-
Schrittmotorsystem Die Erfindung betrifft Impulsantriebssysteme,und
zwar insbesondere solche für Schrittmotorsysteme mit Impulsantriebsschaltungen.
-
Ein Schrittmotor weist Statorpole auf,die Windungen tragen, welche
einzeln,nacheinander und zyklisch durch angelegte Impulse gespeist werden.
-
Diese Windungen werden allgemein durch eine Treiberschaltung mit Impulsen
versorgt.I)as Verhalten eines Schrittmotors hängt insbesondere von seiner Treiberschaltung
ab,und es ist oft unmöglich, bedeutungsvolle Daten über das Motorverhalten in der
Form von Geschwindigkeits/Drehmomentkurven anzugeben, ohne die igenschaften der
Treiberschaltung zu spezifizieren.
-
In einem Schrittmotor wird der Strom in die Windungen in zeitlicher
keihenfolge gewöhnlich durch Transistorschalter eingespeist.In einer typischen Schaltung
zumAuslösen der Schaltfolge eines
Schrittmotors sind Transistorschalter
sowie Dioden vorgesehen, welche die beim Abschalten erzeugten induktiven Spitzen
abschneidet.iese typische Schaltung ist zwar einfach aufgebaut, genügt aber hohen
Anforderungen nicht.
-
Im allgemeinen weist ein Schrittmotor vier getrennte Windungen oder
:iicklungen auf,die in vier Abschnitte unterteilt und um die Pole herum verlegt
sind.Oft werden zwei Windungen mit iulittelpunktanzapfung verwendet.Die Impulstreibers
chaltung erregt jede Windung mit dem halben Wert,während eine oder mehrere der anderen
Windungen stromlos bleiben.Dies begrenzt die Ausnutzung der Windungen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,Schrittmotorsysteme zu verbessern.Darüber
hinaus sollen die Impulstreiberschaltungen für die Schrittmotoren vereinfacht und
verbessert werden.
-
Bei einem Schrittmotorsystem mit einem Schrittmotor mit mehreren Polen
und zwei auf den Polen verteilten Wicklungen wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst,daß eine erste mit einer der Wicklungen verbundene Treiberschaltung
eine Impulsfolge abwechselnder Polarität an eine der Wicklungen abgibt und eine
zweite Treiberschaltung eine Impulsfolge anderer Polarität an die andere Wicklung
abgibt und diese Impulsfolge phasenmäßig gegenüber der ersten,an die eine Wicklung
abgegebenen Impulsfolge verschoben ist.Es werden also zyklisch alle Wicklungen des
IViotors gleichzeitig gespeist und die Richtung der Erregung jeder Halbperiode derart
umgekehrt,daß die Erregung der wechselweise aufeinander folgenden Pole phasenmäßig
um eine Viertelperiode gegenüber der Erregung der dazwischen-liegenden Pole versetzt
ist.
-
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind die durch die
Wicklungen gelangenden Ströme begrenzt und werden gleichzeitig
schnell
auf einen vorbestimmten Wert gebracht,indem die Spannungen in Wicklungen durch Strombegrenzungswiderstände
und eine Spannungsquelle zugeführt werden,die einen ausreichend hohen Wert hat,um
Dauerwerte zu erreichen.
-
Weiterhin kann vorgesehen werden,daß ein aus zwei Treiberschaltungen
zusammengesetztes Treibersystem die Wicklungen speist.
-
teine Treiberschaltung speist die eine Hälfte der Wicklungen und die
andere Treiberschaltung speist die andere Hälfte der Wicklungen.Die beiden Treiberschaltungen
werden derart getriggert, daß sie um 900 phasenversetzt arbeiten und jeweils zyklisch
die w echselweise aufeinanderfolgenden Pole eines Schrittmotors erregen und dann
nach jeder Halbperiode umgeschaltet werden.
-
Weiterhin kann vorgesehen werden,daß jede Treiberschaltung zwei Halbleitereinrichtungen
aufweist,die gesteuert werden,so daß die Hälfte der Wicklungen durch Widerstände
zunächst von der einen Seite der Stromversorgung durch eine Halbleitereinrichtung
und dann von der anderen Seite der Stromversorgung durch die andere Halbleitereinrichtung
gespeist wird.
-
Die Halbleitereinrichtung kann Teil einer Brückenschaltung bilden,
von welcher zwei Anschlüsse mit der Stromversorgung verbunden sind und die Hälfte
der Wicklungen Strom von den beiden anderen Anschlüssen erhält.Eine geeignete Einrichtung
macht dann die wechselweise aufeinanderfolgenden Halbleitereinrichtungen zyklisch
versetzt leitend.
-
Es kann-vorgesehen werden,daß zwei Arme der Brückenschaltung durch
Widerstände gebildet werden.Die beiden Widerstände können einen Spannungsteiler
über der Stromversorgung bilden und ein Wicklungsende an ihren gemeinsamen Anschlüssen
erregen.Die beiden Halbleitereinrichtungen leiten den Strom wechselweise vom anderen
Ende
der Wicklungen zurück zu den entsprechenden Enden der Versorgungsquelle.
-
In einer Ausführungsform der Treiberschaltungen ist ein Widerstand
in Reihe mit entsprechenden Wicklungshälften geschaltet, und es sind vier Transistoren
vorgesehen.Die Transistoren sind paarweise angeordnet,wobei ein Transistor jedes
Paares zwischen einem Anschluß einer gemeinsamen Stromversorgung und das freie Ende
des Widerstandes angeschlossen ist,und der andere Transistor jedes Paares ist zwischen
dem anderen Anschluß der gemeinsamen Stromversorgung in dem freien Ende der leitenden
Wicklung angeschlossen.Wenn ein Paar Transistoren durchgeschaltet wird,fließt der
Strom in einer Richtung durch die Wicklungen und wenn das andere Paar Transistoren
durchgeschaltet wird,so fließt der Strom in der entgegengesetzten Richtung durch
die Wicklungen.Vier Dioden sind als Widerstandsbrücke angeordnet,um die induktive
Ladung umzuleiten,wenn der Strom durch die Wicklungen umgekehrt wird.
-
Bei einer anderen Ausführungsform der Treiberschaltungen ist die Stromquelle
in zwei Teile unterteilt,und es sind jeweils zwei Transistoren an einem entsprechenden
Teil der Stromquelle und in Reihe mit dem Widerstand in den entsprechenden Wicklungshälften
geschaltet.Wenn die Transistoren durchgeschaltet werden,so begrenzen sie den Stromfluß
durch die Wicklungshälften in den entsprechenden entgegengesetzten Richtungen.Alit
jedem Transistor ist ein Gleichrichter verbunden und dient dazu,die induktive Ladung
umzulenken,wenn der Strom durch die Wicklung umgekehrt wird.
-
Bei einer anderen Ausführungsform einer Treiberschaltung wird eine
einzelne Stromquelle verwendet,und zwei Widerstände sind in Reihe
mit
dieser Stromquelle geschaltet.Die durch diese Tr"elbesChaltung zu erregenden Wicklungen
sind zwischen dem Verbindungspunkt der beiden Widerstände und dem Verbindungspunkt
der Ausgangsschaltung und der beiden Transistoren verbunden.Wenn die Transistoren
durchgeschaltet sind,geben sie Strom durch die Wicklungen in den entsprechenden
entgegengesetzten Richtungen und seriell durch einen entsprechenden Widerstand ab.Zu
einem Transistor ist jeweils eine Diode derart geschaltet,daß sie die induktive
Ladung bei der Umkehr des Ladestromes umlenkt.
-
Bei einer anderen Ausführungsform der Treiberschaltung der Erfindung
ist der-Widerstand in zwei Teile unterteilt,und die Verbindungsstelle der beiden
Teile ist mit einer Klemme der durch diese Treiberschaltung zu speisenden Wicklungen
verbunden.Die andere Klemme der Wicklungen ist mit dem Verbindungspunkt der beiden
Teilstromquellen verbunden. Es ist ein Paar Transistoren vorgesehen,und jeder Transistor
ist mit einem entsprechenden Teil der Stromquelle in Reihe mit dem entsprechenden
Teil des Widerstandes in den Wicklungen verbunden.Es sind zwei Gleichrichter vorgesehen,von
denen jeder mit der Reihenschaltung eines entsprechenden Transistors und des gesamten
Widers'tandes verbunden ist.
-
Bei einer anderen Ausführungsform der Treiberschaltung der Erfindung
sind zwei Paare von Transistoren vorgesehen.Der Gesamtwiderstand ist in zwei Widerstände
aufgespaltet und bei jedem Paar von Transistoren ist jeweils der erste Transistor
zwischen einer Klemme der Stromquelle und in Reihe mit dem entsprechenden Widerstand
einer Klemme einer Lastwicklung verbunden und ein zweiter Transistor ist mit der
anderen Klemme der Lastwicklung und der anderen Klemme der Stromquelle verbunden.Jedes
Paar-Transistoren bewirkt im leitfähigen Zustand,daß der Strom-durch die Lastwicklung
in
einer der beiden Richtungen-fließt.Es sind vier Gleichrichter vorgesehen,von denen
jeder parallel zu der Reihenschaltung eines Widerstandes und eines entsprechenden
Transistors liegt,und diese Gleichrichter ergeben einen Urnlenkungsweg für die induktive
Last bei der Stromumkehr durch die Lastwicklung.
-
Bei einer anderen Ausführungsform der Treiberschaltung der Erfindung
ist der Widerstand in zwei Widerstände unterteilt,von denen jeder zwischen einer
Klemme der Stromquelle und der entsprechenden Klemme der Lastwicklung verbunden
ist.Es ist ein Paar von Transistoren vorgesehen,von denen jeder zwischen einer Klemme
der Last und der entgegengesetzten Klemme der Quelle verbunden ist.Es sind zwei
Paare von in Reihe geschalteten Gleichrichtern vorgesehen,von denen jeder parallel
zu der Reihenschaltung eines entsprechenden Transistors und eines entsprechenden
Widerstandes zwischen zwei Klemmen der Stromquelle angeschlossen ist,und die Gleichrichter
ergeben einen Umlenkungsweg für die induktive Last bei der Stromumkehr durch die
Lastwicklung.
-
In jedem Falle soll der Begriff Wicklung auch den Begriff Windung
einschließen.
-
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnungen erläutert;es stellen dar Fig.1 ein Schrittmotorsystem nach
der ERfindung; Fig.2 bis 7 schematische Diagramme mit Einzelheiten der Schrittmotor-Treiberschaltungen,die
bei einem Schrittmotor nach Fig.i verwendet werden können.
-
Gemäß Fig.1 betätigt ein Paar Treiberschaltungen DRi und DR2 einen
Schrittmotor Rä.In dem rotor Ivt drehen acht Statorpole SP1 bis SP8 eines Stators
ST einen Anker A,welcher der Einfachheit halber als Kreis dargestellt ist.Jeder
der acht Statorpole trägt
zwei Abschnitte einer der beiden Windungen
W1 und W2.-Diese Abschnitte sind in der dargestellten Weise verbunden.
-
Die Windung W1 wird durch die Treiberschaltung DR1 gespejst,die in
die Windungsabschnitte W1A,W3A,W5A und W7A der Windungsphase A und die Abschnitte
WlB,W3B,W5B und W7B der Phase B eingeteilt sind.In ähnlicher Weise ist die durch
die Treiberschaltung DR2 gespeiste Windung W2-unterteilt in Windungsabschnitte W2C,W4C,
W6C und W80 der Windungsphase C und die Windungsn W2D,W4D,W6D und W8D der Phase
D.
-
Die Windungsabschnitte der Phase A speisen die Pole SP1,SP3,SP5 und
SP7 magnetisch.Diese Windungen sind alle miteinander in Reihe geschaltet.-In ähnlicher
Weise speisen die Windungsabschnitte der Phase B die gleichen Pole und sind miteinander
in Reihe geschaltet.
-
Die Windungsabschnitte der Phase C speisen die Pole SP2,SP4,SP6 und
SP8 und sind miteinander in Reihe geschaltet.Die Windungsabschnitte der Phase D
speisen in ähnlicher Weise die Pole SP2,SP4, SP6 und SP8 und sind miteinander in
Reihe geschaltet.
-
Die vier in Reihe geschalteten Windungsabschnitte der Phase A sind
mit den vier in Reihe geschalteten Windungsabschnitten der Phase B in Reihe geschaltet.Die-
vier in Reihe geschalteten Windungsabschnitte der Phase C sind wiederum mit den
vier in Reihe geschalteten Wicklungsabschnitten der Phase D parallel geschaltet.
-
Eine Triggerschaltung T1 bildet zwei rechteckförmige Triggerspannungen
P und P' sdie bezüglich. der Phase um 1800 verschoben sind.Diese Spannungen steuern
den Ausgang der Treiberschaltung DRl,so daß auf den Leitern C01 an die Windung ein
rechteckförmiges Ausgangssignal abgegeben wird. Eine entsprechende Triggerschaltung
T2 ist von der Triggerschaltung T1 um 900 phasenverschoben und erzeugt zwei,Spannungen
P+900und P'+90°.Diese Spannungen betätigen die Treiberschaltung DR2,so daß diese
wie die Triggerschaltung 1
ein rechteckförmiges Ausgangssignal abgibt.In
diesem Fall ist die Spannung P in der Triggerschaltung-Tl und der Treiberschaltung
DR1 durch eine Spannung P+900 ersetzt.
-
Durch die auf den Leitern C01 und C02 erscheinenden Spannungen werden
die entsprechenden windungen W1 und W2 mit Impulsen gespeist.Wenn der Strom in die
positive Klemme der Phase A fließt, werden die Pole SPl und Sp5 "Nordpole" und die
Pole SP3 und SP7 werden die 11Südpole".Wenn der Strom in die positive Klemme der
Phase B fließt,so werden die Pole SP3 und SP7 Nordpole und die Pole SP1 und SP5
Südpole.Dieser Strom wird hervorgerufen durch die positiven und negativen Impulse,die
auf dem Leiter C01 von der Treiberschaltung I)R1- abgegeben werden.
-
In ähnlicher Weise erzeugt die Treiberschaltung DR2 positive und negative
Impulse.Wenn die Treiberschaltung DR2 einen Strom in die positive Klemme der Phase
C fließen läßt,sind die Pole SP2 und SP6 Nordpole und die Pole SP4 und SP8 Südpole.Wenn
die Spannung umgekehrt wird und die Treiberschaltung DR2 einen Strom in die positive
Klemme der Phase D fließen läßt,sind die Pole SP4 und SP8 Nordpole und die Pole
SP2 und SP6 Südpole.Durch diese Phasenänderung der drei Ströme wird der Anker A
gedreht.
-
Eine Anzahl von Schaltungen,die als Treiberschaltung DRl und als Treiberschaltung
DR2 infrage kommen,sind in den Figuren 2 bis 7 dargestellt.Jede Schaltung kann als
eine der Treiberschaltungen eingesetzt werden.Vorzugsweise aber nicht notwendigerweise
werden für beide Treiberschaltungen identische Schaltkreise verwendet.
-
Zur Vereinfachung ist jeder Schaltkreis so dargestellt,daß er die
den Leitern C01 verbundene Windung Wl speist,obwohl es sich versteht,daß eine identische
Schaltung dann auch die Windung W2 zwischen dem Leiter C02 der Figur 1 speisen würde.
-
Zur Vereinfachung ist eine Induktivität Wl zwischen den Leitern C1
in gestrichelten Linien angedeutet Diese Induktivität stellt die Windung Wl dar,die
tatsächlich kein Teil der Treiberschaltung DRl aber zum Zwecke der Erklärung nützlich
ist.
-
In Fig.2 weist die Impulstreiberschaltung DR1 und DR2 eine Transistorbrücke
mit vier Transistoren Q1 bis Q4 auf.Eine einzelne Gleichstromquelle S ist mit ihrer
positiven Klemme mit den Kollektoren der Transistoren Q1 und Q2 und mit ihrer negativen
Klemme mit den Emitteranschlüssen der Transistoren Q3 und Q4 verbunden.Die Ausgänge
der Transistoren Q1 und Q3 sind miteinander an der Verbindungsstelle 10 in Reihe
geschaltet,und die Ausgänge der Transistoren Q2 und Q4 sind miteinander am Verbindungspunkt
20 in Reihe geschaltet.Zwischen den Verbindungspunkten 10 und 20 ist mit der Windung
Wl ein Widerstand R in Reihe geschaltet.
-
Dioden D1 bis D4 liegen zu den Transistoren Q1 bis Q4 parallel und
bilden eine Gleichrichterbrucke.Impulse P triggern gleichzeitig die Transistoren
Q1 und Q4.Impulse P' triggern gleichzeitig die Transistoren Q2 und Q5.Das Triggern
der Transistoren Q1 und Q2 erfolgt,indem die Impulse P und P' diesen Transistoren
direkt zugeführt werden.Entsprechende Widerstände RiO und R11 übertragen die Impulse
P' und P an die Transistoren Q3 und Q4.
-
Die Widerstände R10 und R11 werden durch die Potentialdifferenzen
an den in Reihe geschalteten Klemmen der Transistoren Q1 und Q3 sowie Q 2 und Q4
betätigt.
-
Wenn die Transistoren Q1 und Q4 durch die Impulse P durchgeschaltet
werden,fließt der Strom durch den Widerstand R und die Windung W1 in der angezeigten
Pfeilrichtung.Wenn die Transistoren Q2 und Q3 durch Impulse P' durchgeschaltet werden,so
fließt der Strom entsprechend durch die Windung W1 und den Widerstand R in Richtung
des
durch mit unterbrochenen Linien dargestellten Pfeiles.
-
Mit anderen Worten wird die Richtung des Stromes durch die Windung
Wl umgekehrt.Bei einer derartigen Stromumkehr in der Wicklung W7 speist die Gleichrichterbrücke
mit den Dioden Dl bis D4 die in der Windung Wl gespeicherte Energie an die Stromquelle
S zurück.
-
Die Rückspeisung durch die Dioden Dl bis D4 erfolgt im wesentlichen,da
der resultierende Strom der Spannung der Quelle S entgegen wirkt.Dadurch erreichen
die Stromspitzen schnell einen statischen Wert.
-
Die Spannungsquelle 5 gibt eine so hohe Spannung ab,wie es praktisch
erreichbar ist,um die Anstiegsgeschwindigkeit des Stromes durch die Windung W1 beim
Triggern eines Paares von Transistoren zu erhöhen.Ver Reihenwiderstand R begrenzt
den stationären Strom.Die Kombination der Spannungsquelle S und des Widerstandes
R bestimm-en den Konstantstrom,der eingestellt wird, um innerhalb der Stromführungskapazität
der Windungen zu bleiben.
-
Dennoch wird der stationäre Strom so hoch wie möglich gemacht, um
die Windungen möglichst vollständig auszunutzen.
-
Bei dem in Fig.3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stromquelle
in zwei Stromquellen S1 und S2 unterteilt.Die Transistoren Q2 und Q4 mit ihren angeschlossenen
Dioden 1)2 und D4 wurden fortgelassen.Die beiden Stromquellen S1 und 52 sind miteinander
an-der Verbindungsstelle 20 verbunden.Wenn der Transistor Q1 durch die Impulse P
in den leitenden Zustand getriggert worden ist,fließt der Strom durch den Widerstand
R und die Windung W1 in der Richtung,die durch den Pfeil gegeben ist,der in nichtunterbrochenen
Linien dargestellt ist.Wenn der Transistor Q3 durch Impulse P' durchgeschaltet wird,fließt
der Strom entsprechend
durch die Windung Wl zwischen den Leitern
C01 und den Widerstand R'in der Richtung,wie durch den Pfeil in unterbrochenen Linien
dargestellt ist.
-
Der Strom,der durch die Durchschaltung des Transistors Q1 zustande
kommt,wird von der Stromquelle S1 geliefert.1)er durch die Durchschaltung des Transistors
Q3 abgegebene Strom wird von der Stromquelle S2 geliefert.In dieser Ausführungsform
der Erfindung sind die Transistoren Q1 und Q3 derart bemessen,daß sie die Summe
der beiden Versorgungsspannungen aushalten.Auch ist jede der Stromquellen S1 und
S2 für den Dauerstrom bemessen.
-
Dennoch geht jede Stromquelle S1 und S2 ton der Vollast zu der niedrigen
Last bei der Umkehr des Stromes in der Windung über.
-
Wie in Fig.2 bilden die Dioden D1 und D3 einen Rückführweg für die
induktive Last,wenn der Strom durch die Windung W1 zwischen den Leitern C01 umgekehrt
wird.Der Strom wird zu der positiven Klemme der Stromquelle S1 oder S2 zurückgeführt.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel einer Treiberschaltung nach Fig.4 ist
der Widerstand R durch zwei Widerstände Rl und R2 ersetzt worden.Es wird nur eine
einzige Stromquelle S zusammen mit nur zwei Transistoren Q1 und Q2 verwendet.Wie
schon erläutert wurde, fließt der Strom durch die Windung Wl zwischen den Leitern
C01 und dem Widerstand R2 in der durch den durchgezogenen Pfeil dargestellten Richtung,wenn
der Transistor Qi leitend gemacht wird.
-
Wenn der Transistor Q3 -durchgeschaltet wird,fließt der Strom durch
den Widerstand Rl,die Windung W1 und den Transistor Q3 in der durch die unterbrochene
Linie angezeigten Richtung.Mit anderen Worten wird die Richtung des Stromes durch
die Windung W1 umgekehrt.
-
In Fig.4 sowie in den anderen Figuren ist der Reihenwiderstand R,R1
oder R2 gewöhnlich viel größer als der Widerstandswert der Schrittmotorwindung W1
.Daher ist die in diesen Widerständen verbrauchte Leistung größer als die durch
die Windungen verbrauchte Leistung.In Fig.4 ist die im durchgeschalteten Zustand
des Transistors Q3 in dem Widerstand R1 verbrauchte Leistung größer als die in dem
Widerstand R2 verbrauchte Leistung.
-
Wenn der Transistor Q1 leitend ist und der Transistor Q3 abgeschaltet
ist,so ist die in dem Widerstand R2 verbrauchte Leistung größer als die in dem Widerstand
Rl verbrauchte Leistung.Die Dioden D1 und D3 bilden einen Rückspeiseweg für die
Stromquelle S für die induktive Last,wenn der Strom durch die Windung Wl umgekehrt
wird.In dieser Ausführungsform ist die Stromquelle S für den stationären Strom ausgelegt.
-
In den Schaltungen der Fig.2,3 und' 4 ist der Reihenwiderstand für
den stationären Strom der Windung bei einem Spannungsabfall ausgelegt,der gleich
der Versorgungsspannung minus dem stationären Spannungsabfall an der Windung und
minus dem Spannungsabfall an der Kollektor/Emitterstrecke des Transistors ist.In
Fig.4 sind beide Widerstände Rl und R2 auf diese Weise ausgelegt.
-
Das Ausführungsbeispiel einer Treiberschaltung gemäß Fig.5 ist ähnlich
demjenigen in Fig 3.Die in Reihe zwischen den Transistoren Q1 und Q3 geschalteten
Widerstände R1 und R2 ersetzen den Widerstand R.Diese Widerstände haben den Vorteil,daß
sie die Stromquellen S1 und S2 und die Transistoren Ql und Q3 gegen die Wirkungen
schützen, die sich ergäben,wenn die Transistoren Q1 und Q3'gleichzeitig leiten würden.Dies
würde gewöhnlich gemäß Fig.3 zu einem Kurzschlußkreis für die Stromquellen S1 und
S2 führen.
-
Gemäß Fig.1 bis 4 wird dies vermieden durch Triggerung der Transistoren
Q1,Q2,Q3 und Q4 vor dem Durchbruchspunkt.In Fig.5 ist dies nicht erforderlich.
-
In Fig.5 führen die Dioden Dl und D3 die durch das zusammenbrechende
Feld am Ende jeder Halbperiode in der Windung W1 erzeugten Spitzen von den Transistoren
Q1 und Q3 zurück in die Stromquellen S1 und S2.Dadurch schützen die Dioden die Transistoren
Q1 und Q3 gegen übermäßige Spannungen und Ströme.Sie stellen auch einen schnellen
Zusammenbruch der Energie in der Windung sicher.Indem die Ströme von der Windung
W1 durch die Widerstände gelangen,ist der Zusammenbruch des Feldes schneller sichergestellt.
-
In Fig.5 wird der Strom durch die Reihenwiderständ begrenzt, selbst
wenn beide Transistoren gleichzeitig für eine kurze Zeitperiode während des Impulsüberganges
den Strom führen Der gleiche Transistor-Schutzeffekt,der mit dem Strombegrenzungseffekt
verbunden ist,sowie die zeitlich konstante Stromabnahme durch die Widerstände in
Fig.5 wird auch durch die Schaltung gemäß Fig.6 erreicht.Hier sind die Widerstände
R1 und R2 zwischen den Transistoren Q1 und Q3 bzw. Q2 und Q4 angeordnet.Wenn die
Transistoren Q1 und Q4 einæhaltet werden,wird ein Windungspfad von der positiven
Klemme der Stromquelle durch den Transistor Ql'durch den Widerstand R1 durch die
Windung Wodurch den Transistor Q4 und zurück zur Stromquelle gebildet.Der durch
das Einschalten der Transistoren Q2 und Q3 fließende Strom ist durch den in einEer
unterbrochenen Linie dargestellten Pfeil angegeben.Die Widerstände erreichen daher
für die Windung ihre strombegrenzende Funktion.Sie haben auch die Funktion,daß sie
die Zeitkonstante der Windung herabsetzen,während sie die Stromquelle gegen eine
zufällige
kurzfristige und gleichzeitige Stromführung der Transistoren Q1 und Q3 bzw.Q2 und
Q4 schützen.Die Dioden D1 bis D4 speisen die Energie der Windung an den Transistoren
vorbei in die Stromquelle zurück.
-
Die in Fig.7 dargestellte Schaltung hat den Vorteil,daß sie nur zwei
Ausgangstransistoren Q3 und Q4 und eine Stromquelle mit einem einzigen Anschluß
erfordern.Die Reihenwiderstände R1 und R2 sind zwischen der positiven Klemme der
Stromquelle und den Verbindungspunkten 10 und 20 angeschlossen,welche die Enden
der Windung W1 zwischen dem Leiter C01 darstellen.Die Kollektoren der Transistoren
Q3 und Q4 sind mit den entsprechenden Bindungspunkten 10 und 20 verbunden,und ihre
Emitteranschlüsse sind mit der gemeinsamen Rückleitung der Stromquelle verbunden.Die
Dioden Di bis D4 bilden einen Rückführweg für die induktive Energie, wenn der Strom
durch die induktive Windung W1 umgekehrt wird.
-
Die entsprechenden Ströme sind durch Pfeile in ausgezogenen und unterbrochenen
Linien dargestellt.
-
Durch Verbindung der Windungshälften der Phase A und der Phase B in
der Windung W1 und der Phase C und der Phase D in der Windung W2 und durch Zufuhr
von Wechselspannungen zu den Windungshälften wird im wesentlichen das gesamte Kupfer"
des Schrittmotors zu allen Zeitpunkten zur Erzeugung eines Drehmomentes ausgenutzt.
-
Durch Erhöhung der Versorgungsspannung auf einen hohen Wert und Begrenzung
des entsprechenden Stromes durch einen geeigneten Widerstand in den Treiberschaltungen
wird die Zeit herabgesetzt, ist die erforderlich 7,aamit der Strom durch jede der
Windungen seinen stationären Wert erreicht.Daher wird auch die Zeit herabgesetzt,
während welcher die Windungen in der Halbperiode entregt werden.
-
Die gesamte den Anker antreibende Energie wird daher erhöht.
-
Darüberhinaus hgt die Diode durch die Rückführung von möglicherweise
schädlichen Spannungs-und Stromspitzen die Wirkung,daß die gesamte den Anker treibende
Energie erhöht wird.