DE2231767A1 - Verfahren zum kontinuefaerben von bahnfoermiger ware aus zumindest teilweise zellulosefasern und anlage zur durchfuehrung dieses verfahrens - Google Patents
Verfahren zum kontinuefaerben von bahnfoermiger ware aus zumindest teilweise zellulosefasern und anlage zur durchfuehrung dieses verfahrensInfo
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Description
Vepa AG V 507
Riehen-Basel/Schweiz 26. Juni 1972
"Verfahren zum Kontinuefärben von bahnförmiger Ware aus zumindest teilweise Zellulosefasern und Anlage zur Durchführung dieses
Verfahrens"
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum kontinuierlichen Färben von bahnförmiger Ware, die zumindest teilweise Zellulosefasern
enthält, bei dem die mit Farbstoff versehene Ware mit chemischen Reduktionsmitteln getränkt, dann in einen Dämpfer zum Fixieren
der Farbe transportiert, anschließend nachbehandelt, wie Spülen, Oxydieren, Seifen und wieder Spülen, und schließlich getrocknet
wird.
Das Kontinuefärben von Zellulosefasern mit Küpenfarbstoffen ist unter dem amerikanischen Verfahren Pad-Steam bekannt geworden.
Dabei wird zunächst der ungelöste Farbstoff in einer Suspension auf und in die Faser gebracht. Sollte z.B. das Gewebe u.a. auch
Polyesterfasern enthalten, so wird zunächst diese Faser mit dem dazu aufgegebenen Farbstoff unter Anwendung des Thermosolverfahrens
gefärbt. Anschließend gelangt das Gewebe im trockenen Zustand zur Pad-Steam-Anlage, wo in einem Chemikalienfoulard der Farbstoff
mittels Natronlauge und Hydrosulfit reduziert wird. In diesem reduzierten Zustand hat der Farbstoff eine hohe Affinität zur
Faser, so daß mit einer großen Farbstoffausbeute eine gute Färbung
entsteht. Darauf erfolgt das eigentliche Färben in einem Fixieraggregat unter Wärmeeinfluß, meist in einem Dämpfer. Der nunmehr
von der Faser aufgenommene Farbstoff muß zur Beständigkeit weiter behandelt werden. Dazu ist die auf der Ware noch vorhandene
Lauge zu entfernen und dann der Farbstoff zu oxydieren. Das darauf folgende Absäuern oder Seifen und anschließende Spülen
dient zur Neutralisierung der Ware. Nach dem Trocknen der Ware
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ist das Pad-Steam-Verfahren beendet.
Für die Nachbehandlung der Ware wurden bisher 8-10 große Waschkästen,
in denen die Ware längere Zeit verweilt, benötigt. Diese Waschkästen, bei denen im allgemeinen Rollenkufen zur Anwendung
kamen, gaben der Anlage eine sehr große Flächenausdehnung. Auch war der Chemikalien- und Wasseraufwand sehr groß, was das kontinuierliche
Färben von Zellulosefasern für mittlere Betriebe unwirtschaftlich machte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu entwickeln, mit dem das Nachbehandeln schneller und intensiver durchgeführt werden
kann, ohne Qualitätseinbuße dadurch in Kauf nehmen zu müssen.
Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbehandeln zumindest teilweise mit durch die Ware gezwungene
Flüssigkeit durchgeführt wird. Insbesondere sollte das Spülen zum Entlaugen und das Spülen nach dem Seifen bzw. Absäuern
mittels durch die Ware geführte Flüssigkeit vorgenommen werden, da das Spülen kein Zeitprozeß ist, während das Oxydieren und Seifen
zur vollständigen Behandlung des Farbstoffes eine gewisse Zeit benötigt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Entlaugen nach dem Dampffixieren
mittels der Warendurchströmung unmittelbar im Anschluß an das Dämpfen ohne Luftsauerstoffeinfluß vorgenommen wird, was
ein gleichmäßigeres Behandlungsergebnis erbringt. Das notwendige Oxydieren des Farbstoffes soll selbstverständlich mit Hilfe des
in das folgende Waschbad eingegebenen Oxydationsmittels erfolgen und nicht durch den Luftsauerstoff.
Die Anlage zur Durchführung des Pad-Steam-Verfahrens besteht aus einem Chemikalienfoulard, einem Dämpfer z.B. LaufSchlaufendämpfer,
einem oder zwei Siebtrommelwaschbädern zum Entlaugen,von denen
vorzugsweise das erste den Warenauslauf des'Dämpfers bildet, einem
oder zv/ei Rollenkufenwaschbädern zum Seifen bzw. Absäuern,
schließlich einem oder zwei Siebtrommelwaschbädern zum Spülen
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und abschließend einem Trockner, vorzugsweise Siebtrommeltrockner.
Eine solche Anlage ist um viele Meter kürzer als die bekannte. Die Wirtschaftlichkeit der Anlage übersteigt die der bekannten um
ein Vielfaches.
In der Zeichnung sind zwei Anlagen beispielhaft dargestellt. Sie unterscheiden sich lediglich in der Ausbildung des Trockners. Bei
beiden Anlagen wird die bahnförmige Ware 1 mit einer Docke dem Chemikalienfoulard vorgelegt. An der Presse 3 wird der Flüssigkeitsauftrag
vergleichmäßigt und auf ein bestimmtes Maß beschränkt. Anschließend läuft die Ware in den Dämpfer 4, wo sie eine gewisse
Zeit verweilt. Der Dämpfer ist nur schematisch dargestellt. Es ist hier jede beliebige Art von Dämpfertyp, insbesondere einer
mit dichter Warenführung, denkbar»
Der Dämpferauslauf ist durch ein Siebtrommelwaschbad 5 gebildet,
indem der Einlauf des Bades innerhalb des Dämpfers angeordnet ist. Die Ware wird dann an der Siebtrommel bei gleichzeitiger Warendurchströmung
gehalten und hat damit beim Auslauf aus diesem Waschbad außerhalb des Dämpfers bereits den größten Teil der
Lauge abgegeben, ohne daß Luftsauerstoff mit der Ware in Kontakt getreten ist oder mit dem Farbstoff reagiert hat. Ein weiteres
Sxebtrommelwaschbad 6 sorgt ebenfalls für den intensiven Reinigungsprozeß, der für die sich anschließende Oxydation in den Rollenwaschkufen
7 notwendig ist. Nach Durchlaufen einer Presse 8 wird die saure Ware in den Kufen 9 neutralisiert und dann in den
beiden die Nachbehandlung abschließenden Siebtroinmelwaschbädern
10 vollständig von jeglichen Chemikalien gereinigt.
Nach dieser Pad-Steam-Behandlung ist die Ware lediglich noch zu
trocknen, was gemäß Figur 1 mit Hilfe eines Siebtrommeltrockners
11 und gemäß Figur 2 mit Hilfe von Zylindertrocknern 12 durchgeführt
wird. Die dem Zylindertrockner vorgeschalteten Aggregate sind gegenüber Figur 1 unverändert.
Die beschriebene Anlage kann mit Vorteil z.B. auch zum Bleichen mit geringfügigen Änderungen verwendet v/erden. Wesentlich ist es
dabei, daß Prozesse, bei denen eine Intensivbehandlung einen Er-
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folg bringt, mittels der Warendurchströmung in Siebtroiranelwaschbädern
durchgeführt werden.
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Claims (1)
- 2231787Vepa AG V 507Riehen-Basel/Schweiz 26. Juni 1972' Patentansprüche1. Verfahren zum kontinuierlich Färben von bahnförmiger Ware, die zumindest teilweise Zellulosefasern enthält, bei der die mit Farbstoff versehene Ware mit chemischen Reduktionsmitteln getränkt, dann in einen Dämpfer zum Fixieren der Farbe transportiert, anschließend nachbehandelt, wie Spülen, Oxydieren, Seifen und wieder Spülen, und schließlich getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachbehandeln zumindest teilweise mit durch die Ware gezwungene Flüssigkeit durchgeführt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spülen zum Entlaugen und das Spülen nach dem Seifen bzw. Absäuern mittels durch die Ware gezwungene Flüssigkeit vorgenommen wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entlaugen nach dem Dampffixieren mittels der Warendurchströmung unmittelbar im Anschluß an den Dämpfer ohne Luftsauerstoffeinfluß vorgenommen wird.f4. Kontinue-Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1-3, gekennzeichnet durch einen Chemikalien-Foulard (2) , einen Dämpfer z.B. Laufschlaufendämpfer (4) , ein ■■ oder zwei Siebtrommelwaschbädern (5,6) zum Entlaugen, ein oder zwei Rollenkufenwaschbädern (9) zum Seifen bzw. Absäuern,309882/0912' t> 22317G7schließlich ein oder zwei Siebtrommelwaschbädern (10) zum Spülen und abschließend einen Trockner, vorzugsweise Siebtrommeltrockner (11) .5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslauf des Dämpfers (4) als Siebtrommelwaschbad (5) ausgebildet ist.309882/0912
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