DE2232866A1 - Loesbare verbindung zwischen geschoss und treibladungshuelse - Google Patents
Loesbare verbindung zwischen geschoss und treibladungshuelseInfo
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Description
OZ 72071
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFf
Troisdoi-f Bez. Köln
lösbare Verbindung zwischen Geschoß und Treibladungshülse
Das Hauptpatent (Deutsche Patentanmeldung P 22 10 869,6). be-
trifft eine lösbare Verbindung zwischen Geschoß und Treibladungshülse für aus einem Waffenrohr abzuschießende patronierte Muni-
tion, bei welcher die Treibladungshülse im Bereich ihres vorderen Endes wenigstens ein in einer Ausnehmung geführtes zwischen einer
äußeren und einer inneren Endstellung radial verschiebbares Verriegelungselement
aufweist, das in der äußeren Endstellung in einem das Einführet in das Waffenrohr verhindernden Maße aus der
Treibladungshülse hinausragt und in dieser Stellung durch innenseitige Abstützung an einem innerhalb der Treibladungshülse angeordneten gegen die Kraft einer Feder nach hinten verschiebbaren
Sperrglied arretiert ist, während es in der inneren Endstellung in eine korrespondierende Ausnehmung des in die Treibladungshülse
eingeführten dabei das Sperrglied aus seiner Arretierstellung nach hinten verschiebenden Geschoßhecks einrastet und in dieser
Geschoß und Treibladungshülse formschlüssig verbindenden Stellung durch außenseitige Abstützung im Waffenrohr arretiert ist.
Mit einer solchen Ausbildung wird erreicht, daß die Munition nur
dann in das Waffenrohr einführbar ist, wenn die Verbindung zwischen Geschoß und Treibladungshülse einwandfrei durchgeführt
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worden ist. Unfälle infolge fehlerhafter Verbindungen oder dem versehentlichen Einführen mehrerer Treibladungen in das Waffenrohr
werden durch diese Sicherheitskupplung zuverlässig ausge-
: schlossen.
: Beim Abschuß wird vom Geschoßheck auf das wenigstens eine Verriegelungselement
eine Kraft ausgeübt, welche neben einer axialen Komponente auch eine Radialkomponente aufweist. Diese Ra-
*
dialkomponente drückt das wenigstens eine Verriegelungselement an die Innenwandung des Waffenrohres an. Um die Gefahr, daß es
dadurch im Laufe der Zeit zu einer Beschädigung des Waffenrohres in Form von Reibspuren, Riefen oodgl. kommt, zumindest erheblich
herabzusetzen, wird in zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, die im Bereich des vorderen Endes der
Treibladungshülse vorgesehene Ausnehmung für das wenigstens eine Verriegelungselement - von innen betrachtet - zum hinteren Ende
der Treibladungshülse hin geneigt auszubilden. Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß auch die von der Treibladungshülse während der Beschleunigungsphase beim Abschuß auf das
wenigstens eine Verriegelungselement ausgeübte Kraft eine Radialkomponente enthält, welche der vom Geschoß ausgeübten Radialkraft
entgegengerichtet ist und somit die Anpressung des Verriegelungselementes an die Waffenrohrwandung vermindert. Je nach
der Wahl des Neigungswinkels der Ausnehmung hat man es dabei in der Hand, die erfindungsgemäße Druckentlastung des wenigstens
einen Verriegelungselementes den jeweiligen Erfordernissen anzupassen.
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Die Ausnehmung für das wenigstens eine Verriegelungselement kann beispielsweise als kreiszylindrische Bohrung, d.h. mit einer
geraden Längsachse oder auch mit einer schraubenlinienförmig gewundenen Längsachse ausgeführt werden. In jedem FalUßkann dabei
die Anordnung jedoch so getroffen werden, daß das Verriegelungselement nach dem Verlassen des Waffenrohres von den nachströmenden
Treibladungsgasen aus seiner Ausnehmung herausgedrückt wird und in einer gewollten Richtung vom Geschoß wegfliegt.
Diese Richtung v/ird beispielsweise bestimmt durch die Geschoßgeschwindigkeit, die Ausstoßgeschwindigkeit des Verriegelungselementes
und die Neigung der Ausnehmung.
Sofern es nicht erwünscht ist, daß das Verriegelungselement beim
Abschuß aus seiner Ausnehmung herausgedrückt wird und dieses durch das mechanische Verstemmen der Ausnehmung an ihrem äußeren
Ende allein nicht verhindert werden kann, ist dafür zu sorgen, daß nach dem Verlassen des Waffenrohres ein schneller Abbau des
Gasdruckes an der Innenseite des wenigstens einen Verriegelungselementes erfolgt. Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung
ist hierzu die Treibladungshülse im Bereich der Ausnehmung für das wenigstens eine Verriegelungselement mit einer inneren und
ggf. auch einer äußeren ringförmigen Nut versehen. Die innere Ringnut bewirkt nach dem Verlassen des Waffenrohres ein schnelles
Abströmen der Treibladungsgase, insbesondere wenn der das wenigstens eine Verriegelungselement aufweisende vordere Bereich der
Treibladungshülse mit radialen Druckausgleichsbohrungen versehen ist. Die ggf. vorgesehene äußere Ringnut dagegen ermöglicht im
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Waffenrohr den schnellen Zutritt der Treibladungsgase zur Außen
seite des Verriegelungselementes und trägt damit zu deren Druck entlastung bei.
Zusätzlich zu den Ringnuten oder auch statt dessen kann erfindungsgemäß
ferner vorgesehen werden, daß das wenigstens eine Verriegelungselement nur an einigen Stellen seines Umfange an
der Wandung der Ausnehmung anliegt. Das Verriegelungselement füllt also den Querschnitt der Ausnehmung nicht völlig aus,
so daß ein Teil der Treibladungsgase seitlich am Verriegelungselement vorbei durch dessen Ausnehmung hindurch abströmen kann.
Beispielsweise kann hierzu die Ausnehmung mit einem regelmäßigen Sechseckquerschnitt ausgebildet werden, so daß bei einer
Kugel als Verriegelungselement diese nur an sechs Punkten der Wandung der Ausnehmung anliegt. Diese Maßnahmen ermöglichen es,
daß der beim Abschuß abgetrennte vordere Bereich der Treibladungshülse - wie im Hauptpatent angegeben - entweder mit dem
Geschoßheck verbunden bleibt und zusammen mit diesem ins Ziel fliegt oder aber bei entsprechendem radialen Spiel zwischen dem
Geschoßheck und dem abgetrennten ringförmigen Teil als Ganzes nach einer gewissen Flugentfernung von der Waffenmündung abgeworfen
wird.
Um beim Entladen der Waffe und dem dabei erfolgenden Entkuppeln von Geschoß und Treibladungshülse die axiale Vorwärtsbewegung
der Schiebehülse unter das wenigstens eine Verriegelungselement zu erleichtern, ist erfindungsgemäß der Außendurchmesser
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des vorderen Bereiches der Schiebehülse etwas kleiner als der Außendurchmesser des hinteren' Geschoßendes ausgebildet. Dabei
erweist es sich ferner als zweckmäßig, die Schiebehülse am .Übergang von ihrer zylindrischen Außenfläche zur vorderen Stirnfläche
mit einer Rundung zu versehen, um der Gefahr eines evtl. Verklemmens des Verriegelungselementes infolge einer scharfkantig
ausgebildeten Schiebehülse zu begegnen. Entsprechend einem anderen Vorschlag der Erfindung ist die Schiebehülse in ihrem
hinteren Bereich mit radialen Druckausgleichsbohrungen versehen, um zu verhindern, daß dieses Teil unter der Einwirkung der
Treibladungsgase beim Abschuß evtl. verbogen wird oder auch abreißt und dadurch nach dem Abschuß unter Umständen ein Verklemmen
der Kupplungsteile im Waffenrohr bedingt. Ein solches Verklemmen ist unerwünscht, da es das Laden des nächsten Schusses
erschwert.
Aus dem gleichen Grunde erweist es sich auch als vorteilhaft, bei Verwendung des im Hauptpatent angeführten gesonderten Halteringes für das wenigstens eine Verriegelungselement den für die
Verbindung des Halteringes mit dem übrigen Teil der Treibladungshülse vorgesehenen hülsenförmigen Ansatz mit axialen Sollbruchstellen zu versehen. Diese Sollbruchstellen, die beispielsweise
eingefräst oder eingekerbt sind, ermöglichen beim Abschuß ein gleichmäßiges Aufreißen des hülsenförmigen Ansatzes zusammen mit
der verklebten Treibladungshülse und verhindern so das unerwünschte Verklemmen im Waffenrohr. Durch dieses definierte Aufreißen werden außerdem die von Schuß zu Schuß auftretenden
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1 Schwankungen im Abschußgasdruck verringert und damit die Streu»
J ungen der Geschoßgeschwindigkeit reduziert bzw. die Zielgenaui '
; igkeit erhöht.
! Um zu verhindern, daß sich beim Abschuß die Innenhülse mit ihrem
j hinteren Ende in den hülsenförmigen Ansatz des Halteringes hineinschiebt
und dadurch unter Umständen die Treibladungshülse im Waffenrohr verklemmt, ist.es schließlich noch zweckmäßig,
j den Haltering durch Umbördeln des hinteren Randes des hülsen-
\ förmigen Ansatzes in eine korrespondierende Ringnut der Innen-
! hülse hinein mit dieser formschlüssig zu verbinden.
i Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen ge-
'. zeigt und wird an Hand dieser nachstehend noch näher erläutert.
I Dabei sind für die gleichen Teile wie im Hauptpatent die dort eingeführten Bezugsziffern verwendet. Es zeigen im Längs- und
Ausschnitt
Fig. 1 « Treibladungshülse und Geschoß im verbundenen Zustand,
I Fig. 2 den Bereich der Ausnehmung mit Verriegelungselement im vergrößerten Maßstab,
Fig. 3 zwei Varianten für den vorderen Bereich der Treibladungshülse
und
Fig. 4 den Haltering mit Innenhülse in der Ansicht.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Sicherheitskupplung
sind die Verriegelungselemente 3, hier Kugeln, in Ausnehmungen 5 geführt, deren Längsachse gegen die Querachse der
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Treibladungshülse 1 um den Winkel Ok (siehe Fig. 2) geneigt
. ist. In der Praxis hat sich, ein Winkel Ot- von beispielsweise
15° bewährt. In jedem Falle ist die Richtung der Neigung so
gewählt, daß die Ausnehmung 5 - vom Inneren der Treibladungshülse
1 her betrachtet - zum hinteren Ende der Treibladungshülse 1 hin weist. Der hülsenförmige Ansatz 7 des Halteringes
6 ist an seinem hinteren Ende 27 in die korrespondierende Ringnut 28 der Innenhülse 11 umgebördelt, so'daß die Innenhülse
11 mit dem Haltering 6 sicher formschlüssig verbunden ist. Die Schiebehülse 8 weist in ihrem hinteren Bereich die
radialen Druckausgleichsbohrungen 29 auf.
In Fig. 2 ist durch den Pfeil P diejenige Kraft dargestellt, welche beim Abschuß von der Treibladungshülse 1 bzw. ά-em Haltering
6 auf das Verriegelungselement 3 ausgeübt wird. Diese Kraft P weist eine axiale Komponente P_ und eine radiale Kornponente
P . Die letztere ist zum Inneren der Treibladungshülse 1 hin gerichtet und bewirkt dadurch die erfindungsgemäße radiale
Entlastung des Verriegelungselementes 3 und damit zumindest eine erhebliche Reduzierung des Waffenrohrverschleißes
infolge des an dieses angedrückten Verriegelungselementes 3. Die von der Kante 26 des Geschoßhecks 20 auf das Verriegelungselement
3 beim Abschuß ausgeübte Kraft ist aus zeichentechnischen Gründen nicht dargestellt. Der Außendurchmesser der
Schiebehülse 8 ist in ihrem vorderen Bereich kleiner als der Außendurchmesser des hinteren Geschoßendes. Am Übergang von
ihrer Außenfläche zur vorderen Stirnfläche ist die Schiebe-
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hülse 8 mit der Rundimg 30 versehen. Der Ansatz 7 weist die ; als Längskerbe ausgeführten axialen Sollbruchstellen 31 auf, von
j denen hier nur eine gezeigt ist.
Gemäß der in der oberen Hälfte von Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist der Haltering 6 im Bereich der gestrichelt angedeute-
ten Ausnehmung mit den inneren und äußeren Ringnuten 32,33 versehen. In der unteren Hälfte dieser Figur ist eine andere
Variante gezeigt, bei der die Ausnehmung 5 z.B. mit einem sechseckigen
Querschnitt ausgeführt ist.
Fig. 4 zeigt.den Haltering 6 mit Ansatz 7, den Verriegelungselementen 3, den Druckausgleichsbohrungen 13, der ringförmigen
Sollbruchstellen 12, der axialen Sollbruchstelle 31 und der Innenhülse 11.
Trolsdorf, den 30. Juni 1972
Sc/Ro
Sc/Ro
303893/0289
Claims (1)
- Patentansprüche:T.j Lösbare Verbindung zwischen Geschoß und Treibladungshülse für aus einem Waffenrohr abzuschießende patronierte Munition nach einem der Ansprüche 1 bis 11 des Hauptpatentes (Deutsche Patentanmeldung P 22 10 869.6), dadurch gekennzeichnet , daß die im Bereich des vorderen Endes der Treibladungshülse (1) vorgesehene Ausnehmung (5) für das wenigstens eine Verriegelungselement (3) - von innen betrachtet - zum hinteren Ende der Treibladungshülse (1) hin geneigt ausgebildet ist.2. Lösbare Verbindung nach Anspruch 1 bzw. einem der Ansprüche1 bis 11 des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, daß die · Treibladungshülse (1) im Bereich der Ausnehmung (5) eine innere und ggf. auch eine äußere ringförmige Nut (32,33) aufweist.3. Lösbare Verbindung nach Anspruch 1 oder 2 bzw. einem der -Ansprüche 1 bis 11 des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Verriegelungselement (3) nur an einigen Stellen seines Umfangs an der Wandung der Ausnehmung(5) anliegt.4. Lösbare Verbindung nach Anspruch 6 des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des vorderen Bereiches der Schiebehülse(8)etwas kleiner als der Außendurchmesser des hinteren Geschoßendes ist.309883/02892232868. 5. Lösbare Verbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,ί *daß die Schiebehülse (8) am. Übergang von ihrer zylindrischen I Außenfläche zur vorderen Stirnfläche mit einer Rundung (30)! ι! versehen ist.: 6. Lösbare Verbindung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge~ ! kennzeichnet, daß die SeMebehülse (8) in ihrem hinterenι Bereich mit radialen Druckausgleichsbohrungen (29) versehenj ist.j :i 'I :j 7. Lösbare Verbindung nach Anspruch 5 des Hauptpatentes, da- ;I !I durch gekennzeichnet, daß der Haltering (6) einen mit! axialen Sollbruchstellen (31) versehenen hülsenförmigeni Ansatz (7) aufweist.8. Lösbare Verbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltering (6) durch Umbördeln des hinteren Randes .(27) des hülsenförmigen Ansatz (7) in eine korrespondierende Ringnut (28) der Innenhülse (11) hinein mit dieser formschlüssig verbunden ist.Troisdorf, den 30* Juni 1972
OZ 72071 Sc/Ro309883/0289Leerseite
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