DE2218275A1 - Wannenofen zur Herstellung eines kontinuierlichen Glasbandes - Google Patents
Wannenofen zur Herstellung eines kontinuierlichen GlasbandesInfo
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Description
2218275 Andrejewski, Honlce & Gesthuysen Patentanwälte
Diplom-Physiker Dr. Walter Andrejewski Diplom-Ingenieur
Dr.-lng. Manfred Honke Diplom-Ingenieur Anwaltsakte: jQ 966/E1S-Sa Hans Dieter Gesthuysen
4300 Essen, den 14. April Theaterplatz 3
Patentanmeldung
VETRERIA dl VERNANTE S.p.A.
Cuneo-Spinetta, Italien
Wannenofen zur Herstellung eines kontinuierlichen Glasbandes.
Die Erfindung betrifft einen Wannenofen zur Herstellung eines kontinuierlichen Glasbandes, bestehend aus einer Wanne mit
darin angeordnetem Metallbad, divergierendem Einlaufteil mit Rohglasaufgabeeinrichtung und Auslaufteil mit Glasbandabzug,
wobei die Rohglasaufgabeeinrichtung einen ZufUhrungskanal mit gegenüber dem Einlaufteil reduzierter Breite und zumindest
eine Stauleiste und eine über die Vorderwand der Wanne in den Ofen schräg abwärts hineinragende Abgabenase mit über dem Me-
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tallbadspiegel endender Abgabelippe aufweist.
Bei (aus der Praxis) bekannten Wannenofen der vorstehend beschriebenen
Gattung ist nachteilig, daß im Bereich von Abgabelippe und Vorderwand ein Glasstau auftritt, der zu Zerfallerscheinungen
im Glas und damit Fehlern im hergestellten Glasband führt. Im übrigen hat man zwar versucht, diesen Nachteil
durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Rohglases im mittleren Bereich des Zuführungskanals zu beheben. Durch die
zuletzt beschriebene Maßnahme entsteht eine höhere Turbulenz im Bereich des sich einstellenden Glasstaus. Diese Maßnahme
bringt jedoch den Nachteil mit sich, daß die gleichmäßige Verteilung des zugeführten Rohglases über die Breite des Einlaufteiles
und der Wanne nicht in der erforderlichen Weise gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wannenofen der eingangs beschriebenen Gattung auf einfachste Weise so zu gestalten,
daß Zerfallerscheinungen des Rohglases im Bereich des Einlaufteiles vermieden werden und eine gleichmäßige Verteilung
des Rohglases über dem Metallbadspiegel sichergestellt ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß im Bereich unterhalb
der Abgabelippe ein sich an der Vorderwand abstützender Leitkörper vorgesehen und über diesen der zwischen Vorderwand
und Abgabelippe entstehende Glasstrom seitlich an der Abgabelippe vorbei in Richtung des Glasbandabzuges ablenkbar ist.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß das in Richtung auf die Vorderwand von der
Abgabelippe abfließende Rohglas kontinuierlich umgelenkt und seitlich an der Abgabelippe vorbei dem Glasbandabzug zugeführt
wird. Es trägt somit wesentlich zur gleichmäßigen Verteilung
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des Rohglases auf dem Metallbadspiegel bei.
Die Erfindung läßt sich auf verschiedene Weise weiter ausgestalten.
Nach einem besonderen Vorschlag der Erfindung weist der Leitkörper eine gegenüber der Abgabelippe in Richtung der
Vorderwand zurückversetzte mittig unter der Einlaufnase angeordnete, in Richtung des Glasbandabzuges weisende Spitze auf
und sind an diese Spitze über jeweils ein gekrümmtes Wandungsteil aufweisende Stirnteil zwei divergierende, an den Seitenwandungen
des Einlaufteiles anliegende Schenkel angeschlossen. Zweckmäßig sind die Innenflächen der Schenkel parallel zur
Seitenwandung des Einlaufteils geführt. Nach einem besonderen Vorschlag der Erfindung ist der Aufbau so getroffen, daß das
Glas am Leitkörper über Gaskissen abgestützt ist und der Leitkörper
mit in dem vom Glas beaufschlagten Flächen ausmündenden Gasverteilerrohren versehen ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Einlaufteil eines Wannenofens
nach der Erfindung und
Fig. 2 einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1 in Richtung der Pfeile II-II.
Wie die Figur 1 erkennen läßt, besteht die Rohglasaufgabeeinrichtung
1 aus einem Zuführungskanal IA für das Rohglas 2, in dem Stauleisten 2a und 3 angeordnet sind.. Der Zuführungskanal
besitzt eine innerhalb des Wannenofens angeordnete Abgabenase 4, die in eine Abgabelippe 5 endet. In der Wanne ist ein Metall-
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bad 6 eingesetzt. Im Ofengewölbe selbst herrscht eine nicht
oxidierende Atmosphäre. Der Zuführungakanal IA endet mit seiner
Abgabelippe 5 in einem gewissen Abstand vor der den Wannenboden
14 begrenzenden Vorderwand 2o. Das geschmolzene Rohglas wird in dem Zuführungskanal IA unterhalb der Stauleiste 2a hindurchgefUhrt.
Hierdurch tritt eine Grobregulierung der pro Zeiteinheit zugeführten Glasmasse ein. Eine zweite Stauleiste
dient zur genauen Einregulierung der der Abgabelippe 5 zugeführten
Glasmasse. Das Rohglas 2 verteilt sich auf dem Metallbad 6 und wird in Richtung des Pfeiles A als Glasband durch
einen nicht dargestellten Glasbandabzug abgezogen. Unterhalb der Abgabelippe in Richtung der Vorderwand 2o ist ein Leitkörper
13 angeordnet. Dieser Leitkörper 13 besteht beispielsweise
aus Graphit. Der Außenumfang des Leitkörpers 13 ist der Vorderwand und den beiden divergierenden Seitenwänden 21 des
Einlaufteils angepaßt. Der Leitkörper weist eine symmetrische Ausbildung in bezug auf die Längsachse des Wannenofens auf.
Er besitzt eine gegenüber der Abgabelippe 5 in Richtung auf die Vorderwand 2o zurückversetzte mittig unter der Abgabenase
angeordnete in Richtung des Glasbandabzuges aufweisende Spitze 8 auf. An diese Spitze schließen sich gekrümmte Wandteile 9
des Stirnteils des Leitkörpers an, die in divergierende Schenkel 11 und 12 übergehen. Bei der dargestellten Ausführungsform
sind die Innenflächen der Schenkel 11 und 12 parallel zur Seitenwandung 21 des Einlaufteils geführt. Das Glas fließt kontinuierlich
von der Abgabelippe 5 ab und wird dem Metallbadspiegel
6 aufgegeben. Dieser Aufgabebereich ist gestrichelt mit A in
Fig. 2 angegeben. Der größte Teil des Rohglases 2 fließt in der durch die Pieile in Figur 2 angegebenen Richtung in Richtung
auf den Glasbandabzug ab. Der sich in Richtung auf die Vorderwand 2c ausbreitende Teil des Rohglasstromes wird durch den
Leitkörper 13 in Richtung der gestrichelt eingezeichneten Pfeile
•ι ί·
X umgelenkt und seitlich der Abgabelippe 5 dem Glasbandabzug
zugeführt.
Der Leitkörper ist zweckmäßig aus einem Werkstoff hergestellt, der eine Haftung des Rohglases an ihm weitgehend verhindert.
Darüber hinaus soll er eine geringe Reibung aufweisen. Dies ist beispielsweise bei einer Ausbildung des Leitkörpers 1;5 aus
Graphit der Fall. An Stellen, an welchen dies technisch möglich ist, kann der Leitkörper 13 zusätzlich noch über ein Gaskissen
gegenüber dem Rohglas 2 abgestützt werden. Hierzu' können entsprechende Gasverteilerleitungen vorgesehen sein, die jedoch
nicht dargestellt sind. Diese werden zweckmäßig mit einem nicht oxidierenden Gas beaufschlagt.
Ansprüche:
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Claims (4)
1. Wannenofen zur Herstellung eines kontinuierlichen GIr.. bandes,
bestehend aus einer Wanne mit darin an^;^ordnet .τ. Metallbad,
divergierendem Einlauf teil mit RohglaL mfgabeci;. richtung
und Auslauf teil mit Glasbandabzug, wobei die Rohgia^aufgabeeinrichtung
einen Zuführungskanal mit geger.'iber aei;: J)Inlaufteil
reduzierter Breite sowie zumindest eir. ■ otauleicte
und eine über die Vorderwand der Wanne in den C i'en schräg abwärts
hineinragende Abgabenase mit über dem Metallbadcpiegel
endender Abgabelippe aufweist, dadurch gekennzeichnet, ei:-:J im
Bereich unterhalb der Abgabelippe (5) ein sich :.n der Vo r eierwand
(2o) abstützender Leitkörper (lj5) vorgesehen und über diesen
der zwischen Yorderwand (2o) und Abgabelippo (5) entstehende
Glasstau seitlich an der Abgabelippe (5)vorbei in Richtung des Glasbandabzuges ablenkbar ist.
2. Wannenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dai- der
Leitkörper (lj5) eine gegenüber der Abgabelippe (5) in Richtung der Vorderwand (2o)zurückversetzte mittig unter der Einlaufnase
(4) angeordnete, in Richtung des Glasbandabzuges weisende Spitze (8) aufweist und diese über jeweils ein«· ein gekrümmtes
Wandteil (9) aufweisendes Stirnteil an zwei, am konvergierenden Auflaufteil anliegende, ebenfalls divergierende Schenkel (ll, 12)
angeschlossen ist.
3. Wannenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dak. die
Innenflächen der Schenkel (ll, 12) parallel zur Seitenwandung (21) des Einlaufteils geführt sind.
4. Wannenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rohglas (2) am Leitkörper (lj5) über Gaskissen abgestützt ist und der Leitkörper {lj>) mit in den vom Glas beaufschlagten
Flächen ausmündenden Glasverteilerrohren versehen ist.
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