DE2343679A1 - Tragrollstuhl - Google Patents
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Description
In der Antwort bitte angeben Unser Zeichen
A/p 7711
Anmelders Alexander Fleming Anfilogoff, 117 Old Tiverton Road, Exeter* Devon,
lan Richard Madge, 130 Liscard Road, Wallasey,
Cheshire, England
Tragrollstuhl
Die Erfindung bezieht sich auf einen Rollstuhl für geschwächte Personen, insbesondere für alte Leute.
Das vorliegender Erfindung zugrundeliegende technische Problem besteht darin, geschwächten Personen eine Stütze zu geben, die insbesondere
im Bereich der Rumpfmuskulatur - zu schwach sind, um sich selbst ohne Abstützung aufzurichten. Bisher waren solche
Personen entweder bettlägerig oder wurden in einen Stuhl oder eine entsprechende Einrichtung hoch aufgelehnter Stellung gesetzt.
Sie können nur aufrecht bleiben, wenn besondere Stützvorrichtungen verwendet werden, z. B. Gurte oder ein Geschirr. Diese Methode
ist jedoch nicht zufriedenstellend, da die Gurte am Körper wetzen und reiben, wobei erschwerend ins Gewicht fällt, daß die Blutzirkulation
solcher Patienten sowieso nicht gut ist und darüber
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hinaus der Patient einem demoralisierenden Einfluß unterliegt, wenn er mit Gurten in einer Stellung gehalten werden muß, die
unerwünscht ist, insbesondere auch, da dieses Problem meist im hohen Alter auftritt.
Für anGsreatrie leidende Patienten fallen folgende drei Nachteile
aufgrund ihres geschwächten Zustandes besonders ins Gewicht. Erstens fehlt ihnen die Kraft, sich selbst in einem Stuhl
aufrechtzuerhalten, da ihr Rumpf stark geschwächt ist; zweitens sind sie nicht in der Lage, ihre Glieder im ausreichenden
Maße zu gebrauchen, um ihre Lage zu verändern; drittens tritt das Problem des Harnflusses auf. Das erste dieser Probleme
führt häufig dazu, daß Patienten nach vorne aus dem Stuhl schlüpfen, weil sie nicht genügend Kraft haben, ihren Körper
daran zu hindern, und weil sie ihre Beine nicht in ausreichendem Maße unter Kontrolle haben, um sich selbst in eine aufrechte
Stellung zurückzuziehen. Diese Schwierigkeit ergibt sich auch bei Patienten, die sich seitlich an der Hüfte abbiegen, so daß
ihre Schultern zur Seite und nach abwärts in eine Lage gleiten, aus der sie sich aufgrund ihres schlechten Muskelzustandes nicht
selbst befreien können. In ähnlicher Weise kann der Patient, wenn sein Arm unbequem über die Armlehne eines Stuhles hängt, sich
häufig nicht bewegen, selbst wenn dies für ihn unbequem oder was schlimmer ist - wunde Stellen oder eine Behinderung der Blutzirkulation
ergibt, die letztlich zu einer Thrombose führen kann. Das Problem des HarnfHeßens bzw. Urinierens bringt unabhängig
von der unangenehmen Seite für den Patienten aber auch zusätzliche Arbeit für das Pflegepersonal.
Die mit vorliegender Erfindung vorgeschlagene Lösung besteht in einem Stuhl zum Abstützen geschwächter Personen, der eine
ausreichende Abstützung gewährleistet, ohne daß zusätzliche Haltemittel, z.B. Gürtel, Geschirre, Gurte oder dgl. erforderlich
sind, und gibt gleichzeitig dem Patienten, der sonst gezwungen ist, im Bett zu liegen, die Möglichkeit, ein normaleres Leben
zu führen.
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Gemäß der Erfindung wird exn Stuhl für geschwächte Personen vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß er eine
einteilige Schale mit einem Sitz und einer Rückenlehne auf einem Tragrahmen aufweist, derart, daß die Neigung um eine Querachse
verstellbar ist, und daß die Rückenlehne der Schale eine konkave Krümmung sowohl in der Querrichtung als auch in der Richtung senkrecht
zur Querachse besitzt, so daß eine im Stuhl sitzende Person gegen seitliche Bewegung abgestützt ist und in einer Sitzstellung
gehalten wird, wobei der obere Körperteil ausschließlich durch Schwerkraftwirkung aufrecht bleibt.
Die Querkrümmung der Rückenlehne muß so tief sein, daß verhindert
wird, daß Personen mit schlaffen Muskeln seitlich von den Schultern weggleiten, wie vorstehend erwähnt, und in eine Stellung
rutschen, von der aus sie aufgrund ihrer geschwächten Muskulatur nicht wieder in die vorherige Stellung zurückkehren können.
Ferner wird gemäß der Erfindung ein Stuhl für geschwächte Personen
vorgeschlagen, der gekennzeichnet ist durch eine einteilige Schale, die wenigstens einen Sitz und exne Rückenlehne aufweist
und schwenkbar an einem Tragrahmen so befestigt ist, daß die Neigung um eine Querachse einstellbar ist, wobei die Rückenlehne
der Schale mit einer in Querrichtung verlaufenden Krümmung und einer Krümmung in einer Ebene senkrecht zur Querachse ausgebildet
ist, und letztere Krümmung so gewählt ist, daß beim Kippen der Schale zur Neigung des Sitzes nach hinten der obere Teil des
Rumpfes einer im Stuhl sitzenden Person aufrechtgehalten wird, wenn die Neigungen des unteren Teiles der Rücklehne der Schale
und des Sitzes gegenüber der Horizontalen eine Kraftwirkung zwischen dem Sitz und einer im Stuhl sitzenden Person ergeben,
die im wesentlichen senkrecht zum Sitz verläuft, so daß der Körper nicht aus dem Stuhl gleiten kann, und die Querkrümmung der Rückenlehne
so gewählt ist, daß in dieser Stellung der obere Rumpf
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Α/ρ 7711 - 4 - 27.8.1973 W/Sch.
einer aufrecht im Stuhl sitzenden Person daran gehindert wird, nach außen zu rutschen, und zwar aufgrund der Tatsache, daß
die aufrechte Sitzstellung eine Sitzstellung mit minimaler Potentialenergie ist.
Die zusammengesetzte Krümmung der Rückenlehne ist vorzugsweise so geformt, daß sie der Krümmung entspricht, die durch das
Rückgrat und den Rücken eine sitzende Stellung einnehmenden Person gegeben ist, wenn die Stützmuskulatur entspannt ist, und
diese Form ermöglicht den gewünschten und beabsichtigten Effekt. Die Krümmung ist praktisch so gewählt, daß in der normalen,
im wesentlichen aufrechten Sitzstellung im Stuhl eine Person eine Stellung einnimmt, bei der die Potentialenergie ein Minimum
ist; jede Abweichung von dieser Stellung, wie z.B. ein Kippen nach der Seite, bewirkt durch die Krümmung des Rückens
eine Zunahme der Potentialenergie, was eine Anstrengung erforderlich machen würde, um eine Bewegung aus dieser Stellung
zu machen. In anderen, bekannten Stühlen dieser Art ist die aufrechte Stellung keine Stellung minimaler Potentialenergie,
so daß ein Kippen nach der Seite oder ein Rutschen nach vorne auf dem Sitz möglich ist, da die Potential^nergie durch eine
solche Bewegung verringert wird.
Vorzugsweise ist die S.Qhale so geformt, daß sie Seitenarme aufweist,
die ausreichend hoch sind, um zu verhindern, daß die Arme einer im Stuhl sitzenden Person überhängen. Die exakte
Höhe, die für eine bestimmte Ausführungsform erforderlich ist,
hängt natürlich von der Größe des Patienten, für den der Stuhl entworfen ist, ab; beispielsweise würde ein für ein Kind entworfener
Stuhl geringere Größenabmessungen haben als ein für einen Erwachsenen entworfener Stuhl; die relativen Proportionen
der Stühle bleiben jedoch im wesentlichen die gleichen, so daß die gewünschte Höhe der Arme in bezug auf die Gesamthöhe des
Stuhles unabhängig von den Gesamtabmessungen des Stuhles die gleiche bleibt.
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Der Stuhl kann Kissen mit nachgiebiger Polsterung aufweisen, die von der Schale abnehmbar sindund die auf der Schale durch
Befestigungsmittel fixiert sind. Derartige Polsterkissen sind zweckmäßigerweise mit einem wasserdichten Material überzogen,
insbesondere, wenn die Patienten im Stuhl Urin lassen, da dies eine Reinigung und nachfolgende Sterilisierung wesentlich
einfacher macht, als poröse Materialien, wie z.B. Gewebe. Bei einer Ausfuhrungsform werden die wasserdichten Kissen so
billig wie möglich ausgeführt, so daß sie bei Verschmutzung nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden, wodurch die Arbeit
für das Pflegepersonal erheblich verringert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführung-sform der Erfindung ist wenigstens
ein Sitzkissen und ein Rückenkissen vorgesehen, wobei die Befestigungsmittel für diese Kissen so angeordnet sind, daß
die Kissen getrennt voneinander gehalten werden und einen Raum an der Verbindungsstelle zwischen Sitz und Rückenlehne des
Stuhles bilden, in den Urin fließen kann, wenn der Patient uriniert. Diese Entleerungswirkung kann verstärkt werden, indem
der Stuhl so eingestellt wird, daß die Schale in bezug auf den Unterrahmen in eine solche Stellung kippt, daß der Sitz nach
unten gegen die Rückenlehne gleitet. Der Raum an der Verbindungsstelle zwischen Sitz und Rückenlehne bildet somit den
untersten Punkt des Sitzes, in dem auf natürlichem Wege Flüssigkeit gelangt. Das Kippen hat ferner einen weiteren vorteilhaften
Effekt insoferne, als es für einen Patienten schwierig, wenn nicht unmöglich gemacht wird, nach vorne aus dem Stuhl zu
gleiten, und zwar aufgrund der Tatsache, daß der Sitz selbst nach rückwärts geneigt wird. Der Patient wird somit in einer
bequemen Stellung mit* seinem Rücken in einer natürlichen Krümmung abgestützt, ohne daß irgendeine Art von Einspann- bzw.
Haltevorrichtung zur Erzielung dieses Effektes erforderlich ist;
die Krümmung der Rückenlehne in einer Ebene senkrecht zur Querachse gewährleistet jedoch, daß der obere Teil des Rumpfes
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einer im Stuhl sitzenden Person im wesentlichen aufrecht ist.
Die Schwenkabstützungen bzw. Schwenklagerstellen für die Schale
sind im Falle einer Ausführungsform der Erfindung in der Nähe
der vorderen Kante des Sitzes angeordnet. Die vordere Kante des Sitzes kann gekrümmt sein, und die Achsenlinie der Schwenkabstützungen
kann durch die Verbindungsstelle der vorderen Kante
des Sitzes und die Seite des Sitzes laufen. Die Lage der Schwenklinie in dieser Stellung ermöglicht, daß Winkelneigungsverstellungen
erreicht werden können, ohne daß der Höhenabstand der FüSse des Patienten vom Boden wesentlich verändert wird, obwohl es erwünscht
sein kann, eine Fußstütze auf dem Unterrahmen oder mit der Schale befestigbar vorzusehen.
Bei der bevorzugten Aus führungs form der Erfindung erfolgt die Verstellung
der Winkellage der Schale um die Querachse durch eine Einstellvorrichtung, die wenigstens einen Sektor mit einer Vielzahl
von Einkerbungen oder Aussparungen in bogenförmiger Anordnung sowie ein damit zusammenwirkendes Element aufweist, daß in
Eingriff damit verschoben werden kann, um die Schale in einer ausgewählten Stellung und lösbar davon zu halten und damit eine
Verstellung der Neigung durchführen zu können. Der bogenförmige Sektor ist vorzugsweise auf der Schale ausgebildet. Das damit
zusammenwirkende Element kann ein schwenkbar mit der Abstützung befestigter Arm oder ein gleitend auf der Abstützung befestigter
Bolzen sein. Der Bolzen kann n~achgiebig in die Eingriffsstellung
vorgespannt sein, und es können fußbetätigte Gelenkverbindungen vorgesehen sein, um den Bolzen aus der Eingriffsstellung zu verschieben
und Einstellungen vorzunehmen. Andererseits kann ein Sektor oder eine Rastenstange auf der Abstützung und ein Schwenkarm
oder Bolzen auf der Schale vorgesehen sein, die in entsprechender Weise arbeiten. Des weiteren können zwei solcher Sektoren
oder Rastenstangen auf jeder Seite der Abstützung oder der Schale
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und zwei damit zusammenwirkende Elemente, die in Eingriff
damit kommen, vorgesehen sein. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Einstellvorrichtung ein teleskopartiges
Bauteil auf, das die Schale im Unterrahmen verkettet, wobei die Teleskopwirkung dieses Bauteiles Einstellungen für
die Neigung der Schale gegenüber dem Unterrahmen .ergibt.
Der Stuhl kann mit Rädern ausgerüstet sein, um ihn von einer Stelle zur anderen verfahrbar zu machen. Da geschwächte Persor
nen nicht in der Lage sind, ihren Körper in genügendem Maße zu kontrollieren, ist es unerwünscht, daß solche Räder dauernd
betätigbar sind, da der Stuhl sich z.B. auch bewegen kann, wenn der Patient versucht, seine Lage zu verstellen oder sich in den
Stuhl zu setzen oder den Stuhl zu verlassen; es ist deshalb zweckmäßig, daß wenigstens zwei der Räder auf dem Unterrahmen
entweder in eine Lage einziehbar sind, in der wenigstens ein Teil des Unterrahmens auf den Boden aufliegt, um eine Verschiebung
des Stuhles zu verhindern, oder aber für diesen Zweck Bremsen vorgesehen sind.
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Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung
in einer ersten Stellung,
Figur 2 eine Seitenansicht der Ausführungsform nach Figur 1
in einer zweiten Stellung,
Figur 3 eine Aufsicht auf die Ausführungsform nach Figur 1
in der in Figur 1 gezeigten Stellung,
Figur 4 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
Figur 5 eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung, und
Figur 6 eine aufgeschnittene , perspektivische Ansicht eines Teiles der Ausführungsform nach Figur 5.
In der Zeichnung weist der Stuhl eine einstückige, gepresste oder dergleichen Schale 11 auf, die auf einem Rahmen 12 abgestützt
ist. Die Schale enthält einen flachen Sitz 13, einen geformten Rücken 14 mit einer Krümmung, die sich aas den Figuren
1 und 3 ergibt, sowie Seitenbauteile, die Seitenarme 15 und Flügel 16 enthalten, welche einstückig als ein einzelnes,
flaches Seitenstück ausgebildet sind. Die Form der Arme 15 ist so gewählt, daß sie direkt von der Vorderkante der Basis 13 auf
etwa zur Hälfte der Gesamthöhe der Schale 11 ansteigen und mit den Flügeln 16 so verbunden sind, daß sie sich nicht vollständig
bis zum Rücken 14 der Schale 11 erstrecken.
Die vordere Kante 17 des Sitzes 13 ist so gekrümmt, daß sie an der Mitte von der Stellung an den Seiten vorsteht, und die Schale
11 ist schwenkbar um eine Achse 18 abgestützt, die sich unter
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den. Sitz 13 an einer Stelle erstreckt, wo die vordere Kante
17 des Sitzes 13 und die Seiten 19 des Sitzes 13 aufeinandertreffen. Die Achse 18 ist mit einer Lagerstelle.«_ 2O auf dem
vorderen Schenkel 21 des Rahmens 12 befestigt.
Der Rahmen 12 weist 4 senkrechte Schenkel auf, nämlich 2 vordere Schenkel 21 und zwei hintere Schenkel 22, die durch
entsprechende horizontale Schienen 23 und 24 miteinander verbunden sind. Die Achslagerstellung 20 ist mit einer Vielzahl
von Bohrungen 25 versehen, mit deren Hilfe die Höhe der Achse 18 zur Anpassung an den jeweiligen Stuhlbenutzer eingestellt
werden kann.
Die oberen Längsschienen 24 sind an einer Stelle unmittelbar hinter der Mitte gekröpft und auf die Enden zu nach abwärts
geneigt, wo sie mit den hinteren Schenkeln 22 verbunden sind. Die geneigten Teile der Schiene 24 nehmen Rasten 26 auf, die
eine Vielzahl von Aussparungen 27 besitzen, in die ein Stab 28 oder dgl. eingreifen kann, der an jedem Ende durch entsprechende
Schwenkarme 29 aufgenommen wird, deren andere Enden schwenkbar mit der Schale 11 an den Schwenkpunkten 3O
verbunden sind. Eine Einstellung der Winkelstellung der Schale 11 in bezug auf den Rahmen 12 kann somit auf einfache Weise
dadurch erreicht werden, daß die Stange 28 in ein beliebiges Paar von Aussparungen 27 verschoben wird; die Schale
11 ist in der Figur 1 in ihrer obersten Stellung und in Figur 2 in der am stärksten geneigten Stellung gezeigt.
Auf diese Weise kann die Schale sowohl in der Höhe als auch in der Neigung eingestellt werden, damit sie dem jeweiligen
Stuhlbenutzer angepaßt werden kann? diese Einstellung läßt aich einfach und leicht erzielen.
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Das Innere der Schale ist mit abnehmbaren Kissen gepolstert, die mit wasserdichtem Material überzogen sind. Die Basis 13
ist mit einem Sitzkissen 31 bedeckt, das eine gekrümmte vordere Kante 32 aufweist, die der Vorderkurve 17 des Sitzes 13 angepaßt
ist, und das eine geradlinig verlaufende hintere Kante 33 besitzt, die einen Spalt von mehreren cm zwischen sich selbst
und der Kurve des Rückens 11 läßt. In ähnlicher Weise ist ein Rückenkissen 34 vorgesehen, dessen untere Kante 35 sich nicht
direkt bis zum horizontalen Pegel des Sitzkissens 31 nach abwärts erstreckt, so daß die beiden Kanten 33 und 35 der Kissen
31 und 34 einen Raum 36 ausbilden, in de» Urin einfließen kann, wenn der Patient uriniert. Die Schale 11 ist mit einer Abflußöffnung
43 versehen, in die das Einlaßrohr eines herkömmlichen Urinsammelbehälters eingesetzt werden kann. Der Behälter kann an
Haken 44 auf der Schale 11 aufgehängt sein und läßt sich einfach lösen, wenn er benötigt wird.
Dasselbe Kissen 34 ist an einer inneren Schale 38 aus leichtem, glasfaserverstärktem Kunststoffmaterial befestigt, die in der
Hauptstuhlschale 11 befstigt, z.B. angeklemmt ist. Um dieses Kissen auszuwechseln, werden ^ie gesamte Innenschale 38 und das
Rückenkissen 34 herausgenommen. Das Sitzkissen 31 ist lediglich ein loses Kissen, das auf der flachen Basis 13 der Schale 11 aufliegt
und in der entsprechenden Lage durch die Seiten und die gekrümmten Teile des Rückens festgelegt ist. Falls es zweckmäßig
sein sollte, können für dieses Kissen Druckknopfbefestigungen oder andere Befestigungen vorgesehen sein.
Die einteilige Schale 11 kann aus einem glasfaserverstärkten Kunststoffmaterial oder einem anderen geeigneten Kunststoff, z. B.
Polypropylen bestehen, und der Rahmen kann aus Stahl oder aus glasfaserverstärktem Kunststoffmaterial oder auch aus einem anderen
Kunststoff hergestellt sein.
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Α/ρ 7711 - 11 - 27.8.1973 W/Soh,
Die vorderen Schenkel 21 sind beide mit kleinen Rädern 39 versehen, die ihre Stellung dauernd beibehalten, während die
hinteren Schenkel 22 mit Rädern 40 versehen sind, die gehoben oder gesenkt werden können; in der abgesenkten Stellung der
Räder ist der Stuhl fahrbar, in der angehobenen Stellung der beiden hinteren Räder sitzt er auf dem Boden auf. Die horizontalen
Schienen 23 sind wenigstens 11 cm vom Erdboden entfernt, wenn die Hinterräder 40 die angehobene Stellung einnehmen, damit
es möglich ist, eine Hubvorrichtung zum einfachen Transportieren des Stuhles einzusetzen.
An der Vorderseite der einen der oberen Schienen 24 ist eine Buchse
41 für einen Tisch (nicht gezeigt) vorgesehen, der in die Buchse 41 eingesteckt werden kann und der sich von einer Seite des
Stuhles zur anderen erstreckt.
In Figur 4 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
in der die obere Schale 11 auf einer Basis 50 aus Kunststoffmaterial abgestützt ist. Ein entsprechendes Material für die
Basis ist glasfaserverstärkter Kunststoff. Die Schale 11 ist auf der Basis mit Hilfe von zwei Querstangen gelagert, eine Stange
18 entspricht der Achse der Ausführungsform nach den Figuren
1-3, die durch die Schale in der Nähe der Vorderseite des Bodens 13 verläuft, und eine Stange 45 reicht durch die Schale in
der Nähe der Rückseite des Bodens 13.
Die Basis 50 weist zwei längliche Schlitze 47 auf, jeweils einen an jeder Seite, in die entsprechende Enden der Stange 18 eingreifen.
Auf jeder Seite der Basis ist eine Rastenanordnung 46 mit einer Vielzahl von Einkerbungen 51 vorgesehen. Die Rastenanordnungen
46 sind gekrümmt und stellen einen Teil eines Kreises dar, dessen Mittelpunkt im unteren Ende des Schlitzes 47 liegt.
Die Enden der Stange 45 stehen im Eingriff mit entsprechenden Aussparungen 45, damit die Neigung der Schale 11 festgelegt wird.
Um die Neigung der Schale 11 einzustellen, wird die Schale leicht angehoben und nach vorwärts bewegt, so daß die Enden der Stange
18 längs des Schlitzes 47 in eine kleine Vertiefung 52 jeweils
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am oberen Ende des Schlitzes 47 gleiten, wodurch die Stange 45 außer Eingriff mit der jeweiligen Aussparung 51 kommt, mit
der die Stange 41 in Eingriff war, und die Schale 11 freigibt, so daß sie in die gewünschte Winkelstellung gedreht werden kann;
im Anschluß daran wird die Stange 18 die Schlitze 47 nach unten bewegt und die Enden der Stange 45 werden in Eingriff mit den
nunmehr gewählten Aussparungen gebracht, so daß die Schale 11 in der ausgewählten Winkelneigung gehalten wird.
Anstelle der zurückziehbaren Räder bei der Ausführungsform nach
den Figuren 1 - 3,ist die Basis 5O mit kleinen Rädern 48 versehen,
die Mittel 49 aufweisen, um die Räder abzubremsen und sie
gegen Drehung zu sperren.
Die Ausführungsform nach Figur 5 unterscheidet sich von der nach
Figur 4 darin, daß zusätzlich zu einer Schale 11 mit Sitz 13 und Rücken 14 wie in den vorausgehenden Ausführungsbeispielen, ein
einstückig geformter unterer Vorderflansch 56 und Seitenflansche
57 vorgesehen sind, die eine Abstützung für einen Schwenkzapfen
58 bilden, mit dessen Hilfe die Schale 53 mit einer Abstützbasis
59 befestigt ist. Die Basis 59 weist einen Teil 60 auf, der nach oben vorsteht und an dessen Unterseite 2 Bolzen 61 befestigt sind,
die mit ausgewählten Löchern 62 in gekrümmter Anordnung und in einem sektorförmigen Bauteil 63 vorgesehen starr mit den unteren
Seitenflanschen 57 befestigt oder einstückig damit ausgebildet
sind. Die Bolzen 61 sind nachgiebig in die Löcher 62 durch entsprechende Federn 64 vorgespannt und werden von den Löchern mit
Hilfe eines Fufißedals 65 freigegeben, 'ffes mit den Bolzen über eine
Gelenkverbindung verbunden ist, die zwei Winkelhebel 66, einen Zugstab 67 und einen gekröpften Fußhebel (68 aufweisen, welcher
das Pedal 65 an einem Ende aufnimmt. Drückt man auf das Fußpedal 65, werden die Bolzen 61 aus den Löchern 62 herausgezogen
und es ist eine Einstellung der Neigung der Schale möglich.
Wird das Fußpedal 65 freigegeben, werden die Bolzen wieder zurück
in ein Loch gedrückt, das damit über die Federn 64 ausgerichtet ist.
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Claims (1)
- Α/ρ 7711 27.B.1973 F/Sch.PatentansprücheKrankenstuhl für geschwächte Personen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stuhl eine einteilige Schale (11) mit einem Sitz (13) und einer Rückenlehne (14) auf einem Tragrahmen (12) aufweist, derart, daß die Neigung um eine Querachse verstellbar ist, und daß die Rückenlehne (14) der Schale (11) eine konkave Krümmung sowohl in der Querrichtung als auch in der Richtung senkrecht zur Querachse (18, 58) besitzt, so daß eine im Stuhl.sitzende Person gegen seitlicheeiner ^ 3Bewegung abgestützt ist und in;Sitzstellung gehalten wird, wobei der obere Körperteil ausschließlich durch Schwerkraftwirkung aufrecht bleibt.Krankenstuhl für geschwächte Personen, gekennzeichnet durch eine einteilige Schale (11), die wenigstens einen Sitz (13) und eine«Rückenlehne (14) aufweist und schwenkbar an einem Tragrahmen (12) so befestigt ist, daß die Neigung um eine Querachse (18, 58) einstellbar ist, wobei die Rückenlehne (14) der Schala mit einer in Querrichtung verlaufenden Krümmung und einer Krümmung in einer Ebene senkrecht zur Querachse (18, 58) ausgebildet ist, und letztere Krümmung so gewählt ist, daß dann, wenn die Schale (11) gekippt wird, um den Sitz (13) nach hinten zu neigen, der obere Teil des Rumpfes einer im Stuhl sitzenden Person aufrecht gehalten wird, wenn die Neigungen des unteren Teiles der Rückenlehne der Schale (11) und des Sitzes (13) gegenüber der Horizontalen eine Kraftwirkung zwischen dem Sitz (13) und einer im Stuhl sitzenden Person ergeben, die im wesentlichen senkrecht zum Sitz (13) verläuft, so daß der Körper nicht aus dem Stuhl gleiten kann, und die Querkrümmung der Rückenlehne (14) so gewählt ist, daß509811/0521Α/ρ 7711 - *. ■ 27,8,1973 W/Sch.in dieser Stellung der obere Rumpf einer aufrecht im Stuhl sitzenden Person daran gehindert wird, nach außen zu rutschen, und zwar aufgrund der Tatsache, daß die aufrechte Sitzstellung eine Sitzstellung mit minimaler Potentialenergie ist.3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenlehne (14) der Schale (11) an den Seiten mit parallelen Flügeln (16) versehen ist.4. Stuhl nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (11) so geformt ist, daß sie Seitenarme (15) aufweist, die ausreichend hoch sind, um zu verhindern, daß die Arme einer im Stuhl sitzenden Person überhängen.5. Stuhl nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß Kissen (31,34) mit nachgiebiger Polsterung vorgesehen sind, die von der Schale (11) abnehmbar sind und die mit einem wasserdichten Materal überzogen sind.6. Stuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Sitzkissen (31) und ein Rückenkissen (34) vorgesehen sind, wobei das Rückenkissen (34) abnehmbar in einer solchen Lage auf dem Rückensitz (14) der Schale (11) gehalten wird, daß ein Raum (36) an der Verbindungsstelle zwischen Sitzkissen (31) und Rückenkissen (34) des Stuhles vorhanden ist, in den Urin fließen kann, wenn der Patient urinieren muß.7. Stuhl nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (53) zum Entleeren des Raumes (36) an der Verbindungsstelle zwischen Sitz (13) und Rückenlehne (14) der Schale (11), ohne daß der Patient den Stuhl verlassen muß.509811/0521Α/ρ 7711 - S - 27.0.1973 W/Sch.8. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkabstutzungen für die Schale (11) in der Nähe der vorderen Kante des Sitzes (13) angeordnet sind.9. Stuhl nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale einen unteren Vorderflansch (56) und untere Seitenflansche (57) aufweist, die von dem Sitz (13) nach unten stehen und eine Befestigung für eine Schwenkabstutzung (58) darstellen, die die Schale (53) mit der Abstützbasis (59) schwenkbar befestigt.10. Stuhl nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante des Sitzes (13) gekrümmt ist, und daß die Achslinie der Schwenkstelle (18) durch die Verbindungsstelle der Vorderkante des Sitzes (13) und die Seite des Sitzes verläuft.11. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkellage der Schale (11) durch eine Einstellvorrichtung (26,28,30) wenigstens eine mit Aussparungen versehene Sperrvorrichtung (26) auf der Abstützbasis (12) wenigstens einen Schwenkarm (29) an der Schale (11) aufweist, wobei das freie Ende des Armes (29) mit einer ausgewählten Aussparung (27) der Rastenvorrichtung (26) in Eingriff steht.12. Stuhl nach Anspruch lO, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mit Aussparungen versehene Sperrvorrichtungen (26) auf der Abstützbasis (12) und zwei Schwenkarme (29) an der Schale (11) vorgesehen sind, wobei die freien Enden der Schwenkarme (29) durch eine Querschiene (28) miteinander verbunden sind, die in einem ausgewählten Paar von Aussparungen (27) der Sperrvorrichtungen (26) der Abstützbasis (12) in Eingriff bringbar ist.509811/0521Α/ρ 7711 - 4 - ■ 2 7.8.1973 W/Sch.13. Stuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflansche (57) eine gekrümmte Reihe von Löchern oder Aussparungen (62) aufweisen, und daß ein zugeordneter Bauteil (61), der auf der Basis (59) aufgenommen wird, mit einer ausgewählten dieser Aussparungen zusammenwirkt.14. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Verstellung der Neigung der Schale (11,53) in Uezug auf die Basis (12,59) ein Fußpedal (65) zur Betätigung eine Kippsperre (61,62,64) aufweist.15. Stuhl nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippsperre (61,62,64) Bolzen (61) aufweist, die durch Federn (64) in Eingriff mit entsprechenden ausgewählten Löchern (62) in entsprechenden Reihen solcher Löcher in entsprechenden Bauteilen (63), die von den unteren Seitenflanschen (57) aufgenommen werden, vorgespannt sind.16. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützbasis (5O,59) Räder (48) aufweist, von denen wenigstens zwei mit Bremsen (49) versehen sind, mit deren Hilfe der Stuhl in einfacher Weise von einer Stelle zu einer anderen bewegt und an einer bestimmten Stelle festgelegt werden kann.17. Stuhl zum Tragen von geschwächten Personen, gekennzeichnet durch eine konkave Rückenlehne (14), die so angeordnet und geformt ist, daß der Rücken und die Seiten einer im Stuhl (11) sitzenden Person sicher gegen seitliche Verschiebung abgestützt sind, und durch einen Sitz (13) , der einteilig mit der Rückenlehne (14) ausgebildet und so in bezug zu dieser ange-509811/0521Vl? 7711 - $ - 27,8.1973 W/Sch.ordnet ist, daß der Sitzende fest im Stuhl (11) in einer im wesentlichen senkrechten Sitzstellung ausschließlich aufgrund des Körpergewichtes des Sitzenden gehalten wird, selbst wenn die Muskeln des Sitzenden vollständig entspannt oder unwirksam sind.509811/0 5 21Leerseite
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Cited By (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4750783A (en) * | 1986-08-20 | 1988-06-14 | Irby Samuel S | Coacting infant/toddler seat/car seat/stroller system |
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