DE2341730C2 - Pulverförmige Legierung zur Herstellung elektrischer Kontakte und Verfahren zur Herstellung der Pulver - Google Patents
Pulverförmige Legierung zur Herstellung elektrischer Kontakte und Verfahren zur Herstellung der PulverInfo
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Description
zur Herstellung elektrischer Kontakte, bei der die
Aus der US-PS 21 96 306 ist eine Legierung bekannt, die 0,002-3% Lithium, 1 -30% Kadmium und als Rest
Silber enthält. Diese Legierung kann als Material für elektrische Kontakte verwendet werden, wobei bei
einem Lithium-Gehalt von 0,05 — 1 % die elektrischen
werden.
Elektrischer Kontakte«, Springer Verlag, 1964, ist es ferner bekannt. Verbundstoffe aus Silber und Kadmiumoxid herzustellen, wobei pulverförmiges Silber und
Kadmium gemischt, reduzierend gesintert und danach durch innere Oxidation behandelt wird.
Schließlich ist es aus der Zeitschrift »Metall, Kuli 1963, Seiten 710-715« bekannt, Silber-Lithium-Legierungen innen zu oxidieren.
Wenn reine Materialien oder Legierungen mit ähnlicher Elektronenaustrittsarbeit für elektrische Kon
takte verwendet werden, so entstehen die Entladungen
beim Kontaktschluß zwischen den Punkten, die am stärksten über die Kontaktflächen des Kontaktes
vorstehen. Diese Vorsprünge verzerren das elektrische Feld in ihrer Nachbarschaft, wodurch die Stärke des
Feldes so gesteigert wird, daß Elektronen emittiert werden. Da jede Entladung die Kontaktflächen in dem
Bereich, indem sie auftritt, aufrauht, entstehen weitere Vorsprünge in diesem Bereich, weshalb nachfolgende
Entladungen ihren Ausgangspunkt in demselben Bereich haben, was zu einer ungleichmäßigen Abnutzung
der Kontaktflächen führt
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine pulverförmige Legierung zur Herstellung von elektrischen
Kontakten zu schaffen, die eine gleichmäßige Abnutzung der Kontakte über deren gesamten Kontaktbereich
ermöglicht
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht daß die eingangs genannte pulverförmige Legierung zusätzlich
0,01 -3% Tellur und/oder Lithium enthält, die als Kadmium-Tellur-Mischoxid bzw. Lithiumoxid auf der
Oberfläche der Pulverteilchen angelagert sind.
Vorzugsweise enthält die Legierung 0,01 —1,5% Tellur und/oder Lithium.
Lithium ist ein Material mit niedriger Elektronen-Austrittsarbeit was zur Folge hat daß beim Schließen
eines Kontaktes die Elektronen leichter, d.h. bei niedrigerer elektrischer Feldstärke emittiert werden.
Praktisch werden die Elektronen vom höchsten Vorsprung aei Kontaktfläche, der Lithium enthält
emittiert Die entstehende Entladung zerstört die
ursprüngliche Form dieses Vorsprungs und rauht den Bereich um ihn herum auf, wobei die Stelle, in der das
Lithium sich befand, zerstört und abgetragen wird. Die
folgende Entladung geht dann von dem nächsthöheren Vorsprung aus, der Lithium enthält usw.
Da das Lithiumoxid an den aus Silber und Kadmiumoxid bestehenden Pulverteilchen angelagert
und damit gleichzeitig Ober das gesamte Kontaktmaterial verteilt ist erstreckt sich die Erosion über die
gesamten Kon'?ktflächen und wenn diese abgetragen sind, über die Gesamtmasse des Kontaktmaterials.
Tellur bewirkt eine Versprödung der Silber-Matrix, vor allem eine Korngrenzen-Versorödung, weshalb es
zum Abbrechen von Verschweißungen beiträgt, die sich an elektrischen Kontakten bilden können.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Beispielen im einzelnen
erläutert
I. Herstellung der pulverförmigen Legierung aus
Silber, Kadmiumoxid und Lithiumoxid
Silber, Kadmiumoxid und Lithiumoxid
Es werden handelsüblich käufliches Silberpulver unregelmäßiger Form mit einer Korngröße von nicht
mehr als 37 Mikron mit Kadmiumoxidpulver mit einer Korngröße von nicht mehr als 1 Mikron gleichmäßig
gemischt, wodurch ein feines gleichmäßig verteiltes Gemisch entsteht, das etwa 2,5-20 Gew.-% Kadmiumoxid,
Rest Silber, enthält
Die Mischung der einzelnen Pulverbestandteile erfolgt in einem Trommelmischer, wobei das Volumen
der Trommel etwa 2- bis lOmal so groß sein sollte wie
das Volumen des zu mischenden Pulvers. Die relative Feuchtigkeit in der Trommel sollte im Bereich von
0—70% und die Innentemperatur im Bereich von etwa 10-300C liegen. Im beschriebenen Beispiel wurde das
Mischen bei 20°C und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit
von 60% durchgeführt. Die Drehzahl der Trommel war 150 Umdrehungen je Minute. Die Mischzeit war 24
Stunden= Sie hängt vom Anteil des Kadmiumoxids ab und liegt bei einem Anteil von 2,5 Gew.-% bei etwa 12
Stunden, während sie bei einem Anteil von 10-15 Gew.-% bei 24 Stunden liegt
Nach dem Mischen wird die Mischung in ein flaches Gefäß, z. B. in eine Quarzschale gebracht in Form einer
Schicht, die 1 cm nicht übersteigt und darin auf eine
Temperatur zwischen etwa 200 und 700" C in einer
Wasserstoff-Atmosphäre erhitzt Der Wasserstoff reduziert das Kadmiumoxid zu Kadmium, welches in das
Silber eindiffundiert und eine pulverförmige Silber-Kadmium-Legierung bildet Im beschriebenen Beispiel
erfolgte die Reduzierung bei einer Temperatur von etwa 400° C, die etwa 1 Stunde lang aufrechterhalten
wird, wobei die Mischung mit einer Geschwindigkeit von etwa 200" C je Stunde auf diese Temperatur
gebracht wird.
ίο Die pulverförmige Legierung wird dann auf eine
Korngröße von 0,5 mm abgesiebt
Das abgesiebte Pulver wird danach einer inneren Oxidation unterzogen, um eine Reoxidierung des
Kadmiums zu Kadmiumoxid zu bewirken.
ic» Das Pulver wird hierzu durch einen Durchlaufofen
geführt der als Oxidations-Atmosphäre, ζ. Β. Luft oder Sauerstoff, enthält Die Temperatur liegt etwa zwischen
350°C und dem Schmelzpunkt der Legierung, beispielsweise bei 600° C.
Dem so erhaltenen Pulver, das aus Silber und Kadmiumoxid besteht wird eine Lithiumverbindung in
Lösung, z. B. Lithiumnitrat in Propan«!, zugegeben, wobei bevorzugt gleiche Volumina an Flüssigkeit und
Pulver gemischt werden.
Der entstehende Brei wird in Luft bei einer Temperatur von etwa 60° C getrocknet, wodurch man
eine pulverförmige Silber-Kadmiumoxid-Legierung erhält mit kleinen Kristallen des Lithiumnitrats, die auf der
Oberfläche der Pulverteilchen angelagert sind.
Das trockene Pulver wird danach auf eine Korngröße von 127 Mikron abgesiebt, wodurch evtl. größere
Materialkuchen, die sich beim Trocknen des Breis gebildet haben könnten, zerbrochen werden.
Das trockene Pulvergemisch wird danach in einem flachen Gefäß, z. B. einer Quarzschale, in Form einer
Schicht ausgebreitet, deren Tiefe 1 cm nicht übersteigt, worauf die Mischung durch einen mit Luft arbeitenden
Durchlaßofen geführt und auf eine Temperatur von etwa 700°C erhitzt wird. Das Gemisch läuft in etwa 15
Minuten durch den Ofen und es wi-d auf der genannten
Temperatur etwa 2 Minuten lang gehalten. Bei Legierungen, die mehr als 0,01 Gew.-% Lithium
enthalten, ist es erforderlich, die Mischung mehrmals durch den Ofen zu führen, um einen vollständigen
Zerfall des Lithiumnitrats sicherzustellen.
Das so gewonnene Pulver besteht aus einer durch innere Oxidation behandelten Silber-Kadmiumoxid-Legierung,
wobei aus Partikel aus Lithiumoxid auf der Oberfläche der anderen Pulverartikel verteilt sind
Dieses Pulvergemisch wird dann auf eine Korngröße von 127 Mikron abgesiebt.
Das Pulver wird danach unter einem Druck von etwa 1 — 5 t/cm2 verpreßt und die Preßlinge durch Erhitzen in
Luft auf eine Temperatur von etwa 930°C über eine Zeit von etwa 1 Stunde gesintert. Die Dichte des Preßlings
kann durch einen Prägevorgang mit einem Druck von etwa 7 — 10 t/cm2 weiter gesteigert werden.
Nach dem genannten Verfahren wurden Legierungen aus Silber, 11 Gew.-% Kadmiumoxid, sowie 0,01 0,05,
0,25 und 1,5 Gew.-% Lithium, das als Lithiumoxid vorliegt, erzeugt.
Kontakte aus diesem Material zeigten einen höheren Widerstand gegen Verschweißen, wobei die Anzahl
sehr starker Verschweißungen stark reduziert wurde.
Ferner wurde eine Verbesserung bei der Ausbreitung der Erosion im Vergleich mit lithiumfreiem Material
erzielt, wobei sich die besten Werte bei einem Anteil von 0,01 Gew.-% Lithium ergaben.
Silber, Kadmiumoxid und
ein Kadmium-Tellur-Mischoxid enthält
Es werden Kadmiumoxid und Telluroxid in Pulverform in heißer konzentrierter Salpetersäure gelöst,
wobei nur die erforderliche Mindestmenge an Säure verwendet wird. Die Flüssigkeit wird erhitzt, um
jegliche überschüssige Säure abzudampfen, wenn die Oxide sich gelöst haben. Das gelöste Kadmium und
Tellur wird dann durch Zugabe einer Natrium-Karbonat-Lösung ausgefällt Das feine weiße Präzipitat wird
nach dem Absetzen mittels Dekantation mit destilliertem Wasser gewaschen und anschließend gefiltert
Danach wird es auf dem Filterbett mit destilliertem Wasser und dann mit Azeton gewaschen und anschließend in einem Luftofen bei 60° C getrocknet Danach
wird das Filtrat in einem mit Luft betriebenen Ofen etwa 2 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 4500C
erhitzt, um es zu zerlegen, wobei die Temperatur in etwa 1 Stunden auf diese Höhe gebracht wird. Hierdurch wird
ein feines Pulvergemisch aus Kadruiumoxid und einem Mischoxid aus Kadmium und Tellur erzeugt Die
Mischung wird dann erneut gewaschen, um jegliche Spuren von Natriumverunreinigungen zu entfernen,
danach bei einer Temperatur von etwa 1000C getrocknet Das getrocknete Pulver wird dann erneut in
Luft etwa 2 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 4500C erhitzt, worauf das erhaltene Pulver, das
Kadmium und Tellur in gleichmäßiger Verteilung in bekannten Anteilen enthält auf eine Korngröße von 75
Mikron abgesiebt wird.
Nunmehr wird handelsüblich käufliches Silberpulvcr
unregelmäßiger Form mit einer Korngröße von nicht mehr als 37 Mikron mit dem pulverförmigen Gemisch
aus Kadmiumoxid und dem Kadmium-Tellur-Mischoxid gemischt, wie oben in Beispiel 1 beschrieben.
Nach dem Mischen wird die Mischung in ein flaches Gefäß, z. B. eine Quarzschale gebracht in Form einer
Schicht die eine Tiefe von I cm nicht übersteigt und darin auf e;ne Temperatur zwischen etwa 200 und 700° C
in einer Wasserstoff-Atmosphäre erhitzt Im beschriebenen Beispiel war die Temperatur 400° C und sie wurde
etwa 1 Stunde lang aufrechterhalten, wobei die Mischung auf diese Temperatur mit einer Geschwindigkeit von 2000C je Stunde gebracht wurde. Der
Wasserstoff reduziert das Kadmkmoxid zu Kadmium,
welches in das Silber eindiffundiert und eine pulverförmige Silber-Kadmium-Legierung bildet mit sehr feinen
Kadmium-Tellurid-Partikeln, die über die Oberflächen der Silber-Kadmium-r?.rtikel verteilt sind. Das entstandene Material wird auf eine Korngröße von 03 mm
abgesieb', so daß die Legierung in Form kleiner Klumpen vorliegt.
Die abgesiebte pulverförmige Legierung wird dann einer inneren Oxidation unterzogen, um eine Reoxidierung des Kadmiums und der feinen Kadmium-Tellurid-Partikel zu bewirken, wobei das Kadmium in Kadmiumoxid und die Kadmium-Tellurid-Partikel in ein komplexes Oxid umgeformt werden, das Kadmium und Tellur
enthält. Dies wird erreicht, indem das Pulver durch einen Durchläuföfen gerührt wird, der als Oxidations-Atmosphäre Luft oder Sauerstoff enthält. Die Temperatur kann zwischen etwa 3500C und dem Schmelzpunkt
der Legierung liegen, bevorzugt werden etwa 6000C.
Es entsteht hierbei eine Legierung, die aus Silber,
Kadmiumoxid unJ einem Kadmium-Tellur-Mischoxid besteht.
Das fertige Pulver wird auf einen Feinheitsgrad abgesiebt, der für den nachfolgenden Gebrauch
erwünscht ist, beispielsweise auf eine Korngröße von 127 Mikron. Zur Herstellung von Kontakten wird das
Pulver dann mit einem Druck von etwa 6—6,5 t/cm2
verpreßt Der Preßling wird dann in Luft, Sauerstoff oder einer inerten Atmosphäre bei einer Temperatur
zwischen etwa 600° C und dem Schmelzpunkt des Materials gesintert, wobei eine Temperatur von etwa
ίο 930°C bevorzugt wird. Die Sinterzeit kann einige
eine Dauer von 1—2 Stunden sich als geeignet erwiesen
hat
is aus Kadmium und Tellur hergestellt unter Verwendung
folgender Pulvergemische, 55,0 g CdO und 0313 g TeO2, sowie 55,0 g CdO und 9381 g TeO2.
μ Ag - 11 Gew.-% CdO - 0,05 Gew.-% Te
gegen Schweißen untersucht und es wurde gefunden,
daß die Materialien mit 0,25 und 1,5 Gew.-% Tellur eine
sehr beachtliche Verbesserung des Widerstandes gegen
zeigten. Die mittlere Schweißfestigkeit bei diesen
beiden Tellur enthaltenden Materialien war etwa um
eine Größenordnung kleiner als bei einem Material
ohne Tellur. Die Materialien mit 0,05 und 0,01 Gew.-%
eine Verbesserung des Widerstandes gegen Verschwei
ßen.
III. Herstellung einer Legierung
aus Silber, Kadmiumoxid, Lithiumoxid
und einem Kadmium-Tellur-Mischoxid
Bei der Herstellung dieser Legierung wird zunächst das Verfahren nach Beispiel II durchgeführt dessen
F.ndprodukt eine pulverförmige Legierung aus Silber, Kadmiumoxid und dem Kadmium-Tellur-Mischoxid ist
wobei die Partikel des Mischoxids auf der Oberfläche
derSilber-Kadmiurnoxid-Partikel angelagert sind.
Dieser pulverförmigen Legierung wird nun Lithiumnitrat in Propanol zugegeben, wobei etwa gleiche
Volumina an Flüssigkeit und Pulver gemischt werden, wodurch ein Brei entsteht der in Luft bei einer
Die trockene Pulvermischung wird dann auf eine Korngröße von 127 Mikron abgesiebt, um evtl. größere
Materialkuchen, die sich beim Trocknen gebildet hsben können, zu zerbrechen.
yj 1)'k Lithium-Verbindung wird dann zerlegt indem die
trockene Pulvermischung in einem flachen GefäB, z. B.
einer Quarzschaie, in Form einer Schicht ausgebreitet wird, deren Tiefe 1 cm nicht übersteigt. Das Gemisch
wird dann durch einen mit Luft arbeitenden Durchlauf
ofen geführt und auf eine Temperatur von etwa 700""C
erhitzt. Das Pulver läuft in etwa 15 Minuten durch den Ofen und wird auf der genannten Temperatur etwa 2
Minuten lang gehalten. Bei Materialien, die mehr als 0,01 Gew.-% Lithium enthalten, ist es erforderlich, die
Mischung mehrmals durch den Ofen zu führen, um einen vollständigen Zerfall der Lithium-Verbindung sicherzustellen.
auf eine Korngröße von 127 Mikron abgesiebt und zur Herstellung von elektrischen Kontakten verpreßt, wie
oben erläutert.
Die fertige Legierung besteht aus Silber-Kadmiumoxid-Partikeln,
auf deren Oberfläche Partikel aus Lithiumoxid und einem Kadmium-Tellur-Mischoxid
angelagert sind.
Claims (6)
1. Pulverförmige Legierung zur Herstellung elektrischer Kontakte, bei der die Pulverteilchen aus
metallischem Silber und 2^—20% Kadmiumoxid
bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich 0,01-3% Tellur und/oder Lithium
enthält, die als Kadmium-Tellur-Mischoxid bzw. Lithiumoxid auf der Oberfläche der Pulverteilchen
angelagert sind.
2. Pulverförmige Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,01 — 1,5% Tellur
und/oder Lithium enthält.
3. Verfahren zur Herstellung einer Legierung, die Kadmiumoxid und Lithiumoxyd enthält, nach Anspruch 1, wobei Silberpulver unregelmäßiger Form
mit einer Korngröße bis zu 37 Mikron und Kadmiumoxidpulver mit einer Korngröße bis zu 1
Mikron gleichmäßig gemischt werden, die Mischung in einer reduzierenden Atmosphäre unter Bildung
einer pulverförmiger! Silber-Kadmium-Legierung erhitzt und dann das Kadmium durch innere
Oxidation i-eoxidiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der pulverförmigen Silber-Kadmium-Legierung
eine Mischung von Lithiumnitrat und Propano! im Verhältnis 1 :1 zugegeben wird, daß der hierbei
entstehende Brei an Luft bei etwa 60° C trocknet, und dann das trockene Pulver in Luft auf etwa 700° C
erhitzt wird unter Zerlegung des Lithiumnitrats und Bildung von Lithiumoxidpartikeln.
4. Verfahren zur Herstellung einer Legierung, die Kadmium-Tellur-Mischoxid enthält nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß Silberpulver unregelmäßiger Form mit einer Korngröße bis zu 37
Mikron sowie ein pulverförmiges Gemisch aus Kadmiumoxid und einem Kadmium-Tellur-Mischoxid mit einer Korngröße bis zu 75 Mikron
gleichmäßig gemischt werden, daß diese Mischung in Wasserstoff auf eine Temperatur von 200 - 700° C
erhitzt wird unter Bildung einer pulverförmigen Silber-Kadmium-Legierung und Kadmium-Tellurid-Partikeln, die auf der Oberfläche der Silber-Kadmium-Partikel angelagert sind, worauf das Kadmium
der Legierung durch innere Oxidation und die Kadmium-Tellur-Partikel durch Oberflächenoxidation bei einer Temperatur zwischen 250° C und dem
Schmelzpunkt der Legierung reoxidiert werden.
5. Verfahren zur Herstellung einer Legierung, die Kadmium-Tellur-Mischoxid und Lithiumoxid enthält
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Silberpulver unregelmäßiger Form mit einer Korngröße bis zu 37 Mikron sowie ein pulverförmiges
Gemisch aus Kadmiumoxid und einem Kadmium-Tellur-Mischoxid mit einer Korngröße bis zu 75
Mikron gleichmäßig gemischt werden, daß diese Mischung in einer reduzierenden Atmosphäre auf
eine Temperatur von 200-70O0C erhitzt unter Bildung einer pulverförmigen Silber-Kadmium-Legierung und Kadmium-Tellurid-Partikeln, die auf der
Oberfläche der Silber-Kadmium-Partikel angelagert sind, worauf das Kadmium der Legierung durch
innere Oxidation und die Kadmium-Tellurid-Partikel durch Oberflächenoxidation bei einer Temperatur
zwischen 35O0C und dem Schmelzpunkt der Legierung reoxidiert werden, daß dann dem so
erhaltenen Pulver eine Mischung von Lithiumnitrat und Propanol im Verhältnis 1 :1 zugegeben wird,
worauf der hierbei entstehende Brei an Luft bei etwa 600C getrocknet und dann das trockene Pulver in
Luft bei etwa 7000C erhitzt wird unter Zerlegung des Lithiumnitrats und Bildung von Lithiumoxid-Partikeln.
6. Verfahren nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Reduktion die Mischung im
Wasserstoff etwa 1 Stunde lang auf eine Temperatur von etwa 400° C erhitzt wird.
ίο 7. Verfahren zur Herstellung eines Gemisches als
Ausgangspulver zur Herstellung einer Legierung nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Gemisches aus
Kadmiumoxid und dem Kadmium-Tellur-Mischoxid-
Kadmiumoxid und Telluroxid in Pulverform in
heißer konzentrierter Salpetersäure gelöst werden, daß die Lösung erhitzt wird, um überschüssige Säure
abzudampfen, worauf das gelöste Kadmium und Tellur durch Zugabe einer Natrium-Karbonat-Lö
sung ausgefällt wird, daß das ausgefällte Präzipitat
mit destilliertem Wasser und dann mit Azeton gewaschen, gefiltert und bei 600C mit Luft
getrocknet wird, wonach das erhaltene pulverförmige Gemisch in Luft etwa 2 Stunden lang auf 45O0C
erhitzt wird, worauf es erneut gewaschen und bei etwa 1000C getrocknet und dann erneut etwa 2
Stunden lang auf 4500C erhitzt wird.
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