7353-72/Dr,ν.B/Elf
RCA 63,628
US Ser.Nö. 130, 974
vom 5.April 1971
eingegangen am
RCA Corporation, New York, N.Y (V.St.Ä.)
Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Differenzverstärkerschaltung, mit zwei Strorawegen, die mit einer ersten Stromquelle verbunden
sind, deren Strom führen, und jeweils mit einer Steuerelektro· de versehen sind, die die Verteilung des Stroms auf die Stromwege
mit Hilfe von zwischen den Steuerelektröden angelegten
Gegentakt- oder Differenzsignalen zu steuern gestattet, ferner
mit einer Anordnung zur Steuerung des Stromflusses in den
beiden Stromstrecken mit zwei Transistoren, deren Emitter an eine Stromquelle angeschlossen sind und deren Basen jeweils
mit der Steuerelektrode einer der Stromwege verbunden sind.
Eine Schaltungsanordnung dieses Typs ist in zwei Veröffentlichungen von Barrie Gilbert in der Zeitschrift"IEEE Journal
of Solid-state Circuits" , Bd. SC-3, No.4, Dezember 1968,
Seiten 353 - 373 beschrieben.
Solche Schaltungsanordnungen haben sich in vieler Hinsicht
gut bewährt, bei sehr hohen Anforderungen an die Genauigkeit, wie sie z.B. bei Multiplizierschaltungen gestellt werden müssen,
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w Ο«.
lassen sie jedoch zu wünschen übrig.
Die Eigenschaften einer Schaltungsanordnung gemäss dem Stand
der Technik sollen im folgenden anhand der Figur 1 diskutiert werden. Die bekannte Schaltungsanordnung gemäss Figur 1 enthält
eine Differenzverstärkerstufe mit Transistoren Ql und Q2,
die mit ihren Emittern an eine Stromquelle I angeschlossen sind. Die Schaltungsanordnung enthält ferner zwei weitere
Transistoren Q3 und Q4, die mit ihren Emittern an eine Konstantstromquelle IA angeschlossen sind. Der Transistor Q3 ist mit
seiner Basis und seinem Kollektor an die Basis des Transistors Ql angeschlossen. Mit diesem gemeinsamen Verbindungspunkt ist
ferner eine Eingangsstromquelle I1n verbunden. Der Transistor Q4
ist mit seiner Basis an seinem Kollektor an die Basis des Transistors Q2 angeschlossen. Letztere liegt an Masse.
Wenn der Eingangsstrom I_ im Betrieb der Schaltungsanordnung
gemäss Figur 1 einen solchen Wert hat, daß die Transistoren Q3 und Q4 durchfliessenden Ströme gleich sind, sind auch die
Basis-Emitter-Spannungsabfälle VR„ dieser Transistoren gleich
(die als gepaart vorausgesetzt werden) und die Potentialdifferenz zwischen den Basen der Transistoren Ql und Q2 ist null.
Wenn der Eingangsstrom erhöht wird, überschreitet der Strom im Transistor Q3 den Strom im Transistor Q4 und der Basis-Emitter-Spannungsabfall
VßF des Transistors Q3 nimmt zu während
der des Transistors Q4 abnimmt. Diese Differenzspannung erscheint
an den Basen der Transistoren Ql und Q2, so daß der Transistor Ql mehr und der Transistor Q2 weniger Strom führen.
Eine Analyse der Schaltungsanordnung zeigt, daß der Eingangsstrom ITM gleich der Summe des Basisstromes I, des Transistors
Ql zuzüglich des Kollektorstroms Ic3 und des Baässtroms Ib3
des Transistors Q3 ist, also
1IN= Xbl + 1C3 + Xb3 '
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Der Kollektorstrom des einen von zwei Transistoren, die mit ihren Emittern an eine gemeinsame Quelle für einen Strom I0 an
geschlossen sind, ist I = α I f (V]3), wobei α derjenige
Teil des Emitterstromes, der den Kollektor erreicht und damit also gleich 3/(ß + 1) ist, β die gemeinsame Emitterflußstrom
Verstärkung bedeutet
dabei sind V-,, und V_,o die Potentiale an den Basen der Transistoren
Ql und Q2, und h = kT/q. k ist die Boltzmanh^sche
Konstante, T die absoi
Ladung des Elektrons.
Konstante, T die absolute Temperatur in ° Kelvin und q die
Der Kollektorstrom I . des Transistors Ql kann also wie folgt
durch den Quellenstrom I ausgedrückt werden:
1C3 - «l 1X f <Vb>·
In entsprechender Weise kann der Kollektorstrom des Transistors Ql durch den Str<
gedrückt werden:
Ql durch den Ström IA der Konstantstromquelle wie folgt aus-
a3 IAf (Vb)
Der Basisstrom des Transistors Q3 ist
Ib3 = («3 /ß3) IA f (Vb)..
I1 kann in JÜahängigkeit von IA und Ιχ wie folgt dargestellt
werden: .
- {a5 1A + ^ 1A+ ^ 1X
> f (V
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Ein Vergleich mit dem Kollektorstrom I .. , der gleich ΐηττΓΤ,
I1n ist", ergibt:
1OUT = al 1X (l)
1IN a3 1A + ^3 1A + ^l 1X
• B3 B1
Die Gleichung (1) kann wie folgt timgeschrieben werden:
ο, ΙΛ α_ I. ,
"l 1X «3 «1 1K h
Die Gleichung (2) kann wie folgt weiter vereinfacht werden:
1OUT _
_
IN 1A 1 1 1X
1X 3I 3I 1A
Im Idealfall soll I0UT gleich I1n (^/Ix)"1 / mit anderen
Worten gesagt ,sollte 1Q1Jm gleich I_ multipliziert mit dem
gewählten Verhältnis der Werte der Ströme I und IÄ , also unabhängig
von den Transistorparametern sein. Alle Glieder des zweiten Faktors im Nenner der Gleichung (3) mit Ausnahme der ι
verursachen also Fehler. Der zur 1 hinzukommende Fehlerterm in der Gleichung (3) ist also
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»ι β 1
Eine Betrachtung des Fehlerterms zeigt, daß er einen, statischen
Fehler (1/ßj)· und einen Kreuzmodulationsfehler (1/S1) ^χ/1
der vom Verhältnis IX/IA abhängt, enthält. Der statische
Fehler beruht auf dem von den Differenzverstärkertransistoren Ql
und Q2 gezogenen Basisstrom. Der Eingangsstrom fliesst nämlich nicht ganz in den Transistor Q3, sondern zu einem Teil auch
in den Transistor Ql (infolge von dessen englichem Beta-Wert)
und der in den Transistor Ql fließende Stromanteil führt zu einem Fehler.
Der Kreuzmodulationsfehler hat seine Ursache ebenfalls in dem endlichen Beta-Wert der Transistoren und entspricht teilweise
demjenigen Anteil des Emitterstromes, der sich nicht im Kollektorstrom niederschlägt. Die Transistoren Q3 und Q4 erzeugen
beispielsweise bei einer Eingangssignaländerung eine Änderung der Basisspannungen am Differenzverstärker, die bezüglich der
gewünschten Änderung der Basisspannungen falsch ist.
In Figur IO auf Seite 371 der obenerwähnten Arbeit ist ausserdem
die Steuerung der bekannten Schaltungsanordnung durch Emitterverstärker dargestellt. Diese Emitterverstärker verringern die oben erwähnten Fehler jedoch nicht. Wenn an die Emitterverstärker eine Spannungsquelle angelegt wird, setzen sie
die angelegte Signalspannung in einen Emitterstrom um, der
den Eingangsstrom I1n der Schaltungsanordnung gemäss Figur 1
liefert. Wenn das Eingangssignal der Emitterverstärker von einer Stromquelle kommt, ist der resultierende Ausgangsstrom
der Transistoren ß-abhängig und der Ausgangsstrom ist deshalb ebenfalls ß-abhängig. Wenn einem Emitterverstärker also ein
1 1 OQ
Eingangssignalstrora zugeführt wird, ist die Schaltungsanordnung
nicht unabhängig von ß. In der Praxis besteht sogar eine direkte Abhängigkeit vom ß'-Wert des zusätzlichen Transistors
.
Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, die obenerwähnten Mangel zu beseitigen und sowohl
die Genauigkeit einer Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art zu erhöhen als auch die Vorspannung und/oder Verstärkung
einer solchen Schaltung zu steuern.
Diese Aufgabe wird gemäss einem bevorzugten Ausf iihrungsbeispiel
der Erfindung durch eine elektrische Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art gelöst, die gekennzeichnet ist
durch einen dritten Transistor, dessen Basis mit dem Kollektor des ersten Transistors an eine erste Eingangsklemme der Schaltungsanordnung
angeschlossen ist und dessen Emitter mit der Basis des ersten Transistors und der Steuerelektrode des ersten
Stromweges gekoppelt ist und durch einen vierten Transistor, dessen Basis mit dem Kollektor des zweiten Transistors an eine
zweite Eingangsklemme angeschlossen ist und dessen Emitter mit der Basis des zweiten Transistors und der Steuerelektrode des
zweiten Stromweges gekoppelt ist.
Bei dieser Anordnung der vier Transistoren wird die Aufteilung
des Stromes auf die beiden Stromwege in Abhängigkeit von der Signaldifferenz zwischen den beiden Eingangsklemmen exakt und
Stabil gesteuert.
Der Erfindungsgedanke wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert,
es zeigen:
1 ÖS
Figur 1 die oben schon diskutierte bekannte Schaltungsanordnung; . ' ■
Figur 2 ein Schaltbild einer Verstärkerstufe gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Figur 3 ein Schaltbild einer Multiplizierschaltung, die
Verstärkerstufen gemäss Ausführungsbeispielen der Erfindung
enthält.
Die in Figur 2 als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellte Differenzverstärkerstufe enthält zwei Transistoren
und 2, deren Emitter miteinander und mit einer Klemme einer Stromquelle 3O verbunden sind, deren andere Klemme 22 auf
einer Spannung von -V Volt liegt. Die Kollektoren der Transistoren 1 und 2 sind über Impedanzen Rl bzw. R2 an eine Klemme
angeschlossen, die auf einem Potential von +V Volt liegt. Zwei weitere Transistoren 3 und 4 sind mit ihren Emitterelektroden an die eine Klemme einer Stromquelle 36 angeschlossen, deren
andere Klemme mit der Klemme 22 verbunden ist. Mit dem Kollektor des Transistors 3 ist eine Eingangsklemme 21 und die Basis
eines Transistors 5 verbunden, dessen Emitter an die Basen der Transistoren 1 und 3 angeschlossen ist. Der Kollektor des Transistors
4 ist mit der Basis eines Transistors 6 an eine auf Masse liegende Klemme 20 angeschlossen. Der Emitter des Transistors
6 ist mit den Sasen der Transistoren 2 und 4 verbunden. Die Kollektoren der Transistoren 5 und 6 sind mit der
Klemme 24 verbunden.
Zwischen den Klemmen 21 und 22 ist eine Stromquelle 42 geschaltet,
die einen Eingangssignalstrom I1n liefert.
Bei einer Schaltungsanordnung gemäss Figur 2 ist die Summe
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der durch die Emitter der Transistoren 1 und 2 fliessenden
Ströme gleich dem von der Stromquelle 30 gelieferten Strom I und die Summe der durch die Emitter der Transistoren 3 und 4
fliessenden Ströme ist gleich dem von der Konstantstromguelle gelieferten Strom 1^. Wenn man annimmt, daß die durch die Transistoren
3 und 4 fliessenden Ströme gleich sind und daß die Transistoren gepaart sind, sind die Basisemitterspannungsabfälle
VßE der Transistoren 3 und 4 gleich. Die Basisspannungen der
Transistoren 1 und 3 sind daher gleich dem der Transistoren 2 und 4 und wenn die Transistoren 1 und 2 gepaart sind, sind
die in diesen Transistoren fliessenden Ströme einander gleich und gleich der Hälfte von I .
Der Signalstrom I ist gleich dem Kollektorstrom I ., des Transistors
3 zuzüglich des Basisstromes Ib5 des Transistors 5. Der
Basisstrom I, r ergibt einen Emitterstrom IE5r von dem ein Teil
in die Basis des Transistors 1 und ein Teil in die Basis des Transistors 3 f Hessen (I„5 = I, 3 + I. .) . Ij33 und I - ergeben
zusammen den Emitterstrom IE3· Wenn I„_ grosser als die Hälfte
von I- ist, also grosser als IA/2' so *-st der vora Transistor 4
gelieferte Emitterstrom um denjenigen Betrag kleiner als die Hälfte von I. um den I„3 den Wert Iw2 überschreitet. Die
Summe dieser beiden Ströme ist also immer gleich I,. .
Die Bas is-Emitter-Spannung V_,_ eines Transistors ist eine
Funktion des den Transistor durchfliessenden Stromes. Wenn I _
grosser als 1„. ist, ist der Basis-Emitter-Spannungsabfall VßE
des Transistors 3 grosser als der Basis-Emitter-Spannungsabfall VßE4 des Transistors 4. Umgekehrt ist VßE3 kleiner als
VBE4 wenn 1ES kleiner als xe4 ist*
Die die Transistoren 3 und 4 durchfliessenden Ströme bestimmen die zwischen den Basen der Transistoren 1 und 2 auftretende
Differenzspannung und steuern dadurch die diese Transistoren durchfliessenden Ströme.
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Bei der Schaltungsanordnung gemäss Figur 2 ist der In den
Transistor 5 oder 6 fliessende Basisstrom offensichtlich ein
wesentlich kleinerer Teil des Eingangsstroms als bei der bekannten Schaltung. Ferner werden Störungen der Eingangsschaltung
durch Schwankungen I„ um das Produkt der JJtromverstärkungsfaktoren
der Transistoren 1 und 5 verringert.
Welche Vorteile bei der Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung
im speziellen erreicht werden, lässt sich am besten anhand einer quantitativen Analyse einsehen, bei der 1C1(1OUT^ in
hängigkeit von I_N ausgedrückt wird und die Ergebnisse mit dem
Stand der Technik verglichen werden. -
Der Kollektorstrom I , des Transistors 1 des Differenzverstärkers
el
kann in Abhängigkeit vom Strom I , der von der gemeinsamen Emit-
1X
terstromquelle geliefert wird (wie oben beschrieben) wie folgt ausgedrückt werden: " .
1Cl - °VVf
<Vb>
Der Basisstrom I, . ist gleich dem Köllektorstrom geteilt durch
Beta:
I - -Si (5) ■ ■ ■
bl " ßl
Der Kollektorstrom I3 des Transistors 3 kann als Funktion des
Stromes I der Stromquelle 36 wie folgt ausgedrückt werden;
I „ = ao.IA.f (VJ (6)
C* Λ ΛΑ ΓΙ
Der Basisstrom I,-. des Transistors 3 lässt.sich dann wie folgt
schreiben:
ο λ ο Q /. o y i 1 π
if · 1A · f <V
Der Emitterstrom IE5 des Transistors 5 ist gleich Ifa_ + Ib
und der Basisstrom I. ,. ist gleich dem Emitterstrom geteilt durch (ß5 + 1) dieses Transistors:
τ - 1JJl * Jb3 (8)
1V+ x
Der Eingangsstrom Ijn/ der in den Schaltungsknotenpunkt 21
fliesst ist gleich dem Kollektorstrom I _ des Transistors und dem Basisstrom I, c des Transistors 5:
ob
1IN
Durch Substitution der Gleichungen 5, 6, 7 und 8 in die Gleichungen
9. erhält man:
«3 1A + 1A + ppr I f tvb>
Für die Abhängigkeit von I . =1 von I „ erhält man:
1OUT = ^x
1IN (11)
«3 IA + ix
(ß5 + ι) a H1 (e5 + i)
o y 1 1 π
Teilt man Zähler und Nenner der Gleichung (11) durch
I , so ergibt sich: .
.■■■"■ (12)
1OUT _ . 1 .
a3 1A + «3 \+ 1 ·
1X al *3
<*5 + X) 1X
Setzt man für den ersten Term "3Za1 in Gleichung (12) den
Ausdruck
U■ .
O1 O1 ß3 O1 B3
der sich zu . 1 - α3
reduzieren lässt, so erhält man :
__; TT+ _L _ J 4. -■ + *■ __■ X
1X ßl 8I e3 αι ß3 (ß5 + 1] ßl(ß5+ 1):IA
Vereinigt man den zweiten unddritten Term im Nenner der Gleichung
(13) so ergibt sich:
T ' (14)
OUT _ __;
1IN 1A ß3 _ ßl «3 ι χ .
Jl T+) + «Ϊ 33(ß5+l) + ßl
Eine Betrachtung der Gleichung (14) zeigt, daß wie beim Stand der Technik ein statischer Fehler und ein Kreuzmodulationsfeh-
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ler vorhanden sind. Im Gegensatz zu der bekannten Schaltungsanordnung
sind diese Fehler hier jedoch wesentlich kleiner. Der statische Fehler besteht aus zwei Terraen
und
erste Term (ß3 _ B1) /G1 (ß3 1J, zeigt, daß die Differenz
der Beta-Werte der Transistoren 1 und 3 zu einem Fehler führen. Im Gegensatz zum Stand der Technik ist dieser Fehler jedoch
gleich der Differenz (B3 — P1) zweier nahezu gleicher Grossen
geteilt durch etwas mehr als das Produkt {ßi (ßa+ij } der
a3
beiden Terme. Der zweite Term - :
kann durch
al P3(P5 + L)
den Ausdruck l/ß3 (ß5 + i) angenähert werden. Dieser zweite
Term ist normalerweise wesentlich kleiner als der erste Term und um den Faktor JB kleiner als beim Stand der Technik. Dieser
Fehlerterm beruht auf dem Teil des Eingangsstromes I_N der
in die Basis des Transistors 5 , nicht jedoch in den Kollektor des Transistors 3 fliesst. Der resultierende Wert des statischen
Fehlers ist also wesentlich kleiner als bei der bekannten Schaltungsanordnung.
Der Kreuzmodulationsfehler
ß! (ß5 + 1) IÄ
ist um den Faktor ((J5 + 1) kleiner als beim Stand der Technik.
Der wesentlichste Fehler wird also erheblich herabgesetzt. Wie unten noch genauer erläutert wird, ist es im Falle daß I
ein zeitlich veränderliches Signal ist und ebenfalls ein Eingangssignal sein kann, sehr wünschenswert, daß sich die
Schwankungen dieses Signals nicht im Stromkreis des Eingangssignals ITM auswirken, sonst muss nämlich das der Eingangs-
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klemme 21 zugeführte Eingangssignal den an der Klemme 21 auftretenden
Teil von I liefern, was einen Fehler verursacht. Wegen der Verringerung des Kreuzmodulationsterms ist es offensichtlich,
daß die Basisströme der Transistoren 5 und 6 durch änderungen der Stromquellensignale weniger beeinflusst werden
als bei der bekannten Schaltungsanordnung.
Figur 3 zeigt eine Multiplizierschaltung, die Differenzverstärkerstufen
gemäss Ausführungsbeispielen der Erfindung enthält.
Die Schaltung enthält einen ersten Verstärker I mit Transistoren IA und 2A in Differenzschaltung, die mit ihren
Emittern zusammen an einen Transistor 3OA, insbesondere dessen Kollektor, angeschlossen sind, der durch einen einer Klemme
3 zugeführten Strom Ij1J3- so vorgespannt ist, daß ein
konstanter Strom in die Emitter fliesst. Die Basen der Tran^
sistoren IA und 2A sind mit den Basen von Transistoren 3A
bzw. 4A verbunden. Die Emitter der Transistoren 3A und 4ä sind zusammen an den Kollektor eines Transistors 36A angeschlossen,
der so vorgespannt ist, daß ein konstanter Strom in die
Emitter fliesst. Der Kollektor des Transistors 3A ist mit der Basis eines Transistors 4A und einer Eingangsklemme 2 verbunden,
der ein Eingangsstromsignal I zugeführt wird. Die Kollektoren der Transistoren 4A und 5A und der Kollektor sowie die
Basis eines Transistors 6A sind mit einem Bezugspotential , bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel Masse, verbunden.
Der Emitter des Transistors 5A ist über zwei zur Spannungspegel_ verschiebung dienende in Flußrichtung vorgespannte Dioden D
und DTO an die Basen der Transistoren IA und 3Ά angeschlossen.
Der Emitter des Transistors 6A ist in entsprechender Weise über Dioden D„,. und D„T:. an die Basen der Transistoren 2A und 4A
angeschlossen. Die beiden Dioden in den jeweiligen Emitterzweiggn
ergeben einen Spannungsabfall, der ausreicht , um einen Betrieb der Differenzverstärker trans Lstoren IA und 2A iia Sätti-'■jungsbereich
zu verhindern.
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Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnungen mit den Pegelverschiebung
sdioden ist immer noch ähnlich der der Schaltungsanordnung gemäss Figur 2, die Potentiale an den Basen der Transistoren
IA und 3A bzw. 2A und 4A liegen jedoch um drei Basis-Emitter-Spannungsabfälle (3 χ V__) unter dem Potential
BL·
an der Eingangsklemme 2 bzw. Masse. Hierdurch wird eine Sättigung
der Transistoren IA und 2A verhindert, da ihr Kollektorpotential um zwei V -Spannungsabfälle unter Massepotential
gehalten wird.
Der Kollektor des Transistors IA ist mit einer zweiten Differenzverstärkerstufe
2 verbunden, während der Kollektor des Transistors 2A an eine dritte Verstärkerstufe III angeschlossen ist.
Diese Verstärkerstufe ähneln der Schaltungsanordnung gemäss Figur 2. Die Differenzverstärkerstufe II enthält Transistoren IB
und 2B, deren Emitter zusammen an den Kollektor des Transistors IA angeschlossen sind, während die Verstärkerstufe I Transistoren
IC und 2C enthält, die zusammen an dem Kollektor des Transistors 2A angeschlossen sind. Die Basen der Transistoren
IB und IC sind zusammen an die Basis eines Transistors 3B und
den Emitter eines Transistors 5B angeschlossen. Die Basis des Transistors 5B ist mit dem Kollektor des Transistors 3B an
der Klemme 13 verbunden, der ein Stromsignal I zugeführt wird. Die Basen der Transistoren 2B und 2C sind über Widerstände
R,, bzw. R,c mit der Basis des Transistors 4B und dem Emitter
14 ίο
des Transfetors 6B verbunden. Der Kollektor des Transistors 4B
ist mit dem Kollektor und der Basis des Transistors 6B verbunden, die an Masse liegen. Die Emitter der Transistoren 3B und
4B sind zusammen an den Kollektor eines Transistors 36B angeschlossen,
der in Flußrichtung vorgespannt ist und einen konstanten Strom an die Emitter liefert.
Die Kollektoren der Transistoren 2B und IC sind zusammen an
den Kollektor eines pnp-Transistors 40 und die Basis eines
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pnp-Transistors 41 angeschlossen* die einen Teil eines ersten
Stromspiegels bilden. Der Emitter und die Basis eines Transistors 4IA bzw. 4OA sind an die Kathode einer Diode 42A angeschlossen.
Der Emitter des Transistors 4OA und die Anode der Diode 42A sind über Stromausgleichs- oder Symmetriewiderstände
an eine +V Volt führende Klemme angeschlossen. Die Kollektoren der Transistoren IB und 2B sind zEtsanBiien an den Kollektor eines
Transistors 4OB und die Basis eines Transistors 4IB angeschlossen,
die Teile eines zweiten Stromspiegels bilden. Die Basis des Transistors 40B ist zusammen mit dem Emitter des Transistors
41B an die Kathode einer Diode 42B angeschlossen. Der
Emitter des Transistors 40B und die Anode der Diode 42B sind
über Strombegrenzungswiderstände an die Klemme 12 angeschlossen.
Man beachte, daß die in Figur 3 dargestellten Dioden aus Transistoren bestehen, bei denen Basis- und Kollektor kurzgeschlossen
sind.
Der Kollektor des Transistors 4IA ist mit der Basis eines
Transistors 50 verbunden, der einen Teil eines dritten Stromspiegels bildet. Die Kollektoren der Transistoren- 41 und 50
sind zusammen an eine AusgangskleHKRe IO angeschlossen, an der
das Produkt der Eingangssignale I und I verfügbar is±.
Die Kollektor-Basis-Strecke eines Transistors 51 ist der Basis-Emitter-Strecke
des Transistors 5O parallelgeschaltet. Emitter und Basis der Transistoren 50 bzw. 51 sind an. die Anode eines
als Diode geschalteten Transistors 52 angeschlossen. Der Emitter des Transistors 51 und die Kathode der Diode 52 sowie die
Emitter der Transistoren 3OA, 36ä vmd 36B sind über strombestimmende Widerstände mit einer Klemme 4 verbunden, an der
eine Spannung von -V Volt liegt. -
Die Ruheströme für die Multiplizierschaltung werden durch einen
Stromquellentransistor 64 und den die Transistoren 60,61,62 und 63 enthaltenden Stromspiegel geliefert. Der Transistor 6 4
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ist in derselben Weise in Flußrichtung vorgespannt, wie die anderen Stromquellen (3OAf 36A, 36B) und sein Kollektor ist
mit dem Kollektor des Transistors 60 sowie den Basen der Transistoren 61 und 62 verbunden. Die Kollektoren der Transistoren
61 und 62 sind mit den Basen der Transistoren 5A bzw. 5B verbunden. Die Kollektorströme der Transistoren 61 und 62 bestimmen
die Ruhestrombedingungen, wenn die Eingangssignale null sind. Die Emitter der Transistoren 61 und 62 sind über Stromausgangswiderstände
mit der Basis des Transistors 16 und der Kathode des als Diode geschalteten Transistors 63 verbunden.
Der Emitter des Transistors 60 und die Anode des Transistors sind über strombestimmende Widerstände mit der Klemme 12 verbunden.
Eine Betrachtung der Arbeitsweise der Multiplizierschaltung gemäss Figur 3 lässt die Vorteile erkennen, die sich durch die
Verwendung von Schaltungsanordnungen höherer Genauigkeit ergeben.
Angenommen der Transistor 3OA erzeuge einen konstanten Strom I30Ä
und im symmetrischen Zustand (I = 0) sei der Strom durch den Transistor IA gleich dem Strom durch den Transistor 2A und
damit gleich Ι-,-,ρ . Nimmt man nun an, daß I zunimmt und den
Kollektorstrom des Transistors IA um einen bestimmten Betrag anwachsen lässt, während der Kollektorstrom des Transistors 2A
um denselben Betrag abnimmt. Die Änderung des KollektorStroms
ist, wie oben erläutert wurde, ungefähr gleich ΔΙ multipliziert
mit dem Verhältnis von I3^ zu I3^ {Δ iclA ^ ΔΙχ.Ι30Α }
(wobei Ι·36Α der von der Konstantstromquelle 36A gelieferte
Strom ist). Als Folge davon ist der dem Verstärker II mit den Transistoren IB und 2B zugeführte Emitterstrom grosser als der
vom Verstärker III mit den Transistoren IC und 2C zugeführte Strom.
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Es sei nun angenommen, daß der der Klemme 13 zugeführte Signalstrom I grosser als O sei» Der Strom durch die Transfetoren IB
und IC nimmt dann zu, während die Ströme durch die Transistoren
2B und 2C abnehmen. Der Kollektorstrom des Transistors IB wird
mit dem Kollektorstrom des Transistors 2B zum Strom Ix., summiert.
und in entsprechender Weise wird der Kollektorstrom des Transistors 2B mit dem Kollektorstrom des Transistors ic zum Strom
IK2 summiert. Die Summierung der Ströme von den komplementären
Seiten der Differenzverstärker gewährleistet/ daß wenn I oder I null sind, daß die Ausgangsströme gleich, die Differenz
zwischen den beiden Strömen null und das an der Ausgangsklemme
10 der Multiplizierschaltung erzeugte Ausgangssignal ebenfalls null ist.
Wenn I jedoch grosser als null ist, leitet die Differenzstufe
mit den Transistoren IB und 2B 4es Verstärkers II mehr Ruhestrom
als. die Differenzstufe mit den Transistoren IC und 2C
des Verstärkers 3» während der Basisstrom (in den Transistoren
3B und 4B) für beide Verstärker II und III gleich ist. Als Folge davon wird die Signalverstärkung des Verstärkers II grosser
sein als die des Verstärkers III. Es resultiert ein Differenzstrom
, der mit Hilfe der drei Stromspiegel einen Ausgangsstrom
an der Klemme 10 erzeugt, der das Produkt von Ιχ und I
ist. ■
Man beachte, daß das Signal I zuerst durch den Verstärker I
verarbeitet wird und daß das Ausgangssignal des Verstärkers I zusammen mit dem Signal I durch die Verstärker II und III verarbeitet
wird. Die Ausgangssignale der Verstärker II und III werden
dann summiert und die Gleichstrom- oder Ruhekomponenten werden subtrahiert, bevor an der Ausgangsklemme 10 ein Nettoausgangssignal
erzeugt wird.
Fehler, die bei der Verstärkung des Signales entstehen, werden also durch die Stufen multipliziert und wenn grosse Zahlen von-
209 84 271 10
22T64Q9
einander subtrahiert werden, nimmt die Fehlerwahrscheinlichkeit
zu. Es ist daher von grossem Vorteil, wenn man Stufen verwendet, bei denen die Fehler um eine Grössenordnung oder mehr kleiner
sind als bisher.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen enthalten die Verstärker
bipolare npn-Transistoren. Selbstverständlich könnte man auch pnp-Transistören oder andere bekannte Typen von Transistoren
verwenden.
Es war angenommen worden, daß die Stromquelle 36A und 36B konstant
sei. Diese Stromquellen könnten mit dem Transistor 64 jedoch ebenfalls geändert werden, um das Multiplikatorverhältnis
stetig oder digital zu variieren.
Die dargestellten Verstärker sind Stufen mit unsymmetrischem Eingang, bei denen der einen Seite ein Stromsignal zugeführt
wird, während die andere Seite an Masse liegt. Selbstverständlich kann die an Masse geschaltete Seite der dargestellten Verstärker
auch statt an Masse an eine Spannungsquelle angeschlossen werden, die eine von Massepotential verschiedene, gegebenenfalls
sogar zeitlich veränderliche Spannung liefert.
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