DE2220033B2 - Einrichtung zum einstellen der wechselraeder an einem walzenvorschubgeraet fuer blechband oder blechstreifen verarbeitende werkzeugmaschinen, insbesondere fuer schnellaufende pressen - Google Patents
Einrichtung zum einstellen der wechselraeder an einem walzenvorschubgeraet fuer blechband oder blechstreifen verarbeitende werkzeugmaschinen, insbesondere fuer schnellaufende pressenInfo
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Description
30
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an einem
Walzenvorschubgerät für Blechband oder Blechstreifen verarbeitende Werkzeugmaschinen, insbesondere für
schnellaufende Pressen, hei welcher zur Realisierung verschieden großer Vorschübe Wechselräder in der Art
eines Doppelräderpaares zwischen einem absatzweise arbeitenden Antrieb und den mit entsprechendem
Rhythmus drehenden Vorschubwalzen auf einer Schwinge angeordnet sind, mit einem ersten getriebenen
und einem zweiten treibenden Wechselrad, wobei zusätzlich noch eine Verschiebemöglichkeit für das
Wechselräderpaar vorgesehen ist, um bei einer Veränderung ihrer Durchmesser ein Kämmen mit dem
An- und Abtriebsrad zu gewährleisten.
Bei Walzenvorschubgeräten, mit denen band- oder streifenförmiges Blechmaterial durch schrittweises
Vorschieben zwischen zwei als Druckwalzen ausgebildete Vorschubwalzen in die Werkzeugmaschine transportiert
wird, erzielt man die schrittweise Drehbewegung der Vorschubwalzen bevorzugt mittels eines
Schrittschaltwerkes, das im Kraftfluß vom kontinuierlich umlaufenden Antrieb der Werkzeugmaschine zu
den Vorschubwalzen angeordnet ist.
Walzenvorschubgeräte dieser Art werden gewöhn-Hch für die Ausführung von verschiedensten Vorschüben
innerhalb eines durch den kleinst- und größtmöglichen Vorschub begrenzten Bereiches ausgebildet. Um
diesen oftmals großen Bereich bestreichen zu können, ist es bereits bekannt, zwischen den Vorschubwalzen
und dem Schrittschaltwerk aus mindestens zwei Zahnrädern bestehende Räderpaare als Wechselradgetriebe vorzusehen. Diese Wechselradgetriebe gestatten
es, auf Grund der verschiedenen, durch Austauschen der Wechselräder erzielbaren Übersetzungsverhältnisse,
die gewünschten Vorschübe zu erreichen.
Die bisher bekannten konstruktiven Lösungen bedingten
aber sehr große Getriebeabmessungen und führten durch unvermeidbare Zahnradfehler auch zu
unzulässigen Ungenauißkeiten in den Vorschüben. Diese Nachteile ließen sich vermindern, nachdem an
Teilapparaten von Nutenstanzmaschinen aus vier Wechselrädern bestehende Doppelräderpaare eingesetzt
wurden, mit denen es möglich war, sehr fein abgestufte Drehvorschubschritte zu erzeugen.
Um für ein solches Doppelräderpaar eine gedrängte Bauweise zu ermöglichen, sowie um mit verhältnismäßig
wenigen Wechselrädern eine große Anzahl verschiedener Vorschübe ausführen zu können, ist es
auch bekannt, die den beiden Wechselrädern gemeinsame Achse in einer Schwinge zu lagern, deren
Schwerpunkt entweder mit der Achse des zweiten getriebenen und mit einer Vorschubwalze gleichachsig
und drehfest verbundenen Wechselrades, oder mit der des ersten treibenden Wechselrades zusammenfällt.
Diese konstruktive Ausbildung setzt jedoch voraus, daß die Summe der Teükreisradien des auf der Schwinge
gelagerten Wechselrades und des mit diesem kämmenden Wechselrades, um dessen Achse die Schwinge
geschwenkt wird, konstant ausgelegt ist.
Hierdurch ergab sich jedoch der Nachteil, daß nicht alle für die Realisierung der gewünschten Vorschübe
insgesamt zur Verfügung stehenden Wechselräder miteinander kombiniert werden konnten. Aus diesem
Grunde war eine unnötig hohe Anzahl dieser Wechselräder auf Lager bereitzuhalten.
Um diesen Nachteil zumindest teilweise zu beheben, wurde bereits gemäß der DT-OS 19 14 773 die den
beiden Wechselrädern gemeinsame Achse auf der Schwinge exzentrisch gelagert. Somit konnten geringe,
für einen gewünschten Vorschub erforderliche Abweichungen von der Summe der Teükreisradien der oben
erwähnten Wechselräder zugelassen und damit konnte auch die Anzahl der bereitzuhaltenden Wechselräder,
allerdings nur um einen geringfügigen Betrag, verringert werden.
Bei einer weiteren Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an Werkzeugmaschinen, z. B. der Leitspindel
an Drehbänken, wird das auf der Leitspindel befestigte Zahnrad unter Zwischenschaltung eines
Wechselrades von einem Antriebsrad angetrieben (DT-PS I 23 25.5). Zur Einstellung des jeweiligen
Wechselrades zum Antriebsrad einerseits wie zum getriebenen Zahnrad andererseits ist das Wechselrad in
dem Längsschlitz einer Schwinge, die um den Drehpunkt der Leitspindel schwenkbar ist, verschiebbar
und feststellbar gelagert. Darüber hinaus ist der freie Endbereich der Schwinge in dem Längsschlitz einer
zusätzlich am Maschinenkörper gelagerten Schiene verschieb- und feststellbar gelagert. Darüberhinaus ist
der freie Endbereich der Schwinge in dem Längsschlitz einer zusätzlich am Maschinenkörper gelagerten
Schiene verschieb- und feststellbar gelagert. Zur Einstellung der jeweiligen Zahnradeingriffe sind somit
immer zwei gesonderte Zustellbewegungen erforderlich, was den eigentlichen Einstellvorgang erheblich
erschwert. Außerdem konnte die DT-PS 1 23 255 nicht zur erfindungsgemäßen Gattungsbildung herangezogen
werden.
Hier setzt nun die vorliegende Erfindung ein und hat sich zur Aufgabe gestellt, eine in ihrem Aufbau einfache
und feinfühlig arbeitende Einrichtung zu schaffen, mit welcher die Einstellung der Zahnradeingriffe mit einer
einzigen Zustellbewegung realisiert werden kann.
Erreicht wird dieses gemäß der Erfindung bei einer Einrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspru-
ches dadurch, daß die Schwinge mit ihrer Schwenkachse in einem Schieber gelagert ist. Eine besonders
vorteilhafte konstruktive Ausbildung wird weiterhin darin gesehen, daß der Schieber auf einem mit einer
Geradverzahnung versehenen Schlitten geführt und gemeinsam mit diesem durch ein handbetitigtes Ritzel,
das mit der Geradverzahnung kämmt, verschiebbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es möglich, eine feinfühlige Einstellung aller Wechselzahnräder
mit. nur einer einzigen Zustellbewegung· zu realisieren, d. h., daß sich der Mittelpunkt der Wechselräder
in der Schwinge je nach den eingesetzten Wechselrädern automatisch einstellt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer ein beliebiges Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittansicht der erfindungsgemäQen Einrichtung,
F i g. 2 eine Seitenansicht nach F i g. 1 und
F i g. 3 eine mögliche Ausführung des Anstellmechanismus
der Wechselräder in vergrößertem Maßstab.
Über Zahnräder 3 und 4 stehen Vorschubwalzen 1 und 2 zwischen denen ein Blechband 5 geführt ist,
miteinander in Verbindung. Die Vorschubwalze 2 ist dabei drehfest und gleichachsig mit einem Wechselrad 6
eines Doppelräderpaares verbunden und kämmt mit einem Wechselrad 7. Dieses Wechselrad 7 sitzt mit
einem Wechselrad 8 auf einer gemeinsamen Achse 9, welche in einer Schwinge 10 gelagert ist. Mit dem
Wechselrad 8 kämmt ein weiteres Wechselrad H, das mit einem eine schrittweise Drehbewegung erzeugenden
Schrittschaltwerk 12 verbunden ist.
Eine Schwenkachse 13 der Schwinge 10 ist in einem Schieber 14 gelagert, welcher seinerseits in an einem
Gehäuse 19 befestigten Führungen 15, 16 verschiebbar ist. Mittels einer Schraube 17 läßt sich die Schwinge 10
und somit auch der Schieber 14 in jeder beliebigen, durch den jeweiligen Durchmesser der Wechselräder 6,
7,8 und 11 bestimmten Stellung feststellen.
Wie aus Fig.3 hervorgeht, ist der Schieber 14 auf
einem Schlitten 18 angeordnet und in einer Führung 18a geführt. Die Längsverstellung des Schiebers 14 und des
Schlittens 18 gegenüber dem Gehäuse 19 erfolgt in Führungen 15 und 16 über eine Geradverzahnung 18b
des Schlittens 18 und ein mit einem Sterngriff 20 auf einer Welle sitzendes Ritzel 21.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist wie folgt:
Nach Bestimmung der für einen gewünschten Vorschubschritt des Blechbandes 5 benötigten Wechselräder
sind diese bei gelöster Schraube 17 in üblicher Weise einzubauen. Nun wird die Schwinge 10 mit den
Wechselrädern 7 und 8 durch Drehen des Steirngriffes 20 nach rechts verschoben, wobei sie praktisch
selbsttätig in die Lage einschwenkt, die für ein einwandfreies Kämmen der Wechselräder 6 und 7 sowie
8 und 11 erforderlich ist. Dann wird die Schwinge 10
durch Anziehen der Schraube 17 festgestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an einem Walzenvorschubgerät für Blechband oder
Blechstreifen verarbeitende Werkzeugmaschinen, insbesondere für schnellaufende Pressen, bei welcher
zur Realisierung verschieden großer Vorschübe Wechselräder in der Art eines Doppelräderpaares
zwischen einem absatzweise arbeitenden Antrieb und den mit entsprechendem Rhythmus drehenden
Vorschubwalzen auf einer Schwinge angeordnet sind, mit einem ersten getriebenen und einem
zweiten treibenden Wechselrad, wobei zusätzlich noch eine Verschiebemöglichkeit für das Wechselräderpaar
vorgesehen ist, um bei einer Veränderung ihrer Durchmesser ein Kämmen mit dem An- und
Abtriebsrad zu gewährleisten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (10) mit ihrer
Schwenkachse (13) in einem Schieber (14) gelagert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (14) auf einem mit einer Geradverzahnung (t8b) versehenen Schlitten (18)
geführt und gemeinsam mit diesem durch ein handbetätigtes Ritzel (21)das mit der Geradverzahnung
(VSb) kämmt, verschiebbar ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220033 DE2220033C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an einem Walzenvorschubgerät für Blechband oder Blechstreifen verarbeitende Werkzeugmaschinen, insbesondere für schnellaufende Pressen |
| CH192473A CH546104A (de) | 1972-04-24 | 1973-02-08 | Einrichtung zum einstellen der wechselraeder an einem walzenvorschubgeraet fuer blechband oder blechstreifen verarbeitende werkzeugmaschinen, insbesondere fuer schnelllaufende pressen. |
| FR7307903A FR2181787A1 (en) | 1972-04-24 | 1973-03-06 | Interchangeable gear adjuster |
| DE19777700063 DE7700063U1 (de) | 1972-04-24 | 1977-01-04 | Vorrichtung zur einstellung der zahnflankendruecke an wechselraedern eines walzenvorschubgeraetes fuer blechband oder blechstreifen verarbeitende werkzeugmaschinen, insbesondere fuer schnellaufende pressen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220033 DE2220033C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an einem Walzenvorschubgerät für Blechband oder Blechstreifen verarbeitende Werkzeugmaschinen, insbesondere für schnellaufende Pressen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2220033A1 DE2220033A1 (de) | 1973-11-08 |
| DE2220033B2 true DE2220033B2 (de) | 1977-08-11 |
| DE2220033C3 DE2220033C3 (de) | 1980-10-09 |
Family
ID=5843090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722220033 Expired DE2220033C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Einrichtung zum Einstellen der Wechselräder an einem Walzenvorschubgerät für Blechband oder Blechstreifen verarbeitende Werkzeugmaschinen, insbesondere für schnellaufende Pressen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH546104A (de) |
| DE (1) | DE2220033C3 (de) |
| FR (1) | FR2181787A1 (de) |
-
1972
- 1972-04-24 DE DE19722220033 patent/DE2220033C3/de not_active Expired
-
1973
- 1973-02-08 CH CH192473A patent/CH546104A/de not_active IP Right Cessation
- 1973-03-06 FR FR7307903A patent/FR2181787A1/fr active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2220033A1 (de) | 1973-11-08 |
| FR2181787B3 (de) | 1976-03-05 |
| CH546104A (de) | 1974-02-28 |
| DE2220033C3 (de) | 1980-10-09 |
| FR2181787A1 (en) | 1973-12-07 |
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