DE2221341A1 - Hydraulische schmiedemaschine zum ausschmieden von knueppeln oder dergleichen - Google Patents
Hydraulische schmiedemaschine zum ausschmieden von knueppeln oder dergleichenInfo
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Description
- 2329 -
h
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Hydraulische Schmiedemaschine zum Ausschmieden von Knüppeln oder dergleichen
Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Schmiedemaschinen in horizontaler Bauweise zum Ausschmieden von Knüppeln oder dergleichen
mit gekoppelt gegeneinander arbeitenden Schmiedekolben und -zylindern sowie mit Rückzügen.
Schmiedemaschinen für den vorstehend genannten Einsatz sind bekannt.
Sie schmieden im allgemeinen von vier gleichmäßig zueinander versetzten Seiten. Dabei besitzen die Schmiedesattel als
Arbeitsmittel normalerweise jeweils einen eigenen Antrieb. Die zwangsläufige Verknüpfung dieser Antriebseinheitenj, die sowohl
mechanisch als auch hydraulisch ausgeführt sind, erfolgt durch entsprechende mechanische Glieder wie Z0B0 Zahnräder oder Mehrkolbenpumpen.
Diese bekannten Schmiedemaschinen erfordern einen hohen Bauaufwand. Der relativ geschlossene Arbeitsraum dieser
Maschinen erschwert die Abführung des Zunders der zu schmiedenden Werkstücke und setzt die in diesem Raum liegenden hochwertigen
Bauteile einem erhöhten Verschleiß aus. Darüber hinaus ist bei diesen Schmiedemaschinen die Zugänglichkeit zu den Werkzeugen
und anderen Bauteilen des Arbeitsraumes eingeschränkt.
Aufgabe der Erfindung war es daher,, eine Schmiedemaschine zu
schaffen, die bei entsprechender Bearbeitung des Schmiedestückes eine gute Zugänglichkeit zu den Arbeitsraum und eine einwandfreie
Zunderabfuhr gewährleistet und damit einfacher und billiger in der Bauweise ist.
Nach der Erfindung wird dies bei der eingangs genannten Schmiedemaschine
im wesentlichen dadurch erreicht, daß zwei waagerecht
angeordnete, gegeneinander wirkende Schmladekolben im Durchmesser
innerhalb des Zylinders abgesetzt und mit nach rückwärts aus dem
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jeweiligen Zylinder austretenden Kolbenschäften versehen sind, wobei jeder Kolbenschaft mit mindestens zwei Kupplungskolbenzylindereinheiten
verbunden ist, von denen bei Bewegung des Kolbenschaftes in Schmiederichtung mindestens eine einen zunehmenden
Zylinderraum und mindestens eine andere einen abnehmenden Zylinderraum aufweist und wobei die mit dem einen Schmiedekolben verbundene
Kupplungskolbenzylindereinheit mit zunehmendem Zylinderraum mit der oder den mit dem gegenüberliegenden Schmiedekolben verbundenen
Kupplungskolbenzylindereinheiten mit abnehmendem Zylinderraum durch Leitungen hydraulisch gekuppelt ist.
Die horizontale Anordnung der beiden gegenläufigen Schmiedekolben ergibt einen zweiseitig offenen Arbeitsraum und damit eine sichere
Zunderabfuhr und eine bequeme Zugängiichkeit. Die hydraulische
Kupplung der beiden Schmiedekolben, die mittels einfacher Bauteile wie Kolben und Zylinder den Gleichlauf der beiden Schmiedekolben
gewährleistet, ergibt einen gegenüber den herkömmlichen Schmiedemaschinen mit meist vier Schmiedesätteln und entsprechend komplizierten
Maschinenteilanordnungen einen verringerten Aufwand hinsichtlich der Anzahl und Ausführung der benötigten Maschinenteile.
In Weiterbildung der Erfindung nimmt der Kolbenschaft Jedes Schmiedekolbens
zentral einen Kupplungszylinder auf, während zwei oder mehrere dem zentral angeordneten Kupplungszylinder entgegenwirkende
Kupplungszylinder gleichmäßig um den Kolbenschaft herum angeordnet
sind und die entsprechenden Kupplungskolben ortsfest am Rahmen der Schmiedemaschine vorgesehen sind.
Es ist jedoch ebensogut möglich, daß der Kolbenschaft jedes Schmiedekolbens an seinem Ende zentral einen Kupplungskolben aufweist,
während zwei oder mehrere den zentral angeordneten Kupplungskolben entgegenwirkende Kupplungskolben gleichmäßig um den
Kolbenschaft herum angeordnet sind, und die entsprechenden Kupplungszylinder
ortsfest am Rahmen der Schmiedemaschine vorgesehen sind.
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Eine andere vorteilhafte Möglichkeit ergibt sich dadurch, daß der Kolbenschaft jedes Schmiedekolbens zentral einen Kupplungszylinder
aufnimmt und ein dem Kupplungszylinder entgegengesetzt wirkender anderer Kupplungszylinder in gleicher Achse mit Abstand zu dem
Ende des Kolbenschaftes angeordnet und mit entsprechenden Elementen mit dem Kolbenschaft verbunden ist, während zwei ortsfeste,
entgegengesetzt wirkende Kupplungskolben in die Kupplungszylinder
eintauchen. Anstelle der ortsfesten Kupplungskolben können auch die Kupplungszylinder ortsfest sein und mit mit ihnen zusammenwirkenden
Kupplungskolben sind an dem Kolbenschaft des Schmiedekolbens angeordnet.
Ein Beispiel der Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine ,hydraulische Schmiedemaschine in horizontaler Bauweise
mit zwei gegeneinander arbeitenden Schmiedekolben, bei denen die Kupplungszylinder am Kolbenschaft angeordnet
sind, in Draufsicht im Schnitt,
Fig. 2 einen Teil der Schmiedemaschine in Draufsicht im Schnitt mit am Kolbenschaft angeordneten Kupplungskolben und
Fig. 3 einen Teil der Schmiedemaschine in Draufsicht im Schnitt,
wobei die in Arbeite- und Rückzugsrichtung wirkenden
Kupplungskolben in der Schmiedeachse hintereinander angeordnet sind.
In Fig. 1 besteht der Rahmen 1 einer horizontalen Schmiedemaschine
aus zwei kettengliedförmigen, hochkant angeordneten Rahmenteilen 1a
und 1b. An den Stirnseiten der Innenseiten der Rahmen 1a und 1b sind einerends ein hydraulisch betätigter Schmiedezylinder 2 und
auf der entgegengesetzten Seite ein weiterer Schmiedezylinder 3 angeordnet. In den Schmiedezylindern 2 und 3 gleiten gegeneinander
arbeitende Schmiedekolben 4 und 5* die an ihren Stirnseiten Je-
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weils mit Schmiedesätteln 6 und 7 versehen sind. Die Schmiedekolben
4 und 5 sind innerhalb der Zylinder 2 und 3 als Stufenkolben
abgesetzt ausgebildet, wobei Kolbenschäfte 8 und 9 jeweils aus den Bodenflächen der Schmiedezylinder 2 und 3 nach rückwärts
herausragen.
In den Stirnseiten der Kolbenschäfte 8 und 9 sind nach hinten offene Kupplungszylinder 10 und 11 vorgesehen. An den Enden der
Kolbenschäfte 8 und 9 sind Traversen 12 und 1j5 befestigt, die
weitere in Schmiederichtung offene Kupplungszylinder 14a, 14b
und 15a* 15t) aufnehmen.
In die Kupplungszylinder 10 und 11 tauchen am Rahmen 1 bzw. den Zylindern 2 und 3 ortsfest über Zugglieder 16 und Traversen 17
angeordnete Kupplungskolben 10' und 11' ein. Die Stirnflächen der
Kupplungskolben 10' und 11* sind gleich. Die mit den Schmiedekolben
4 und 5 bzw. Kolbenschäften 8 und 9 verbundenen, in Schmiederichtung
offenen Kupplungszylinder 14a, 14b und 15a, 15b arbeiten
mit an den Zylindern 2 und 3 ortsfest angeordneten Kupplungskolben
I4a', I4b' und 15a', 15b1 zusammen.
Die Kupplungskolben 10', I4a', I4b' sowie 11', 15a1, 15b' weisen
jeweils Längsbohrungen 18 auf. Dabei ist der in Schmiederichtung des Schraiedekolbens 4 wirkende Kupplungszylinder 10 bzw. dessen
Kupplungskolben 10' über Leitungen 19 mit den auf der Seite des
gegenüberliegenden Schmiedezylinders j5 angeordneten, In Rückzugsrichtung des Schmiedekolbens 5 wirkenden, in Schmiederichtung
offenen Kupplungszylindern 15a und 15b bzw. deren Kupplungskolben
15a' und 15b' verbunden. Die Stirnfläche des Kupplungskolbens 10f
ist gleich der Summe der Stirnflächen der Kupplungskolben 15a1
und 15b'.
Auf gleiche Weise ist der in Schmiederichtung des Schmiedekolbens 5 wirkende Kupplungszylinder 11 bzw. dessen Kupplungskolben
11' über Leitungen 20 mit den auf der Seite des Schmiedezylinders
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angeordneten, in Schmiederichtung offenen Kupplungszylindern 14a
und 14b bzw. deren Kupplungskolben 14a1 und 14b' verbunden. Ebenso
ist die Stirnfläche des Kupplungskolbens 11' gleich der Summe der Stirnflächen der Kupplungskolben 14a1 und 14b1.
Infolge dieser wechselseitigen Verbindung der jeweiligen Kupplungskolben
und -zylinder werden die Schmiedekolben 4 und 5 zwangsgesteuert und arbeiten immer exakt gleichmäßig auf das zu
schmiedende, hier nicht dargestellte Schmiedestück. Die Schmiedezylinder 2 und 3 werden über eine gemeinsame Leitung 21 mit Druckflüssigkeit
beaufschlagt. Nicht dargestellte Rückzugszylinder und -kolben sind mit den jeweiligen Schmiedekolben 4 und 5 bzw. Kolbenschäften
8 und 9 verbunden.
Wird z.B. in den Zylinder 2 Druckmittel eingeleitet, so bewegt sich der Schmiedekolben 4 mit den Kupplungszylindern 14a und 14b
vor. Die Kupplungsflüssigkeit wird aus den Kupplungszylindern' 14a
und 14b verdrängt und fließt über Leitungen 20 zum Kupplungszylinder
11 des gegenüberliegenden Schmiedekolbens 5· Hier tritt die Flüssigkeit gegen den Kupplungskolben 11'. Damit bewegt sich
auch der Schmiedekolben 5 vor. Da die Flächen der Kupplungskolben
14a1 und 14b1 einerseits und des Kupplungskolbens 11f andererseits
gleich sind, bewegen sich beide Schmiedekolben 4 und 5 um
gleiche Hübe vor.
Für die entsprechende Bewegungseinleitung findet der Austausch der Kupplungsflüssigkeit von den Kupplungszylindern 15a und 15b
zum Kupplungszylinder 10 über Leitungen 19 statt.
Da die Flächenrelationen der an den beiden Schmiedezylindern 2
und 3 bzw. Schmiedekolben 4 und 5 zusammenwirkenden Kupplung©- kolben gewahrt sind, ist von der hydraulischen Kupplung lediglich
die Differenzkraft, die z.B. durch unterschiedliche Reibung an den Schmiedekolben 4 und 5 auftreten kann, aufzubringen.
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In Fig. 2 sind die Kupplungszylinder 10, 14a, I4b und 11, 15a,
15b ortsfest vorgesehen, während die entsprechenden Kupplungskolben 101, I4af, Ub1 und 11f, 15a', 15bf an den jeweiligen
Kolbenschäften angeordnet sind.
Eine weitere Anordnungsmöglichice it der Kupplungszylinder und -kolben zeigt Fig. 2· Hier liegen Kupplungszylinder 10 und
bzw. 11 und 15 in einer Achse, nämlich der Schmiedeachse, wobei
die zusammen-arbeitenden Kolben 10* und 15* bzw. 11' und 14!
gleiche Kolbenflächen aufweisen.
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Claims (1)
- - 2529 -Patentansprüche:1.^Hydraulische Schmiedemaschine in horizontaler Bauweise zum Ausschmieden von Knüppeln oder dergleichen mit gekoppelt gegeneinander arbeitenden Schmiedekolben und -zylindern sowie mit Rückzügen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei waagerecht angeordnete, gegeneinander wirkende Schmiedekolben (4, 5) im Durchmesser innerhalb der Zylinder (2, J) abgesetzt und mit nach rückwärts aus dem jeweiligen Zylinder austretenden Kolbenschäften (8, 9) versehen sind, wobei jeder Kolbenschaft mit mindestens zwei Kupplungskolbenzylindereinheiten verbunden ist, von denen bei Bewegung des Kolbenschaftes in Schraiederichtung mindestens eine einen zunehmenden Zylinderraum und mindestens eine andere einen abnehmenden Zylinderraum aufweist und wobei die mit dem einen Schmiedekolben (4) verbundene Kupplungskolbenzylindereinheit (10, TO1) mit zunehmendem Zylinderraum mit der oder den mit dem gegenüberliegenden Schmiedekolben (5) verbundenen Kupplungskolbenzylindereinheiten (15a, 15a1 * 15b, 15*>f) mit abnehmendem Zylinderraum durch Leitungen (20) hydraulisch gekuppelt ist,2. Hydraulische Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschaft (8, 9) jedes Schmiedekolbens (4, 5) zentral einen Kupplungszylinder (10, 11) aufnimmt, während zwei oder mehrere dem zentral angeordneten Kupplungszylinder (10, 11) entgegenwirkende Kupplungszylinder (i4a, I4b, 15a, 15b) gleichmäßig um den Kolbenschaft (8, 9) herum angeordnet sind und die entsprechenden Kupplungskolben (10*, 11', I4af, 14b1, 15a1, 15b*) ortsfest am Rahmen (1) der Schmiedemaschine vorgesehen sind.309846/0130J>. Hydraulische Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschaft (8, 9) jedes Schmiedekolbens (4, 5) an seinem Ende zentral einen Kupplungskolben (10', 11') aufweist, während zwei oder mehrere dem zentral angeordneten Kupplungskolben (101, 11f) entgegenwirkende Kupplungskolben (I4a», 14b', 15af, 15b») gleichmäßig um den Kolbenschaft (8, 9) herum angeordnet sind, und die entsprechenden Kupplungszylinder (10, 11, 14a, 14b, 15a, 15b) ortsfest am Rahmen (1) der Schmiedemaschine vorgesehen sind.4. Hydraulische Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschaft (8, 9) jedes Schmiedekolbens (4, 5) zentral einen Kupplungszylinder (10, 11) aufnimmt und ein dem Kupplungszylinder entgegengesetzt wirkender anderer Kupplungszylinder (14, I5) in gleicher Achse mit Abstand zu dem Ende des Kolbenschaftes (8, 9) angeordnet und mit entsprechenden Elementen mit dem Kolbenschaft (8, 9) verbunden ist, während zwei ortsfeste, entgegengesetzt wirkende Kupplungskolben (10f, 11', 14', I51) in die Kupplungszylinder (10, 11, 14, 15) eintauchen.309846/013 0-
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