DE2340511A1 - Blasform-anlage zur herstellung von behaeltern aus kunststoff-rohrabschnitten, insbesondere austrage-vorrichtung dafuer - Google Patents
Blasform-anlage zur herstellung von behaeltern aus kunststoff-rohrabschnitten, insbesondere austrage-vorrichtung dafuerInfo
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- B29C49/42—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
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Description
PATE M IANWA LI DiPLr ING. C. O. BOECK E R
6670 ST.IHGBERT(SAAR), ENSHEIMERSTR.48 Z O 4 U 0 I j
Anmelder: 667 St. Ingbert, den 9. Aug. 1973
Beloit Corporation B 63 - Boe-As
Beloit, Wisconsin, USA
"Biasform-Anlage zur Herstellung von Behältern
aus Kunststoff-Rohrabschnitten, insbesondere Austrage-Vorrichtung dafür"
Die Erfindung betrifft eine Blasform-Anlage zur Herstellung von
Behältern aus Kunststoff-Rohrabschnitten in einer geteilten Form, aus der das Fertigerzeugnis nach dem Öffnen der Form in
eine Aufnahme wegführbar ist. Die Rohrabschnitte werden, wie bekannt, in einem Ofen erwärmt, der Blasstation zugeführt und
dann in das Fertigerzeugnis verformt. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Austrage-Vorrichtung für eine derartige Blasform-Anlage.
Zahlreiche Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, flüssige Seifen und dergleichen werden derzeit in bruchfesten Behältern, sogenannten
Plastikflaschen verpackt und verkauft. Solche Behälter, die gewöhnlich aus einem Polyolefin wie Polypropylen bestehen, werden
üblicherweise unter anderem in der Art hergestellt, daß man das Material zu einem gestreckten endlosen Rohr extrudiert. Abgeteilte
Rohrabschnitte, die entsprechend der Glasverarbeitung
auch als Külbel bezeichnet werden können, werden durch Blasverfahren zu Plastikflächen oder ähnlichen Behältern geformt.
Da die Rohrabschnitte zwecks Weiterverarbeitung zu Flaschen heiß sein müssen, überführte man in den Anfängen dieser Verarbe.'.tungstechnik
die Rohrstücke unmittelbar nach ihrer Herstellung aus dem Extruder in noch heißem Zustand direkt in
di 3 E. las formmaschine, wo sie in die erwünschte Forir. gestreckt
unö verformt worden sin.I. Es hat sich jedoch als unzweckmäßig
erwiesen, das Herstüll ungsver-fahrsn der Rohrstücke und das Verrahr';n
der Herstellung von Fj ο frühen aus den Rohrstücken unbe-
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dingt miteinander zu vereinigen. Im Gegenteil hat es sich als zweckmäßiger erwiesen, beide Vorgänge voneinander zu trennen.
Auf diese Weise können die Rohrabschnitte zu jeder beliebigen späteren Zeit zu Flaschen verformt oder als Rohlinge an andere
geeignete Produktionsstatten verkauft warden, in denen die
Möglichkeit zur Herstellung der Polypropylen-Rohrabschnitte nicht vorhanden sind.
Aus der Trennung dieser beiden Funktionen ergibt sich, daß das
Verfahren zum Blasformen von Flaschen von kalten Rohrabschnitten ausgehen muß, die dann aufgeheizt werden. Demzufolge läßt
sich diese Technik als Verfahren mit kalten Rohlingen bezeichnen.
Eine weitere Verfahrensweise in der Herstellung von Fertigerzeugnissen
aus vorgefertigten Rohrformen ist in der OS 2 133 532 beschrieben.
Hiernach können die Rohlinge in Gestalt von Scheiben vorgefertigt werden. Diese Scheiben werden aus einer extrudierten
Flachbahn ausgestanzt. Diese Rohlinge können auch teilweise als Konkavescheiben ausgebildet sein und werden bei der Blasverformung
beispielsweise zur Herstellung von Krügen mit großer Mundöffnung benutzt.
In der OS 2 101 608 ist eine B las form-AnI age zur Herstellung von
Behältern aus vorgefertigten Rohrabschnitten nach der Technik des Verfahrens mit kalten Rohlingen beschrieben, bei der die in
dem Ofen erwärmten Rohrabschnitte durch eine Übergabe- und Greifvorrichtung
direkt vom Ofen zur Blasstation übergeben werden, in der der Boden des Rohrabschnittes festgehalten, der Rohrabschnitt
gestreckt und dann in der geschlossenen Form durch Einblasen von Druckluft in ein Fertigerzeugnis überführt wird. Die Fertigartikel
werden aus der geöffneten Blasform in folgender Weise ausgetragen: Sobald die Formhälften voneinander getrennt sind, wird der fertige
Behälter durch einen aufwärts gerichteten Luftstrom aufwärts in ein Austrage-Saugrohr angehoben, dessen öffnung unmittelbar über
der Blasform angeordnet ist. Obwohl eine solche Aushragevorrichtung
sich in mancher Hinsicht als zufriedenstellend erwiesen hat,
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wurden inzwischen einige Nachteile festgestellt. Einer dieser Nachteile besteht darin, daß das Austrage-Saugrohr nicht ständig
in der Stellung über der Blasform bleiben kann. Es muß bei jedem Arbeitsspiel seitlich weggeschwenkt werden, um dem schwenkbaren
übergabearm zur Heranführung eines neuen, aufgeheizten Rohrabschnittes Platz zu machen. Dies erfordert einigen Aufwand
hinsichtlich der Synchronisierung der Bewegungen des Übergabearmes und des Saugrohres, was eine mit zusätzlichen Kosten verbundene
Komplizierung bedeutet. Ferner wurde gefunden, daß der kräftige Luftstrom zum Aufwärtsbewegen des Fertigerzeugnisses
in das Austrage-Saugrohr den Boden mancher Fertigerzeugnisse beschädigen kann. Schließlich ist es als Ergebnis des erwähnten
komplizierten und störanfälligen Aufbaues der bekannten Austrage-Vorrichtung zu werten, daß das Austragen von Fertigerzeugnissen
weniger wirtschaftlich als wünschenswert ist,
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Blasform-Anlage hinsichtlich ihrer Austrage-Vorrichtung dahingehend
zu verbessern, daß der Austrage-Vorgang von den Schwenkbewegungen
des Übergabe- und Greiferarmes unabhängig ist. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine in einer im wesentlichen
horizontalen Richtung auf das Fertigerzeugnis eine Kraft ausübende Austrage-Vorrichtung zum Entfernen des Fertigerzeugnisses
aus der geöffneten Form gelöst (Anspruch 1). Vorzugsweise
besteht diese kraftausübende Austrage-Vorrichtung aus Mitteln zur Erzeugung von Luftströmen, die gegen das angelüftete Fertigerzeugnis
gerichtet sind (Ansprüche 2 - 7). Zur neuen Austrage-Vorrichtu:.r
gehören auch rinnen- und rohrförmige Mittel zum Weiterbef ..ern der fertigen Behälter (Anspruch 8 - 11). Eine
Anordnung iieser Transportmittel zwischen der Blasstation und dem Ofen der Blasform-Anlage und die dafür notwendige Lage der
Antriebsmittel für den Formverschluß sind Gegenstand des Anspruches 12. Diese Lagebestimmung ermöglicht es nach Anspruch 13,
die Abfallteile der Rohrabschnitte beim Zurückschwenken der Übergabe-
und Greifvorrichtung in eine Austrage-Rinne fallen zu
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lassen, aus der die Fertigerzeugnisse getrennt von den Abfallteilen
und sonstigen Abfallbrocken oder -Krumen weitertransportiert werden.
Vorzugsweise bestehen die kraftausübenden Mittel der Austrage-Vorrichtung
aus einer oder mehreren Luftdüsen genügenden Querschnitts, um einen Behälter abzukippen, so daß er in eine Transportvorrichtung,
vorzugsweise auf eine geneigte Rutsche, fällt. Eine Serie von Luftdüsen ist in der Nähe des Rahmens der Blasstation
angeordnet, d. h. etwa in der Höhe des Bodens des Fertigerzeugnisses. Diese Luftdüsen haben die Aufgabe, den Rahmen von
jeglichen Abfall-Bruchstücken zu säubern. Gleichzeitig soll ein weiterer Luftstrom gegen das obere Teil des Fertigerzeugnisses
gerichtet sein, um dasselbe umzukippen. Die dazugehörigen Düsen können in Höhe dieses oberen Teiles des Fertigerzeugnisses angeordnet
sein und horizontal gegen das Fertigerzeugnis blasen, jedoch ist zusätzlich oder alternativ es auch möglich, daß Düsen
in der Nähe des Rahmens angeordnet sind, die ihren Luftstrom schräg nach aufwärts gegen das obere Teil des Fertigerzeugnisses
richten.
Das auf diese Weise ausgetragene Fertigerzeugnis wird dann von einer geneigten Rutsche aufgenommen, die es in eine Rinne weiterbefördert.
Diese Austrag-Rinne ist so konstruiert, daß sie Abfälle durch einen in seiner Weite einstellbaren Schlitz im
Boden.austreten läßt, die Fertigerzeugnisse jedoch durch eine
Öffnung der Rinne in ein Saugrohr weiterleitet.
Wenn die Austrage-Vorrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung mit einer Blasform-Anlage nach OS 2 101 608 angewendet wird, verläuft
der Schwenkweg der Übergabe- und Greifvorrichtung zwischen dem Ofen und der Blasstation über die geneigte Rutsche hinweg,
so daß beim Rückschwenken in Richtung auf den Ofen zu Abfallteile der Rohrabschnitte fallengelassen werden können, die über
die Rutsche ebenfalls in die Austrage-Rinne transportiert und
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durch deren Öffnung ausgetragen werden. Unter der geneigten Rinne
kann ein Behälter vorgesehen werden, um die Abfallteile und Bruchstücke zu sammeln.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Blasform-Anlage
mit Austrage-Vorrichtung gemäß der Neuerung dargestellt, und zwar
zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Gesamtanlage,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1 in stark vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch die Blasstation
entlang der Linie 3-3 in Fig. 2f
Fig. 4 eine Draufsicht, ähnlich wie in Fig. 1, jedoch in vergrößertem Maßstab, wobei die Formenhälften und
der Rahmen hierfür wie auch der Übergabe-Greifarm zur besseren Klarheit weggelassen sind,
Fig. 5 eine Seitenansicht nach der Linie 5-5 in Fig. und
Fig. 6 eine Seitenansicht/nach der Linie 6-6 in Fig.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ofen 10 zum Erwärmen von Rohrabschnitten.
Einzelheiten dieses Ofens einschließlich der Ladeeinrichtung sowie die Vorrichtung zum Austragen der Rohrabschnitte
aus dem Ofen wie auch Einzelheiten des Übergabe- und Greifarmes
sowie der Blasstation sind in der OS 1 201 608 beschrieben. Der Ofen hat eine Ladestation 11, bei der die Rohrabschnitte in den
Ofen eingeführt werden. Im Ofen ist eine endlose Förderkette 26 vorgesehen, von der ein Teil in Fig. 1 sichtbar ist und die eine
Vielzahl von Rohrabschnitten 27 trägt. Die Rohrabschnitte werden
auf einem endlosen Weg hin und her durch den Ofen bewegt, wobei sie beheizt werden. Die genügend aufgeheizten Rohrabschnitte erreichen
schließlich die Entle.destation 12. An dieser Stelle beweqt sich ein vertikal verstellbarer und um eine Achse 14 schwenk-
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barer Übergabearm 13 abwärts in den Ofen, wo ein aufgeheizter
Rohrabschnitt durch eine Greifvorrichtung ergriffen wird, deren Achse 14a in Fig. 1 dargestellt ist. Der Übergabearm 13 wird
dann angehoben und um die Achse 14 verschwenkt, womit der Rohrabschnitt unmittelbar über den hohlen Dorn 180, der zwischen
den Formenhälften 17, 18 angeordnet ist, transportiert ist. An dieser Stelle wird der Rohrabschnitt abgesenkt und von einer Einrichtung
ergriffen, die nachstehend beschrieben wird.
Die Blasstation ist sowohl in Fig. 1 als auch in Fig.2 und 3
dargestellt. Ein Rahmen 160 hat eine mittige Öffnung, durch die ein hohlgebohrter Dorn 180 aufwärts beweglich ist, um einen
Rohrabschnitt 15 7 am unteren Ende aufzunehmen. Über dem Rahmen sind die Formenhälften 17 und 18 aufeinanderzubeweglich, um sich
um den Rohrabschnitt zu schließen:,, wie sie auch in eine voneinander
getrennte, offene Lage bewegt werden können, wie Fig. 1 zeigt. Die Formenhälften sind mit Armen 19 verbunden, die ihrerseits an
Schlitten 20 befestigt sind, die entlang Schienenführungen 21 in Richtung der Pfeile verschieblich sind. Die Schienenführungen
21 sind an ihren Enden in einem ortsfesten Rahmenteil 22 gehaltert. An den Schlitten 20 greifen Antriebsmittel an, um die Form zu
schließen oder zu öffnen. Die Formverschlußvorrichtung ist in Fig. 1 schematisch als Element 23 dargestellt. Ihr Aufbau ist
beliebig, bsispielsweise können die Antriebsmittel drehbar sein, wie in Fig. 11 und 12 der OS 2 101 608 dargestellt ist. Eine andere
druckmittelbetätigte Formverschlußvorrichtung ist in der US-Patentanmeldung Serial No. 228,048 vom 22. 2. 19 72 offenbart.
In der Nähe des Dorns 180 laufen in bezug auf den Rohrabschnitt verschiedene Vorgänge ab. Zunächst ergreift eine Gewindeformeinrichtung
den unteren Teil des Rohrabschnittes. Diese GewindefoririGinrxchfcung
hat eine Anzahl von Funktionen. Wie der Name schon sagt, formt sie zunächst den unteren Teil des Rohrabschnittes
in ein Gewinde, das das Gewinde am oberen Ende des
• ψ m / <
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fertigen Behälters darstellt. Zweitens arbeiten die Gewindematrizen
mit dem aufwärts bewegten Dorn zusammen, um diesen an seinem unteren Ende festzuhalten, während die Greifvorrichtung
des Übergabearmes 13 aufwärts bewegt wird, um den
Rohrabschnitt vor der Blasverformung zu strecken. Ferner bildet die Gewindeformeinrichtung zusammen mit dem Dorn einen
luftdichten Abschluß am Boden des Rohrabschnittes, wenn bei geschlossener Form Druckluft in das Innere des oben zugedrückten
Rohrabschnittes eingeleitet wird.
Die Gewindeformeinrichtunc; umfaßt nach Fig. 2 und 3 einen Rahmen
16O, der mittels Schrauben oder dergleichen direkt auf dem erhöhten
Rahmen 22 befestigt ist. Entsprechend Fig. 2 enthält die Einrichtung zwei Arme 161 und 16 2, die um eine auch in Fig. 3
sichtbare Achse 163 drehbar sind. Eine Gewindeform-Matrize 164 ist mit einer halbkreisförmigen Ausnehmung im Arm 161 verbunden
und dort durch eine Schraube 166 gehaltert, die sich durch den Arm 161 hindurcherstreckt. Eine zweite Halbmatrize 165 ist in
einer halbkreisförmigen Ausnehmung des Arms 16 2 durch eine Schraube
167 gehaltert. Die beiden Arme 161 und 162 werden durch eine Vorrichtung gegeneinander gedrückt und voneinander wegbewegt, die
derjenigen zum Schließen und Öffnen der Formhälften 17, 18 entspricht.
In der Gewindeformeinrichturig sind zu diesem Zweck zwei gekrümmte Hebel 168 und 169 vorgesehen, die über einen Zapfen
an dem Arm 161 bzw, über einen Zapfen 172 an dem Arm 162 angelenkt sind. Unterhalb der Hebel 168 und 169 befindet sich eine
drehbare Scheibe 174, die zwei Vorsprünge 175 und 175' aufweist, welche die Drehbewegung im Uhrzeigersinn bzw. im Gegenuhrzeigersinn
bei Anlage an einem Anschlag 176 begrenzen. Der Hebel 168 ist mittels eines Schwenkzapfens 171 und der Hebel 179 mittels
eines Schwenkzapfens 173 mit der Scheibe 174 verbunden. Auch hier wirkt nur ein kleiner Teil der Kraft, welche die Arme 161
und 162 auseinander zu bewegen versucht, in der Richtung, die zum Öffnen des KnebelVerschlusses notwendig wäre. Die Drehbewegung
der Scheibe 174 erfolgt durch einen Motor 177 (Fig. 2).
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In der Gewindeformeinrichtung ist ferner ein senkrecht beweglicher
Dorn vorgesehen, sowie eine Einrichtung zur Einführung von Druckluft, wenn die Formenhälften geschlossen sind, um den
von der Greifvorrichtung 158 des Übergabearmes 113 gestreckten Rohrabschnitt 15 7 in den fertigen Behälter 158 umzuformen. Der
Dorn 180 ist aus der in Fig. 2 dargestellten hochgesteuerten Lage bis unterhalb der Öffnung des Fertigerzeugnisses 15 9 absenkbar.
Der Dorn ist an einem Anschlußteil 181 befestigt und von einer Führungsbuchse 183 sowie von einem Verschleißdorn 18
umgeben, der fest im Rahmen 160 gehaltert ist. Eine Leitung 18 führt einem Kanal 185 in dem Anschlußteil 181 Druckluft zu, die
von dort über einen Kanal 186 in den Dorn 180 strömt. Zu bestimmten
Zeiten wird die Leitung 184 und somit die Flasche 159 mit Druckluft beaufschlagt, .
Die senkrechte Bewegung des Dorns 18O erfolgt über einen doppelt
wirkenden Hydraulikzylinder 188, der an seinen Enden mit Drucköl über die Leitungen 189 und 190 beaufschlagt wird. Der Zylinder
ist über eine Stange 187 an einem Anschlußglied 191 befestigt.
Nachdem das Fertigerzeugnis 159 ausgeformt ist, werden die Formenhälften
17, 18 voneinander getrennt. Gleichzeitig wird ein Ventil 36 (Fig. 2), das normalerweise durch eine Feder 37 geschlossen
gehalten wird, durch ein' Solenoid (38), das in Synchronisation mit der Bewegung der Formenhälften arbeitet, geöffnet. Bei geöffnetem
Ventil 36 wird Druckluft von einer Druckluftquelle 39 über die Leitung 35 einem Luftverteiler 30 und über eine Leitung
34 einem oberen Luftrohr 32 zugeleitet, aus dem die Luft durch eine Düse 33 austritt.
Nachdem der Behälter 159 ausgeformt und die Formenhälften 17, voneinander getrennt sind, schwenken die die Gewindematrizen
tragenden Arme 161 und 162 ebenfalls auseinander, wobei der Dorn 180 abgesenkt wird. Gleichzeitig wird eine geringe Menge Druckluft
durch die öffnung 186 des Dorns 180 geblasen, gerade genug,
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um den Behälter 159 von der Gewindeformvorrichtung zu lösen. Genau dies ist der Augenblick, in dem das Ventil 36 öffnet,
wodurch aus den Luftdüsen 31 des auf dem Rahmen 160 angeordneten Luftverteilers 30 eine Reihe von horizontal gerichteten
Luftströmen austritt (Fig. 3), die den Bereich des Rahmens 160 von Abfall-Bruchstücken, Krumen oder dergleichen säubern, während
der Luftstrom aus der Düse 33 den Behälter 159 auf eine Rutsche 50 abkippt (Fig. 3 und 6)..
Die Leitung 34, das Luftrohr 32 und auch die Düse 33 können alternativ ersetzt werden durch eine weitere Luftdüse 45, die
auf dem Luftverteiler 30 derart angeordnet ist, daß ihr Luftstrom sich schräg aufwärts gegen den oberen Teil des Behälters 15
richtet, um diesen in der gleichen Weise umzukippen, wie der aus der Düse 33 austretende Luftstrom,
Die geneigte Rutsche 50 und die ihr zugeordneten Elemente zur Aufnahme und zum Weitertransport des Fertigerzeugnisses sind am
besten aus Fig. 4 bis 6 ersichtlich. Die geneigte Rutsche 50 umfaßt eine sich erhebende Seitenwand 51, die zusammen mit einer
senkrechten Seitenwand des Ofens LO auf der gegenüberliegenden
Seite der Rutsche 50 einen Kanal zur Weiterleitung der Fertigerzeugnisse über die Rutsche 50 bildet. An der dem Ofen 10 abgewandten
Seite der Rutsche 50 ist ein sich abwärts erstreckender Flansch vorgesehen, dessen Boden auf der Grundplatte 15 ruht.
Dieser Flansch 52 kann durch Schrauben oder dergleichen fest mit der Seite des Ofens 10 verbunden werden, um die Rutsche 50
in ihrer Lage zu sichern.
Am Auslaufende der Rutsche 50 ist eine quer zur Rutsche verlaufende
Austragerinne 5 3 vorgesehen, die ein inneres geneigtes Bodenteil 54 mit einer an dessen oberem Teil befindlichen Lippe
hat, die sich genau unterhalb des Auslaßendes der Rutsche 50 befindet
und einen ungestörten Fluß der Fertigerzeugnisse und Abfallstücke von der Rutsche 50 in die Rinne 5 3 sicherstellt.
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Die Rinne 5 3 umfaßt ferner ein äußeres geneigtes Bodenteil und eine äußere Anschlagwand 57, gegen die die Fertigerzeugnisse
anstoßen, wenn diese mit hoher Geschwindigkeit die Rutsche 50 verlassen, wodurch sie in die Rinne 53 abfallen. Das
äußere geneigte Bodenteil 56 hat einen Schlitz 58 und einen gleitbeweglichen Deckel 59, mit dem die Weite des Schlitzes
58 verändert werden kann. Diese Öffnung 58 hat die Aufgabe, Abfallstücke passieren zu lassen, wozu der Deckel 59 auf die
zu erwartende Größe der Abfallstücke eingestellt wird. Unterhalb der Schlitzöffnung 58 ist ein Sammelbehälter 63 für die
Abfallstücke angeordnet.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß sich die Austrage-Rinne 53 abwärts bis zu einer Endwand 60 erstreckt, die am unteren Ende
eine öffnung 61 hat. Diese öffnung 61 ist so bemessen, daß Fertigerzeugnisse
passieren können. Die Öffnung 61 geht über in ein Rohr 62 zur Weiterleitung der Fertigerzeugnisse bis zu
einer entfernten Sammelstation. Zweckmäßig wird innerhalb des Austragerohres 62 ein Saugzug erzeugt, um die Fertigerzeugnisse
zur Sammelstation auszutragen.
Die Wirkungsweise der Aus trage-Vorrichtung gemäß der Erfindung
ist folgende:
Nachdem ein im Ofen 10 erwärmter Rohrabschnitt die Übergabestation 12 erreicht hat, wird der Übergabearm 13 abgesenkt, so
daß seine Greifvorrichtung 158 (Fig. 6) einen Rohrabschnitt im
Ofen ergreifen kann. Der Arm 13 wird dann angehoben und um die Achse 14 verschwenkt, bis sich der Rohrabschnitt über dem Dorn
180 befindet. Der Rohrabschnitt wird dann über den in oberer Position befindlichen Dorn abgesenkt, wonach sich die Gewindeformeinrichtung
gegen den Dorn 180 schließt und den unteren Teil des Rohrabschnittes fest ergreift. Daraufhin wird der Übergabearm
13 angehoben, um den Rohrabschnitt zu strecken, wie Fig. 2 zeigt. Daraufhin werden die Forrcenhälften 17, 18 mittels
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der Formverschlußvorrichtung 23 gegeneinander geschlossen. Bei dieser Schließbewegung wird der Rohrabschnitt im oberen
Teil abgetrennt, so daß ein oben geschlossenes Teil innerhalb der Form verbleibt, das an seinem unteren Ende durch
die Gewindeformeinrichtung und den Dorn 180 gehalten ist.
Der Übergabearm 13, der ein Abfallstück des Rohrabschnittes hält, wird daraufhin angehoben und in seine Lage nach Fig. 1
zurückgeschwenkt, währenddessen die Greifvorrichtung 158 geöffnet wird, um einen Abfallrest fallen zu lassen, wena der
Arm 13 über die Rutsche 50 schv/enkt. Dieser Abfallrest kann durch die Schlitzöffnung 58 in den Behälter 63 abgleiten.
Inzwischen wird bei geschlossener Form Druckluft durch die öffnung 186 des Doms 180 in das Innere des Rohrabschnittes
eingeleitet, um dieses in das ?ertigerzeugnis 159 umzuformen. Daraufhin werden die Formenhälften geöffnet, der Dorn 180 abgesenkt,
die Gewindematrizen 164, 165 getrennt und eine geringe Luftmenge durch den Dorn 180 geblasen, um den Behälter 159
gerade soweit anzulüften, daß er von der Gewindeformeinrich-,
tung frei ist.
Daraufhin wird das Ventil 36 geöffnet, womit Druckluft durch die Düsen 31 geblasen und der Bereich des Rahmens 160 von Abfallbrocken
und Krumen gesäubert wird. Der durch die Düse 33 (oder 45) austretende Luftstrom kippt den Behälter 159 auf die
geneigte Rutsche 50 um, der dann in die Austrage-Rinne 53
fällt und durch die öffnung 61 in das Saugrohr 62 gelangt.
- Patentansprüche -
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Claims (13)
- PATENTANWALT DIPLrING. C. O. BOECKER6670 ST.INGBERT(SAAR), ENSHEIMEBST R. 48 234051 1JlBeloit Corporation 667 St. Ingbert, den 9. Aug. 1973BeJ1OIt, Wisconsin, USA B6 3~Boe-AsPATENTANSPRÜCHE1/ Blasform-Anlage zur Herstellung von Behältern aus Kunststoff-Rohrabschnitten in einer geteilten Form, aus der das Fertigerzeugnis nach dem Öffnen der Form in eine Aufnahme austragbar ist, gekennzeichnet durch eine in einer im wesentlichen horizontalen Richtung auf das Fertigerzeugnis (159) eine Kraft ausübende Austrage-Vorrichtung (31-39) zum Entfernen und Weiterleiten des Fertigerzeugnisses aus der geöffneten Form (17, 18).
- 2. Blasform-rAnlage nach Anspruch 1, mit einem die Blasform tragenden Rahmen, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigerzeugnis (15 9) in horizontaler Richtung von dem Rahmen gegen die Aufnahme zu wegführbar ist.
- 3. Blasform-Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftausübende Austrage-Vorrichtung aus einer Düsenanordnung (33, 45) zur Erzeugung von gegen das Fertigerzeugnis (15 9) gerichteten Luftströmen besteht.
- 4. Blasform-Anlage nach Anspruch 3, bei der durch einen hohlen Dorn Druckluft in den zu verarbeitenden Rohrabschnitt einblasbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich auch bei geöffneter Form (17, 18) in das Fertigerzeugnis Luft einblasbar ist, um das Fertigerzeugnis frei vom Rahmen (160) der Blasform anzulüften, bevor es ausgetragen wird.409809/0922
- 5. Blasform-Anlage nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch erste Düsen (31) in der Höhe des Rahmens (160), durch die quer zum Rahmen Luft geblasen wird, um diesen zu säubern, und durch zweite Düsen (33 oder 45), die ihren Luftstrom auf den oberen Teil der Fertigerzeugnisses (15 9) richten, um es gegen die Aufnahme umzukippen.
- 6. Blasform-Anlage nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch zweite Düsen (33) in der Höhe des oberen Teiles des Fertigerzeugnisses.
- 7. Blasform-Anlage nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch zweite Düsen (45) in gleicher Höhe wie die ersten Düsen (31), die ihren Luftstrom schräg aufwärts auf den oberen Teil des Fertigerzeugnisses richten.
- 8. Blasform-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme für die ausgetragenen Fertigerzeugnisse eine Austragerinne (5 3) ist.
- 9. Blasform-Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die geneigte Austragerinne (5 3) eine bodenseitige Abfall-Öffnung (58) zum Durchlass von Abfällen hat.
- 10. Blasform-AnIage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfall-Öffnung (58) in ihrer .Weite einstellbar ist.
- 11. Blasform-Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragerinne (5 3) ausgangsseitig eine Öffnung (61) hat, der^gegenüber die öffnung eines Austragerohres (62) zum Weiterleiten der Fertigerzeugnisse angeordnet ist.409809/0922
- 12. Blasform-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formverschlußmittel (168, 169) auf der dem Ofen (10) zum Erwärmen der Rohrabschnitte (27) abgewandten Seite des Weges der Relativbewegung der Formenhälften (17/18) angeordnet sind, so daß der Zwischenraum zwischen den geöffneten Formenhälften gegen den Ofen offen ist, wobei die eine Austragerinne (5 3) umfassende Austrage-Vorrichtung zwischen der Blasstation und dem Ofen angeordnet ist.
- 13. Blas form-Anlage nach Anspruch 12 mit einer schwenkbaren Übergabe- und Greifvorrichtung zum Transport der Rohrabschnitte vom Ofen zur Blasstation, zum Strecken der Rohrabschnitte vor der Blasverformung und zum Wegschaffen des beim Schließen der Eorm abgetrennten oberen Abfallrestes eines Rohrabschnittes, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg der Greifvorrichtung (158) über die Austrage-Vorrichtung (5O, 5 3) führt und die Greifvorrichtung auf ihrem Rückweg zum Ofen (10) hin aufsteuerbar ist, um die Abfallreste fallen zu lassen.409809/0922
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