DE2218077C2 - Verfahren zum Verfestigen von thermoplastische Fasern enthaltenden Vliesen - Google Patents
Verfahren zum Verfestigen von thermoplastische Fasern enthaltenden VliesenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verfestigen von zumindest teilweise thermoplastische
Fasern enthaltenden Vliesen, bei dem das Vlies zum Erhitzen über eine von außen nach innen durchströmten
Siebtrommel, mit teilweiser Innenabdeckung der Mantelfläche und mit Kühlzone geführt wird.
Ein derartiges Verfahren ist auch aus der FR-PS 20 31 475 bekannt. Die dabei verwendete Siebtrommelvorrichtung
weist ein Mitläuferband zum Anpressen des Faservlieses während der Erwärmung auf. Damit
können gleichmäßig über den Querschnitt verfestigte Vliese erhalten werden, insbesondere wenn die Verfestigung
mittels Bindefasern erfolgt, die dem Vlies bei der Herstellung zugemischt werden, jedoch ist es nicht
möglich, bei Vliesen mit flauschiger Oberfläche die Hitzeeinwirkung auf die Rückseite des Vlieses zu
beschränken.
Um auf preiswertere Weise Warenbahnen mit flauschiger Oberfläche zu erhalten, hat man bisher die
Warenbahn auch rückseitig mit einem Bindemittel versehen. Zur Verfestigung derartiger Bahnen ist es
gemäß der US-PS 31 50 024 bekannt, Infrarotstrahler «° gegenüber einer gekrümmten Fläche anzuordnen, die
zur rückseitigen Erhitzung einer über die gekrümmte Fläche gezogenen Bahn dienen. Die Verarbeitung von
Vliesen, die thermoplastische Fasern enthalten und eine flauschige Oberfläche aufweisen, ist jedoch nicht
möglich, da weder eine gleichmäßige Verfestigung noch eine Kühlung vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren derart zu verbessern, daß veloursartige
Qualitäten aus Nonwovens mit in ihnen enthaltenen thermoplastischen Fasern verfestigt werden
können, ohne daß die Sichtfläche durch die Wärmebehandlung in ihrer flauschigen Qualität wesentlich
beeinflußt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine aus der DE-OS 17 10509 bekannte Vorrichtung verwendet. Diese
Vorrichtung weist eine Siebtrommel auf, deren Umfangsfläche teilweise von außen als IR-Strahler
ausgebildete Heizaggregate zugeordnet sind, in deren Bereich die Abdeckung auf der Innenseite der Trommel
veränderbare Luftdurchlässigkeil aufweist. Nach der Erfindung soll das Vlies durch den Saugzug lediglich
über die ganze von der Ware umgebene Mantelfläche gehalten sein, da im heißen Zustand ein solches Vlies
keine Festigkeit hat. Durch den gleichmäßigen Halteeffekt
können am Gut keine welligen Ränder entstehen, und es kommt zu keinen Verzügen. Die hochenergetischen
Strahler dagegen erhitzen nur die Rückseite des Vlieses, verursachen lediglich ein einseitiges Verschmelzen
der Fasern, so daß die Sichtseile des Vlieses flauschig bleibt
Die aus der DE-OS 17 10 509 bekannte Siebtrommelvorrichtung
dient zum Fixieren von unter Dampfaimosphäre fixierbarem Textilgut oder von durch Klotzfärben
oder Bedrucken auf das Textilgut aufgetragenen Farbstoffen mittels Dampf. Durch die Infrarotstrahler
soll im feucht zugeführten Textilgut ein Dampfpolster entstehen, mit dem der Fixiervorgang durchgeführt
wird. Eine Kühlzone ist bei der bekannten Vorrichtung nicht vorgesehen.
Eine weitere Siebtrommelvorrichtung mit diese umgebenden Infrarotstrahlern ist durch die US-PS
33 40 617 bekannt, die jedoch von innen nach außen von Luft durchströmt ist und zum Trocknen von Gewebe
dient.
In diesem Zusammenhang ist als Stand der Technik die GB-PS 10 23 638 zu nennen. Die dort beschriebene
Vorrichtung besteht aus einer von einem Endlosband umschlungenen Siebtrommel, deren Innenraum teilweiese
unter Saugzug gesetzt ist. Die Siebtrommel ist koaxial von einem Gehäuse umgeben, in dem Heizaggregate
angeordnet sind. Die Vorrichtung dient zum Wärmebehandeln von leicht zum Zerreißen neigenden
Gütern, weswegen das Gut nicht nur durch das Endlosband an die Siebtrommel gepreßt wird, sondern
auch noch durch dieser zugeordneten Preßrollen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der zur Durchführung der Erfindung verwendeten Vorrichtung
dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Siebtrommelvorrichtung im Querschnitt und
Fig.2 die Siebtrommelvorrichtung nach Fig. 1 im
Längsschnitt.
Die Vorrichtung besteht aus einer Siebtrommel 1, an deren einen Stirnseite ein Ventilator 2 angeordnet ist.
Mit Hilfe dieses Ventilators wird im Innenraum der Siebtrommel ein Unterdruck erzeugt. Über einen Teil
des Umfangbereiches der Siebtrommel sind über die Arbeitsbreite Infrarotstrahler 3 angeordnet, die zum
Aufheizen des Gutes dienen. Im Bereich der Infrarotstäbe ist auf der Innenseite der Trommel eine Innenabdekkung
4 vorgesehen, die zumindest die Stärke des Saugzugs vom Ventilator 2 her mindert. Die Innenabdeckung
kann dazu beispielsweise jalousieartig ausgebildet sein oder aus zwei übereinanderschiebbaren,
jeweils mit Durchbrüchen versehenen Blechen bestehen. Die Innenabdeckung 4 der Siebtrommel erstreckt
sich über etwa zwei Drittel oder drei Viertel des Umfangs, beginnend etwa von der Auflage des Gutes 8
auf der Trommel i.
Im Bereich des Auslaufs sind die Infrarotstrahler fortgelassen, um dort Frischluft zur Kühlung des Vlieses
ansaugen zu können. Auf diese Weise kann das Produkt nach der Erhitzung auf der gleichen Unterlage gekühlt
und somit in seiner Lage optimal fixiert werden.
Die Siebtrommelvorrichtung ist nach dem Ausführungsbeispiel nicht von einem isolierten Gehäuse
umgeben, wie es üblich ist. Die Siebtrommel ist lediglich an den beiden Stirnseiten durch Tragkonstruktionen 5,6
gehalten, wobei der Träger 6 aus einer Wandung bestehen sollte, die gleichzeitig die Siebtrommel von
den Ventilatorteilen abschirmt. Die vom Ventilator aus dem Siebtrommelinnenraum abgeführte Behandlungsluft wird über ein einfaches Spiralgehäuse 7 abgestoßen.
Zur Verfestigung einer Veloursqualität wird die Ware der Siebtrommel 1 mit der Sichtseite nach nnipn
gerichtete zugeführt, so daß die Sichtseite auf der Siebtrommeloberfläche zu liegen kommt. Versuche
haben gezeigt daß eine Beeinträchtigung der Oberflächenstruktur durch diesen Kontakt mit dem Siebtrommelmantel
nicht auftritt. Zum Abzug der Ware 8 von der Docke 9 kann der Antrieb 10 der Siebtrommel 1 dienen.
Es ist jedoch vorteilhaft, wenn das Gut mit Überfütterung auf der Siebtrommel behandelt wird, um dadurch
einen zweidimensionalen Schrumpf zu ermöglichen. Dazu ist unmittelbar vor der Siebtrommel ein
Einzugswalzenpaar 11 angeordnet, das die Ware von der Docke abzieht und der Siebtrommel mit Öberfütterung
zuführt. Das Einzugswalzenpaar ist zweckmäßigerweise mit einem gesonderten Antrieb versehen,
der unabhängig von der Siebtrommel stufenlos einstellbar isL
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Verfestigen von zumindest teilweise thermoplastische Fasern enthaltenden Vliesen, bei dem das Vlies zum Erhitzen über eine von außen nach innen durchströmte Siebtrommel mit teilweiser Innenabdeckung der Mantelfläche und mit Kühlzone geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß für Vliese mit flauschiger Oberfläche eine an sich bekannte Siebtrommel (1) verwendet wird, deren Umfangsfläche teilweise von außen als Infrarotstrahler (3) ausgebildete Heizaggregate zugewendet sind, in deren Bereich die Innenabdeckung (4) eine veränderbare Luftdurchlässigkeit aufweist15
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722218077 DE2218077C2 (de) | 1972-04-14 | 1972-04-14 | Verfahren zum Verfestigen von thermoplastische Fasern enthaltenden Vliesen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722218077 DE2218077C2 (de) | 1972-04-14 | 1972-04-14 | Verfahren zum Verfestigen von thermoplastische Fasern enthaltenden Vliesen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2218077A1 DE2218077A1 (de) | 1973-10-31 |
| DE2218077C2 true DE2218077C2 (de) | 1983-12-01 |
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ID=5841981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19722218077 Expired DE2218077C2 (de) | 1972-04-14 | 1972-04-14 | Verfahren zum Verfestigen von thermoplastische Fasern enthaltenden Vliesen |
Country Status (1)
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| WO1988000989A1 (en) * | 1986-08-04 | 1988-02-11 | Berne Ellers | Method and apparatus for bonding cellulose fibers with thermoplastic fibres |
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-
1972
- 1972-04-14 DE DE19722218077 patent/DE2218077C2/de not_active Expired
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Also Published As
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| DE2218077A1 (de) | 1973-10-31 |
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