DE2229455A1 - Verfahren zum entschlichten, entfetten und bleichen von rohtextilfasern - Google Patents
Verfahren zum entschlichten, entfetten und bleichen von rohtextilfasernInfo
- Publication number
- DE2229455A1 DE2229455A1 DE2229455A DE2229455A DE2229455A1 DE 2229455 A1 DE2229455 A1 DE 2229455A1 DE 2229455 A DE2229455 A DE 2229455A DE 2229455 A DE2229455 A DE 2229455A DE 2229455 A1 DE2229455 A1 DE 2229455A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- bleaching
- degreasing
- solution
- desizing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06L—DRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
- D06L1/00—Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
- D06L1/12—Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using aqueous solvents
- D06L1/14—De-sizing
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06L—DRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
- D06L4/00—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
- D06L4/10—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen
- D06L4/13—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen using inorganic agents
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06L—DRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
- D06L4/00—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
- D06L4/10—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen
- D06L4/17—Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen in an inert solvent
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
PATENTANWÄLTE
TE1£FON: SAMMEL-NR. 22S341
TELEGRAMME: ZUMPAT
POSTSCHECKKONTO: MÜNCHEN 91139
BANKKONTO:
BANKHAUS H. AUFHÄUSER
BANKHAUS H. AUFHÄUSER
8 MÜNCHEN 2.
Case 1517
FMC CORPORATZON, New York, N,Y./USA
Verfahren zum Entschlichten, Entfetten
und Bleichen von Rohtextilfasern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entschlichten, Entfetten (Beuchen) und Bleichen von Rohtextilfasern.
Textilgewebe werden normalerweise entschlichtet, entfettet (gebeucht)
und gebleicht, bevor sie gefärbt oder anderweitig mit einer Appretur versehen werden, um bügelfrei oder fleckenabstoßend
zu werden. Zur Erzielung gleichbleibender, qualitativ hochwertiger Ergebnisse bei der Verarbeitung zu Textilien in industriellem
Maßstab werden normalerweise die Entschlichtungs-,
Entfettung— und Bleich-Schritte getrennt durchgeführt.
Das Entschlichten besteht darin, daß man irgendwelche Schlicht-Verbindungen,
die während des Webens zugesetzt worden sind, entfernti
Das Entfetten bzw. Beuchen entfernt Fette, Öle oder Wachse, die auf den Geweben vorhanden sein können und die ein gleichförmiges
Färben und Bleichen verhindern können. Nach dem Entschlichten und Entfetten wird das Gewebe gebleicht, um dieses
weich und für die Appreturchemikalien aufnahmefähiger zu machen. Das Gewebe wird in verschiedener Weise untersucht, um die Wirksamkeit
der Entschlichtungs-, Entfettungs- (Beuch-) und Bleichbehandlungen sowie die Eignung des behandelten Gewebes für die
3 09807/1162
BAD ORIGINAL
nach dem Bleichen durchzuführenden Verfahrensschritte zu bestimmen.
Die Gewebeeigenschaften, die normalerweise untersucht werden,
sind das Reflexionsvermögen (Weißgrad), das durchschnittliche Tropfenabsorptionsvermögen, der Tropfenabsorptionsbereich, der
prozentuale Gehalt an wasserextrahierbaren Materialien, der prozentuale
Gehalt an mit Enzym extrahierbaren Materialien und der prozentuale Gehalt an Fetten, Ölen und Wachsen.
Durch getrennte Entschiichtungs-, Entfettungs- und Bleich-Behandlungen
wurden Gewebe mit annehmbaren Werten hinsichtlich der oben angegebenen Eigenschaften erhalten. Z.B. werden Gewebe mit
Enzymen, heißen Ätzlaugen, alkalischen Peroxyverbindungen oder Brom entschlichtet. Nach dieser Entschlichtungsstufe wird das
Gewebe mit einer Alkaliverbindung entfettet bzw. gebeucht, um die Fette, Öle und Wachse als auch die übrigen Verunreinigungen,
die bei der Entschlichtungsbehandlung nicht entfernt worden sind, zu beseitigen. Bei diesem Entfettungsverfahren werden normalerweise
gute Tropfenabsorptionseigenschaften erzielt. Anschließend
wird das Gewebe zur Erzielung eines hohen Weißgrades (Reflexionsvermögen) gebleicht, wobei man Bleichchemikalien, wie Wasserstoffperoxyd,
einsetzt.
Mit einem Verfahren, das die Entschlichtungs-, Entfettungs-(bzw.
Beuch-) und Bleich-Behandlungen zu einem kontinuierlichen Verfahren zusammenfassen würde, könnte man erhebliche wirtschaftliche
Vorteile erzielen. Es wurde jedoch kein wirtschaftlich durchführbares "Einstufen-Bleich"-Verfahren entwickelt, das
in der Lage ist, kontinuierlich Produkte hoher Qualität zu liefern.
Ein deutlicher Fortschritt auf dem Wege zu einem "Einstufen-Bleich"-Verfahren
ist in der US-Patentschrift 3 026 166 von
Gerald Gallagher et al. beschrieben. In dieser Patentschrift
ist ein in der Kälte durchzuführendes Bleichverfahren beschrieben, bei dem eine Wasserstoffperoxyd/üipersulfat-Bleichlösung
eingesetzt wird und das im folgenden als "Gallagher-Verfahren" bezeichnet wird. Das Gallagher-Verfahren wird bei etwa Raumtemperatur
während einer Zeitdauer, die sich von 6 bis 24 Stunden
3 0 <) 8 0 7 / 1 1 B 2 BAD ORiGlNAi.
erstreckt, durchgeführt. Obwohl das Gallagher-Verfahren Gewebe
bleicht und das.Tropfenabsorptxonsvermogen der Gewebe verbessert,
ist es nicht leicht auf eine kontinuierliche Verfahrensführung umzustellen, sondern muß wegen der bei der Verarbeitung erforderlichen
langen Behandlungszeiten ansatzweise durchgeführt werden. Ein erheblicher Nachteil des Gallagher-Verfahrens liegt
darin, daß man ein wirtschaftlich annehmbares Produkt mit gleichbleibender
Qualität nur bei niedrigen Bleichtemperaturen, d.h. bei Temperaturen, die sich von etwa 10,0 bis 48^90C (50 bis
1200F) erstrecken, erhalten kann, wobei jedoch erhebliche
Bleichzeiten von 6 bis 24 Stunden erforderlich sind.
Gemäß dem in der US-Patentschrift 3 148 019 beschriebenen Verfahren
wird sowohl eine Hochtemperatur—Entfettungs-Behandlung
(Beuch—Behandlung) mit einem Alkali und dann eine Bleich—Behandlung mit einem alkalischen Wasserstoffperoxyd in einer einzigen
Vorrichtung durchgeführt, was jedoch nicht die Durchführung
der Entschiichtungs-, Entfettungs- und Bleich-Behandlung
in einer einzigen Stufe bedeutet.
Erfindungsgemäß wird nun ein kombiniertes Verfahren zum Entschlichten,
Entfetten (Beuchen) und Bleichen bereitgestellt, das kontinuierlich zu gebleichten Geweben mit hoher Qualität
führt, die für die nach dem Bleichen durchgeführten Appreturbehandlungen, wie das Färben, das Fleckenabstoßendmachen und
das Bügelfreimachen, sehr geeignet sind. Dieses Verfahren besteht darin, daß man die Fasern mit einer wäßrigen alkalischen
Wasserstoffperoxydlösung, die ein Peroxy-diphosphat enthält,
befeuchtet und die angefeuchteten Fasern während einer Zeit
von 1,0 bis 90 Minuten auf eine Behandlungstemperatur 82,2°C bis 135°C (180 bis 275°C), vorzugsweise etwa 1000C (212°F) erhitzt,
wobei man eine qualitativ hochwertige entschlichtete,
entfettete und gebleichte Faser erhält. Die Qualität des entschlichteten, entfetteten und gebleichten Produktes kann noch
verbessert werden, wenn man zu der wäßrigen alkalischen Wasserstoff peroxyd/Peroxydiphosphat-Lösung ein organisches Kohlen—
wasserstof!-Lösungsmittel, ein oberflächenaktives Mittel und/
oder einen Stabilisator zusetzt.
V Ί807/1162 BAD ORIGINAL
Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Entschlichten, Entfetten und Bleichen von Textilgeweben, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man die Textilfasern mit einer Bleichlösung befeuchtet, die als wesentliche Bestandteile ein wäßriges alkalisches
Wasserstoffperoxyd und ein Peroxydiphosphat enthält,
und man die befeuchteten Fasern während einer Zeit von 1,0 bis 90 Minuten auf eine Behandlungstemperatur von etwa 82,2 C bis
135°C (180 bis 275°F) erhitzt.
Es können sowohl synthetische als auch Baumwoll-Fasern sowie Kombinationen dieser Fasern gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
entschlichtet, entfettet und gebleicht werden. Die Qualität des entschlichteten, entfetteten und gebleichten Gewebes
kann dadurch verbessert werden, daß man zu der alkalischen Wasserstoff peroxyd/Peroxydiphosphat-Lösung einen Stabilisator, wie
Natriumsilicat, ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel,
wie eine Erdöldestillatfraktion, und ein oberflächenaktives Mittel
der Art, wie es normalerweise in Bleichmitteln verwendet wird, vorzugsweise entweder ein ionisches oder ein nicht-ionisches
oberflächenaktives Mittel, zusetzt.
Die Behandlungstemperatur beträgt vorzugsweise etwa 1000C
(212 F) und wird normalerweise dadurch erreicht, daß man das angefeuchtete Gewebe bei Atmosphärendruck mit Dampf in Berührung
bringt. Es können jedoch Temperaturen, die niedriger als 100°C (212°F) liegen, z.B. Temperaturen von etwa 82,2°C (180°F) angewandt
werden, obwohl die Behandlungszeit zunimmt, wenn die Temperatur auf unter 1000C (212°F) abnimmt. Temperaturen, die höher
als 100 C (212 F) liegen, können dadurch erreicht werden, daß man das Verfahren in einem Druck-Bleich-Gefäß durchführt,
in dem Temperaturen von bis zu etwa 135°C (275°F) erzielt werden können. Bei diesen erhöhten Temperaturen, die oberhalb 100°C
(212 F) liegen, vermindert sich die Behandlungszeit, und es können bereits in 1 Minute gute Ergebnisse erzielt werden.
Das Verfahren wird in der Weise durchgeführt, daß man die Textilfasern
mit der Bleichlösung derartig befeuchtet, daß die befeuchteten Fasern etwa 50 bis 150 Gewichtsteile Bleichlösung pro 100
3 0 9807/1162
Gewichtsteile Faser enthalten. Das Befeuchten der Fasern wird
in üblicher Weise durchgeführt, indem man sie z.B. in das
Bleichbad eintaucht, sie aus dem Bad entnimmt und zur Entfernung der überschüssigen Bleichlösung abquetscht. Andere geeignete
Maßnahmen zum Anfeuchten der Fasern sind jedoch dem Fachmann bekannt. . . .
Die Bleichlösung ist eine wäßrige Lösung, die als wesentliche Bestandteile . . . ·
a) 0,5 bis 5,0 % Wasserstoffperoxyd (bezogen auf eine 50%-ige
Wasserstoffperoxyd-Lösung) und/oder derartige Mengen anderer
Peroxyverbindungen, wie z.B. Perborate oder Percarbonate, die in Lösung Wasserstoffperoxyd ergeben, so daß der Wasserstoffperoxydwert
innerhalb des erforderlichen Prozentbereichs von 0,5 bis 5 % liegt,
b) 0,1 bis 1,5 Gewichts-% eines wasserlöslichen Peroxydiphosphats,
wie Kaliumdiphosphat, Natriumdiphosphat oder ein ähnliches wasserlösliches Salz der Peroxydiphosphorsaure, und
c) 0,1 bis 2,0 Gewichts-%, vorzugsweise etwa 0,8 bis 0,9 Gewichts-%
Alkali, wie Natriumhydroxyd,
enthält.
Die Wirkung der Bleichlösung wird durch Zugabe der im- folgenden
angegebenen Materialien noch weiter verbessert:
1) eine stabilisierende Menge eines Silicats, wie Natriumsilicat,
2) mindestens 0,1 % eines organischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittels, wieeine Erdöldestillatfraktion, und
3) mindestens etwa 0,005 %, vorzugsweise etwa 0,1 %, eines Netzmittels
oder oberflächenaktiven Mittels, wie Triton X-IOO, oder eines anderen nicht-ionischen oder anionischen Netzmittels,
wie ein Alkylarylnatriumsulfonat oder ein Alkylarylpolyätheralkohol.
. ·
Die bevorzugte Menge des Lösungsmittels liegt zwischen 0,8 und,
1,0 %, da größere Mengen mit Hinsicht auf die zusätzlichen Ko-
309807/1162
BAD ORIGINAL
sten und die erhöhten Abfallbeseitigungsprobleme keine ausreichende Verbesserung ergeben. Die bevorzugten Eigenschaften der
als Lösungsmittel verwendeten Erdöldestillatfraktion sind ein
Anilin-Punkt zwischen 3 7,8 und 65,6°C (100 und 150°F), ein Kairi-Butanol-Wert
zwischen 32 und 47, ein Löslichkeitsparameter zwischen 7,5 und 8,1, ein Flammpunkt TCC zwischen 37,8 und 63°C
(100 und 145°F), ein Anfangssiedepunkt von mehr als 149°C ■
(300°F) und ein Endsiedepunkt von weniger als 2100C (4100F).
Typischerweise enthält ein derartiges Lösungsmittel 10 bis 33 Volumen-% Aromaten, weniger als 1 % Olefine, 26 bis 43 % Naphthene
und 32 bis 60 % Paraffine und besitzt eine Bromzahl zwischen 0,08 und 0,28.
Wenn die wesentlichen Peroxy-Bestandteile in den angestrebten
Konzentrationen enthalten sind, sind Additive zur Einstellung oder zum Puffern des p„-Wertes der Lösung nicht-erforderlich.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern, ohne sie jedoch zu beschränken.
Bei der Untersuchung der Eigenschaften der Gewebe vor und nach
der Behandlung wurden die folgenden Verfahrensweisen angewandt,
a) Der Nicht-Baumwoll-Gehalt wurde unter Anwendung der AATCC-Testmethode
Nr. 97-1960 bestimmt, wobei die Ergebnisse als prozentualer Gehalt an mit Enzymen extrahierbaren Materialien,
als prozentualer Gehalt an mit Wasser extrahierbaren Materialien und als prozentualer Gehalt an Fetten, Ölen und Wachsen
angegeben sind.
b) Die Reflexionswerte wurden mit einer zur Bestimmung des Weißgrades
geeigneten Reflexionsbestimmungs-Vorrichtung (Munter lab reflectometer, Modell D-40) unter Anwendung eines Blau-Filters
gemäß dem AATCC-Testverfahren 110-1968 ermittelt.
c) Das Absorptionsvermögen wurde unter Verwendung der AATCC-Testmethode
79-1968 bestimmt.
3 0 9 8 0 7/1182
Bei allen Beispielen war das behandelte Rohtextilgewebe (Stuhlware)
ein Kleiderstoff aus 100 % Baumwolle mit einer Länge.von
1,08 m/kg (2,6 yards per pound) und 26 χ 26 Fäden/cm (66 χ 66
Fäden/in-ch).. Vor der Behandlung enthielt das Gewebe 6,2 Gewichts-%
mit Wasser extrahierbare Materialien, 5,2 Gewichts-% mit Enzym extrahierbare Materialien und 0,82 Gewichts-% Fette,
Öle und Wachse. Alle Prozentsätze sind, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht bezogen, und die angegebenen Prozentteile
Wasserstoffperoxyd sind Gewichtsprozente einer 50%-igen Wasserstoff
peroxyd-Lösung. .
Eine Baumwollkleiderstoff-Probe wurde bis zu einer Sättigung
von 100 % mit einer wäßrigen Lösung befeuchtet, die 3 Gewichts-% Wasserstoffperoxyd (50%-ige Lösung), 2 Gewichts-% Natriumsilicat
(42° Be), 0,8 Gewichts-% Natriumhydroxyd, 0,25 Gewichts-% einer als Lösungsmittel dienenden Erdöldestillatfraktion und 0,1 Gewichts-%
eines nicht-ionischen Netzmittels enthielt. Das befeuchtete Gewebe wurde mit' Dampf während 90 Minuten auf 1000C
(212 F) erhitzt und dann gewaschen. Das Gewebe wurde dann analysiert und zeigte die in der Tabelle I, Spalte A angegebenen
Eigenschaften.
Das Verfahren des Beispiels A wurde mit vergleichbaren Bleichlösungen
B und C wiederholt, die die in der Tabelle I angegebenen Zusammensetzungen aufwiesen, sowie mit den Bleichlösungen
1, 2 und 3, die die" erfindungsgemaßen Zusammensetzungen aufwiesen
und die ebenfalls in der Tabelle I angegeben sind. Die Wirkungen der jeweiligen Bleichlösungen auf die Gewebe sind in der Tabelle
I angegeben. Ein Vergleich der in der Tabelle I angegeben Ergebnisse ergibt die gleichbleibend qualitativ hochstehenden Ergebnisse,
die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu erzielen sind.
Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugte
Verfahrensweise besteht darin, daß man die Lösungszusammensetzung, die Behandlungszeit und Temperatur anwendet, die in Bei-
3 0 9 8 0 7/1162
spiel 3 angegeben sind.
Bei der bevorzugten Ausführungsform zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann die Zusammensetzung der Lösung in gewissem Maße von den in Beispiel III verwendeten Mengen abweichen,
so daß sich die bevorzugten Zusammensetzungsbereiche wie folgt ergeben:
a) Wasserstoffperoxyd 2,5 bis 3,5 Gewichts-%
b) Alkali 0,8 bis 0,9 "
c) stabilisierende Menge eines SiIi-
cats, üblicherweise Natriumsilicat etwa 2 "
d) Peroxydiphosphat 0,2 bis 0,5 "
e) Lösungsmittel 0,8 bis 1,0 " und
f) Netzmittel etwa 1,0 " .
309807/ 1162
Tabelle I
Beispiel ABC
Beispiel ABC
Wasserstoffperoxyd
Natriumhydroxyd
Natriumsilicat (42° Be) Peroxydiphosphat Varsol
Triton X-IOO
Eraebnisse '
% Reflexionsvermögen -",- ~--7 - ~-,~ ", - "-,- --,-
Tropfenabsorptionsvermögen % extrahierbare Materialien;
mit Wasser:
mit Enzym: Fette, Öle und Wachse
Die Stoffproben wurden nichtbezüglich extrahierbarer Materialien und Fette, f>j
Öle und Wachse untersucht. ' !^?
| 3,0 | 3, | 0 | 3,0 | 3,0 | 3,0 | 3,0 |
| 0,80 | ο, | 80 | 0,90 | 0,90 | 0,90 | 0,80 |
| 2,0 | 2, | 0 | 2,0 | 2,0 | 2,0 | 2,0 |
| - | — | - | 0,30 | 0,30 | 0,30 | |
| 0,25 | - | 0,25 | 0,25 | 0,25 | 0,25 | |
| 0,10 | ο, | 10 | 0,10 | 0,10 | 0,10 | 0,10 |
| 84,2 | 84, | 2 | 84,5 | 85,3 | 85,2 | 85,8 |
| 52,3 | 120+ | 28,3 | 2,7 | 8,5 | 1,2 | |
| 0,63 | + | > | + ) . | + > | + > | 0,42 |
| 0,51. | + | } | + ) | + ) | + ) | 0,36 |
| 0,24 | + | + ) | + ) | 0,11 |
Claims (4)
1.) Verfahren zum Entschlichten, Entfetten (Beuchen) und Bleichen von Rohtextilfasern, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Gewebe mit einer Lösung befeuchtet, die als wesentliche Bestandteile 0,5 bis 5,0 Gewichts-% Wasserstoffperoxyd-Materialien
und 0,1 bis 1,5 Gewichts-% Peroxydiphosphat enthält, und man die befeuchteten Fasern während einer Zeit
von 1,0 bis 90,0 Minuten auf eine Behandlungstemperatur von etwa 82,2 bis etwa 135°C (180 bis 275°F) erhitzt.
2.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mindestens 0,1 Gewichts-% einer Erdöldestillatfraktion
als Lösungsmittel enthält.
3.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lösung eine stabilisierende Menge eines Silicats und etwa 0,1 Gewichts-% eines nicht-ionischen oder anionischen Netzmittels
enthält.
4.) Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung 0,8 bis 1,0 Gewichts-% des Erdöl-Lösungsmittels,^
0,2 bis 0,8 Gewichts-% des Peroxydiphosphats und 2,5 bis 3,5 Gewichts-% Wasserstoffperoxyd enthält.
'.) O Π 8 O 7 / I 16 2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US16840371A | 1971-08-02 | 1971-08-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2229455A1 true DE2229455A1 (de) | 1973-02-15 |
Family
ID=22611360
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2229455A Pending DE2229455A1 (de) | 1971-08-02 | 1972-06-16 | Verfahren zum entschlichten, entfetten und bleichen von rohtextilfasern |
Country Status (14)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3765834A (de) |
| JP (1) | JPS5622988B1 (de) |
| AT (1) | AT317139B (de) |
| AU (1) | AU465649B2 (de) |
| BE (1) | BE787058A (de) |
| CA (1) | CA971308A (de) |
| CH (2) | CH560789A (de) |
| DE (1) | DE2229455A1 (de) |
| ES (1) | ES404727A1 (de) |
| FR (1) | FR2148189B1 (de) |
| GB (1) | GB1396733A (de) |
| IT (1) | IT962414B (de) |
| NL (1) | NL7210352A (de) |
| ZA (1) | ZA723995B (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3990908A (en) * | 1975-03-19 | 1976-11-09 | Fmc Corporation | Desizing glass fabric with sodium carbonate peroxide desizing solutions |
| DE2814354C2 (de) * | 1978-04-03 | 1981-04-16 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | Verfahren zum Entschlichten von Cellulose enthaltenden oder daraus bestehenden Textilien |
| US4489574A (en) * | 1981-11-10 | 1984-12-25 | The Procter & Gamble Company | Apparatus for highly efficient laundering of textiles |
| US4555019A (en) * | 1981-11-10 | 1985-11-26 | The Procter & Gamble Company | Packaged detergent composition with instructions for use in a laundering process |
| DE3211677A1 (de) * | 1982-03-30 | 1983-10-06 | Hoechst Ag | Fluessiges oxidatives entschlichtungsmittel und verfahren zum oxidativen entschlichten |
| US4489455A (en) * | 1982-10-28 | 1984-12-25 | The Procter & Gamble Company | Method for highly efficient laundering of textiles |
| CN102321967A (zh) * | 2011-08-12 | 2012-01-18 | 江苏金辰针纺织有限公司 | 低温节能煮漂法 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3634024A (en) * | 1970-08-21 | 1972-01-11 | Fmc Corp | Desize-scouring of textiles with alkaline peroxydiphosphate solutions |
| US3649164A (en) * | 1970-08-21 | 1972-03-14 | Fmc Corp | Activation of hydrogen peroxide bleach solutions with peroxydiphosphate |
-
0
- BE BE787058D patent/BE787058A/xx unknown
-
1971
- 1971-08-02 US US00168403A patent/US3765834A/en not_active Expired - Lifetime
-
1972
- 1972-06-08 CA CA144,219A patent/CA971308A/en not_active Expired
- 1972-06-12 ZA ZA723995A patent/ZA723995B/xx unknown
- 1972-06-15 AU AU43443/72A patent/AU465649B2/en not_active Expired
- 1972-06-16 DE DE2229455A patent/DE2229455A1/de active Pending
- 1972-06-26 JP JP6332872A patent/JPS5622988B1/ja active Pending
- 1972-07-04 IT IT26597/72A patent/IT962414B/it active
- 1972-07-11 ES ES404727A patent/ES404727A1/es not_active Expired
- 1972-07-27 NL NL7210352A patent/NL7210352A/xx unknown
- 1972-08-01 CH CH1138972A patent/CH560789A/xx not_active IP Right Cessation
- 1972-08-01 CH CH1138972D patent/CH1138972A4/xx unknown
- 1972-08-01 GB GB3580772A patent/GB1396733A/en not_active Expired
- 1972-08-02 FR FR7227817A patent/FR2148189B1/fr not_active Expired
- 1972-08-02 AT AT667172A patent/AT317139B/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA971308A (en) | 1975-07-22 |
| CH1138972A4 (de) | 1974-11-15 |
| FR2148189A1 (de) | 1973-03-11 |
| AU4344372A (en) | 1973-12-20 |
| CH560789A (de) | 1975-04-15 |
| US3765834A (en) | 1973-10-16 |
| ES404727A1 (es) | 1975-06-16 |
| NL7210352A (de) | 1973-02-06 |
| ZA723995B (en) | 1973-06-27 |
| IT962414B (it) | 1973-12-20 |
| FR2148189B1 (de) | 1976-05-14 |
| AT317139B (de) | 1974-08-12 |
| BE787058A (fr) | 1973-02-01 |
| JPS5622988B1 (de) | 1981-05-28 |
| AU465649B2 (en) | 1973-12-20 |
| GB1396733A (en) | 1975-06-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2133898A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Textilgeweben | |
| DE2813637A1 (de) | Verfahren zum waschen eines mit oel verschmutzten gewebes | |
| DE1010048B (de) | Verfahren zum Waschen von Faserstoffen oder Textilwaren | |
| DE700979C (de) | Verfahren zum Entschlichten von Textilwaren | |
| DE2229455A1 (de) | Verfahren zum entschlichten, entfetten und bleichen von rohtextilfasern | |
| DE3706664A1 (de) | Fluessige textilbehandlungsmittel | |
| DE1801119B2 (de) | Enzymhaltiges wasch- und reinigungsmittel | |
| DE1005923B (de) | Verfahren zum Reinigen, insbesondere zum Abkochen und Beuchen von Cellulosefasefasern | |
| DE2324687C3 (de) | Verfahren zum Färben von Celluloseprodukten | |
| DE1113205B (de) | Verfahren zum Bleichen von Baumwollgut | |
| DE1146837B (de) | Mehrstufiges Verfahren zur Vorbereitung von Baumwolle enthaltenden Waren fuer Fertigbehandlungen | |
| DE912564C (de) | Verfahren zum Bleichen und gegebenenfalls Reinigen von Cellulose-Textilmaterialien | |
| DE2326364A1 (de) | Loesungsmittel-bleichverfahren | |
| DE653989C (de) | Verfahren zum Bleichen von Stueckware aus pflanzlichen Fasern | |
| DE707119C (de) | Verfahren zum Bleichen oder Waschen von mattierter Kunstseide | |
| AT154116B (de) | Verfahren zum Entschlichten von Textilwaren. | |
| AT138257B (de) | Verfahren zum Reinigen von Faserstoffen, insbesondere von Wäsche. | |
| DE712430C (de) | Verfahren zum Veredeln von Bastfasern | |
| DE2140325C3 (de) | Bleichverfahren für Cellulosetextilien | |
| DE507759C (de) | Verfahren zum Bleichen ungebaeuchter Pflanzenfasern (insbesondere Baumwolle) mit aetzalkalischen Wasserstoffsuperoxydloesungen | |
| DE940727C (de) | Waschmittel fuer Textilien | |
| DE755185C (de) | Verfahren zum Bleichen von Textilgut aus regenerierter Cellulose | |
| AT206854B (de) | Kontinuierliches Verfahren zum Entfetten und Entschlichten von Textilmaterialien aus Rayon | |
| AT156474B (de) | Verfahren zum Vorbehandeln bzw. Entschlichten von Garnen und Geweben vor dem Färben. | |
| DE561305C (de) | Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl., unter Verwendung von aktiven, Sauerstoff abgebenden Loesungen, insbesondere von Wasserstoffsuperoxydloesungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHJ | Non-payment of the annual fee |