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DE2235668A1 - Bindermasse - Google Patents

Bindermasse

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Publication number
DE2235668A1
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DE
Germany
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resin
binder
sand
catalyst
parts
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DE2235668A
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DE2235668B2 (de
DE2235668C3 (de
Inventor
Calvin Keith Johnson
Robert Anton Laitar
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Unilever Bestfoods North America
Original Assignee
Unilever Bestfoods North America
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/16Halogen-containing compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
DR. MOLLER-BOR* - DR. MANITZ ■ DR. DEUFEL ο O O C C C O
0IPL-ING1FINSTERWALD-DiPL-IMaGRAMKOW ZZOOODO
8 MÜNCHEN 22, ROBERT-KOCH-STR. 1 λ
TELEFON 225110 * 2 O. JU|j 1972
GPG INTxI^iNATIONAL Inc.
International Plaza
EngLeviood Cliffs, New Yersey 07632
US-A--
Bindermasse
PRIORITÄT ί USA vom 20.7.1971 Serial No. 164 458
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bindermasse auf Kunstharzbasis.
In der Giessereitechnik sind Verfahren, bei denen Schalen-Formen und -kerne aus Sand und Harzbindern verwendet werden,bekannt. Üblicherweise wird dabei in der Weise verfahren, dass die. Sandteilchen mit einer kleinen Menge von wärmehärtbarem Harz' vermischt werden, das Gemisch in gewünschter Weise verformt und das Harz in dem Gemisch durch Erwärmen der verformten Masse auf erhöhte Temperatur gehärtet wird. Die Formen oder Kerne, die auf diese Weise erhalten werden, sind von gleichmässiger Härte, um geschmolzenes Metall zu formen und einen Metallguss zu erhalten.
Besonders vorteilhaft sind Giessereikerne und -formen, die nach dem"Hot Box»-VerfahrenNhergestellt werden, wobei der Sand und das Bindemittel in eine erhitzte Form gebracht, gehärtet und aus der Form entfernt werden, weil der Prozess mit grosser Geschwindigkeit durchgeführt werden kann. Die wichtigsten Harzbinder, die bisher beim Hot Box-Verfahren verwendet werden, sind Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-Harze oder Furfurylalkohol-Harnstoff-Formaldehyd-Harze. In Gegenwart eines sauren Katalysators, wie Ammoniumchlorid, Eisen(III)chlorid. und Eisen(III)sulfat, härten diese Harzsysteme schnell und ergeben hohe Zugfestigkeiten ( Tensile Strengths) . Beispiele des Hot Box-Ve*-
fahren und geeignete Bindermassen werden in den US-Patenten 3 059 297 und 3 480 573 beschrieben. Die hierbei verwendeten Bindersysteme sind bei vielen Herstellungsverfahren brauchbar, die bei hoher Geschwindigkeit ablaufen und bei denen hohe Prozentsätze an Stickstoff aus Harnstoff und Ammoniumsalzen nicht zu Schwierigkeiten führen. Bei bestimmten Arten des Metallgusses können hohe Prozentsätze an Stickstoff jedoch zu Gaseinschluss en und anderen Fehlern der Gusstiicke führen. Im allgemeinen sind Gusstiicke aus Stahl empfindlich gegenüber Stickst offeinschlössen.
Es sind bereits Harzbinder-Systeme, die keinen Stickstoff enthalten, bekannt. So wird beispielsweise in dem US-Patent 3 184 814 ein Harzbinder auf der Basis von Furfurylalkohol, Phenolharz und Schwefelsäure als Katalysator zur Verwendung für Formmassen in der Giesserei beschrieben. Dieses Harzbinder-System ist jedoch bei Herstellungsvorgängen, die bei hohen Geschwindigkeiten ablaufen, nicht geeignet, weil es sich nicht schnell zu hohen Druckfestigkeiten härten lässt.
Ein für den Hot Box-Prozess geeigneter Binder muss schnell aushärten, und er muss stickstoffrei sein oder darf nur kleinere Mengen an freigesetztem Stickstoff im Vergleich zu den konventionellen Hot Box-Harzbinder-Systemen enthalten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Harzbindermasse, die für die Verwendung für Giessereiformen geeignet.ist und die einen verminderten Gehalt an Stickstoff oder gar keinen Stickstoff enthält. Die neue Bindermasse besteht aus (a) etwa 85 bis etwa 99,5 Gew.-Teilen harzbildenden Bestandteilen auf der Basis von Furfurylalkohol und Phenol-Resolharz, wobei das Gewichtsverhältnis von Furfurylalkohol zu Phenol-Resolharz etwa 0,05 : 1 bis 1,2 : 1 beträgt j (b) etwa 0,5 bis 15 Gew.-Teilen Katalysator-Bestandteil auf der Basis von Zinn(IV)-chlorid, Zinn(II)-chlorid oder Mischungen hiervon; und (c) einer
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Wasaermenge, die wenigstens ausreicht, um den Katalysator zu lösen.-Wie überraschenderweise gefunden wurde, verleiht der besondere Katalysator, der in dieser Kasse verwendet wird, den Bindern die Eigenschaft, besonders schnell zu hoher Druckfestigkeit zu härten. ' . ■
Die neuen Bindermassen sind besonders geeignet für die Herstellung von Schalenformen und -kernen. Vorzugsweise beträgt das Gewichtsverhältnis von furfuryl alkohol zu I'henol-Resolharz in der Ilarzmasse etwa 0,1 : 1 bis 0,8 : 1, und vorzugsweise wird der Katalysator der Binderinasse in einer Menge von etwa 1 bis 10 Gew.-Teilen, bezogen auf Bindermasse, zugesetzt.
Für die Durchführung der Erfindung eignen sich bekannte Phenol-Resolharze. Derartige Phenol-Resolharze können durch Umsetzung von einem oder mehreren Molen Formaldehyd je Mol Phenolkomponente in Gegenwart eines basischen Katalysators, wie Natriumhydroxid, erhalten werden. Geeignete Phenolverbindungen sind beispielsweise Phenol, o-Kresol, m-Kresol, bi-Phenol-A, p-t-Butylphenol. Vorzugsweise wird Phenol verwendet* Das bevorzugte Verhältnis von Formaldehyd zu Phenolverbindung beträgt auf Kolbasis von etwa 1,5 : 1 bis 3:1. Vorzugsweise wird die Umsetzung bei erhöhter Temperatur, beispielsweise im Bereich von etwa 550G bis 900G, durchgeführt. Wenn sie nicht unterbrochen wird, schreitet die Reaktion zwischen der Phenolverbindung und dem Formaldehyd unter Vernetzung zu einer Gelstruktur fort . Durch Kühlen des Reaktionsgemisches kann man jedoch den Reaktionsablauf verlangsamen, und zweckinässigerweise wird die Umsetzung kurz vor dem Erreichen des Gelierungspunktes beendet. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Phenol-Resolharze besonders geeignet, bei denen die Vernetzungsreaktion vor der Beendigung unterbrochen worden ist, so dass das Harz eine Wasserverdännbarkeit grosser als 100$aufweist. Geeignete Phenol-Resolharze können beispielsweise eine Wasserverdünnbarkeit von etwa 150$ bis 5000$ oder mehr aufweisen. Auch' wai3:.;erlösliche Phenol-ReGolharze, die eine besonders niedrige Wasnerverdünnbarkeit aufweisen, sind für die erfindungsgemassen Binder massen geeignet. '
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~4~ 2^35668
Die Wasserverdünnbarkeit von Phenol-Hesolharzen in Gevv.-$ wird wie folgt definiert :
Wassergewicht
$ Wasserverdünnbarkeit = — χ 1ÖÖ ,
Harzgewicht
worin "Wassergewicht" die Wassermenge bedeutet, die erforderlich
ο "'■
ist, um bei einer bestimmten Menge Harz bei 25 G eine Trübung oder einen Niederschlag zu bewirken, und "Harzgewicht" die Gewichtsmenge Harz bedeutet, die bei der Bestimmung verwendet wird.
Wenn die Vernetzungsreaktion bis zu dem gewünschten Ausmass fortgeschritten ist, wird das pH des Gemisches vorzugsweise auf etwa 6 bis ö eingestellt.
Für die erfindungsgemässe Verwendung eignen sich monomerer Furfurylalkohol und seine Polymeren mit niedriger Viskosität, beispielsweise Polymere mit einer Viskosität unter 500 centipoises.
Der erfindungsgemässe Katalysator-Bestandteil wird vorzugsweise in Form einer Lösung von etwa 5 bis etwa 35 Gew.-?Sf vorzugsweise von 10 bis 25 Gew.-^ Zinn(lV)-chlorid, Zinn(IIJ-chlorid und Mischungen hiervon, und restlich Wasser angewendet. Bevorzugt werden wässrige Lösungen von Zinn(IV)-chlorid verwendet* Zusätzlich zum Katalysator können bis zu 5 Gew.-j£, bezogen auf Katalysator, einer starken Säure zugesetzt werden. Der Zusatz einer starken Säure kann besonders dann vorteilhaft pein, wenn die Bindermasse als Binder für Sand verwendet werden soll, der einen hohen Säurebedarf hat. Geeignete starke Säuren sind beispielsweise Oxalsäure, Sulfaminaäure und Phosphorsäure.
In Abwesenheit eines Katalysators verhält aich ein Gemisch aus Phenol-Resolharz und Furfurylalkohol , der harzbildende Bestandteil der erfindungagemUssen Bindermasse, relativ stabil, und für die technische Verwendung härtet er zu langsam aus. Überraschenderweise wurde gefunden, dass der besondere erfindungsgemäsce Katalysator-Bestandteil, wenn er mit den Phenol-Resolharz- und Furfurylalkohol-Komponenten angewendet wird, zu
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Bindermassen führt, welche besonders schnell zu hohen Druckfestigkeiten aushärten. Da der Katalysator-Bestandteil das Aushärten der harzMldenden Bestandteile fördert, werden die "beiden Komponenten in der Praxis Ms- kurz vor der Verwendung getrennt gehalten.
Die erfindungsgemässen Bindermassen sind für zahlreiche Anwendungszwecke geeignet. Beispielsweise können die Massen zum Binden teilchenförmigen Materials, wie Sand, verwendet werden, um harte Strukturen zu bilden, und für Papierverleimungen. Besonders geeignet sind die Bindermassen zur Herstellung von Giessereikernmassen, die für Giessereikerne und -formen nach dem Hot Box-Verfahren hergestellt werden.
Die neuen Giessereikernmassen mit den erfindungsgemässen Bindermassen werden in der Weise erhalten, dass die Bindermasse und Sand vermischt werden. Üblicherweise geeignete Giessereikernmassen werden durch Vermischen von etwa 0,5 bis etwa 4 Gew.-?£, vorzugsweise von etwa 1 bis etwa, 3 Gew.-$ , bezogen auf Sand,' der erfindungsgemässen Bindermasse mit Sand erhalten, wobei der Sand mit der Bi.ndermasse überzogen wird.
Hinsichtlich der praktischen Durchführung können geeignete Giessereikernmassen auf verschiedenen Wegen erhalten werden. Beispielsweise kann die Giessereikernmasse in einem einstufigen Prozess durch Hinzufügen der Bindermasse zum Sand und Vermischen der Komponenten erhalten werden, um zu einem über-.zogenen Sand zu gelangen. Geeignete Giessereikernmassen können aber auch in einem zweistufigen Prozess erhalten werden. Bei einem solchen Prozess kann man so verfahren, dass man zunächst die Phenol-Hesolharz- und Furfurylalkohol-Komponenten der Bindermasöe mit Sand vermischt und in einer zweiten Stufe den Katalysator-Bestandteil zusetzt. In ähnlicher Welse kann bei einem anderen zweistufigen Prozess verfahren werden , wobei zunächst ein Gemisch aus Sand und einem geeigneten Katalysator
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in geeigneter Menge hucgeateilt wird und in einer zweiten Stufe eine geeignete Menge der Phenol-Resolharz- und Furfurylalkohol-Komponenten der erfindungsgemässen ßindermassen hinzugefügt wird. Dieser zuletzt beschriebene Prozess wird in bevorzugter Weise zur Herstellung von Giessereikernmassen angewendet. Bei der Herstellung der Giessereikermassen kann dem Sand eine Menge Wasser zugesetzt werden, was auch gleichzeitig mit dem Zusatz der Bindermasse erfolgen kann, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten, die für das Überziehen des Sandes erforderlich ist. Die geeignete Wassermenge kann zwischen etwa 3?£ und 30 liegen, bezogen auf das Gewicht der harzbildei*.len Bestandteile der Bindermasse. Die Phenol-Resolharz- und Furfurylalkohol-Bestandteile werden dem Sand vorzugsweise in Form einer wässrigen Lösung zugesetzt beziehungsweise in Form eines wässrigen Gemisches, und die Katalysator-Komponente der Bindermasse wird dem Sand ebenfalls bevorzugt in Form einer wässrigen Lösung zugefügt.
Die erfindungsgemäi.ijen Bindermassen können 0 bis 15 Gew.-Jt der Bindermasse an geeigneten Modifizierungsmitteln enthalten. Geeignete Modifizierungsmittel sind Zuckerarten und Harnstoff. Zuckerarten, beispielsweise Glucosesirup und Melasse, können die Kosten reduzieren und die Empfindlichkeit von mit erfindungsgemäss hergstellten Giessereiformen auf der Basis der erfindungsgemässen Bindermas s en gegenüber dem Zusammenfallen verringern. Durch Zusatz von Harnstoff lässt sioh die Druckfestigkeit erhöhen und der Formaldehydgeruch reduzieren, welcher der Bindermasse eigen ist. Besonders geeignet sind Bindermassen, die von 1 0A bis 15 ji, vorzugsweise von 4 H bis 10 $ Harnstoff enthalten. Der Harnstoff wird bevorzugt zusammen mit der Katalysator-Komponente als wässriges Gemisch zugesetzt. Harnstoffhaltige Bindermassen sollten lediglich bei solchen Giesserelprozessen Verwendung finden, bei denen Stickstoff geduldet werden kann.
Di· folgenden Beispiele erläutern einige bevorzugte Aueführungafonnen der Erfindung.
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BEISPIEL 1
Teil A : Harzbildende Bestandteile
Ein Phenol-Resolharz wurde in folgender Weise hergestellt : Es wurde eine Mischung aus 836 Teilen Phenol, 2164 Teilen einer 37^-igen wässrigen Formaldehydlösung und 16,7 Teilen einer 50^-igen wässrigen Natriumhydroxidlösung angesetzt« Die Mischung wurde auf eine Temperatur von 70 G erwärmt und 4 Stunden lang "bei dieser Temperatur gehalten. Dann wurde sie auf 400G gekühlt, und das pH wurde durch Zusatz von Chlorwasserstoffsäure auf 7»2 eingestellt. Anschliessend wurde die Mischung bei einer Temperatur von 450G bis 500G unter Vakuum zu einem wässrigen Resolharz-Gemisch mit einem Wassergehalt von 20 $> entwässert. Das erhaltene Gemisch hatte einen Brechungsindex von 1,550 und eine Viskosität von 2.000 cps. Das gebildete Phenol-Resolharz wies eine Wasserverdünnbarkeit über 100 # auf.
319 Teile dieses Gemisches mit einem Gehalt von 255 Teilen Phenol-Resolharz wurden mit 150 Teilen Furfurylalkohol vermischt, um einen harzbildenden Bestandteil einer erfindungsgemässen Bindermasse zu erhalten.
Teil B : Katalysator-Bestandteil
12 Teile Zinn(IV)-chlorid wurden mit 88 Teilen Wasser vermischt, um eine wässrige lösung eines Katalysators für eine erfindungsgemäsae Bindermasse zu erhalten. Wenn dieser Katalysator mit dem harzbildenden Bestandteil von Teil A vermischt wird, wird eine erfindungsgemässe Bindermasse erhalten.
Teil G ; Bekannter Katalysator
12 Teile Ammoniumchlorid wurden mit 88 Teilen Wasser vermischt, um eine wässrige Lösung zu erhalten. Amiaoniumchlorid zählt nicht zu den erfindungsgemässen Katalysatoren. Es wurde für Vergleichszwecke herangezogen, um die Vorteile der Erfindung zu demonstrieren.
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Teil "!' : GiesGereikernmasse
Ks wurde in der Weise eine GiesGereikernmasse hergestellt, dass 2,49 kg gewaschener und getrockneter Silica-Sand in das Mischgefäss eines küchenmässigen Mschers gegeben wurden. Der Mischer wurde in Bewegung gesetzt, und es wurde eine abgewogene Menge von 0,0075 kg der wässrigen Zinn(IV)-chloridlösung entsprechend Teil B in das Mischgefäss gegeben. Nach etwa 1 Minute war der Katalysator gleichmässig mit dem Sand vermischt . Dann wurde eine abgewogene Menge von 0,05 kg der wässrigen Lösung der harzbildenden Komponente entsprechend Teil A in das Mischgefäss gegeben. Nach etwa 2 Minuten war der Sand mit dem Harz überzogen. Der erhaltene mit Harz überzogene Sand stellte eine erfindungsgemässe Giessereikernmasse dar.
Mit dieser Giessereikernmasse wurden durch Einblasen der Masse in eine Form für Versuchspresslinge, die auf 219°C erhitzt war, Fonnmuster hergestellt, wobei die Masse verschieden lange gehärtet wurde. Die erhaltenen Presslinge wurden aus der Form entfernt, und es wurde unter Verwendung eines Sand-Täters Universal 700 in der von der American Foundrymen's Society vorgeschriebenen Weise dieDruckfestigkeit bestimmt. Die Druckfestigkeiten im heissen Zustand wurden sofort nach der Herausnahme der Presslinge aus der Form ermittelt. Die Druckfestigkeiten im kalten Zustand wurden nach einer Abkühlungszeit von 30 Minuten bestimmt. Jüie Ergebnisse waren wie folgt :
Härtungszeit Druckfestigkeit impkalten Zustand (s) ( kg/cm )
10 10,9
20 26,0
30 23,2
45 21,1
Härtungszeit Druckfestigkeit im^heiasen Zustand
(s) ( kg/car)
45 4,64
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Teil E : Konventionelle Giessereikernmasse
Es wurde eine Giessereikernmasse in gleicher Weise wie in Teil D beschrieben hergestellt, jedoch wurde an Stelle der in Teil B beschriebenen Zinn(IV)-chloridlösung- die in Teil G beschriebene A»nmoniumchloridlösung verwendet. Der erhaltene mit Harz überzogene Sand stellte keine erfindungsgemässe Giessereikernmasse mit einer erfindungsgemässen Bindermasse dar. Entsprechend Teil D wurden Versuchspresslinge geformt und hinsichtlich der Druckfestigkeit geprüft. Die Ergebnisse waren wie folgt:
Härtungszeit Druckfestigkeit im^kalten Zustand
(s) .( kg/cfli )
10 * 0
20 .0
30 1,41
45 . 1,05
Härtungszeit Druckfestigkeit im9heissen Zustand
(s) . ( kg/cin )
45 0,70
Diese Bindermasse härtete demnach nicht schnell zu hohen Druckfestigkeiten aus wie die erfindungsgemässen Bindermassen.
BEISPIEL 2
Teil A : Harzbildende Bestandteile ·
Ein Phenol-Resolharz wurde in folgender Weise hergestellt : Es wurde eine Mischung aus 700 Teilen Phenol, 1426 Teilen einer 37/o-igen wässrigen Formaldehydlösung und 14 Teilen Calciumhydroxid angesetzt. Lie Mischung wurde auf eine Temperatur von 700G erwärmt und 4 Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten. Darm wurde sie auf 400G abgekühlt, und das pH wurde durch Zuüatz von Chlorwasserstoffsäure auf 7,0 eingestellt. Anschließend wurde die Mischung bei·einer Temperatur von 450G unter Vakuum zu einem wässrigen ilesolharz-Gemisch mit einem
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Wassergehalt von 14 üß> entwässert. Das Gemisch hatte einen Brechungsindex von 1,570 und eine Viskosität von 2.200 cps. Das gebildete Phenol-Resolharz wies eine Wasserverdünnbarkeit über 100 >ί auf.
1400 Teile dieses Gemisches mit einem Gehalt von 1204 Teilen Phenol-Resolharz wurden mit 600 Teilen Furfurylalkohol vermischt, um einen erfindungsgemässen harzbildenden Bestandteil zu erhalten.
Teil B : Katalysator-Bestandteil
12 Teile Zinn(IV)-ehlorid wurden mit 88 Teilen Wasser vermischt, um eine wässrige Lösung eines Katalysators für eine erfindungsgemässe Bindermasse zu erhalten. Wenn dieser Katalysator mit dem harzbildenden Bestandteil von Teil A vermischt wird, erhält man eine erfindungsgemässe Bindennasse.
Teil C ; Giessereikernmasse
Es wurde in der Weise eine Giessereikernmasse hergestellt, dass 2,49 kg gewaschener und getrockneter Silica-Sand in das Llischgefäss eines küchenmässigen Mischers gegeben wurden. Der Mischer wurde in Bewegung gesetzt, und es wurde eine abgewogene Menge von 0,0075 kg der wässrigen Zinn(IV)-chloridlösung entsprechend Teil B in das Mischgefäss gegeben. Nach etwa 1 Minute war der Katalysator gleichmässig mit dem Sand vermischt. Dann wurde eine abgewogene Menge von 0,05 kg der wässrigen Lösung der harzbildenden Komponente entsprechend Teil A in da3 Mischgefäss gegeben. Nach etwa 2 Minuten Mischzeit war der Sand mit dem Harz überzogen. Der erhaltene mit Harz überzogene Sand stellte eine erfindungsgemässe Giessereikernmasse dar.
Mit dieser Gieaaereikernmasse wurden durch Einblasen der Masse in eine Form für Versuchapresslinge, die auf 2190G erhitzt war, Formmuster hergestellt, wobei die Masse verschieden lange gehärtet wurde. Die erhaltenen Presslinge wurden aus der Form
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entfernt, und es wurde unter Verwendung eines Sand-Testers Universal 700 in· der von der American Eoundrymen1s Society vor geschriebenen Weise die Druckfestigkeit bestimmt. Die Druckfes tigkeiten im heissen Zustand wurden sofort nach der Herausnahme der Presslinge aus der iorui ermittelt. Die Druckfestigkei-, ten im kalten Zustand wurden, nach einer Abkühlungszeit von 30 Minuten bestimmt. Die Ergebnisse waren wie folgt :
Härtungszeit Druckfestigkeit im kalten Zustand (s) ( kg/cm^)
10 12,7
HO · 24,6 . '
30 40,8
45 42,2 ■.·
Härtungszeit Druckfestigkeit im heissen Zustand (s) . . ( kg/cur)
45 5,27
Diese erfindungsgemässe Bindermasse härtete demnach· schnell zu hohen Druckfestigkeiten aus.
BEISPIEL 3
Wenn entsprechend Beispiel 2 verfahren wird und an Stelle von Zinn(IV)-chlorid Zinn(II)-ehlorid zum Einsatz kommt, werden ähnliche Ergebnisse erzielt, und es werden Bindermassen und Giessereikernmassen erhalten, die schnell zu ,hohen Druckfestigkeiten aushärten.
BEISPIEL 4
Wenn entsprechend Beispiel 2 verfahren wird und an Stelle von Phenol ö-Krer;ol zum Einsatz kommt, werden ähnliche Ergebnisse erzielt, und es werden Bindermassen und Giessereikerae erhalten, die schnell zu hohen Druckfestigkeiten aushärten.
Sofern nichts anderes erwähnt ist, beziehen sich alle Teil- und l'rosenangaben auf üewichtsbasis.
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Claims (6)

FATENTANSPRÜCHE :
1. Bindermasse, bestehend aus :
(a) etwa 85 bis etwa 99»5 Gew.-Teilen harzbildenden Bestandteilen auf der Basis von Furfurylalkohol und Phenol -Res olharz, wobei das Gewichtsverhältnis von Furfurylalkohol zu Phenol-Resolharz etwa 0,05 : 1 bis 1,2 : 1 beträgt;
(b) etwa 0,5 bis 15 Gew.-Teilen Katalysator-Bestandteil auf der Basis von Zinn(IV)-chlorid, Zinn(II)-chlorid oder· !mischungen hiervon; und
(c) einer Wassenaenge, die wenigstens ausreicht, um den Katalysator zu lösen.
2. Bindermasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Phenol-Resolharz eine Wasserverdünnbarkeit von wenigstens 100$ aufweist.
3. Bindermasse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator Zinn(IV)-chlorid verwendet wird·,
4. Binderinasse nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass sie 1 bis 10 Gew.-Teile Zinn(IV)-chlorid enthält.
5. Binderuiasce nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von Furfurylalkohol zu Phenol-Resolharz etwa 0,1 ; 1 bis 0,8 : 1 betragt.
6. Verv»endung der Binderniasse nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für Sandkernmassen in einer Menge von etwa 0,5 bis 4 Gew.-^i, bezogen auf Sand.
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DE2235668A 1971-07-20 1972-07-20 Katalysator für ein Gießereibindemittel Expired DE2235668C3 (de)

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DE2235668B2 DE2235668B2 (de) 1974-01-24
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