DE2342067A1 - Blasform fuer bodenblasende frischbehaelter - Google Patents
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Description
Blasform für bodenbläsende Frischbehälter
Die Erfindung betrifft eine Blasform für einen bodenblasendon
Sauer at of f-St ahlf ri s chkonvert er.
Seim bodenblasenden Sauorstoff-Stahlfrischverfahren, welches
in der englischen Fachsprache als Q-BOP-Verfahren bezeichnet
wird, ist der als Frischgefäß dienende Tiegel oder Konverter mit
einem entfernbaren Boden oder Bodonstopfen versehen, welcher
eine oder Hehrere Blasformen enthält, durch welche Sauerstoff
und andere Gase oder Zusatzstoffe, wie Kalk oder andere FlußiDi-ttel in das Gefäß ein^eblasen werden. Jede Blasfom enthält
ein Sauerstoff-Zufuhrrohr, welches von einer; größeren konzentrischen Einlaßrohr für die gleichzeitige EindüßM.rifj
eines Umhülluuysgases i;:n geben ist. Dieses Umhülluncs^as ei ent
als Kühlmittel, indem es die Reaktion zwischen dem geschmolzenen Metall und dein Sauerstoff im Bereich der Blasformen herabsetzt,
wodurch eine ranche Erosion der Blasform vermieden wird. Demsiifolge erleiden die feuerfeste Ofenauskleidung und
die BIasform den gleichen Abrieb bz-v. Verschleiß.
Die bis heute verwandten Blasformen besitzen einen srr;r.etrischen
Querschnitt von allgemein kreiEförnigf-.r Gestalt, wobei das
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BAD OBIOtNAt
äußere Rohr von dem inneren Rohr mit Hilfe einer Anzahl kleiner Schweißraupen entfernt gehalten wird, die auf eine«
der Rohre angeschweißt sind. Um die beiden Rohre voneinander
entfernt zu halten ist auch eine Drahtspirale b errat y,ü worn on,
die an einer, der Rohre fentgeschweißt ist. Darüber!; In aus
sind noch andere Mittel bekanntgev.'orden, um die Kon^antrizität
der Blasforaanordnung zu gev/ährleisten.
Beim bodenblasenden Stahl-Frischverfahren.tritt in der Herel
ein Verspritzen des schmelzflüssigeri Materials auf. Dabei worden
Teile des Schmelzbades und der Schlacke gegen die oberen
Wandungen und in die Ausgußöffnung oder -nase des Gefäßes gespritzt. Starken Spritzen kann zu einem Verschließen der Ausgußmündung
des Gefäßes führen. Das inachb dann die Eiitfernung
des in die Hindungsöffnun^ gespritzten und erstarrten Materials
mit Hilfe mechanischer Einrichtungen erforderlich, was selbstverständlich
nur bei Stillsetzung des !Converters; ausgeführt
wejrden kann. Das Entfernen von erstarrten Material beschädigt
jedoch die feuerfeste Auskleidung des Konverters oder 'i'iegel.1.:,
v;as wiederuj.i lange Reparatur- und Stillstandszeiten den i?ricchgefäßes
zur Fol;;o hat.
Der Erfindung liegt Goir.it die Aufgabe zugrunde, eine Pilas
für einen bodenblasenden Sauerstoff-Stahlfrischkonvertor zu
schaffen, die eine Verringerung des in diesem Gefäß vorspritzten
Materials gestattet.
Diese Aufgabe vrird erfindungsgeijäß gelöst durch ein inneres
Rohr von nicht-kroisföriciger, länglicher Querschnitts gestalt,
wobei diese Querschnittsgestalt ein Verhältnis von Länge zu
Breite von wenigstens 2:1 besitzt, durch ein äußeres Rohr von Reicher Gestalt und durch zwischen den beiden Rohren an-
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BAß
-ν
geordnete Abstandshalter, mit deren Hilfe ein ringförmiger Kauri zwischen dem Innen- und dem Aui'onrohr ausbildbar ist.
Die Erfindung "beruht auf folgenden Leitgedanken: Da die Badtiefe von der Stärke des Abriebs dor feuerfesten Auskleidung,
insbesondere längs der Seiten des Gefüsses abhängt, kann ßie nicht auf einer bestimmten Höhe gehalten werden. Würde angestrebt
werden, die Badhöhe durch Zu sat:: von zusätzlichem Ketal
I zu dem Bad hu erhöhen, so würde dieses das Sch.-ielzgewicht
ei'höjjon, was xndeningen in der Gießgrube zur Folge hätte, un
den erhöhten Einr,atsgewichten gewochsen υλχ sein. Würde man die
Saue;rr;torf-Flußi;eschv:indigkeit verringern, um dadurch das
Verspritzen zu vermindern, so würde dieses notwendigerweise zu einer Verlängerung dex* Blaszeit führ on, was vom wirtschaftlichen
Standpunkt äußerst ungünstig wäre, da damit die Zeiten von Abstich zu Abstich verlängert lind den ent sprechend die
Leistung der Einlage verschlechtert würde. Daraus ergibt sich,
daß lediglich an der Blasform wirkungsvolle Maßnahmen möglich sind, um das Verspritzen zu verringern.
Die Blasform nach der Erfindung besitzt den Vorteil, daß mit ihrer Hilfe Sauerstoff mit optimalen Strömungsgeschwindigkeiten
oder Flußbedingungen zugeführt v/erden kann. Dabei liegt ein
ganz besonderer Vorteil der Blasform nach der Erfindung darin, daß das Verspritzen des Frischgefäß-Inhaltes beträchtlich verringert
wird, obgleich ebensov.i el Frischgas in der Zeiteinheit durch die Blasform hindurchgeht, wie bei herkömmlichen Düsen,
da die Blasform nach dem Anmeldungsvorsch3ag die gleiche Querschnittsfläche
besätet, wie die Blasformen im Stand der Technik.
Die Blasform nach der Erfindung besitzt eine längliche Gestalt, wobei ihr Verhältnis von Länge zu Breite wenigstens 2:1 ist.
Damit hat die Blasörm nach der Erfindung die gleiche Quersehnittsfläche
fiü? den erforderlichen Sauerstoffdurchfluß wie eine kreisförmige Blasform. Bei gleicher Q^erschnr.ttsflache,
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gleichem Sauerstoffdurchfluß und übereinstimmender Badtiefe
führt die Blasform nach der Erfindung zu einem deutlich verminderten Spritzen im Vergleich mit herkömmlichen- Blasformen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch einen bodenblasenden Sauerstoff-" Stahlfris chkonvert er,
Fig. 2 einen vergrößert dargestellten Schnitt durch eine herkömmliche Blasform und ein oberhalb der Blasform angeordnetes
Schmelzbad, wobei Geschwindigkeitskurven oberhalb
der Gasströmung eingezeichnet sind,
Fig. 3 eine-perspektivische Darstellung einer Ausführungsform
der Blasform,
Fig. 4 einen horizontalen Schnitt durch die Ausführungsform nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine v/eitere Aus führungs form
der Blasform nach der Erfindung mit halbkreisförmigem
Querschnitt,
Fig. 6 einen Schnitt dur.ch eine Blasform mit rechteckigem
Querschnitt,
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine Blasform mit rhombischem
Querschnitt und
Fig. 8 einen Schnitt durch eine Blasform mit dreieckigem Querschnitt.
Wie Fig.'i zu entnehmen besitzt der bodenblasende Sauerstoff-Stahlfrischkonverter
ΊΟ eine feuerfeste Auskleidung 12 und einen entfernbaren Boden 13» der eine Bodenplatte 14 und eine
oder mehrere im allgemeinen aiifrechtstehend angeordnete Blasformen
16 enthält, die von einer feuerfesten Auskleidung 18 umgeben sind. Die Bodenplatte 14 ist mit Hilfe von Bolzen 20
an dem Ofen befestigt. Me Seiten des feuerfesten Abschnittes des entfernbaren Bodens stehen nicht mit der feuerfesten Aus-
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kleidung 12 des Gefäßes in Verbindung, da ein hinreichender Freiraum rings um den Boden vorgesehen ist, um in denselben
eine Stampfmasse 24 einzubringen und somit eine metall- und schlackendichte Abdichtung zu gewährleisten.
Wie Fig. 2 zu entnehmen, ist die zweifach-konzentrische Blasform
16, die ein inneres Rohr 30 und ein äußeres Rohr 32 enthält,
in dem Boden des 'Riegels oder Konverters angeordnet. Das Rohr 30 wi rd von den Rohr 32 mit Hilfe von Abstandshaltern 34
entfernt gehalten, die,wie Fig. 3 und 4 zu entnehmen, aus
Schweißraupen·, spiralig gex^ickeltem Draht oder anderen geeigneten
Mitteln zum Aufrechterhalten der Konsentrizitat bestehen
können. Durch das innere oder Zentralrohr 30 werdeii Sauerstoff
und Kalk in das Schmelzbad eingeführt. Ein Umhüllungsgas,
wie beispielsweise Naturgas, wird durch den ringförmigen Raum 36 zwischen dem inneren Rohr 30 und dem äußeren Rohr 32 in das
Bad eingeführt. Beim Eintreten der Gase in das Bad expandieren, wie in Fig. 2 dargestellt. Die Gase diffundieren in das Bad
oder mischen sich mit dem Bad in Form von Blasen, die, wie in der Zeichnung dargestellt, eine Gastasche 40 bilden, welche
angenähert die Form einer Kerzenflamme besitzt. Der Sauerstoff
besitzt den gleichen oder einen größeren Druck als das .Umhüllungsgas. Die Geschwindigkeit der Gase ist bei ihrem
Eintreten in das Schmelzbad im Schallbereich, jedoch zeigen die oberhalb der Gastasche in Fig. 2 dargestellten Geschwindigkeitskurven,
daß die Geschwindigkeiten in der Kante der Tasche niedrig sind, was eine Folge der Wechselwirkung mit
dem Bad ist und daß sie in der Mtte größer sind,bis das Gas
gänzlich zerstreut oder verteilt ist. Bildet sich die Gastasche oder der Gasstrahl so lang aus, daß die Oberfläche des
Schmelzbades durchbrochen wird, so ist mit dem Auftreten eines extrem starken Spritzens zu rechnen. Die x-Achse der Goschwindigkeitskurve
gibt den Abstand (d) von der mittleren vertikalen Achse des Gasstrahls wieder. Die y-Achse gibt die Geschwin-
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digkeit (ν) des Gases zwischen Null- und Schallgeschwindigkeit
wieder.
Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß jede.nicht-kreisförmige,
längliche Gestalt der Blasform dazu führt, daß die Höhe des Gasstrahles in dem Bad verringert wird und dadurch die Neigung
zum Verspritzen in einem derartigen Bad verkleindert wird. Jede längliche Gestalt ist dazu geeignet. Besonders geeignet
sind dabei dreieckige, rechteckige, halbkreisförmige, rhombische, elliptisch geformte oder spitz-ovale QuerschnittBformen.
Dabei beträgt da3 Verhältnis von Länge zu Breite bei den Querschnitten dieser Gestaltungen 2;1 oder mehr. Wenngleich
dieses in der Regel der Fall sein wird, ist es nicht erforderlich, daß die erfindungsgemäß gestalteten Blasformen symmetrisch
zu einer Mittellinie ausgebildet sind.
Mit Hilfe der Erfindung ist noch ein weiterer Vorteil dieser länglichen Blasformquerschnitte verbunden. Die größere Kontaktoberfläche,
die mit Hilfe des länglichen Gasstrahles erzielt wird, führt zu einer schnelleren und besseren Entphosphorung
des Schmelzbades. Die Entphosphorung tritt an der Grenzfläche * zwischen dem Gasstrahl und dem Schmelzflüssigen Metallbad auf.
Darin ist ein wesentlicher Unterschied zwischen den Stahlfrischverfahren zu sehen, die mit den Bezeichnungen Q-BOP
und BOP unterschieden werden. (BOP a bottom blown oxygen steelmaking process). Bei dem BOP-Verfahren läuft die Entphosphorung
durch Reaktion des Metalle mit der auf der Badoberfläche schwimmenden Schlacke ab. Beim Q-BOP-Verfahren erfolgt
demgegenüber die Entphosphorung hauptsächlich an der Oberfläche des Gasstrahles innerhalb des Bades, v/o PeO,
Phosphor und CaO vorliegen. Dabei wird CaO als Kalkpulver
zusammen mit dem Sauerstoff in den Ofen eingeblasen· Das FeO wird durch Reaktion des eingeblasenen Sauerstoffs mit
dem Fe des Bades gebildet. Phosphor stellt eine übliche Verunreinigung des zu verblasenden Varmeinsatzes dar.
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Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß mit der Erfindung
eine Blasform für das bodenblasende Sauerstoff-Stahlfrischverfahren vorgeschlagen worden ist, mit deren Hilfe das Verspritzen
des Gefäßinhaltes vermindert und dennoch Sauerstoff den Bad in optimalen Mengen und Strömungsverhältniesen zugeführt
wird.
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Claims (9)
1. Blasform für einen bodenblasenden Sauerstoff-Stahlfrischkonverter,
gekennz eichnet durch ein inneres Rohr (30) von nicht-Kreisförmiger, länglicher Querßchnittege-Btalt,
wobei diese -Querschnittsgestalt ein Verhältnis von länge
zu Breite von wenigstens 2:1 besitzt, durch ein äußeres Rohr (32) von gleicher Gestalt, und durch zv/isehen den beiden
Rohren angeorxinete Abstandshalter (34-)» mit deren Hilfe ein
ringförmiger Raum (36) zwischen dem Innenrohr (30) und dem Außenrohr (32) ausbildbar ist.
2. Blasform nach Anspruch 1, dadurch gekennz ei ohne t , daß der ringförmige Saum (36) rings um das innere
Rohr (30) im wesentlichen die gleiche Abmessung besitzt.
3. Blasform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittsgestalt zu einer Mittellinie symmetrisch ausgebildet ist.
4. Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennz' ei c h n
e t , daß der Querschnitt ellyptische Gestalt besitzt.
5- Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennz eichnet,
daß der Querschnitt halbkreisförmige Gestalt besitzt.
6. Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt rechteckige Gestalt besitzt.
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7. Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt rhombische Gestalt besitzt.
8. Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt dreieckige Gestalt besitzt.
9. Blasform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt spitz-ovale Gestalt besitzt.
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