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Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung Die Erfindung bezieht sich
auf eine Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung zur formschlüssigen Verbindung
zweier Teile, insbesondere zur Koppelung von Leitern, Fahrzeugen u.dgl. mittels
eines Kupplungsstückes, das mit einem oder beiden Teilen lösbar zu verbinden ist,
und betrifft eine einfache und betriebssichere Ausgestaltung eines derartigen Verbindungsgliedes.
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Kupplungsvorrichtungen zur Verbindung zweier Teile sind bereits in
einer großen Anzahl unterschiedlicher AusfUhrungen bekannt, Vielfach werden dazu
insbesondere zur Koppelung von Fahrzeugen an einem der Teile schwenkbar befestigte
Haken benutzt, die zwar einfach einzuhängen sind, die aber, sofern keine zusätzliche
Sicherung in Form von Steckbolzen od.dgl. vorgesehen wird, eine betriebssichere
Verbindung nur unter Last gewährleisten, da die Hakenverbindung mitunter durch Erschütterungen
selbsttätig gelöst wird.
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Bei andersartigen Verbindungen sind vielfach an beide der zu kuppelnden
Teile besondere Haltevorrichtungen vorzusehen oder zusätzlich anzubringen, an denen
Kupplungsstücke oder Verbindungsglieder zu befestigen sind, um eine Koppelung im
Bedarfsfall bewerkstelligen zu können. Der Bauaufwand und vor allem die Handhabung
der bisher bekannt gewordenen Kupplungsvorrichtungen ist somit erheblich, da oftmals
aufwendige Vorkehrungen zur Sicherung der Verbindung zu treffen sind, durch die
wiederum die Herstellungskosten erhöht und die Verwendbarkeit beeinträchtigt wird.
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Es ist daher Auf gabe der Erfindung, eine Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung
der vorgenannteh Art zu schaffen, die die Nachteile der bisher bekannt gewordenen
Ausführungen nicht aufweist, und die bei einfacher konstruktiver Ausgestaltung ohne
großen Bauaufwand und damit fertigungstechnisch und wirtschaftlich günstiger Herstellung
eine betriebssichere Verbindung zwischen zwei Teilen ermöglicht. Die Handhabung
soll dabei, ohne daß zusätzlzche Sicherungsvorrichtungen oder eine besondere Gestaltung
der zu verbindenden Teile notwendig ist, sehr rasch und leicht vorzunehmen sein,
so daß eine vielseitige und vorteilhafte Verwendbarkeit gegeben ist.
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Gemäß der Erfindung wird dis dadurch erreicht, daß das Kupplungsstück
an einem oder beiden Enden mit einer winkeligen oder U-förmigen husuehaung zur Aufnahme
des mit diesem au verbindenden Teils versehen ist, und daß
an dem
mit einer Ausnehmung versehenen Ende des Kupplungsstückes an diesem ein oder mehrere
in das zu verbindende Teil einhängbare Haken schwenkbar befestigt sind, die in Achsrichtung
des Kupplungsstückes verrastbar sind, Zweckmäßig ist es hierbei, aus fertigungstechnischen
Gründen, das Kupplungsstück aus einem Mehrkantprofil, vorzugsweise einem Vierkantprofil,
herzustellen und die an dessen einem oder beiden Enden vorgesehenen Ausnehmungen
durch Aussparung des Ober- oder Unterteils und/--oder der Seitenteile des Profils
zu bilden.
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Zur schwenkbaren Lagerung der an den Enden des Kupplungsstückes angebrachten
Haken ist es vorteilhaft, in dieses eingesetzte Gelenkbolzen od.dgl. vorzusehen,
auf denen die Haken verdrehbar gehalten sind und die zur Verrastung der Haken mit
aufschraubbaren, auf diese unmittelbar oder über Zwischenglieder einwirkende Muttern,
vorzugsweise Flügelmuttern, mit Klemahebeln oder ähnlichem versehen sind.
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Die an den Enden des Kupplungsstückes angebrachten Haken können in
Ausnehmungen des Kupplungsstückes eingesetzt oder seitlich neben diesem angeordnet
werden.
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Des weiteren ist es zweckmäßig, um unterschiedliche Abstärke zwischen
den zu verbindenden Teilen auf einfache Weise auszugleichen, das Kupplungsstück
in seiner axialen
Erstreckung verstellbar auszubilden, indem dieses
beispielsweise aus zwei ineinander geführten und miteinander verrastbaren Beuteilen
zusammengesetzt wird.
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Außerdem ist es, damit die Haken leicht zu verschwenken sind, angebracht,
die Haken mit einem vorzugsweise durch eine Abbiegung geschaffenen abstehenden Ansatz
zu versehen.
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Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung
- zur formschlüssigen Verbindung zweier Teile zeichnet sich nicht nur durch einen
äußerst einfachen konstruktiven Aufbau und nur wenige Bauteile aus, sondern auch
durch eine sehr einfache Handhabung.
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Wird nämlich das Kupplungsstück an den Enden mit Ausnehmung versehen,
wobei das Kupplungsstück mit einem Ende auch fest mit einem der zu verbindenden
Teile verbunden sein kann, in die diese Teile eingesetzt werden, und werden außerdem
schwenkbar gelagerte und verrastbare, in das zu verbindende Teil einhängbare Haken
vorgesehen, so ist es möglich, bei entsprechender Ausgestaltung der Ausnehmungen
das Kupplungsstück zur Verbindung für nahezu jeden Zweck zu verwenden. Dabei ist
lediglich, um eine feste Verbindung herzustellen, das Kupplungsstück zwischen die
Teile einzuführen und die Haken sind zu verschwenken und zu arretieren, so daß in
sehr kurzer Zeit ohne Schwierigkeiten und ohne weitere Hilfsmittel eine Kupplung
möglich ist.
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Zusätzliche Sicherungen sind, damit ein selbsttätiges oder ungewolltes
Lösen der Verbindung vermieden wird, dazu nicht erforderlich, vielmehr wird das
mit dem Kupplungsstück verbundene Teil von diesem und dem Haken nahezu ganz umfaßt
und; da der Haken arretiert ist, kann sich das gekuppelte Teil gegebenenfalls um
seine Achse in der auf diese Weise geschlossenen Ausnehmung zwar bewegen, so daß
im Bedarfsfall auch eine Gelenkverbindung möglich ist, ein Lösen ist jedoch ausgeschlossen.
Die gemäß der Erfindung ausgestattete Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung ist
somit in vielseitiger Weise zur formschlüssigen Verbindung von Teilen, insbesondere
zur Koppelung von Leitern, Fahrzeugen u.dgl. verwendbar und gewährleistet eine stets
sichere und zuverlässige Verbindung der Teile.
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Weitere Einzelheiten der gemäß der Erfindung ausgebildeten Kupplungs-
und Verriegelungsvorrichtung sind den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen,
die nachfolgend im einzelnen erläutert sind, zu entnehmen. Hierbei zeigt: Fig. 1
eine Kupplungsvorrichtung zur Verbindung zweier Teile in Ansicht Fig. 2 die Kupplungsvorrichtung
nach Fig.l in Draufsicht und Fig. 3 zwei mit Kupplungsvorrichtungen miteinander
verbundene Leiterteile.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte und mit dem Bezugszeichen 1 versehene
Kupplungs- und Verriegelungsvorrichtung zur formschlüssigen, lösbaren Verbindung
der in ihrer Querschnittsform unterschiedlichen Teile 2 und 3 besteht im wesentlichen
aus einem Kupplungsstück 11, an dessen beiden Enden Ausnehmungen 12, 13 zur Aufnahme
der Teile 2 bzw. 3 eingearbeitet sind, sowie den schwenkbar gelagerten Haken 18,
19 und 26.
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Die Ausnehmungen 12, 13 sind hierbei winkelförmig bzw. U-förmig gestaltete
indem die nicht bezifferten Seitenteile sowie das Unterteil des quadratischen Mehrkantprofils,
aus dem das Kupplungsstück 11 hergestellt ist, -ntsprechend ausgearbeitet wurden.
Selbstverständlicl ist es auch möglich, die Ausnehmungen 12, wie es strichpunktiert
eingezeichnet wurde, h21bkreisförmig auszubilden.
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Das kreisförmige Teil 2 und das rechteckige Teil 3 liegen somit jeweils
satt an den Unterteilen 14 bzw.
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16 und den Oberteilen 15 bzw. 17 des Kupplungsstückes 11 an und durch
die verschwenkbaren Haken 18, 19 und 26 können die Ausnehmungen 12 bzw. 13 abgeschlossen
werden, so daß die Teile 2 und 3 in Betriebsstellung des Kupplungsstückes fest eingespannt
sind.
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Zur verschwenkbaren Lagerung der die Ausnehmungen 12 abschließenden
Haken 18 und 19, die beidseitig des Kupplungsstückes 11 angeordnet sind, dient ein
in einer Ausnehmung 22 ei-Xgesetæer Schraubenbolzen 20, auf dem
die
Haken 18, 19 verdrehbar gelagert sind. Mittels einer Flügelmutter 21 sind diese,
sobald sie eingehängt sind, fest mit dem Kupplungsstück 11 verspannbar. Damit die
Haken 18, 19 leicht verschtenkbar sind, ist an diesen jeweils ein abstehender, durch
eine Ab biegung geschaffener Ansatz 23 bzw. 24 als Griff angebracht. Der Haken 26
dagegen ist in eine in das Kupplungsstück 11 eingearbeitete, axial gerichtete Ausnehmung
25 eingesetzt und ebenfalls auf einem Schraubenbolzen 27, der in eine Ausnehmung
29 des Kupplungsstückes 11 eingehängt ist, gelagert und kann durch Anziehen der
Mutter 28 arretiert werden.
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Um eine Koppelung der Teile 2 und 3 miteinander herzustellen, ist
lediglich das Kupplungsstück 11 zwischen diese Teile einzusetzen, indem diese in
die in dessen Enden eingearbeitete Ausnehmungen 12 und 13 eingreifen.
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Sodann sind die Haken 18, 19 und 26 in die in Fig. 1 gezeigte Lage
zu verschwenken und durch Anziehen der Flügelmutter 21 bzw. der Mutter 28 sind die
Haken 18, 19 und 26 in ihrer Betriebsstellung zu arretieren. Die Teile 2 und 3 sind
auf diese Weise in den Ausnehmungen 12 und 13 fixiert, wobei sich ggf. das kreisförmige
Teil 2 um seine Achse drehen kann, so daß eine feste und betriebssichere Verbindung
zwischen den Teilen 2 und 3 rasch und auf einfache Weise herzustellen ist.
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Bei drm Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind zwei jeweils nur teilweise
dargestellte Leitern 32 und 33 mittels
zweier Kupplungsvorrichtungen
31 miteinander fest zu verbinden. Zwischen die Leitersprossen 34, 35 sind hierbei
die Kupplungsstücke 41 eingesetzt, wobei die in diese eingearbeiteten Ausnehmungen
42 und 43 die Sprossen 34 bzw. 35 aufnehmen.
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Durch die auf den Bolzen 46 bzw. 48 verschwenkbar gelagerten und seitlich
der Kupplungsstücke 41 angeordneten Haken 44 und 45 sind die Leitern 32 und 33 miteinander
verriegelt. Die Arretierung der Haken 44, 45 im eingerasteten Zustand erfolgt hierbei
mittels Klemmhebel 47 bzw. 49, die durch Verdrehen auf Schrägflächen auflaufen,
so daß lie Haken 44, 45 auf diese Weise fest gegen das Kupplungsstück 11 gepreßt
werden.