspfechkabel entwickeln zuweilen schwer feststellbare
undichte Stellen, durch die Feuchtigkeit in das Kabel eindringen und Betriebsschwierigkeiten verursachen kann. Es ist
daher allgemein üblich, in solchen Kabeln eine trockene Gasatmosphäre aufrechtzuerhalten,um ein Eindringen von Feuchtigkeit in
die Kabel zu verhindern. Zum Isolieren von Teilen des Kabels ist es ferner möglich, innerhalb des Kabelmantels Dämme oder Stopfen
vorzusehen, die am besten durch Einspritzen einer erhärtbaren
Flüssigkeit erzeugt werden,vorzugsweise einer Harzmischung, die
die Hohlräume zwischen den Leitern und um diese herum ausfüllt, sowie zwischen den Leitern und der Kabelumhüllung in einer für
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den Zweck ausreichenden Länge, und die danach erhärtet.
Kabelendverschlüsse wurden bisher in der Weise hergestellt, daß ein erhärtbares flüssiges Harz in offene, trichterförmige
Kappen eingegossen wird, die auf das Kabelende aufgesetzt werden, wie in der US-Patentschrift Nr. 3 150 221 beschrieben. Zum Ausüben
eines Druckes zwischen den Kabelenden wurden haftende Passstücke verwendet, wie in der US-Patentschrift Nr. 3 188 121 beschrieben,
in die dann das erhärtbare flüssige Harz mittels einer Spritzpistole eingespritzt wurde.Das flüssige Harz kann durch
Vermischen von zwei mit einander reagierenden Teilen in einer elastischen Hülle zubereitet werden, wie in der US-Patentschrift
Nr. 3 087 606 beschrieben, wonach die Mischung aus dem Beutel direkt eingefüllt wird, wie in der US-Patentschrift 2 967 795
beschrieben, zu welchem Zweck eine entsprechend ausgestaltete Düse nach der US-Patentschrift Nr. 3 111 269 verwendet wird.
Die Erfindung sieht ferner ein Fitting für das Kabel vor sowie Mittel, mit denen flüssiges Harz durch das Fitting unter
Druck in das Kabel eingefüllt werden kann, welches Verfahren eine Reihe von Vorzügen aufweist, wie später noch' erläutert wird.
Die Erfindung wird nunmehr ausführlich beschrieben. In der beiliegenden Zeichnung is"fc die
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines biegsamen Fittings, Fig. 2 ein Schnitt durch eine Ausführung eines Nippels,
Fig. 3 eine zum Teil als Schnitt gezeichnete Seitenansicht
einer Harzeinfüllvorrichtung an einem Fitting, das an einem ummantelten Kabel angebracht ist,
Fig. 4 ein Querschnitt durch das sich in geöffnetem Zustand
befindende Kabel,
Fig. 5 ein Querschnitt durch das Kabel und das Fitting kurz vor dem Einspritzen einer erhärtbaren Flüssigkeit und die
Fig. 6 eine zum Teil als Schnitt gezeichnete Darstellung einer Anordnung zum Aufbewahren der Einfüllvorrichtung und
deren Inhalt.
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" : '; 3 23A3613
Das in der Fig.1 dargestellte Fitting 10 besteht aus einer
gespaltenen rohrförmigen Hülse 11, die in der Mitte perforiert und mit einem Nippel ausgestattet ist. Die Hülse ist genügend
elastisch und behält ihre zylindrische Form in unbeanspruchtem
Zustand bei, ist jedoch andererseits genügend biegsam, um an die Außenseite eines zu umhüllenden Kabels angelegt werden zu können,
wobei die Längskanten sich überlappen. Nach der Darstellung.ist
das Nippel mit einem Außengewinde versehen, kann jedoch auch mit einem Innengewinde versehen werden, wenn dies erwünscht ist,
sowie mit einem Innenventil bei Verwendung an Stromleiterkabeln. Wie aus der Fig. 2 zu ersehen ist, kann eine solche andere Ausführung
12a aus einem rohrförmigen Körper 21 mit einem Innengewinde
22 bestehen, der am innen gelegenen Ende mit einem einfachen
Einwegklappenventil 23 abgeschlossen ist, welcher Körper am
innen gelegenen Ende sich radial in einem Flansch 24 fortsetzt,
der an der Innenseite der gespaltenen Hülse 11 nach der Fig. 1
befestigt ist, die mit unterbrochenen Linien als Schnitt dargestellt ist.Die Hülse und das Nippel können auch als eine Einheit
einstückig hergestellt werden. Hülsen mit einer Wandstärke von 0,15 mm aus Polykarbonat haben sich als geeignet erwiesen;jedoch
können auch andere Materialien, wie beispielsweise Zelluloseazetatbutyrat
oder Polyvinylchlorid mit einer entsprechenden Wandstärke verwendet werden, bei der eine ähnliche elastische Steife
erhalten wird.
Das Fitting wird angebracht, wie in den Figuren 3 und 5 dargestellt.
Zuerst wird ein kurzer Abschnitt des Kabelmantels 31 entfernt, wobei die leitende Abschirmung 32 freigelegt wird, die
in der Längserstreckung aufgeschnitten und nach außen umgelegt wird, wie in der Fig.4 dargestellt. Zwischen die verschiedenen
Drahtbündel 34 werden isolierende Stifte eingezwängt, um Kanäle
für den Eintritt des Harzes zu schaffen, wonach die vorstehenden Enden 33A abgeschnitten und entfernt werden. Die Abschirmung wird
dann soweit wie möglich in die ursprüngliche Lage gebracht, und das Ganze wird mit der Hülse 10 eingehüllt, wie in den Figuren
3 und 5 dargestellt. Hiernach wird diese Stelle vollständig mit einer Umhüllung 36 aus einem elektrisch isolierenden Selbstklebeband
versehen, wobei eine harzdichte und druckfeste Umhüllung
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hergestellt wird. Die Hülse 11 schmiegt sich eng an die Außenseite
des Kabels an, hinterläßt winzig kleine Hohlräume und sichert eine hermetische Abdichtung bei dem Anbringen des Umhüllungsbandes.
Wenn gewünscht, kann zuerst ein dünner Streifen Mastix 37 nahe an jedem Ende der Hülse um das Kabel herum aufgetragen
werden, wodurch eine zusätzliche Abdichtung hergestellt wird. Die Anschmiegsamkeit der Hülse läßt jedoch einen solchen
zusätzlichen Aufwand in den meisten Fällen als unnötig erscheinen. Anstelle des umhüllenden Bandes können über den Mastixstreifen
an die Hülse Schlauchklemmen angelegt werden, in welchem Falle ein weiterer Mastixstreifen zwischen die überlappenden Randkanten
der Hülse eingelegt werden soll.
Das Harz und die Einfüllvorrichtung werden in Form der in der Fig.6 dargestellten Anordnung geliefert, die aus einem
Schutzzylinder 40 besteht, der eine aus mehreren Abteilungen bestehende Kunststoffumhüllung 41 mit harzbildenden Zusammensetzungen
enthält sowie eine Durchstoßungsscheibe 44 und einen Kolben 46.
Der Zylinder 40 ist an dem einen Ende mit einer Düse 42 versehen, die nach der Darstellung ein Innengewinde aufweist und
auf den Nippel 12 aufgeschraubt wird, und die am innen gelegenen Ende durch eine Membran 43 verschlossen ist. Eine billige und
bevorzugte Ausführungsform des Zylinders, die die Umhüllung und deren Inhalt gegen eine mögliche Zersetzung unter der Einwirkung
der Umgebungsluft schützt,besteht aus einem steifen und spiralig
gewickelten Papierkörper, der mindestens an der Innenseite und vorzugsweise auch an der Außenseite mit einer schützenden Aluminiumfolie
belegt ist. Ein auf das eine Ende des Zylinders aufgepresster Metallring 49 trägt die Düse 42, die durch ein
Aluminiumfolienstück verschlossen wird, das als Membran 43 dient. Das andere Ende des Zylinders wird durch eine entfernbare Schraubkappe
47 verschlossen. Für diesen Zweck sind auch Zylinder aus Metall oder einem Kunststoff von Nutzen; jedoch können auch
abziehbare Kappen in anderen Ausführungen verwendet werden.
Die Durchstoßscheibe 44 besteht aus einer mit vielen Löchern
versehenen dünnen Scheibe, vorzugsweise aus einem harten
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Kunststoff, die in der Mitte mit einem tief gerillten und zugespitzten
Ansatz an jeder Seite versehen ist, welche Scheibe lokker im Zylinder sitzt.Der Kolben weist eine breite Umfangswandung
und eine gekrümmte Kolbenwandung auf. Der Kolben sitzt in der Arbeitsstellung passend im Zylinder, ist jedoch genügend weich
und elastisch, um eine Schräglage einnehmen zu können, wie in der Fig.6 dargestellt,in der der Kolben die Umhüllung 41 vor der
Druckscheibe 44 schützt und andererseits eine Bewegung der Umhüllung
im Zylinder verhindert.
Die Durchstoßscheibe,der Kolben und die Umhüllung mit dem
Harz können durch den oben offenen Teil des Zylinders leicht herausgeschüttelt werden, wobei die Masse des Harzes zum Überwinden
des Reibungswiderstandes des Kolbens ausreicht. Die harzbildenden Bestandteile werden dann in der Umhüllung mit einander
vermischt, die danach in den Zylinder jedoch oberhalb der Durchstoßscheibe wieder eingesetzt wird, wonach der Kolben in
die Arbeitsstellung geführt wird, wie in der Fig. 3 dargestellt. Das Fitting 10 wird an dem zuvor geöffneten und vorbereiteten
Kabel angebracht, und die Düse 42 wird auf den Nippel 12 aufgeschraubt.
Mit Hilfe des Kolbens 46 wird auf die Umhüllung ein Druck ausgeübt, zu welchem Zweck eine Spritzpistole oder ein
anderes geeignetes Werkzeug benutzt werden kann, das im vorliegenden Fall als Stempel 45 und einen Richtungspfeil dargestellt
ist. Unter der Einwirkung des Druckes durchstoßen die entgegengesetzt gerichteten zugespitzten Ansätze der Scheibe 44 sowohl
die Membran 43 als auch die Umhüllung 41. Das flüssige Harz fließt an den gerillten Seiten der Spitzen entlang und durch die
perforierte Scheibe hindurch in das Kabel. Auf diese Weise werden sämtliche Hohlräume rasch gefüllt. Der Stempel 45 wird
dann zurückgezogen,wonach der Zylinder vom Fitting abgeschraubt und beseitigt wird.
Patentansprüche
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Claims (4)
- Patentansprüche,j Anordnung zum Eintragen eines Harzes mit einem an dem einen Ende offenen steifen Zylinder, der an dem anderen Ende in einer aufgeschraubten und axial verlaufenden Düse endet, und mit einer Schutzmembran über dem innen gelegenen Ende der Düse, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder enthält (a) eine mehrere Abteilungen aufweisende biegsame Mischumhüllung, deren Inhalt aus Bestandteilen eines selbstaushärtenden flüssigen Harzgemisches besteht, (b) einen im Zylinder gleitbar sitzenden Kolben und (c) eine perforierte Durchstoßscheibe, die locker im Zylinder sitzt und an jeder Seite in deren Mitte mit einem axial verlaufenden und zugespitzten Dorm versehen ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder aus spiralig gewickeltem Papier besteht und mit einer Aluminiumfolie ausgekleidet ist, und daß die genannte Membran aus Aluminiumfolie besteht.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Kolben zwischen der Umhüllung und der genannten Scheibe angeordnet ist, daß der Zylinder an dem einen Ende durch eine entfernbare Kappe verschlossen ist, und daß die genannte Scheibe in der Nähe der Kappe gelegen ist.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Scheibe zwischen der Membran und der Umhüllung angeordnet ist, und daß die genannte Düse auf einen das Harz aufnehmenden Nippel aufgeschraubt ist, der an einem ummantelten Kabel angebracht ist.409812/0 89Ü
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