DE2217319A1 - Verfahren zur herstellung von umkehrkopien elektrischer ladungsbilder - Google Patents
Verfahren zur herstellung von umkehrkopien elektrischer ladungsbilderInfo
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Description
Nideggener Str. 38) Postfach: 516 Düren 445
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Verfahren zur Herstellung von Umkehrkopien elektrischer Ladungsbilder
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Umkehrkopien
durch Bedecken der Oberfläche eines Trägers mit einer Schicht Toner, Inberührungbringen dieser Tonerschicht mit einem
das Ladungsbild tragenden Material und anschließende Trennung des Trägers von diesem Material.
Aus der amerikanischen Patentschrift 2 839 400 ist es bereits bekannt, Trockentoner mittels eines elektrischen Feldes zwischen
zwei Elektroden auf der Oberfläche eines elektrisch isolierenden Blattes abzuscheiden.
Ferner ist es beispielsweise aus der amerikanischen Patentschrift 2 895 847 bereits bekannt, ein elektrostatisches Ladungsbild
dadurch zu entwickeln, daß ein Schichtträger mit einer Schicht Toner bedeckt und diese Tonerschicht dann mit dem-Ladungsbild
in Berührung gebracht wird. Nach der Trennung des Entwicklersubstrates
von der das latente Bild tragenden Oberfläche kann dann ein negatives und seitenverkehrtes Bild auf dem Entwicklersubstrat
zurückbleiben.
Hie Erfindung löst die Aufgabe, ein elektrophotographisch.es Umkehrverfahren
dieser Art zu entwickeln, duroh das die entstehende seitenverkehrte Negativkopie tonwertrichtig zum latenten positiven
Bild entsteht. Für eine Anwendung des Verfahrens zur Erzeugung farbiger Umkehrkopien ist jedoch die Erzeugung tonwertrichtiger
Negativkopien Voraussetzung,
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein mit
Flüssigtoner beschichteter Träger als Entwicklersubstrat benutzt
wird, wobei die Abscheidung des Flüssigtoners auf dem Schichtträger in an sich bekannter Weise mittels eines elektrischen
Feldes zwischen zwei Elektroden bewirkt wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich sowohl 3triehförmige
als auch flächige Ladungsbilder wiedergeben.
Nach einem weiteren Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens gekennzeichnet durch
eine Zweiwalzen-Gregendruck-Gleichlaufanordnung als Kontaktierungs·
vorrichtung. Mit einer solchen Vorrichtung ist es möglich, Umkehrkopien und -Vergrößerungen auf unbeschichtetem Papier mit Hilfe
von elektrophotographischem Aufzeichnungspapier und Flüssigtoner herzustellen.
Die Erfindung ist im nachstehenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Zur Erzeugung einer positiven Kopie einer negativen Vorlage auf normalem Papier arbeitet man nach dem folgenden Tonerübertragungsverfahren
:
Zunächst wird in an sich bekannter Weise ein latentes elektrostatisches
Bild der Vorlage auf elektrophotographischem Papier hergestellt. Sodann wird Flüssigtoner auf dem gewünschten normalen
Papier elektrophoretisch orientiert homogen abgeschieden.
Das elektrophotographische Papier mit dem latenten Bild und das
mit FlüsBigtoner beschichtete Papier werden mit der Schichtseite zueinander, derart durch eine Quetschwalzenanordnung geführt,
daß die Berührung der Schichtseiten nur im Walzenspalt erfolgt. Dabei wird durch das elektrostatische Bild des elektrophotographischen
Papiers bildgemäß und tonwertrichtig Toner von
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dem homogen mit Flüssigtoner beschichteten Papier abgenommen,
wobei eine negative tonwertrichtige, seitenverkehrte Kopie der
Vorlage bzw. des latenten Bildes auf dem normalen Papier zurückbleibt.
Von einer negativen Vorlage wird demnach eine positive seitenverkehrte
Kopie erhalten. Bei transparenten Vorlagen, z.B. Filmnegativen, kann jedoch auch eine seitenrichtige positive
Kopie erhalten werden, indem die transparente Vorlage seitenverkehrt aufbelichtet wird.
Das latente elektrophotogra.phische Bild auf dem elektrophotographischen
Papier wird bei diesem Vorgang tonwertrichtig entwickelt. Es ergibt sich überraschenderweise, daß der sonst bei
elektrostatischen Kopien auftretende Randeffekt weitgehend ausgeschaltet
ist, d.h., es entsteht eine bildmäßig qualitativ hochwertige Kopie.
Positive Kopien von negativen Originalen auf elektrostatischem
Wege können jedoch auch durch Entwicklung des latenten ele ktrostatischen
Bildes mit Umkehrtoner erreicht werden. Demgegenüber
hat das erfindungsgemäße Tonerübertragungsverfahren jedoch die
folgenden Vorteile:
1. Die Kopie entsteht auf normalem Papier.
2. Die Kopie kann auch auf transparentem Papier und auf geeigneten
Folien (z.B. Gellulosefolien) hergestellt werden, und
somit als Vorlage zu billigen Vervielfältigungen, ζβΒβ durch
Lichtpausen, dienen,
3. Die bildliche Qualität der Kopien ist sehr viel besser, als sie nach dem bekannten Verfahren erzielbar ist. Es lassen
sich auch Halbtöne, zumindest jedoch eine volle Flächenfüllung erreichen.
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4. Das jeweils verwendete elektrophotographische Papier kann
ganz auf die Anforderungen eingestellt werden, die für die Erzeugung des latenten Bildes gestellt werden, ohne daß auf
Aussehen, Griff oder andere Eigenschaften des elektrophotographischen
Papiers Rücksicht zu nehmen ist. Insbesondere können Sensibilisatoren benutzt werden, die die elektrophotographische
Schicht anfärben.
5. Das sichtbare Bild wird mit hoher Geschwindigkeit gebildet.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich für die verschiedensten Zwecke anwenden, insbesondere zur Erstellung hochwertiger Rückvergrößerungen
von transparenten Negatiworlagen, z.B. Mikrofilm, und auch gegebenenfalls von Amateurnegativen.
Das beschriebene Verfahren ist auch für die Herstellung einer farbgetreuen positiven Kopie eines Originals über ein Colornegativ
anwendbar. Zur Anwendung des Verfahrens für die Herstellung einer farbigen Umkehrkopie geht man wie folgt vor:
Die Farben des Colornegatives sind komplementär zum Original.
1. Es wird nun je ein latentes elektrostatisches Bild auf EP
Papier des roten, blauen und grünen Farbauszugs von dem Colornegativ angefertigt. Dies kann geschehen, indem man
durch Parbauszugsfilter auf panchromatisches elektrophotographischee
Papier belichtet, oder indem man für die jeweiligen Farbauszüge die Belichtung auf - den Filtern entsprechend
- selektiv sensibilisierten elsktrophotographischen Schichten benutzt, also ohne Filter arbeitet.
Die einzelnen elektrophotographischen Schichten müssen dann
wie folgt selekt\iv sensibilisiert sein: Rotauszug rot, Blauauazug blau und Grünauszug grün.
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2. Blektrophoretische Abscheidung je eines transparenten
Flüssigtoners des Farbtones Blaugrün, Magenta und Gelb auf transparentes Papier oder transparente Folie.
3. Über die Walzenanordnung wird auf das latente elektrophotographische
Bild des Rotauszuges blaugrüner Toner von dem damit beschichteten Papier übertragen, .auf das latente elektrophotographische
Bild des Grünauszuges magentafarbiger
Toner des damit beschichteten Papiers, und auf das latente elektrophotographische Bild des Blauauszuges gelber Toner
von dem mit diesem beschichteten Papier.
Für die Erzielung der Seitenrichtigkeit geht man wie oben vor, bzw. man kehrt das gewonnene transparente Positiv einfach um·
Die drei transparenten Positive ergeben dann passergenau übereinander
gelegt oder verklebt eine farbgetreue transparente Kopie des Originals (Diapositiv), die auf eine opake weiße Unterlage
gelegt oder verklebt ein farbiges Aufsichtsbild darstellt. Sollte jedoch kein Toner der benötigten Farben, Transparenz
und Qualität vorhanden sein, so können die Farbauszüge auch durch Übertragung mit z.B. schwarzem Toner hergestellt werden
und dann im Lichtpausverfahren auf, bei Entwicklung die Farben Magenta, Blaugrün und Gelb ergebenden Diazofolien (im Handel
erhältlich) kopiert werden. Diese Folien ergeben dann auch, passergenau übereinander gelegt, eine farbgetreue transparente
Kopie des Originals. Dieser Weg bietet sich an, wenn besondere viele Kopien eines Originals angefertigt werden müssen.
Es folgt eine tabellarische Übersicht über die einzelnen Stufen des Farbverfahrens:
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CJ O CjD QO
| schwarz weiß Farbauszug rot (Entwicklung cyan): |
weiß schwarz |
blau gelb |
grün magenta |
rot cyan |
gelb blau |
magenta grün |
cyan rot |
Original Colornegativ |
| Entwicklung auf elek- trophotographischer Schicht: - Umkehrbild auf plain paper: cyan Farbauszug grün (Entwicklung magenta): |
cyan | cyan | cyan | cyan | cyan | cyan | cyan | |
| Entwicklung auf elek- trophotographischer Schicht: - Umkehrbild auf plain paper: magenta Farbauszug blau (Entwicklung gelb): |
magenta | magenta | magenta | magenta | magenta | magenta | magenta | |
| Entwicklung auf elek- trophotographischer Schicht: Umkehrbild auf plain paper: gelb schwarz |
gelb weiß |
gelb blau |
gelb grün |
gelb rot |
gelb gelb |
gelb magenta |
gelb cyan |
NO Positiv elek-^ t r ο pho t ο graph^ sehe Kopie au5: plain paper, be stehend aus den 3 Einzelkopien ver klebt |
Die Erfindung ist im nachstehenden beispielsweise erläutert:
Ein elektrophotographisches, panchromatisch sensibilisiertes
Zinkoxidpapier DIN A 4 wird in einem handelsüblichen elektrostatischen Aufladegerät elektrostatisch negativ aufgeladen.
Das aufgeladene Papier wird mittels eines photographischen
Vergrößerungsgerätes mit einer Lampenstärke von 1oo Watt und einem 5o mm Objektiv bei Blende 4.0 15 see. mit dem seitenverkehrten
Bild eines schwarzweißen Amateur-Kleinbildnegativs normaler G-radation, in 8-fächer Vergrößerung belichtet.
Ein 80 g/qm Transparentpapier DIN A 4 mit einem elektrischen spezifischen Oberflächenwiderstand von ca. 1o Ohm cm wird in
einer Elektrophoresezelle mit Flüssigtoner positiver Polarität beschichtet.
Die Elektrophoresezelle besteht aus einem Glastrog 2o χ 22 χ 9 cm, der mit 3 1 schwarzem Flüssigtoner positiver Polarität
gefüllt ist, und in den im Abstand von 8 cm zueinander zwei Kupferplatten eintauchen.
Das Papier wird in der Mitte zwischen den Elektroden eingeführt. Während 3 see. wird eine Gleichspannung von 4f1 kV an
die Elektroden angelegt. Dabei scheidet sich Toner auf der, der Anode gegenüberliegenden Seite des Papieres, sowie auf
der Kathode ab. Das beschichtete Papier wird anschließend aus der Zelle entfernt, wobei die abgeschiedene Toner-Trägerflüssigkeits-Schicht
haften bleibt.
Das eleM; rophotographische Papier mit dem latenten Bild, .und
das mit Flüssigtoner beschichtete feuchte Papier werden mit der
Schichtseite zueinander derart durch eine 2-Walzen-Gegendruck-Gleichlauf-Vorrichtung
geführt, daß die Berührung der Schichtseiten nar im Walzenspalt erfolgt.
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— 8 —
Die Walzen bestehen aus Metall und haben einen Durchmesser von je 2o mm sowie einen Abstand von o,o5 mm zueinander. Ihr Antrieb
erfolgt synchron über Zahnräder durch einen Motor mit 3 ο U/oiin.
Bei einem Walzendurchgang entsteht ein vom Randeffekt freies
Bild auf dem elektrophotographischen Papier und eine negative
tonwertrichtige seitenverkehrte Kopie des latenten Bildes auf dem Transparentpapier.
Demnach wird auf dem Transparentpapier eine seitenrichtige, tonwertrichtige, 8-fache Vergrößerung des Kleinbildnegativs
erhalten, die in der Durchsicht ein Diapositiv und auf einer weißen Unterlage ein Aufsichtsbild darstellt.
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Claims (5)
- Patentansprüche£U/Verfahren zur Herstellung von Umkehrkopien auf elektrophotographischem Wege durch Bedecken der Oberfläche eines Trägers mit einer Schicht Toner, Inberührungbringen dieser Tonerschicht mit einem das ladungsbild tragenden Material und anschließende Trennung des Trägers von diesem Material, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit KLüssigtbner beschichtetes Material als Entwicklersubstrat benutzt wird, wobei die Abscheidung des Plüssigtoners auf dem Schichtträger in an sich bekannter Weise mittels eines elektrischen Feldes zwischen zwei Elektroden "bewirkt wird»
- 2. Verfahren nach Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet, daß von einer Vorlage über ein Golornegativ eine farbgetreue Kopie hergestellt wird.
- 3» Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Plüssigtoner beschichtetes transparentes Material als Entwicklersubstrat benutzt wird,»
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zwei-Walzen-Gegendruek-G-leichlatifanordnung als Kontaktierungsvorrichtung vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 49 dadurch gekennzeichnet, daß das Walzenmaterial Metall isto309842/1054
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722217319 DE2217319A1 (de) | 1972-04-11 | 1972-04-11 | Verfahren zur herstellung von umkehrkopien elektrischer ladungsbilder |
| JP48041193A JPS4911134A (de) | 1972-04-11 | 1973-04-10 | |
| GB1732673A GB1418140A (en) | 1972-04-11 | 1973-04-11 | Electrophotographic method and apparatus |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722217319 Pending DE2217319A1 (de) | 1972-04-11 | 1972-04-11 | Verfahren zur herstellung von umkehrkopien elektrischer ladungsbilder |
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| JP (1) | JPS4911134A (de) |
| DE (1) | DE2217319A1 (de) |
| GB (1) | GB1418140A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0343167A4 (en) * | 1987-01-15 | 1990-12-05 | Stork Colorproofing B.V. | Image reversal process |
| EP0491005A4 (en) * | 1989-09-07 | 1993-03-10 | Coulter Systems Corporation | Toning method and member for electrostatography |
-
1972
- 1972-04-11 DE DE19722217319 patent/DE2217319A1/de active Pending
-
1973
- 1973-04-10 JP JP48041193A patent/JPS4911134A/ja active Pending
- 1973-04-11 GB GB1732673A patent/GB1418140A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0343167A4 (en) * | 1987-01-15 | 1990-12-05 | Stork Colorproofing B.V. | Image reversal process |
| EP0491005A4 (en) * | 1989-09-07 | 1993-03-10 | Coulter Systems Corporation | Toning method and member for electrostatography |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1418140A (en) | 1975-12-17 |
| JPS4911134A (de) | 1974-01-31 |
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