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DE2342064A1 - Verfahren und vorrichtung zur entfettung von wolle - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur entfettung von wolle

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Publication number
DE2342064A1
DE2342064A1 DE19732342064 DE2342064A DE2342064A1 DE 2342064 A1 DE2342064 A1 DE 2342064A1 DE 19732342064 DE19732342064 DE 19732342064 DE 2342064 A DE2342064 A DE 2342064A DE 2342064 A1 DE2342064 A1 DE 2342064A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
cleaning
container
tank
wool
Prior art date
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Granted
Application number
DE19732342064
Other languages
English (en)
Other versions
DE2342064C2 (de
Inventor
Gerald Vivian Barker
Georg Stewart
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Wool Research Organization of New Zealand Inc
Original Assignee
Wool Research Organization of New Zealand Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by Wool Research Organization of New Zealand Inc filed Critical Wool Research Organization of New Zealand Inc
Publication of DE2342064A1 publication Critical patent/DE2342064A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2342064C2 publication Critical patent/DE2342064C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/04Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
    • D01B3/10Details of machines or apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Patentanwälte Dipi.-ing. Waiter Meissner Dipi.-ing. Herbert Tischer BERLIN-GRUNEWALD MÜNCHEN
8 München 2, den 17. Aug. 1973
Tal 71
Fernspr. 221298
Ke/ rö
Wool Research Organisation of Hew Zealand (Inc.) Lincoln, Canterbury (lieu Seeland)
Verfahren und Vorrichtung zur Entfettung von Wolle
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entfettung von Wolle und bezieht sich insbesondere auf die Rückgewinnung von Lanolin aus der Entfettungsflüssigkeit nach deren Benutzung sowie auf die Behandlung der flüssigkeit nach ihrem Gebrauch und vor ihrem Ablauf als Abwasser.
Bei den herkömmlichen Wollreinigungs- oder Entfettungsverfahren wird die Wolle gewöhnlich in einer heißen, wässrigen Detergentien enthaltenden Lösung gewaschen, die sich in großen, rechteckigen Behältern oder Kübeln befindet. Dabei ist wenigstens ein Hauptentfettungsbehälter vorhanden, gewöhnlich jedoch mehrere
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solche. Behälter, durch die die Wolle hindurchgetrieben wird. Bei solchen Wollentfettungsverfahren v/erden erhebliche Mengen schwerer Feststoffe und Schmutz von der Wolle zusammen mit dem Wollfett oder Lanolin und Schaf schweiß ! v v/asserlösliche Kalisalze organischer Säuren) entfernt. Konzentrationen dieser Verunreinigungen bauen sich rasch auf, und zwar insbesondere in dem ersten oder Hauptentfettungsbehälter oder -kübel und dem Seitenbehälter, und daher ist es üblicherweise erforderlich, entweder ein automatisches Austragsystem zu verwenden, oder die Entfettung periodisch zu stoppen und den ganzen oder einen Teil dieses Behälters oder Kübels und den Seitenbehälter zu entleeren, so daß die zu reinigende Wolle danach einen zufriedenstellenden Reinheitsgrad aufweist. Somit werden bei solchen herkömmlichen Systemen in regelmäßigen oder unregfe!mäßigen Abständen stark verschmutzte Reinigungsflüssigkeiten ausgetragen, die große Mengen Schmutz und einen gewissen Anteil wiedergewinnbares Lanolin enthalten. Dadurch wiederum wird das Abwasserbehandlungsproblem noch schwerwiegender und weist insbesondere folgende Nachteile auf:
a) Es müssen Rohrleitungen und sich daran anschließende Behandlungsvorrichtungen geschaffen werden, die groß genug sein müssen, um die größten anfallenden Abwassermengen aufnehmen zu können, während zwischen diesen Abwasseranfallperioden die Rohrleitungen und Behandlungsvorrichtungen nicht benötigt werden.
b) Es wird Flüssigkeit verwendet, um die schweren Feststoffe zu transportieren, und sobald sich die Strömung in den Rohrleitungen oder Sammelbehältern verlangsamt, scheiden sich diese Feststoffe aus, so 'daß die Rohrleitungen und Behälter speziell für diesen Fall gebaut sein müssen, so daß sie sich leicht entfernen lassen, wobei die einzige Alternative darin besteht, kostspielige Reinigungsverfahren anzuwenden.
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c) Wertvolles, wiedergewinnbares Lanolin geht gewöhnlich, mit diesen Abwässern verloren.
d) Der Entfettungs- bzw. Reinigungsprozeß verläuft nicht gleichmäßig, sondern kennzeichnet sich durch einen verhältnismäßig langsamen Aufbau, woraufhin eine rasche Abgabe von Flüssigkeit erfolgt, die Feststoffe enthält, wobei in der Reinigungskapazität des Systems Schwankungen auftreten.
e) Der Flüssigkeitsaustrag ist gewöhnlich heiß, und diese Wärmeenergie läßt sich aufgrund der oben erwähnten schweren Feststoffe und gewisser vorhandener Fasern, die einen Warenaustausch er verstopfen würden, sowie auch aufgrund des unstetigen Austrags nicht auf einfache und wirksame Weise zurückgewinnen.
f) Das auf herkömmliche Weise betriebene Verfahren ermöglicht keine einfach zu messenden oder aufzuzeichnenden Austragsgeschwindigkeiten, so daß eine zwangsläufige Kontrolle des Wasserverbrauchs schwierig ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit denen diese intermittierende ,Abgabe stark verschmutzter Reinigungsflüssigkeit und Abfallmengen in die Entwässerungssysteme vermieden wird und nur ein solcher Stoffaustrag in die Entwässerungssysteme erfolgt, der weit weniger verschmutzend wirkt und bei dem schwere Feststoffe, Fasern, Dreck und Hitze vermieden oder im wesentlichen vermieden werden. Deshalb soll sich dieses Verfahren und die zugehörige Vorrichtung auch außerordentlich gut für weitere Abwasserbehandlung oder Beiproduktrückgewinnung eignen. In diesem Zusammenhang soll auch eine bessere Steuerung und höhere Gleichmäßigkeit der Reinigung ermöglicht werden, und der Reinigungs- bzw. Entfettungsprozeß soll dadurch unterstützt werden, daß eine wirksamere Verwendung von Waschwasser ermöglicht wird, als dies üblicherweise der Fall ist. Desweiteren soll auch die Bückgewinnung oder Wiedergewinnung von
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Lanolin aus dem Waschwasser verstärkt werden, und eine Milderung der Abwasserbeseitigungsprobleme soll dadurch, möglich werden, daß sichergestellt wird, daß zusätzliche Mengen an Lanolin, Fasern, schweren !Feststoffen und Wärme aus den Reinigungsflüssigkeiten entfernt werden, bevor diese mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bzw. in gleichmäßiger Menge ausgetragen werden.
Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung geschaffen, die sich bei der Wollreinigung- bzw. Entfettung verwenden läßt und einen Eeinigungsbehälter aufweist, der heiße, wässrige Reinigungslösung enthält, in die die zu reinigende Wolle gefördert wird. Desweiteren weist die ßrfindungsgemäße Vorrichtung eine Einrichtung auf, mit der die Wolle zu einer Flüssigkeitsentfernungsanlage transportiert werden kann, die zu dem Eeinigungsbehälter gehört und durch die überschüssige Flüssigkeit von der den Reinigungsbehälter verlassenden Wolle entfernt wird. Ein Seitenbehälter zur Aufnahme überfließender Flüssigkeit und suspendierter Feststoffteilchen aus dem Reinigungsbehälter sowie der Flüssigkeit, die von der den Reinigungsbehälter verlassenden Wolle entfernt worden ist, ist ebenfalls vorgesehen. Darüber hinaus ist eine Einrichtung vorhanden, mit der Flüssigkeit von dem Seitenbehälter zu dem Reinigungsbehälter im Kreislauf geführt werden kann, wobei der Reinigungsbehälter und der Seitenbehälter mit Bodenauslassöffnungen für schwere Feststoffe versehen sind, aus denen diese Feststoffe zu einem Absatz- oder Sedimentationsbehälter für schwere Feststoffteilchen abgelassen werden können. Dieser Feststoffabsetzbehälter ist mit einer Auslaßöffnung für den Austrag von FeststoffenU3mlt einer weiteren Auslaßöffnung versehen, die mit der Lanolinextraktionsrückgewinnungsanlage in Verbindung steht, so daß von der von den sich im Behälter absetzenden Feststoffen stammenden Flüssigkeit Lanolin, also Wollfett, zurückgewonnen wird und die Flüssigkeit im Kreislauf zum Reinigungsbehälter zurückgefördert und/oder in das Abwassersystem abgelassen wird.
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Desweiteren wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Behandlung wässriger Reinigungs- bzw. Entfettungsflüssigkeiten nach und während der Benutzung in Wollreinigungsprozessen und vor der Abgabe dieser Flüssigkeiten an
Entwässerungssysteme geschaffen, bei dem heiße Flüssigkeit und suspendierte Feststoffteilchen aus einem Hauptreinigungsbehälter, die von der den Reinigungsbehälter verlassenden Wolle entfernt worden sind, in einen Seitenbehälter gelenkt werden, wobei den schweren Feststoffen ermöglicht wird, sich in dem Reinigungsbehälter und dem Seitenbehälter abzuscheiden* bei dem ferner aus dem Seitenbehälter stammende Flüssigkeit im Kreislauf in den Reinigungsbehälter zurückgeführt wird, und die von dem Reinigungsbehälter und dem Seitenbehälter kommende Flüssigkeit oder Lauge, die schwere Feststoffe enthält, zu einem Absetzbehälter für schwere Feststoffe gelenkt, wird, in dem sich die schweren Feststoffe abscheiden können, um danach ausgetragen zu werden, während Flüssigkeit aus dem Absetzbehälter in einen Extraktor geleitet wird, in dem aus ihr Lanolin extrahiert wird. Die restliche Flüssigkeit wird dann zu dem Reinigungsbehälter zurückgeführt und/oder in das Entwässerungssystem abgelassen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die ersten Stufen des Wollreinigungs- oder Entfettungsverfahrens, in denen der Hauptteil der schweren Feststoffe, des Schmutzes, des Vollfettes oder des Lanolin und des Schafschweißes von der Wolle entfernt werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens und der zur Verfahrensdurchführung geschaffenen Vorrichtung wird nun im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, die ein Fließbild der Hauptstufe des Wollreinigungsverfahrens darstellt.
Der Haupt- oder erste Reinigungsbehälter oder Kübel 1 kann die herkömmliche, in etwa langgestreckte, rechteckige Form aufweisen und mit zugehörigen Wollbewegungs-
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elementen versehen sein, so beispielsweise Rechen, so daß die Wolle in Richtung auf das eine Ende des Behälters 1 in der heißen, wässrigen Detergent!enlösung bewegt wird sowie in Richtung auf eine Reihe schwerer Quetschwalzen 2 an diesem Behälterende. Mit Hilfe dieser Quetschwalzen wird überschüssige Flüssigkeit aus der Wolle herausgedrückt,, wenn die Wolle den Hauptreinigungsbehälter 1 verläßt und dem nächsten Reinigungsbehälter $ der Behälterreihe zugeführt wird.
Der Hauptreinxgungsbehalter 1 ist mit einem Überlaufauslaß 4 versehen, wodurch in dem Hauptreinigungsbehälter 1 befindliche überschüssige flüssigkeit zu dem Seitenbehälter 5 fließen kann. Unterhalb der Quetschwalzen 2 befindet sich ein Trog oder ein ähnliches Aufnahmegefäß 6, mit Hilfe dessen aus der Wolle ausgequetschte Flüssigkeit ebenfalls dem Seitenbehälter 5 zugeführt werden kann. Der Flüssigkeitsstrom vom tJberlaufauslaß 4 und dem Ausquetscnwalzentrog 6 geht vorzugsweise durch einen sich selbst reinigenden S1Iockenfanger oder ein derartiges Sieb 7» so daß die von !"locken befreite Flüssigkeit dem Seitenbehälter 5 zuströmen kann,, wobei die alternative Möglichkeit gegeben ist, den Flüssigkeitsüberlauf im Bypaß an dem Flockenfänger vorbeizuführen und dem Seitenbehälter 5 direkt zuzuzleiten.
Der Seitenbehälter 5 weist vorzugsweise einen trichterförmigen Boden mit einer Bodenauslaßöffnung 8 für schwere Feststoffteilchen auf, die sich aus der in dem Seitenbehälter 5 befindlichen Flüssigkeit abscheiden. Der Seitenbehälter 5 kann außerdem Heizschlangen 5b enthalten, so daß die Temperatur der Flüssigkeit erhöht und in einer passenden Höhe gehalten werden kann. Der Hauptreinigungsbehälter oder Kübel 1 kann ebenfalls mit einem trichterförmigen Boden versehen sein und/oder in seinem Bodenbereich eine Förderschnecke aufweisen, die die sich aus der im Reinigungsbehälter 1 befindlichen Flüssigkeit abscheidenden
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schweren Feststoffe sammelt und zu einer Austrittsöffnung im Behälter 1 transportiert. Beide Austragsöffnungen. 8 und des Reinigungs- und des Seitenbehälters 1 bzw. 5 für schwere Feststoffteilchen stehen unter Unterdruck, der von einer Pumpe 1o für schwere Feststoffe erzeugt wird. Diese Austragsöffnungen 8, 9 stehen über Verbindungsleitungen mit einem ersten trichterähnlichen Vorrats- oder Lagerbehälter 11 in Verbindung oder laufen direkt zu einem Absetzbehälter für schwere Feststoffe, der ebenfalls trichterförmig ausgebildet sein kann und mit Prallblechen versehen ist, die das Absetzen der schweren Feststoffteilchen erleichtern. Von dem oberen Teil des Behälters 5 wird Flüssigkeit zu dem Ende des Hauptreinigungsbehälters 1 mit einer Seitenbehälterpumpe 5a zurückgefördert.
Der Vorratsbehälter 11 ist so angeordnet, daß er Flüssigkeit und Feststoffe in den in geeigneter Weise mit Prallblechen für schwere Feststoffe ausgerüsteten Absetzbehälter 12 fördert. Während des Hormalbetriebs wird Flüssigkeit, die Feststoffe enthält, von der Pumpe 1o unmittelbar in den Behälter 12 gepumpt. Für den Fall, daß der Hauptreinigungsbehälter 1 oder der Seitenbehälter 5 mit sauberem V/asser gefüllt werden müssen, läßt sich ihr Inhalt durch die schwere Feststoffe fördernde Pumpe 1o oder die Seitenbehälterpumpe 5a in clen Lagerbehälter 11 abpumpen, der dann das Material direkt in den Feststoffbehälter 12 abläßt, der niveaugesteuert ist.
Um die Flockenbildung und/oder das Absetzen bzw. Aussediment!eren der Feststoffe zu fördern, läßt sich ein Flockungsmittel, beispielsweise Aluminiumsulfat, oder ein geeignetes organisches Polymer, beispielsweise des PoIyacrylamidtyps der Flüssigkeit zusetzen, und zwar entweder beim oder vor dem Eintreten in den Behälter 12. Am Boden oder der Spitze des Absetzbehälters 12 lassen sich die schweren Feststoffteilchen aus einer Austrittsöffnung 13 in Form eines nassen Schlammes austragen, und in dieser Form
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können diese Feststoffteilchen als Füllmaterial abgelagert werden, da sie hauptsächlich aus anorganischem Material "bestehen. Andererseits läßt sich dieser Brei auch weit erb eh and ein, um "beispielsweise "beim Durchgehen durch eine Zentrifuge oder einen waagerechten Dekantierapparat Wassa? zu verlieren, so daß er zur Ablagerung in Müllgruben noch geeigneter gemacht wird. Flüssigkeit, idie frei oder im wesentlichen frei von absetzbaren Feststoffen ist, wird von dem oberen Teil des Absetzbehälters 12 durch eine Förderpumpe 14 abgezogen, die diese abgezogene Flüssigkeit einer Lanolinextraktionsanlagei5 zuführt, und zwar über einen Anwärmapparat 16, der beispielsweise durch eine Dampfquelle geheizt wird. Die Lanolinextraktions- oder Rückgewinnungsanlage 15 ist so gebaut, daß sie eine Schnabelzentrifuge aufweist, beispielsweise derart, wie sie_ gewöhnlieh in der Industrie als erste Stufe einer Lanoliiigewinnungseinheit verwendet wird, oder einen anderen Zentrifugentyp.
Produkt-Lanolin 17 aus der Rückgewinnungsanlage 15 wird zurückgehalten, und der ganze oder ein Teil des Flüssigkeitsaustrags der ersten Stufe der Rückgewinnungsanlage 15 wird in gesteuerter Veise über ein Puffergefäß 2oa, die Abflußpumpe 21, einen Wärmeaustauscher 22 und einen Durchflußmesser 26 als Abfall ausgetragen, während jede beliebige zurückbleibende Flüssigkeitsmenge mit Hilfe eines zweiten Puffergefäßes 2ob, einer Umwälzpumpe 25 und einer Rohrleitung 18 zu dem Seitenbehälter 5 gefördert und damit in den Verfahrensablauf zurückgeführt waden kann. Eine Bypaßvorrichtungi9 läßt sich zwischen die Dosierpumpe und den Vorwärmer 16 anordnen, so daß sich, falls dies erwünscht ist oder erforderlich werden sollte, beispielsweise dann, wenn die Zentrifuge nicht in Betrieb ist, die ganze Flüssigkeit oder ein Teil der Flüssigkeit auch im Bypaß an der Lanonlinrückgewinnungsanlage 15 vorbeiführen läßt und direkt über die Leitung 18 dem Seitenbehälter 5 zugeführt oder teilweise über das Puffergefäß 2oa, die Pumpe 21, den Wärmeaustauscher 22 und den Durchflußmesser 26 als Abwasser ausgetragen werden kann.
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SAD ORJGINAt.
Der Düsenaustrag und der Mittelaustrag der Lanonlinrückgewinnungseinheit gelangen in die Puffergefäße 2oa "bzw. 2ob, die vorzugsweise schwimmergesteuert werden, wobei ein Rücklauf vorgesehen ist, um zu verhindern, daß die Pumpen2Ί und 25 trocken-laufen. Dazu kommt, daß die Umlauf- oder Rücklaufpumpe 25 eine Einrichtung aufweist, mit der ein Teil ihres Förde? stroms in Abhängigkeit von der Schwimmersteuerung dem PuffergTäß 2oa zugeführt wird. Der Inhalt des Puffergefäßes 2oa wird von der Abstrompumpe 21 als Abwasser weggepumpt, und zwar vorzugsweise über den Wärmeaustauscher 22 und den Durchflußmesser 26, wodurch die warme der Abwasserflüssigkeit durch Wärmeübergang an reines Wasser oder Reinigungsflüssigkeit zurückgewonnen wird, mit der später die in Reihe angeordneten Behälter oder Kübel, die die komplette Vorrichtung bilden, gewaschen werden. Der Rest der Flüssigkeit, die in dem Puffergefäß 2ob bleibt, wird über die Umwälzpumpe 25 und die Leitung 18 in den Seitenbehälter 5 zurückgeführt.
Ein Flüssigkeitsgegenstrom für den Hauptreinigungsbehälter 1 läßt sich durch einen Flüssigk'eitsstrahlverteiler 23 am Wollaustrittsende des Hauptreinigungsbehälters 1 erzeugen und durch den Flüssigkeitsrückstrom, der von der Rückstrompumpe 24 gefördert wird, aus dem zweiten oder nächsten Reinigungs- bzw. Entfettungsbehälter oder Kübel 3 fördern. Somit wird ein wirklicher Gegenstrom erhalten und, eine Iblüssigkeitsübertragung von dem Hauptreinigungsb ehält er oder Kübel 1 an den zweiten Reinigungsbehälter oder Kübel 3 verhindert. Der "Rückstrom" kann allein durch den Düsenaustrag oder sowohl durch die Düse als auch einen Teil oder den ganz mittleren Austrag bewirkt werden, der von der Lanolinrückgewinnungsanlage 15 als Abwasser abgegeben wird/sowie mit Hilfe der schwimmergesteuerten Ventile in dem Seitenbehälter 5·
Die Vorrichtung kann desweiteren mit geeigneten Bypali- und Steuerventilen sowie Durchflußmessern ausgestattet
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sein, um die verschiedenen Teile der Vorrichtung zu entwässern und zu reinigen oder zu warten.
Im folgenden werden einige Betriebswerte für das hier beschriebene Reinigungsverfahren und die zugehörige Vorrichtung beispielshalber angeführt.
Beispiel 1
Neuseeländische Mischvlieswolle der Qualität 48s wurde in einer Menge von 8 Ballen fettiger Wolle (annähernd 12oo kg) pro Stunde durch eine 1,8 m breite ßeinigungsbehälterkette, bestehend aus 5 Kübeln, hindurchgefördert und gereinigt bzw. entfettet. Die Temperaturen in den Kübeln 1 und 2 betrugen 62° C bzw. 61° C, wobei ein nichtionisches Detergens kontinuierlich in einer Menge von einem Liter pro Stunde in die Kübel 2 und 3 eindosiert wurde. Die Flüssigkeit bzw. Lauge, die schwere Feststoffe enthielt, wurde kontinuierlich vom Boden des Kübels 1 und seines Seitenabsetzbehälters mit einer Geschwindigkeit von 4461 ltr. pro Stunde abgezogen und in einen Behälter für schwere Feststoffe eingeleitet, der zur Erleichterung des Absetzens Prallbleche enthielt. Vom Boden dieses Behälters wurde dann mit Hilfe eines pneumatisch betätigten Quetschventils, das von einem Zeitgeber so gesteuert wurde, daß es sich alle sechs Minuten sieben Sekunden lang öffnete, der Feststoffbrei abgezogen. Folgende Strömungsgeschwindigkeiten und Flüssigkeits- und Breianalysen wurden durchgeführt:
StrönmnKSKe- Gesamtfest Schmutz Fett
schwindig-
keit
ltr./hr
stoffe
Gew.-%
Gew.-% Gew.-
in den Be
hälter für
schwere
Feststoffe
hinein
4461 5,52 1,11 1,49
Breia'ustrag 91 24,51 2o,91 1,63
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Die bei 6o° G in dem Behälter für schwere Feststoffe abgesetzte Lauge bzw. Flüssigkeit wurde aus diesem Behälter zu einer Düsenzentrifuge (Alfa-Laval-Type FVK4) gepumpt, die mit 1,15 mm saphirausgekleideten Düsen ausgestattet war. Nach dem Durchgang durch diese Maschine wurden drei Ströme erhalten:
1. Eine Rahmphase, reich an Wollfett,
2. Eine mittlere Phase, ohne Fett in bezug auf die Zufuhr,
3. eine Strahlphase, ohne-Fett, Jedoch in bezug auf die Zufuhr schmutzangereichert.
Die Strömungsgeschwindigkeiten bzw. - mengen und Analysen der vier Ströme sind im folgenden angeführt:
Fett Gew.-%
Strömungs- Gesamtfest Schmutz \1.-°/o
Keschwin-
digkeit
stoffe 68
Itr./hr Gew.-%
Zufuhr zur
ΪΥΚ4 Zentri
fuge
437O 5,o2 65
Rahmaustrag 34 66,4o - 74
Mittlerer
Austrag
2974 4,52 0,
Düsenaustrag 1562 4,89 0,
1,4-5 66,4o
1,o7 1,19
Die Rückgewinnungsgeschwindigkeit von wasserfreiem Wollfett wurde errechnet zu 22,6 kg/Stunde, bei einem Rückgewinnungswirkungsgrad von 36 yo. '
Der Abfluß als Abwasser %-iurde eingestellt auf 2o43 Liter/Stunde, Worin darm der ganze Düsenaustrag und 681 Liter/ Stunde des Mittelaustrags enthalten waren. Diese .abwassermenge wurde über einen Wärmeaustauscher (Rosenblad-Spiralwärmeaustsuscher der Firma Alfa-Laval) geschickt, wobei sie mit 6o° G in den Wärmeaustauscher einlief und ihn mit 24° C verließ. Ein Rtinwasserstrom von 26oo Liter. Stunde wurde von 1_5° C auf 42,7° G erwärmt. Die Werte von einer
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BAD QRiGiNAL
herkömmlichen Neuseeland Vollwäsche zeigen, daß der Austrag an dicker Waschflüssigkeit gewöhnlich in einer Menge von annähernd 5 Liter/kg fettiger Wolle erfolgt, während bei dem obigen Beispiel die Abflußmenge 1,7 Liter/kg fettiger Wolle betrug.
Beispiel 2
Die gereinigte bzw. gewaschene Wolle war ein Neuseeland Mischvlies der Qualität 48s von derselben Anlage und in demselben Mengenverhältnis wie bei Beispiel 1. Die Flüssigkeit oder lauge, die die schweren Feststoffe enthielt, wurde-kontinuierlich vom Boden des Kübels 1 und ihres Seitenabs et zb ehält er s abgezogen und dem Behälter für schwere Feststoffe mit einer Geschwindigkeit von 6o84 Liter/Stunde zugeführt. Die abgesetzten Feststoffe und die Lauge wurden kontinuierlich vom Schlammaustragspunkt des die schweren Feststoffe enthaltenden Behälters mit einer Geschwindigkeit von 1725 Liter/Stunde abgezogen und durch einen Entschlammer des Horxzontaldecantertyps geschickt, wobei ein Schneckenförderer zur kontinuierlichen Entfernung der abgelagerten Feststoffe (Alfa-Laval Typ NX 2o7) verwendet wurde, und die Flüssigkeit dann zum Seitenbehälter zurückgeführt wurde.
Ein halbtrockener Feststoff wurde ausgeworfen, dessen Analyse eifpGehalt an trockenen Feststoffen von 67 Gew.-% aufwies. Eine Analyse der Proben, die von der Flüssigkeit bzw. Lauge entnommen wurden, welche dem Dekanter zufloß und von ihm wegströmte, ergab folgende Werte:
Dekanter
7,79
Schmutz Fett
Gew.-% Gew.-c/o
Gesamte 7,11 2,25
Feststoffe 2,o2 2,31
Gew.-%
In den Dekanter
hinein 12,44
Aus dem
heraus
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BAD ORIGINAL
Die Proben wurden von der Zufuhr des die schweren Feststoffe aufnehmenden Behälters abgezogen sowie von der durch Sedimentation geklärten Lauge, die von dem die schweren Feststoffteilchen aufnehmenden Behälter zu der Lanolinanlage gefördert wurde. Ein Liter dieser Stoffe wurde in Imhoff-Kegel gefüllt und konnte sich 15 Minuten lang absetzen, woraufhin vom Boden 1oo mlltr. abgezogen und in einer Laborzentrifuge zentrifugiert wurden. Die aufschwimmenden Teilchen wurden abgerecht, und der nasse kompakte Schlamm wurde wie folgt ausgewogen:
Gewicht des nassen Schlamms
Eingang in den Behälter für
schwere Feststoffe 14,93 g
Ausgang aus dem Behälter
für schwere Feststoffe 3,35 S
Die obigen Ergebnisse zeigen, daß in dem Behälter für schwere Feststoffe durch Absetzen bzw. Sedimentation Feststoffteilchen entfernt worden sind. -Im folgenden sind die Strömungsgeschwindigkeiten und die Analysen der beteiligten Stoffe für den Eingang und Ausgang der Düsenzentrifuge angegeben:
Strömungsgeschwin
digkeit
Gesamtfeststoffe
Liter/S.unde Gew.-*
Zufluß zur FVE4
Zentrifuge 4358 5,13
Rahmaustrag 27 79,2o
Mittelaustrag 29o6 4,6o
Düsenaustrag 1425 4,94
Die Wollfettgewinnung betrug 21,6 kg/Stunde bei einem Wirkungsgrad von 4o %.
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Beispiel 3
Neuseeland Mischvlieswolle wurde in einer Menge von sechs Ballen fettiger Wolle gewaschen (annähernd 9go kg/Stunde). Die Temperaturen in den Kübeln 1 und 2 betrugen 63° G bzw. 56°C, wobei ein neutrales nichtionisches Detergens den beiden Kübeln 3 und 2 in einer Menge von einem Liter bzw. o,8 Liter/Stunde zudosiert wurde.
Die Lauge bzw. Flüssigkeit, die die schweren Feststoffe enthielt, wurde kontinuierlich vom Boden des Kübels 1 und seines Seitenbehälters abgepumpt und dem für schwere Feststoffe bestimmten Behälter mit einer Geschwindigkeit von 46o6 Liter/Stunde zugeführt. Am Eintrittspunkt in den Behälter für schwere Feststoffe wurde eine o,1 %ige (Gew.-%) Lösung eines Flockungsmittels des Polyacrylamidtyps in einer solchen Menge zugesetzt, daß sich eine Konzentration von 1o mg/Liter Flockungsmittel in der eintretenden Lauge einstellte.
Der Schlamm wurde vom Boden des die schweren Feststoffe enthaltenden Behälters unter Verwendung'des automatischen Zeitgebers ausgetragen, durch den das Quetschventil alle fünf Minuten für acht Sekunden geöffnet wurde. Dadurch ergab sich eine Schlammaustragsgeschwindigkeit von 133 Liter/Stunde.
Die Werte für die Zufuhr zu dem die Feststoffe aufnehmenden Behälter und den Schlammaustrag waren:
Zufuhr zu dem Behälter für schwere
Feststoffe
Schlammaustrag
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Strömunpsge- Gesamt Schmutz Fett
s chwindigkeit feststoffe
Itr./Stunde Gew.-% Gew.-% Gew. c/'o
46o6 8,74 2,34 2,35
133 34,99 3o,3o 2,46
Die Waschlauge, aus der Feststoffe aussedimentiert waren, wurde dann kontinuierlich aus dem oberen Teil des die schweren Feststoffe aufnehmenden Behälters abgezogen und der Düsenzentrifuge zugepumpt. Die Fördergeschwindigkeit und Stoffzusammensetzung des dieser Zentrifuge zufließenden und von ihr wegströmenden Materials ergab folgende Werte:
Strömungsgeschwin- Gesamte Schmutz Fett digkeit Feststoffe
Gew--% Gew.-% Gew.-%
7,78
65,9o 6,64 7,81
Itr./Stunde
Zufuhr zur FVK4
Zentrifuge 4473
Rahmaustrag 64
Mittelaustrag 3o28
Düsenaustrag 1381
1,4ο 2, 22
8,3ο 58, 6ο
ο, 8ο 1, 58
2,22 1 54
Wasserfreies Wollfett wurde in einer Menge von 26,6 kg/ Stunde mit einem Wirkungsgrad von 33 cwiedergewonnen. Der Flüssigkeits-bzw. Laugenabfluß aus dem System über den Wärmeaustauscher erfolgte mit einer Geschwindigkeit von 1589-Liter/ Stunde, in denen die ganze Düsenaustragsflüssigkeit und auch 2o8 Liter,· Stunde des mittleren Austrags enthalten sind. Dies entspricht 1,76 Liter pro kg gereinigter bzw. gewaschener fettiger Wolle.
In allen drei Beispielen wurde, da die Abstrommenge erheblich kleiner war als die Laugenmenge,' die durch die Düsenzentrifuge hindurchgeleitet wurde, der größere Teil des Austrags in die Wäsche zurückgeführt, wo er schließlich zur Zentrifuge zurückkehren konnte, um wi%er dem Rückgewinnung sproζeß unterworfen zu werden. Die in allen diesen drei Beispielen angegebenen Rückgewinnungswirkungsgrade beziehen.sich daher auf den "Augenblick", betreffen also die momentane Rückgewinnung, die erheblich gerhger sein kann, als die tatsächliche Rückgewinnung, wenn der Kreislaufprozeß zugrundegelegt wird. Die zur Bestimmung des Rückgewinnungswirkungsgrads in den drei Beispielen verwendete Formel lautete:
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Menge des tatsächlich zurückgewonnenen Wollfetts 1oo Wollfettmenge in der Zufuhr zur Zentrifuge 1
Dazu kommt, daß aufgrund der Tatsache, daß mit einer stetigen Austragsmenge an Lauge bzw. Flüssigkeit in das Abwassersystem gearbeitet wurde, die Flüssigkeitsspiegel in allen Waschkübeln konstant blieben und daher kein "Absaugen" erfolgt^ bei dem Lauge aus den mittleren Kübeln abgelassen wurde.
In jeder beliebigen Stufe dieses hier beschriebenen Verfahrens lassen sich geeignete Zusätze, so beispielsweise Butanol oder andere organische Alkohole, Säuren oder Salze den Waschlaugen zusetzen, um die Stabilität der Emulsion zu verringern und die Trennung sowie Feststoffabsetzung und auch die Rückgewinnung von Wollfett zu erleichtern.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Verfahren zur Entfettung von Wolle und dabei erfolgender Behandlung wässriger Waschflüssigkeiten nach und während ihrer Verwendung bei Wollwaschprozessen und vor der Abgabe dieser Flüssigkeiten oder deren Austrag in das Entwässerungssystem, dadurch gekennzeichnet, daß heiße Waschlauge und suspendierte Feststoffe von einem Hauptreinigungsbehälter, die von Wolle befreit ist und den Reinigungsbehälter verläßt, in einen Seitenbehälter gefördert wird, daß die schweren Feststoffteilchen in dem Reinigungsbehälter und dem Seitenbehälter zur Abscheidung gebracht werden, daß die Flüssigkeit aus dem Seitenbehälter in den Reinigungsbehälter zurückgefördert wird und Waschlauge, die schwere Feststoffteilchen enthält, aus dem Reinigungsbehälter und dem Seitenbehälter in einen Abscheidebehälter für schwere Feststoffe gefördert wird, daß die schweren Feststoffe in dem Abscheidebehälter zum Absetzen gebracht werden, um danach ausgetragen zu werden, und daß die Flüssigkeit aus dem Absetzbehälter in einen Extraktor gefördert wird, in dem Lanolin aus der Flüssigkeit extrahiert wird, woraufhin die Restflüssigkeit im Kreislauf zu dem Reinigungsbehälter zurückgeführt und/oder in das Abwassersystem geleitet wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Waschlauge und Feststoffe aus dem Seitenbehälter und dem Reinigungsbehälter in einen Speicherbehälter gefördert werden, von dem aus die Waschlauge
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    und die feststoffteilchen in den Absetzbehälter gelangen.
    3. Yerfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß überschüssige Waschlauge von der Wolle mit Hilfe von Quetschwalzen entfernt wird, die den Eeinigungsbehälter verläßt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Lanolin extrakt or ausgetragene Flüssigkeit dazu benutzt wird, mit Hilfe eines Wärmeaustauschers saubere oder Reinigungsflüssigkeit zu erwärmen, die in der Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens verwendet wird,
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
    g ek enn ζ e i c hn e,t, daß der Waschlauge und den Feststoffen, die den Absetzbehälter durchströmen, ein Flockungsmittel zugesetzt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5i da d u r c h gekennz ei chne,t, daß als Flockungsmittel Aluminiumsulfat verwendet wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch
    g ek en η ζ e ic h η e t, daß als Flockungsmittel ein organisches Polymer in Form des Polyacrylamide verwendet wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, da d u r c h gekennzeichnet, daOB der von dem Absetzbehälter ausgetragene Schlamm mit Hilfe einer Zentrifuge des Horizontaldekantertyps weiterbehandelt wird, um Flüssigkeit aus dem Schlamm zu entfernen.
    9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichn et, daß Flüssigkeit vom dem Absetzbehälter erwärmt wird, bevor diese dem Lanolinextraktor zugeleitet wird.
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    1o. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geke nnzeichnet, daß Waschlauge in dem Reinigungsbehälter einer Gegenstromeinrichtung am WoIlentfernungsteil oder Wollentfernungsende unterworfen wird, um ein Überreißen von Lauge aus dem Reinigungsbehälter in den nächsten Reinigungsbehälter einer derartigen Behälterreihe zu verhindern.
    11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, nach einem der .Ansprüche 1 bis 1o, gekennzeichnet durch einen Reinigungsbehälter (i), der eine heiße, wässrige Reinigungslösung enthält, in die die zu reinigende Wolle getaucht wird, eine Vorrichtung mit der die Wolle zu einer Waschlaugenentfernungseinrichtung (2) gefördert wird, die zu dem Reinigungsbehälter 1 gehört und durch die überschüssige Waschlauge von der den Reinigungsbehälter verlassenden Wolle entfernbar ist, einen Seitenbehälter (5) zur Aufnahme überströmender Flüssigkeit und suspendierter Feststoffteilchen aus dem Reinigungsbehälter (1) sowie derjenigen Flüssigkeit, die von der den Reinigungsbehälter verlassenden Wolle entfernt wurde, eine Vorrichtung (io) zur Rückführung der Flüssigkeit im Kreislauf von dem Seitenbehälter 5 zu dem Reinigungsbehälter (1), wobei der Reinigungsbehälter und der Seitenbehälter mit bodenseitigen Auslaßöffnungen (8,9) für schwere Feststoffteilchen versehen sind, von denen die schweren Feststoffteilchen einem Absetzbehälter (12) für schwere Feststoffteilchen zuführbar sind, der eine Austrittsöffnung (1$) zum Austrag von Feststoffteilchen und eine weitere Austrittsöffnung aufweist, die mit einer Lanolinextraktions- oder Rückgewinnungsanlage (15) in Verbindung steht, wodurch aus der von dem Abscheidebehälter (12) für schwere Feststoffe vorhandenen Flüssigkeit Lanolin wiedergewinnbar ist, die dann die Anlage verläßt, um im Kreislauf dem Reinigungsbehälter (1) wieder zugeführt und/oder in das Abwassersystem geleitet zu werden.
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    -2ο-
    12. Vorric htung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die Waschlauge entfernende Einrichtung Quetschwalzen 2 sind, durch die die Wolle hindurchgeleitet wird, wodurch überschüssige Waschlauge aus der Wolle herausquetschbar ist, die dem Seitenbehälter(5>) zuführbar ist.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Absetzbehälter (12) für schwere Feststoffe ein Speicherbehälter (11) vorgesehen ist, der so angeordnet ist, daß er die Waschlauge und Feststoffe, die von dem Reinigungsbehälter (i) und dem Seitenbehälter (5) abgegeben werden, aufnimmt und danach seinen Inhalt je nach Bedarf an den Absetzbehälter (12) abgibt.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch ge kenn zeichnet, daß der Reinigungsbehälter (i) an seinem Boden mit einer schneckenförmigen Feststoffsammel- und Fördervorrichtung versehen ist, durch die die abgeschiedenen Feststoffe zu der Reinigungsbehälteraustrittsöffnung (9) förderbar sind.
    15· Vorrichtung nach Anspruch H, d a d u rc h g e k e η nz e ic h η e t, daß zwischen dem Absetzbehälter (12) und der Lanolinextraktions- oder Entfernungsanlage (I5) ein Wärmeaustauscher (16) vorgesehen ist, der die zu dieser Anlage strömende Flüssigkeit erwärmt.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennz eichnet, daß eine Zentrifuge des Horizontaldekantertyps vorgesehen ist, die die von dem Absetzbehälter (12) ausgetragenen Feststoffe aufnimmt und Wasser aus ihnen entfernt.
    17. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch geke nnzeich.net, daß die Lanolinextraktions- oder Rückgewinnungsanlagendem Zfintrifusjentyp entspricht.
    18. Vorrichtung nach. Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, daß die Lanolinextraktionsoder Rückgewinnungsanlage eine Düsenzentrifuge ist.
    19· Vorrichtung nach Anspruch 11, da durch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme wenigstens eines ÜJeils der von der Lanolinanlage (15) ausgetragenen Flüssigkeit ein Puffergefäß (2oa), (2ob) vorhanden ist, aus dem dann die aufgenommene Flüssigkeit einer Abstrompumpe (21) zuführbar ist, und daß ein Wärmeaustauscher (22) zur Aufnahme der von der Abstrompumpe (21) kommenden Flüssigkeit vorgesehen ist, der saubere oder Reinigungsflüssigkeit für die Verwendung in der Vorrichtung erwärmt.
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, g e k e η nzeichnet durch ein zweites Puffergefäß (2ob) zur Aufnahme eines leils der von der Lanolinanlage (15) ausgetragenen Flüssigkeit, um diese Flüssigkeit mit Hilfe einer Umwälzpumpe (25) im Kreislauf zu dem Seitenbsbülter (5) zurückzufordern.
    21. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gek ennzei chn et, daß an dem Wollentfernungsteil oder -ende des Reinigungsbehälters (1) eine Einrichtung vorhanden ist, mit der ein Flüssigkeitsgegenstrom im Reinigungsbehälter erzeugbar ist, um einen Flüssigkeitsübertrag von dem Reinigungsbehälter (1) zu dem nächsten Reinigungsbehälter (3) einer Behälterreihe zu verhindern, bei der die einzelnen Behälter (1, jj?) nebeneinander so angeordnet sind, daß sie Wolle aus dem ersten oder Hauptreinigungsbehälter (1) aufnehmen.
    22. Vorrichtung nach Anspruch 21, da d u r c h gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsgegenstromeinrichtung für den Reinigungsbehälter (1) aus einem Flüssigkeitsstrahlverteiler am Wollentfernungsteil oder -ende
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    des Reinigungsbehälters besteht, der durch den Flüssigkeitsrückfluß beaufschlagbar ist, welcher von der Rückflußpumpe des nächsten Reinigungsbehälters (3) gespeist wird.
    25« Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß des Seitenbehälter (5) mit einer Heizeinrichtung zur Erwärmung seines Inhalts versehen ist.
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