DE2342063C3 - Mit der Hand zu haltende Pipette - Google Patents
Mit der Hand zu haltende PipetteInfo
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Description
Fig, 2,
Fig,5 in einer Außenansicht den oberen Teil der
Pipette gemäß den F ί g, 2 und 3, und
F i g, 6 im Querschnitt eine andere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Pipette,
Fig, 1 erläutert ein Verfahren zum Gebrauch der erfindungsgemlßen Pipette 11, Zunächst wird eine zum
Wegwerfen nach dem Gebrauch bestimmte Spitze 13 aus Kunststoff rejpungsschlüssig auf ein mit einer engen
Bohrung versehenes Rohrstück 15 aus nichtrostendem Stahl aufgesetzt, άο$ am einen Ende der Pipette 11
angeordnet ist. Danach wird ein am freien Ende einer Kolbenstange 19 angeordneter Knopf 17 von dem
Benutzer mit dem Daumen heruntergedrückt, bis ein erster Anschlag 21 an einer Stirnfläche 23 der Pipette 11
angreift Jetzt befindet sich ein in F i g. 1 nicht gezeigter
Kolben, der an dem entgegengesetzten Ende der Kolbenstange 19 angebracht ist, in einer vorherbestimmten, geeichten Stellung. Dann wird die Spitze 13
teilweise in eine Flüssigkeit getaucht, die sich in einem Gefäß 25 befindet, und wird die Kolbenstange 19
freigegeben, so daß sie sich unter der Wirkung einer in der Pipette 11 angeordneten, elastischen Einrichtung
langsam in ihre Ruhestellung zurückbewegen kann. Dadurch wird in die Spitze 13 ein Flüssigkeitsvolumien
angesaugt, das mit dem von dem Kolben in der Pipette U verdrängten Strömungsmittelvolumen in einer
Beziehung steht Die Ruhestellung des Kolbens wird durch eine Volumeneinstelleinrichtung 27 bestimmt, mit
der das bei einer Betätigung der Pipette in die Spitze 13 angesaugte Flüssigkeitsvolumen eingestellt werden
kann.
Danach wird die mit der Spitze 13 versehene und Flüssigkeit enthaltende Pipette 11 über einen zweiten
Behälter 29 gebracht in den Flüssigkeit aus der Spitze 13 abgegeben werden soll. Mit Hilfe des Knopfes 17
wird die Kolbenstange 19 von dem Benutzer erneut mit dem Daumen heruntergedrückt bis der Anschlag 21 an
der Stirnfläche 23 der Pipette 11 angreift Zum Entfernen von an der öffnung der zum Wegwerfen nach
dem Gebrauch bestimmten Spitze 13 anhaftender Flüssigkeit wirl bei der Abgabe der Flüssigkeit dem
Kolben in der Pipette 11 eine zusätzliche Oberschußbewegung erteilt Zu diesem Zweck wird die Kolbenstange
19 in einer von einer Fingeranlage 31 wegführenden Richtung gegenüber der Pipette 11 seitwärts bewegt so
daß der formschlüssig wirkende Anschlag 21 ausgerückt wird. Jetzt kaiin die Kolbenstange 19 bewegt werden,
bis ein zweiter Anschlag 33 an der Stirnfläche 23 der
Pipette 11 angreift
Die im oberen Teil der Fig. 1 ersichtlichen Pfeile
zeigen die verschiedenen Phasen der Bewegung des Knopfes 17 bei der Abgabe von Flüssigkeit aus der
Spitze 13 der Pipette. Der Knopf 17 wird zunächst über die durch den Pfeil 35 dargestellte Strecke heruntergedrückt bis der Anschlag 21 formschlüssig an der
Stirnfläche 23 angreift Jetzt befindet sich der Kolben in der Pipette 11 wieder in derselben Stellung wie vor der
Entnahme der Flüssigkeit aus dem Gefäß 25. Zum Bewegen des Kolbens in eine Überschußstellung wird
der Knopf 17 im Sinne des Pfeils 37 seitwärts bewegt, so daß der erste Anschlag 21 ausgerückt wird und in die
Pipette 11 hineinbewegt werden kann. Dann wird der Knopf 17 über eine zusätzliche Strecke bewegt, die
durch den Pfeil 39 dargestellt ist, so daß dem Kolben in der Pipette 11 eine Überschußbewegiing erteilt wird.
in den Fig.2 —5 ist die Ausbildung einer für diese
Flüssigkeitsübertragung geeigneten Pipette 11 fc
dargestellt, Der Mantel der Pipette 11 wird von einem
allgemein zylindrischen, langgestreckten Griffrohr gebildet Dieses besitzt einen Oberteil 41 und einen
Unterteil 43, die derart miteinander verschraubt sind,
■1 daß das Innere der Pipette 11 zum Reinigen oder
Auswechseln von Teilen zugänglich gemacht werden kann. In dem Unterteil 43 ist eine zylindrische Glashülse
45 angeordnet die eine Kolbenkammer 47 bildet Infolge der Verwendung der Glashülse 45 kann die
to Verdrängung des Strömungsmittels in der Kolbenkammer 47 mit einer Genauigkeit bestimmt werden, die für
die Übertragung eines genau bestimmten Flüssigkeitsvolumens erforderlich ist An dem unteren Ende der
Kolbenstange 19 ist ein sich mit ihr bewegender Kolben
ι ί 49 aus nichtrostendem Stahl starr befestigt Der Kolben
49 ist von einem Dichtungsring 51 in Form eines O-Ringes umgeben.
In dem Unterteil 43 des Griffrohrs ist ein Zwischenboden 53 angeordnet durch den hindurch sich die
Kolbenstange 49 bewegen kann und an dem das eine Ende einer aus nichtrostendem Stahl bestehenden,
vorgespannten Druckfeder 55 angreift Das entgegengesetzte Ende der Druckfeder 55 greift an einem Bund
57 an, der auf geeignete Weise starr mit der
die Kolbenstange 19 und mit ihr den Kolben 49 aufwärts
in ihre Ruhestellung zu bewegen, die mit Hilfe der
to Anschlag 59 auf der Innenwandung des Oberteils 41 des Griffrohrs. Die Bewegung des an der Kolbenstange 19
angebrachten Bundes 57 wird gemäß F i g. 2 durch den Anschlag 59 begrenzt Der Anschlag 59 wird in seiner
Stellung durch eine Einstellschraube 61 gehalten, die
eine Abdeckplatte 63 durchsetzt und in den Anschlag 59
eingeschraubt ist Am besten aus der Fig.5 erkennt man, daß die ganze Volumeneinstelleinrichtung 27 in
einem Schlitz 65 über einen Teil der Länge des Oberteils 41 des Griffrohrs auf- und abwärts verschiebbar ist. Da
die Deckplatte 63 breiter ist als der Schlitz 65, kann man durch Drehen der Einstellschraube 61 in dem Anschlag
59 die Schraube 61 festziehen und einen Teil der Wand des Griffrohrs 41 einklemmen, so daß der Anschlag 59
festgelegt ist Die Deckplatte 63 ist langgestreckt so daß
sie einen Teil des Schlitzes 65 abdeckt Dadurch wird das
Aussehen der Pipette verbessert und die Gefahr eines Eintritts von die Funktion der Feder 55 beeüiträchtigenden Fremdkörpern in das Oberteil 41 des Griffrohrs
herabgesetzt
Insbesondere aus der F i g. 5 geht hervor, daß auf der einen Seite des oberen Teils der Kolbenstange 19 eine
Volumenskala 67 vorgesehen ist, mit deren Hilfe die Volumeneinstelleinrichtung dazu verwendet werden
kann, die Pipette U für die Übertragung eines
gewünschten, vorherbestimmten Flüssigkeitsvolumens
einzustellen. Die der Stirnfläche 23 des Griffrohrs unmittelbar benachbarte Marke der Volumenskala 67
stellt das in F i g. 2 gezeigte Flüssigkeitsvolumert 71 dar, das in eine Spitze 13 angesaugt wird, wenn sich der
M) Kolben 49 aus seiner in F i g. 2 gestrichelt angedeuteten
Stellung über die in F i g. 2 durch den Pfeil dargestellten Stellung hinaus in seine mit ausgesogenen Linien
dargestellte Stellung bewegt. Wenn sich der Kolben 49 in seiner gestrichelt dargestellten Stelkn'j befindet,
t,-, greift der Anschlag 21 an der Stirnfläche 23 des
Oberteils 41 des Griffrohrs an.
Zum Einstellen der Ruhestellung des Kolbens 49 wird daher die Volumeneinstellschraube 61 gelockert und die
Kolbenstange 19 so eingestellt, daß die gewünschte Marke 69 der Skala 67 mit der Stirnfläche 23
übereinstimmt. An der Volumenskala 67 ist direkt das Flüssigkeitsvolumen ablesbar, das bei der Betätigung
der Pipette U angesaugt wird. Dieses Volumen kann beispielsweise in einem Bereich von 1 bis 5 ml liegen,
wobei der obere Teil der Skala 67 dem unteren Teil dieses Bereichs und der unter: Teil der Skala 67 dem
oberen Teil des angegebenen Bereichs entspricht. Wenn durch Einstellen der Kolbenstange 19 die Pipette 11 auf
dus zu übertragende Flüssigkeitsvolumen eingestellt worden ist, wird die Einstelleinrichtung 27 in ihrem
Schlitz 65 verschoben, bis sie an dem Flansch 57 angreift, der an der Kolbenstange 19 befestigt ist. Dann
hält man die Kolbenstange 19 weiter in der gewünschten Stellung und zieht zum Festlegen des Anschlags 59
die Einstellschraube 61 fest, so daß die Kolbenstange 19 unter der Wirkung der Feder 55 stets in die
entsprechende Ruhestellung zurückkehrt. Wenn sich der Kolben 49 in seiner Ruhestellung befindet, wird das
zu übertragende Flüssigkeitsvolumen von jener Marke der Skala 67 angezeigt, die mit der Stirnfläche 23 des
Oberteils 41 des Griffrohrs übereinstimmt.
Infolge der Verwendung der hier beschriebenen Einrichtung zum Einstellen des Volumens ist im Betrieb
der Pipette 11 in der Kolbenkammer 47 nur ein minimaler Restluftraum bzw. eine minimale zusammendrückbare
Luftmenge zwischen dem Kolben 49 und in der Spitze 13 befindlichen, zu übertragenden
Flüssigkeit vorhanden, so daß die Gefahr eines Fehlers hinsichtlich des zu übertragenden Flüssigkeitsvolumens
herabgesetzt ist.
Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, wird in die abnehmbare und zum Wegwerfen nach dem Gebrauch
bestimmte Spitze 13 ein vorherbestimmtes Flüssigkeitsvolumen 71 angesaugt, wenn man den unteren Teil der
zum Wegwerfen nach dem Gebrauch bestimmten Spitze 13 in eine Flüssigkeit taucht und den Kolben 49
aus seiner in F i g. 2 gestrichelt angedeuteten Stellung in seine mit ausgezogenen Linien gezeigte Ruhestellung .
zurückkehren läßt. Vor dem Eintauchen der Öffnung der Spitze 13 in eine Flüssigkeit, der eine Probe entnommen
werden soll, hat der erste Benutzer den Kopf 17 so weit heruntergedrückt, daß der erste Anschlag 21 an der
Stirnfläche 23 des Griffrohrs angreift. Jetzt befinden . sich die Teile in der in Fig.2 gestrichelt dargestellten
Stellung. Da das Innere der Spitze 13 über die zentrale Bohrung des die Spitze 13 mit dem Unterteil 43 des
Griffrohrs verbindenden Rohrstücks 15 mit der Kolbenkammer 47 in Verbindung steht, wird die
Flüssigkeit 71 in die Spitze 13 angesaugt.
Zur Abgabe der rlüssigkeit 71 von der Spitze 13 wird der Kolben 49 erneut heruntergedrückt, so daß sein
Anschlag 21 gemäß F i g. 3 an der Stirnfläche 23 angreift Die Spitze 13 besteht zwar aus einem
< Kunststoff, an dem die meisten Flüssigkeiten nicht leicht anhaften, doch kann trotzdem in der Spitze 13 ein
Flüssigkeitsrest 73 (Fig.3) bleiben. Da eine genau
vorherbestimmte Flüssigkeitsmenge in den zweiten Behälter übertragen werden soll, muß das Restvolumen ι
73 soweit wie möglich aus der Spitze 13 entfernt werden. Zu diesem Zweck wird dem Kolben 49 eine
durch den Pfeil 75 angedeutete Oberschußbewegung aus seiner in Fi g. 3 mit ausgezogenen Linien dargestellten
Stellung in die in Fig.3 gestrichelt dargestellte ι
Stellung erteilt
Zur Durchführung dieser Oberschußbewegung bewegt der Benutzer die Kolbenstange 19 in einer von ihr
durchsetzten Ausnehmung 77 in der Stirnfläche 23 gegenüber dem Oberteil 41 des Griffrohrs seitwärts, so
daß der Anschlag 21 in die Ausnehmung 77 eintritt und die Kolbenstange 19 weiter abwärts bewegt werden
kann, bis ein Überschußanschlag 33 an der Stirnfläche 23 des Griffrohrs angreift. Jetzt ist die in Fig. 3
gestrichelt dargestellte Stellung erreicht. Da die Fingeranlage 31 und die Kolbenstange 19 so orientiert
sind, daß der Anschlag 21 und die Fingeranlage 31 sich auf derselben Seite der Kolbenstange 19 befinden, kann
der Benutzer diese Querbewegung der Kolbenstange 19 in der Ausnehmung 77 leicht durchführen, wenn die
Pipette 11 in der in Fig. I gezeigten Weise gehalten
wird.
Die Kolbenstange 19 ist derart ausgebildet, daß hei der Abgabe von Flüssigkeit aus der Spitze 13 dem
Kolben 49 ohne weiteres eine Überschußbewegung erteilt werden kann. Diese Ausbildung der Kolbenstange
geht aus der F i g. 2 hervor, in der die eine Seite der im Querschnitt quadratischen Kolbenstange i5 dargestellt
ist. In dieser einen Richtung hat der größte Teil der Kolbenstange 19 im wesentlichen dieselbe Abmessung
wie die Ausnehmung 77 in der oberen Stirnfläche 23 des Oberteils 41 des Griffrohrs. Diese Abmessung (Breite)
ist in F i g. 2 durch den Pfeil 79 angedeutet. Zwischen dem mit dem Pfeil 79 versehenen Teil und dem Anschlag
21 befindet sich ein Teil, dessen durch den Pfeil 81 angedeutete Breite wesentlich kleiner ist als die durch
den Pfeii ?9 angedeutete Breite. Die Breite 81 ist daher
auch wesentlich kleiner als die Breite der Ausnehmung 77 in dem Griffrohr. Die Kolbenstange 19 besitzt die
durch den Pfeil 81 angedeutete Breite über eine Länge, die mindestens ebenso groß ist wie die Wandstärke der
die Ausnehmung 77 in der Stirnfläche 23 umgebenden Decke des Oberteils 41 des Griffrohrs. Infolgedessen
kann die Kolbenstange 19 gegenüber dem Oberteil 41 des Griffrohrs seitwärts bewegt werden, wenn der
Anschlag 21 an der Stirnfläche 23 angreift. Zwischen den durch die Pfeile 79 und 81 bezeichneten Teilen ist
die Kolbenstange 19 in ihrem Teil 83 auf einer Seite abgeschrägt, so daß sich ihre Breite allmählich
verändert. Die Breite der Kolbenstange 19 in dieser Richtung zwischen dem Anschlag 21 und dem zweiten
Anschlag 33 für die Überschußbewegung ist durch den Pfeil 85 angedeutet und entspricht im wesentlichen
wieder der Breite der Ausnehmung 77. Daher ist die rechte Seite der Kolbenstange 19 in dieser Richtung um
einen Betrag abgesetzt, welcher der Breite des Anschlags 21 entspricht.
Mit Ausnahme der Glashülse 45 und den aus nichtrostendem Stahl bestehenden Teile 15, 49, 55 und
123 bestehen die übrigen Teile der Pipette 11 vorzugsweise aus einem glasfaserverstärkten, sehr
chemikalienbeständigen Nylon.
Eine etwas andere Ausführungsform ist in der F i g. 6
gezeigt Die in dieser Figur gezeigte Pipette ist gegenüber den Fig. 1 bis 5 etwas abgeändert Diese
Abänderungen sind zweckmäßig bei einer kleineren Pipette, z.B. zum Obertragen von weniger als 1 ml
Flüssigkeit In einem Griffrohrtefl 89 ist eine von einer engen Bohrung gebildete Kolbenkammer 87 vorhanden,
die einen Kolben 91 enthält, gegen die die Kammer 87 mittels eines O-Ringes 93 abgedichtet ist, der von dem
Griffrohrteil 89 festgehalten ist Der Kolben 91 ist an einer Kolbenstange 95 angebracht, die in Ausbildung
und Wirkungsweise der vorstehend anhand der F ΐ g. 1 bis 5 beschriebenen Kolbenstange 19 ähnelt Auf der
Kolbenstange 95 sind ein Anschlag 96 und ein
ÜberschuBanschlag 33 vorgesehen, die an einer
Stirnflache 111 des Griffrohrteils 103 angreifen können.
Eine einzige Feder 97 (Fig.6) ist normalerweise zwischen einem Einstellblock 99 und einem Querglied
101 eingespannt, das in dem Griffrohrteil 103 starr s befestigt ist. Der Einstellblock 99 kann an der
Kolbenstange 95 mit Hilfe einer Schraube 105 festgelegt werden, die durch eine öffnung 107 in dem Griffrohrteil
103 zugänglich ist.
Zum Einstellen des mit Hilfe der Pipette gemäß
F i g. 6 zu übertragenden Flüssigkeitsvolumens wird die Schraube 105 gelockert, so daß sich die Kolbenstange 95
gegenüber dem Einstellblock 99 bewegen kann. Die Feder 97 hält den Einstellblock 99 in der gezeigten
Stellung fest. Dann wird die Kolbenstange 95 bewegt, is
bis sich der Anschlag 96 in einem gewünschten Abstand von der Stirnfläche Ul befindet. Dieser gewünschte
Abstand wird zweckmäßig dadurch bestimmt, daß man einen nicht gezeigten Eichblock zwischen den Anschlag
96 und der Stirnfläche 111 anordnet und die Kolbenstange 95 mittels des Knopfes 98 so weit
herunterdrückt, daß der Eichblock eingespannt wird. Dann wird durch Festziehen der Einstellschraube 105
der Einstellblock 99 starr mit der Kolbenstange 95 verbunden. Wenn jetzt die Pipette betätigt wird, führt
sie die in F i g. 6 durch den Pfeil 113 angedeutete,
geeichte Bewegung und die in F i g. 6 durch den Pfeil 115
angedeutete Überschußbewegung durch. Der Abstand zwischen dem Anschlag % und der Stirnfläche Ul
bestimmt das von der Pipette zu übertragende Flüssigkeitsvolumen, das im Bereich von 10 Mikrolitern
bis 1 ml liegen kann.
Die in F i g. 6 gezeigte, kleinere Pipette ist an ihrem unteren Ende für den reibungsschlüssigen Eingriff in
zum Wegwerfen nach dem Gebrauch bestimmte, konische Spitzen 117 konisch ausgebildet.
Gemäß F i g. 2 besitzt die zum Wegwerfen nach dem Gebrauch bestimmte Spitze 13 einen zylindrischen
AuQenmantel 119 aus Kunststoff, der die größtmögliche
Volumenkapazität in einer kurzen Länge gewährleistet. Der Mantel 119 ist in seinem unteren Teil an seinem
Außendurchmesser abgesetzt, so daß er an seinem unteren Ende nur eine sehr kleine öffnung 121 bildet.
An ihrem entgegengesetzten Ende hat die Spitze 13 einen kreisförmigen Querschnitt zum Angriff an der
kreiszylindrischen Außenfläche des Kupplungsstückes 123, das als Teil der Pipette H an dem Rohrstück 15
angebracht ist. Das KupplungsstUck 123 dient daher als Zwischenstück zur Anpassung zwischen dem großen
Durchmesser der Spitze 13 und dem kleinen Durchmesser 125 des Rohrstücks 15.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche;1, Mit der Hand m haltende Pipette, bestehend aus einem langgestrecken, tonnenförmigen Griffrohr, ■> das einen innensylinder und eine äußere Halterung für Aufsteckgefäße aufweist, die eine Verbindung des Innenzylmders mit dem Innern des Aufsteckgefäßes enthält, einem im Innenzylinder verschiebbaren Kolben, einer diesen ijFRichtüng gegen einen '" ersten Anschlag drängenden Feder, einem den Kolbenweg in der Gegenrichtung begrenzenden Endanschlag, einem diesem vorgelagerten, Oberwindbaren Anschlag und einer im oberen Anschluß des Griffrohrs geführten Kolbenstange, dadurch ü gekennzeichnet, daß der überwindbare Anschlag (21,96) formschlüssig ausgebildet ist und der Endanschlag (33) und der überwindbare Anschlag (21, 96) an der Kolbenstange (19, 9S) vorgesehen sind, daß die Kolbenstange (19, 95) im oberen x> Anschluß (23,111) des Griffrohrs nur bis zur Höhe des überwindbsrsjn Anschlags (21,96) formschlüssig geführt ist und daß die Kolbenstange (19, 95) in Höhe des überwindbaren Anschlags (21,96) auf der diesem gegenüberliegenden Seite eine mindestens 2*> bis zum Endanschlag (33) reichende Ausnehmung aufweist
- 2. Pipette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Höhe seines oberen Abschlusses (23, 111) das Griffrohr eine Fingeranlage (31) aufweist, ω die nach der Seite vorsteht, nach der auch der formschlüssige Anschlag (21, 96) der Kolbenstange (19,95) weistViDie Erfindung betrifft eine mit der HLnd zu haltende Pipette, bestehend aus einem langgestreckten, tonnenförmigen Griffrohr,- das einen Innenzylinder und eine äußere Halterung für Aufsteckgefäße aufweist die eine w Verbindung des Innenzylinders mit dem Inneren des Aufsteckgefäßes enthält, einem im Innenzylinder verschiebbaren Kolben, einer diesen in Richtung gegen einen ersten Anschlag drängenden Feder, einem den Kolbenweg in der Gegenrichtung begrenzenden Endanschlag und einem diesem vorgelagerten, überwindbaren Anschlag (Deutsche Patentschrift 1090449) bzw. eine Weiterentwicklung dieser bekannten Pipette, die mit einer im oberen Abschluß des Griffrohrs geführten Kolbenstange ausgestattet ist (US-PS 34 94 201). wMit einer derartigen Pipette wird in der Weise gearbeitet, daß zum Aufziehen der Flüssigkeitsmenge zunächst der Kolben gegen den Überwindbaren Anschlag geschoben wird, dann wird die Pipettenspitze (das Aufsteckgefäß) in den Flüssigkeitsvorrat einge- » taucht, und schließlich läßt man die Feder den Kolben gegen den ersten Anschlag zurückdrängen, so daß die dadurch definierte Flüssigkeitsmenge aufgezogen wird. Die Spitze wird dann aus dem Flüssigkeitsvorrat wieder herausgenommen und zu dem Behälter geführt, in dem t>o die abgemessene Flüssigkeitsmenge geleert werden soll. Daran anschließend wird der Kolben wieder herunter· gedrückt. Würde dieses Herunterdrücken nur bis zum Uberwindbaren Anschlag erfolgen, so ist damit zu rechnen, daß ein kleiner Flüssigkeitsrest, der von der h-, Art der pipettierten Flüssigkeit abhängt, in der Pipette, d. h. im Aufsteckgefäß, hängenbleibt. Um diesen Flüssigkeitsrest mit Sicherheit auch noch herauszubring, wird beim Entleeren der Pipette der überwindbare Anschlag oberwinden, so daß der Kolben weiter in die Pipette eindringen kann und entsprechende Luft verdrängt, die ihrerseits wieder den Flüssigkeitsrest herausdrängt,Bei den bekannten Pipetten ist der öberwindbare Anschlag ein durch eine zusätzliche Feeler gelagerter Anschlag, beim Erreichen des überwindbwen Anschlags verspürt also der Benutzer einen stärkeren Widerstand, Beim Aufziehen darf der Benutzer diesen Widerstand nicht überwinden, beim Leeren der Pipette muß ti es aber.Durch die federnde Lagerung des überwindbaren Anschlags wird der konstruktive Aufwand für eine Pipette naturgemäß höher, darüber hinan» aber hat sich gezeigt, daß ein federnd abgestützter Anschlag zu ■ merklichen Fehlern führen kann. Da die Federkraft des Überwindbaren Anschlags beim Entleeren der Pipette überwunden werden muß, darf diese Federkraft keinen zu großen Wert annehmen, wird die Kraft dieser zweiten Feder jedoch zu gering bemessen, kann der Benutzer den genauen Anschlagpunkt nicht sicher feststellen, so daß die Menge der aufgezogenen Flüssigkeit merklichen Schwankungen unterworfen istDer Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die bekannte Pipette in der Weise zu verbessern, daß der überwindbare Anschlag zuverlässig auch von ungeübten Personen erkennbar ist, und diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des; Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöstFormschlüssig ausgeführte überwindbare Anschläge sind zwar an der Kolbenstange einer Spritze bekanntgeworden, wobei der obere Abschluß des Innenzylinders der Spritze den zugehörigen Gegenanschlag bildet (Deutsche PS 6 43 616). Diese bekannte Maßnahme hat jedoch auf das Gebiet der mit der Hand zu haltenden Pipetten keinen Einfluß gehabt Überdies könnte durch die Anwendung dieser bekannten Maßnahme die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe nicht befriedigend gelöst werden. Bei der bekannten Spritze sind nämlich mehrere überwindbare Anschläge vorgesehen, und es ist nicht gewährleistet, daß der Kolben auch sicher nur bis zu dem jeweils angestrebten überwindbaren Anschlag eingeschoben wird. Es kann versehentlich ohne weiterres die doppelte Menge ausgegeben werden, ohne daß der Benutzer das merkt Diese Gefahr besteht bei der erfindungsgemäßen Pipette nichtBei den bekannten Pipetten war entweder in Anlehnung an Impfspritzen od. dgl. eine doppelte Fingeranlage vorgesehen oder es war überhaupt keine Fingeranlage vorgesehen. Gemäß einer speziellen Ausbildung der Erfindung weist das Grffrohr auf der Höhe seines oberen Abschlusses eine Fingeranlage auf, die nach der Seite vorsteht, nach der auch der formschlüssige Anschlag der Roibenstange weist Bei dieser Wahl einer einzigen Fingeranlage! und der Seite wird die natürliche Tendenz des Benutzers ausgenutzt, den Kolbengriff mit dem Daumen zur Hund und damit zur Fingeranlage hin zu drücken, so daß Bedienungsfeh· ler praktisch ausgeschlossen sind.Die Erfindung soll anhand der Zeichnung näher erläutert werden; es zeigtF i g. I allgemein die Verwendung einer mit der Hand zu haltenden Pipette gemäß der Erfindung,F i g. 2 im Querschnitt eine erfindungsgemäße Pipette,Fig.3 die Pipette gemäß Fig.2 bei einer anderen Stellung der Kolbenstange und des Kolbens,Fig.4 einen Querschnitt längs der Linie 2-4 in
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