DE2211767A1 - Verfahren zum Herstellen von Festkörper-Elektrolytkondensatoren - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Festkörper-ElektrolytkondensatorenInfo
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Description
Matsushita Electric Industrial Co0, Ltd»,
Osaka (Japan)
Verfahren zum Herstellen von Festkörper-Elektrolytkondensatoren
Die Erfindung "betrifft ein verbessertes Verfahren zum Herstellen von Festkörper-Elektrolytkondensatoren mit
einem Festkörperelektrolyten«
Der übliche Festkörper-Elektrolytkondensator wurde bisher durch elektrolytisches Oxidieren der Oberfläche
eines porösen Körpers eines sogenannten Ventilwirkungsmetalls hergestellt, das zur Bildung einer Anodenschioht
durch Oxidierung geeignet ist, beispielsweise Tantal, Titan, Niobium, Zirkon, Aluminium, Hafnium und Wolfram, wodurch
eine poröse Elektrode mit einer dielektrischen Halbleiterschicht hergestellt wird, die die Funktion eines
Gleichrichters hat, worauf die poröse Elektrode mit einem
Va/Wy-r
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zur Bildung eines Halbleiters geeigneten Material imprägniert, dann angrenzend an die Anodenschicht eine Pestkörperelektrolytschicht
durch pyrolytische Umwandlung des imprägnierten Materials in eine Halbleiteroxidschicht ausgebildet
und schließlich die Halbleiteroxidschicht mit einem leitenden Material, beispielsweise einem Kolloidgraphitanschluß
beschichtet wird.
Bei diesem Verfahren ist es schwierig, Mangannitrat Mn(NO,)2 in gleichmäßiger Dicke auf einem porösen Anodenkörper
abzulagern. Da sich das abgelagerte Mangannitrat bei einer hohen Temperatur von 200 0C bis 400 C während
des pyrolytischen Prozesses schnell zersetzt, ist es äußerst schwierig, eine dichte und gleichmäßige Schicht pyrolytischen
"angandioxi'l. äui dn« dielektrischen Schicht der po-
^.i; i:u erhalten.
Daher ist es notwendig, die vier Verfahrensschritte des Eintauchens des porösen Körpers in eine Lösung aus Mangannitrat
Mn(NO,)2» der Durchführung der Pyrolyse, des Wasohens
mit Wasser und der Re-Pormierung mehrmals zu wiederholen, um einen Pestkörper-Elektrolytkondensator fertigzustellen»
Das mehrmalige Wiederholen des pyrolytischen Verfahrensschritts bewirkt jedoch die Erzeugung von Hoehtemperaturstickoxidgas,
das die dielektrische Schicht aus Ventilwirkungsmetall sowohl thermisch als auch chemisch verschlechtert,
wobei der Leckstrom proportional zur Anzahl der durchgeführten pyrolytischen Verfahrensschritte erhöht wird. Perner
wird die Mangandioxidschicht allein durch den pyrolytischen Prozeß nicht gleichmäßig, sondern nur örtlich ausge-
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"bildet, was nach Aufbringen des leitenden Materials zu
Kurzschlüssen zwischen der Anode und der Kathode führt, so daß die Kondensatorfunktion verlorengeht« Dieses Problem
ist bei der Herstellung kleiner Festkörperkondensatoren und Dünnschicht-Festkörperkondensatoren äußerst wichtige Ferner
weist bei mehrmals wiederholten Pyrolyseschritten die
erhaltene Manganoxidschicht eine geringe Dichte und schlechtere
Leitfähigkeit sowie einen Mangel an Oberflächenglätte auf, so daß die Ausbildung bzw«, die Befestigung einer Elektrode
aus Gold, Silber oder Aluminium äußerst schwierig ist»
Außar dem oben beschriebenen bekannten Verfahren wurden auch Verfahren der elektrochemischen Ablagerung von den
Charakter eines Halbleiters aufweisendem Manganoxid auf der dielektrischen Schicht entwickelt,, Bei einem solchen Verfahren
wird der Gleichrichteffekt des Ventilwirkungsmetalls dazu verwendet, eine kathodische Reduktion einer Permanganatlösung
zu bewirken, um eine Ablagerung von Manganoxidmaterial zu erhalten. Bei diesem Verfahren wird das durch die
kathodische Reduktion von Permanganat niedergeschlagene
2+ Mangandioxid dann zu MnOOH reduziert, das weiter zu Mn reduziert wird. Dieses Verfahren ist wegen der äußerst
schlechten Bindung mit dem Metalloxid nicht verwendbare Die Bindung an die dielektrische Schicht ist außerordentlich
schlecht, selbst wenn die kathodische Reduktion in der Stufe des niedrigwertigen Oxids vor der Reduktion zu
2+
Mn gestoppt wird. Da die elektrolytische Ablagerung nur auf der Oberfläche des gesinderten vorgeformten Körpers zu erzielen ist, ist ferner die erzielbare Kapazität, d. ho das Verhältnis zwischen der schließlich erhaltenen Kapazität und der beim Yorformen erzielten Kapazität außerordentlich klein.
Mn gestoppt wird. Da die elektrolytische Ablagerung nur auf der Oberfläche des gesinderten vorgeformten Körpers zu erzielen ist, ist ferner die erzielbare Kapazität, d. ho das Verhältnis zwischen der schließlich erhaltenen Kapazität und der beim Yorformen erzielten Kapazität außerordentlich klein.
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Bs gibt noch weitere Verfahren, und zwar eines, bei
dem eine wäßrige Lösung eines Mangansalzes zur direkten Ablagerung auf der dielektrischen Schicht durch elektrolytische
Oxidation verwendet wird, und ein anderes, bei dem die dielektrische Schicht und eine elektrolytische
Mangandioxidschicht durch elektrolytische Oxidation gleichzeltig ausgebildet werden» Jedes dieser Verfahren macht
vom Leckstrom Gebrauch, so daß es schwierig ist, eine gleichmäßige Ablagerung des elektrolytisohen Mangandioxids
zu erzielen und elektrolytisches Mangandioxid im gesinterten Körper auszubilden. Daher ist die erzielbare Kapazität
gering, und es tritt ein großer Verlust auf, so daß diese Verfahren ebenfalls nicht verwendbar sind.
Durch die Erfindung sollen die oben genannten verschiedenen der Ausbildung des Halbleiteroxidmaterials bei der
bekannten Herstellung von Pestkörper-Elektrolytkondensatoren
anhaftenden Probleme gelöst werden.
Die Erfindung basiert auf neuen Erkenntnissen in bezug auf die Halbleitereigenschaften von Pestkörper-Elektrolytkondensatoren,
die pyrolytischen Eigenschaften von thermisch zersetzbaren Metallsalzen einschließlich Mangarisalzen und
die thermoelektrische Kraft und andere Eigenschaften von Metalloxiden. Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur
Herstellung von Pestkörper-Elektrolytkondensatoren geschaffen, bei dem die Pyrolyse von Mangansalz, die elektrolytische
Oxidation von Mangansalz, die thermische Behandlung des Kondensatorkörpers und die elektrochemische Hoohtemperaturbehandlung
des Kondensatorkörpers in geeigneter Weise verbunden werden und das neue und ausgezeichnete Merkmale
aufweist ο
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Der in der Beschreibung verwendete Ausdruck "Hoehtemperaturformierung"
soll die Re-Formierung eines Materials
in einer HochtemperaturatmoSphäre unter Anschluß an eine
äußere Energiequelle "bedeuten, während der Ausdruck "Wärmebehandlung"
eine Behandlung eines Materials in einer Hochtemperat ur atmosphäre ohne Anschluß an eine äußere Energiequelle
"bedeutete
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung er-geben sich aus der folgenden Beschreibung. Auf der
Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und -zwar zeigen; 4
Pigο 1 eine bildliche Darstellung von aufeinanderfolgenden
Stadien eines Tantal-Festkörper-Elektrolytkondensators in den einzelnen Verfahrensschritten des erfindungsgemäßen Verfahrens?
Figo 2 eine graphische Darstellung der Wärmebilans™
ergebnissej
Figo 3 eine graphische Darstellung von Kennlinien der
thermoelektrischen Kraftj
Fig. 4 eine graphische Darstellung einer Kurzsohlußstrom/Temperatur-Kennlinie;
Figo 5 eine graphische Darstellung von Kennlinien d©r
thermoelektrischen Kraft;
Fig. 6 eine sohematisohe Darstellung einer Anordnung
für die Hochtemperaturfonnierung; und
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• Figo 7 in vergrößertem Maßstab einen Teil einer Schnittansicht
eines gemäß der Erfindung erhaltenen Festkörper-Elektrolytkondensators.
Mg, 1 zeigt die aufeinanderfolgenden Stadien eines
Tantal-Festkörper-Elektrolytkondensators in den jeweiligen
Verfahrensschritten seiner Herstellung. In dieser Figur bedeutet ρ einen p-leitenden Halbleiter, η einen n-leitenden
Halbleiter und i eine Inversionsschicht.
Bei der dargestellten Durchführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird Tantal als Ventilwirkungsmetall, eine
wäßrige Lösung von Mn(NO,)ο als Mittel zur Herstellung
eines Halbleiters und eine wäßrige Löeung von Mangannitrat
als Elektrolyt für äx^. ^I<?!etroIytische Oxidation verwendet.
■t-
Dis elektrolytische Oxidation geschieht durch Verwendung
einer zur Ausbildung einer dielektrischen Schicht geeigneten Flüssigkeit, z„ B. Zitronensäure, um eine dielektrische
Schicht mit einer n-i-p-Struktur mit gleichrichtender Funktion herzustellen, wie bei A in Figo 1 dargestellt.
Daraufhin wird das Ganze einem pyrolytischen Prozeß unter Verwendung der wäßrigen Lösung von Mn(XTO? ^ unterworfen.
Wann die Temperatur der dielektrischen Schioht auf Pyrolysetemperatur, beispielsweise auf 200 °0 bis 500 0C,
erhöht worden ist, beginnen Ta -Ionen, die von der Seite der Metallelektrode kinetische Energie gewinnen, zur Oberfläche
der Oxidschicht hin zu diffundieren, wie bei B(a) in Fig. 1 gezeigt. Durch die Oxidschicht hinduroh wandernde
Ta -Ionen reagieren mit Sauerstoffionen im p-leitenden Bereich der TapOc-Schicht, wodurch zusätzliches TftgO,- erzeugt
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wird. Mit fortlaufend von der Metallseite her diffundierenden
Ta' -Ionen wird die gesamte Oxidschicht zu einem nleitenden
Ta5O5, das ein Metallüberschußharbleiter ist,
wie bei B("b) in Eig„ 1 dargestellte Inzwischen wird infolge
der Pyrolyse der Mangannitratlösung auf der dielektrischen Schicht eine Manganoxidschicht gebildet. Zu dieser
Zeit unterliegt das pyrolytisch abgelagerte Mangandioxid teilweise einer Reaktion mit von der Seite der Metallelektrode
diffundierten Ta^ -Ionen und wird somit reduziert.
Auf diese Weise wird ein dünner oC-MnpO.,-Bereich neben der
ausgebildet, wie bei B(c) in Mg. 1 veranschaulichte Dieser oC-MngO^-Bereich hat den Charakter eines
p-leitenden Halbleiters. Der etwas entfernt von der dielektrischen
Schicht liegende Rest des Mangandioxids bildet einen stabilen ß-MnOp-Bereich, der ein η-leitender Halbleiter
ist, wie ebenfalls bei B(c) in Fig. 1 dargestellt.
Mit dem obigen pyrolytisehen Prozeß allein ist es jedoch
schwer, wie oben erwähnt, eine einheitliche Ablagerung von Manganoxidmaterial auf der Oberfläche der dielektrischen
Schicht zu erzielen. Eine mehrmalig wiederholte Durohführung des Imprägnierungs- und Pyrolyseschritte zur Erzielung
einer gleichmäßigen Ablagerung von Oxidmaterial auf der dielektrischen Sohicht wie in den bekannten Verfahren würde
jedoch zu einer außerordentlichen Schädigung der dielektrischen Schicht führen.
Gemäß der Erfindung wird nun naoh der pyrolytisohen Ablagerung einer äußerst dünnen Manganoxidschicht auf der
Oberfläche des bei B(c) in Fig. 1 veranschaulichten gesinterten Tantalkörpers eine theoretisch erforderliche Menge
zusätzlichen elektrolytischen Mangandioxids, wie ^ -MnO2
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oder amorphes Mangandioxidhydrat, duroh anodisohe Oxidation unter Verwendung einer wäßrigen Lösung von Mangansalz dünn
und gleichmäßig auf dem pyrolytischen Manganoxidmaterial elektrolytisch abgelagert, wie bei 0 in Figo 1 dargestellt.
Hierbei ist der anodische Oxidationsstrom wichtig. Für die anodisohe Oxidation werden durch Strom angeregte Ladungsträger
in der Halbleiterverbindung verwendet. Das n-leitende
Ta2O^, das p-leitende Ta2O1-, das 0^-Mn2O, und das ß-MnO2
bilden jeweils verschiedene Fermienergieniveaus. Während Ta2O5 bei normaler Temperatur einen großen Bandabstand
aufweist, sind bei einer entsprechend erhöhten Temperatur Ladungsträger darin leicht verfügbar, um genügend Strom für
die anodische Oxidation von Mangandioxid zu schaffen, ohne daß die dielektrische Schichtpunktweise durchschlagen wird.
Auf diese Weise ist es möglich, eine anodische Oxidation in der Mangansalzlösung zu bewirken, um eine gleichmäßige
Ablagerung von elektrolytischem Mangandioxid ohne Verursachung eines Durchschlage der dielektrischen Schicht zu
erzielen, wie bei C in Fig. 1 gezeigt. Wenn jedooh ein die
angeregten Ladungsträger überschreitender Strom erzeugt wird, schlägt die dielektrische Schicht durch und eine
gleichmäßige Ablagerung kann nicht erzielt werden. Mit Leokstrom
kann ft -MnO2 nur örtlich abgelagert werden. Auch kann
man ohne irgendein pyrolytisch abgelagertes Manganoxidmaterial keine Ladungsträger erhalten, und es steht nur der
Leokstrom zur Verfügung.
Obwohl das bei C in Fig. 1 dargestellte System eine genügende
Menge abgelagerten Manganoxidmaterials für den Festkörper-Elektrolytkondensator aufweist, genügt sein Aufbau
noch nicht für den Kondensator. Es wird daher einer Wärmebehandlung oder einer Hochtemperaturformierung unterworfen,
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die charakteristische Merkmale der Erfindung sind„ Bei der
Hochtemperaturformierung werden eine Kristallumwandlung und eine Entgasung "bewirkte
Zur Erleichterung des vollen Verständnisäes des konkreten Verfahrens gemäß der Erfindung wird nun der mit dem
Festkörper-Elektrolytkondensator zusammenhängende Vorgang der elektrochemischen Reaktion "besprochene
]?igo 2 zeigt Wärmebilanzergebnisse für pyrolytisch erhaltenes
S-MnO2 und elektrolytisch erhaltenes Jf-MnOg. Es
ist zu bemerken, daß # -MnOp "bei (Temperaturen von weniger
als 400 0C beträchtliche Mengen von gebundenem Wasser und
Feuohtigkeitswasser und frei wirksamem Sauerstoff enthält. Ferner ergibt sich, daß die Kapazität der Manganoxide zur
Lieferung von Sauerstoff bei
2 > S-MnO2
> 0C-Mn2O3 ist.
Fig. 3 zeigt das Verhältnis zwischen thermoelektrischer
Kraft und umgebungstemperatur bei bestimmten, aus einem einzigen gesinterten 100-mg-Tantal-Körper hergestellten
Festkörper-Elektrolytkondensatoren. Die Kurve 1 bezeichnet die thermoelektrische Kraft bei einem Kondensator mit der
bei C in Fig. 1 dargestellten Struktur, bei der das elektrolytische
Mangandioxid durch das kombinierte Pyrolyse-Elektrolyse-Verfahren abgelagert worden ist. Bei diesem
Kondensator ist bei Temperaturen von mehr als 250 0O die
Polarität umgekehrt» Kurve 2 zeigt die thermoelektrisehe
Kraft bei einem Kondensator, den man erhält, wenn man den Kondensator der Kurve 1 einer 30 Minuten langen Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 300 0O unterwirft. Kurve
2 0 9 R U 1 / Π 7 U 3
zeigt die thermoelektrische Kraft bei einem naoh dem herkömmlichen,
nur mit Pyrolyse arbeitenden Verfahren hergestellten Kondensator.
Fig. 4 zeigt eine Kurzsohlußstrom/Umgebungstemperatur-Kennlinie
eines Kondensators mit der bei G in Fig. 1 gezeigten Struktur, bei der das elektrolytische Mangandioxid
durch das kombinierte Pyrolyse-Elektrolyse-Verfahren abgelagert worden ist«,
Figo 5 zeigt die auf den !Dantalelektroden bestimmter
Kondensatorstrukturen basierende thermoelektrische Kraft,
die über die Umgebungstemperatur aufgetragen let. Die gestrichelte
Linie wurde bei dem einfachen Pyrolyse-Verfahren erzielt. In diesem Fall ist die Polarität der Tantalelektrode
bei allen Temperaturen negativ. Die ausgezogene Kurve erhält man durch das kombinierte Pyrolyse-Elektrolyse-Verfahren.
In diesem Fall ist die thermoelektrische
Kraft an der Tantalelektrode bei Temperaturen bis zu 250 C positiv, wird jedoch bei höheren Temperaturen negativ wie im Fall des nur mit Pyrolyse arbeitenden Verfahrens. In
diesem Zusammenhang bestehen folgende Bedingungen:
Kraft an der Tantalelektrode bei Temperaturen bis zu 250 C positiv, wird jedoch bei höheren Temperaturen negativ wie im Fall des nur mit Pyrolyse arbeitenden Verfahrens. In
diesem Zusammenhang bestehen folgende Bedingungen:
(I) Wenn die Polarität der Tantalelektrode negativ ist, ist das elektrochemische System
-) Ta/Ta205/Mn205.Mn02/toetall
und die damit zusammenhängenden elektrochemischen Reaktionen sind
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Ta —> Ta5+ + 5e1-
10MnO2 + 1Oe1" —*■ 5Mn3O5 + |o2 (2)
2Ta5+ + 5O2 —>
Ta2O5 c (3)
(II) Wenn die Polarität der Tantalelektrode positiv ist, ist das elektrochemische System
(-) Jf-MnO o/ß-Mn0o . oC-Mn90,/Tao0i-/Ta ( + ).
Bei Temperaturen von weniger als 250 0C enthält -MnO2
gebundenes Wasser und kann auch durch MnO2.HgO ausgedrückt
werden. Unter Berücksichtigung des gebundenen Wassers sind dann die elektrochemischen Eeaktionen wie folgt:
H2O —> H1+ + OH1" .., ........ (4)
2MnO2 + 2H1+ + 2e1- = 2(MnOOH) = Mn3O5.HgO
= oC -Mn0O,.XHnO = 0C-Mh0O,, .·<>
(5)
C J C. . C. J
2OH1" = H2O + ^O2 + 2e1" (6)
2Ta5+ + 5O2 + 1Oe1" —» Ta2°5 ·"·· ^
Mn2O5 + -2-O2 —* 2MnO2 (8)
Obwohl noch einige Punkte weiter zu untersuchen sind, sind die obigen Eeaktionsformeln 1 bis 7 auf der Basis der
Fig. 2 bis 5 annehmbar.
Es ist zu bemerken, daß bei negativer Polarität der Tantalelektrode Ta2O5 als η-leitender Halbleiter wirkt,
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während bei einer positiven Polarität der Tantalelektrode Ta0Or- als n-leitender Halbleiter wirkt. Im Hinblick
darauf wird gemäß der Erfindung daa die Struktur naoh C in
Figo 1 aufweisende System, bei dem das elektrolytische Mangandioxid
durch das kombinierte Pyrolyse-Elektrolyse-Verfahren abgelagert worden ist, einer Wärmebehandlung in einer
Atmosphäre hoher Temperaturen von 110 0C oder mehr oder
einer Hochtemperaturformierung unter Verwendung einer Einrichtung, wie in Fig. 6 dargestellt, mit Anschluß an eine
äußere Energiequelle unterworfen, die so eingestellt ist, daß die Tantalelektrode in einer Atmosphäre einer Temperatur
zwischen 110 0C und 500 0C auf Null oder einem positiven
Potential gehalten wird, wodurch man eine Halbleiterstruktur erhält, wie bei D in fig. 1 dargestellt. Auf diese
Weise kann man einen Festkörper-Elektrolytkondensator erhalten, der bisher nicht erreichbare ausgezeichnete Eigenschaften
aufweist»
Fig. 6 zeigt einen Energiequellen-Gleichrichter 4, Amperemeter 5 und 6, einen variablen Widerstand 7, einen Widerstand
8, einen elektrischen Ofen 9» ein niedrig-schmelzendes Lot 10 und einen automatischen Temperaturregler 11.
Der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Fe stkörper-Elektrolytkonderisator
ist sehr stabil und flackerfrei. Ferner ist der Leckstrom sehr gering. Außerdem kann
der Arbeitsspannungspegel im Vergleich zu bekannten Kondensatoren
sehr erhöht werden. Darüber hinaus ist die gemäß der Erfindung erzielte elektrolytisch niedergeschlagene Metalloxid-Halbleitersohicht
im Vergleich zu der duroh das einfache Pyrolyse-Verfahren erzielten gleichmäßiger, weist
eine ausgezeichnete Haftung auf und ist weitaus dünner und
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ist trotzdem in der lage, die dielektrische Schicht mit
Sauerstoff zu versehen und hat der durch das nur mit Pyrolyse arbeitende Verfahren erhaltenen Schicht überlegene
Selbstheilungseigenschaften, so daß nur außerordentlich geringes Hackern entsteht<>
. Obwohl die obige Durchführungsform einen gesinterten Tantalkörper und Manganoxidmaterial betrifft, können die
erfindungsgemäßen Wirkungen in gleicher Weise erzielt werden, wenn andere Ventilwirkungsmetalle als Tantal und andere
pyrolytisohe Metalloxide als Manganoxid, z, B. Blei-,
Nickel- oder Chromoxide verwendet werden.
fig. 7 veranschaulicht den Aufbau eines mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Kondensators. Sie zeigt
ein zur Ausbildung einer Oberflächenoxidschioht geeignetes Ventilwirkungsmetall 12, z. B0 Tantal, eine auf diesem Metall
ausgebildete Oxidschicht 13, eine durch Pyrolyse hergestellte
Schicht 14 aus niedrigwertigem Metalloxid (z. B. 06-Mn2O,, wie oben beschrieben) und eine Sohicht 15 aus pyrolytisch
ausgebildetem Metalloxidmaterial (z. B. S-MnO2).
Ferner weist die Figur ein elektrolytisch niedergeschlagenes Material 16 auf. Bei der obigen Ausführungsform wird zunächst
2T-MnOp elektrolytisch niedergeschlagen, das dann durch Hoohtemperaturformierung zu tf -B-MnO2 umgewandelt
wird. Die Figur zeigt ferner eine Kolloidgraphitschicht 17
und eine leitende Beschichtung 18, beispielsweise eine SiI-berpastebeschiohtung.
Isolierte Anoden- und Kathodenanschlüsse werden jeweils mit dem Ventilwirkungsmetall 12
bzw. der leitenden Beschichtung 18 verbunden, um den Kondensator zu vervollständigen.
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Die Haupterforderniase für das erfindungsgemäße Verfahren
können wie folgt zusammengefaßt werden:
1. Basismaterial des KondensatorkÖrpers: Ventilwirkungsmetalle,
wie Titan, Aluminium, Wolfram, Hafnium und Legierungen dieser Metalle sowie Silizium und Germanium.
2„ Mittel zur Herstellung der dielektrischen Schicht:
eine wäßrige Lösung von Säuren wie Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure und Phosphorsäure sowie geschmolzenem
Salz.
3. Lösungsmittel für den pyrοIytischen Prozeßj zur
Bildung von Halbleitermetalloxiden geeignete metallische Salze, z. B. Mangannitrat, Manganazetat, Bleinitrat und
Niokelnitrat.
4. Temperaturen für die Pyrolyse« 200 °0 bis 500 0O.
5. Erforderliche Anzahl pyrolytisoher Schritte: 1-8.
6. Elektrolyt für die elektrolyt!sehe Hiederschlagung
von Metalloxidmaterialχ MnSO4, Mn(H0,)2, Mn(CH5OOO)2,
Pb(SO4), Pb(N03)2 und Pb(CH3COO)2.
7. Konzentration des Elektrolyten (zur Ablagerung von Metalloxidmaterial): 0,2 bis 2,0 mol/l.
8. Temperatur des Elektrolytbades: 50 0C bis 99 0C.
9. Anodenstromdichte für die elektrolytische Ablagerung:
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0,005 /uA/mg < DA <
1,0 mA/mg oder 0,001 /uA/cm /
cm <
10. Menge des elektrolytisch niedergeschlagenen Materials: verschieden je nach Form, Korngröße und Porosität
des Körpers.
11 ο Hochtemperaturformierung: Die Hochtemperaturformierung
wird unter Anschluß einer äußeren Energiequelle durchgeführt, wobei der Kondensatorkörper auf einem kleinen positiven
Potential "bei einer Temperatur von 110 0C bis 500
gehalten wird. .
Zusätzlich zu den obigen Erfordernissen ist folgendes zu berücksichtigen:
1. Der Kondensatorkörper, der aus einem elementaren Ventilwirkungsmetall oder einer legierung aus einem solchen
besteht, kann die Form einer Platte, einer dünnen Schicht, eines gesinterten Körpers oder einer Spitze aufweisen.
2. Die dielektrische Schicht kann durch Oxidation unter Verwendung eines Ordinaloxidationsbades, z. B. eines
Zitronensäurebades, Ammoniumphosphatbades oder eines Bades aus geschmolzenem Salz hergestellt werden.
3. Obwohl eine Mangannitratlösung als pyrolytisch« Lösung am wirtschaftlichsten, leicht zu handhaben und sehr
bekannt ist, können auoh Azetate und Nitrate aus Nickel, Blei od. dgl. verwendet werden.
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4. Obwohl die Pyrolysetemperatur gewöhnlich 200 0C bis
450 0C beträgt, kann sie auch in Abhängigkeit von anderen
Bedingungen 250 0C bis 550 0O betragen»
5 ο Die Anzahl der pyrolytischen Prozesse wird durch
die Form, die Größe, die Sinterbedingungen und die Korngröße des Kondensatorkörpers bestimmt* Gemäß der Erfindung
braucht die erforderliche Anzahl pyrolytisoher Verfahrensschritte nur die Hälfte bis zu einem Viertel derjenigen betragen,
die bei den bekannten Verfahren erforderlich ist, die nur mit Pyrolyse arbeiten. Bei einem kleinen Körper genügt
ein einziger Pyrolysevorgang. Es ist nicht immer notwendig, einen Re-Formierungsschritt nach dem Pyrolyseprozeß
mit wenigen Pyrolyseverfahrensschritten durchzuführen, bei denen keine ernste thermische Schädigung auftritt. Wenn jedoch
die thermische Schädigung ernst ist, ist der Re-Formierungsschritt
vorzugsweise durchzuführen»
6„ Die Konzentration des Elektrolyten für die Ablagerung
von Mangandioxid beträgt vorzugsweise etwa 0,2 bis 2,0 mol/l, jedoch tritt bei einer Konzentration von weniger
als 0,01 mol/l keine wesentliche unerwünschte Wirkung auf, und man kann einen zufriedenstellenden elektrolytisohen
Niederschlag erzielen.
Bei Elektrolyten, die kein Mangan, sondern beispielsweise ein Blei- oder Nickelsalz enthalten, ist die Pyrolysetemperatur
vorzugsweise etwas höher« Für die elektrolytische Oxidation gilt das gleiche wie für das Mangansalz.
7. Wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben, soll die Temperatur des elektrolytischen Bades so sein, daß bei
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dieser Temperatur die für die im elektrolytisch^ Bad zu
erzielende elektrolytische Oxidation erforderlichen ladungsträger
im Ventilwirkungsmetalloxid und dem darauf niedergeschlagenen pyrolytisehen Metalloxid zur Verfügung
stehen» Im wesentlichen erfolgt die elektrolytisch^ Oxidation
"bei durch die Badtemperatur angeregtem Strom. Zwar kann manchmal in Abhängigkeit von anderen Bedingungen ein
etwas höherer Strom verwendet werden, Jedoch sind die zu erzielenden Charakteristiken des Kondensators um so besser,
je geringer der Leokstrom ist. Die Verwendung von
Leckstrom ist jedoch im allgemeinen unerwünscht, da sich bei Leckstrom das elektrolyt!sehe Metalloxid nur schwer
im gesinderten Körper ausbildet. Auch ist bei Leokstrom ein gleichmäßiger elektrolytisch^ Niederschlag nur schwer
zu erzielen. Die Badtemperatur beträgt vorzugsweise 50 0O
bis 99 0C, obwohl sie je nach Material, Form und Porosität
des Basiselements, Iormierungsspannung, Bedingungen des
pyrolytisohen Prozesses u. dgl. verschieden ist. Die Badtemperatur
kann zwar niedriger als 50 0O sein, in diesem Fall muß jedoch die Stromdichte außerordentlich verringert
werden. Andererseits kocht gewöhnlich die Lösung bei Temperaturen von mehr als 99 0O, so daß vom Standpunkt der
Handhabung und Wirtschaftlichkeit zwar eine Temperatur von weniger als 99 0O, jedo
lieh wünschenswert ist.
lieh wünschenswert ist.
weniger als 99 0O, jedoch eine so hohe Temperatur wie mög-
8. Die Stromdichte für die elektrolytisohe Oxidation
ist verschieden, je naohdem, ob das Basiselement ein gesinterter Körper oder eine Platte ist. Sie ist auch in Abhängigkeit
von den Sinterbedingungen und der Korngröße im Fall eines gesinterten Körpers, der Art des Venti!wirkungs-
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metalls, der Temperatur des Elektrolytbades, der Pyrolysetemperatur
usw. verschieden. Bei einem gesinterten Tantalkörper beträgt die Anodenstromdichte, mit der ein gleichmäßiger
und dichter elektrolytischer Niederschlag in Form einer dünnen Schicht ausgezeichnet selbstheilenden Metalloxidmaterials
hoher Qualität auf dem pyrolytisch hergestellten Metalloxidmaterial ohne Durchschlagen der dielektrischen
Schicht erzielt wird,
0,005 yuA/mg <DA
< 1,0 mA/mg oder 0,001 /uA/om2 <DA
<400 mk/an2.
9. Während die Menge des niedergeschlagenen Materials in Abhängigkeit von der Form und Größe des Basiselements
und der auszuhaltenden Spannung der dielektrischen Schicht verschieden ist, beträgt eine geeignete Ablagerungszeit 30
Minuten bis 10 Stunden. Dieser Bereich, ist jedooh nicht begrenzt,
da die Menge des niedergeschlagenen Metalloxidmaterials proportional zur Menge der zugeführten elektrischen
Ladung ist·
10· Die Hochtemperaturformierung ist eine der wiohtigst
en Merkmale der Erfindung. Wie oben erwähnt, erzeugt die duroh das kombinierte Verfahren der Pyrolyse und der elektrolytisohen
Ablagerung eine thermoelektrische Kraft, wobei ihre Polarität bei Temperaturen von mehr als 100 °C und
weniger als 250 0C positiv und bei Temperaturen von mehr
als 250 0C negativ ist. Die Hoohtemperaturforaierung wird
hauptsächlich mit der in Fig. 6 dargestellten Anordnung und duroh Einstellst der Energiezufuhr von außen durchgeführt,
so daß die Tantalelektrode (Ventilwirkungsnetallelektrode)
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immer auf ITuIl oder einem kleinen positiven Potential liegen
kann. Auf diese Weise ist es möglich, einen Kondensator zu erhalten, der eine gleichmäßigere Struktur und weniger Leckstrom
aufweist. Dies ist deshalb der Fall, weil durch die Ho ciitemperaturf ormie rung der wirksame Sauerstoff im ^ -MnO2
zu dessen Grenzfläche mit !Da2O5 hin wirkungsvoll diffundiert
wird, wodurch sich im Ta2O1- eine idealere n-i-p-Struktur
ergibt.
Es ist möglich, durch eine Wärmebehandlung bei einer Temperatur von mehr als 110 0C ohne Verwendung einer äußeren
Energiezufuhr einen Kondensator zu erhalten, dessen Leistungsfähigkeit
über der durch bekannte Verfahren erzielbaren liegt» Eine Hochtemperaturformierung unter Verwendung
einer äußeren Energiequelle erlaubt es jedoch, den Normen genauer entsprechende Festkörper-Elektrolytkondensatoren in
kürzerer Zeit herzustellen. Die Steuerung der Temperatur und des Stroms werden in diesem Ve rf ahrens schritt den Bedingungen
für die Herstellung des Basiselements entsprechend bestimmt.
Im folgenden wird ein konkretes Beispiel erläutert.
Eine elektrolytische Oxidation wurde unter Verwendung einer 0,05prozentigen Zitronensäurelösung bei Raumtemperatur
während einer Zeitspanne von 2 Stunden durchgeführt, wodurch eine dielektrische 30-Volt-Schioht auf einer bestimmten
Anzahl gesinterter Tantalkörper von jeweils 100 mg Gewicht ausgebildet wurde. Einige der so erhaltenen Muster
209841/0703
wurden dann 14 mal dem üblichen Pyrolyseprozeß unter Verwendung einer öOprozentigen Mn(NO*)p-Lösung unterworfen.
Andere Muster wurden 1 "bis 5 mal dem gleiohen Pyrolyseprozeß unterworfen, dem eine 5 Stunden lange elektrolytisch^
Oxidation in einer Mn(NO,J2-Losung von 0,9 mol/l als Elektrolyt
bei einer Anodenstromdichte von 150 /uA pro Körper
p /
( = 60 cm pro Körper) in bezug auf den Oberflächenbereich
der Muster und bei einer Temperatur von 90 0G folgte. Daraufhin
wurden einige der erfindungsgemäßen Muster einer 30 Stunden langen Wärmebehandlung bei einer lemperatur von
200 0C unterworfen, während andere erfindungsgemäße Muster
einer Hochtemperaturformierung unter Verwendung einer äußeren Energiequelle bei Temperaturen von 250 0C, 300 0O bzw.
350 0C unterworfen wurden. Die bei den erhaltenen Mustern
erzielten Meßergebnisse sind in der folgenden Tabelle veranschaulicht
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■ - 21 -
| bek. erfindungsgemäße Verfahren | Hr.1| Nr.2|Nr.3 | 3 | 5 | Nr.4 | Nr.5 | Nr.6 | |
| Zahl der Pyrolise- schritte m. Mn(NO,)p |
Ve rf | 1 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 |
| Zeit des Pyrolyse schritts m. Mn(NO^)0 in Std. 3 d |
14 | 5 | 200 | 200 | 5 | 5 | 5 |
| Temperatur der Wärme behandlung (ohne Energiezufuhr) in C |
200 | 30 | 30 | ||||
| Zeit der Wärmebehand lung (ohne Energiezu fuhr) in Minuten |
mm | 30 | - | - | |||
| Temperatur d. Ho oh- temp.-Formierung (mit Energiezufuhr) in 0C |
mm | - | - | - | 350 | 300 | 250 |
| Zeit d. Hochtempera turformierung (mit Energiezufuhr) in Minuten |
- | - | 0,1 | 0,09 | 5 | 7 | 15 |
| Leckstrom bei 20 V in /uA |
- | 0,2 | 14,5 | 15,5 | 0,05 | 0,04 | 0,05 |
| Kapazität in /uP | 1,5 | U,8 | 21 | 16 | 15,2 | 15,3 | 15,4 |
| tan (CR) | 15,3 | 18 | M | 16 | 17 | ||
| 25 |
2098AT/0703
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines Festkörper-Elektrolytkondensators,
bei dem eine dielektrische Halbleiterschicht auf der Oberfläche eines Körpers ausgebildet wird,
der aus einem Material besteht, das aus der aus den Ventilwirkungsmetallen !Tantal, Aluminium, Titan, Zirkon, Hafnium
od. dgl., deren Legierungen und den Halbleitermaterialien Silizium und Germanium bestehenden Gruppe gewählt
ist und bei dem ein Metalloxid mit dem Charakter eines Halbleiters auf der dielektrischen Halbleitersohioht durch
Pyrolyse einer Lösung eines pyrolytisch aktiven Metallsalzes pyrolytisch niedergeschlagen wird, dadurch gekennzeichnet , daß auf dem pyrolytisch niedergeschlagenen
Halbleitermetalloxid durch elektrolyt!sohe Oxidation, die in einem Bad einer Metallsalzlösung durchgeführt
wird, das auf einer Temperatur gehalten wird, bei der angeregte Ladungsträger in der dielektrischen Halbleitersohioht
und dem pyrolytisch niedergeschlagenen Halbleitermetalloxid zur elektrolytisohen Oxidation verwendet
werden können, eine dünne Schicht eines Halbleitermetalloxids gleichmäßig elektrolytisch niedergeschlagen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß außerdem eine Wärmebehandlung des Kondensatorkörpers bei einer Temperatur von 110 0C oder darüber vorgesehen
ist, die nach dem Verfahrensschritt der elektrolytisohen Ablagerung durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
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daß eine Hoehtemperaturformierung des Kondensatorkörpers bei
einer Temperatur von 110 0C oder mehr vorgesehen ist, die
nach der elektrolytischen Ablagerung durchgeführt wird.
4ο Verfahren naoh einem der Ansprüche 1bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die aufgrund der angeregten Ladungsträger vorhandene Stromdichte D^ in einem durch
0,005 /uA/mg < B.
< 1,0 mA/mg oder 0,001 /uA/cm2 < DA-<
400 /uA/cm2
gegebenen Bereich liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet,
daß die Hochtemperaturformierung mit einer Anordnung durohgeführt
wird, die aus einem elektrischen Ofen (9) besteht, der mit einem niedrig-schmelzenden Leiter (10) gefüllt und
mit einer automatischen Temperaturregelungseinrichtung (11) versehen ist, und bei der eine Gleichstromquelle (4, 5)
zwischen den in den eine Hochtemperatur-Atmosphäre bildenden niedrigschmelzenden Leiter (10) getauchten Körper und
den elektrischen Ofen (9) geschaltet ist, wobei die Energiequelle so einstellbar ist, daß der Körper auf Null oder einem
kleinen positiven Potential liegt.
209841/0703
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-
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