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Getriebeanordnung für geländegängige Eraftfahrzeuge, insbesondere
landwirtscha£tlich genutzte Fahrzeuge.
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Die Erfindung betrifft eine Getriebeanordnung für geländegängige Kraftfahrze-uge,
insbesondere landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge, mit einem konzentrischen Antriebswellenstrang,
bestehend aus einer Voll- und Hohlwelle, die arechselseitig über eine Doppelkupplung
mit dem motorisehen Antrieb verbindbar sind, einem Nebenwellenzug, der in durch
elne Kupplung verbindbare Nebenwellen unterteilt ist, wobei die Hohlwelle über ein
Feills-tufengetr:iebe mit der ersten Nebenwelle in Antriebsverbindung steht, weiter
einer Vorgelegewelle mit einem ersten Zahnrad, das mit einem Zahnrad auf der ersten
Nebenwelle in kämmender Verbindung steht und einem weiteren Zahnrad der zweiten
Nebenwelle und einem auf einer Abtriebswelle angeordneten Zahnrad in Eingriff steht,
sowie weiteren, auf der zweiten Nebenwelle ursd der Abtriebswelle angeordneten Zahnrädern
zur Bildung der einzelnen Gangübersetzungen des Schaltgetriebes, sowie einem Endradsatz,
der eine Zapfwelle in Abhängigkeit der Geschwindigkeit des Fahrzeugs antreibt sowie
die Antriebsverbindung zu der gegebenenfalls vorhandenen Antriebsvorrichtung für
die Vorderrci er
herstellt, während die Antriebsverbindung zu den
getriebenen Hinterrädern über einen Tellerradsatz, ein Ausgleichsgetriebe und je
ein Achsgetriebe erfolgt.
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Heute übliche Anordnungen bestehen aus Schaltgetrieben in Gruppenbauweise.
Hierbei werden durch die Kombination eines Grund- oder Hauptgetriebes mit zusätzlichen
vor-oder nachgeschalteten Stufen verschiedene Ganggruppen gebildet.
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Die deutsche Patentschrift 1 002 635 zeigt ein derartiges Getriebe,
das in mehrere Wellenzüge untergliedert ist.
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Ausgehend von einem Antriebswellenstrang kann hierbei zunächst eine
erste Nebenwelle eines Nebenwellenzuges angetrieben werden. Unter eine Vorgelegewelle
erfolgt der langsame Antrieb auf eine zweite Nebenwelle und von hier aus über ein,
eine Gargübersetzung wiedergebendes Zahnradpaar auf die Abtriebswelle. Zur Erzielung
von schnelleren Gängen können die beiden Nebenwellen untereinander gekuppelt werden,
wobei die Vorgelegewelle umgangen wird. Dieses Getriebe verfügt darüber hinaus über
einen direkten Schnellgang, der im geschalteten Zustand die anderen Gänge des Schaltgetriebes
nicht beeinflußt.
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Es ist nun üblich, für Schnellgangausführungen Sonderausführungen
zu bauen, was jedoch hinsichtlich der Getriebeabstufung infolge des vergrößerten
Regelbereichs große Nachteile bringt. Ebenfalls sind Kriechgänge bei Anhebung der
Schnellganggeschwindigkeit auf ca. 35 oder 40 km/h nur mit großem baulichen Aufwand
zu erreichen. Die Anzahl der Zapfwellenräder ist ebenfalls aufgrund der Motordrehzahlanhebung
bei den gängigen Schleppergetrieben sehr hoch.
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Bei einem Regelbereich von 97 mit 20 Vorwärt- und
10
Rückwärtsgängen, einschließlich Zapfwellendrehzahl 540/1000 min 1 und bei einer
schnellsten Geschwindigkeit von 30 km/h weist eines der bekannten Schleppergetriebe
31 Zahnräder auf und benötigt zur Wahl der einzelnen Gänge drei Schalthebel. Ebenfalls
verfügt dieses Getriebe nicht über ein Lastschalt-Wendegetriebe. Ein weiteres der
bekannten Getriebe ist mit 27 Zahnrädern ausgestattet und verfügt über einen Regelbereich
von 87 bei 16 Vorwärts-und 7 Rückwärtsgängen sowie einer Zapfwelle 54011000 min
1 bei maximalen Geschwindigkeiten von 20 und 30 km/h und einem Lastschalt-Wendegetriebe.
Ebenfalls ist dieses Getriebe mit drei Schalthebeln zu schalten.
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Im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften sind die Höchstgeschwindigkeiten
20, 25 oder 30 km/h bindend vorgeschrieben. Eine derartige Vorschrift ist auch innerhalb
des EWG-Raumes zu erwarten, wobei die Höchstgeschwindigkeit jedoch heraufgesetzt
werden soll. Die bekannten Getriebe weisen gegenüber diesen Vorschriften den Nachteil
auf daß eine Anhebung der Geschwindigkeit bzw. die Einhaltung der vorgeschriebenen
Geschwindigkeiten nur durch weitere Baumaßnahmen zu erreichen ist, wobei dann Probleme
hinsichtlich der Gangabstufung und im Bereich der Kriechgänge zu erwarten sind.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Getriebeanordnung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die über einen großen Regelbereich verfügt. Insbesondere
sollen sich die baulichen Maßnahmen, die zur Erzielung. aller gesetzlich vorgeschriebenen
höheren Geschwindigkeiten vorgesehen sind, organisch in die Gesamtgetriebekonzeption
einfügen. Die Getriebeabstufung soll demnach so getroffen sein, daß die Geschwindigkeiten
20, 25, 30 oder 35 km/h u.a. in der Grundausführung des Getriebes vorhanden sein
sollen.
Ebenfalls soll das Getriebe in der Normalausführung den Forderungen hinsichtlich
langsamster Geschwindigkeiten - ohne Sonderausführung - Rechnung tragen. In Erweiterung
der Aufgabenstellung soll die grundsätzliche Getriebegestaltung variabel hinsichtlich
der Baulänge des gesamten Getriebes sowie hinsichtlich einer einzigen Ausführung
bei Schleppern der höheren Leistungsklassen verwendbar sein.
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Diese Aufgaben werden nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Feinstufengetriebe
aus mehreren, auf der Hohlwelle angeordneten Zahnrädern, die mit weiteren, auf der
ersten Nebenwelle angeordneten Zahnrädern in ständige Antriebsverbindung bringbar
sind mit mindestens einer Kriechgangstufe, bestehend aus mindestens einem weiteren,
auf der Hohlwelle angeordneten Zahnrad, das mit einem auf der ersten Nebenwelle
angeordneten Zahnrad in kämmender Verbindung steht, räumlich zu einem kombinierten
Feinstufen-Kriechganggetriebe (Fk) zusammengefaßt und in Kraftflußrichtung gesehen
vor dem Schaltgetriebe liegend angeordnet ist. Mit dieser Anordnung verfügt das
Getriebe über einen Regelbereich von 72 mit 21 Vorwärts und 7 Rückwärtsgängen, einer
Zapfwelle mit 540/1000 min~1, einem Lastschalt-Wendegetriebe und Maximalgeschwindigkeiten
von 20, 25, 30 oder 36 km/h bei 23 Zahnrädern.
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Das gesamte Getriebe, d.h. das kombinierte Feinstufen-Kriechganggetriebe
und das Schaltgetriebe ist mit nur zwei Schalthebeln schaltbar. Mit diesem Getriebe
sind sowohl langsamste Fahrgeschwindigkeiten (Kriechgänge) als auch höchste Fahrgeschwindigkeiten
(Schnellgänge) zur Verfügung gestellt, wobei die einzelnen Zahlradpaare organisch
in den gesamten Getriebeaufbau eingefügt sind.
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Die Probleme, wie sie bei Anheben des Regelbereichs sonst auftreten,
sind vermieden. Da das Getriebe mit zwei Schalthebeln schaltbar ist, ist die Gangwahl
besonders einfach.
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Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung setzt sich das kombinierte
Feinstufen-Kriechganggetriebe (Fk aus einer Kriechgangstufe (Kr), einer langsamen
Feinstufe (L), einer Normalfeinstufe (N) und einer schnellen Feinstufe (S) zusammen,
die wechselseitig über Schaltklauen schaltbar sind. Durch diese Anordnung ergeben
sich bei nur einer Kriechgangstufe durch Schalten der drei Gänge in der langsamen
Stufe des Schaltgetriebes drei fein angestufte Kriechgänge, die zur Grundausführung
des Getriebes gehören.
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Da die schnelle Gruppe des Schaltgetriebes gesperrt is-t, kann das
Radpaar klein dimensioniert werden.
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Hinsichtlich des notwendigen Raumbedarfs erweist es sich als vorteilhaft,
daß die Einbaulagen der Vorgelegewelle, der zweiten Nebenwelle,. der Abtriebswelle
und des Zapfwellenstranges derart gewählt sind, daß die Vorgelegewellenmitte und
die Zapfwellenstrangmitte fluchtend zueinander liegen.
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Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist die VorgeleSewelle
als Hohlwelle ausgebildet und konzentrisch zum Zapfwellenstrang liegend drehbar
gelagert.
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Insbesondere ermöglicht diese Maßnahme eine besonders raumsparende
Anordnung der Vorgelegewelle und des Zapfwellenstranges.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung zur Verwirklichung einer Kurzbauweise
der Getriebeanordnung wird darin gesehen, daß die Vollwelle mit der Abtriebswelle
fluchtend liegend angeordnet sind, wobei die Vorgelegewelle, der Zapfwellenstrang
und der Nebenwellenæug derartig im Dreieck liegend angeordnet sind, daß zwischen
Vollwelle und Abtriebswelle ein Freiraum zur Durchführung einer Achshalbwelle des
Hinterachsgetriebes gegeben ist.
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Vorteilhaft erweist sich die Maßnahme, daß die Vollwelle geteilt ausgebildet
ist, wobei die Zahnräder als selbständige Bauelemente ausgebildet sind, deren Lagerung
unabhangig von der Vollwelle erfolgt. Die Zahnräder 7, 8 sind fertigungstechnisch
besondere günstig herzustellen.
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Ebenfalls bringt die selbständige, unabhängige Lagerung von der Vollwelle
den Vorteil mit sich, daß eine Durchbiegung der Zahnräder praktisch vermieden ist.
Hiermit kann die Lebensdauer und die Tragfähigkeit der Zahnräder wesentlich erhöht
werden, da insbesondere jegliches Kantentragen verhindert wird.
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Diese Vorteile bringt ebenfalls eine weitere Maßnahme mit sich, die
sich dadurch auszeichnet, daß der Zapfweilenstrang geteilt ausgebildet ist, wobei
die für den Antrieb der Zapfwelle mit unterschiedlichen Drehzahlen maßgebenden Zahnräder
auf einer Hülse, die über ein Profilstück mit dem Zapfwellenstrang in drehfester
Verbindung steht, über Lager gelagert sind. Weiterhin ist durch diese Ausgestaltung
ein leichtes Auswechseln des Zapfwellenstranges bei auftretenden Beschädigungen
möglich.
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Das Schaltverhalten des gesamten Schaltgetriebes wird dadurch wesentlich
verbessert, indem die Hohlwelle gegenüber der Vollwelle getrennt gelagert und berührungslos
abgedichtet ist. Die gegenseitige, schädliche Beeinflussung der beiden Wellen ist
durch diese Maßnahme gänzlich ausgeschieden.
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Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Gesamtgetriebeanordnung in
Abhängigkeit von der Auslegung des Fahrzeugs sind dadurch gegeben, daß die Portalachse
in bezug auf
die Einbaulage des Feinstufen-Kriechganggetriebes (Fk)
und des Schaitgetriebes in verschiedene Lagen sohwenkbar angeordnet ist.
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Die Vorteile der Erfindung bestehen zusammenfassend insbesondere darin,
dvß eine Getriebeanordnung f\1r Fahrzeuge der eingangs genannten Art geschaffen
wurde, die über einen großen Regelbereich mit ausreichender Anzahl an Vorwärts-
und Rückwärtsgängen ausgestattet ist. Insbesondere passen sich die Gänge der langsamsten
und schnellsten Fahrstufen organisch in den Getriebeaufbau ein. Besonders vorteilhaft
ist die Tatsache, daß lediglich 23 Zahnräder zur Verwirklichung des Schalt- und
Zapfwellenantriebes benötigt werden. Dadurch kann das Getr.iebe raumsparend und
kostengünstig hergestell-t werden, insbesondere auch dadurch, da die wesentlichen
Bauelemente für sich getrennt herzustellen sind, wobei durch die Afifteilung der
einzelnen Wellenstränge in mehrere Bauteile der Vorteil gegeben ist, daß die Tragfähigkeit
und die Lebensdauer der einzelnen Zahnräder erhöht wurde. Die Bedienung des Getriebes
ist über lediglich zwei Schalthebel in einfacher Weise durchzuführen Durch die Anordnung
der einzelnen Wellenstränge ergeben sich vorteilhafte Möglichkeiten zur Verwirklichung
einer Kurzbauweise.
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Weitere, für die Erfindung wesentliche Merkmale, sowie die daraus
resultierenden Vorteile sind aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen
zweier Ausführungsbeispiele ersichtlich. Hierbei zeigen: Fig. 1 die Getriebeanordnung
in schematischer Darstellung; Fig. 2 die konstruktive Ausführung - teilweise geschnitten
dargestellt - eines kombinierten Feinstufen-Kriechganggetriebes; Fig. 3 die konstruktive
Ausführung - teilweise geschnitten dargestellt - eines Schaltgetriebes; Fig. 4 die
schematische Darstellung der Getriebeanordnung nach Fig. 1 in Kurzbauweise; Fig.
5 die Einbaulage des Getriebes nach Fig. 1, gesehen in Draufsicht; Fig. 6 ein Schaltbild
des Hauptschalthebels und des Feinstufenhebels mit Kriechgang.
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Ausgehend von einem motorischen Antrieb 1 erfolgt der Antrieb des
konzentrisch liegenden Antriebswellenstranges 2 über eine hydrokinetische Kupplung
3, die das Anfahren erleichtert und aufgrund der schwingungsdämpfenden Wirkung das
Lastkollektiv am Getriebeeingang abschwächt.
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Der konzentrische Antriebswellenstrang 2 besteht aus einer Vollwelle
4 und einer Hohlwelle 5. Die Vollwelle 4 und die Hohlwelle 5 können wahlweise über
eine Doppelkupplung 6 mit dem motorischen Antrieb 1 verbunden werden. Das Slde der
Vollwelle 4 trägt zwei Zahnräder 7, 8, die mit weiteren Zahnrädern 9, 10, die auf
einer kurzen Hohlwelle 11 montiert sind, in kämmender Verbindung stehen. Während
die Zahnräder 7, 8 drehfest mit der Vollwelle 4 verbunden
sind,
sind die Zahnräder 9, 10 drehbar, jedoch axial unverschieblich auf der Hohlwelle
11 gelagert und können wechselseitig ü.ber eine Schaltklaue 12 in drehfeste Verbindung
mit der Hohlwelle 11 gebracht werden, Mit der Hohlwelle 11 drehfest verbunden ist
der Lulterteilte -Zapfwellenstrang 13, dessen konstruktive Ausführung noch näher
zu erläutern ist. Bei geschaltetem Zahnradpaar 7, 9 ergibt sich eine in Abhängigkeit
vom motorischen Antrieb umlau-Sende Zapfwelle 14 mit der Drehzahl 1000 min.-1, während
sich bei geschaltetem Zahnradpaar 8, 10 eine Drehzahl von 540 min. -1 ergibt.
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Das erste, für den Gesamtaufbau der Getriebeanordnung wesentliche
Merkmal besteht in dem Feinstufen-Kriechganggetriebe Fk in kombinierter Bauweise.
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Auf der Hohlwelle 5 befinden sich vier Zahnräder 15, 16, 17, 18, die
mit weiteren Zahnrädern 19, 20, 21, 22, die auf einer ersten Nebenwelle 23 eines
Nebenwellenzuges 24 lose drehbar, jedoch axial unverschieblich gelagert sind, in
dauernder Antriebsverbindung stehen Über Schaltklauen 25', 26' sind die Zahnräder
19, 20 bzw. 21, 22 wahlweise in drehfeste Verbindung zur ersten Nebenwelle 23 zu
bringen.
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Ausgehend von der.langsamsten Geschwindigkeit des Fahrzeugs bildet
das Zahnradpaar 18, 22 die Kriechgangstufe Kr, das Zahnradpaar 17, 21 die langsamste
Stufe L des Feinstufengetriebes, während das Zahnradpaar 16, 20 die Normalstufe
N und das Zahnradpaar 15, 19 die Schnellstufe S des Feinstufengetriebes darstellt.
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Das auf der ersten Nebenwelle 23 des Nebenwellenzuges 24 angeordnete
Schubrad 25 dient in Verbindung mit der Vollwelle 4, dem Zahnradpaar 7, 9 als Umkehrantrieb
für den
Reversierbetrieb. Das Schaltwerk zur wechselweisen Betätigung
der Zweifachkupplung ist nicht dargestellt.
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Mit der ersten Nebenwelle 23 des Nebenwellenzuges 24 kann über eine
Schaltklaue 26 eine zweite Nebenwelle 27 des Nebenwellenzuges 24 in drehfeste Verbindung
gebracht werden.
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Die zweite Nebenwelle 27 ist Bestandteil eines Schaltgetriebes 28,
dessen Aufbau im folgenden näher erläutert wird: Auf der Nebenwelle 27 sind Zahnräder
29, 30, 31 drehfest mit dieser verbunden. Die Zahnräder 29, 30, 31 stehen mit weiteren
Zahnrädern 32, 33, 34 in ständiger Antriebsverbindung, die auf einer Abtriebswelle
35 lose drehbar, jedoch axial gesichert, montiert sind. Diese Antriebsverbindung,
ausgehend von der zweiten Nebenwelle 27 zur Abtriebswelle 35, kann wahlweise über
Doppelschaltstellen 36, 37, die als Sperrsynchroz ationen ausgebildet sind, über
die Zahnräderpaare 29, 32, 70, 33 oder 31, 34 hergestellt werden. Hierbei ergibt
sich bei angetriebener Nebenwelle 27 durch das Zahnradpaar 29, 32 der erste Gang
G1, über das Zahnradpaar 31, 34 der zweite Gang G2 und über das Zahnradpaar 30,
33 der dritte Gang G3.
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Dem Nebenwellenzug 24 ist eine als Hohlwelle ausgebildete Vorgelegewelle
38 zugeordnet. Der Antrieb der Vorgelegewelle 38 erfolgt hierbei über ein, auf der
ersten Nebenwelle 23 angeordnetes Zahnrad 39, das in ständiger Antrebsverbindung
mit einem weiteren Zahnrad 40 - auf der Vorgelegewelle 38 lose drehbar, jedoch axial
gesichert angeordnet - steht. Des weiteren trägt die Vorgelegewelle 38 ein Zahnrad
41, das sowohl mit dem Zahnrad 30 der zweiten Nebenwelle 27 als auch mit einem weiteren,
auf der Abtriebswelle 35 angeordneten Zahnrad 42 in kämmender Verbindung
steht.
Das Zahnradpaar 39, 40 und das Zahnrad 41 stellt in Verbindung mit der Vorgelegewelle
38 die Ackergruppe AGr.
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des Getriebes dar.
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Die Ackergruppe AGr. ist dann geschaltet, wenn die Schaltklaue 26
und eine weitere Schaltklaue 43, die mit der ersteren über ein Schaltgestänge 44'
v-erbunden ist, aus der gezeichneten Nullstellung hinaus in die linke Schaltstellung
gebracht werden. Während die Schaltklaue 26 den Antrieb der Nebenwelle 27 unterbricht~,
stellt die Schaltklaue 43 eine drehfeste Antriebsverbindung des Zahnrades 40 zur
Vorgelegewelle 38 her. In Verbindung mit dem Zahnradpaar 41, 30 sind nun die Gänge
G, G2 und G3 schaltbar, die darüber hinaus mit den möglichen Schaltstellungen des
kombinierten Feinstufen-Kriechganggetriebes Fk variiert werden können. Zur Rückwärtsfahrt
wird das Zahnrad 42 ge-..
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schaltet, das (gestrichelt gezeichnet) mit dem Zahnrad 41 in Antriebsverbindung
steht.
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Auf der Abtriebswelle 35 ist schließlich noch ein weiteres Zahnrad
44 drehfest angeordnet, das mit einem Zahnrad 45, das sich lose drehbar, jedoch
axial unverschieblich auf dem Zapfwellenstrang 13 absttitzt, in ständiger Antriebsverbindung
steht. Durch eine weitere Schaltklaue 46 läßt sich eine drehfeste Antriebsverbindung
zwischen den Zahnrädern 44, 45 zum Zapfwellenstrang 13-herstellen. Das Zahnrad 45
ist seinerseits mit einem weiteren Zahnrad 47 drehfest verbunden, das über ein Zwischenrad
48 die Antriebsverbindung zu einem Endrad 49 der Vorderradantriebsvorrichtung 50
bei geschalteter Schaltklaue 46 herstellen kann.
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Desgleichen ist durch das Betätigen der Schaltklaue 46 die Antriebsverbindung
für die Zapfwelle 14 in Abhängigkeit der Geschwindigkeit (Wegezapfwelle) gegeben.
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Der Antrieb für die Hinterräder 51 erfolgt ausgehend von einem Tellerradsatz
52 über das sperrbare Ausgleichgetriebe 53, die rechts- und linksseitigen Achshalbwellen
54 und Je ein Portalgetriebe 55.
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Bei der schematischen Darstellung gemäß Fig. 1 ist zu beachten, daß
die Vorgelegewelle 38 - wie erwähnt - als Hohlweile ausgebildet ist und konzentrisch
zum Zapfwellenstrang 13 innerhalb des Gehäuses drehbar aneordnet ist.
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Auf die konstruktive Ausbildm1g der einzelnen Wellenstränge sei hierbei
zunächst nicht eingegangen.
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Der gesamte Schalt- und Za?fwellenantri.eb des vorstehend geschilderten
G.-triebeaufbaus besteht aus nur 22 Zahnrädem für einen Regelbereich von 72, d.h.
es stehen 21 fein abgestufte Vorwärtsgänge, 7 Rückwärtsgänge und eine Zapfwelle
540/1 000 min 1 zur Verfügung.
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Um die Übersicht über die Anzahl der möglichen Gangkombinationen zu
gewährleisten, sei jeweils der langsamste Gang der einzelnen Schaltkombinationen
der Kri.echgang-, Acker-und Straßengruppe beschrieben. Der Kraftfluß im ersten Kriechgang
verläuft über das geschaltete Zahnradpaar 18, 22, die Zahnradpaarc 9, 40 und 41,
50, sowie das Zahnrad paar 29, 32. Dieser Gang kann durch das Feinstufengetriebe
in Stellung L, N und S variiert werden. Der langsamste Gang der Ackergruppe AGr.
ist eingelegt, wenn das Zahnradpaar 17, 21, das Zahnradpaar 39, 40 und das Zahnradpaar
29, 32 geschaltet ist. Die einzelnen, höher liegenden Gänge ergeben sich wieder
durch Variieren der Übersetzungsverhältnisse im Feinstufengetriebe und Schaltgetriebe.
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Der langsam.Ate, d.h. der erste Gang der Straßengruppe StrGr
wirkt
dann auf die Hinterräder 51, wenn die Zahnradpaare 17, 21 und 29, 32 in Antriebsverbindung
zu ihren Wellen 23, 35 gebracht werden. Hierbei besteht eine drehfeste Antriebsverbindung
zwischen der ersten Nebenwelle 23 und der zweiten Nebenwelle 27 des Nebenwellenzuges
24, während die Ackergruppe AGr ausgeschaltet ist.
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Insgesamt ergeben sich folgende Gangabstufungen: Kriechgang:0,5; 0,87;
1,5 km/h.
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Ackergänge: 1,66; 2,0; 2,39; 2,88; -3,47; 4,17; 5,03; 6,05; 7,25 km/h.
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Straßengänge: 8,25; 9,9; 11,8; 14,4; 17,3; 20,7s 25S 30; 36 km/h.
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Rückwärtsgänge: 0,89; 3; 3,6; 4,3; 14,9; 17,8; 21 kmXho Rückwärtsgänge
bei-Wendebetrieb: 2,0; 3p47; 6,05; 9,9; 17,3; 30 km/h.
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Um das Zahnradpaar 18, 22 klein dimensionieren zu können, sind- Kriechgänge
lediglich in der langsamen Gruppe schaltbar, während die schnelle Gruppe gesperrt
ist.
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Fig. 2 gibt die konstruktive Gestaltung des kombinierten Kriechgang-Feinstufengetriebes
Fk nach Fig0 1 wieder. Ersichtlich ist, daß die Vollwelle 4 dreiteilig ausgebildet
ist. Das Zahnrad 7 weist ein Profilstück 60 (z.B. evolventenverzahnt) auf, in das
ein Gegenstück 61 der Vollwelle 4 eingreift. Des weiteren stellt das Profilstück
60 eine drehfeste Verbindung zum Zahnrad 8 her, da-s einerseits innerhalb einer
Bohrung 62 des Zahnrades 7 und andererseits innerhalb eines Lagers 63 im Gehäuse
drehbar gelagert ist.
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Das Lager 63, sowie ein weiteres Lager 64 dienen insgesamt zur Lagerung
der Zahnräder 7 und 8o Die mehrfach geteilte
Ausbildung der Vollwelle
4 gewährleistet eine kurze, fertigungstechnisch sehr günstige Gestaltung der Zahnräder
7 und 8. Ebenfalls ist der Abstand der Lager 63 und 64 zueinander klein, so daß
eine Durchbiegung praktisch vermieden ist, was die Tragfähigkeit und die Lebensdauer
der Zahnräder 7 und 8 wesentlich erhöht, Insbesondere ist ein Kantentragen der Zahnräder
7 und 8 vermieden. Die Hohlwelle 5 ist ihrerseits zwischen weiteren Lagern 65 und
66 drehbar aufgenommen. Das Profil des Zahnrades 18 ist direkt auf die Hohlwelle
5 aufgeschnitten.
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Ein weiteres, für die Konstruktion vorteilhaftes Merkmal besteht darin,
daß die Lagerung und Abdichtung der Hohlwelle 5 gegenüber der Vollwelle 4 getrennt
und berührungslQs erfolgt, so daß eine gegenseitige nachteilige Beeinflussung vollständig
ausgeschlossen ist und das Schaltverhalten des Gesamtgetriebes günstig beeinflußt
wird.
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Die Lagerung der Zahnräder 19, 20, 21 und 22 auf der ersten Nebenwelle
23 des Nebenwellenzuges 24 erfolgt über Nadellager 67. Die Schaltklaue 25 ist als
Doppelschaltstelle mit Sperrsynchronisation ausgeSUhrt, während die Schaltklaue
26 als Klauenschaltstelle mit evolventenverzahnter Schaltmuffe gezeichnet ist. Für
die praktische Ausführung wird man jedoch beide Schaltklauen als Doppelschaltstellen
mit Sperrsynchronisation wählen.
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Wiederum unterteilt ausgeführt ist der Zapfwellenstrang 13, dessen
Ende ein Hülse 68 mit Profilstück 69 darstellt, das in ein Profilstück 70 des Zapfwellenstranges
13 eingreift und somit eine drehfeste Verbindung der beiden Teile herstellt. Auf
der Hülse 68 siiid über Lager 71, z.B. Rillenkugellager, die Zahnrära.er 9 und 10
drehbar gelagert. Die Schaltklaue 12, die den Zahnrädern 9 und 10 zugeordnet ist,
ist
hierbei wiederum als Klauensohaltstelle mit evolventenverzahnter Schaltmuffe dargestellt.
Für den Reversierantrieb läßt sich - wie bereits erwähnt - das auf der Nebenwelle
23 drehfest gelagerte Schubrad 25 in Eingriff mit dem Zahnrad 9 bringen.
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Die zweite Nebenwelle 27 kann über die Schaltstelle 26 in drehfester
Verbindung zur ersten Nebenwelle 23 gebracht werden. Das Zahnrad 39 ist einerends
in der zwei ten Nebenwelle 27 und andernends über ein weiteres Rinlenkugellager
72 im Gehäuse gelagert. Ein Ring 73 dient zur Zentrierung des Lagers 72, sowie zur
axialen EinstellmzgO Die drehfeste Verbindung der Neberlwel.le 23 und des Zahnrades
39 ist durch eine Muffe 74 gegeben.
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Das mit dem Zahnrad 39 in Antriebsverbindung stehende Zahnrad 40 kann,
wie erwähnt, über die Schaltklaue 43 mit der als Hohlwelle ausgebildeten Vorgelegewelle
38 der Ackergruppe AGr. drehfest verbunden werden. Die zweite Nebenwelle 27 ist
wiederum relativ kurz gebaut und über Lager, z.B. Kegel-Rollenlager 75 im Gehäuse
angeordnet (Fig. 3). Die Zahnräder 29, 30, 31 stehen in ständiger Antriebsverbindung
mit den Zahnrädern 32, 33 und 34> die auf der Abtriebswelle 35 über Nadellager
76 drehbar gelagert sind. Die Schaltstellen 36 und 37 sind wiederum Doppelç schaltstellen
mit Sperrsynchronisation.
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Die Rückwärtsgänge erhält man, indem man das Zahnrad 42, das mit dem
Zahnrad 41 in ständig kämmender Verbindung steht, schaltet.
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Die Schaltklaue 46, die in drehfester Verbindung mit dem Zapfwellenstrang
13 steht, bedingt in geschalteter Stellung
einen Antrieb der Zapfwelle
14 als Wegezapfwelle über das Zahnradpaar 44 und 45, während gleichzeitig vom Zahnrad
47 aus der Antrieb für die Vorderrad-Antriebsvorrichtung 50 erfolgt. Das Zahnrad
45 ist hierbei auf dem als Hülse ausgebildeten Zahnrad 47 drehfest gelagert. Durch
diese Anordnung kann wiederum ein sehr kurzer Abstand zwischen den beiden, das Zahnrad
47 aufnehmenden Lagern 77 eingehalten werden.
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Während die Figuren 1 bis 3 die Getriebeanordnung in Normalausführung
zeigen, ist durch die konstruktive Rusbild«wng auch eine kurze Bauweise möglich,
wie sie schema tisch in Fig. 4 wiedergegeben ist. Hierzu befindet sich ein Endrad
78 des Tellerradsatzes 52 drehfest auf einer Welle 79, die innerhalb von Lagern
80 gehäusefest drehbar montiert ist. Der Antrieb des Endrades 78 erfolgt durch das
Zahnrad 44 und ein weiteres drehfest mit der Welle 79 verbundenes Zahnrad 81. Die
rechtsseitige Achshalbwelle 54 kann> ohne das sonstige Änderungen am Getriebeaufbau
vorgenommen werden müssen, durch den vor handenen Freiraum 82 zwischen der Vollwelle
4 und der AbtIiebswelle 35 hindurchgeführt werden.
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Fig. 5 zeigt die Lage des Getriebes in der Draufsicht.
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Die gesamte Schaltung des Getriebes wird durch nur zwei Schalthebel
83 und 84 vorgenommen. Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der gesamten Baulänge
sind dadurch gegeben, daß die Portalachse 85 in verschiedene Lagen geschwenkt werden
hiaum. Bei nach hinten geschwenktem Portal - wie daigestellt - ergeben sich ohne
sonstige konstruktive Maßna1£mmen die Normmaße zum Zapfwellenende, Mitte Hinterachswelle
und Dreipunktgestänge etc.
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Ersichtlich ist weiterhin, daß sich die Turbokupplung 3 harmonisch
in die gesamte Getriebekonzeption einfügt.
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Das Kupplungsgehäuse befindet sich in einem gemeinsamen Ölraum. Die
Achshalbwellen 54 tragen ebenfalls die schematisch in Fig. 1 dargestellte Betriebs-
und Feststellbremse.
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Die Festlegung der gesamten Hinterachsübersetzung derart, daß die
drei Radpaare der Feinstufe Übersetzungen von 0,83; 1,0 und 1,2 haben, ergibt durch
Anfügen eines weiteren Radpaares mit der Übersetzung Von 4,0 bereits ein Superkriechganggetriebe.
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Fig. 6 gibt das Schaltbild des Hauptschalthebels 84 und des Feinstufenhebeis
83 mit Kriechgang wieder Der Langw samstufe des Feinstufenhebels liegt die Kriechgangstufe
gegenüber. Analog hierzu iiegtdem 1. Gang des Schaltgetriebes der Rückwärtsgang
R1 gegenüber, während dem 4. Gang des Schaltgetriebes der Rückwärtsgang R2 gegenüberliegt.