DE2232335C2 - Aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren - Google Patents
Aktive Induktionsschleife für VerkehrsdetektorenInfo
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- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
- G08G1/00—Traffic control systems for road vehicles
- G08G1/01—Detecting movement of traffic to be counted or controlled
- G08G1/042—Detecting movement of traffic to be counted or controlled using inductive or magnetic detectors
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Verkehrsdetektoren sollen, sofern nicht für Sonderzwecke eingesetzt, das Verkehrsgeschehen gleichwertig
registrieren, d. h. sowohl Straßenbahnzüge als auch rrichtschienengebundene Fahrzeuge, z. B. Autobusse,
die auf derselben Trasse oder Fahrspur verkehren, müssen den Verkehrsdetektor sicher und eindeutig auslösen.
Mit den gebräuchlichen aktiven Induktionsschleifen, die zur gemeinsamen Erfassung von schienengebundenen
und -ungebundenen Fahrzeugen zwischen Schienengleise verlegt werden müssen, bestehen
Schwierigkeiten, da infolge der ungleichen Stromverteilung in den beiden Schienen durch Stromstöße Spannungsimpulse
in den Induktionsschleifen induziert werden. Diese können zu Auslösungen im Verkehrsdetektor
führen, ohne daß ein Fahrzeug die Meßstellen passiert hat.
Solche Schienenstrom-Fehlauslösungen machen eine genaue Verkehrserfassung unmöglich und müssen unterdrückt
werden.
Es ist schon eine Einrichtung zur Fahrortbestimmung von Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen, bekannt,
bei der die Strecke zur Bildung eines Fahrortkriteriums, das an eine Zentrale übertragen wird, in einzelne
Abschnitte unterteilt und jedem Abschnitt eine hochfrequenzgespeiste Leitungsschleife zugeordnet ist,
und bei der mit jeder Leitungsschleife eine oder mehrere Empfangsantennen derart gekoppelt sind, daß die in
ihnen induzierte EMK durch das Vorbeifahren eines Fahrzeugs zusammenbricht und das dadurch erhaltene
Meldekennzeichen als Fahrortkriterium dient, und bei der durch asymmetrische Kreuzung einzelner Leitungsschleifen innerhalb der Abschnitte Schleifenhälften gebildet
werden, von denen die größere eine Fläche Fund die kleinere, die als Kompensationswicklung mit η Windungen
ausgeführt ist. eine Fläche — bedeckt (DE-OS 17 80 093); in bekannter Weise werden so die in den
Schienen fließenden Ströme kompensiert.
Bei einer anderen bekannten Einrichtung (es wird auf Fig. 1 verwiesen) wurden die Induktionsschleifen für
die Verkehrsdetektoren bei Verlegung zwischen Gleis-Schienen so klein gewählt, daß die Schienenstromimpulse
gerade nicht mehr zur Auslösung der Detektoren ausreichten. Hierbei müssen aber durch Schienenstromausgleichsverbinder
vor und nach dem Meßstellenbereich die Stromunterschiede in den beiden Schienen
weitgehend ausgeglichen werden und die Detektoren dürfen nicht zu empfindlich sein. Nichtschienengebundene
Fahrzeuge lösen aber über solche Schleifen nicht mehr sicher aus.
Als eine andere Erfassungsmöglichkeit bieten sich passive Detektoren, d. h. solche, bei denen der Detektor
mit Schleife nur als Empfänger dient. Hierzu müssen jedoch alle Fahrzeuge, die das System auslösen sollen,
mit einer angepaßten Sendeeinrichtung ausgerüstet sein. Das ist umständlich und teuer, und Privatfahrzeuge
werden nicht erfaßt.
Es ist ferner schon ein Schleifendetektor bekannt, dessen Induktionsschleife in ihren Abmessungen dem
sie überfahrenden Fahrzeug entspricht, aus einer oder mehreren Windungen besteht und in eine Fuge der
Fahrbahndecke eingelassen und vergossen ist (DE-Zeitschrift »SEL-Nachrichten« 1967, H. 2, S. 75-79).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine aktive Induktionsschleife zu schaffen, die einfach im Aufbau ist und bei
Eliminierung der vorerwähnten Schienenstromfehlauslösungen gleichwertig und sicher registriert.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die in den Patentansprüchen angegebenen Maßnahmen gelöst.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Induktionsschleife herkömmlicher bekannter
Art,
F i g. 2 bis 4 Induktionsschleifen in Form einer Acht,
F i g. 5 den Feldlinienverlauf einer achtförmigen Induktionsschleife.
In den Figuren sind, jeweils mit I und 2 bezeichnet, die
Gleisschienen z. B. einer Straßenbahn gezeigt, zwischen denen eine Induktionsschleife 3 angeordnet ist. Bei der
bekannten Ausführung nach F i g. 1 wird bei großen Stromstößen in der Schiene 1 (ausgezogener Pfeil) in
der Induktionsschleife 3 ein Spannungsimpuls induziert, der entsprechend den Pfeilen 4-4 in voller Höhe zum
nicht näher dargestellten Detektor gelangt und diesen oft genug auszulösen vermag.
In den Fig. 2 bis 4 ist diese Induktionsschleife 3 in
zwei Schleifenhälften 5 und 6 unterteilt. Die Schleifenhälften liegen in Fahrtriojitung hintereinander und die
Leitungen sind in F i g. 2 in Form einer Acht gekreuzt.
Fig.3 stellt eine Ausführung der achtförmigen Induktionsschleife
mit mehreren Windungen dar.
Fig.4 zeigt eine Modifikation einer mehrdrähtigen
achtförmigen Induktionsschleife. Die beiden Schleifenhälften 5 und 6 sind hier getrennt gewickelt und erst
anschließend gegensinnig zu einer achtförmigen Induktionsschleife zusammengeschaltet. Diese Anordnung ist
in der elektrischen Wirksamkeit der der F i g. 3 gleichzusetzen, hat jedoch darüber hinaus Herstellungsvorteiie.
Die Schleifen selbst werden zweckmäßig in entsprechend geformte Nuten in der Fahrbahndecke eingelegt
und vergossen.
In Fig. 5 ist der ungefähre Verlauf der Feldlinien 7
einer achtförmigen Induktionsschleife mit den Schleifenhälften
5 und 6 in Gleis-, d. h. in Verkehrsrichtung dargestellt. Die gestrichelten Linien 8 zeigen die Umhüllenden
für drei Ansprechkeulen, die jeweils Punkte gleicher Ansprechempfindlichkeit verbinden. Sie stellen
den Ansprechbereich der Detektoreinnchtung auf eine bestimmte Schleifenbelastung in drei verschiedenen
Empfindlichkeitsgraden dar.
Durch die erfindungsgemäße Schaltung werden Schienenstromauslösungen vermieden. Die Anordnung
spricht bei 3 Ilen auch nichtschienengebundenen und solchen
Fahrzeugen größerer Bodenfreiheit, soweit diese den Schleifenbereich passieren, gleichwertig und sicher
an. Durch Dämpfung wird die elektrische Güte der Meßschleife verschlechtert, und der Abfall der
Schwingspannung löst den Detektor aus.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (2)
1. Aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren mit Dämpfungsauswertung, bei der die Dämpfung
der Induktionsschleife beim Passieren eines Fahrzeuges die Schwingspannung des speisenden
Oszillators beeinflußt, was den Detektor auslöst und zur Auswertung herangezogen wird, wobei die Induktionsschleife
zwischen den Schienen eines Gleises verlegt ist und gemeinsam mit dem gleisgebundenen
Verkehr auch den auf gleicher Trasse geführten gleisungebundenen Verkehr erfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Induktionsschleife (3) in Schienenlängsrichtung in Form einer Acht unter
Kreuzung der Leitungsführung verlegt ist, wobei die sich ergebenden Schleifenhälften (5,6) elektrisch
und geometrisch zur Einspeisestelle symmetrisch sind.
2. Aktive Induktionsschleife nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
von zwei Induktionsschleifen diese bei Normalverlegung jeder Induktionsschleife zu einer Acht
in elektrischem und geometrischem Sinn zusammengeschaltet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722232335 DE2232335C2 (de) | 1972-06-28 | 1972-06-28 | Aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722232335 DE2232335C2 (de) | 1972-06-28 | 1972-06-28 | Aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2232335A1 DE2232335A1 (de) | 1974-01-10 |
| DE2232335C2 true DE2232335C2 (de) | 1984-09-06 |
Family
ID=5849377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722232335 Expired DE2232335C2 (de) | 1972-06-28 | 1972-06-28 | Aktive Induktionsschleife für Verkehrsdetektoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2232335C2 (de) |
Families Citing this family (4)
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-
1972
- 1972-06-28 DE DE19722232335 patent/DE2232335C2/de not_active Expired
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