DE2208440B2 - Schaltungsanordnung zur regelung der fadengeschwindigkeit bei wickelvorrichtungen mit spulspindelantrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung zur regelung der fadengeschwindigkeit bei wickelvorrichtungen mit spulspindelantriebInfo
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Description
25
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Regelung der Fadengeschwindigkeit bei
Wickelvorrichtungen mit Spulspindelantrieb, mit Hilfe einer die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels erfassenden
Einrichtung, welche eine der Umfangsgeschwindigkeit proportionale Rechteckimpulsfolge abgibt, aus
der eine dem Istwert entsprechende Größe für den Fadengeschwindigkeitsregler des Wicklerantriebes gebildet
wird.
Die Eigenschaften fadenförmiger Materialien, wie z. B. Garne der Textilindustrie, können wesentlich
verändert werden, wenn sich die Fadenspannung während des Wickelvorganges ändert. Wickelvorrichtungen
werden deshalb mit einer Fadenspannungsregelung ausgestattet. Bei extrem dünnen Garnen kann
jedoch die Fadenspannung nicht in üblicher Weise über eine im Warenlauf angeordnete Pendel- oder Tänzer-Walze
erfaßt werden, so daß man gezwungen ist auf eine Ersatzregelgröße, nämlich die Fadengeschwindigkeit,
zurückzugreifen. Da jedoch auch die direkte Erfassung der Fadengeschwindigkeit eine aufwendige
Meßeinrichtung erfordert, ist es zweckmäßig, die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels als Regelgröße
zu verwenden.
Bei einem bekannten Antrieb dieser Art wird zu diesem Zweck eine Tastrolle verwendet, die gegen die
Oberfläche des Wickels gepreßt wird. Mit der Achse der Tastrolle ist vorzugsweise ein kontaktloser Geber, z. B.
ein optoelektrischer Geber gekuppelt. Dieser gibt eine der Umfangsgeschwindigkeit des Wickels proportiona-Ie
Impulsfolge variabler Frequenz ab. Aus dieser Impulsfolge wird nach entsprechender Impulsformung
über einen Frequenz-Spannungs-Wandler der eigentliche Istwert der Regelgröße für den Fadengeschwindigkeitsregler
abgeleitet.
Die Verwendung eines Frequenz-Spannungs-Wandlers stellt nicht nur einen Mehraufwand dar, sondern
dieser beeinflußt auch auf Grund seiner Abbildungsfehler die Genauigkeit der Regelung ungünstig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der eingangs beschriebenen Art
derart auszubilden, daß auf einen Frequenz-Spannungs-Wandier verzichtet werden kann. Diese Aufgabe wird
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die der Umfangsgeschwindigkeit des Wickels proportionale
Rechteckimpulsfolge über ein Differenzierglied und einen Gleichrichter geleitet wird, daß der Momentanwert der differenzierten Rechteckimpulse mit einem
Gleichspannungs-Sollwert verglichen wird und daß die Differenz zwischen diesem Sollwert und Momentanwert der differenzierten Impulse einem Integrator
zugeführt wird. An Stelle eines Frequenz-Spannungs-Wandlers tritt also ein einfaches Differenzierglied mit
Gleichrichter, so daß nicht nur die Schaltungsanordnung ganz erheblich vereinfacht wird, sondern auch die
Genauigkeit der Regelung sich erhöht, da im Soll-Istwertkreis (Erfassung der Regelabweichung) nur noch
passive Elemente, wie ein KC-GIied und eine Diode, vorhanden sind.
Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, wird die Erfindung näher erläutert;
es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Achswicklerantriebes,
wie er in der Textilindustrie Verwendung finden kann, mit einem Fadengeschwindigkeitsregler,
F i g. 2 ein Schaltbild des Fadengeschwindigkeitsreglers,
Fig.3 die an den Fadengeschwindigkeitsregler abgegebene Rechteckimpulsfolge,
F: g. 4 die differenzierte Rechteckimpulsfolge und
F i g. 5 die gleichgerichtete Impulsfolge gemäß F i g. 4.
Ein Faden 1 läuft über zwei Galetten 2 mit der Geschwindigkeit V7 und wird über eine Anpreßwalze 3
auf eine Aufwickelwalze 4 mit einer Geschwindigkeit V1
aufgewickelt. Vor der Anpreßwalze 3 ist eine nicht dargestellte Fadenführung vorgesehen, welche durch
eine periodische Hin- und Herführung des Fadens in einer parallel zur Rollenachse verlaufenden Richtung
für eine wendeiförmige Aufwicklung des Fadens mit vorgebbarem Kreuzungs- bzw. Changierungsverhältnis
sorgt. Mit der Achse der Aufwickelwalze 4 ist ein Gleichstrommotor 5 gekuppelt, dessen Drehzahl-Istwert
x„ mit Hilfe einer auf der gleichen Achse sitzenden Tachomaschine 6 erfaßt wird. Der Gleichstrommotor 5
wird über einen Gleichstromsteller 7 von einem Drehzahlregler 8 gesteuert.
Der Fadenzug ergibt sich aus der Differenz der beiden Geschwindigkeiten V1 und Vf. Die Umfangsgeschwindigkeit
Vf wird über die Anpreßwalze 3 erfaßt, die über eine Welle 19 mit einem optoelektrischen
Geber 20 in Verbindung steht. Dieser besteht im wesentlichen aus einem rotierenden prismatischen
Körper 21, der mit seinen spiegelnden Flächen Lichtstrahlen von einer Lampe 22 auf eine Fotodiode 23
ablenkt, welche dann eine der Drehzahl der Anpreßwalze 3 entsprechende Impulsfrequenz x, abgibt. Diese
Impulsfrequenz wird mit Hilfe einer nachgeschalteten Impulsformerstufe 9, welche aus einem Verstärker und
einem Kippverstärker bestehen kann, in eine Rechteckimpulsfolge χι umgewandelt. Aus dieser Impulsfolge
wird über einen Fadengeschwindigkeitsregler 10 ein Sollwert xs„ für den Drehzahlregler 8 abgeleitet. Die
Größe von dem Sollwert xsn ändert sich dabei mit
steigendem Wickeldurchmesser so, daß die Motordrehzahl abgesenkt wird und damit die Umfangsgeschwindigkeit
Vf konstant bleibt. Der Fadengeschwindigkeitsregler 10 besteht aus einem Differenzierglied 11 mit
nachgeschaltetem Gleichrichter 12, einem Integrator 13 und einem Umkehrverstärker 14. Mit 15 ist ein
Sollwert-Geber angedeutet, mit dem die Fadengeschwindigkeits-Feineinstellung vorgenommen werden
kann. Ein Widerstand 16 dient zur Niveauversteilung wie weiter unten noch näher erläutert wird. Mit 17 ist
ein Drehzahl-Sollwert-Geber bezeichnet, mit dem die Fadengeschwindigkeits-GrobeinstelUng vorgenommen
werden kann. Mit 18 ist ein Korrekturglied bezeichnet.
Die Funktionsweise der Anordnung gemäß F i g. 1 ist wie folgt:
Die RechteckimpuIsFoige x, gemäß F i g. 3 wird im
Differenzieiglied 11 in Nadelimpulse gemäß Fig. 4 umgewandelt, weiche mit Hilfe eines Gleichrichters 12
gleichgerichtet werden, wie F i g. 5 zeigt. Die gleichgerichteten Nadeli.Tipulse xr werden mit einem der
gewünschten Fadengeschwindigkeit V, entsprechenden Sollwert xsf verglichen. Die Differenz zwischen dem
Momentanwert der Impulsfolge xf und dem Sollwert x5r
(= Spannung) führt man dem Integrator 13 zu, in dem der arithmetische Mittelwert der Diffe-enz gebildet
wird. Die Ausgangsspannung des Integrators 13 wird in dem Umkehrverstärker 14 verstärkt und stellt entsprechend
der Einstellung des Sollwertgebers 17 für den Drehzahlregler 8 den Sollwert xsn dar.
Bleibt die Drehzahl zunächst konstant, wird mit steigendem Durchmesser des Wickels auch seine
Umfangsgeschwindigkeit Vf anwachsen. Dementsprechend
verringert sich die Periodendauer T der Rechttckimpulsfolge Ai/. Der damit vergrößerte Mittelwert
der Differenz zwischen den differenzierten und gleichgerichteten Impulsen xf und dem Sollwe><
xsf bewirkt eine Absenkung der Integrator-Ausgangsspannung
und damit eine Reduzierung des Drehzahl-Sollwertes a,„. Damit sinkt die Drehzahl des Motors und mit
der nun verringerten !.'mfangspeschwindigkeit des
Wickels steigt die Periodendauer T wiede1· an. Der
Mittelwert der Rechteckimpulsfolge χι sinkt und damit
wird die Differenz zwischen dem Sollwert av und dem Istwert Xf kleiner. Ist die Abweichung zu Null geworden,
d. h. die Fadengeschwindigkeit entspricht dem Sollwert, verändert sich die Ausgangsspannung des Integrators
nicht mehr. Der Vorgang verläuft in umgekehrter Richtung, wenn die Umfangsgeschwindigkeit zu niedrig
ist.
Die Ausgangsspannung des Integrators und damit die Motordrehzahl werden sich im allgemeinen so einstellen,
daß die Differenz zwischen Fadengeschwindigkeits-Sollwert und der in erster Näherung dem Fadengeschwindigkeits-Istwert
proportionalen Umfangsgeschwindigkeit des Wickels zu Null wird.
Aufgrund des speziellen Vergleichsverfahrens, bei dem der Sollwert mit dem Momentanwert einer
differenzierten Rechteckimpulsfolge verglichen und die Differenz daraus zur Ansteuerung eines Integrators
benutzt wird, kann auf den sonst allgemein üblichen Frequenz-Spannungs-Wandler verzichtet werden. Damit
fällt auch dessen zusätzlichen Temperatur- und spannungsabhängiger Fehler weg. Die Genauigkeit des
Vergleiches wird bei der Verwendung temperaturunabhängiger Bauelemente im Differenzierglied lediglich
durch die Konstanz der Eingangsspannung Ue bestimmt.
Wie F i g. 2 zeigt, besteht das Differenzierglied 11 aus
einer RC- Kombination, bestehend aus einem Kondensator
24 und einem Widerstand 25. An einem Widerstand 26 werden dann die differenzierten Impulse
abgenommen und über Begrenzerdioden 27 dem Eingang des Integrators 13 zugeführt.
Der Integrator 13 ist ein invertierender Verstärker 28 mit differenzierender Rückführung, welche aus den
beiden Kondensatoren 29 und 30 besteht, dessen Ausgangsspannung in positiver Richtung auf ca.
+ 0,7VoIt durch eine Diode 31 begrenzt ist. Die Integratioriszeit wird dabei durch den Kapazitätswert
der beiden Kondensatoren 29 und 30 und die Größe des Steuerstromes bestimmt. Bei positivem Eingangsstrom,
d. h. wenn der der Fadengeschwindigkeit entsprechende Sollwert xSf kleiner als die differenzierte Impulsfolge x/
ist, laden steh die beiden Kondensatoren 29 und 30 auf einen negativen Spannungswert auf.
Der Umikehrverstärker 14 besteht aus den beiden Transistoren 32 und 33, wobei der Transistor 32 eine
Verstärkung von 1 zur Umkehr aufweist und der Transistor 33 als Emitterfolger zur Stromverstärkung
dient. Durch die Widerstände 34 bis 37 ist der Umkehrverstärker 14 so abgeglichen, daß bei einer
Ausgangssjpannung von +0,7 Volt des Integrators die Spannung an einem Widerstand 38 der Versorgungsspannung — Un entspricht, eine Abweichung von
0,7 Volt aber bereits eine Absenkung bewirkt. Die Spannung am Widerstand 38 stellt den Sollwert für den
Drehzahlregler dar.
Um sicherzustellen, daß der Integrator 13 bei jeder Fadengeschwindigkeit seinen vollen Ausgangsspannungsbereich
durchlaufen kann, reicht es nicht aus, die Fadengeschwindigkeit nur über den Sollwertgeber 15
einzustellen. Die Einstellung wird deshalb in eine Grob- und eine Feineinstellung unterteilt. Als Sollwert für eine
Feineinstellung ist eine Spannung von —5 bis — 10 Volt erforderlich. Die Grobeinstellung erfolgt über das
Sollwertpotentiometer 17 des Drehzahlreglers 8, welches am Ausgang des Umkehrverstärkers 14
angeschlossen ist.
Durch die Einführung einer Spannung über einen Widerstand 35 kann der Drehzahlwert auch mehrerer
Antriebe von einer zentralen Stelle aus mit Hilfe des Widerstandes 16 gesteuert werden.
Eine Beeinflussung der tatsächlichen Fadengeschwin digkeit durch veränderte Kreuzungsverhältnisse kann
durch die Einführung einer dem Wickeldurchmesser proportionalen Korrekturgröße Xk über das Korrekturglied
18 kompensiert werden. In diesem Falle bildet die Differenz der Ausgangsgröße des Umkehrverstärkers
14 und der Korrekturgröße Xk die Größe Xs\ welche
über das Sollwertpotentiometer 17 den Sollwert Xsn
liefert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung zur Regelung der Fadengeschwindigkeit bei Wickelvorrichtungen mit Spulspindelantrieb mit Hilfe einer die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels erfassenden Einrichtung, welche eine der Umfangsgeschwindigkeit proportionale Rechteckimpulsfolge abgibt, aus der eine dem Istwert entsprechende Größe für den Fadengeschwindigkeitsregler des Wickelantriebes gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die der Umfangsgeschwindigkeit des Wickels proportionale Rechteckimpulsfolge (xi) über ein Differenzierglied (Ii) und einen Gleichrichter (12) geleitet wird, daß der Momentanwert (x/j der differenzierten Rechteckimpulse mit einem Gleichspannungs-Sollwert (.V5/-) verglichen wird und daß die Differenz zwischen diesem Sollwert (xsf) und Momentanwert (xi) der differenzierten Impulse (xr) einem Integrator (13) zugeführt wird.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE795619D BE795619A (fr) | 1972-02-23 | Circuit pour le reglage de la vitesse du fil de dispositifs de bobinage | |
| DE19722208440 DE2208440C3 (de) | 1972-02-23 | Schaltungsanordnung zur Regelung der Fadengeschwindigkeit bei Wickelvorrichtungen mit Spulspindelantrieb | |
| NL7301005A NL7301005A (de) | 1972-02-23 | 1973-01-24 | |
| IT2059173A IT979278B (it) | 1972-02-23 | 1973-02-20 | Disposizione cirduitale per rego lare la velocita del filo in di spositivi avvolgitori |
| FR7305968A FR2173558A5 (en) | 1972-02-23 | 1973-02-20 | Automatic yarn speed control - by square pulses derived from contact roller and compared with tachometer output |
| CH242573A CH558754A (de) | 1972-02-23 | 1973-02-20 | Schaltungsanordnung fuer einen fadengeschwindigkeitsregler mit einer mit einem drehzahlgeregelten elektromotor ausgestatteten wickelvorrichtung. |
| JP48022058A JPS4898316A (de) | 1972-02-23 | 1973-02-23 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722208440 DE2208440C3 (de) | 1972-02-23 | Schaltungsanordnung zur Regelung der Fadengeschwindigkeit bei Wickelvorrichtungen mit Spulspindelantrieb |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2208440A1 DE2208440A1 (de) | 1973-08-30 |
| DE2208440B2 true DE2208440B2 (de) | 1976-09-23 |
| DE2208440C3 DE2208440C3 (de) | 1977-05-12 |
Family
ID=
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| EP0083731A1 (de) * | 1981-12-14 | 1983-07-20 | TEIJIN SEIKI CO. Ltd. | Sicherheitsvorrichtung für eine Spulmaschine |
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| DE9104780U1 (de) * | 1991-04-19 | 1992-05-21 | Siemens AG, 80333 München | Geregelte, elektrische Antriebsvorrichtung für eine Vorrichtung zur Aufwicklung eines bevorzugt bahn- bzw. bandartigen Materiales |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4898316A (de) | 1973-12-13 |
| NL7301005A (de) | 1973-08-27 |
| FR2173558A5 (en) | 1973-10-05 |
| CH558754A (de) | 1975-02-14 |
| BE795619A (fr) | 1973-06-18 |
| DE2208440A1 (de) | 1973-08-30 |
| IT979278B (it) | 1974-09-30 |
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|---|---|---|---|
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