DE2209089B2 - Elektrisches hochspannungsgeraet - Google Patents
Elektrisches hochspannungsgeraetInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Hochspannungsgerät, insbesondere Hochspannungsleitung, mit
einem rohrförmigen Außenleiter, einem Innenleiter sowie einem zwischen dem Außen- und dem Innenleiter
enthaltenen Isoliermittel, wobei durch eine zumindest periodische Beaufschlagung mit unterschiedlichem
elektrischen Potential ein entsprechendes elektrisches Feld zwischen dem Innen- und dem Außenleiter
aufbaubar ist, und mit Einbauten, die feldgeschwächte, als Partikelfalle wirksame Räume begrenzen.
Bei einem derartigen bekannten elektrischen Hochspannungsgerät (US-PS 35 15 939) sind zur Schaffung
der Partikelfallen metallische Einbauten bzw. Anbauten am Außenleiter vorgesehen, um Bereiche mit einem
geschwächten elektrischen Feld bzw. feldfreie Bereiche zu schaffen. Die in Form von am Außenleiter längs
verlaufenden metallischen Rohren oder am Außenleiter befestigten metallischen Schirmen angebrachten Einbauten
verkürzen die Spannungsfestigkeit bei gleichbleibendem Außenleiterdurchmesser. Werden jedoch
am Außenleiter in Längsrichtung verlaufende Ausbuchtungen als Partikelfallen vorgesehen, so ergibt sich ein
nicht unerheblicher Mehraufwand bei der Herstellung des Außenleiters. Die Verkürzung der elektrischen b5
Spannungsfestigkeit einerseits und andererseits der nicht unerhebliche Mehraufwand bei der Herstellung
des Außenleiters werden als gravierende Nachteile empfunden.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde Maßnahmen zu schaffen, mit denen feldgeschwächti
Räume innerhalb des Außenleiters eines elektrische! Hochspannungsgerätes geschaffen werden können, mi
denen die volle Isoliermittelstrecke zur Spannungsfe stigkeit ausgeschöpft werden kann, ohne daß dies mi
einem erheblichen Mehraufwand bei der Herstellunj derartiger Hochspannungsgeräte verbunden ist
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelösl daß die Einbauten aus dicht an der an die Isoliermittel
strecke angrenzenden Oberfläche des Innenleiter und/oder des Außenleiters angeordneten Isolierstoff
elementen bestehen, welche gegenüber dem Isoliermit tel eine hohe Dielektrizitätskonstante haben.
Durch diese Maßnahmen wird in vorteilhafter Weist erreicht, daß die Isolierstoffelemente, welche zui
Schaffung der Partikelfallen Verwendung finden verhältnismäßig einfach auch in komplizierter Forn
durch Gießen oder ähnliche Herstellungsverfahrer hergestellt werden können. Da im Vergleich zi
Partikelfallen aus Metallelementen bei der Verwendung von Isolierstoffelementen die Feldintensivierung auf dei
Oberfläche dieser Isolierstoffelemente geringer ist enthält man auch eine höhere Spannungsfestigkeit, se
daß bei gleichen Abmessungen der Hochspannungsgeräte sogar die Verwendung höherer Spannunger
möglich ist. Es ist bekannt, daß bei der Verwendung vor Metallelementen für Partikelfallen eine gute elektrisch
leitende Verbindung zwischen dem Metallelement und dem Leiter bestehen muß, um die Gefahr vor
Funkenbildung zu vermeiden. Demgegenüber hat die Erfindung den Vorteil, daß die Grenzschicht zwischer
dem Isolierstoffelement und dem metallischen Leiter ir dieser Hinsicht unkritisch ist Durch die Möglichkeit
auch komplizierte Formen bei Isolierstoffelementen leichter verwirklichen zu können, ergibt sich al:
weiterer Vorteil, daß eine Optimierung der Wirkung dei Partikelfallen sehr viel leichter durch konstruktive
Maßnahmen verwirklicht werden kann, wobei sich auch der Vorteil ergibt, daß bei der Herstellung solchei
Isolierstoffelemente auch eine Variation der Dielektrizitätskonstante zur Optimierung möglich ist.
Es ist zwar bereits bekannt, bei elektrostatischer Abscheidern (GB-PS 7 16 868) elektrisch leitende Gitter
oder Schirme mit einer Isolierstoffbeschichtung ir einem Abstand vor der Sammelelektrode anzuordnen
Anstelle dieser metallischen, mit Isolierstoff beschichter Schirme oder Gitter können auch nichtleitende
Materialien Verwendung finden. Dabei sollen jedoch die Schwierigkeiten überwunden werden, die sich durch das
unterschiedliche Potential der Gitter gegenüber der Sammelelektroden ergeben. Mit derartigen Schirmer
oder Gittern soll eine Konzentration der Feldlinien aul die Sammelelektrode bewirkt werden, damit eine
Ablagerung von Teilchen auf denjenigen Oberflächer der Elektroden verhindert wird, welche dem Abgasstrom
im Abscheidegerät ausgesetzt sind. Durch derartige von dem Leiter angeordnete Gitter oder
Schirme ergeben sich wegen der gewünschten Beeinflussung des Feldlinienverlaufes keine Bereiche an der
Leiteroberfläche, in denen das elektrische Feld eine wesentliche Feldschwächung erfährt. Eine derartige
Feldschwächung ist auch nicht beabsichtigt.
Zur Erhöhung der Spannungsfestigkeit ist es auch bekannt, Hochspannungsleiter zu beschichten (Zeitschrift
»ETZ-A«, Heft 20, S. 711 bis 713), jedoch ergeben sich daraus keine Hinweise zur Erzeugung von
Partikelfallen. Dies trifft auch für zum selben Zweck beschichtete Hochspannungsleiter zu (US-PS
35 15 909), wenn die Isoliersteg (beschichtung mit schmalen
Schlitzen versehen ist, um bei einer Wärmeausdehnung des Leiters eine Beschädigung dei Isolierstoffschicht
zu vermeiden. Mit Hilfe dieser Schichten soll nach wie vor die Wirkung einer völlig beschichteten
Leiteroberfläche erzielt werden. Für derartige Isolierstoffbeschichtungen wird vorgeschlagen, daß sie eine
verhältnismäßig niedere Dielektrizitätskonstante haben, damit ein gewisser Ladungsausgleich über die
Schicht möglich ist. Eine solche verhältnismäßig niedere Dielektrizitätskonstante wirkt sich sehr nachteilig für
die Schaffung von Parlikelfallen aus.
Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen. Es zeigt
F i g. 1 zwei Kondensatorplatten mit entgegengesetzte.· Polarität und einem dazwischenliegenden Isolierstoffelement,
F i g. 2 zwei Kondensatorplatten mit entgegengesetzter Polarität mit zwei dazwischen angeordneten
Isolierstoffelementen, die eine Partikelfalle bilden,
Fig.3 ein koaxiales Leitersystem mit Partikelfallen
auf der Oberfläche des Innenleiters und des Außenleiters,
F i g. 4 ein koaxiales Leitersystem mit einem schalenförmigen
Isolierstoffelement als Partikelfalle auf dem Außenleiter,
Fig.5 ein koaxiales Leitersystem mit Isolierstoffstäben
auf der Oberfläche des Außenleiters als weitere Ausführungsform einer Partikelfalle gemäß der Erfindung,
F i g. 6 ein koaxiales Leitersystem mit einer weiteren Ausführungsform einer Partikelfalle in Form einer
geweilten Isolierstoffschale,
F i g. 7 ein koaxiales Leitersystem mit einem schraubenförmig auf die innere Oberfläche des Außenleiters
aufgewickelten Isolierstoffstab zur Schaffung einer Partikelfalle,
F i g. 8 ein koaxiales Leitersystem mit einem schraubenförmig auf den Innenleiter aufgewickelten Isolierstoffstab
zur Schaffung einer Partikelfaüe,
F i g. 9 2in koaxiales Leitersystem mit ringförmigen, in
einem Abstand voneinander angeordneten Isolierstoffstäben auf dem Innenleiter zur Schaffung von
Partikelfallen,
Fig. 10 ein koaxiales Leitersystem mit auf dem Innenleiter längsverlaufenden Isolierstoffstäben zur
Schaffung von Partikelfallen. so
Die Erfindung ist besonders für ein Schaltgerät zum Betrieb an einer Spannung von etwa 230 kV oder mehr
bestimmt. Bevorzugt wird als Isoliermittel Schwefelhexafluorid bei einem Druck von 16 Atmosphären
verwendet.
Zur Erläuterung der Erfindung ist in F i g. 1 ein Kondensatorsystem 114 mit parallelen Platten gezeigt.
Das Kondensatorsystem 114 umfaßt eine positive Platte 116 und eine negative Platte 118. Zwischen diesen
Platten ist ein Isolierstoffelement 120 als Einbauteil vorgesehen. Elektrische Feldlinien sind in F i g. 1 der
Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, sondern nur die Schnittlinien von Äquipotentialflächen, die als
Äquipotentiallinien 122, 124, 126, 128, 130 und 131 angedeutet sind. Wie bekannt ist, haben metallische,
elektrisch leitende Körper normalerweise keine Äquipotentiallinien in ihrem Inneren, und ihre gesamte
Oberfläche besitzt praktisch das gleiche elektrische Potential. Dies gilt aber nicht für dielektrische Körper,
und, wie durch die Äquipotentiallinier. 128,130 und 131 angedeutet ist, können innerhalb eines Dielektrikums
durchaus Potentialdifferenzen vorhanden sein. Die Dielektrizitätskonstante eines Isolierstoffes hat jedoch
die Neigung, die Äquipotentiallinien, die durch ein Dielektrikum verlaufen, zu beugen. Infolgedessen
verursacht die Anwesenheit eines Isolierstoffelementes 120 im Kondensator 114, daß die Äquipotentiallinien
sich im wesentlichen bogenförmig oder wellenförmig verformen, wie bei 124A im Bereich der Äquipotentiallinie
124 und durch den gekrümmten Teil 126A der Äquipotentiallinie 126 angedeutet ist, der sich gegen die
Platte 116 verbiegt. Je höher die Dielektrizitätskonstante
des Isolierstoffelementes 120 ist, um so größer ist die Verformung der Äquipotentiallinien 122, 124, 126, 128
und 130, und um so schwächer ist das elektrische Feld im Querschnitt 132.
Ein Kondensator 115, wie er in Fig. 2 dargestellt ist,
umfaßt eine positive Platte 116A und eine negative Platte 118/4 sowie zwei dielektrische Körper bzw.
Isolierstoffelemente 120AL und 120ΑΛ zwischen den
Platten 116A und 118A Die dielektrischen Isolierstoffelemente 120AL und 120A/? bilden zusammen einen
Abschnitt einer Partikelfalle. Wie in Fig. 2 zu sehen ist,
sind die Äquipotentiallinjen 122ß und 124ß relativ
unverformt, während die Äquipotentiallinien 126Λ und 128A weitgehend durch die Anwesenheit der Isolierstoffelemente
120AL und 120ΑΛ im elektrischen Feld 115 verformt werden. Infolgedessen kann eine Partikel
134, die sich zwischen den Isolierstoffelementen 120AL und 120ΑΛ bewegt, nach ihrer Entladung zur Platte
118A hin einen relativ feldfreien Bereich 135 vorfinden, in dem Beschleunigungskräfte, die durch ein elektrisches
Feld verursacht werden, nicht mehr in so wesentlichem Maße vorhanden sind, daß sie die Partikel 134 zu einer
Wanderung oder Schwingbewegung gegenüber der Platte 116A veranlassen könnten.
Eine Partikelfalle kann demnach mit Isolierstoffelementen hoher Dielektrizitätskonstante hergestellt werden,
die in geeigneten Abständen angeordnet sind, so daß Partikeln in den Zwischenraum oder die öffnungen
der Falle gelangen können.
F i g. 3 zeigt ein koaxiales System 137A, das eine Hochspannungselektrode als Innenleiter 138A, eine
Sperre 140A aus Isolierstoff, also elektrisch nichtleitendem Material, und eine Niederspannungselektrode als
Außenleiter 142A umfaßt und Schwefelhexafluorid im Isolierbereich 146A und 148A zwischen der Sperre und
den Elektroden aufweist. Das System 137A kann mehrere dielektrische Partikelfallen 152 aufweisen, die
im wesentlichen zylindrisch geformt sind. Die Fallen können dem Innenleiter 138A zugeordnet sein, wo die
Partikeln in Bereichen 135C festgehalten werden. Das System 137A kann ferner zusätzlich oder unabhängig
davon eine ähnliche Falle 150A aus Isolierstoff oder unter Verwendung von Metall mit öffnungen oder
Zwischenräumen 135A in der Nähe des Innendurchmessers der Sperre 140A aufweisen, so daß sich ein Bereich
niedriger Feldstärken ergibt und Partikeln eingefangen werden. Ferner kann zusätzlich oder für sich allein eine
ähnliche Partikelfalle 150B um den äußeren Umfang der Sperre 140 gelegt werden, in der sich ein elektrisches
Feld geringer Feldstärke einstellt und Partikeln gefangen werden können. Schließlich kann das System
137A für sich oder in Kombination mit anderen Fallen eine Partikelfalle aufweisen, die aus mehreren elektrisch
isolierenden Stangen 149 mit im wesentlichen kreisför-
migem Querschnitt besteht. Die Isolierstoffstangen sind dicht an der Innenfläche des Außenleiters 142
angeordnet, wo Partikeln zwischen benachbarten Isolierstoffstangen in den Bereichen 135/4 gefangen
werden.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.4 dargestellt, bei der Hochspannungselektroden
als Innenleiter 204 und Niederspannungs- oder Erdelektroden als Außenleiter 202 koaxial zueinander angeordnet
sind. Der Außenleiter 202 dient gleichzeitig zwei Zwecken bei dieser und den folgenden Ausführungsformen,
weil er gleichzeitig einen Behälter für das partikelhaltige Isoliermittel darstellt, das zum Hochspannungssystem
gehört. Das koaxiale System 200 umfaßt ein hohles, im wesentlichen zylindrisches
Isolierstoffelement 206 als Partikelfalle mit mehreren im Abstand angeordneten Löchern oder Vertiefungen 208
an ihrem Umfang und längs seiner Längsachse. Die Partikelfalle ist im Innern und in direkter Nachbarschaft
des Außenleiters 202 angeordnet. Beim Betrieb des Systems 200 werden alle frei wandernden Teilchen
(nicht dargestellt) in den Löchern 208 des Isolierstoffelementes 206 aus den vorstehend erörterten Gründen
gefangen und festgehalten.
Ein aus zwei Elementen bestehendes koaxiales System 210, ähnlich dem System 200, ist in Fig.5
dargestellt. Es besitzt eine Hochspannungselektrode als Innenleiter 204 und eine Niederspannungselektrode als
Außenleiter 202. Im System sind Isolierstoffstangen im wesentlichen parallel zu den Elektroden 202 und 204 in
der Nähe des als Behälter wirkenden Außenleiters 202 und im Zwischenraum zwischen dem Innen- und
Außenleiter 204 und 202 längs verlaufend angeordnet. Vorhandene Partikeln werden in dem relativ feldfreien
Bereich 215 zwischen benachbarten Isolierstoffelementen 212 gefangen.
F i g. 6 zeigt eine koaxiale Anordnung elektrischer Leiter 214 mit einer positiven oder Hochspannungselektrode
als Innenleiter 204 und einer negativen oder Niederspannungs- bzw. Erdelektrode als Außenleiter
202. Das System umfaßt eine hohle zylindrische wellenförmige Falle 216, die Ausnehmungen aufweisen
kann. Die Falle besitzt mehrere abwechselnde Vorsprünge 220 und Vertiefungen 218 und verschiedene, in
axialer Richtung mit Abstand voneinander angeordnete Löcher oder freie Zwischenräume 222 in den Vertiefungen
218, so daß alle vorhandenen Partikeln in ähnlicher Weise, wie im Zusammenhang mit den Fig. 2 bis 4
beschrieben, gefangen werden können.
F i g. 7 zeigt noch eine andere Ausführungsform der Erfindung in einer zwei Elektroden aufweisenden
koaxialen Anordnung 242. Die Hochspannungselektrode als Innenleiter 204 und ein als Behälter wirkender
Außenleiter 202 umfassen ein Isoliermittel, ζ. B. öl oder Schwefelhexafluorid, das frei bewegliche, geladene und
ungeladene Partikeln enthalten kann. Die Partikelfalle ist hier ein schraubenlinienförmig gewundener Isolierstoffstab
244, der sich in Längsrichtung in bezug auf den äußeren Behälter erstreckt. Geladene Partikeln werden
im Raum 245 zwischen benachbarten Abschnitten oder Windungen des nichtleitenden Isolierstoffstabs 244
gefangen.
Fig. 8 zeigt eine andere Ausführungsform eines Systems 246 mit einer Behällerelektrode als Außenleiter
202, einer Hochspannungselektrode als Innenleiter 204 und einer aus Isolierstoff bestehenden Stange, die im
wesentlichen schraubenlinienförmig angeordnet und am Innenleiter 204 befestigt ist, so daß sie diesen
konzentrisch umgibt. Schwingende Partikeln werden hier im Raum 249 zwischen benachbarten Abschnitten
5 oder Windungen des Isolierstoffstabs 248 festgehalten.
F i g. 9 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung in einem Hochspannungssystem mit einer
Partikelfalle 285, die mehrere im wesentlichen konzentrische, kreisförmige oder ringförmige Isolierstoffstäbe
to 284 aufweist. Die genannten Isolierstoffstäbe sind in Längsrichtung oder axial längs des Innenleiters 204 mit
Abstand angeordnet und bilden abgerundete Erhebungen 285. Die Zwischenräume 287 bilden Bereiche
geringer Feldstärke, die oszillierende, geladene Teilchen einfangen können.
Fig. 10 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung in einer koaxialen Leiteranordnung 288 mit
einer Partikelfalle, die mehrere in Längsrichtung angeordnete Isolierstoffstäbe 286 in der Umgebung des
Innenleiters 204 umfaßt. Diese Isolierstoff stäbe 286 bestehen aus einem Material hoher Dielektrizitätskonstante
und bilden Vorsprünge, die auf gegenüberliegenden Seiten eines Feldes 289 mit geringer Feldstärke
angeordnet sind. Dort können Partikeln eingefangen werden. Es ist festzuhalten, daß verschiedene Ausführungsformen
in Hochspannungsisoliersystemen verwendet werden können, die ohne Beschränkung darauf
öl, Vakuum und Isoliergase, ζ. Β. Schwefelhexafluorid und Druckluft als Dielektrikum verwenden. Ferner
können Hoch- und Niederspannungselektroden bei den vorstehend beschriebenen Beispielen gegebenenfalls
vertauscht werden, so daß der äußere Behälter die Hochspannungselektrode und der innere Leiter die
Niederspannungselektrode sein kann.
Es ist zu bemerken, daß elektrisch isolierende Partikelfallen, wie sie vorstehend angegeben sind,
vorzugsweise aus einem Dielektrikum mit einer hohen Dielektrizitätskonstante hergestellt werden, beispielsweise
aus einem Epoxydharz mit Aluminiumoxydtrihydrat als Füllstoff. Die verschiedenen vorstehend
genannten Partikelfallen können auch in Kombination benutzt werden. Es ist darüber hinaus festzuhalten, daß,
obwohl die Partikelfalle in erster Linie für die Verwendung bei hohen Spannungen bedeutsam ist und
unter Druck stehende Isoliermittel besonders begünstigt, die technischen Lehren der Erfindung auch bei
Isoliermitteln mit geringem Druck vorteilhaft benutzt werden können.
Festzuhalten ist ferner, daß die Grundzüge der
so Erfindung auch auf andere Arten elektrischer Systeme, z. B. Kabel, gekapselte Sammelschienen, Schaltstationen,
Transformatoren und Überspannungsableiter ohne Ausschließlichkeit angewendet werden können.
Die Erfindung ist keinesfalls auf koaxiale Leiteran-Ordnungen beschränkt.
Die Erfindung ist keinesfalls auf koaxiale Leiteran-Ordnungen beschränkt.
Hochspannungsgeräte nach der Erfindung haben verschiedene Vorteile, z. B. kann eine aus Isolierstoff
bestehende Partikelfalle verhältnismäßig komplizierter Gestalt durch Gießen oder ähnliche Formgebung leicht
ho hergestellt werden, um die entsprechende Form zu
erhalten. Außerdem sind derartige Partikelfallen leicht und einfach zu reparieren. Die Partikelfalle der
beschriebenen Art wird zur schnellen und leichten Säuberung der Isoliermittel von Partikeln verwendet,
<iι wodurch die Isoliermittel gegen Hochspannungsüberschläge
verbessert werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Elektrisches Hochspannungsgerät, insbesondere Hochspannungsleitung, mit einem rohrförmigen
Außenleiter, einem Innenleiter sowie einem zwisehen dem Außen- und dem Innenleiter enthaltenen
Isoliermittel, wobei durch eine zumindest periodische Beaufschlagung mit unterschiedlichem elektrischen
Potential ein entsprechendes elektrisches Feld zwischen dem Innen- und dem Außenleiter aufbau- ίο
bar ist, und mit Einbauten, die feldgeschwächte, als Partikelfalle wirksame Räume begrenzen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einbauten aus dicht an der an die Isoliermittelstrecke angrenzenden Oberfläche des Innenleiters (138/4;
204) und/oder des Außenleiters (142; 202) angeordneten Isolierstoffelementen (152.149; 206; 212; 244;
248; 284) beistehen, welche gegenüber dem isoliermitiel
eine hohe Dielektrizitätskonstante haben.
2. Elektrisches Hochspannungsgerät nach An-Spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafl die /solierstoffelemente
gelochte Isolierstoffschalen (206) sind.
3. Elektrisches Hochspannungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffelemente
aus mehreren, in Längsrichtung des Innen- und/oder Außenleiters in Abstand nebeneinanderverlaufenden
Isolierstoffstäben (212) bestehen.
4. Elektrisches Hochspannungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffelemente
aus einem schraubenförmig auf den Innen- oder Außenleiter gewundenen Isolierstoffstab
(244; 248) bestehen.
5. Elektrisches Hochspannungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffelemente
ringförmig und im Abstand nebeneinander um den Innenleiter (204) verlaufende Isolierstoffstäbe
(285) sind.
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