DE2340855C3 - Düsendrucker für ein Tintenspritz-Schreibwerk - Google Patents
Düsendrucker für ein Tintenspritz-SchreibwerkInfo
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Description
60
Die Erfindung bezieht sich auf einen Düsendrucker der im Oberbegriff des Anspruchs 1 aufgezeigten Gattung.
Bei derartigen Schreibwerken ist es erforderlich, daß der Düsendrucker eine geringe Masse aufweist, da er
hohen Beschleunigungen unterworfen wird. Weiterhin soll dieser im Aufbau einfach und billig herstellbar sein.
Darüber hinaus besteht das Erfordernis, daß die Abdruckstelle auf dem Aufzeichnungsträger spätestens
nach einem Schaltschritt für die Bedienperson einsehbar ist
In der DT-OS 21 64 614 ist eine Anordnung zum Aufbringen
von Tropfen auf einen Aufzeichnungsträger bekanntgeworden mit den in den Oberbegriffen der
Ansprüche 1 und 2 genannten Merkmalen. Diese wie eine ventillose Pumpe wirkende Anordnung weist im
wesentlichen folgende Nachteile auf, die ihre Verwendung einschränken. Bedingt durch die Anordnung der
Druckerzeugermittel auf einer Ebene ist seine Masse verhältnismäßig groß und er gestattet keinen sofortigen
Einblick auf die Abdruckstelle beim Bewegen in Zeilenrichtung. Die Energiefluß- und Tintenzulaufkanä-Ie
sind unterschiedlich lang, so daß jeder Druckerzeuger mit unterschiedlicher Energie zu beaufschlagen ist.
Der Wirkungsgrad in der Ausnutzung ist daher gering, der Verlauf des Impulses der die einzelnen Kristalle
aktivierenden Spannung unterschiedlich. Durch die aufgezeigte Anordnung von Kompressionskammern, Zulauf-
und Auslaufkanälen und dem Abgreifen des Impulses im Zentrum der sich ausbreitenden Druckwelle
in der Kompressionskammer ist ein verhältnismäßig lang auf Maximum stehender Spannungsimpuls erforderlich.
Zudem kommt es zur Beeinflussung von Druckwellen in den unterschiedlichen Kompressionssystemen
über die Zulaufkanäle. Das Wiedereinsetzen eines neuen Impulses kann generell erst dann erfolgen, wenn
sich die Druckerzeuger in ihrer Ruhelage befinden.
Durch die lang anhaltende Saugphase dieser Anordnung ist die Frequenz der Beaufschlagung der Druckerzeuger
beschränkt auf 1000 Hz.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Düsendrucker zu schaffen, für eine extrem kurze Impulslänge, der die
aufgezeigten Nachteile nicht aufweist.
Die Anordnung entsprechend der Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1 löst diese Aufgabe in
wirkungsvoller Weise. Auf Grund der kompakten Bauweise ist ein dichteres Punktraster möglich als bei der
genannten Anordnung. Durch die bis zum Auslaufkanal separate Kanalführung ist eine Pulsbeeinflussung zwischen
den einzelnen Energieflußkanäten nicht möglich. Durch den maximalen Energiefluß bei niedriger Spannung
ist die Ausstoßfrequenz von Tintentropfen wesentlich größer. Der Grundkörper ist gekennzeichnet
durch eine billige Bauweise. Die Fertigung dieses erfolgt durch Stanzen, Prägen, Tiefziehen und Funkenerosion.
Die Verbindung der Aufbauteile untereinander und des Versorgungsteiles ist in einem Arbeitsgang
durch Widerstandsschweißung möglich.
Durch die erfinderische Anordnung im Kennzeichen des Nebenanspruches 2 wird die Druckwelle an einem
Entweichen weitestgehend gehindert. Die Beeinflussung der Druckwellen der einzelnen Kompressionssysteme
bei gleichzeitiger Beaufschlagung der Druckerzeuger ist unterbunden. In der Saugphase ist durch
diese Anordnungsweise die Versorgung von Tinte aus dem Zulauf sichergestellt, ohne daß dabei Luft durch
den Austrittskanal in das Kompressionssystem eintritt.
Der Düsendrucker nach Anspruch 3 weist insbesondere den Vorteil auf, daß sich die an der Peripherie
abgegriffene Druckwelle über den größten Bereich des Verbindungskanals fortpflanzen kann. Die Verbindungskanäle
sind extrem kurz gehalten, so daß die Druckerzeuger mit minimaler Energie angesteuert
werden können.
Entsprechend Anspruch 4 können in vorteilhafter Weise sonst erforderliche Membranen und deren aufwendige
Anordnung vermieden werden. Das Einsetzen dieser in die Gehäuseteile entfällt, so daß dadurch hervorgerufene
und auch sich später losende Verschmutrungen nicht auftreten und die Druckerzeuger weitaus
weniger über den Grundkörper überstehen.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beispielsbeschreibung zu der Zeichnung. Dabei zeigt
F i g. 1 einen Druckerzeuger in starker Vergrößerung in einer Ansicht auf die Auslaufkanäle und
Fi g. 2 einen Schnitt gemäß dem Schnittverlauf H-II
in Fi g. 1.
Die dargestellte Grundfläche des Düsendruckers 1 ist eine rechteckige, so daß in dem Aufbau acht piezoelektrische
Keramikschwinger 2 unter Voraussetzung gleicher Energieflußverhältnisse angeordnet werden
können. Der Tintenspritzkopf 1 ist in seiner Grundform ein stumpfer Körper und insbesondere in Form eines
abgestumpften Walmdaches ausgebildet. Es ist jedoch zur Erzielung anderer Punktraster jede andere Grundform
denkbar. Die Ktramikschwinger 2 stehen sich paarweise gegenüber. Die in den Hohlraum eingelassenen
sind in F i g. 1 nicht dargestellt. Der Aufbau des Düsendruckers, die Energiefluß- sowie Zu- und Auslaufkanäle
sind in F i g. 1 angedeutet und in F i g. 2 erkennbar. Der Düsendrucker besteht aus drei walmdachartigen,
hohlen Schalen, die ineinander steckbar sind. Sie sind z. B. durch Tiefziehen und Prägen geformt.
Die äußere Schale 3 trägt in Senkungen 4 vier Keramikschwinger 2. In die kleine Deckfläche 5 sind
entsprechend der gesamten Anzahl Keramikschwinger Auslauföffnungen 8 in Düsenform eingelassen. Die innere
Schale 6 trägt drei Keramikschwinger 2 zur Erzielung eines aus sieben Punkten bestehenden Rasters. Es
lind sieben Zulaufkanäle 7 in ihr eingelassen zur Tintenversorgung.
Diese gehen in solche in der mittleren Schale 9 über. Die mittlere Schale 9 weist zudem Energieflußkanäle
10 auf, die sich im Bereich der Kompresiionskammern 11 und der Auslaufkanäle 8 zu kapillaren
Spalten verjüngen und sich in ihrer Breite auf etwa ein Sechstel des Durchmessers dieser erweitern. Die
Kompressionskammern 11 liegen den Keramikschwingern 2 gegenüber. Die Membranen 12 werden durch
Prägen der äußeren und der inneren Schale auf zwei Drittel bis ein Halb der Materialstärke gebildet. Den
Zulaufkanälen 7 ist ein Versorgungsteil 13 zugeordnet, das entsprechend der inneren Schale 6 walmdachförmig
ausgebildet ist und in die Schale 6 eingesetzt und mit dieser verbunden wird. Das Versorgungsteil 13
weist eine Versorgungskammer 14 auf die mit dem Anschlußstutzen 15 fließverbunden ist. Den Zulaufkanälen
gegenüberstehend ist in der Versorgungskammer 14 eine für alle Zulaufkanäle gemeinsame Prallfläche 16
zugeordnet. Die innere Schale 6 legt sich mit einem abgewinkelten Rand 17 über die Stirnkanten der beiden
restlichen Schalen. Die Schalen untereinander und das Versorgungsieil und die innere Schale werden
durch z. B. Widerstandsschweißen miteinander verbunden. Die Kompressionskammern 11, die Auslaufkanäle
8, die Energieflußkanäle 10 im Bereich der Auslaufkanäle sowie die Versorgungskammer 14 sind kapillarwirksam.
Die Wirkungsweise jedes der sieben Spritzsysteme ist folgende:
Beim Erregen des Keramikschwingers 2 wird die Membrane 12 so verformt, daß in dem Kompressionsraum f 1 eingefüllte Flüssigkeit durch den Energieflußkanal
10 verdrängt wird. Sie tritt mit hoher Geschwindigkeit an der Peripherie der Kompressionskammer in
den Energieflußkanal, wobei sich die Druckwelle über diesen gleichmäßig fortpflanzt. Vor dem Austreten aus
dem Auslaufkanal 8 unterliegt die Druckwelle einer Beschleunigung und reißt Flüssigkeit mit, die durch den
Auslaufkanal austritt. Ein Entweichen der Druckwelle durch den zwischen dem Auslaufkanal 8 und der Kompressionskammer
11 eingelassenen Zulaufkanal 7 wird durch die Prallfläche 16 in der Versorgungskammer 14
verhindert, so daß eine Beeinflussung der restlichen Spritzsysteme nicht erfolgen kann. Durch die kurze
Führung der Energieflußkanäle 10 kann mit geringer Energie und kleinen Spannungswerten eine Ausstoßzahl
an Tintentropfen von 2000 Hz erreicht werden. In der Saugphase beim Zurückführen des Keramikschwingers
in seine Ruhestellung ist die Versorgung aus der Versorgungskammer über den Zulaufkanal dadurch
sichergestellt, daß der Strömungswiderstand im Zulaufkanal 7 geringer ist als der im Auslauf des Energieflußkanals
10 beim Übergang in den Auslaufkanal 8. Durch diese Maßnahmen ist eine Diodenwirkung in dem System
eingebracht, die auch das Eintreten von Luft während der Saugphase durch den Auslaufkana! unterbindet.
Durch die vorteilhafte Bauweise kann das zuletzt geschriebene Zeichen nach einem Schritt voll eingesehen
werden. Die Dauer des Energieimpulses beträgt nur ein Drittel der zum Stand der Technik genannten
Einrichtung. Durch weitere Ausgestaltung zu einem, z. B. sechzehn Systeme aufweisenden Düsendrucker ist
es möglich, zwei Reihen Auslaufkanäle parallel, jedoch versetzt anzuordnen, um bei Ansteuerung nach einem
Zwischenschaltschritt voll ausgedruckte senkrechte und schräg verlaufende Linien zu erhalten. Die Abstände
der Auslaufkanäle können somit in sinnvoller Weise überbrückt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Düsendrucker für ein Tintenspritz-Schreibwerk mit Kompressionskammern und mit diesen fiießverbundenen
Auslauf- und Zulaufkanälen in einer der an einer Abdruckstelle zu druckenden Punkte entsprechenden
Anzahl sowie mit jeder Kompressionskammer zugeordneten, aus einer Membran
und einem Keramikschwinger bestehenden Mitteln zum Erzeugen kurzzeitiger Druckanstiege in dieser,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tintenspritzkopf (1) ein in seiner Grundform stumpfer
Körper und insbesondere eine Art abgestumpftes Walmdach ist, bestehend im wesentlichen aus einer
äußeren, einer mittleren und einer inneren, -valmdachartigen
hohlen Schale (3, 9, 6), die ineinander steck- und miteinander verbindbar sind, wobei deren
äußere Schale (3) in ihrer Außenmantelfläche eine Anzahl der Mittel (2) zum Erzeugen kurzzeitiger
Druckanstiege und die aus einer kleinen, dem abgestumpften Dachfirst entsprechenden Deckfläche
(5) austretenden Auslaufkanäle (8) aufnimmt, deren innere Schale (6) in ihrer Innenfläche die restliche
Anzahl der Mittel (2) zum Erzeugen eines kurzzeitigen Druckanstieges und die Zulaufkanäle
(7) aufnimmt und deren mittlere Schale (9) die Kompressionskammern (11) und Energieflußkanäle (10)
zu den Zulauf- und Auslaufkanälen (7, 8) aufnimmt, und einem in die innere Schale (6) einführbaren und
mit dieser verbindbaren, insbesondere walmdachförmigen Versorgungsteil (13) mit einer mit den
Zulaufkanälen fließverbundenen und durch Prallflächen (16) mit Diodenwirkung versehenen Versorgungskammer
(14).
2. Düsendrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufkanal (7) jedes Kompressionssystems
(2, 11, 12) im Bereich des zugehörigen Auslaufkanals (8) zwischen diesem und der
Kompressionskammer (11) in den Energieflußkanal (10) mündet und daß diesem eine für alle Zulaufkanäle
gemeinsame, entgegen der Tintenflußrichtung Druckstöße aufnehmende Prallfläche (16) zugeordnet
ist.
3. Düsendrucker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Energieflußkanal (10)
sich in seiner Höhe im Bereich der Kompressionskammer (11) und des Auslaufkanals (8) bis auf einen
kapillarwirksamen Spalt verjüngt, daß dieser sich in seiner Breite im Bereich der Mündung in die Kornpressionskammer
erweitert und daß dieser in die Kompressionskammer an deren Peripherie mündet.
4. Düsendrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere und innere Schale (3,
·) in den Bereichen der Mittel (2) zum Erzeugen kurzzeitiger Druckanstiege in ihrer Materialstärke
verjüngt sind und daß die Membranen (12) durch diese Bereiche gebildet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732340855 DE2340855C3 (de) | 1973-08-13 | Düsendrucker für ein Tintenspritz-Schreibwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732340855 DE2340855C3 (de) | 1973-08-13 | Düsendrucker für ein Tintenspritz-Schreibwerk |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2340855A1 DE2340855A1 (de) | 1975-02-27 |
| DE2340855B2 DE2340855B2 (de) | 1975-06-05 |
| DE2340855C3 true DE2340855C3 (de) | 1976-01-29 |
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ID=
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6934969B2 (en) | 2002-12-27 | 2005-08-30 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Anti-wicking protective workwear and methods of making and using same |
| US6957884B2 (en) | 2002-12-27 | 2005-10-25 | Kinberly-Clark Worldwide, Inc. | High-speed inkjet printing for vibrant and crockfast graphics on web materials or end-products |
| US7155746B2 (en) | 2002-12-27 | 2007-01-02 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Anti-wicking protective workwear and methods of making and using same |
| US7943813B2 (en) | 2002-12-30 | 2011-05-17 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Absorbent products with enhanced rewet, intake, and stain masking performance |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6934969B2 (en) | 2002-12-27 | 2005-08-30 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Anti-wicking protective workwear and methods of making and using same |
| US6957884B2 (en) | 2002-12-27 | 2005-10-25 | Kinberly-Clark Worldwide, Inc. | High-speed inkjet printing for vibrant and crockfast graphics on web materials or end-products |
| US7155746B2 (en) | 2002-12-27 | 2007-01-02 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Anti-wicking protective workwear and methods of making and using same |
| US7943813B2 (en) | 2002-12-30 | 2011-05-17 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Absorbent products with enhanced rewet, intake, and stain masking performance |
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