DE2237801B2 - Impfgerät - Google Patents
ImpfgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Impfgerät mit einem zur Aufnahme des Impfstoffes bestimmten Kopf mit nach
vorn abstehenden Zinken, deren äußere Begrenzungsfläche Teile einer gemeinsamen Kegelmantelfläche bil
det.
Bei einem bekannten Impfgerät dieser Art (US-PS 3 194 237) sind am Kopf desselben zwei flache Gabelzinken
vorgesehen, zwischen die der Impfstoff eingebracht wird. Das bekannte Impfgerät ist daher in erster
Linie als Eindrücknadel zu verwenden, da, falls das bekannte Gerät zum Skarifizieren benutzt werden soll,
genau darauf geachtet werden muß, daß das Impfgerät in einer bestimmten Stellung zur Haut gehalten wird,
nämlich mit den Flachseiten der Gabelzinken parallel zur Haut. Hinzu kommt, daß auch das bei der Skarifiziertechnik
übliche Abstreifen des auf den Außenflächen der Zinken befindlichen Impfstoffes in die Schürfwunde
wegen der abgeflachten Zinkenausbildung Schwierigkeiten macht.
Bekannt sind ferner reine Eindrück-Impfgeräte, die
eine Mehrzahl von einzeln konischen Zinken aufweisen, deren äußere Begrenzungsflächen jedoch keine gemeinsame
Kegelmantelfläche bilden (GB-PS 974 614 und 1 107 410). Zur Anwendung der Skarifiziertechnik
eignen sich diese Geräte daher nicht, einmal weil dabei eine Mehrzahl von Schürflinien entstehen und zum anderen
ein Abstreifen der Außenflächen der Zinken zur optimalen Ausnutzung des Impfstoffes nicht möglich
ist.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Impfgerätes der in Rede stehenden Art, welches vornehmlich
als Skarifiziergerät verwendet werden kann und dabei im wesentlichen nur eine strichformige Hautschürfung
ergibt sowie eine optimale Ausnutzung des Impfstoffes ermöglicht, ohne besonders auf die Stellung
der am Kopf des Impfgerätes angeordneten Zinken zur Haut achten zu müssen, wobei ferner das Gerät für
eine automatische Füllung geeignet ausgebildet sein soll.
Bei einem Impfgerät der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß mindestens drei der vorbeschriebenen Zinken vorgesehen sind, d. h. solche, deren äußere Begrenzungsflächen
Teile einer gemeinsamen Kegelmantelfläche bilden.
Auf Grund dieser Ausbildung ist es möglich, den Kopf des Impfgerätes in jeder beliebigen Stellung über
die Haut zu führen und dabei nur eine im wesentlichen gleichbleibende strichformige Hautschürfung zu erzeugen,
wobei derjenige Impfstoff, der sich zwischen den Zinken befindet, infolge seiner inneren Koherenz herausgezogen
und in die Schürfwunde geleitet wird, worauf dann anschließend das Gerät, unter Drehen um seine
Längsachse nochmals über der Schürfwunde abgestreift werden kann, so daß auch derjenige Impfstoff,
der sich auf den äußeren Mantelflächen der Zinken befindet, in die Schürfwunde gelangt.
In Weiterbildung der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, wenn der Kopf des Impfgerätes einen die Zinken
tragenden Halter aufweist, wobei zwischen den Zinken und dem Halter eine Absetzung vorgesehen ist.
Auf Grund dieser Ausbildung kann zur maschinellen Aufbringung des Impfstoffes eine Einfülldüse auf die
Zinken und eine bestimmte Menge des Impfstoffes auf den durch die Zinken gebildeten Kegel aufgebracht
werden, wobei sich die Stirnseite der Einfülldüse gegen die Absetzung zwischen dem Halter und den Zinken
abstützt.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
F i g. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Impfgerätes mit abgezogener Schutzhülse im Schnitt
und in
F i g. 2 eine Vorderansicht des Gerätes ohne Schutzhülse.
Das Impfgerät besitzt einen Stiel 1 und einen axial angesetzteil Kopf 2 von kleinerem Durchmesser, so
daß sich /wischen diesen beiden Teilen eine Schulter 3 bildet. Der Kopf 2 besteht aus einem zylindrischen Hai
ter 4, der über eine Absetzung 5 in einen spitz zulaufenden Konus 6 übergeht. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Konus 6 durch zwei senkrecht gegeneinanderliegende
Schlitze 7 in vier zangenartig angeordnete Zinken 8 unterteilt.
An Stelle der vier Zinken könnten auch deren drei oder mehr als vier vorgesehen sein.
Die Schutzkappe 9 besitzt eine innere Schulter 10, welche dazu bestimmt ist, so weit über den Halter geschoben
zu werden, bis die Schulter 10 gegen die Absetzung 5 ansteht, in welchem Fall duich den Schutzkappenboden
11 und den zwischen ihm und der Schulter 10 liegenden Teil der Kappeninnenwand eine die
Zinken 8 gegen äußere Einflüsse schützende Haube gebildet wird.
Zwischen die vier Zinken 8 wird maschinell eine Dosis Impfstoff eingegeben und anschließend die Schutzkappe
9 über den Kopf 2 geschoben. In dieser Form kann das Impfgerät an die behandelnden Ärzte abgegeben
werden, welche dank der beschriebenen Ausbildung des Kopfes 2 bzw. der Zinken 8 nach Abzug der
Schutzkappe die Möglichkeit haben, das Gerät sowohl als Skarifizierinstrument als auch als Eindrückinstrument
zu verwenden, indem die freien Zinkenenden nicht nur der Halterung des Impfstoffes, sondern
gleichzeitig auch als Impfspitzen dienen.
Das Impfgerät eignet sich vorzüglich dazu, als Massenartikel hergestellt zu werden, der nach Gebrauch
weggeworfen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Impfgerät mit einem zur Aufnahme des Impfstoffes bestimmten Kopf mit nach vorne abstehenden
Zinken, deren äußere Begrenzungsfläche Teile einer gemeinsamen Kegelmantelfläche bildet, d a durch
gekennzeichnet, daß mindestens drei solcher Zinken (8) vorgesehen sind.
2. Impfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (2) einen die Zinken (8) tragenden
Halter (4) aufweist, wobei zwischen den Zinken (8) und dem Halter (4) eine Absetzung (5)
vorgesehen ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Legal Events
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