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Schaltungsanordnung für hydraulisch betriebene Geräte, insbesondere
Hydraulikbagger Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für-hydraulisch
betriebene Geräte, insbesondere Hydraulikbagger, mit wenigstens zwei Hydraulikkreisläufen,-von
denen jeder eine per-, manent fördernde Hydraulikpumpe und wenigstens einen Verbraucher
enthält, welcher durch einen zugehörigen Steuerschieber betätigt werden kann, wobei
in den über die Steuerschieber geführten drucklosen Umlauf mehrerer EreisläuSe hydraulische
Steuermittel so eingreifen, daß ein Verbraucher mehrfach beaufschlagt
wird,
wenn er als einziger Verbraucher des Gerätes eingeschaltet ist.
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Derartige Schaltungsanordnungen sollen es ermöglichen, daß die einem
hydraulisch betriebenen Gerät zur Verfügung stehende Motorleistung möglichst umfassend
ausgenutzt wird. So kann zum Beispiel der Grabvorgang eines Tieflöffelbaggers wesentlich
schneller vonstatten gehen, wenn dem hierfür zu betätigenden Arbeitsylinder zwangsläufig
die Hydraulikflüssigkeit aus einem zweiten Kreislauf, welcher zum Beispiel dem Fahrantrieb
dient, zugeführt wird, wenn keiner der in diesem Kreislauf liegenden Verbraucher
eingeschaltet ist.
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In einer bekannten Ausführungsform einer Schaltungsanordnung für
ein hydraulisch betriebenes Gerät mit zwei Hydraulikkreislaufen befindet sich in
jedem der Kreislauf ein ausgewählter Hydraulikzylinder, welcher zwangsweise doppelt
beaufschlagt wird, wenn er als einziger Verbraucher eingeschaltet ist (DT-AS 1 484
743). Hierbei wird für jeden der doppelt zu beaufschlagenden Hydraulikzylinder als
Steuerschieber ein 3/8-Wegeschieber benötigt, während bei einfach beaufschlagten
Hydraulikzylindern lediglich ein 3/6-Wegeschieber benötigt wird. Dies bedingt, daß
eine Nachrüstung vorhandener hydraulischer Geräte in der Regel nicht durchführbar
ist. Darüber hinaus ist es außerordentlich teuer, für jeden doppelt zu beaufschlagenden
Arbeitszylinder statt eines serienmäßigen 3/6-Wegeschiebers einen aufwendigen Sondersteuerschieber
zu verwenden.
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Bei einer weiteren bekannten Ausführung zur Mehrfachbeaufschlagung
von hydraulischen Verbrauchern sind die Steuerschieber,
welche den
mehrfach zu beaufschlagenden Verbrauchern zugeordnet sind, mit je einem axial vorgeschalteten
Zusatzschieber ausgerüstet, über welche eine allen Hydraulikpumpen gemeinsame, dem
drucklosen Umlauf dienende Leitung geführt ist, welche durch den Hilfsschieber gesperrt
wird, wenn der entsprechende Verbraucher eingeschaltet wird. Das von den Pumpen
geförderte Hydrauliköl wird dann über andere Leitungen automatisch diesem Verbraucher
zugeführt, solange er eingeschaltet ist (DD-OS 1 634 915).
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Gegenüber der bereits erwähnten Schaltungsanordnung hat diese Ausführung
den Vorteil, daß sie auch bei bereits vorhandenen hydraulischen Geräten durch Umrüstung
nachträglich verwirklicht werden kann. Es ist jedoch aufwendig, den Steuerschieber
eines jeden doppelt zu beaufschlagenden Verbrauchers mit einem eigenen Hilfsschieber
zu versehen.
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Beiden genannten Schaltungsanordnungen ist gemeinsam, daß die zur
ehrfachbeaufschlagung führende Steuerung des drucklosen Umlaufes in bezug auf die
doppelt zu beaufschlagenden Verbraucher eine Vorlaufsteuerung ist, bei der als Schaltkriterium
das Verstellen der Steuerschieber verwendet wird. Dies führt ausser zu den bereits
erwähnten Nachteilen insbesondere dazu, daß dann, wenn zum Beispiel ein mehrfach
beaufschlagter Hydraulikzylinder an seinem Endanschlag angelangt ist, die Mehrfachbeaufschlagung
so lange bestehen bleibt, bis der Hydraulikzylinder abgeschaltet wird oder bis andere
Verbraucher eingeschaltet werden. Dies bedeutet für den betroffenen Kreislauf eine
erhöhte Druckbelastung, was sich vor allem auf die Lebensdauer des Gerätes, insbesondere
der Pumpen, Ventile und des Antriebsotors nach- 1 teilig auswirkt; auch eine unerwünschte
Erwärmung der Hydraulikflüssigkeit wird hierdurch gefördert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
für hydraulisch-betriebene Geräte der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher
nicht nur die Mehrfachbeaufschlagung eines Hydraulikzylinders zwangsläufig beendet
wird, wenn dieser in seiner Endstellung angelangt ist, sondern die auch den Einsatz
von Steuerschiebern erlaubt, die bei nur einfach beaufschlagten Verbrauchern verwendet
werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Schaltkriterium
für die in den drucklosen Umlauf eingreifenden hydraulischen Steuermittel das Zurückströmen
von Hydraulikflüssigkeit aus einem beliebigen, eingeschalteten Verbraucher dient.
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wird irgendein mehrfach beaufschlagbarer Verbraucher, zum Beispiel
ein Hydraulikzylinder, als einziger Verbraucher einer hydraulischen Anlage eingeschaltet,
so wird er zwangsweise mehrfach beaufschlagt. Von diesem Zylinder strömt Hydraulikflüssigkeit
zurück in einen Vorratstank, solange der Kolben des Zylinders nicht in seiner Endstellung
angelangt ist. Da dieses Zurückfließen von Hydraulikflüssigkeit als Schaltkriterium
für die Steuermittel verwendet wird, welche in den drucklosen Umlauf eines oder
mehrerer leerlaufender Pumpenkreisläufe eingreifen, bleibt das Schaltkriterium aus,
wenn der Kolben des Hydraulikzylinders in seine Endstellung gelangt, und folglich
endet zwangsläufig die Mehrfachbeaufschlagung des Hydraulikzylinders.
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Als weitere Folge der erfinderischen Maßnahme, als Schaltkriterium
das Zurückströmen von Hydraulikflüssigkeit aus einem Verbraucher zu verwenden, und
nicht, wie in den bekannten Anordnungen, das Verstellen des zugehörigen Steuerschiebers,
ergibt sich die Möglichkeit, für mehrfach zu beaufschlagende Verbraucher die gleichen
einfachen Steuerschieber zu verwenden wie für einfach beaufschlagbare Verbraucher.
Insbesondere können vorhandene hydraulische Geräte nachträglich umgerüstet werden,
ohne
daß an den Steuerschiebern irgendwelche Änderungen notwendig sind. Dieser Vorteil
der Erfindung wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, daß die Steuerschieber
selbst einen bedeutenden Kostenfaktor innerhalb eines hydraulisch betriebenen Gerätes
darstellen.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
besteht darin, daß bei Vorhandensein von zwei Hydraulikkreislaufen als hydraulische
Steuermittel ein hydraulisch betätigbarer 2-Wege-Absperrschieber vorgesehen ist,
welcher beim Einschalten von nur einem Verbraucher den drucklosen Umlauf des anderen
Kreislaufes sperrt und über eine Verbindungsleitung dessen Hydraulikflüssigkeit
auf den eingeschalteten Verbraucher leitet.
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Dieser 2-Wege-Absperrschieber steht mit den Leitungen, welche das
von eingeschalteten Verbrauchern zurückfließende Druckmittel führen, in Wirkverbindung,
und wird durch den Druck der zurückfließenden Hydraulikflüssigkeit betätigt. Bleibt
der Druck aus, geht der 2-Wege-Absperrschieber automatisch in seine Durchgangsstellung
zurück. Dieser zusätzliche Absperrschieber ist beiden Kreisläufen gemeinsam zugeordnet.
Irgendwelche Änderungen an den Steuerschiebern, welche den doppelt beaufschlagbaren
hydraulischen Verbrauchern zugeordnet sind, sind nicht erforderlich. Auch wenn ein
Pumpenkreislauf mehrere Verbrauchet enthält, kann der gleich Absperrschieber verwendet
werden.
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Die für zwei Pumpenkreisläufe beschriebene Schaltungsanordnung läßt
sich in analoger Weise auf hydraulisch betriebene Geräte mit mehr als zwei Pumpenkreisläufen
erweitern, in welchen einige oder alle hydraulischen Verbraucher mehrfach beaufschlagbar
sind. Es ist dazu nur in analoger Weise der 2-Wege-Absperrschieber durch einen Mehrwege-Absperrschieber
zu ersetzen und die Verbindung der einzelnen Kreisläufe untereinander entsprechend
auszuführen.
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In der bevorzugten Ausführungsform der Schaltungsanordnung für ein
hydraulisch betriebenes Gerat mit zwei Hydraulikkreisliufen sind für den Fall einer
allen Verbrauchern gemeinsamen Zuleitung zum 2-Wege-Absperrschieber die in diese
Zuleitung einmündenden, die von den Verbrauchern zurückströmende Hydraulikflüssigkeit
führenden Leitungen, mit Rückschlagventilen versehen. Diese Rückschlagventile stellen
sicher, daß die zurückströmende Hydraulikflüssigkeit nur in Richtung auf den 2-Wege-Absperrschieber
und auf den Vorratstank zu fließen kann.
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Um sicherzustellen, daß der Druck der von den Verbrauchern zurückströmenden
Hydraulikflüssigkeit in jedem Falle ausreicht, um den 2-Wege-Absperrschieber zu
betätigen, ist es vorteilhaft, daß sich in der str-ömungsmäßig hinter dem 2-Wege-Absperrschieber
verlaufenden Leitung, welche die von den Verbrauchern kommende Hydraulikflüssigkeit
zum Vorratstank führt, eine Drossel befindet. Da jedoch der zum Betätigen von handelsüblichen
Absperrschiebern erforderliche Druck relativ gering ist, wird in einigen hydraulischen
Geräten die erwünschte Drosselwirkung bereits durch normalerweise vorhandene Einrichtungen,
welche den Fluß der Hydraulikflüssigkeit hemmen, wie zum Beispiel Filter, erreicht.
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In Abhängigkeit von der Stärke der Drosselwirkung ist bei der Verwendung
eines solchen druckbetätigten Absperrschiebers stets ein bestimmter Mindestdurchstz
der zurückströmenden Hydraulikflüssigkeit erforderlich, um den zum Betätigen des
Absperrschiebers benötigten Druck zu erhalten. Dieses wirkt sich
in
zweifacher Hinsicht vorteilhaft aus. Bei entsprechend langsamem Betätigen eines
Arbeitszylinders reicht der Durchsatz der zurückstromenden Hydraulikflüssigkeit
nicht zur Betätigung des Absperrschiebers aus, so daß keine Doppelbeaufschlagung
stattfindet. Dies erleichtert zum einen ein gewollt langsames und gefühlvolles Arbeiten,
und führt zum anderen zu einer automatischen Beendigung der Doppelbeaufschlagung,
wenn die hydraulische Anlage infolge allzu großer Belastung an ihrer Leistungsgrenze
anlangt und deshalb etwa die Ausfahrbewegung eines Hydraulikzylinders nahezu oder
ganz zum Stillstand kommt. Die volle Leistung der hydraulischen Anlage wird also
automatisch nur dann ausgenutzt, wenn sie auch wirklich benötigt wird. Dies bedeutet
eine außerordentliche Schonung der hydraulischen Anlage.
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In einer weiteren vorteilhaften Schaltungsa^Lgordnun, mit nur zwei
Hydraulikkreisläufen sind als hydraulische Steuermittel ein wechselseitig hydraulisch
betätigbarer 5/3-Wegeschieber und in den beiden Leitungen, welche die von den Verbrauchern
zurückfließende HydraulikSlüssigkeit zum 5/3-Wegeschieber und zum Tank führen, strömungsmäßig
hinter dem 5/3-Wegeschieber je ein vorgespanntes, durchbohrtes Rückschlagventil
vorgesehen, wobei der 5/3-Wegeschieber so angeschlossen ist, daß in seiner sttelstellung
die den Leitungen für den drucklosen Umlauf entstammende Hydraulikflüssigkeit direkt,
und die von den Verbrauchern kommende Hydraulikflüssigkeit über die Rückschlagventile
dem Tank zugeführt wird, während in den beiden anderen Schaltstellungen des 5/3-Wegeschiebers
die den Leitungen für den drucklosen Umlauf entstammende Hydraulikflüssigkeit jeweils
dem Pumpenkreislauf über Zuleitungen zugeführt wird, von welchem der höhere der
beiden am 5/3-Wegeschieber anstehenden Staudrücke ausgeht.
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Die von einem Verbraucher zurückströmende Hydraulikflüssigkeit fließt
über das zugehörige vorgespannte und durchbohrte Rückschlagventil in den Tank. Je
nach der Auslegung dieses Rückschlagventils und je nachdem, wie groß der Durchsatz
an Hydraulikflüssigkeit durch dieses Rückschlagventil ist, baut sich vor dem Rückschlagventil
ein Druck auf. Ist in jedem der beiden Kreisläufe ein Verbraucher eingeschaltet,
so wird ein solcher Staudruck zu beiden Seiten des 5/3-Wegeschiebers erzeugt. Übersteigt
die Differenz der zwei anstehenden Staudrücke nicht den zum Verstellen des 5/3-Wegeschiebers
erforderlichen Steuerdrucks dann verharrt der 5/3-Wegeschieber in seiner Mittelstellung
und beide Kreisläufe fördern unabhängig voneinander. Übertrifft jedoch die Differenz
der anstehenden Staudrücke den zum Betätigen des 5/3-Wegeschiebers erforderlichen
Steuerdruck, etwa dadurch, daß von einem der Verbraucher wesentlich mehr HydraulikSlüssigkeit
zurückfließt als vom anderen Verbraucher, so wird der 5/3-Wegeschieber automatisch
in jene Schaltstellung gebracht, in welcher dem Kreislauf, von welchem der höhere
der beiden am 5/3-Wegeschieber anstehenden Staudrücke ausgeht, die überschüssige
Hydraulikflüssigkeit des anderen Kreislaufes zugeführt wird.
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Auf- diese Weise erreicht man, daß auch dann die in einer hydraulischen
Anlage zur Verfügung stehende hydraulische Kraft vollständig ausgenutzt werden kann,
wenn einer der eingeschalteten Verbraucher die ihm zur Verfügung stehende hydraulische
Kraft nur teilweise benötigt. Darüberhinaus wird durch die Tatsache, daß die dem
drucklosen Umlauf beider Kreisläufe dienenden Leitungen in keiner der drei Schaltstellungen
des 5/3-Wegeschiebers abgesperrt werden, der in diesen Leitungen fließenden Hydraulikflüssigkeit
also immer ein ungehinderter Abfluß ermöglicht ist, insbesondere beim Einschalten
eines Verbrauchers ein gefühlvolles Arbeiten mit der hydraulischen Anlage ermöglicht.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen: ig. 1 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für
ein Arbeitsgerät mit zwei Hydraulikkreisläufen, welche jeweils einen Arbeitszylinder
als Verbraucher besitzen, wobei beide Verbraucher abgeschaltet sind, Fig. 2 die
gleiche Schaltungsanordnung wie in Fig. 1, jedoch mit einem eingeschalteten Verbraucher,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für ein Arbeitsgerät mit zwei Hydraulikkreisläufen,
von denen der eine zwei Verbraucher und d-er andere einen Verbraucher enthält, Fig.
4 eine weitere erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für ein Arbeitsgerät mit zwei
Hydraulikkreisläufen.
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Die Figur 1 zeigt zwei Hydraulikpumpen 1 und 2, welche unabhangig
davon, ob ein Verbraucher- eingeschaltet ist oder nicht, Hydraulikflüssigkeit fördern.
Diese Hydraulikflüssigkeit strömt von den Pumpen 1 und 2 durch die Leitungen 3 bzw.
4 zu 3/6-Wege-Steuerschiebern 5 bzw. 6, durch welche'die Hydraulikflüssigkeit so
gesteuert werden kann, daß die Arbeitszylinder 7 bzw. 8 ausgefahren werden, eingezogen
werden, oder in Ruhe bleiben. Die Steuerschieber 5 und sind in der Stellung gezeigt,
daß die Arbeitszylinder 7 und 8 nicht betätigt werden.
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In diesem Fall strömt die Hydraulikflüssigkeit durch die Leitungen
11 bzw. 12, durch die Steuerschieber 5 bzw. 6 hindurch über einen auf Durchgang
gestellten 2-Wege-Absperrschieber 9
in die zum Vorratstank 10 führende
Leitung 13.
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In Figur 2 ist die gleiche Schaltungsanordnung wie in Figur 1 dargestellt,
wobei die gleichen Bezugsziffern verwendet wurden. Im Unterschied zu Figur 1 ist
der zur Hydraulikpumpe 2 gehörende Arbeitszylinder 8 eingeschaltet. Die von der
Hydraulikpumpe 2 geförderte Hydraulikflüssigkeit strömt entlang der Leistung 4 durch
den Steuerschieber 6 in den Arbeitszylinder 8, und von dort wieder zurück durch
den Steuerschieber 6 in die Rückleitung 16. Die Leitung 12 für den drucklosen Umlauf
ist durch die Stellung des Steuerschiebers 6 abgesperrt.
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Die Hydraulikpumpe 1 fördert jedoch nach wie vor Ifydraulikflüssigkeit
in die dem drucklosen Umlauf dienende Leitung 11.
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Die in der Rückleitung 16 strömende Hydraulikflüssigkeit gelangt
über das Rückschlagventil 18 in Wirkverbindu-ng mit dem hydraulisch betätigbaren
Absperrschieber 9 und fließt über die Rückleitungen 19 und 13 in den Tank 10 ab.
In der Rückleitung 19 ist eine Drossel 20 vorgesehen, welche sicherstellt, daß die
rückströmende Hydraulikflüssigkeit stets den nötigen Druck zum Betätigen des Absperrschiebers
9 besitzt.
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Infolge der Betätigung des 2-Wege-Absperrschiebers 9 werden die dem
drucklosen Umlauf dienenden Leitungen 11 und 12 unterbrochen. Für die Leitung 12
hat dieses keine Bedeutung, da sie bereits durch den Steuerschieber 6 abgesperrt
wurde. Die von der Pumpe 1 in die Leitung 11 eingespeiste Hydraulikflüssigkeit wird
jetzt jedoch durch die Verbindungsleitung 14 zwangsläufig
in die
von der Hydraulikpumpe 2 fortführende Leitung 4 eingespeist, so daß der Arbeitszylinder
8 nun die Fördermenge beider Hydraulikpumpen erhalt. In die einander entsprechenden
Leitungen 14 und 15 sind Rückschlagventile 21 und 22 eingebaut, durch welche verhindert
wird, daß die Ifydraulikpumpen direkt in den Rücklauf fördern. Ein dem Rückschlagventil
18 entsprechendes Rückschlagventil 23 liegt in der Rückleitung 17.
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Beide Rückschlagventile stellen sicher, daß die von der Arbeitszylindern
7 oder 8 zurückfließende Hydraulikflüssigkeit nur zum 2-Wege-Absperrschieber 9 und
in den Vorratstank 10 gelangt.
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Wenn der Kolben des Arbeitszylinders 8 am Endanschlag angelangt ist,
wird keine Hydraulikflüssigkeit mehr in die Rückleitung 16 gefördert, so daß diese
Leitung drur1'ns wird und damit der Absperrschieber 9 in die Duulchgnu ,,gStett'ung
, welche in Fig. 1 gezeigt ist, zurückgeht. Die von der Pumpe 1 geförderte Hydraulikflüssigkeit
gelangt dann zwangsläufig wieder über den Absperrschieber 9 in den Vorratstank 10.
Durch diese automatische Umschaltung wird vor allem beiden Hydraulikpumpen eine
erhöhte DruCkbelastung vermieden, was sich günstig auf die Lebensdauer, insbesondere
der Pumpen, Ventile, und des Arbeitsmotores auswirkt; auch eine unerwünschte Erwärmung
der Hydraulikflüssigkeit wird weitgehend vermieden.
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Da die hydraulische Schaltung völlig symmetrisch aufgebaut ist, gelten
die gemachten Ausführungen entsprechend, wenn der Arbeitszylinder 7 eingeschaltet
und der Arbeitszylinder'8 abgeschaltet ist. Sind beide Arbeitszylinder eingeschaltet,
dann werden die dem drucklosen Umlauf dienenden Leitungen 11 und 12 bereits durch
die Steuerschieber 5 und 6 abgesperrt, so daß die zusätzliche Sperrung durch den
Absperrschieber 9
bedeutungslos ist.
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Die Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für ein
Arbeitsgerät mit zwei Kreisläufen, von denen der eine einen Verbraucher und der
andere zwei Verbraucher enthält.
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Analoge Teile besitzen die gleichen, jedoch mit einem Strich versehenen
Bezugszeichen wie in den Figuren 1 und 2. Der zur Pumpe 1' gehörende Kreislauf ist
identisch aufgebaut wie in Figuren 1 und 2 und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
Der zur Hydraulikpumpe 2' gehörende Kreislauf unterscheidet sich von dem in den
Figuren 1 und 2 gezeigten darin, daß die dem drucklosen Umlauf dienende Leitung
12' nach Durchlauf durch den Steuerschieber 6' nicht direkt zum Absperrschieber
9' geführt ist, sondern zunächst zu einem Steuerschieber 26 geführt wird, welcher
die gleichen Schaltfunktionen wie die bereits beschriebenen Steuerschieber auszuführen
vermag. In dem hier gezeigten Beispiel ist der Arbeitszylinder 8' nicht eingeschaltet,
so daß die Hydraulikflüssigkeit durch den Steuerschieber 6' hindurch strömt und
zum Steuerschieber 26 gelangt, welcher in der'Schaltstellung "Kolben einfahren"
steht. Die Hydraulikflüssigkeit fließt durch den Steuerschieber 26 in den Arbeitszylinder
27, von diesem wieder zurück durch den Steuerschieber in die Itückleitung 25 und
über das Rückschlagventil 24 sowie die Diossel 20' in die zum Vorratstank führende
Leitung 13'.
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Durch den sich vor der Drossel 20' aufbauenden Druck wird der Absperrschieber
9' in seine Sperrstellung gebracht, wodurch in bereits beschriebener Weise die von
der Hydraulikpumpe 1' geförderte Hydraulikflüssigkeit in den Kreislauf der Pumpe
2' gelangt, so daß der Arbeitszylinder 27 doppelt beaufschlagt wird.
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Wenn der Kolben des Arbeitszylinders 27 ganz eingefahren ist,
gelangt
keine Hydraulikflüssigkeit mehr in die Rückleitung 25, welche dadurch, wie bereits
beschrieben, drucklos wird, wodurch d Absperrschieber 9' in seine Durchgangsstellung
zurückgeht und die Doppelbeaufschlagung beendet., Die Figur 4 zeigt eine weitere
erfindungsgemäße Schaltungsanordnung für ein Arbeitsgerät mit zwei Kreisläufen,
von denen jeder einen als Arbeitszylinder ausgebildeten Verbraucher enthalt. In
ihrem Aufbau ist die Schaltungsanordnung ähnlich der in Fig. 2 gezeigten, weshalb
analoge Teile die gleichen, jedoch mit zwei Strichen versehenen Bezugszeichen besitzen.
Wie in Fig. 2 ist der Hydraulikzylinder 7 nicht eingeschaltet, während der Arbeitszylinder
8" eingeschaltet ist, allerdings in beispielsweiser Abänderung der Fig. 2 in der
Stellung "Kolben einfahren".
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Die von der Pumpe 2" geförderte Hydraulikflüssigkeit fließt durch
den Steuerschieber 6",durch den- Arbeitszylinder 8" und zurück durch den Steuerschieber
in die Leitung 16??. In der Leitung 16" befindet sich ein vorgespanntes durchbohrtes
Rückschlagventil , welches den Rückfluß in den Tank 10" hemmt. Vor dem Rückschlagventil
32 baut sich somit ein Staudruck auf, welcher über'die Leitung 28a auf einen 5/3-Wegeschieber
29 wirkt, welcher da- -durch aus seiner Mittelstellung heraus in die eingezeichnete
Schaltstellung gebracht wird.
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Der der Pumpe 1" zugeordnete Verbraucher 7" ist nicht eingeschaltet,
so daß die von der Pumpe i geförderte Hydraulikflüssigkeit über die dem drucklosen
Umlauf dienende Leitung 11?? zum 5/3-Wegeschieber gelangt und von dort über die
Leitung 14" dem Kreislauf der Pumpe 2" zugeführt wird. Da die Leitung 15
in
dieser Schaltstellung sowie in der Mittelstellung des 5/5-Wegeschiebers abgesperrt
ist, braucht sie kein Rückschlagventil wie im Falle der Fig, 2 enthalten. Ein gleiches
gilt für die entsprechende Leitung 14". ilrd nun der Verbraucher 7 zusatzlich zum
Verbraucher 8" eingeschaltet, so baut sich durch die von ihm durch die Leitung 17
zurückfließende IIydraulikflüssigkeit vor dem durchbohrten und vorgespannten Rückschlagventil
31 ebenfalls ein Druck auf, welcher über die Leitung 28"b auf den 5/3-Wegeschieber
> wirkt.Istdie Differenz der auf beiden Seiten des 5/3-Wegeschiebers anstehenden
Staudrücke geringer als der zum Betätigen des 5/3-Wegeschiebers erforderliche Druck,
so geht der Schieber in seine Mittelstellung zurück, beide Pumpenkreisläufe fördern
dann unabhängig voneinander, und evtl. über die Leitungen 11?? und 12" zum 5/3-Wegeschieber
gelangende Hydraulikflüssigkeit wird über die Leitungen 30 und i drucklos zum Tank
10" weitergeleitet. Wird die Arbeitsleitung eines der beiden Arbeitszylinder, z.B.
des Zylinders 7", gegenüber dem anderen Arbeitszylinder so weit erhöht, daß die
Differenz der am 5/3-Wegeschieber anstehenden Staudrücke größer als der zum Betätigen
des Schiebers erforderliche Druck ist, so wird der 5/3-Wegeschieber inde entsprechende
Schaltstellung verschoben.
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Falls der höhere Staudruck, wie angenommen, vom Arbeitszylinder 7
ausgeht, wird der 5/3-Wegeschieber in die Schaltstellung geschoben, welche der gezeichneten
Stellung entgegengesetzt ist, und der Arbeitszylinder 7" erhält automatisch und
zusätzlich die im Kreislauf der Pumpe 2" nicht benötigte Menge Hydraulikflüssigkeit.
Sind beide Verbraucher ganz abgeschaltet, oder kommt von beiden Verbrauchern so
wenig Hydraulikflüssigkeit zurück, daß sich vor den durchbohrten Rückschlagventilen
31 und 32 kein nennenswerter Staudruck aufbauen kann, so verbleibt der 5/3-Wegeschieber
ebenfalls in seiner Mittelstellung, und die
über die Leitungen
11" und 12" fließende Hydraulikflüssigkeit wird über die Leitungen 30 und 1311 drucklos
zum Tank 10" weitergeleitet.
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Durch diese Schaltungsanordnung wird also auch dann,wenn beide Verbraucher
eingeschaltet sind, die der Anlage zur-Verfügung stehende Leistung voll ausgeschöpft,
wenn einer der eingeschalteten Verbraucher die ihm zur Verfügung stehende Leistung
nur teilsweise benötigt. Darüberhinaus wird dadurch, daß in keiner Schaltstellung
des 5/3-Wegeschiebers 29 die Leitungen 11" bzw. 12!' abgesperrt werden, insbesondere
beim Einschalten von Verbrauchern ein feinfühliges Arbeiten mit der hydraulischen
Anlage sehr erleichtert.
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Die beschriebene Anordnung kann auch ohne weiteres auf eine hydraulische
Anlage mit mehreren Verbrauchern, beispielsweise entsprechend der Fig. 3, erweitert
werden.
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- Patentansprüche -