DE2221699C3 - Luftreifen für Fahrzeuge - Google Patents
Luftreifen für FahrzeugeInfo
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- B60C11/185—Anti-skid inserts, e.g. vulcanised into the tread band of strip form, e.g. metallic combs, rubber strips of different wear resistance of metal comb form, lamellar shaped or blade-like
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Description
Die Erfindung betrifft Luftreifen für Fahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs I1
Bei einem bekannten Luftreifen nach FR-PS 415 207 werden verseilte Drahtbüschel im Laufflächenbereich
des Luftreifens eingesetzt. Diese verseilten Drahtbüschel stehen an der Karkasse an und sind
so weit von der Außengummierungsschicht des Fahrzeugreifens
umhüllt, daß die Endbereiche der verseilten Drahtbüschel über die Außenberandung der
Gummimischung hervorstehen. Es wirken beim Betrieb des Luftreifens große Kräfte auf diese Drahtbüschel
ein. So treten bei hohen Reifengeschwindigkeiten große Zentrifugalkräfte auf, die die Büschrl aus
ihrer Lage in radialer Richtung zu entfernen suchen; dazu kommen tangential auftretende Kräfte, insbesondere
beim Beschleunigen und Abbremsen. Daneben ist die Gesamtheit des Reifens, also Gummimischungund
verseilte Drahtbüschel beim Durchlaufen des Aufstandsbereiches erheblichen Zug- und Druckspannungen
unterworfen. Eine einheitliche Gummimischung muß demnach besonders daraufhin ausgelegt
sein, die Sicherung der Drahtbüschel zu übernehmen. Dadurch ist die Gummimischung in ihren
Eigenschaften weitgehend festgelegt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Luftreifen der eingangs erwähnten Gattung zu
schaffen, der die Vorteile von derartigen Gleitschutzelementen im Temperaturbereich um 0° aufrechterhält,
gleichzeitig jedoch auch für andere Temperaturbedingungen optimal ausgelegt ist und eine einfache
Herstellung gestattet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Damit ist ermöglicht, daß als Laufflächenmischung beispielsweise eine weiche, elastische Gummimischung
verwendet werden kann, wie sie beispielsweise bei den Winterreifen der sogenannten »neuen Generation«
eingesetzt wird, wobei gleichwohl die Befestigung der Gleitschutzelemente optimal ausgelegt werden
kann; das wird durch die teilweise Durchsetzung der Einzeldrahtstücke der Gleitschutzelemente durch
die speziell auf Halterung ausgerichtete Gummimischung noch in besonders vorteilhafter Weise gefördert.
Es wird ein kompakter, in sich hnmer noch ausreichend
elastischer Verbund von Stahldrahtstücken erzeugt, der wiederum mit dem Laufflächengummi
einwandfrei und dauerhaft verbindbar ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung nach Anspruch 2 verbessert noch die elastischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Luftreifens, während die Auslegung der Gleitschutzelemente nach Anspruch 3 einen günstigen
Kompromiß zwischen den Anforderungen der
to Verbund-Elastizität und der Gleitschutzwirkung der
Gleitschutzelemente bei gleichzeitig höchstmöglicher Fahrbahnschonung ergibt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung nach Anspruch 4 erhcht nicht nur den Zusammenhalt der einzelnen
Gleitschutzelemente, sondern ergibt auch Vorteile für die industriemäßige Fertigung des erfindungsgemäßen
Luftreifens, wobei Weiterbildungen nach den weiteren Unteransprüchen besondere Vorteile bei der
Ausführung des erfindungsgemäßen Luftreifens als
bo Gürtelreifen ergeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
Fig- 1 eine schemätische Querschnittsdarstellüng
eines Luftreifens Vor der Einformung des Laufflächenprofils,
und
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung eines profilierten Laufflächenabschnittes eines Luftreifens.
Der in Fi g. 1 gezeigte Luftreifen 1 ist als Gürtelreifen mit Karkasse 2, Wulstdrähten 3, Gürtellagen 4
und einer Lauffläche S ausgeführt. In einer sich über den ganzen Reifenumfang erstreckenden Ausnehmung
14 oder in mehreren, entsprechend schmäleren Ausnehmungen im Laufflächenbereich sind mehrere
nebeneinander angeordnete, sich ebenfalls über den Reifenumfang erstreckende Reihen von Gleitschutzelementen
9 angeordnet. Die im wesentlichen radial gerichteten Einzeldrahtstiicke 10 sind zu Gleitschutzelementen
9 verseilt und in eine relativ harte, am Stahl gut haftende Gummimischung 8 eingebettet.
In besonders einfacher Weise können diese verseilten und in Umfangsrichtung mit im wesentlichen jeweils
gleichem gegenseitigen Abstand angeordneten Gleitschutzelemente 9 dadurch erhalten werden, daß
von vorhandenen Stahlcordbahnen geeignet breite Streifen quer zur Cordlaufrichtung abgeschnitten und
dann in geeigneter Weise in die Ausnehmung 14 entweder als Streifen oder als gesamtes vorbereitetes
Stück eingesetzt werden
Die axiale Länge der Reihen 7 von Gleitschutzelementen
9 wird so bemessen, daß die Einzeldraht stücke 10 nur geringfügig über die Reifenbegrenzungsfläche
11 vorstehen. Dieses nur sehr geringfügige Vorstehen der Enden der Stahldrähte bleibt auch
während der gesamten Lebensdauer des Reifens erhalten, da sich diese Enden der Einzeldrahtstücke 10
entsprechend dem Verschleiß der Lauffläche abnützen werden. Es ist auch möglich und aus praktischen
Gründen unter Umständen zweckmäßig, den Reifen so zu fertigen, daß vor Inbetriebnahme des Reifens
die in der Lauffläche sitzenden Gleitschutzelemente nicht von außen sichtbar sind, d. h. also, daß eine
dünne Gummischicht die Enden dieser Gleitschutzelemente abdeckt. Beim praktischen Einsatz des Reifens
wird diese Gummischicht durch Abrieb in kürzester Zeit verschwinden, wodurch dann die Gleitschutzelemente
in der vorstehend beschriebenen Weise hervortreten.
Ferner ist es möglich, den Reifen nach Fertigstellung im Laufflächenbereich abzuschleifen, um die Enden
der Gleitschutzelemente hervortreten zu lassen.
Die eigentliche Laufflächen-Gummimischung 6 kann nach den jeweiligen Erfordernissen gewählt
werden. Vorzugsweise wird dafür eine für Schnee und Eis geeignete Gummimischung benutzt, die mit der
härteren Gummimischung 8, die die Gleitschutzelemente
9 ummantelt, eine feste und dauerhafte Verbindung eingeht. Die Wahl einer relativ weichen und
elastischen Laufflächengummimischung 6 hat auch den Vorteil, daß beim Bremsen eine Komprimierung
des Laufflächengummis auftritt, die die in Radialrichtung zwar elastischen, aber weniger stark komprimierbaren
Gleitschutzelemente weiter über die Reifenoberflsche vortreten läßt, wodurch diese in
Hinblick auf den erwünschten Kratzeffekt besonders wirksam werden.
Die sich über den gesamten Umfang des Reifens erstreckenden Reihen 7 von Gleitschutzelementen 9
können geradlinig, wellen-, zick-zack- oder mäanderförmig angeordnet sein. Wesentlich ist dabei, daß
durch die über die Reifenbegrenzungsfläche 11 vorstehenden Kanten der Gleitschutzelemente 9 eine
möglichst große Kratztläche erhalten wird.
Die Einzeldrahtstücke 10 der Gleitschutzelemente 9 bestehen in der dargestellte!.. Ausführung aus
Federstahl mit einem Einzeldrahtdurchmesser im Bereich von etwa 0,1 bis 0,4 mm. Dabei betragen die
Festigkeitswerte des Federstahls
ofl ■-- 1% und aB = 2160 bis 2650 N/mm2,
Die Teilschnittdarstellung einer profilierten Reifenlauffläche
nach Fig. 2 zeigt, daß zwischen den Gürtellagen 4 und der Laufstreifengummimischung 6
eine Pufferschicht 12 vorgesehen ist. Diese Pufferschicht 12 dient einerseits zur Abstützung der Gleitschutzelemente
und verhindert andererseits eine unerwünschte Berührung zwischen Gürtellagen und den
Gleitschutzelementen.
Ferner ist in Fig. 2 zu sehen, daß die über dem gesamten Laufstreifenbereich des Reifens verteilten
Gleitschutzelemente so angeordnet werden können, daß Profilnuten 13 zwischen den Gleitschutzelernenten
liegen. Da die Gleitschutzelemente bei der Profilgebung jedoch ausweichen wurden, ist es keine notwendige
Bedingung, daß die Anordnung der Gleitschutzelementreihen dem Profilverlauf anzupassen
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Luftreifen für Fahrzeuge, insbesondere Gürtelreifen,
mit über die Lauffläche des Luftreifens verteilt angeordneten, in den Laufstreifen eingebetteten,
zumindest im wesentlichen senkrecht zur Lauffläche gerichteten und geringfügig über die
Lauffläche vorstehenden metallischen Gleitschutzelementen, die jeweils aus wenigstens einem
Strang verseilter Einzeldrahtstücke gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldrahtstücke
(10) der Gleitschutzelemente (9) aus federhartem Stahldraht bestehen und daß die
Gleitschutzelemente (9) mit einer sie zumindest teilweise durchsetzenden Gummimischung (8)
ummantelt sind, die härter ist als die für den Laufstreifen (5) verwendete Gummimischung (6).
2. Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Enden der Gleitschutzelemente (9) auf einer Pufferschicht (12) aus Gummi aufstehen.
3. Luftreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Einzeldrahtstücke
(10) der Gleitschutzelemente (9) etwa 0,1 bis 0,4 mm beträgt.
4. Luftreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gleitschutzelemente (9) in einem Band angeordnet sind, dessen Zusammenhalt durch die die
Gleitschutzelemente (9) ummantelnde Gummimischung (8) gegeben ist.
5. Luftreifen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das die Gleits-hutzelemente (9) enthaltende Band aus einem Abschnitt einer Reifencordbahn
besteht, deren Corr^äden aus Stahl sind und die Gleitschutzelemente (9) bilden.
6. Luftreifen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich
über den Umfang des Luftreifens (1) eine Mehrzahl von gegenseitig einen Abstand aufweisenden
Reihen (7) von Gleitschutzelementen (9) eritreckt.
7. Luftreifen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf der sich über den
Umfang des Luftreifens (1) erstreckenden Reihen (7) der Profilierung des Laufstreifens (5) angepaßt
Ist.
H. Luftreifen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gleitschutzelemente (9)
enthaltenden, aus Abschnitten einer Reifencordbahn bestehenden Bänder wenigstens einseitig jeweils
mit einer Reifencordlage bzw. einer Kreuzgewebelage bzw. einer Vlieslage haftend verbunden
sind.
9. Luftreifen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der Reifencordlage
bzw. der Kreuzgewebelage mit den Gleitschutzelementen (9) Winkel im Bereich von 45 bis 90"
einschließen.
Priority Applications (17)
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