DE2233310A1 - Verfahren und vorrichtung zum behandeln von textilgut unter verwendung von wasser und einem nicht mischbaren loesungsmittel - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum behandeln von textilgut unter verwendung von wasser und einem nicht mischbaren loesungsmittelInfo
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Description
betreffend
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut unter
Verwendung von Wasser und einem nicht mischbaren Lösungsmittel
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Behandeln von Textilgut unter Verwendung einer zweiphasigen
chemisch emulgierten Flüssigkeit, die aus in einem nicht mischbaren,
flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel emulgierten Wasser besteht sowie zum Entfernen von flüssigem
halogeniertea Kohlenwasserstoff von Textilgut.
Das Entfernen von flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln,
die aus voraufgegangenen Prozessen an Textilgut haften, ist bisher in vielen verschiedenen Weisen vorgenommen worden. Meistens verfährt man dabei so, daß man das
Textilgut mit heißer Luft durchbläst und dann zur Wiedergewinnung
der Lösungsmittel diese Luft durch Verflüssiger hindurchleitet.
Damit wird allerdings an der Textilware ein
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weniger guter Griff erzielt und das Verfahren ist außerdem zeitraubend. Das angewandte Verfahren kanu auch darin"
bestehen, daß man das Textilgut Wasserdampf aussetzt, daß man die Dämpfe verflüssigt und das Kondensat durch einen
Wasserabscheider leitet. Nach einem weiteren Verfahren wird das Textilgut durch heißes Wasser und durch Wasserdampf gezogen,
die dabei abgehenden Dämpfe verflüssigt und das sich ergebende Kondensat in einem Wasserabscheider in Wasser und
Lösungsmittelbestandteile getrennt. Wenngleich diese wäßrigen
Verfahren einen zufriedenstellenden Griff ergeben, so sind hierzu doch kostspielige Verflüssigungs- und Verdampfungsanlagen erforderlich. Dazu kommt, daß exn ziemlich großer
Wasserabscheider verwendet werden muß, um die für eine einwandfreie
Lösungsmittelentfernung erforderlichen Flüssigkeitsmengen aufnehmen zu können.
Es ist bisher überwiegend üblich, Wasser und Perchloräthylen nach der Destillation unter Ausnutzung der Schwerkraft in
einem Wasserabscheider voneinander zu trennen. Um das Trennen des destillierten Gemischs in einer Trockenreinigungsanlage
zu begünstigen, wurde vor den Wasserabscheider ein Glasfasern enthaltendes Gerät zum Bewirken von Koaleszenz vorgeschaltet.
Ein derartiges Gerät wird jedoch unwirksam, wenn es mit oberflächenaktiven
Chemikalien in Berührung gekommen ist. Das Perchloräthylen und das Wasser müssen daher von solchen Zusätzen
frei sein. Weiterhin muß berücksichtigt werden, daß in Verbindungsleitungen
vorhandene Turbulenzen die koaleszierten Flüssigkeiten erneut dispergieren, bevor diese den Wasserabscheider
erreichen.
Der Erfindung liegt die Autgabe zugrunde, mit einfallen Mitteln ein wirtscnaftlich durchführbares Verfahren und eine im Betrieb
zuverlässige Vorrichtung zu schaffen, mit denen die gestellten Forderungen in besonders vorteilhafter Weise erfüllt werden.
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Erfindungsgemäß ist die Verwendung eines Gerätes zum Bewirken
von Koaleszenz (coalescer) vorgesehen, das in einem Wasserabscheider
angeordnet ist und ein Material enthält, welches in jeder der beiden Flüssigkeiten unlöslich ist, und eine
große wirksame Oberfläche aufweist. Das Gerät zum Bewirken
von Koaleszenz ist in der Lage, heiße Solvens-Wasser-Emulsionen auch bei hohem Durchsatz schnell und wirksam zu
trennen und zeichnet sich weiterhin durch sehr kleine Bauweise aus» Weiterhin ist erfindungsgemäß die Verwendung eines
Wasserschutzschirmes vorgesehen, der verhindert, daß Wasser aus dem Wasserabscheider durch den Lösungsmittel-Auslaß austritt.
Dadurch ist eine weitere Erhöhung der Leistung des Wasserabscheiders und eine weitere Verringerung der Baugröße
erzielbar.
Eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zeichnet sich
daher erfindungsgemäß dadurch aus, daß an eine Vorrichtung, mit der das Textilgut mit der zweiphasigen Flüssigkeit zusammenbringbar
ist, zum Verdampfen der zweiphasigen Flüssigkeit ein Verdampfer angeschlossen ist, dem zum Verflüssigen
der im Verdampfer erzeugten Dämpfe ein Verflüssiger nachgescnaltet
ist, an den sich zum Trennen der durch Kondensation erhaltenen Flüssigkeiten ein-Abscheider anschließt, dessen
Behälter einen Einlaß, einen im oberen Behälterbereich ausgebildeten
ersten Auslaß für die leichtere der beiden Flüssigkeiten und für die schwerere der beiden Flüssigkeiten einen
zweiten Auslaß aufweist, der in geringem Abstand unter dem ersten Auslaß angeordnet und über eine Rohrleitung an eine
Zone angeschlossen ist, die tiefer liegt als die erste und die zweite Öffnung, und daß im Behälter ein an den Einlaß angeschlossenes
Gerät zum Bewirken von Koaleszenz vorgesehen ist, durch das alle in den Tank geleiteten Flüssigkeiten hindurchströmen
müssen und das ein in jeder der beiden Flüssigkeiten unlösliches Material mit großer wirksamer Oberfläche enthält.
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In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird diese zum Entfernen von flüssigem halogeniertem Kohlenwasserstoff
von Textilgut geeignet, das mit Gemischen, die einen flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoff enthalten, behandelt wurde.
Es wurde festgestellt, daß es zum Entfernen des Losungsmittels
vom Textilgut nicht erforderlich ist, das Lösungsmittel zu verdampfen, sondern daß die Kohlenwasserstoffe sehr gut durch
starke Bewegung des Textilgutes in heißem Wasser oder durch Erzeugen einer starken Turbulenz des Wassers im Bereich des
Textilgutes entfernt werdenkännm. Durch die Verwendung des
Gerätes zum Bewirken von Koaleszenz und des Wasserschutzschirmes ist die Trennung der Kohlenwasserstoffe vom heißen
Wasser trotz des hohen Wasserdurchsatzes und der hohen Temperaturen leicht erzielbar. Das zur Entfernung des Lösungsmittels
angewandte Verfahren ist wirtschaftlicher als die mit
Verdampfungs- und Verflüssigungsanlagen durchgeführten Verfahren,
da, unter anderem, weniger Energie verbraucht wird und weniger Platz erforderlich ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels mit weiteren Einzelheiten erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer Anlage zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Verwendung einer Vorrichtung nach der Erfindung und
Fig. 2 einen Schnitt durch einen mit einem Gerät zum Bewirken von Koaleszenz und einem Wasserschutzschirm
ausgerüsteten Wasserabscheider, von dem zwei in der in Fig. 1 dargestellten Anlage verwendet sind.
Fig. 1 zeigt einen Drehkessel 10 ähnlich der zum Trockenreinigen üblicherweise verwendeten Drehkessel, jedocii mit den
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nachstehend näher .beschriebenen Abänderungen. Die aus dem
Drehkessel 10 über eine Leitung 12 kommenden Dämpfe werden
in einem Verflüssiger 11 verflüssigt und dem Drehkessel
wieder zugeführt. Eine am Verflüssiger ausgebildete Belüftungsöffnung
13 gewährleistet die Beibehaltung atmosphärischen Druckes im Drehkessel. Eine in diesem angeordnete
umlaufende Trommel 14 ist aus Lochstahlblech hergestellt und weist Längsrippen bzw. Längsstege 15 auf,, die sich in
radialer Richtung nach innen erstrecken und dazu dienen, bei der Drehbewegung der Trommel 14 Textilgut 16 zu erfassen
und durcheinanderzuwerfen. Der Drehkessel ist mit einer herkömmlichen
Tür 17 und einem Antrieb 18 ausgestattet. Der Flüssigkeitsumlauf im Drehkessel ist durch eine herkömmlich
ausgebildete Pumpe 20 bewirkbar, die Flüssigkeiten über einen Wärmetauscher 21 in einen Vorratsbehälter 22 pumpt, wo
Chemikalien, wasser und/oder Farbstoffe zum Behandeln des Textilgutes zugesetzt werden können. Der Vorratsbehälter ist
an den Drehkessel angeschlossen.
In der geöffneten Stellung eines Ventils 30 ist der Drehkessel
mit Hilfe einer Pumpe 31 bis zu einer zweckmäßig gewählten Höhe aus einem Vorratsbehälter 32 mit destilliertem
Perchloräthylen füllbar. "Nach durchgeführter Behandlung des Textilgubes mit Perchloräthylen und den diesem möglicherweise
zugesetzten Behandlungsmitteln kann ein Ablaufventil 40 für Perchloräthylen geöffnet werden, so daß verunreinigtes Perchloräthylen
in einen Behälter 41 ablaufen kann. Das verunreinigte Perchloräthylen wird in einer Destillierblase 42 gereinigt,
die in herkömmlicher Welse ausgebildet ist und mit einem Dampferzeuger 43 und einem Verflüssiger 44 ausgestattet
ist... Das Kondensat fließt aus der Destillierblase in einen Wasserabficheider 46, der mit weiteren Einzelheiten .in Fig.
dciryesteLl L ist. Aus dem Wasserabscheider 46 führt ein Perchlorühhylen-Auslaß
48 in einen Vorratsbehälter 32 für
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destilliertes Perchloräthylen. Der Wasserauslaß 47 ist an einen Wasserbehälter 52 angeschlossen.
In der geöffneten Stellung eines Ventils 50 ist der Drehkessel mit Hilfe einer Pumpe 51 auf die zweckmäßig gewählte Höhe
mit Wasser aus dem Vorratsbehälter 52 füllbar, wach beendeter
Wasserspülung des Textilgutes kann ein Wasserablaufventxl 60 geöffnet werden, damit das Spülwasser in einen Behälter 61
zurücklaufen kann. Im Spülwasser enthaltenes Perchloräthylen wird vom Spülwasser in einem zweiten Wasserabscheider 66 getrennt,
der mit dem Wasserabscheider 46 gleich ausgebildet sein kann. Aus dem Wasserabscheider 66 fließt das Perchlor-·
äthylen über einen Auslaß 67 in den Behälter 41 für verunreinigtes Perchloräthylen. Das Wasser tritt über einen Auslaß
68 aus und läuft indan Wasservorratsbehälter 52 zurück.
Fig. 2 zeigt einen Wasserabscheider 46 in erfindungsgemäßer Ausbildung. Die Füllung des Wasserabscheideis 46 mit einem
Gemisch 9u aus Perchloräthylen und wasser erfolgt über einen Einlaß 70. Das Gemisch 90 geht durch ein glasfaserenthaltendes
Gerät zum Bewirken von Koaleszenz 77, beispielsweise durch eine Geräte-Type 1-6186-T der Herstellerfirma Velcon Filters,
Inc., 460 E. Brokan Road, San Jose, California 95112. Das Gerät zum Bewirken von Koaleszenz weist ein aus Metall-Lochblech
hergestelltes Mittelteil 71 und ein aus Metall-Lochblech hergestelltes
Außenteil 75 auf, das mit einem Textilstoff 76 überzogen ist. Der Durchmesser der Fasern einer inneren Glasfaser-Schicht
72 haben einen Durchmesser von etwa 15 um, in einer Mittelscnicht 73 3 um und in einer Außenschicht 74 1,2 um.
Das Gerät zum Bewirken von Koaleszenz hat die Aufgabe, kleine suspendierte Flüssigkeitstropfen zu großen Tropfen zusammenzuführen,
da diese bei der Dichtetrennung schneller als kleine Tropfen trennbar sind. Wesentliche Voraussetzung für ein zufriedenstellendes
Arbeiten des Gerätes zum Bewirken von Ko ale Säe
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f. ,ι/πιο
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ist, daß es im Wasserabscheider angeordnet ist, um eine durch Turbulenzeinwirkung in den Verbindungsieitungen hervorgerufene
erneute Dispersion zu vermeiden. Wenngleich Koaleszenz in gewissem Umfange stattfindet, solang das im Gerät 72..·74
enthaltene Material in jeder der beiden Flüssigkeiten unlöslich ist und, wie zum Beispiel Holzkohle, eine große wirksame
Oberfläche aufweist, wurde festgestellt, daß Glasfasern andren
Materialien deutlich überlegen sind.
Um zu verhindern, daß suspendierte Wassertropfen am Auslaß 48 für Lösungsmittel austreten, ist vor diesen Auslaß 48 ein
Wasserschutzschirm 80 gesetzt. Als solcher kann beispielsweise
das Modell SO-614C der Herstellerfirma. VeIcon Filters, Inc.,
verwendet werden, das ein aus Monel oder aus rostfreiem bzw.
korrosionsbeständigem Stahl hergestelltes Sieb 81 aufweist, welches beiderseits mit einem Tetrafluoräthylen—Polymer (Teflon)
überzogen und mit einer lichten Maschenweite von etwa 0,075 mm (auf Basis US-Standard-Siebreihe, angenommen - a 200 mesh screen)
ausgebildet ist. Da der Polymer—Überzug einen Hydrolyten bzw.'
Wasser abstößt, können Wassertropfen nicht durch das Sieb bzw. den Schutzschirm zum Auslaß 48 für Lösungsmittel durchdringen.
Wasser ist leichter als Perchlorathylen und bildet daher im
oberen Bereich des Wasserabscheiders eine Schicht 84 und kann über den Wasserauslaß 47 austreten. In einer weiteren Schi it
sind Wassertropfen in Perchlorathylen enthalten. Der Perchloräthylen-Anteil
in dieser Schicht fließt durch den Wasserschutzschirm über den Auslaß 48 ab. Gegen Verunreinigungen
ist der Wasserabscheider durch einen lose aufliegenden Deckel 87 geschützt, nach dessen Wegnahme vtfasserschutzschirm und die
Bauteile des Gerätes zum Bewirken von Koaleszenz unte.rsucht
und ausgetauscht werden können. Um ein wirksames Arbeiten des
Wasserschutzschirmes zu gewährleisten, ist der Lösungsmittel-Auslauf 48 über eine Rohrleitung 85 an eine Zone angeschlossen,
die tiefer als die Auslässe 47 und 48 liegt. Der
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Wasserschutzschirm ist in seiner Arbeitsstellung daher vollständig
von der Perchloräthylen-Schicht 83 umschlossen. In einer betriebsmäßigen Ausbildungsform ist der zweite Wasserabscheider
66 leicht abgewandelt und durch tiefere Anordnung des Perchloräthylen-Auslasses und durch die Verwendung eines
kleineren, nahe dem Boden des Abscheiders angeordneten Wasserschutzschirmes an den hohen Wasserdurchsatz und den geringen
■Perchloräthylendurchsatz angepaßt. Dadurch ist die bei einem
hohen Wasserdurchsatz.zweckmäßige große Wasserschicht erzielbar. Es leuchtet ein, daß die Trennung noch wirksamer gemacht
werden kann, indem man zwei oder mehrere derartiger Wasserabscheider hintereinander anordnet, um zu gewährleisten, daß
das suspendierte Perchloräthylen vollständig ausgeschieden wird.
Beim praktischen Betrieb der Vorrichtung entsprechend Fig. 1 wurden in den Behälter 22 Textil-Behandlungsmittel zugegeben
und das zu behandelnde Textilgut 16 in den Drehkessel 10 eingelegt. Bei geschlossenen Ventilen 40, 50 und 6U wurde mit
der Pumpe 31 Perchloräthylen in den Drehkessel eingefüllt. Mit Hilfe der Pumpe 20 wurde das Perchloräthylen durch den
Wärmetauscher und durch den Behälter 22 gepumpt und dadurcn eine Vermischung.der Behandlungsmittel mit dem Lösungsmittel
erreicht. Die Trommel 14 wurde bis zur Beendigung der Behandlung in Drehung gehalten. Sodann wurde das Ventil 40 geöffnet
und der Drehkessel entleert. Eine teilweise Trocknung des Textilgutes wurde durch schnelles Umlaufenlassen der Trommel
erreicht.
Danach wurde das Ventil 40 geschlossen und mit der Pumpe 31 weiteres Lösungsmittel in den Drehkessel 10 eingepumpt. Das
Textilgut wurde durch Drehen der Trommel bewegt, danach das Ventil 40 wieder geöffnet und das Textilgut erneut zum Trocknen
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geschleudert. Nach diesem Spülvorgang wurde das Ventil 40
geschlossen und durch Öffnen des Ventils 50 der Drehkessel für einen Wasser-Spülvorgang mit wasser aus dem Behälter 52
gefüllt. Das Wasser war mit Hilfe des Wärmetauschers 21 auf eine Temperatur von 70 C erwärmt. Zur Bewegung des Textil«
gutes wurde der Drehkessel in Drehbewegung versetzt. Nach weiterer. Bewegung des Textilgutes bei einer Wassertemperatur
von 70 C ging das Perchloräthylen im Wasser in Emulsion über. Sodann wurde das Ventil 60 geöffnet, der Drehkessel entleert
und das Textilgut 16 bei schneller Drehbewegung der Trommel zentri fugiert.
Werden statt Perchloräthylen andre flüssige halogenierte
Kohlenwasserstoffe verwendet, so gelten für die Wasserspülung verschiedene Temperaturen. Dabei kommt es darauf,an, daß die
Temperatur hoch genug ist, um die Emulsionsbildung zu fördern, jedoch unter dem Siedepunkt des Gemischs bleibt.
Bei Verwendung von Perchloräthylen wurde als Bedingung für zufriedenstellende Ergebnisse eine Temperatur zwischen etwa
600C und 87,7°C ermittelt.- Da das Textilgut vor der Zugabe
von Wasser mit einem Lösungsmittel gespült wurde, enthielt das Wasser nach der Wasserspülung>sehr wenig Verunreinigungen
und konnte zum Abscheiden des Perchloräthylen unmittelbar, und
ohne eine voraufgehende Destillation einem Wasserabscheider zugeleitet werden, uurcn das Zentrifugieren des Textilgutes
wird die Entfernung des Lösungsmittels begünstigt, da Per- -chloräthylen
schwerer ist als Wasser und beim Zentrifugieren als erstes abgetrennt wird, so daß die im Textilgut verbleibende
Flüssigkeit nur aus Wasser besteht. Das wassernasse Textilgut-kann ohne Schwierigkeiten nach herkömmlichen Verfahren
weiterbehandelt werden. Durch das erfindungsgemäße' Verfahren wird somit der sowohl kostspielige als auch''die Luft
verunreinigende Abgang von Lösungsmittel in die Umgebungsluft
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vermieden.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist eine Verdampfung des Lösungsmittels nicht erforderlich. Es genügt die Zugabe.von
warmem Wasser, so daß sich infolge der mechanischen Bewegung innerhalb der umlaufenden Trommel eine Emulsion . leicht bilden
kann. Durch die Verwendung des in Fig. 2 dargestellten Wasserabscheiders
66 können die Emulsionsbestandteile schnell und kostensparend getrennt werden.
Mit Hilfe des Wasserabscheiders 46 ist es möglich, das im Kondensat aus dem Verflüssiger 44 enthaltene Wasser und Perchloräthylen
schnell und kostensparend zu trennen« Dem gegenüber waren bisher zum Abscheiden von Wasser aus Perchloräthylen
bei hohem Durchsatz teure und viel Platz beanspruchende Vorrichtungen bzw. Anlagen erforderlich. Durch die Anordnung
des Gerätes zum Bewirken von Koaleszenz unmittelbar im Wasserabscheider sind die Schwierigkeiten, die sich aus einer-Turbulenz
zwischen dem Gerät und dem Wasserabscheider ergeben, beseitigt. Mit Hilfe des im Wasserabscheider angeordneten Wasserschutzschirmes
ist es möglicn, aus einer Wassertropfen-Dispersion in Perchloräthylen nur das Perchloräthylen auszuscheiden, so
daß die Baugröße der zum Trennen der Dispersion in zwei einheitliche Phasen erforderlichen Vorrichtung verringert werden
kann.
In die Trommel einer Vorrichtung zum Behandeln von Textilware in der vorbeschriebenen Ausbildung (Fig. 1) wurde eine Maschenwarenprobe
aus Polyester eingelegt und der Vorratsbehälter mit Wasser, Farbstoff und einem Emulgator gefüllt. Nach Zugabe von
Perchloräthylen wurde das Gemisch während 25 Minuten bei einer Temperatur von 87 C umgepumpt. Nach beendeter Behandlung wurde
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das Gemisch abgezogen und das Textilgut geschleudert.
Nach erneuter Zugabe von Perchloräthylen wurde die Trommel
zum Spülen des Textilgutes während 2 Minuten in Drehbewegung versetzt» Nach dem Spülen wurue das Lösungsmittel abgelassen und das Textilgut geschleudert. Nach Zugabe von Wasser wurde dieses über den Wärmetauscher auf 700C erwärmt und die Trommel während 5 Minuten in Drehbewegung versetzt, um das Textilgut im Wasser zu bewegen. Nach diesem Spülvorgang wurde das Wasser, das emulgiertes Lösungsmittel enthielt, abgelassen und das
Textilgut geschleudert. Das emulgierte Lösungsmittel wurde : mit Hilfe eines Wasserabscheiders in Ausbildung entsprechend Fig. 2 vom Wasser abgetrennt.
zum Spülen des Textilgutes während 2 Minuten in Drehbewegung versetzt» Nach dem Spülen wurue das Lösungsmittel abgelassen und das Textilgut geschleudert. Nach Zugabe von Wasser wurde dieses über den Wärmetauscher auf 700C erwärmt und die Trommel während 5 Minuten in Drehbewegung versetzt, um das Textilgut im Wasser zu bewegen. Nach diesem Spülvorgang wurde das Wasser, das emulgiertes Lösungsmittel enthielt, abgelassen und das
Textilgut geschleudert. Das emulgierte Lösungsmittel wurde : mit Hilfe eines Wasserabscheiders in Ausbildung entsprechend Fig. 2 vom Wasser abgetrennt.
Das erhal ene Textilgut wies eine leichte Feuchtigkeit durch
wasser auf, doch konnte am Textilgut kein Perchloräthylen-Geruch festgestellt werden. Nach dem Trocknen besaß das Textilgut
einen ausgezeichneten Griff.
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Claims (1)
- PAT .ENTANS PRUGHEl. Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut unter Verwendung einer zweiphaslgen chemisch emulgierten Flüssigkeit, die aus in'einem nicht mischbaren, flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoff—Lösungsmittel emulgiertem Wasser besteht, dadurch gekennzeichnet, daß an .a) eine Vorrichtung (10), mit der das Textilgut (16) mit der zwexphasigen Flüssigkeit zusammenbringbar ist,b) zum Verdampfen der zweiphasigen Flüssigkeit ein Verdampfer (43) angeschlossen ist, demc) zum Verflüssigen der im Verdampfer (43) erzeugten Dämpfe' ein Verflüssiger (44) nachgeschaltet ist, an den sichd) zum Trennen der durch Kondensation erhaltenen Flüssigkeiten ein Abscheider (46) anschließt, dessen Behälter einen Einlaß (7u), einen im oberen Behälterbereich ausgebildeten ersten Auslaß (47) für die leichtere der beiden Flüssigkeiten und für die schwerere der beiden Flüssigkeiten einen zweiten Auslaß (48) aufweist, der in geringem Abstand unter dem ersten Auslaß (47) angeordnet und über eine Rohrleitung (85) an eine Zone angeschlossen ist, die tiefer liegt als die erste und die zweite Öffnung (47, 48), und daße) im Behälter (46) ein an den Einlaß (7Q) angeschlossenes Gerat (77) zum Bewirken von Koaleszenz vorgesehen ist, durch das alle in den Tank (46) geleiteten Flüssigkeiten hindurchströmen müssen und das ein in jeder der beiden Flüssigkeiten unlösliches Material (72, 73, 74) mit großer wirksamer Oberfläche enthält»- 14 - 41 176Z. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das unlösliche Material (72, 73, 74) aus Glasfasern besteht. ■3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasfasermaterial (72, 73, 74) Fasern mit einem Durchmesser zwischen 1 und 5 um enthält.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem vor dem zweiten Auslaß (48) ein Wasserschutzschirm (80) angeordnet ist, der verhindert, daß Wassertropfen aus dem Tank (46) durch diesen zweiten Auslaß (48) austreten. . - ■ ,"" :5· Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch g e k e η η zeichnet, daß der Wasserschutzschirm (80) mit einem Tetrafluoräthylen-Harz überzogen ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge k e η η zeichnet, .daß der Wasserschutzschirm (80) durch ein Sieb (81) mit einer lichten Maschenweite von etwa 0,0 75 mm (auf Basis US-Standard-Siebreihe, angenommen - a 200 mesh screen) gebildet ist.7. Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut unter Verwendung einer zweiphasigen chemisch emulgierten Flüssigkeit, die aus in einem nicht mischbaren, flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel emulgiertem Wasser besteht, dadurch gekennzeichnet, daß an2 Π Π P R 3 / H 1 0- 15 - 41· 176 'a) eine Vorrichtung (IO)1 mit der das Textilgut (16) mit der zweiphasigen Flüssigkeit zusammenbringbar ist, ·b) zum Verdampfen der zweiphasigen Flüssigkeit ein Verdampfer (43) angeschlossen ist, demc) zum Verflüssigen der im Verdampfer (43) erzeugten Dämpfe ein Verflüssiger (44) nachgeschaltet ist, an den sichd) zum Trennen der durch Kondensation erhaltenen Flüssigkeiten ein Abscheider (46) anschließt, dessen Behälter einen Einlaß (70), einen Wasserauslaß (47), einen Lösungsmittel-Auslaß (48) und vor dem Lösungsmittel—Auslaß (48) einen Wasserschutzschirm (80) aufweist, der verhindert, daß Wasser durch den Lösungsmittel-Auslaß (48) austritt.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserschutzschirm (80) durch ein Metallsieb (81) mit einer lichten Maschenweite von etwa 0,075 mm (auf Basis US—Standard-Siebreihe, angenommen - a 200 mesh screen) gebildet ist.9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e k e η η zeichne t, daß der Wasserschutzschirm (80). mit einem einen Hydrolyten abstoßenden bzw. wasserabstoßenden Material überzogen ist*10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das einen Hydrolyten abstoßende bzw. wasserabstoßende Material ein Tetrafluoräthylen-Polymer ist.11. Vorrichtung, zum Entfernen von flüssigem halogeniertem Kohlenwasserstoff von Textilgut, dadurch2 UM H«3 / 1 TlO- 16 - 41 176gekennzeichnet , daßa) in einem Behälter (10)b) Textilgut (16).aufnehmbar ist,, an dem aus voraufgegangenen Prozessen noch flüssiger halogenierter Kohlenwasserstoff anhaftet, daßc) dem im Behälter (10) enthaltenen Textilgut (16) mit Hilfe einer Speisevorrichtung (20, 21, 22) heißes Wasser zuführüar ist, und daßd) zum Trennen des Wassers und des halogenierten Kohlenwasserstoffs an den Behälter (10) ein Abscheider (46) angeschlossen ist, der ein berät (77) zum Bewirken von Koaleszenz aufweist, durch das die Flüssigkeiten hindurchströmen müssen und das ein in jeder der beiden Flüssigkeiten unlösliches Material (72, 73, 74) mit großer wirksamer Oberfläche enthält.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das unlösliche Material (72, 73, 74) aus Glasfasern besteht.13. Vorrichtung· nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasfasermaterial (72, 73, 74) Fasern mit einem Durchmesser zwischen 1 und 5 um enthält.14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheider (46) einen Behälter besitzt, der im oberen Bereich eine erste Öffnung (47) für das Abfließen der leichteren der beiden Flüssigkeiten und für das Abfließen der schwereren der beiden Flüssigkeiten eine zweite Öffnung (48) aufweist, die in geringem Abstand unter der ersten Öffnung (47) angeordnet und über eine Rohrleitung (Bb) an eine Zone angeschlossen ist, die tiefer liegl als die erste und die? Π f-i F m / 1 1- 17 - 41 176zweite Öffnung (47, 48). . " " '15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Abscheider (46) vor einer dieser öffnungen (47, 48) ein Wasserschutzschirm (80) angeordnet ist, der aus einem mit einem Tetrafluoräthylen überzogenen Metall-Lochblech (81) hergestellt ist und der verhindert, daß Wasser aus dem Tank (46) durch die Öffnung (47, 48) ausfließt, vor der der Wasserscautzschirm (80) angeordnet ist.16. Vorrichtung zum Entfernen von flüssigem halogeniertem Kohlenwasserstoff von Textilgut, dadurch gekennzeichnet, daß ■ -ιa) in einem Behälter (10)b) Textilgut (16) aufnehmbar ist, an dem aus voraufgegangenen Prozessen noch flüssiger halogenierter Kohlenwasserstoff anhaftet, daßc) dem im Behälter (10) enthaltenen Textilgut (16) mit Hilfe einer Speisevorrichtung (20, 21, 22) heißes Wasser zuführbar ist, daß -d) zum Bewegen des im Behälter (10) enthaltenen Textilgutes (16) eine Vorrichtung (14) vorgesehen ist,- und daße) zum Trennen dispergierten flüssigen halogenierten Kohlenwasserstoffs von Wasser an den Behälter (10) ein Wasserabscheider (46) angeschlossen ist, in dem dieser halogenierbe Kohlenwasserstoff vom Textilgut (16) entfernbar ist, ohne daß das Wasser oder der nalogenierte Kohlenwasserstoff verdampft werden müssen.17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch g e k .en. η - ■ ζ e j c h η e i:, daß die Bewegungsvorrichbung (14) eine umlauf fjndr» TrornmeJ ist:.BAD ORIGINAi.1- 18 - 41 176 -223331 Π18. Verfahren zum Entfernen von Perchloräthylen von Textilgut, dadurch gekennzei chnet, daßa) das Textilgut wenigstens einmal mit reinem Perchloräthylen undb) wenigstens einmal mit auf etna 60 bis etwa 87°C erwärmtem Wasser gespült wird, wobei Textilgut und Wasser in starke Bewegung versetzt werden.19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet , daß weiterhin dem Textilgut eine schnelle Drehbewegung erteilt wird, wobei die Zentrifugalkraft die Flüssigkeiten aus dem Textilgut treibt.20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin zum Trennen des Perchlorathylens vom Wasser das Spülwasser durch ein Gerät zum Bewirken von Koaleszenz geleitet wird, das Glasfasern mit einem Durchmesser zwischen 1 und 5 um enthält.209883/1110■ Le-erseite
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