DE2340793A1 - Einrichtung zum stabilisieren und zuenden von lichtboegen - Google Patents
Einrichtung zum stabilisieren und zuenden von lichtboegenInfo
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Description
f'I ül'iAi iÜi£_
K GΓ; ην? or t: ? i e ζ ο
Erfinder: fi. Born
H. Böhme
H. Böhme
Einrichtung zum Stabilisieren und Zünden von Lichtbögen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum
Stabilisieren von W^chselstromlichtbögen und zum Zünden
von Wechselstrom- oder Gleichstromlichtbögen, wobei
svjisollen einer Lichtbogenbrennerelektrode und einem
Werkstück oder zwischen zwei Elektroden Zündinipulse erzeugt werden. -
Es ist bekannt, insbesondere beim Schweißen mit Wechselstrom der Schweißspannung eine Hochfrequenzspannung zu
überlagern. Diese relativ große zusätzliche Spannung bewirkt ein sicheres V/iederzünden des Lichtbogens bei
jedem Nulldurchgang der Schweißwechselspannung und stabilisiert hierdurch den Lichtbogen. Daneben wird diese
Hochfrequenzspannung bekanntlich auch zum Zünden von Wechsel- oder Gleichstromlichtbögen verwendet. Der besondere
Vorteil eines -derartigen Zündverfahrens ist darin zu sehen, daß die Elektrode dem Werkstück zum Zünden des
Lichtbogens nur auf eine Entfernung von 2 bis 4 mm genähert zu werden braucht, ohne daß eine direkte Berührung
erforderlich ist. -
Entsprechende Einrichtungen - nachfolgend als Zündgeräte bezeichnet - sind beispielsweise aus den deutschen Aus-
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legesohriften 1 o6l oo6 und 1 098 638 bekannt, welche
die Form von Funkenstreckengeneratoren haben, bei denen ein Kondensator vorgesehen ist, welcher jeweils nach
Aufladung zwecks Erzeugung auf die Lichtbogenstrecke gespeister, periodischer ZUndimpulse über eine, kurzzeitig
einen Entladestromkreis schließende Funkenstrecke entladbar ist. -
Zündgeräte dieser Art haben aber den Nachteil, daß die Funkenstrecken - infolge der hohen Belastung durch die
gesamte Impulsenergie - häufig nachgestellt bzw. ausgewechselt werden müssen. Außerdem entsteht in den Funkenstrecken
Ozon und salpeterige Säure, sodaß die Metallteile des Züncigerätes vor Oxydation geschützt werden
müssen.
Weiterhin ist es erforderlich, das gesamte Zündgerät, mit dem die Impulse erzeugt werden, für die volle
Leistung der Impulse auszulegen. D123 hat einen verhältnismäßig
aufwendigen und teuren konstruktiven Aufbau des gesamten Zündgerätes zur Folge.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Siinrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die einfach und nahezu wartungsfrei aufgebaut ist.
Die Erfindung besteht darin, daß zur Zündimpulserzeugung mind, ein kraftbeaufschlagbarer (Druck oder Zug) Piezoqu&rz
vorgesehen ist, der mit der Lichtbogenbrennerelektrode und dem Werkstück bzv:. mit den zwei Erennerelektroden,
in elektrischer Verbindung steht.
Beim erfind ungsgernäSen Zündgerät wird der seit langem
bekannte Piezoeffekt (siehe beispielsweise auch: Lueger "Lexikon der Elektrotechnik und Korntechnik", 1960, Seite
398; ?:ohlrausoh - "Praktische Physik1,1 22. Auflage. 19-08,
Band 2, Seite 668 und 669), ausgenutzt und vorteilhaft, zum
Zünden bzv.'. Stabilisieren des Licircbogens angewandt,
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23A0793
Der ZUnd- bzw. Stabilisierungsimpuls wird bei der Erfindung
einfach dadurch erzeugt, in dem ein Piezoquarz oder Piezoelement bzw. ein piezoelektrischer Stoff, mit einem
vorbestimmten Druck zusammengedrückt wird. Der auf Grund dieses Druckes vom Quarz erzeugte Impuls wird über elektrische
Leitungen an die Lichtbogenstrecke geleitet und bewirkt ein Stabilisieren bzw. Zünden des Lichtbogens.
Durch die vorgeschlagene Impulserzeugung mittels eines Piezoquarzes wird es nunmehr vorteilhaft möglich, ein
einfaches, billiges und eine kleine Rauform aufweisendes Zündgerät aufzubauen, sodaß es erreichbar ist, das Zündgerät
in unmittelbarer Nähe des Liehtboger.brenners oder bevorzugt sogar im Brenner selbst, anzuordnen. Von besonderem
Vorteil ist dabei, daß - im Gegensatz zu den bisher bekennten Zündgeräten - der Impuls nicht über
lange Leitungen der Lichtbogenstrecke (Strecke zwischen Brennerelektrode und dem Werkstück bzw. zwischen den beiden
Elektroden) zugeführt werden mu3.
Von weiterem Vorteil ist, daß das erfindungsgemäße Zündgerät
nahezu völlig wartungsfrei ist. Darüberhinaus liegen auch die beim Betrieb des Zünagerätes auftretenden
Funk- bzw. Fernsehstörungen im Bereich der Werte, die
H?oh den Vorschriften (Deutsche Bundespost und,VDE) zulässig
sind. -
Ferner ist es vorteilhaft, daß die erforderliche Energie
zur Zilrdirnpulserzeugung nicht mehr aus dem Schweißstromkreis
entzogen werden mu/3, wie dies bei den oben genannten bekennten Zündgeräten der Fall int. Die Energieversorgung
für df-ε erfindungsgernäße Zündjrerät kann beispielsweise
aus ein^r beliebigen V-rechselst romquelle entnommen werden.
Der Schweiß.itromkreis selbst wird dadurch nicht beeinfluß
Ί:. -
"ine besonders vorteilhafte und einfach aufgebaute Vorrichtung
7,-v Di'U.ckkraftersougung s\:£ den Piezoquarz ist geir.sß
der Erfindung d'-.:"Var:-vi gekennzeichnet, daß zur Druckkraft-
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erzeugung auf den Piezoquarz ein Stößel einwirkt, der mittels einer Wechselstrom-Magnetspule in hin- und hergehende Bewegungen versetzbar ist.
In vorteilhafter Weiterbildung wird hierzu vorgeschlagen, daß die Frequenz des Wechselstromes zur Versorgung der Mag
netspule synchron mit der Frequenz des Schweißwechselstromes ist. -
Dadurch wird erreicht, daß die Zünd- bzw. Stabiliüierungsimpulse
beim Wechselstromschweißen synchron zum Nulldurchgang des Schv.-eißwechselstromes erzeugt werden, sodaß beispielsweise
stets zum Zeitpunkt des Nulldurchganges mind,
ein Stabilisierungsimpuls zur Verfügung steht. Durch Vervielfachung
der Frequenz des Magrietwechselstromes ist es ferner möglich, pro Halbzelle des Schweißwechselstrornes
mehrere Impulse zu erzeugen.
Die zeitliche Lage der ZUnd- bzw. Stabilisierungsimpulse
gegenüber dem Nulldurohgang des SohKei3v;echselstromes kann
vorteilhaft dadurch verändert werden, daß der Magnetwechselstroffi
gegenüber dem Schweißviechselntrom phasenverschiebbar
ist, wobei bevorzugt die Phasenverschiebung einstellbar ict.
Somit wird es möglich, den Zünd- bzw. Stabilisierungsimpuls kurz vor öem IJulldurchgang des Schweißv.'echselstrorries zur
Verfügung zu stellen, um ein optimales Lichtbogenverhalten zu erhalten, -
Beim Gleich3tromschv;eißfcn, bei welchem nur zu Beginn ein
Zü'odimpuls erforderlich ist (zum Zünden des Gleichstrom-Lichtbogens)
ist es ebenfalls möglich, den bzw. die elektrisch hintereinander geschalteten Piezoquarze mittels der
Magnetspule zu beaufschlagen. Da jedoch nur ein Zündimpuls
benötigt v.'ird, ist es auch möglich, den Stößel mittels
eines Relais, einer Gleichstrom-Magnetspule, eines Hebels
oder dgl, mit Druck gegen 6cn Piezcquarz zu pressen.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung, sowie un
ter Hinweis auf weitere vorteilhafte Merkmale, näher erläutert.
In der Zeichnung ist mit Io eine Einrichtung zum Wechselstrom-Lichtbogenschweißen
bezeichnet. Die Einrichtung Io besteht im wesentlichen aus einem Lichtbogenbrenner 11
(WIG-, Plasma- oder UP-Brenner), wobei die Brennerelektrode 12 über eine Leitung 13 und das zu schweißende
Werkstück 14 über eine Leitung 15 mit einem schematisch
angedeuteten Wechselstromtransformator 16 in Verbindung
steht.
Der Transformator 1β, welcher nicht dargestellte Mittel
zum Einstellen von Strom und Spannung aufweist, ist mit einem V.'echselstrohinetz 17 verbunden. Ferner weist der
Lichtbogenbrenner 11 eine Öffnung 18 auf, die zur Zufuhr von Schutz- bzw. Plasmagasen, dient. -
Das erfindungsgemäße Zündgerä't ist mit 2o bezeichnet und
besteht aus einem Gehäuse 21, in dem druckbeaufschlagbare
Piezoquarze 22 und 23 angeordnet sind. Dabei sind die
Piezoouarze 22 und 23 elektrisch gesehen parallel geschaltet.
Der Pluspol 24 der Piezoquarze 22 und 23 ist über eine
Leitung 25 mit der Brennerelektrode 12, und der Minuspol
2β über eine Leitung 27 mit den; Werkstück 14 verbunden.
Es ist selbstverständlich auch möglich, die Piezoquarze elektrisch gesehen, hintereinander zu schalten.
Im oberen Teil dec Gehäuses 21 ist eine Druckkraftvorrichtung
2B vorgesehen, die aus einer V.'echselstrom-Magnetspule
29, einem von dieser hin und her bewegbaren (Pfeilriohtuiig
3o) Si.ößel 31, sowie einer zv/ischen Stößel 31
und Magnetspule 29 angeordneten Stößelrückholi'eder 32 besteht.
Die Kcignet spule 29 ist unter Zv; Is eben schaltung eines, an
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sich bekannten einstellbaren Phasenschiebers 33 mit dem Wechselstromnetz 17 verbunden. -
Gegenüber der Magnetspule 29 ist im Gehäuse 21 ferner
eine Druckschraube 33 vorgesehen, die zum Einstellen der
Spitzenspannung der Zündimpulse dient.
Die Funktionsweise dieser Einrichtung ist folgende:
Zum Schweißen v/ird mittels des Transformators 16 an die
Elektrode 12 und das Werkstück 14 die Schweißleerlaufspannung angelegt und gleichzeitig über die Öffnung 18
Schutsgas dem Brenner 11 zugeführt. Danach wird durch Betätigung des Schalters 34 Wechselstrom
der Magnetspule 29 zugeleitet, und der Stößel 31 im Rhythmus der Frequenz des Wechselstromes auf die Piezo·»
quarze 22, 23 geschlagen. Dabei entsteht an den Ausgängen der Leitungen 25 und 27 und damit zwischen Elektrode 12
und Werkstück 14 eine hohe Spannung, die zu einem Zündlichtbogen
zwischen Elektrode 12 und Werkstück 14 führt. Durch den Zündlichtbogen v/ird das aus dem Brenner 11 ausströmende
Gas ionisiert, also elektrisch leitfähig, und der Schweißstromkreis, bestehend aus dem Transformator 16,
der Leitung 13, der Elektrode 12, der Lichtbogenstrecke 35*
dem Werkstück 14 und der Leitung 15, geschlossen.
Der Schweißlichtbogen 36 v.'ird nun kontinuierlich von dem Transformator 16 versorgt.
Da vom Transformator 16 dem Lichtbogen 36 ein Wechselstrom
zugeführt wird, ist es für optimale Schweißergebnisse erforderlich,
im Kulidurchgang des Schweißstrornes zusätzliche Stabilisierungsimpulse der Liohtbogenstrecke 35 zuzuführen.
Diese werden ebenfalls durch das erfindungsgernäße
Zündgerät 2o erzeugt. Da sowohl Schweißstromfrequenz, als auch die Frequenz des Magnetspulen-'Vechselstromes
synchron (Vorzugsveise gleich) sind, werden bei jeder Wech-
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selstrom-Sinuswelle die Piezoquarze einmal druckbeaufschlagt und ein Zündimpuls erzeugt.
Durch Verstellen des Phasenverschiebers ist es nun vorteilhaft erreichbar, daß diese ZUnditnpulse immer dann entstehen, wenn der Schvieißwechselstrom sich in dem Nulldurchgang befindet.
Durch Vervielfachung der Frequenz des Magnetspulen-Wechselstromes
gegenüber der Frequenz des Schweißwechssl- stromes (beispielsweise Magnet spulen-V;echselstrom 2oo Hz,
Schweißwechselstrom 5o Hz) ist es möglich, pro Schweißwechselstrorasinuswelle
mehrere (beispielsweise vier) Zündimpulse zu erzeugen.-
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird der ZUndimpuls zwischen einer Lichtbogenbrennerelektrode
12 und dem Werkstück 14 zugeführt. Dies ist insbesondere bei Vv1IG- und UP-Brennern öer Fall.
Bei Plasmabrennern wird dagegen der Zündimpuls zwischen
zwei Elektroden zugeführt, wobei die eine Elektrode die Brennerelektrode 14. und die andere Elektrode die Brennerdüse
51 ist. Es ist c3ann das Zündgsrät 2o nicht mit dem
Werkstück Ik, sondern über die gestrichelte Leitung 38 mit
der Düse 37 verbunden.
Die Funktionsweise dieser Einrichtung entspr.!ent im wesentlichen
der obigen Beschreibung. Der einzige Unterschied besteht
darin, daß der Züridirnpuls zur Erzeugung eines Zünd-Uchtbogens
zum Bilden eines Pilotlichtbogens 39 zwischen
Düse 37 und Elektrode Ik dient, wobei der Pilotlichtbop.enstrora
über die gestrichelte dargestellte Leitung 4o mit dem
Pilotbegrenzungöwiderstand 41 zugeführt wird..-
DriS erf indungs^eniäSe Zündgerät ist ^uc3i zum Zünden von
Gleiclistromlichtbogen geeignet. Eine Gleichs-tromeinrlchtung
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unterscheidet sich von der veranschaulichten Wechselstromeinrichtung
lediglich durch einen Gleichrichter zwischen Transformator 16 und Brenner 11.
Die Erfindung wurde im AusfUhrungsbeispiel an einer Einrichtung
zum Schweißen erläutert. Es ist selbstverständlich aber auch möglich, das erfindungsgemäße ZUndgerät
bei Gleich- oder '/echselstrom-Schneideinrichtungen, insbesondere
Plasmasohneideinrichtungen, zu verwenden. Weiterhin ist es vorteilhaft möglich, mittels mehrerer
nebeneinander angeordneter Piezoquarze, die gleichzeitig oder nacheinander druckbeaufschlagt werden, eine vorbestimmte
Zündimpulsfolge zu erzeugen. Darüberhinaus sind auch andere Druckkrafterzeugungsvorrichtungen möglich,
v;ie beispielsweise Hebel, Nockenräder, Schvfingsysteme
oder dgl.
509810/0494
Claims (1)
- Ansprüche./ Einrichtung zum Stabilisieren von We chselst romlicht bögen und zum Zünden von Wechselstrom- oder Gleichstromlichtbögen, wobei zwischen einer Lichtbogenbrennerelektrode und einem Werkstück oder zwischen zwei Brennerelektroden Zündimpulse erzeugt v/erden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zündimpulserzeugung mind, ein kraftbeaufschlagbarer Piezoquarz (22, 23) vorgesehen ist, der mit der Lichtbogenbrennerelektrode (12) und dem Werkstück (14) bzw. mit den zv:ei Brennerelektroden (14, 37) in elektrischer Verbindung steht.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zur Druckkrafterzeugung auf den Piezoquarz (22, 23) ein Stößel (31) einwirkt, der mittels einer Wechsslstrom-Magnetspule (29) in hin- und her gehende Bewegungen (31) versetzbar ist.3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Frequenz des Magnet spulen-i-V.'echselstromes synchron mit der Schweißv/echsel stromfrequenz ist.4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurnh gekennzeichnet , daß der Magnetspulen-Wechselstrom gegenüber dem 3chwei3v;echselstrora phasen verschiebbar ist, wobei vorzugsweise die Phasenverschiebung einstellbar ist.5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Druckkrafterzeugung auf den Piezoquarz (22, 23; ein Nookenrad vorgesehen ist.7.3.1973 3e/Fi 5 0 9 8 10/0424JiOLeerseite
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