DE2235270A1 - Verfahren zur erzeugung eines faserflors - Google Patents
Verfahren zur erzeugung eines faserflorsInfo
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Description
73 Esslingen (Neckar), Fabrikstraße 9, Postfach 348
Telofon 13. Juli 1972 Stuttgart (0711) 356539
ΡΛ 33 nallä Telegramme Patentschutz
The Kendall Company, 95 West Street, Walpolo
Massachusetts o2o3l, UGA
Verfahren zur Urzeugung eines Fascrflqri
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Urzeugung eines
Faserflors aus eineui an seinem vorderen Unde verziehbaren
Strang aus Textilfase'rn.
Bei den bekannten Verfahren 'zur Urzeugung von Faserflorcn,
dit; ;:ur Harn teilung von ungewebten Stoffen ,.Matten, Garnspulen
und dergleichen dienen, wird eine Menge von Stapel fasern einer Karde, einer Garnette,- einer Air-li\y-Maschine
oder dergleichen zugeführt, die einzelne und kleine Gruppen oder Klumpen von Fasern aus dor Fasermenge
abtrennt und die einzelnen Fasοrklumpen in Gestalt eines
Faserflors zusammenfaßt.
Die bekannten Verfahren zur JJrzeugung derartiger Faserflore
besitzen zumindest zwei ifachteile: erstens worden' die
kunrjtli chan Fasern in Gestalt eines üündels oder Kabels
endloser Filamente erzeugt, die, um als Kardenvorlage zu dienen, durch eine Schneidvorrichtung in Ftinprn von i>t£ipel^
lange /.ersehn it ton werden müssen. Zweitens besteht ein schwerwiegender
Wachtoil darin, daß die oben erwähnton, bekannten ·
Vorrichtungen zur Urzeugung eines Faserflors die Far.orn
nicht vollständig voneinander trennen, sondern kleine
209 8 86/ 1154
BAD
Faserklumpen aus der llauptf asermasse uorausziehon, so daß
die von Karden und Garnetten erzeugte, l-'aserflore ein
flockiges Aussehen besitzen. Darüber hinaus besitzt
ein Faserflor, der aas F a T3 erk lumpe η besteht, nicht die
Festigkeit eines Faserflors, dessen Fanern vollständig
voneinander getrennt und dann zu einem Faserflor vereinigt worden sind.
Aufgabe der Lrfindung ist es, ein Verfahren zur Erzeugung
eines Faserflors aus einem an seinen vorderen :;nde verziehbaren Strang aus Textilfasern zu schaffen, bei dem es
vor der Zusammenf as sang zu dem Faserflor zu einer
vollständigen Trennung der einzelnen Fasern kommt und der Faserflor daher eine gleichmäßige Beschaffenheit
und eine verhältnismäßig große Festigkeit besitzt.
Gemäß der Crfindun-j wird der Faserstrang durch ein offenes
Führungsrohr bewegt., in dem ein Vakuum aufrechterhalten wird, so daß die Fasern des stranges beim eintritt in das
Führungsrohr unter dem Einfluß dos Vakuums verzogen wcruqn,
und der ,'Strom, in weichen sie von tier Luft getragen
werden, bein Durchgang durch das Führungsrohr beschleunigt
und eingeengt wird, während ein gasförmiges itediai:v von
hoher Gesenwindjjkelt, das konzentrisch mit dem Führungsrohr
über dessen Ausgangsende hinweg in derselben Richtung wie die F-'-cern strömt, den Faserstrom weiter beschleunigt
und einengt, wenn die Fasern das Führungsrohr verlassen,
so daß ein von einem gasförmigen iiodiurn getragener Strom
von getrennten Fasern zustandekommt, die aus diesem Strom zu einem Faserflor abgelegt werden.
Das Vorfahren ist somit ein zweistufiges Verfahren, bei dem
die erste wirksame Kraft, durch welche die Fasern von dem Strang getrennt v'erueiyiudurch angreift, daß der Strang
209886/1154
BAD ORlGiNAi
einein £asernverzii.-henden Vakauia ausgesetzt wird, das
am ISingangseude des "Führungsrohrs hergestellt wird. Die
Luftgeschwindigkeit, die infolge des Vakuums in dem
Führungsrohr zustandekommt f liegt vorzugsweise nahe bei der
!Schallgeschwindigkeit oder stimmt mit dieser überein. Der in
dem Führungsrohr gebildete Faserstrom wird sodann weiter auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt," wenn er das
Auslaßende des Führungsrohrs verlassen hat, und zwar mit Hilfe eines zweiten Luftstroms oder anderen.-Stroms eines
gasförmigen Mediums von hoher Geschwindigkeit.
Wenn der Faserstrang drehungsfrei ist, ist es möglich, einen
von der Luft getragenen Strom einzelner getrennter Fasern zu erzeugen, der,■ wenn die 'Durchsatzmenge nicht zu groß
ist, frei von Fascrklurapen ist, indem man den Strang erst
ctm 7vu3(jau'j3ende der; Führungsrohrs einer L'inenguny und
Schwächung unterwirft und dafür sorgt, daß das Führungsrohr über den grüßten Teil seiner Länge von dem -Strang ausgefüllt
ist. Das zweistufige Verfahren gemäß der Erfindung
jedoch, bei dem die Fasern am Eingang des Führungsrohrs
•und auf ihrem Wege durch dieseiiyiliiiiVi vakuum und einer
Einengung ausgesetzt sind bringt eine; gleichmäßigere /2erstreuungdcr
Fasern mit sich, wenn sie in einer Speicher-· kammer verlangsamt und -ausgebreitet v/erden. Weiterhin ist
das erfinduji.jS'jemäße zweistufige Verfahren nicht notwendigerweise
nur für drehungsfreie Faserstränge anwendbar.
209886/1
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der
Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Saugvorrichtung in einem axialen Schnitt,
Fig. 2 das Eintritts- und das Austrittsende des Führungsrohrs der Saugvorrichtung nach Fig. 1 in einem
axialen Schnitt in einer vergrößerten Teildarsteilung,
Fig. 3 ein Diagramm mit einer Anzahl von Kurven, die die
Änderung des statischen Vakuums im Eintrittsende des Führungsrohr« in Abhängigkeit von dem Luftdruck
zeigen,der in dem Lufteinlaß der Saugvorrichtung
herrscht,
Fig. 4 eine Speicherkaiomer in einem senkrechten Schnitt
und
Fig. 5 die Spoicherkammer in einer Vorderansicht.
Die Saugvorrichtung Io gemäß Fig. 1 enthält eine zylindrische
Kammer 15, auf deren Zylinderwand 12 an dem einen Ende eine Einlaßkappe 2o aufgeschraubt ist, die einen sich verjüngenden
Einlaß 18 aufweist und an der ein Führungsrohr 16 befestigt ist, das gleichachsig mit der Kammer 15 angeordnet ist. Das
andere Ende der Kammer 15 trägt eine mit Gewinde versehene Ausgangskappe 24, durch welche ein grader Ausgangsteil
und eine konvergent-divergent gestaltete Düse 23 an der Saugvorrichtung Io befestigt ist. Um die Herstellung zu
vereinfachen, sind das Teil 22 und die Düse 23 getrennte Stücke. Im Betrieb werden sie an einer seitlichen Verschiebung
gegenüber dem Führungsrohrl6 durch den Luftdruck in der Kammer 15 gehindert.
209886/1164
Der Kammer 15 wird.über einen Lufteinlaß 14 Druckluft
zugeführt. Die Länge mit welcher das Führungsrohr 16 über die engste Stelle der Düse 23 hinausragt, ist rait
Hilfe der Schraubkappe 2o einstellbar. Die unter Druck eintretende Luft erzeugt ein ausgebreitetes Vakuum, das
sich zurück durch das Führungsrohr 16 erstreckt und-an
dessen Einlaß 13 ein stetiges Vakuum herstellt. Der Luftstrom der in dem konvergenten Teil 21 der Düse 23. in einen
konvergenten Luftstrom umgewandelt wird, divergiert in dem divergenten Teil 25 als konzentrisch zum Führungsrohr χβ
verlaufender Luftstrom der mit Überschallgeschwindigkeit strömt. . -.
Der Saugvorrichtung wird ein an seinem vorderen Ende verziehbarer Strang 13 zugeführt d,h. ein Band oder ein
Kammzug aus Textilfasern, die im allgemeinen eine Länge von 2,5 cm bis 15,2 oder-2o,3 cm besitzen und in-einem Strang
zusamraen^tjefaßt sind, in welchem die Fasern allgemein
parallel liegen und in welchem sie ausreichend frei sind
von einem gegenseitigen Reibungsangriff durch Verflechtung,.
Drehung oder Kräuselung, so daß durch eine 'aerodynamische
Zugwirkung, die auf das vordere Ende des Stranges ausgeübt wird, einzelne Fasern zum Unterschied von Faserklum]pGn
oder- büschelh ausgezogen werden können.
Wie. Fig. 2 zeigt, wird der Strang 13 bei Λ von umlaufenden
Speisewagen 17 gefaßt und bei B. der Wirkung eines starken
Vakuums cVJögesetzt, das vorzugsweise 3 81 bis 635 mm
Quecksilbersäule betrügt und "am Einlaßende 10 der Saug=*
vorrichtung Io hergestellt ist. Die Wirkung des Vakuums
an dem Punkt B besteht in einer Schwächung des Stranges, so daß der von der Luft getragene Faserstrom,der in das
Führungsrohr 16 eintritt,pro Querschnittneinheit nur ein
Bruchteil dar Fasern enthält, die die Querschnittüoinheit
das unverzcyjenan Stranges 13 aufweist.
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-Jf-
Dadurch, daß die Walzen 17 näher an den Uinlaß des
Führunysrohrs IG herangerückt werden, ist es möglich/
zu erreichen, daß der Einlaß weitgehe 1 mit Fasern angefüllt ist. Dann tritt keine wesentliche Schwächung des
Str£inges während des llauptteils r.eines lieg es durch das
Führungsrohr ein, bis or der Wirkung des Luftstroms ausgesetzt
ist. der aus der Düse 23 austritt und der "nit
hoher Geschwindigkeit über das Auslaßende 28 des Führungsrohrs Iß hinweg und in den Ausgangsteil 22 hinein
strömt. Indem man den Strang aia Linlaß des Führungsrohr
einem ersten aerodynamischen Verzug unterwirft, ist es möglich,eine größere Gleichmäßigkeit der Faserverteilung
in dem Material, das die Saugvorrichtung verläßt und in.
dem Flor, in dem die Fasern schließlich zusatnmengefaßt
werden,zu erreichen.
Der Faserstroat ist frei, um bei C im Führungsrohr 16 weiter
beschleunigt zu v/erden (Fig. 2) . Beim Austritt aus dem
Führungsrohr 16 LstfheL D wiederum dem Luftstrom von
großer Geschwindigkeit ausgesetzt,der in dem divergenten
Teil 25 der Düse 23 erzeugt^wird.
Die Abmessungen und Proportionen an der geeigneten Saugvorrichtung
ändern sich naturgemäß mit der denier-Sahl
des verziehbaren Strangers und mit dar Ausgangsliefermengc,
mit der das Verfahren betrieben werden soll. Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 kann z.U. aus einem /iessingrohr von 3o,5 cm
Länge und mit einem Innendurchmesser von 5 cm bestellen, mit dem ein gleiches Rohrs tuck 14 durch Silberlötung verbunden
ist.
Die Verarbeitung von Fasersträngen von großer denior-^Zahl
zur Urzeugung großer Ausyangslicferniengen erfordert naturgemäß
größere Führungsrohre und größere Saugvorrichtungen. Diese Dimensionierung der Vorrichtung ist jedoch eine
bloße Angelegenheit der Ingeniour-betailurbeit.
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Bei der Berechnung dos Querschnitts der engsten Stelle der
Düse muß naturgemäß die. große Querschnittsfläche um
die Fläche verkleinert v/erden, die das Führungsrohr 16 einnimmt.
Folgende Bauarten dar Saugvorrichtung haben sich als ge- eignet
erwiesen:
A- B C Durchmesser der engsten
Stelle der Düse 15,8 mm 23,4 mm. 14,3 mm
Winkel des divergenten Teils 5,7° 5 7 °- 2 7°
Durchmesser des Ausgangsteiles 22 17,0 mm 3o,5 mm 15,2 ram
Länge des Ausgangsteilcs 22 127 mm 127-nun 127 mm
/vaßendurchuesser des Führanjs-
rohres 16 ' 12,7 mn 25,4 mm 12,7 mm
Innendurchmesser des Führungsrohr es 16 9,7 mm 19,1 ram 9,7 mm
'Wirksamer Oderschnitt der >
engsten Stelle der Düse 2,8 mm 5,ο mm 1,3 r.tn
engsten Stelle der Düse 2,8 mm 5,ο mm 1,3 r.tn
Die Bauart B ist geeignet für die Behandlung von Fasersträngen
bis hinauf zu 5oo ooo den.
Die Saugvorrichtung kann anstatt mit Luft mit Dampf oder
einem anderen Medium betrieben werden.
Die folgenden Erwägungen können allgemein als grundlegende
Richtlinien für c.ie Auswahl einer Saugvorrichtung dienen, die zur Urzeugung eines stetigen Vakuums an ihrem Eintrittsende in der Lage isti
1. LIs können entweder Niederdruck- oder Hochdruck- Saugvorrichtungci)
verwendet werden, wobei die ersteren verhältnis-
— 8 —
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BAD ORIGINAL
mäßiggrößere Luftrnengen erfordern, um eine gegebene
Größe einer Saugvorrichtung zu betreiben.
2. Je größer das Verhältnis der Querschnittsgrüße der Saugvorrichtung zur Querschnittsgröße der Strahlpumpe ist/
v/elche die Saugvorrichtung betreibt, desto höher muß der Luftdruck sein, der erforderlich ist, um ein gegebenes
Vakuum zu erzeugen.
3. Line Saugvorrichtung, die derart ausgelegt ist, daß sie bei einem gegebenen Luftdruck ein größtes Vakuum erzeugt,
sbellt,wie die Kurven in Fig. 3 zeigen, bei einem entweder
höheren oder niedrigerem Luftdruck ein kleineres Vakuum her.
4. Die Energie, die erforderlich ist, um eine gegebene Saugvorrichtung für ein gegebenes Vakuum zu betreiben,
bestimmt sich in erster Linie durch die Querschnittsgröße der Saugvorrichtung. Die Größe dieser' Fläche hängt ihrerseits
in erster Linie von der Größe des Strangs oder der Stränge ab, die zu verarbeiten sind.
5. Das Vakuum, das den Strang in dem Führungsrohr verzieht,
wird am besten in einem statischen Zustand gemessen, da Messungen eines dynamischen oder bewegten Vakuums mit dem
Pitot-Rohr nicht zuverlässig sind, wenn die Luftgeschwindigkeit oberhalb einer Machzanlv. von o,7 liegt. Aus diesen Grunde
wird das im vorliegenden Fall bevorzugte Vakuum von 381 bis 635 mm Quecksilbersäule gemessen,, indem der Eingang des
Führungsrohres durch ein Manometer völlig abgeschlossen und der Luftdruck entsprechend eingestellt wird.
Fig. 3 zeigt das Verhältnis zwischen dem statischen Vakuum und dem JJingamjsluftdruck bei .den drei oben beschriebenen
Saugvorrichtungen A,B und C. Hieraus kann der Fachmann
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den Luftdruck bestimmen, der zur Erzeugung eines größten Vakuums erforderlich ist, wie auch die Luftdrucke
über oder unter diesem optimalen Luftdruck verwendet werden können, um . immer noch in dem bevorzugten Bereich
des statischen Vakuums von 381 bis 635 mm Quecksilbersäule am Eingangsende des Führungsrohrs zu bleiben.
Um die große Geschwindigkeit des Faserstroms auf eine
handsame Geschwindigkeit zu verringern, wird zweckmäßig eine Speicherkaramer vorgesehen, in v/elcher der Strom der
vereinzelten Fasern hineingeblaseri wird. '
Fig. 4 zeigt eine geeignete Speicherkammer bei der die
Seitenwand abgenommen ist. Die Speicherkammer ist in eine obere Kammer 3o, eine mittlere Kammer 32 und eine
untere Kammer 34 unterteilt, die durch Platten 42 und 44 getrennt sind, die sich nicht über, die ganze Länge der
Speicherkammer erstrecken. Ein Boden 4 6 reicht dagegen über die ganze Länge der Kammer hinweg.
Der an seinem vorderen Ende ver'ziehbare Strang. 13 stellt,
nachdem er durch die Speisewalzen 17 auf ein bestimmte's Maß ,gebracht worden ist.und in der Saugvorrichtung Io im
Vakuum verzogen worden ist, einen feinen Faserstrom dar, der durch die Einwirkung des zweiten Luftstroms von
hoher Geschwindigkeit am Auslaß des Führungsrohrs 16 beschleunigt und weiter geschwächt wird. Der sich hierdurch ergebende
doppeltverzogene Faserstrom von hoher Geschwindigkeit,
der aus der Saugvorrichtung Io austritt, wird in der oberen Kammer 3o in einen Strom einzelner getrennter Fasern
zerstreut. Der ΐ-ieg der Fasern, deren Geschwindigkeit abnimmt,
verläuft in Serpentinen, wie dies durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Die hintere Wand 36 und die vordere
Viand 3 8 der Speicherkamner wirken als Prallplatten, die den
Luftstrom umlenken, so,daß aus dem Ausgang 48 der Speicher-
- Io -
209Ö86/11B
-Io -
kammer ein konstanter und gleichmäßige-■- Faserstrom
mit einer hemdsamen Geschwindigkeit austritt und hiernach
auf die Außenfläcne eines porösen Förderbandes 5o auftrifft. An der Innenfläche des porösen Förderbandes ist
ein Vakuumbehälter 52 angeordnet, der die letzten Luftreste abzieht und sicherstellt, daß ein Faserflor 54 einwandfrei
auf dem Förderband 5o abgelegt wird.
Wenn der Faserflor einer nachfolgenden Dehandlang unterzogen v/ird, z. B. einer Beschichtung mit einem anderen Material,
ist es zweckmäßig, zwischen dem Förderband und dem Faserstrom
eine Lage eines durchlässigen Stützmaterials, z.B. aus Gaze, einem Zollstoffgewebe, einem porösen angewehten
Stoff oder dergleichen anzuordnen.
Der BegriCf "handsame Geschwindigkeit", der oben verwendet
v/ordeli ist, bedeutet eine Geschwindigkeit, bei der die
Fasern kontinuierlich auf einem sicli bewegenden porösen
Band abgelegt v/erden können, ohne das Faserklumpen entstehen oder der Faserstrom abgelenkt wird. Der Zweck der Speicherkammer
ist es demgemäß, den Luftstrom von großer Geschwindigkeit über einein großen Querschnitt auszubreiten,
so daß die kinetiscne Energie des Stromes infolge der Ausbreitung in Druck umgewandelt wird. Dieser Druck läßt
die Luft durch das poröse Förderband hindurchgehen, das die Fasern in Gestalt eines Flors oder Vlieses ausfiltert.
Zweckmäßig beträgt die Luftgeschwindigkeit, mit welcher der verlangsamte Faserstrora auf das poröse Förderband auftrifft,
etwa o,9 bis 9 m/sec.
Bei jedem der folgenden Ausführungsbeispiele v/ird der
an seinem vorderen Ende ausziehbare Faserstrang 13 der Saugvorrichtung mit einer Geschwindigkeit zugeführt, die
von den Speisewalzen 17 bestimmt v/ird. Außerdem wird eine Spoicherkamiaer verwendet wie sie in den Fig. 4 und 5 dar-
209886/1154
ΛΛ
gestellt ist. Die obere Kammer 3o der Speicherkammer
2 hat hierbei einen Querschnitt von o,5 m und besitzt
eine kreisrunde Einlaßöffnung mit einem Durchmesser von o,4 m. Die mittlere Kammer 32 ist ο,76 m breit und o,15m
tief, während die untere Kammer 34 eine Breite von I,o2 m und eine Tiefe von o,12 m besitzt« Die Länge der Speicherkaramer
beträgt I,o2 ia.
Ein Rayonkaimazug von 191 317 den, der aus 34 785 Fasern
besteht, jede von 5,5 den und von einer Länge von 15,2 cm, wird aus einem endlosen Rayon-Spinnkabel hergestellt, das
durch einen Pacific-Konverter zerschnitten und sodann mit
Hilfe eines Zapfens verzogen wird. Es wird zwischen den Speisewalzen 17 hindurch - und einer Saugvorrichtung der .
Bauart B zugeführt, und zwar mit einer Geschwindigkeit
von 6,58 m/min, oder o,85 kg/Std. Dem Einlaß 14 wird Luft
von einem Druck von 8,3 atü zugeführt. Der Abstand'zwischen
den Speisewalzen 17 und dem Einlaß 18 des Führungsrohres beträgt etwa 17,8cm. · ·
Der die vereinzelten Fasern tragende Luftstrom von hoher Geschwindigkeit wird von dera Ausgang der Saugvorrichtung
unmittelbar der Speicherkaminer zugeführt worauf er auf dem
Förderband 5o als ein leichter, gleichmäßiger Flor abgelegt wird. Dieser besitzt eine.Breite von I,o2 m . Seine Fasern
haben eine Länge von 15,2 cm, und o,84 m Fasern wiegen
6,3 g . Die Geschwindigkeit des Förderbandes beträgt etwa 1,75 m/min.
Ausfuhrungsboispiel 2
Vier Enden des Stranges des Ausführungsbeispiels 1 von
insgesamt 765 268 den werden gleichzeitig durch vier getrennte Saugvorrichtungen dex- Bauart A hindurchgeführt/
- 12 -
209886/1154
und zwar rait einer Geschwindigkeit von 3,56 rn/min. und
demselben Abstand zwischen den Speisewalzen 17 und den Führungsrohren wie im Ausführungsbeispiel 1. Der Luftdruck
an deia Einlaß 14 der Saugvorrichtungen beträgt3,16 atü, wobei sich am Einlaß der Führungsrohre ein statisches Vakuum
von etwa 584 mm Quecksilbersäule einstellt.
Der Faserstro-Ti wird in die Speicherkammer eingeblase^ worauf
sich ein Flor von I,o2 m Breite bildet, von dem
2
o,84 m 18 g wiegen. Das Förderband bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 13,88 m/min.
o,84 m 18 g wiegen. Das Förderband bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 13,88 m/min.
Unter Verwendung des gleichen I-lehrf achstranges und derselben
5peicherkamnier,wie im Ausführungsbeispiel 2, werden
vier Saugvorrichtungen der Bauart C verwendet. Am Einlaß herrscht ein Luftdruck von 5,27 atü,der ein statisches
Vakuum von nahezu 1GIo mm am Eingang der Führungsrohre erzeugt.
Der erzeugte Faserflor mit einer Breite von I,o2 m wird mit
einer Geschwindigkeit von 51,8 ra/min. erzeugt, wobei
2
o,84 m 14,4 g wiegen.
o,84 m 14,4 g wiegen.
Faserflore mit Gewichten von etwa 6 bis über 4oo g pro
o,34 ra können erzeugt werden, indem das Eingangsgewicht,
die Geschwindigkeit und andere Parameter verändert werden. Die Ablieferungsmengen pro Stunde betragen bei den Ausführungsbeispielen
1,2 und 3 8,43 kg bzw. 13,23 kg bzw. 54,66 kg .
209886/ 1 1 54
Claims (5)
- Patent ansp r ίϊ eheVerfahren zur Erzeugung eines Faserflors aus1 einem an seinem vorderen Ende verziehbaren Strang aus Textilfaser η,, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstrang (13) durch ein offenes Führungsrohr (16) ,bewegt wird, in dem ein Vakuum aufrechterhalten wird, so daß die Fasern des · 'r.Stranges (13) beim Eintritt in das Führungsrohr (16) unter dem Einfluß des Vakuums verzogen werden, und der Strom,, in dem sie von der Luft getragen werden, beim Durchgang durch das Führungsrohr (16) beschleunigt und eingeengt w/Ird> während ein gasförmiges Medium von hoher Geschwindigkeit, das konzentrisch mit dem Führungsrohr (16) über dessen Ausgangsende (28) hinweg-in derselben Richtung wie die Fasern strömtr den Faserstrom weiter beschleunigt und einengt:,, wenn die Fasern das Führungsrohr (16) verlassen,, so daß ein von einem, gasförmigen Medium getragener Strom von getrennten Fasern zustandekoinmt,. die aus diesem Strom zu einem Faserflor abgelegt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstrang (13) ein Strang aus Viskose-Rayon—Fasernί " ■■ - Ist* ■>. ■ ■"
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstrang (13) eineden-Zahl zwischen 3o; ooo und' '" 5oo ooo besitzt.Ui ,ι ■■".-.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche f da-durch gekennzeichnet, daß der mediumgeträgene Strom von getrennten Fasern in einer Speicherkammer verlangsamt und durch Ausbreitung zerstreut wird und die Fa&ern der Speicherkaramer in Gestalt eines Faserflors zusammengefaßt v;erden.
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Eingang des Führungsrohrs (16) ein Vakuum von etwa 381 bis -635 mm Qu.S. aufrechterhalten wird.209886/1154AfLeerseite
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