DE2211910A1 - Vorrichtung zum elastischen festhalten von skibindungsteilen - Google Patents
Vorrichtung zum elastischen festhalten von skibindungsteilenInfo
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Description
DR. INQ. HANS LICHTI ■ DIPL.-INQ. HEINER LICIiTI
KARLSRUHE-DURLACH · QRÖTZINQER STRASSE 61 *"
TELEFON (0711) 411 24
2296/7I
Willy Suhner, 5200 Brugg/Schweiz
Vorrichtung zum elastischen Festhalten von Skibindungsteilen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elastischen Festhalten von Skibindungsteilen, insbesondere von Sicherheitsskibindungen
mit einem Gelenkviereck, dessen eines Teil mit dem Ski verbunden ist, während die gegenüberliegende Koppel das Skibindungsteil
aufweist und bei dem zwischen zwei sich gegenüberliegenden Gelenkvierecksteilen eine vorgespannte Federkraft angeordnet
ist, die mit mindestens einem Widerlager zusammenwirkt.
Bei Skibindungen stellt sich vielfach die Aufgabe, ein Teil,' beispielsweise einen Sohlenhalter so in einer bestimmten Lage
festzuhalten, daß es erst nach Überwindung einer vorbestimmten
Anfangskraft gegen die Wirkung einer Feder in eine oder vorzugsweise in zwei entgegengesetzte Richtungen bewegt werden kann,
sei es quer oder lotrecht zur Skilängsachse oder in einer anderen Richtung.
Es ist bekannt, das zu verschiebende Teil mittels zweier Lenker an einem mindestens zeitweise skifesten Teil so anzulenken, daß
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ein Gelenkviereck entsteht, dessen Koppel das zu bewegende Teil bildet. Bei dieser Ausführung wird das Gelenkviereck durch
federnde Mittel, die sich auf mindestens zwei der vier Glieder abstützen, in seiner Ruhelage festgehalten,, Es sind dies bei«
spielsweise Kugelverrastungen oder Federn, die sich über ein
Widerlager auf Flächen drehbarer Teile abstützen.
Den bekannten Anordnungen ist eigen, daß bei ihrer Betätigung beachtliche Reibungsarbeit geleistet werden muss, die je nach
Schinierungs» und Vers chmut zungsverhältni ssen stark schwankt.
Dies ist besonders bei Sicherheitsbindungen gravierend, da eine genaue und reproduzierbare Einstellung der Größe der Auslösekraft
nicht möglich ist.
Zweck der Erfindung ist es, eine Vorrichtung des eingangs geschilderten
Aufbaus möglichst reibungsarm zu gestalten. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Widerlager
einem der Gelenkvierecksteile anliegt, sich zumindest von Anbe« ginn des Ausschwenkens der Koppel nur punkti- oder linienförmig
an diesem Teil abstützt, und daß diese Abstützung in einer zur Schwenkebene des Gelenkvierecks normalen Ebene liegt, wobei
sich der Abstand zwischen dieser Abstützung und dem Angriffspunkt der Federkraft am gegenüberliegenden Gelenkvierecksteil
mit zunehmender Verschwenkung der Koppel verkürzt.
Durch diese Ausbildung ist zunächst die beim Ausschwenken der Koppel und damit des Skibindungsteils auftretende und zu überwindende Reibungskraft sehr gering, da die Fläche, auf der die
Kraft übertragen werden muß, auf einen Punkt oder eine Linie reduziert ist. Die zum Verschwenken notwendige Kraft entspricht
praktisch genau der Federkraft, ist somit genau vorherbestinunbar.
Auch eine Verschmutzung der Bindung oder ein unterschiedlicii
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guter Schmierungszustand ist weitgehend ohne Einfluß auf die
der Schwenkbewegung entgegenwirkende SaeattJHfKraft.
Die Federkraft sorgt dafür, daß die Bindung die üblichen Bewegungen des Schuhs dämpfend aufnimmt und ihn stets wieder in die
Ausgangslage zurückdrängt. Handelt es sich um eine Sicherheitsbindung, so kann am Ende des Dämpfungswegs eine Auslösung vorgesehen
sein. Da die Auslösekraft der am Ende des Dämpfungswegs erreichten Federkraft entspricht, ist auch sie praktisch unab«
hängig vom Schmierungs« und Verschmutzungszustand der Bindung.
In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist die punkt- oder linienförmige Abstützung des Widerlagers durch mindestens eine
an ihm angeordnete schneidenartige Kante gebildet, so daß zwischen dem Widerlager und dem Gelenkvierecksteil ähnliche
Verhältnisse wie an den Schneiden einer Waage vorliegen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Federkraft in beiden Wirkrichtungen mit einem Widerlager zusammenwirken,
wobei diese Widerlager schneidenartige Kanten als beim gegenläufigen Verschwenken des Gelenkvierecks wirksame Abstützungen
aufweisen. Vfeisen beide Widerlager mindestens zwei Kanten auf,
die mit Bezug auf die Wirkungsachse der Federkraft in der Ruhelage gleichen Abstand besitzen, so wird dem Verschwenken des
Skibindungsteils nach beiden Richtungen eine gleichgroße Kraft entgegengesetzt. Für den Fall, daß eine Sicherheitsauslösung
vorgesehen ist, erfolgt diese Auslösung in beiden Bewegungsrichtungen bei einer gleichgroßen konstanten Kraft. Das gleiche
Ergebnis kann bei einer anderen Ausführungsform dadurch erreicht
werden, daß das eine Widerlager eine in der Wirkungsachse der Federkraft liegende oder diese schneidende Abstützung, das
andere Widerlager mindestens zwei Kanten gleichen Abstands von der Wirkungsachse aufweist.
Ist in den beiden vorgenannten Fällen die Federkraft verstellbar, so wird eine in beiden Bewegungsrichtungen gleichgroße,
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tare
rV
rV
jedoch verändert Dämpfungskraft bzw. Auslösehärte erreicht.
Statt mit einer verstellbaren Federkraft läßt sich das gleiche Ergebnis erfindungsgemäß dadurch erzielen, daß das eine Wider«
lager mit Bezug auf die Wirkungsachse der Federkraft mehrere paarweise einander gegenüberliegende Kanten aufweist und um die
Wirkungsachse verdrehbar ist. Durch Verdrehen des Widerlagers kann das eine oder andere Kantenpaar zur Abstützung werden, die
je nach Abstand von der Wirkungsachse früher oder später zu einer Verkürzung der Federlänge führen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen beide Wider**
lager eine in der Wirkungsachse liegende Kante und ein Widerlager zumindest eine weitere Kante mit Abstand von der Wirkungsachse
auf. Hierbei sind ferner zwei Garnituren dieser Widerlager ein« schließlich je einer unterschiedlich großen Federkraft parallel
angeordnet, wobei sich die gleichartigen Widerlager jeder Garnitur an gegenüberliegenden Gelenkvierecksteilen abstützen.
In diesem Fall ergibt sich in beiden Bewegungsrichtungen eine konstante, jedoch unterschiedlich große Dämpfungs« bzw, Auslöse»·
kraft, was in manchen Fällen erwünscht ist. Sofern die Federkraft
verstellbar ausgeführt wird, läßt sich die Dämpfungs« bzw. Aus·«
lösehärte in beiden Bewegungsrichtungen unterschiedlich groß wählen.
Diese Möglichkeit ist auch dann gegeben, wenn beide Widerlager jeder Garnitur eine in der Wirkungsachse liegende Kante und je
ein Widerlager zwei oder mehr mit unterschiedlichem Abstand von der Wirkungsachse angeordnete Kanten aufweisen, wobei die letzt«
genannten Kanten jeder Garnitur gegenüber der Wirkungsachse verdrehbar sind. Schließlich können in diesem Fall auch beide Wider*»
lager mit Bezug auf die Wirkungsachse mehrere paarweise einander gegenüberliegende Kanten aufweisen und verdrehbar sein.
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Schließlich können nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Kanten von kontinuierlichen Kurven gebildet sein, so daß
eine stufenlose Verstellung ähnlich wie bei der Verstellung der Federkraft möglich ist.
Der Erfindungsgedanke lässt sich in einer großen Vielfalt von Ausführungsformen realisieren, von denen nachstehend
einige Beispiele anhand der Zeichnung beschrieben sind. Hierbei zeigen:
Figur 1, 2, 3 un<i 6 Schnitte normal zu den Gelenk·«
achsen durch verschiedene Ausführungsbei·»
spiele, wobei das skifeste Teil und die Koppel nur bei Fig. 1 dargestellt sind}
Figur k einen Teilschnitt längs der Linie A«-»A von
Fig« 3i
Figur 5 einen Teilschnitt längs der Linie B~B;
Figur 7 eine Ansicht aus der Pfeilrichtung CwC in
Fig. 6 und
Figur 8, 9 und 10 weitere Varianten analog den Teil·*
schnitten längs der Linie BmB von Fig. 3·
Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 besteht aus einem Gelenkviereck mit einem skifesten Teil 1, an welchem um Gelenke 2 und 3 zwei
Lenker k und 5 drehbar angeordnet sind, die ihrerseits über Ge«
lenke 6 und 7 mit einer Koppel 8 verbunden sind, welche bei»*
spielsweise als Sohlenhalter ausgebildet oder mit einem solchen verbunden ist. An zur Zeichenebene senkrechten Flächen 9 und
der Lenker k und 5, deren Ebenen zweckmäßig die Gelenkachsen
2 bzw. 3 enthalten, liegen Widerlager 11 bzw. 12 an, welche
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zur Zeichenebene senkrechte Kanten 13 und lk bzw. I5 und l6
aufweisen. Das Widerlager 11 ist mit einem Bolzen I7 in einer
Hülse l8 des Widerlagers 12 gleitbar geführt. Eine Druckfeder
19 drückt die Widerlager 11 und 12 gegen die Lenker k bzw. 5.
In der dargestellten Ruhelage (Fig. l) sind die Flächen 9 und
zueinander parallel. Die Widerlager 11 und 12 liegen auf ihrer ganzen Breite den Flächen 9 t 10 an, wobei die Richtung der Fe«
derkraft mit der Achse des Bolzens 17 zusammenfällt. Versucht
man nun die Koppel 8 gegen den Druck der vorgespannten Feder 19 in Richtung des Pfeiles 20 zu verschieben, so wandert der
Kraftangriffspunkt der Feder 19 über das Widerlager 11 am Lenker k gegen die Kante lk, am Lenker 5 gegen die Kante 15 hin.
Wenn die äussere Kraft derart gesteigert wird, daß die Kraftan«
griffspunkte mit den genannten Kanten lk, 15 zusammenfallen,
gelingt es, die Koppel 8 aus der Ruhelage zu verschieben. Beim Steigern der äusseren Kraft über diesen ersten Grenzwert
hinaus tritt eine entsprechende relative Verdrehung der Lenker k und 5 bezüglich der Widerlager 11 bzw. 12 um die Kanten lk
bzw. 15 auf und gleichzeitig verkleinert sich der Abstand
zwischen den Kanten l4 und 15· Dadurch wird die Feder 19 zusammengedrückt,
so daß die zur weiteren Verschiebung der Koppel 8 aufzubringende Kraft zunimmt. Die Verdrehung der Lenker 4 und
5 wird mit steigender äusserer Kraft grosser, wobei die Kraft proportional der Verkürzung der Feder 19 zunimmt. Bei Verwendung
der Koppel 8 als Sohlenhalter eines Sicherheits«Skibindungs«
vorderbackens wird die Koppel 8 so geführt, daß sie erst bei einer Auslenkung von einigen Millimetern plötzlich frei wird
und sich dann praktisch ohne äussere Kraft weiter auslenken läßt und damit die Schuhspitze aus der Bindung freigeben kann
(nicht dargestellt).
Das Öffnen der Sicherheitsbindung erfolgt bei Erreichen einer zweiten Grenzkraft, der Auslösekraft. Deren Änderung erfolgt
- 7 309812/0693
beispielsweise durch Änderung der Vorspannung der Feder 19·
Wird beim Fahren die zweite Grenzkraft, also die Kraft, welche
die Sicherheitsbindung öffnet, nicht ganz erreicht, so geht
bei Nachlassen der Kraft die Koppel 8 wieder in ihre nicht aus« gelenkte Normallage bzwo eine der Kraft entsprechende Mittel«·
lage zurück : Die Sicherheits«Auslösung hat nicht angesprochen.
Die Vorrichtung verhält sich bei der Verschiebung der Koppel 8 aus ihrer Ruhelage in die entgegengesetzte Richtung entsprechend,
viobei aber der Kraft'^cfer *F1eder durch die Kanten 13 und 16 verläuft,
Das Wesentliche liegt nun darin, daß an den Berühungssteilen
der Kanten 13, 14, 15 und 16 bei der Verdrehung der Lenker 4 und 5 sozusagen keine Reibungsarbeit entsteht. Es herrschen dort
ähnliche Verhältnisse wie an den Schneiden einer Waage. Deshalb lässt sich sehr genau vorausbestimmen, bei welcher äusseren
Kraft die Verschiebung der Koppel ti. beginnt (Überschreiten des ersten Grenzwertes der Kraft).
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 weist das Widerlager 27 einen Gewindebolzen 3I auf, mittels welchem über eine Druck«
scheibe 32 die Vorspannung der Feder 19 verändert werden kann
(Änderung des zweiten Grenzwertes der Kraft, der Auslösekraft).
Eine weitere Möglichkeit, die Verschiebekraft (bei Skibindung«
en meist als Auslösehärte bekannt) zu verändern, ist im Aus«
führungsbeispiel gemäss den Fig. 3, 4 und 5 verwirklicht, dessen
innerer Aufbau unsymmetrisch ist.
In einer entsprechenden Ausnehmung des Lenkers 35 ist ein Ring
36 um die Zapfen 37 und 33(Figur3und 4) drehbar. Im Ring 36 ist
eine Hülse 40 mit einem Bund 4l und einem Schraubenschlitz 42 drehbar angeordnet. In deren entsprechend abgeflachter Bohrung
ist ein abgeflachter Teil 44 eines Bolzens 45 gleitbar geführt.
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Der Bolzen 45 bildet die Verlängerung eines Widerlagers 47»
gegen das die anderseits am Bund 4l abgestützte Druckfeder
19 anliegt. Beim Verschieben der Koppel in Richtung des Pfeiles
20 geht die Kraft der Feder 19 durch die Kante 49, während sich
die Kante 43 abhebt und umgekehrt. Auf der Seite des Lenkers geht die Kraft immer durch die gemeinsame Achse der Zapfen 37
und 33.
Ist das Gelenkviereck ein Parallelogramm und liegen die Fläche 9 (Fig. 3) in der Ebene der Gelenkachsen 3 und 6 und die gemeinsame Achse der Zapfen 37 und $ό in der Ebene der Gelenk—
achsen 2 und 7}so entspricht die Verkürzung des Abstandes
zwischen dem Zapfen 37 und der Kante 49 bei Verschiebung in Pfeilrichtung 20 der Verkürzung des Abstandes zwischen dem
Zapfen 37 und der Kante 48 bei entsprechender Verschiebung in
Gegenrichtung. Es herrscht also hinsichtlich der auftretenden Kräfte Symmetrie. Zur Veränderung der Verschiebekraft ist nun
im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 das Widerlager 47 mit einer
Anzahl einander gegenüberliegender Kantenpaare 43, 49, 53, 54 und
55» 56 versehen, von denen durch Drehen am Schraubenschlitz
jedes in Wirklage gebracht werden kann. Die Fläche 51 am Gelenkarm 34 ist dabei auf einen schmalen Streifen reduziert, zu dessen
beiden Seiten Ausnehmungen 58 und 59 den überstehenden Ecken des
Widerlagers 47 beim Auslenken Raum gewähren. Je schmäler die Fläche 51 ausgeführt ist, desto mehr Kantenpaare kann das Widerlager
47 aufweisen.
Es ist augenscheinlich, daß der erste Grenzwert der Auslenkkraft umso geringer wird, je kleiner der Abstand zwischen den Kanten
des gerade in Wirklage befindlichen Kantenpaares 48, 49, 53,
oder 55» 56 ist. Dieser erste Grenzwert sinkt mit verschwindendem
Abstand auf den Wert Null, da die Kante a priori erreicht ist und bei der Auslenkung kein Zusammenpressen der Feder 19 erfolgt.
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η. 9 -*
Auf diese Weise kann beispielsweise die Auslösehärte eines mit der Vorrichtung versehenen Zehenbackens genau reproduzierbar
verstellbar gemacht werden.
Bei Skibindungen wird man vielfach vom idealen Parallelogramm etwas abweichen, um der Koppel eine schwach gekrümmte Bahn zu
verleihen. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist dieser Fall dargestellt. Die Abweichung von der kräftemässigen Symmetrie,
die daraus resultiert, ist aber, namentlich bei nicht allzu« großen Auslenkungen, geringfügig.
Soll die Auslösehärte, d.h. die Steilheit des Kraftanstieges an der Koppel, kontinuierlich verstellt werden können, so wird
man ein Widerlager 6l gemäß Fig. 9 ausführen. Die Kantenpaare
sind durch eine Kurve 63» beispielsweise eine logarithmische
Spirale, ersetzt.
Oft ist es erwünscht, daß sich die Bindung in jeder der beiden Verschieberichtungen verschieden verhält, und daß in jeder
Richtung die Auslösehärte individuell einstellbar ist. Dies ist beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 und 7 der Fall.
Bei diesem sind zwei Federgarnituren (Fig. 6) angebracht. Jede Garnitur besteht aus einem Widerlager 66, einem Verstellbolzen
67j einer Druckscheibe 68, einer Druckfeder 69» und einem
zweiten Widerlager 71» das sich auf eine Schneide 73 des Lenkers
25 abstützt. Das Widerlager 66 weist eine aussenliegende Kante
7k und eine (in Wirklichkeit aus zwei getrennten Abschnitten be·»
stehende) durch die Achse des Bolzens 67 gehende Kante 76 auf, wobei letztere die gleiche Wirkung hat wieein Kantenpaar mit
auf Null reduziertem Abstand. Wird die Koppel (nicht dargestellt) in Pfeilrichtung 20 ausgelenkt, so geht die Kraft durch die
Schneide 73 und die Kante 76, deren Abstand voneinander sich im Fall des Parallelogrammes nicht, in den übrigen vorkommenden
« 10 m
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Varianten nur sehr unwesentlich ändert, so daß es keiner
äußeren Auslösekraft bedarf. Wird entgegen der Pfeilrichtung
20 ausgelenkt, so geht die Federkraft im Moment der Auslösung durch die Schneide 73 und die Kante 7k und die Garnitur verhält
sich wie zu Fig. 3 beschrieben.
Die beiden Garnituren gemäß den Fig. 6 und 7 sind nun so montiert, daß bei jeder Auslenkrichtung nur die eine von
ihnen wirksam wird. Deshalb ist es möglich, die Auslösehärte für jede Auslenkrichtung getrennt einzustellen. Grundsätzlich
wäre es möglich, anstelle des Gewindebolzens 67 zur Verstellung
jeder Garnitur ein Widerlager mit Kanten 7^» ÖO, J2 verschie«
denen Abstandes von der Bolzenachse wie in Fig. 8 vorzusehen, oder ein solches mit einer Kurve 78, wie in Fig. 10 dargestellt.
Sämtliche beschriebenen Varianten sind ohne weiteres auch so ausführbar, daß die federnden Mittel zwischen die Koppel und
das skifeste Teil gespannt sind. Ferner könnten sie alle auch unter Verwendung von Zugfedern verwirklicht werden.
m 11 m
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Claims (1)
- A 2296/71Patentansprüche1.) Vorrichtung zum elastischen Festhalten von Skibindungs« teilen, insbesondere von Sicherheitsbindungen, mit einem Ge« lenkviereck, dessen eines Teil mit dem Ski verbunden ist, während die gegenüberliegende Koppel das Skibindungsteil aufweist, und bei dem zwischen zwei sich gegenüberliegenden Gelenkvierecksteilen eine vorgespannte Federkraft angeordnet ist, die mit mindestens einem Widerlager zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (ll, 12, 27, 47, 66) einem der Gelenkvierecksteile (4, 5» 24, 3^) anliegt, sich zumindest vom Anbeginn des Ausschwenkens der Koppel (8) nur punkt« oder linienförmig (13, l6, l4, I5, 48, 49, 74, 76) an diesem Teil abstützt, und daß diese Abstützung in einer zur Schwenk ebene des Gelenkvierecks (l, 8 ·* 4, 5S 24, 25, 34, 35) normalen Ebene liegt, wobei sich der Abstand zwischen dieser Abstützung und dem Angriffspunkt (15» l6, 37» 3&, 73) der Federkraft (19, 69) am gegenüberliegenden Gelenkvierecksteil (4 bzw. 5» 25, 35)mit zunehmender Verschwenkung der Koppel (8) verkürzt.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die punkt- oder linienförmige Abstützung des Widerlagers (11, 12, 27, 23, 47, 66) durch mindestens eine an ihm angeordnete, schneidenartige Kante (13.» l6, 14, I5, 48, 49, 74, 76) gebildet ist.- 12 «3U9812/06933· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft (19, 69) in beiden Wirkrichtungen mit einem Widerlager (ll, 12, 27, 2ö, 47, 4l, 66, 7I) zusammenwirkt .4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Widerlager (ll, 12, 27> 28, 66, 7I) schneidenartige Kanten (13, l6, l4, I5, 74, 73 bzw. 76, 73) als beim ge« genläufigen Verschwenken des Gelenkvierecks wirksame Abstützungen aufweisen.5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Widerlager (ll, 12) mindestens zwei Kanten (I3i bzw. 15, l6) aufweisen, die mit Bezug auf die Wirkungsachse der Federkraft (I9) in der Ruhelage gleichen Abstand von dieser aufweisen.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Widerlager eine in der Wirkungsachse liegende oder diese schneidende Abstützung, das andere Wider· lager mindestens zwei Kanten gleichen Abstands von der Wirkungsachse aufweist.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft verstellbar ist.o. Vorrichtung nach Anspruch 7> dadurch gekennzeichnet, dnß die Federkraft eine Schraubenfeder (I9) ist, deren eines Ende mit dem einen Widerlager (27) und deren anderes Ende mit einer zwischen den beiden Widerlagern (27t 2ü) angeordneten und gegenüber dieser verstellbaren Scheibe (3~) zusammenwirkt <- 13 -309812/06939· Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Widerlager (47) mit Bezug auf die Wirkungsachse mehrere paarweise einander gegenüberliegende Kanten (48, 49, 53, 54, 55 j 56) aufVeist und um die .Wirkungsachse verdrehbar ist.10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 ** 4, dadurch gekenn« zeichnet, daß beide Widerlager (66, 71) eine in der Wir— kungsachse liegende Kante (73 bzw. 76) und ein Widerlager (71) zumindest eine weitere Kante (74) mit Abstand von der Wirkungsachse aufweisen, und daß zwei Garnituren dieser Widerlager einschließlich je einer unterschiedlich großen Federkraft (69) parallel angeordnet sind, wobei sich die gleichartigen V/iderlager jeder Garnitur an gegenüberliegen« den Gelenkvierecksteilen (24, 25 bzw. 25, 24) abstützen»11. Vorrichtung nach einain der Ansprüche 10, dadurch gekenn·«, zeichnet, daß die Federkraft (69) jeder Garnitur getrennt verstellbar ist.12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß beide Widerlager eine in der Wirkungsachse liegende Kante und ein Widerlager zwei oder mehr mit unterschiedlichem Ab-» stand von der Wirkungsachse angeordnete Kanten (74, tiO, 82) aufweisen und daß die letztgenannten Widerlager jeder Garnitur gegenüber der Wirkungsachse verdrehbar sind.13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 « 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Widerlager mit Bezug auf die Wirkungsachse mehrere paarweise einander gegenüberliegende Kanten aufweisen unu die Widerlager gegenüber der Wirkungsachse verdrehbar sind.« l4 m-3U9812/0693ΐΛ. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - k und 9 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten von kontinuierlichen Kurven gebildet sind.15. Vorrichtung nach Anspruch lA, dadurch gekennzeichnet, aaß die Kurve (7'O nahe der Wirkungsachse ansetzend mit zunehmendem Krümmungsradius nach außen verläuft.Vorrichtung nach Anspruch lA, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleiche Kurven (63) vorgesehen sind, die mit Bezug auf die Wirkungsachse diametral ansetzend nach entgegengesetzten Richtungen mit zunehmendem Krümmungsradius verlaufen.3J9812/06Le e rs e 5 f e
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