DE2234094C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden IndustrieInfo
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- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C5/00—Making cigarettes; Making tipping materials for, or attaching filters or mouthpieces to, cigars or cigarettes
- A24C5/32—Separating, ordering, counting or examining cigarettes; Regulating the feeding of tobacco according to rod or cigarette condition
- A24C5/34—Examining cigarettes or the rod, e.g. for regulating the feeding of tobacco; Removing defective cigarettes
- A24C5/3418—Examining cigarettes or the rod, e.g. for regulating the feeding of tobacco; Removing defective cigarettes by pneumatic means
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- Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden
Industrie, bei dem ein von der Umhüllung umschlossener Innenraum der Artikel einem Druck ausgesetzt
wird, der unterschiedlich zu einem Druck in einem Raum außerhalb der Umhüllung ist und bei dem
durch Undichtigkeiten in der Umhüllung hervorgerufene Druckänderungen zum Bilden eines Fehlersignals erfaßt
werden.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln
der tabakverarbeitenden Industrie mit einer Aufnahme zum Halten der Artikel, mit einem der Aufnahme zugeordneten
Dichtmittel zum Abdichten der Stirnseiten der Artikel gegenüber dem Äußerer, der Umhüllung, wobei
die Aufnahme als die Artikel in radialer Richtung umgebende Kammer ausgebildet ist, und mit einem Meßmittel
zum Erfassen von Änderungen eines Prüfdruckes in Abhängigkeit von Undichtigkeiten in der Umhüllung.
Stabförmige Artikel der tabakverarbeitenden Industrie wie Zigaretten oder Filterzigaretten werden während
oder nach ihrer Herstellung auf Fehler überprüft. Hierbei wird insbesondere das Hüllmaterial auf Löcher
und Undichtigkeiten in den Klebnähten überwacht, weil
durch diese beim Rauchen Nebenluft in die Zigarette
gelangen würde.
Besonders kritisch ist bei Filterzigaretten in dieser Hinsicht die Verbindungsstelle zwischen Filterstopfen
und Zigarette, weshalb die Problematik des Prüfens luch anhand der Filterzigarette aufgezeigt werden soll.
Zum Prüfen der Umhüllung von Zigaretten sind folgende
Verfahren bekannt:
i) Einleiten von Druckluft in eine doppeltlange Filterzigarette
von beiden Stirnseiten her und Vergleichen des Druckabfalles mit einem vorgegebenen
Sollwert. Die Empfindlichkeit dieses Prüverfahrens ist bei Fehlern im Bereich der Zigarettenenden, also
dort, wo die Luft in die Zigaretten eingeleitet wird, sehr groß und nimmt zu den Filterstopfen hin
ab, weil der Luftdruck zu den Filterstopfen hin infolge des Strömungswiderstandes in den Zigaretten
und der Luftverlust durch das poröse Zigarettenpapier hindurch abnimmt, so daß ein Loch in der Umhüllung
im Bereich der Filterstopfen einen kleineren Druckabfall zur Folge hat ais ein Loch im Bereich
der Zigarettenenden, wo praktisch der volle Prüfdruck auf die Umhüllung wirkt. Eine Variante
dieses Verfahrens sieht so aus, daß die Prüfluft einseitig in die Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppe geleitet
wird und auf der anderen Seite die Druckveriuste erfaßt werden. Diese Variante ermöglicht
schon bessere Prüfergebnisse, hat jedoch den Nachteil, daß von der Prüfluft Tabakstaub aus der
Zigarette getragen wird und Verschleiß an den gesteuerten Dichtelementen hervorruft Beim Prüfen
von Einzelfilterzigaretten kommt hinzu, daß das Abdichten auf der Filterseite sehr schwierig ist
Wenn der Filterstopfen z. B. nur geringfügig schief geschnitten ist, ist ein einwandfreies Abdichten mittels
axial angedrückter Dichtflächen nicht gewährleistet Gerade hier aber haben bereits kleine Undichtigkeiten
relativ große Druckverluste zur Folge.
5) Anstell: der bei vorstehend beschriebenen Verfahren verwendeten Druckluft wird Saugluft beidseitig
oder einseitig an die Filterzigarette gelegt Da es sich bei diesem Verfahren gegenüber dem erstbeschriebenen
lediglich um eine Vorzeichenumkehr handelt, gelten die für das erstbeschriebene Verfahren
gemachten Ausführungen entsprechend.
:) Einzelfilterzigaretten werden in eine Unterdruckzone gebracht, das Tabakstockende wird verschlossen,
und das Filterende wird über eine Drossel mit der Atmosphäre verbunden. Die Prüfluft strömt
von der Atmosphäre durch die Drossel ü'oer den Zigarrttenfilter durch die Umhüllung. Die Prüffuft
wird zwischen Drossel und Filter gemessen. Bei diesem Prüfverfahren liegt der Bereich maximaler
Prüfempfindlichkeiten am Filteransatz und schlechte Abdichtungen haben einen nicht so großen Einfluß
auf das Prüfergebnis. Allerdings erhält man sehr große Prüfsignaldifferenzen, weil der Druckabfall
bei einer Filterzigarette mit einer fehlerhaften Undichtigkeit gegenüber einer ordnungsgemäß
hergestellten Filterzigarette sehr groß ist. Prüfsignale mit derart hohen Druckunterschieden lassen
sich bei hohen Prüfgeschwindigkeiten, d.h. bei rasch aufeinanderfolgenden Prüfsignalen, schlecht
übertragen und auswerten. Da sich der Einfluß einer schlechten stirnseitigen Abdichtung der Zigaretten
in einer Minderung des Unterdrucksignals äußert, Undichtigkeiten jedoch zu einem Ansteigen
des Prüfsignals führen, können fehlerhafte Zigaretten bei schlechter Abdichtung nicht in jedem Fall
erfaßi werden, weil die Prüfsignale sich aufheben.
Wie schon gesagt, ist der für Undichtigkeiten kritische Bereich bei einer Filterzigarette die Verbindung
zwischen Filter und Zigarette und der dem Filter benachbarte Bereich der Zigarette, weil hier eintretende
Nebenluft den Rauchgenuß erheblich beeinträchtigt, wohingegen Löcher am gegenüberliegenden Ende der
Zigaretten oder gar schief geschnittene Stirnflächen den Rauchgenuß nicht trüben.
Das ältere deutsche Patent 21 11 873 ist auf ein Prüfverfahren
und eine entsprechende Vorrichtung gerichtet, bei denen am Außenumfang unter Ausschluß der
Zigarettenenden einer Filterzigarette (durch Anlegen eines äußeren Unterdrucks), ein Druckunterschied erzeugt
wird, der im Bereich des Filteransatzes verstärkt ist. Wegen, des Fehlens eines Ober- oder Unterdrucks im
Bereich des Zigaretteninneren ist jedoch weder im EndenbereicK des Tabakstocks noch im Endenbereich des
Filters ein Druckunterschied zwisci^-a dem Innen- und
Außenraum der Umhüllung vorhanden, so daß Fehler, die in diesen Bereichen besonders häufig auftreten, nicht
erkannt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Prüfverfahren
bzw. eine Prüfvorrichtung der jeweils eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß eine
hohe Prüfempfindlichkeit für die kritischen Stellen einer Zigarette erreicht wird, wobei jedoch die Empfindlichkeit
an den stirnseitigen Abdichtstellen gering bleibt und die Prüfempfindlichkeit an den kritischen Stellen
der Artikel gegenüber der Prüfempfindlichkeit an den
Abdichtstellen frei wählbar ist.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Innenraum und der Raum außerhalb der
Umhüllung Drücken ausgesetzt werden, die ausgehend vom atmosphärischen Druck, unterschiedliche Vorzeichen
aufweisen, wobei der dem Druck ausgesetzte Raum außerhalb der Umhüllung kürzer ist als die Länge
der Artikel zwischen den endseitigen Abdichtstellen des Inn?nraumes. Mit Drücken unterschiedlicher Vorzeichen
sind ein positiver und ein negativer Druck gemeint, also Oberdruck und Unterdruck. Eine gesteigerte Empfindlichkeit
des Prüfverfahrens wird demnach durch eine Erhöhung des Druckgefälles zwischen dem Inneren
und dem Äußeren der Artikel ermöglicht, wobei jeder Druck für sich relativ klein gehalten werden kann. Dieses
erhöhte Druckgefälle kann nun in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß
der Raum außerhalb der Umhüllung einem Unterdruck und der Innenraurr; der Umhüllung einem Oberdruck
ausgesetzt werden. Insbesondere bei Filterzigaretten kann es zweckmäßig sein, im Bereich der Verbindung
von Filter und Zigarette eine höhere Prüfempfindlichkeit zu haben als in dem vom Filter abgewandten Bereich
der Zigarette, weil, wie schon gesagt, Fehler im letztgenannten Bereich den Rauchgenuß kaum beeinträchtigen.
Dies wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch ermöglicht, daß der Raum außerhalb
der Umhüllung in Richtung der Längsachsen der Artikel unterschiedlichen Drücken ausgesetzt wird. Um die Zigaretten
möglichst während oder unmittelbar nach ihrer Herstellung, z. B. in einer Filteransetzmaschine prüfen
zu können, werden in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Raun, außerhalb der Umhüllung und der
Innenraum der Artikel während deren kontinuierlicher, queraxialer Förderung den Drücken ausgesetzt. Die Zigaretten
werden beim Fördern, z. B. mittels Trommeln.
in Aufnahmen gehalten und müssen in die Aufnahmen übergeben und aus den Aufnahmen entnommen werden.
Daher ist es sehr schwierig, diese Aufnahmen während der Förderung vollkommen abzudichten, wobei
dies außerdem für die Erzeugung eines Druckes nicht einmal erforderlich ist. Daher werden nach einem weiteren
Kennzeichen der Erfindung Druckänderungen in dem von der Umhüllung umschlossenen Innenraum der
Artikel erfaßt. ^
Die eingangs genannte Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtmittel mit einem Mittr.-I zum Erzeugen eines Druckes im Inneren der Artikel und die
Kammer mit einem Mittel zum Erzeugen eines Druckes in der Kammer verbunden sind, wobei die Drücke, ausgehend
vom atmosphärischen Druck, unterschiedliche Vorzeichen haben, und die Kammer in Längsrichtung
der Artikel kürzer ist als die Länge der Artikel zwischen den endseitigen Abdichtstellen des Innenraumes. Damit
der in der Kammer herrschende Druck allseitig auf die Umhüllung einwirken kann, weist nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung die Kammer Stützmittel zum Halten der Artikel auf. Da ein vom atmosphärischen
Druck abweichender Druck in der Kammer auch ohne vollkommene Abdichtung der Kammer erzielt werden
kann, begrenzen in weiterer Ausführung der Erfindung die Stützmittel die Kammer in Richtung der Längsachsen
der Artikel. Um die Prüfempfindlichkeit im stirnseitigen Bereich der Zigaretten gering zu halten, soll hier
der atmosphärische Druck herrschen. Dies wird nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung dadurch erreicht,
daß der Abstand zwischen den Stützmitteln kürzer ist als die Länge der Artikel zwischen den endseitigen
Abdichtstellen des Innenraumes. Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, daß das Dichtmittel
mit einer Druckseite einer Gasquelle und die Kammer mit einer Saugseite einer Gasqueiie verbunden isi. Unterschiedliche
Prüfempfindlichkeiten für Teilbereiche der Zigaretten werden in weiterer Ausbildung der Erfindung
durch Unterteilen der Kammer in Teilkammern ermöglicht, wobei jede Teilkammer mit einer Gasquelle
verbunden ist. Zum Prüfen der Zigaretten während oder unmittelbar nach ihrer Herstellung wird nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung die Kammer von einer Mulde eines kontinuierlich antreibbaren Förderers zum
queraxialen Fördern der Artikel und einer dem Förderer zugeordneten, ortsfesten Abdeckung gebildet. Da,
wie gesagt, die Kammer nicht vollkommen abgedichtet ist, ist es nicht zweckmäßig, den in der Kammer herrschenden
Druck unmittelbar für die Bildung eines Prüfsignales
zu verwenden, sondern gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Meßmittel mit dem
Dichtmittel verbunden und als Meßwertwandler zum Erzeugen eines dem im Inneren der Artikel herrschenden
Druck entsprechenden Prüfsignals ausgebildet
Die Erfindung wird anhand der Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Filteransetzmaschine zum Herstellen von Filterzigaretten,
F i g. 2 einen Ausschnitt einer Prüftrommel der Filteransetzmaschine
der F i g. 1 in einem Schnitt mit einem Leitungsschema,
F i g. 3 einen Schnitt durch den in F i g. 2 gezeigten Teil der Prüftrommel nach Linie IH-III,
F i g. 4 eine Variante der Vorrichtung der F i g. 2,
Fig.5 eine weitere Variante der Priiftrommel der Fig.2.
F i g. 4 eine Variante der Vorrichtung der F i g. 2,
Fig.5 eine weitere Variante der Priiftrommel der Fig.2.
F i g. 1 zeigt schematisch eine Filteransetzmaschine vom Typ MAX der Hauni-Werke in Hamburg-Bergedorf.
Eine Ablegertrommel 1 übergibt die auf einer Zigarettenherstellmaschine produzierten Zigaretten an
zwei Staffeltrommeln 2, die die gestaffelt zugeführten Zigaretten entStaffeln und in Reihen zu je zwei Stück
mit einem Zwischenraum zwischen den Zigaretten an eine Zusammenstelltrommel 3 abgeben. Die Filterstäbe
gelangen aus einem Magazin 4 auf eine Schneidtrommel 6, werden von zwei hintereinander angeordneten Kreismessern
7 zu Filterstopfen doppelter Gebrauchslänge geschnitten, auf drei hintereinander angeordneten Staffeltrommeln
8 zu einer Reihe hintereinanderliegender Stopfen gestaffelt, von einer Schiebetrommel 9 auf gleiche
Lage ausgerichtet, von einer Zwischentrommel 11 einer Beschleunigungstrommel 12 zugeführt und von
dieser in die Zwischenräume der Zigarettenreihen auf der Zusammenstelltrommel 3 abgelegt. Die Zigaretten-Filter-Zigaretten-Grupper,
werden zusammengeschoben, so daß sie axial dicht an dicht liegen. Anschließend werden sie von einer Übergabetrommel 13 übernommen.
Ein Belagpapier wird von einer Belagpapierbobine 14 mittels Abzugswalze 16 und Andrückwalze 17 abgezogen,
von einer Beleimvorrichtung 18 beleimt und auf einer Belagwalze 19 von einer Messertrommel 21 geschnitten.
Die geschnittenen Belagblättchen werden an die Zijraretten-Filter-Gruppen auf der Übergpbetrommel
13 angeheftet und auf einer Rolltrommel 22 mittels einer Rollhand 23 um die Zigaretten-Filter-Gruppen
herumgerollt. Die fertigen Gruppen Doppelfilterzigaretten werden auf einer Prüftrommel 24 geprüft und auf
einer Schneidtrommel 26 durcn mittiges Schneiden durch die Filterstopfen hindurch zu Einzelfilterzigaretten
konfektioniert. Eine Wendetrommel 27 wendet eine Filterzigarettenreihe und überführt sie gleichzeitig in
die ungewendete Reihe. Über eine Zwischentrommel 28 gelangen die Filterzigaretten zu einer Kopfabtasttrom-
ten auf ein Ablegerband 32.
Wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich, besteht die Prüftrommel 24 aus einem auf einer Hohlachse 36 drehbar gelagerten, als kontinuierlich antreibbarer Förderer ausgebildeten Trommelkörper 37 mit Mulden 38. Beidseitig sind am Trommelkörper 37 Stützmittel in Form von mit Ausnehmungen 39 versehenen Blechen 41 befestigt, die zum Tragen von Doppelfilterzigaretten 42 dienen. Der Trommelkörper 37 ist so breit, daß der Abstand zwischen den Blechen 41 kleiner ist als die Länge einer Doppelfilterzigarette 42. Dem Umfang des Trommelkörpers 37 ist eine an einer mit einer Maschinenwand 43 verbundenen Halterung 44 befestigte dem Umfang des Trommelkörpers 37 angepaßte Abdeckung 46 zugeordnet, die die Mulden 38 während der Drehung der Prüftrommel 24 zeitweise abdeckt und aus ihnen eine Kammer 47 macht. Um in den Kammern 47 einen Prüfdruck aufbauen zu können, ist die Hohlachse 36 über Bohrungen 48 sowie eine Ausnehmung 49 und Luftschlitze 51 im Trommelkörper 37 mit jeder Mulde 38 verbindbar. Zum Aufbauen eines Druckes innerhalb der Umhüllungen der Doppelfilterzigaretten 42 weist die Prüftrommel an einer Seite ein Dicbtmittel in Form einer mit dem Trommelkörper 37 verbundenen Scheibe 52 mit Bohrungen 53 auf, die fluchtend zu den Ausnehmungen 39 der Bleche 41 angeordnet sind. Ein an der Maschinenwand 43 gelagerter Steuerring 54 mit einem Steuerschlitz 56 ist der Scheibe 52 zugeordnet Auf der anderen Seite des Trommelkörpers 37 sind den Mulden 38 in Richtung von Doppelpfeil 57 steuerbare Dichtmittel in Form von mit Bohrungen 58 versehenen Tuben 59
Wie aus den F i g. 2 und 3 ersichtlich, besteht die Prüftrommel 24 aus einem auf einer Hohlachse 36 drehbar gelagerten, als kontinuierlich antreibbarer Förderer ausgebildeten Trommelkörper 37 mit Mulden 38. Beidseitig sind am Trommelkörper 37 Stützmittel in Form von mit Ausnehmungen 39 versehenen Blechen 41 befestigt, die zum Tragen von Doppelfilterzigaretten 42 dienen. Der Trommelkörper 37 ist so breit, daß der Abstand zwischen den Blechen 41 kleiner ist als die Länge einer Doppelfilterzigarette 42. Dem Umfang des Trommelkörpers 37 ist eine an einer mit einer Maschinenwand 43 verbundenen Halterung 44 befestigte dem Umfang des Trommelkörpers 37 angepaßte Abdeckung 46 zugeordnet, die die Mulden 38 während der Drehung der Prüftrommel 24 zeitweise abdeckt und aus ihnen eine Kammer 47 macht. Um in den Kammern 47 einen Prüfdruck aufbauen zu können, ist die Hohlachse 36 über Bohrungen 48 sowie eine Ausnehmung 49 und Luftschlitze 51 im Trommelkörper 37 mit jeder Mulde 38 verbindbar. Zum Aufbauen eines Druckes innerhalb der Umhüllungen der Doppelfilterzigaretten 42 weist die Prüftrommel an einer Seite ein Dicbtmittel in Form einer mit dem Trommelkörper 37 verbundenen Scheibe 52 mit Bohrungen 53 auf, die fluchtend zu den Ausnehmungen 39 der Bleche 41 angeordnet sind. Ein an der Maschinenwand 43 gelagerter Steuerring 54 mit einem Steuerschlitz 56 ist der Scheibe 52 zugeordnet Auf der anderen Seite des Trommelkörpers 37 sind den Mulden 38 in Richtung von Doppelpfeil 57 steuerbare Dichtmittel in Form von mit Bohrungen 58 versehenen Tuben 59
zugeordnet, die in einer mit dem Trommelkörper 37 verbundenen Scheibe 61 gelagert sind. Eine an der
Hohlachse 36 gelagerte Steuerscheibe 62 ist der Scheibe 61 zugeordnet und weist einen Steuerschlitz 63 auf. Von
einer Druckseite 64 einer als Mittel zum Erzeugen eines Druckes ausgebildeten Gasquelle in Form eines Ventilators 66 führt eine Leitung 67 mit einer ein Reduzierventil £3 aufweisenden Abzweigung 69, einem Reduzierventil 71, einem Manometer 72 und einer Drossel 73
zu einer Abzweigung 74, wo sich die Leitung 67 in eine Leitung 67a und 67b teilt, die mit dem Steuerschlitz 56
des Steuerringes 54 bzw. mit dem Steuerschlitz 63 des Steuerringes 62 verbunden sind. Die Abzweigung 74
verbindet die Leitung 67 außerdem mit einem Meßmittel in Form eines als Meßwertwandler ausgebildeten
Membrangebers 76. Von einer Saugseite 77 des Ventilators 66 führt eine Leitung 78 mit einer ein Reduzierventil 79 aufweisenden Abzweigung 81. einem Reduzierventil 82 und einem Manometer S3 zu der Hohlachse 36.
Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß den F i g. 2 und 3: Über die Reduzierventile 68 und 71 sowie 79 und
82 werden mit Hilfe der Manometer 72 bzw. 83 die gewünschten Drücke in den Leitungen 67 bzw. 78 eingestellt Doppelfilterzigaretten 42 werden von der vorgeordneten Rolltrommel 22 (siehe Fig. 1) in die Mulden
38 der Prüftromrnel 24 übergeben und hier in den Ausnehmungen 39 der Bleche 41 positioniert gehalten. Im
Verlaufe des Förderweges der Prüftrommel 24 werden in bekannter Weise die Tuben 59 auf die Doppelfilterzigaretten 42 zu bewegt und deren Stirnseiten von der
Scheibe 52 bzw. von den Tuben 59 abgedichtet. Über die Leitung 78, die Hohlachse 36, die Bohrungen 48, die
Ausnehmung 49 und die Luftschlitze 51 wird Luft aus den Mulden 38 abgesaugt. Gelangt eine Mulde 38 unter
die Abdeckung 46, so wird aus ihr eine Kammer 47, in der nun ein Unterdruck aufgebaut wird, weil durch die
verbleibenden freien Querschnitte der Ausnehmungen
39 nicht soviel Luft nachströmen kann, wie von der
Saugseite 77 des Ventilators 66 durch die Luftschlitze 51 abgesaugt wird. Wird nun von den Steuerschlitzen 56
und 63 eine Verbindung zwischen der dieser Mulde 38 zugeordneten Bohrung 53 der Scheibe 52 und der Leitung 67a bzw. zwischen der Bohrung 58 der dieser Mulde 38 zugeordneten Tube 59 und der Leitung 676 hergestellt, so gelangt von der Druckseite 64 des Ventilators
66 Druckluft in das Innere der Doppelfilterzigarette 42, und es baut sich hier ein Überdruck auf. Weil nun in der
Kammer 47, also außerhalb der Doppelfilterzigarette 42, ein Unterdruck und innerhalb der Umhüllung der
Doppelfilterzigarette 42 ein Überdruck herrscht, ist das Druckgefälle für den innerhalb der Kammer 47 liegenden Zigarettenteil größer als für die aus der Kammer 47
herausragenden Enden der Zigaretten, auf die von außen nur der atmosphärische Druck wirkt Dies gilt insbesondere natürlich auch für die stirnseitigen Abdichtungen zwischen der Doppelfilterzigarette 42 und der
Scheibe 52 bzw. der Tube 59. Hat die Doppelfilterzigarette 42 in ihrem innerhalb der Kammer 47 befindlichen
Teil eine Undichtigkeit, so verringert sich infolge der aus dem Inneren der Doppelfilterzigarette 42 in die
Kammer 47 entweichenden Luft der Druck in der Leitung 67, und der Membrangeber 76 gibt ein Signal ab.
Wählt man über die Reduzierventile 68 und 71 sowie 79 und 82 den Überdruck in der Doppelfilterzigarette 42
relativ niedrig und den Unterdruck in der Kammer 47 relativ hoch, so werden Undichtigkeiten im Bereich der
Enden der Doppelfilterzigarette 42 oder der Abdichtung zwischen Doppelfilterzigarette 42 und Scheibe 52
bzw. Tube 59 nu.· zu einem minimalen Druckabfall in der Leitung 67 führen, bei dem von dem Membrangeber
76 noch kein Fehlersignal abgegeben wird.
wobei Teile, die mit denen der Fig.2 übereinstimmen,
mit denselben Bezugszeichen, vermehrt um 100, bezeichnet und nicht erneut erläutert sind.„
Der Unterschied zu der Vorrichtung der F i g. 2 besteht darin, daß die Saugseite 177 des Ventilators 166
ίο mit der Leitung 167 und die Druckseite 164 des Ventilators 166 mit der Leitung 178 verbunden ist. Wurde bei
der Prüfung von Doppelfilterzigaretten in der Vorrichtung der F i g. 2 ein Druckgefälle zwischen dem Inneren
und dem Äußeren der Doppelfilterzigarette infolge ei-
nes Überdruckes im vom Hüllmaterial umschlossenen Raum des Artikels und eines Unterdruckes in der Kammer, in dem der Artikel sich befand, erzeugt, so wird bei
der Vorrichtung gemäß F i g. 4 ein Druckgefälle zwi-SCncfi
ucü'i inneren ucf DüppcifittcrZigärcttcü i42 üfiu
der Kammer 14/ infolge eines Unterdruckes im vom Hüllmaterial umschlossenen Inneren der Doppelfilterzigarette 142 und eine Überdruckes in der Kammer 147
erzeugt. Die Wirkungsweise entspricht also der der Fig. 2, wobei lediglich die Vorzeichen der Drücke ver tauscht worden sind.
F i g. 5 zeigt eine Variante der Prüftrommel der Fi g. 2 zum Prüfen von Einzelzigaretten. Teile, die mit
denen der Fig.2 übereinstimmen, sind mit denselben Bezugszeichen, vermehrt um 200, versehen und nicht
erneut erläutert.
Der Trommelkörper 237 ist entsprechend der kürzeren Länge der Einzelfilterzigaretten 286 schmaler als
der der Fi g. 2. In der Mulde 238 ist ein Blech 287 mit
einer den Ausnehmungen 239 der seitlichen Bleche 241
entsprechenden Ausnehmung 288 angeordnet, wodurch
die unter Mitwirkung der Abdeckung 246 gebildete Kammer in Teilkammern 247a und 247/j unterteilt wird.
Entsprechend sind in dem Trommelkörper 237 auch zwei Luftschlitze 251a und 2516 vorgesehen, die nach
dem in F i g. 2 gezeigten Prinzip über eine entsprechend unterteilte Hohlwelle mit Leitungen 278a bzw. 2786 verbunden sind, die an einer Abzweigung 289 von der Leitung 278 abzweigen. Die Leitung 278a weist noch ein
zusätzliches Reduzierventil 291 und ein Manometer 292
Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß F i g. 4:
Über das Reduzierventil 291 und das Manometer 292 läßt sich in der Teilkammer 247a ein reduzierter Unterdruck gegenüber dem in der Teilkammer 2476 herr-
sehenden Unterdruck einstellen. Im übrigen entspricht die Wirkungsweise der Vorrichtung der F i g. 4 der der
F i g. 2. Weil in der Teilkammer 2476 ein höherer Unterdruck herrscht als in der Teilkammer 247a, ist die Prüfempfindlichkeit für den in der Teilkammer 2476 befind-
liehen Teil der Filterzigarette 286 höher als für den in der Teilkammer 247a befindlichen Teil. Es isi also möglich, Filterzigaretten, die im Bereich der Verbindung von
Filter und Zigarette auch nur eine geringe Undichtigkeit aufweisen, als fehlerhaft zu erfassen, während Filterzi
garetten, die im vom Filter abgewandten Bereich eine
Undichtigkeit aufweisen, nicht als fehlerhaft erfaßt werden.
Im übrigen sind die gezeigten Prinzipien zum Prüfen von Doppelfilterzigaretten und Einzelfilterzigaretten
natürlich untereinander austauschbar.
Der Vorteil der Erfindung besteht in einer gesteigerten und frei wählbaren Empfindlichkeit des Prüfverfahrens, wobei die Empfindlichkeit für nicht kritische End-
ί:\
9
A bereiche der Zigaretten gering gehalten werden kann.
ί ■ Auch ist es möglich, eine maximale Prüfempfindlichkeit
f. genau in den kritischen Bereichen der Zigaretten (Be-
:; reich der Verbindung von Filter und Zigarette) zu reali-
Λ; sieren, während für die Bereiche, in denen eine Undich- 5
,-; tigkeit den Rauchgenuß kaum beeinträchtigt, die Prüf-
k empfindlichkeit gering gehalten werden kann, Weil der
!) Prüfdruck irp Inneren der Zigarette relativ niedrig ge-
jit halten werden kann, beeinträchtigt eine ungenügende
I Abdichtung an den Stirnseiten der Artikel das Prüfer- io
>. gebnis nicht so stark wie bei den bislang angewandten
Prüfverfahren.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
20
25
30
J5
40
50
55
60
Claims (14)
1. Verfahren zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie,
bei dem ein von der Umhüllung umschlossener Innenraum der Artikel einem Druck ausgesetzt wird,
der unterschiedlich zu einem Druck in einem Raum außerhalb der Umhüllung ist, und bei dem durch
Undichtigkeiten in der Umhüllung hervorgerufene Druckänderungen zum Bilden eines Fehlersignals
erfaßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum und der Raum außerhalb der
Umhüllung Drücken ausgesetzt werden, die, ausgehend vom atmosphärischen Druck, unterschiedliche
Vorzeichen aufweisen, wobei der dem Druck ausgesetzte Raum außerhalb der Umhüllung in Längsrichtung
der Artikel kurzer ist als die Länge der Artikel zwischen den endseitigen Abdichtstellen des Innenraumes.
2. Verfahren räch Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß der Raum außerhalb der Umhüllung einem Unterdruck und der Innenraum der Umhüllung
einem Oberdruck ausgesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Raurn außerhalb der Umhüllung
in Richtung der Längsachsen der Artikel unterschiedlichen Drücken ausgesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der dem größeren Druck ausgesetzte Raum außei.ialb der Umhüllung eine Verbindungszone der Artikel zwischen ei^sm Filierstopfen und
einer Zigarette überdeckt.
5. Verfahren nach einem ode- mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum außerhalb der Umhüllung und der
Innenraum der Artikel während deren kontinuierlicher, queraxialer Förderung den Drücken ausgesetzt
werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Druckänderungen in dem von der Umhüllung umschlossenen Innenraum der Artikel erfaßt werden.
7. Vorrichtung zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie
mit einer Aufnahme zum Halten der Artikel, mit einem der Aufnahme zugeordneten Dichtmittel
zum Abdichten der Stirnseiten der Artikel gegenüber dem Äußeren der Umhüllung, wobei die Aufnahme
als die Artikel in radialer Richiung umgebende Kammer ausgebildet ist, und mit einem Meßmittel
zum Erfassen von Änderungen eines Prüfdruckes in Abhängigkeit von Undichtigkeiten in der Umhüllung,
zum Ausüben des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dichtmittel (52, 59, 152,
159, 252, 259) miit einem Mittel (66, 166, 266) zum
Erzeugen eines Druckes im Inneren der Artikel (42, 142, 286) und die Kammer (47, 147, 247) mit einem
Mittel (66, 166, 2(36) zum Erzeugen eines Drucke« in der Kammer (47,147,247) verbunden sind, wobei die
Drücke, ausgehend vom atmosphärischen Druck,
unterschiedliche Vorzeichen haben, und die Kammer in Längsrichtung der Artikel kürzer ist als die
Länge der Artikel zwischen den endseitigen Abdichtstellen des Innenraumes.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7. dadurch gekenn-
zeichnet, daß die Kammer (47,147, 247) Stützmittel
(41,141, 241) zum Halten der Artikel (42, 142, 286) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützmittel (41, 141,
241) die Kammern (47, 147, 247) in Richtung der Längsachsen der Artikel (42,142,286) begrenzen.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Abstand zwischen den Stützmitteln (41,141, 241) kürzer als die Länge der Artikel (42, 142, 286) zwischen
den endseitigen Abdichtstellen des Innenraumes ist.
H. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Dichtmittel (52,59,252,259) mit einer Druckseite
(64, 264) einer Gasquelle (66, 266) und die Kammer (47,247) mit einer Saugseite (77,277) einer Gasquelle
(66,266) verbunden sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kammer in Teilkammern (247a, 247b) unterteilt ist, und daß jede Teilkammer mit einer Gasquelle (266)
verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kammer (47,147,247) von einer Mulde (38,138,238)
eines kontinuierlich antreibbaren Förderers (37,137,
237) zum queraxialen Fördern der Artikel (42, 142,
286) und einer dsm Förderer (37,137,237) zugeordneten,
ortsfesten Abdeckung (46, 146, 246) gebildet wird.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren Ansprüche? bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
Meßmittel ein mit dem Dichtmittel (52,59, 152,159, 252, 259) verbundener Mcßwcrtwandlcr (76, Ϊ76,
276) zum Erzeugen eines dem im Inneren der Artikel (42, 142, 286) herrschenden Druck entsprechenden
Prüfsignals ist.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE2234094A DE2234094C2 (de) | 1972-07-12 | 1972-07-12 | Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen der Umhüllung von stabförmigen Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie |
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